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Tettipaltenbteite i« (p^ee und ja berechnen. U3«ite mit 9.00 Ml. Zeder Rabatt gilt al, t Grlchästrstellr und Vermittlung der Luge»

Kt. 87

Die ersten MmellWe in Eennn.

Die AOMe Nr deuWn Wort

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bezieht und daß die Kriegsrechte ergänzt werden

durch ein unbedingtes Verbot der Herstellung gif­tige? Gase und des Luftkrieges, die als \

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Politische Tagesnachrichten

tionszug marschierte vor die Häuser der gröberen

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die Kommunisten eine Kundgebung veranstaltet gegen Ungerechtigteiren bet der Kartofselverteilung an Min­derbemittelte, gegen die hohen Pachipretse und gegen

nungen ein. und die Landwirte mutzte« unter dem terroristischen Druck Je einen Morgen fertigen Ackers

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Werf gehen und keine uferlosen, abseits liegenden Fra­gen anfwersen. Lassen Sie unS bet unserem riesengro- tzen Programm bleiben und damit praktisch vorwärts kommen.

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angeblich erklärt haben, daß sie dadurch chre Truppen- zahl ir. Deutschland nicht zu verstärken braucht.

Die ehemalige deutsch« Kommandantur In Koblenz wird, wie dir hiesigen Blätter berichten, den deutschen Behörden zurückgege ben. Das Hauptquartier der 1. amerikanis^n Brigade hat Anweisung erhalte», das Gebäude heute zu räumen.

Wie dieRheinisch« Rundschau" berichtet, beab- sichtigen mit wenigen Ausrrahmen alle amerikanischen Geschäftsinhaber in Koblenz di« Stadt sofort nach dem Abmarsch der amerikanischen Truppen yt verlassen.

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Das Recht zu einer Sonderaktion Frankreichs ist im Friedensvertrag nicht vorgesehen. Tas wukdr I bei der Beschuh Frankfurts von den Verbündet.« I fkstgrstellt. Bei der Besetzung von Düsseldorf, Duis­burg und Ruhrort hat Briand sich ausdrücklich die ZuKimmung des Oberste« Rates gesichert.

Am gleichen Tage, da in der Geburtsftadt des Kolumbus feierlich die große Konferenz eröffnet wurde, ist auch die Antwort der deutschen Reichs- regierung auf die verschiedenen Roten de» Entschä- digungsausschuffes in Paris überreicht und bekannt gegeben worbe». Eriche Ueberrafchung hat ste schwerlich nach irgendeiuer Seite gebracht; denn nach den Reden der Herren Wirth und Rathenau im Reichstag mutzte alle Welt wissen, war zu er­warten war. Man wird Dr. Wirth und Dr. Rathe- man zugestehen müssen, daß in de« beiden entscheidenden Punkten Dr. Wirth und Dr. Rathe- nau das verlangte und erwartete bestimmte un­zweideutige Nein gesprochen haben. Vielleicht hätte im übrigen in der Note die Sprache selbst kräfti­ger und entschiedener sein dürfe«. Aber auf der anderen Seite muß man zugeben, daß in dem Augenblick, in dem zum ersten Mal fast alle zivilisierten Völker der Erde sich zur Besprechung weltwirtschaftlicher Fragen am Konferenztisch zu­sammenfinden, eine vorsichtige Haltung der Re­gierung am Platze tgar, um ben Verhandlungen und Beschlüssen in Genua nicht vorzugreife«.

satz über das .Redetournier tn Genua' *tn der .Welt am Montag' mtl folgendem erkrnniniSretchen Satze: .Ms Pazifist was ja nicht immer gleichbedeu­tend ist mit volittschem Trottel befindet man sich Genua gegenüber in peinlicher Lage.'

für 720 Mark abgeben.

Erkenntnis. Hello v. Gerlach beginnt einen Auf-

die niedrigen Landarbeiterlöhne. @ta Demonstra-

Landwirte. Die Wortführer drangen i« die Wob

Beisetzung der Opfer der Gletwttzer Explosion.

Gleiwttz, 11. Avril. Nachdem heute Vormittag bereits in der Peter Paulskirche für die Opfer der bei der Exvlostonskatastropbe ums Leben gekommenen französischen Besatzungsttuppen ein TrauergotteSdtensi ftattgcsunden hatte, erfolgte nachmittags um 2l4 Uhr auf dem Coseler Friedhof die Beisetzung von 8 Lei­chen. An dem Leichenbegängnis nahmen außer dem auS Oppeln erschienenen General Lerond zahlreiche französische Militärs teil. Die Straßen, durch die der Traucrzug sich bewegte, waren von Apo und blauer Polizei abgesperrt. Heute Nachmittag sind bei den Aufräumungsarüeiten an der Unglücksstätte noch einige französische Soldaten aus den Trümmern ge­borgen worden.

Aus dem besetzten Gebiet.

Der Abzug der Amerikaner.

Koblenz, 11. April. Wie dieKoblenzer Zig." erfahren haben will, soll zwischen den Verbündeten be­schlossen worden sein, daß F r a n k re i ch die ameri- konischen Zone im Rheinlande nach Abzug der Ameri­kaner besetze»! soll. Die französische Regierung fall

Die .Oberhesfilch« Z ei tun < erscheint sechsmal wöchentlich. Lezagsvrek« manatHä 17 Mk. Für ausfallend« Summein infolge Streits oder elementarer Ereignisse kein Erlaß. Verlag von Dr. E. Hiüeroth. Druck der Unin^LuchdruSerei von Loh. Aug. stoch, Markt MS, Fernsprecher 55, Postscheckkonto: St. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

barbarische Waffe anzusehen sind, sowie gegen ben. Gebrauch von Repressalien gegen die friedliche Ve-! völkerung. Cs versteht sich von selbst, daß Rußland aus sich selbst bereit ist, eine Einschränkung der Rüstungen vorzunehmen unter der Bedingung, daß dir nötigen Garantien gegen jede Einmischung inj seine inneren Angelegenheiten geschaffen werden. Die Herstellung des Weltfriedens mutz das Weck eines Universalkongresses werden, der auf der Basis der Gleichberechtigung aller Völker und der Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts aller begründet fein mutz. Die russische Regierung ist selbst geneigt, die Außenverträge zwischen den Großmächten, die die internationalen Beziehungen regeln, anzunehmen und an der Revision der Sta­turen des Völkerbundes teilzunehmen, damit dieser in eine wirkliche Völkerliga verwandelt roirbj obne Beherrschung des einen durch andere, ohne die» jetzige Teilung zwischen Siegern und Besiegten.

B MttilMlch für die MdsrMnlrW.

Russische Protest« gegen die Zusammensetzung.

Genua, 11. April. Der erste allgemeine Aus­schuß der Konferenz trat um IO*/. Uhr unter dem Bor­sitz des Präsidenten de Facta zusammen, de Facta stellte die drei ersten Punkte deS Genueser Programms zur Erörterung. Der Delegierte Ungarns-. Graf Bethlen, verlas eine Erklärung, die besagt, daß! die ungarischen Minderheiten unter fremder Herrschaft 1 nach der Zerstückelung Ungarns durch die Ausführung der bestehenden Verträge nicht geschützt seien, und baß, solange dieser Zustand keine Aenderung erfahre, ein wcchrer Friede u nmSgchich sei. Ungarn verlange deshalb, daß die Mindccheitenfrage in einer besonderen Sitzung behandelt werde oder daß ein Unterausschuß für bi« Minderheitenfrage gebildet werden soll. An die ungarische Erklärung schloß sich eine längere Aus­sprache an. Der tschechische Delegierte Bene sch et* klärt«, er müsse darauf aufmerksam machen, baß die Frage der Minderheiten auch zu den Kompetenzen des Völkerbundes gehöre, de Facta schlug darauf vor, einett Unterausschuß zu bilden und eine kurze Unterbrechung der Sitzung eintreten zu lassen. In dem Unterausschuß sollen die einladenden Mächte, Deutsch­land und Rußland mit je einem Delegierten, die übri­gen Mächte mit zusammen 4 Delegierten vertrete« fein. Tschitscherin verlangte für Rußland zwei Dele­gierte. Llo Yd George sprach sich für eine gleich­mäßige Beschickung des Unterausschusses durch je einen Vertreter der cinlabettbeh Mächte, Deutschlands und Rußlands aus. Dem russischen Wüsche könne dadurch Rechnung getragen werden, daß jeder Dele­gierte^ die nötige Anzahl Sachverständige zuziehe« könnte. Tschitscherin erllärte sich mit diesem Lor* schlag eütoetgatibaL Dir Bildung des Unterau*- :

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MM. im 12. AB Oprrmomv-

Die MMleil einer neuen ftMMei Mm.

London, 11. Apakl. Der französische Bericht- erstatter derWestminster Gaz-tte" schreibt, dir Frage einer unabhängigen Aktion Frankreichs gegenDeutschland müsse angesichts brr deutschen Note ernstlich in Erwägung gezogen werden. Die etwaige Aktion Frankreichs häng« in der Hauptsache ab von der Haltung die von dem EntschädigungsauS- schuß eingenommen werd«. In maßgebenden franzö* fischen Kreisen werde bereits darauf hingewiesen, daß wenn bet Entschädigungsausschutz offiziell feststelle, daß Deutschland seine Verpflichtungen nicht erfülle, Fraukrrich durch, den Frtedensvertraa nicht ermächtigt fei, eine Aktion nach Frankfurter Muster zu unternehmen. Vielleicht werbe der Entschädigung?* ausschuß in Berlin die AuUeoung des Zahlungsauf­schubs erkxlären nnd an Deutschland die Aufforderung richten, die vollen Raten zu bezahlen. Nach An­sicht des Berichterstatters feien die Möglichkeiten der Lage so ernA daß sie an Interesse die Erösjmtng der Genueser Konferenz überschatte. j... ?

führt, wird sie ein Fehlschlag (ein. Aber ehe eS zur Entwaffnung kommen kann, mutz eine Verständi­gung da feto. Man mutz erst wlffen, od die Stationen Bayern für vir »ctrrtbemnlagt? Nach einer Mel-1 wirklich gemeinsam miteinander marschieren wollen, düng der «Bost. Ztg.' aus München beschäftigte sich «Dar ist Sache der Genua-Konferenz: das mutz erst er­bet bayerisch« Mtnisterrat mit brr Lebensmttteltrue-1 reicht werden. Wir dürfen dem Konferenzscklff keine rung. Tie bayerische Regierung werde auf der Auf -1 a«;u große Ladung aufvacken, andernfalls würde das rechterhaitung des GetretdeumlageversahrenS Schiff zum Sinken gevracht werden, und vielleicht bestehe«, sofern eS nicht möglich sein sollt«, «in Se-I würde Herr Tschitscherin selbst mit ertrinken, trctdemonopol zu schasse«. ] Schwere See tn Sicht. Ein überladenes Schiff kommt

Bet bet Beisetzung General y. Falkenhatzto» bat nicht sicher durch die Wogen. Wir dürfen die Doffnun- d«r ftatfer mit seiner Vertretung den Prinzen E l t e l I gen der Völker nicht zu schände» tnrnben tobent tott Friedrich beauftragt. Weitere Beileidstelegramme mehr haben wollen, a» menschenmögl^etweife ve- flnd vom Prinzen Heinrich von Preutzen, von Zar I wältigt werden tarnt. Lasten Sie ttttS erst diele mene Ferdinand von Bulgarien, von Generalfeldmarschall zu Ende bringen, und wenn wir erst gutes Etnver- v. Htndenburg und anderen Heerführern ringe- nehmen und (raten Willen haben, und wenn Rußianv lausen. und andere Mächte sich verstanden haben und im

Kommunistischer Druck gegen Landwirte. Wie die Geiste der Freundschaft nach Hause znrückkebren. dann .Magdeb. Ztg.' aus Oschersleben meldet, haben dort wird auch die Entwaffnung komtnen. Alle noch ver -- * - 'bleibenden Fragen können dem Völkerbund über-

wtefen werden, bet dadurch nur gefestiat werden kann, wenn et noch nicht stark genug sein sollte. Herr Tscm- fcherin bat behauptet, die Tanner «eschlsiste seien nickt Har trab beliebt sich habet ans Herrn Poincar«. Die Tanner Befcklüste sind fe klar, wie ste in den beiden besten Svracken der Erde, ettglifck und französtfck. nur ansgedrückt werden können. Fck fucke zu vermit­teln alS ein Mann deS Friedens. Lasten Sie tras anS

MWkiv Mk.

Genua, 11. April. Tschitscherin führte in bet gestrigen Konferenzsitzung u. a. aus: Die russische Abordnung schließt sich den Erklärungen des ttalienischen Ministerpräsidenten an, daß es weder Besiegte noch Sieger gibt, und den Erklärun­gen des Ministerpräsidenten Lloyd George, der ver» i sicherte, daß hier alle gleichberechtigt find. Die russische Abordnung ist nicht mit der Absicht hierhergekommen, um ihre eigenen Theorien zu be» tonen, aber um praktische Beziehungen mit allen Regierungen sowie mit industriellen und Handels- frvifeh üMftMsn. Die wirtschaftliche «ekon, struktion Rußlands erscheint als unablehnbare Not­wendigkeit für die Rekonstruktion der Welt. Ruß­land seinerseits erklärt sich bereit, mit allen Mit­tel» feinet Muht zur Lösung der Konferenz beizu- tragen. Rutzlattd ist bereit, in Anbetracht der Be- dürfnisse der Weltwirtschaft und der Entwickelung der politischen Kräfte der Welt wisientlich und frei­willig feine Grenzen zu öffnen, um die Schaffung internationaler Transitwege zu ermöglichen. Es ist bereit, der Kultur Millionen von Hekiarflächen zu liefern. Es ist bereit, Konzessionen gu er« richten, und zwar Waldkonzessionen, Kohlen- und Mineralgrubenkonzessionen von unendlichem Reich- . : nm, besonders in Sibirien, sowie Konzessionen aller Art, auch der Territorien der sowjetifttschen Republik von Rußland. Die russische Abordnung hat die Absicht, der Konferenz Vorschläge einzu- btiiiaeu, die auf eine Einschränkung d er. R ü st n !>. 3 e n abzielen und die Schwere des Mili­tarismus erleichtern, unter der Bedingung, daß sich die Einschränkung auf die Armeen aller Länder

Seine teM-MW Sintern In 6tnl.

Genf, 11. April. Gestern Abend fanden auf Wunsch des Präsidenten Calonder 'die letzten Eini­gungsverhandlungen zwischen Reichsminister a. D. Dr. Schiffer und Minister Olschewski in der Liqui- daticusfWgr.-ftLtt. In vielstündigen Besprechungen, ea denen auch einige Mitarbeiter Calonders vom Völke.bundssekretariat teilnähmen, gelang es zwar in einzelnen Punkten gegenseitige Zugeständnisse zu «cziclen, dagegen erwiesen sich alle grundsätzlichen Gegensätze weiterhin als unüberbrückbar, so baß die Einigungsverhandlungen in der Liqui- dationsfrage eingestellt werde«.

Damit tritt der Beschluß Calonders in Kraft, , wonach er morgen in öffentlicher Sitzung den beiden ^paririen feinen Schiedsspruch verkünden wird.

Sie WMimMM.

Hebet ben ersten Zusammenstoß in Genua, her­beigeführt durch die Anschneidung von Fragen durch j Tschitscherin, die über das von Poincarä und Lloyd : George vereinbarte Programm der Konferenz hin- 1 ausgehen, haben wir gestern bereits kurz berichtet, i Heute tragen wir ausführliche Meldungen darüber , nach:

Genu», 11. April. «Uf bl« große Red« Tfcht- ! Ifchrrlns erwiderte Barthou: Die Rede des ] ersten russischen Delegierten nötigt mich zu einer kur­zen, aber scharfe« Feststellung. Die russische Absrd- , ming gibt ihr« feste AbsiM kund tzi hje Erörterung GcgenstSnds «nzuftlh-s«, sie nicht rrörteri werden sollten, so z. B. die Frage einer sogenannten allge­meinen Konferenz. Tatsächlich ist in den Be­schlügen von Cannes nichts enthalten, was alS An- kündlgung oder Vorbereitung einer derartigen Kon­ferenz betrachtet werden könnt«. Wenn Cannes die ! Einsetzung einer ständigen Konferenz dieser Art zum Gegenstand gehabt hätte, so hätte sich die französische Abordnung dagegen erfTSit; Nun muß ich namens Frankreichs enifchicdene Verwahrung dagegen etn- legen, daß diese Fragen hier erhoben werden. Tschi­tscherin hat seine Absicht angekündlgt. die E n t w a s s - nungSsrage anzuscknelden. Diese Frage Ist gleich­falls ausgefchieden worden. Ich muß die russische Ab­ordnung warnen, wenn sie ben Vorschlag machen sollte, diese Frage zu erörtern.

Tschitscherin erwiderte: Der Sinn der in den Beschlügen von Cannes festgelegien Grundsätze 1 I nicht ganz klar. Daher machen wir diesen Vorbebal. I auch hinsichtlich anderer Punkte deS Programms. Wir bitten, In dieser Hinsicht ausgettärt zu werden. Doch, da wir im Geiste der Versöhnung hierher gekomme:: »sind sind wir bereit, unS der kollektiven Enticheidung der Konferenz Ober ihr eigenes Programm zu beugen. WaS die Ideen periodischer Konferenzen anlangt, fo I hat sie der britische Premierminister selbst in einer I seiner letzten Reden eingeführi. Hlnsichttlch der Ent- I wasfnung ist mir der französische Gesichtspunkt aus den Feststellungen bekannt, die Briand in Washington gemacht hat. Er hat gesagt, daß der Grund, weshalb Ibte Entwaffnung nicht vorgesehen werden könne, in I dem Bewafsnungszustand Rußlands liege. Wir habe» I daher angenommen, daß, wenn Rußland in die Ent­waffnung etowllllgle, bet von Briand genannte I Grund Ipso facto verschwinden würde. Wir sind bereit, die Entscheidung der Konferenz anzunehmen, I wenn ste entscheidet, daß diese Frage nicht In das Pro- I Gramm elngeschlofsen werden soll.

I Lloyd George erklärte: In Bezug auf die drei Punkte in Tschitscherins Rede, aus die stch Herr

I Bartbott bezogen hat, möchte ich sagen, daß Ick nicht Iber Meinung bin, daß Herr Tschitscherin diese Pnnkte als Bedingungen verstanden haben wollte, sondern als

I allgemeine Bemerkungen, die zwar an stch sehr nützlich, laber doch wohl etwas (ehr «efährNch sein können.

RichtS ist so mit Explosivstoff geladen, tote eine I Friedenskonferenz. Eine allgemeine Konferenz tst I zweifellos etwas sehr Schönes und Bewunderungs­würdiges, aber nur wenige von uns haben Zeit dazu, j 5d> selbst werde älter und glaüb« nicht, datz ich eine luniverfelle Konferenz überdauern könnte. Deshalb möchte Ich Herrn Tsckitscherin bitte«, nicht darauf zu »bestehen, datz die Genua-Konserenz über das gegeir- I wSrtige Programm hinan sgeht nnd stch aus das luniverfelle, Aetherische, Edle und Erhabene auSdch- I «en soll. Während all diefe Tinge noch in der

Schwebe und tn weiter Ferne stnv, steht fchon in dem I (Sanner Programm, tote ich dem Herrn Tfchiisckerin | versichern kann, eine Unmenge von Dingen, über die er I Herrn Bartbou In die Schranken fordern, Herrn Poin- I cate und auch mich tüchtig kritisieren kann. Wen« er das totff, fo braucht er nicht über das Programm, von »Cannes hlncraszugeben. Ueber die Abrüstung I möchte ich setzt meine Meinunh ganz offen sagen. I Wenn die Genua-Konferenz nicht zur Entwaffnung

Anzeigenpreis beträgt fit die 9 gesp. Zeile oder beten «aum 90 Psa. fit den Milli- metet. amtliche und ensroärttae 1.20 Mk. Sn bete Spaltenbreiten nach entiprechender Berechnnng. 6p6t einleufenbe ober ben «au* übet Sette einnebmettbe An- ttiaen finb wir berechtigt, nach bet Tertipaltenbrette in fttzen nnb ,u berechnen. Soaen. Reklame« berechn« wir bte CoL.3eite mit 9.00 Äk. Zeder Rabatt gilt al, Sanabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Sermtttlung der Äuge* bete 1 Mk. Sonbetgebflbr.

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Paris, 11. April. Nach demJournal des DcdatS" steht brr Entschädigungsausschuß vor der Krag«, ob er die Verweisung der deutschen Antwort «n die verbündeten Regierungen bstmmen fall, die -ckllän Zwangsmaßnahmen ergreifen könnten, oder ober i« «inet neuen Note von der deutschen Regierung nach­drücklich diejenigen bestimmten Angaben verlangen Werde, die die Antwort in ihrer jetzigen Gestalt sgicht enthalte. Im elfteren Falle lause man, da die Lc'!:r bet verschiedenen Regierungen fast sämt- M jjj Genug feien, notwendig Gefahr, jn dxr Kon-1 V«nz eine Frage aufzuwerseu, bte von »yrer Tagesord-1 nung gestrichen worden fei, und fo das Programm von LanueS zum Scheitern zu bringen, ober aber man «ölige bett Obersten Rat, sofort zusammenzutreten und Mer die gegen Deutschland zu ergrfifende« Zwansmaß- mchmkn zu beraten, und dann behindere man bte Fortsetzung der Konferenz. Im lchteren Falle könne der Entschödigungsausschuß zwar eine energische und Aare Haltung gegenüber der zweideutigen Antwort Deittschlands einnehmen, müsse aber nach einer Formel suchen, bte einen Zeitgewinn verschaffe.

Tie deutsche Antwort wird in der gesamten Abrnd- prefie mißbilligend besprochen. DerTemps" Mreibt: Wir bedauern die Antwort, die die deutsche Regienmg nach Paris geschickt hat. Sie bringt dem Werk der Entspannung und des Wiederaufbaues, das in Genua vollführt werden soll, einen schweren Schlag bri. DaS Journal des Tebats" sagt: Unter dem Vorwand, eine Wcltkatastrophr zu vermeiden, schlägt Teutschland vor, daß wir ruiniert werden, anstatt e5 <*tbS ruiniert werde. Dieser Meinung sind toi; acht, und werden es niemals sein. Die Bezahlung unserer Forderungen ist für unseren Wiedüraufban und für «nscr nationales Leben unerläßlich. Wir können über ben bösen Willen der Regierung Wirch keine Illusionen mehr hegen. Der Entschädigung?ausschuß tqjrb, tote wir hoffen, aus der deutschen Antwort die Konsequenzen ziehen und zu den Mitteln greisen, die der Versailler V'.trag ihr an die Hand gibt. Der Augenblick einer tnijten Entscheidung ist nah«.

DerMotin" sagt: Es scheint, daß die deutsch« Regierung gewollt habe, daß der Entschädigungs.ius- schuß die Angelegenheit an die verbündeten Re- giermtgen überweise. Der franzSsische Delegierte habe mit Poincare und de Lasteyri« eine lange Unterredung gehabt, aus der zweierlei hervorzuhebeu sei, 1. daß der Entschädigungsausschuß alle Zwangsmaßnahmen auwenden könne, die notwendig feien, 2. daß er an­gesichts der deutschen Weigening berechtigt sei, zum alten Zahlungsplan zurückzukehren.

Amtliches VerWndigungsblatt des Kreises Marbmg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Ooerhesjen