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Konferenz der Neutralen.

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»Schwedens, Spaniens und der Schwei; hat tu mck>- «*xat Sitzungen die meisten Fragen ic-Scnbeit, die

dienenden unverant-

Richtigstellung derartiger, nur der Verhetzung Jnfarinationen aus offenbar ununtcrrichteter, wörtlicher Quelle Sorge tragen wird.

SfWiM dtt lmmg des Z'MittibWdu.

Kein Ausscheiden der Eisenbahn- und Postgewcrkschast.

Berlin, 8. April. 3« der heutigen Sitzung deS Bundestages des Deutschen Bcamtenbundes gab Menne folgende Erklärung ab:Sm Namen der Rcichsgc'iverrschast deutscher Etsenbahnbeamten, der Netc!)spostgrwerkschast und des deutschen Iusttzbe« amtenbundcs habe ich zu erklären, daß wir bereit find, an der Klärung der Lage der deutschen Beamtenschaft weiker mitzuarbeiten.' Tie genannten ®e* werkschaften verbleiben also beim Deutschen Be­amt entzünd.

Zur M aüre gelun gs frage wurde folget»- Entschließung einstimmtg angenommen: Der Bundes- tag des Deutschen Beamtenbundes nimmt Kenntnis von der Zusage nicht entsprechender Durchführung der Maßreglung der Beamtenschaft und erblickt hierin eine für die deutsche Beamtenschaft unerträgliche Herab­würdigung ihrer Stellung zum Volke und zum Staat. Der Bundestag erwartet seitens der Negierung eine sosortige Behandlung der Frage der Maßregelung auf den Grundlagen, die durch das Wort deS Neichs- kanzlrrs geschaffen wurden. Der Bundestag ist bereit, für die Gemaßregelten bis zur völligen Klarlegung ver Frage einzutretm.

Im Verlaufe der weiteren Tagung wurde der von der Dundesleitung eingebrachte Antrag, von jedem Mitgliede des Bundes einen einmaligen Betrag von 50 M für besondere und allgemeine Zwecke des Bun­des zu erheben, angenommen. Weiter wurde dem Antrag zugestimmt, sich sür eine völlige Beseitigung des Sperrgcsetzes etnzusetzen, und einem Antrag, dul­den das Bedauern zum Ausdruck gebracht wird, daß die Verantwortlichen der Regierung seit langem schon den berechtigten Lebensforderungen der Beamtenschaft nur ein völlig unzureichendes Jnteresie entgegenge­bracht hätten. Nach einem Schlußwort des Vundes- vorsitzcnden Flügel wurde da,m die Tagung ge­schlossen.

Wie aus München gemeldet wird, wird man dem Führer der Rcichsgewcrlschast deutscher Eisenbabnbe- amten Menne nicht gestatten, in München im Laus« der Osterwoche gffeullich zu sprechen.

ElUstchrerkaubniS für ausländische« Mehl.

Derli«, 8. April. Nachdem sich in letzter Zett ergab, daß der Preis ffir ausländisches Mehl zum teil b t l l i g e r ist als für einheimisches, wurde die Ein­fuhr von Weizenmehl und Roggcnmehl auS dem AnS- landc bis auf tveiteres zugelassen. Füx diese Einfuhr bedarf es einer besonderen Einfuhrbewilligung nicht mehr Die Zöllbehvrden werden demgemäß angewie­sen, Mehl hcrcinzulaffen. Es steht zu Höften, daß diese Maßnahme dazu dient, die Versorgungslage für die Bevölkerung zu erleichtern und auf die Preise günstig cinzuwtrken.

Türkei.

Dir Fricdrnsvermittlung.

Genua, 8. April. (Sonderbericht des Vertreters des W. T. B. in Genua.) Bei herrlichem Sonnen- fdj«in und sommerlicher Wärme empfängt die reich- jgeschmückte Stadt die zahllosen Gaffe, die die atro- pLsche Wirtschnftskonscrenz bilden. Für ihre Aus- i nähme und ihre Berussarbeit ist das Möglichste ge­schehen, aber noch ist alles in wirrem Durcheinander und die Verhältnisse beginnen sich erst langsam zu erklären. Die amlliche italienische Welt trat heute beim Empfang Lloyd George- feierlich in bk Erscheinung. Der Andrang der Bevälkerung war nicht Sbermäßig, und die Begrüßung zeigte nicht allzuviel don südlicher Lebhaftigkeit. Aber die ganze Stadt scheint in freudiger Erregung der Dinge zu harren, die da kommen und ein neues Blatt in den geschicht­igen Ehrenkranz Genuas einfügen sollen. Die 700 Journalisten aus aller Herren Länder sind schon ziem­lich eingetroffen, und in der Casa di Stampo, dem Presscbause, zeigt sich das Leben und Treiben eines Bienenkörbe?. Der Pressechef der Rrichsregieruttg mit seinem Stabe ist schon seit einigen Tagen hier.

Di« politische Stimmung ist etwas skeptisch, , aber man ist sich auch klar darüber, daß die Arbeit von ' Genna nicht verloren zu sein braucht, wenn sie auch nicht unmittelbar greifbare Ergebnisse zeigt.

Heut« wurde eine Konferenz zwischm den itali­enischen Ministern de Facta und Schanzer und Lloyd j George abgehalten, in dey, wie man an nimmt, der i Verlaus der Eröffnungssitzung festgelegt worden ist. . Wie verlautet, wird Ministerpräsioent bc Facta die i Eröffnungsrede halten, worauf Lloyd George als ber Vater der Konferenz antworten und den Antrag Men : dürfte, daß de Facta auch weit« die Leitung der Kon- i ferenz übernimmt. Die Verteilung der Sitze ist in der Weise geregelt, daß an einer Art Präsidiumstisch j bk fünf einladenden Mächte, bk an der Konferenz von \ Cannes teilgrnommcu haben, sitzen werden. Die Lbrigen Teilnehmer an der Konferenz habe» ihre < Sitze an zwei länglichen Tischen und sind in alpha- - betischer Reihenfolge noch in zwei Gruppen geteilt, j Es besteht bar Wunsche dem auch in der Borbe- i sprechung Ausdruck gegeben wurde, sowenigVoll- Sitzungen wie möglich abzuhalten und sofort Aus- i sfchußfitzungen einzuberufen. Dies entspricht besonders i einem Wunsche von Lloyd George ,der daraus dringt, ; daß die Arbeiten der Konferenz nach Möglichkeit be- i schleunigt werden.

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Weltkrieg dahingeLangen. _

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'COMlZ ZM'MUSvechich.

Gens, 8. April. Gestern trafen ReichSministcr

D. Schiffer und Staatssekretär a. D. Lewald

Gegenstand der Beratungen aus der Konferenz von Genua bilden würden.

Eine Kundgebung des Papstes.

Rom, 7. Tlpril. Dir Agenzia Stefan! meldet: Pavü Ttu8 XI. richtete an bat Erzbischof von Genua ein .Hand- utz reiben anläßlich der Konferenz von Siegern und 53'« iicaten. der sich alle gemeinsamen Hoffnungen 'der Völker rewenden. Wenn selbst im Wasfatlärm dir christliche Liebe herrschen solle, so müsse dies noch mehr gelten, nachdem die Waffen niedergelegt seien und der Friedens« i>ertraa unterzeichnet sei, um so mehr, als der Völkcrhaß, Mefe traurige Erbschaft des KrieaeS, sich auch gea?n die Seeger wende und der ganzen Welt eine schreckliche Zu- lnnst vorbcreitc. Man dürfe nicht vergessen, daß Rabe und Friede n i ch t so sehr durch bk Sicherheit derBaro - nette verbürgt werden wie durch gegenseitiges Vertrauen und Freundschaft. Auch wenn man von der Konferenz nicht nur jede Erörterung der vorher geschlossenen Vcr- trsge, sondern auch der auftrlcgten Entschädigunzen auS- schließcn wolle, so scheine dies nicht jeden späteren Meinungsaustausch zu hindern, der den Besiegten die schnelle Erfüllung ihrer Verpflichtungen erleichtern könnte, was schließlich auch zum Vorteil der Sieger dienen würde. ;

Mahmg Md Sturges nn $oiittiire.

Nach dem Pariser Bericht derTimes " bat Lloyd

Handlungen zu entsenden Die Regierung des Sul­tans bedauert, aus Gründen der öffentlichen Ordnung Konstantinopel als BerhandlungSort nicht annehmen zu können und bittet die verbündeten Mächte, eine Stadt in Osteuropa für die Friedensbesprechungen zu bestimmen.

Athen, 9. April. Türkische Streitkräfte in Stärke eines Bataillons griffen mit Maschinengewehren am 6. Avril an der Front von Eski-Schehir den Abschnitt bei Kio? an, mußten sich aber infolge eines griechischen Gegenangriffs zurückzieht'n.

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Stnerol d. JnWoijn t.

Berlin, 9. April. Der frühere preußische Kriegminister und spätere Chef des Generalstabes des Feldheeres, General der Infanterie Erich v. Fal­ken Hahn ist gestern auf Schloß Lindstedt bei Wild­park gestorben.

Marburg

Montan, teil). Wil

C-t crmottb.

MM in Benno.

" Genua, 10. April. Die deutsche Abordnung Hotter Führung des Reichskanzlers Dr. Wirth ist Kestern Abend 8 Uhr 10 Mn. hier eingetroffen. Sie istmrde auf dem Bahnhof u. a. vom Handelsminister iltoffi, vvikl deutschen Botschafter in Rom, Fchr. v. I Peurath und den bereits hier anwesenden Mitgliedern ^ßer deutschen Abordnung begrüßt. Der italienische Ministerpräsident Facta und der Außenminister Schanzer, die ebenfalls zum Empfang nach dem Bahn- Hof gekommen waren, trafen die deutsche Abordnung nicht mehr an, da der Sonderzug früher als vorgesehen, ringetrofsen war. Die beiden Minister fuhren darauf zur Begrüßung nach dem Wenhoteh wo die deutschen Delegierten abgcstiegen sind.

Unmittelbar »ach der Ankunft vom Bahnhof er- .schienen im Hotel der italienische Ministerpräsident tzacta und der Außenminister Schanzer und hatten .

Amtliches Verkündrgungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

George dem französischen Premierminister bei der gestrigen Begegnung in Paris, wie angenommen werde, in sehr deutlichen Worten erklärt, bk Demokratie Enz. lands erhoffe von der Genueser Konferenz Großes unb werde es keiner Macht vergeben, deren Haftung den Erfolg der Genueser Konferenz in Gefahr bringe.

Der Berichterstatter desDaily ®;ionkte" meldet, Lloyd George habe Poincare erklärt, jeder Versuch Frasiktzichs, ttt Genua, ein« andere Politik anzu­nehmen, müsse eine verhängnisvolle -Wir- k u n g haben unb Frankreich in den Augen Englands politisch schädigen. Lloyd George ersuchte Poincare, sich die Folgen jeder negativen unb passiven Politih die er möglicherlveise beabsichtige, wohl zu überlegen. Nach demselben Berichterstatter hörte Poincare Lloyd George, ohne ihn zu unterbrechen, bis zu Ende an, und erklärte dann nachdrücklich, Eng^aick könne auf aufrichtige Unterstützung Frankreichs rechnen, solange man von den Bedingungen des Boulogner Abkommens nicht abweich«.

Rach französischen Berichetn hat Poincarö Lloyd George gegenüber, als dieser die Hoffnung aussprach, ihn an den Arbeiten der Konferenz teilnehmen zu sehen, geantwortet, er rechne wohl damit, sich nach Genua zu begeben, wenn der Präsident der Republik von Nordafrika nach Frankreich zurückgekchrt fein werde. In Abwesenheit des Staatsoberhauptes sei es ihm unmöglich, Paris zu verlassen. Tk wichtigsten Sitzungen der Konferenz würden di- sein, in denen die endgültigen Beschlüsse gefaßt wücken, unb diese Sitzungen könnten nicht vor Ende des Monats ab­gchalten werden. Havas meint, es ergebe sich aus der Unterredung, daß die U «berei n st im mu ng zwischen Frankreich und Großbritannien enger sei als je. Lloyd George habe den französischen Mi­nistern versichert, daß keine abweichenden Meinungs­verschiedenheiten zwischen beiden Rationen auf der Genueser Konferenz beständen.

Eine Schuldenkonferenz in Washington?

Washington, 8. April. Von^ ernster Seite wird versichert, daß im Juni jedenfalls eine allge­meine Konferenz zur Konsolidierung der Schulden zwischen der amerikanischen Kommission und den Ver­tretern der interessierten ausländischen Nationen statt- sinden werde. Hierauf wird eine Konferenz mit den Finanzsachverständigen dieser Rationen abgehalten werden.

Die Hetze Poincare» gegen dir Schutzpolizei.

Berlin, 8. April. (Amtlich.) Der französisch« Ministerpräsident machte am 6. April im Rahmen der Aussprach« über die Regierungsvorlage betreffend die echtzehnmonatige Milftärdisnstzeit in der französischen Kammer Mitteilungen über die angebliche militärische Ausbildung der bayerischen Schutzpolizei, wobei er sich auf eben empfangene Berichte berief. Er erklärte u. a, daß die Angehörigen derPolizeiwehr" gemeinsam mit der Reichswehr ausgebildet würden, um ihre militärische Äusbildung geheimzuhalten. Hierzu wird festgestellt: Wie auch der interalliierten Militärkontrollkommission zweifel­los bckannt sein muß, ist der Bericht, auf den sich der Ministerpräsident bei diesen Mitteiluugeu stützte, in allen Einzclhciten von Anfang bis zu Erck« erfunden. Man darf erwarten, daß die Kommission für die offizielle

wilder in Genf ein, um an dem Bermittrlungsversnch , in bet Liquidationsfrage teilzunehmen, zu der der Schweift Bundespräsident Calonder die deutschen und polnischen Bevollmächtigten eingeladen hafte. Dieser Bermiftelungsversuch fand heute stift. Außer Schiffer und Lewald war deutscherseits Geheimrat Schlegelberger als technischer Berater anwesend, auf polnischer Sei-e der bevollmächtigte Minister Olschewski und sein technischer Berater Prad- zu nfky. Aus einer amtlichen Mitteilung des Völker- bundsfekretariats über den Verlaus der Zusammen- knft geht hervor, daß Calouber den beiden Bcvolk- wächtgm brstimmte Anr.guugen unterbreitete m't dem Ersuchen, aus d'eser ober irgend einer anderen Grund­lage nochmals eine freiwillige Einigung anzustreben und ihm bis abends 6 Uhr den endgültigen, von beiden 'Bevollmächtigten unterzeichneten Text zu überreichen. Andernfalls werde Calonder;, wie bereits augekündigt, am Mittwoch den Schiedsspruch fällen. Die direkten Besprechungen der beiden Bevollmächtigten haben nach­mittags begonnen. .'n .A,.

Bern, 8. April. Die Konferenz der Sachversiäu- I btgen Dänemarks, der Niederlande, Norwegens,

Konstantinopel, 8.April. Marschall___

Pascha übergab den verbündeten Kommissionen in Kon­stantinopel die Antwortnote der türkische» Regierung. Tie Rote erklärt, die Psorle sei bereit, innerhalb eines

' JKtt dem Reichskanzler und dem Außennttniffrr eure längere Besprechung über das Programm der Kon- tz ' ferenz, über die Kommissionsbilvung und über die j» haltenden Räten. Voraussichtlich wird Reichs­kanzler Dr .Wirth in der Aussprache morgen das Wort «greisen. Die Dauer der Konferenz ist ungefähr «uf 4 Wochen vorgesehen. Während der Ostcrscier- tage soll die Konferenz durchgeführt werden mit Aus­nahme des Ostersonntags, der als Ruhetag angesehen wird. Die deutsche Negierung wird, tote alle Groß­mächte durch 5 Delegierte vertreten sein. Diese Dele- tzierten sind: Reichskanzler Dr. Wirth, Außen- -- Minister Dr. Rathenau, Finanzminister Tr. Hermes, Reichswirtschaftsminister Schmidt und Reichsbank- Präsident Haveustein.

Es werden vkr Ausschüsse gebildet: ekfi allgemeine?, ein Wirtschasts-, ein Finanz- und ein Ausschuß für die Berkehrssragcn. Deutschland wird in allen mit je zwei Delegierten vertreten sein.

Die russische Abordnung wurde gestern im König­lichen Palais vom Ministerpräsidenten Facta und dem Minister des Auswärtigen Schanzer empfangen. Die Unterredung dauerte etwa eine Stunde und war von großem Nutzen, denn sie bewicß, daß die Russen von versöhnlichem Geiste und dem Willen zur Mitarbeit erfüllt sind.

General v. Falkenhahn st nrd im 62. Lebensjahre. 1913 wurde er als Nachfolger des Generals v her» ringen KrkgSmiuister, am 9. 12. 11 als Nachfolger v. Moltkes gleichzeitig Chef des Generalstabes des Feldheeres. Km Januar gab er das Amt des Kriegs­ministers an General Wild v. Höhenborn ab. In bk Zett seines Oberbefehls fällt d'e Offensive bei Verdun. Dann wurde Hindenburg an Falkenßa'mS Stelle berufen; Falkenhahn übernahm bald darauf Vie Führung der Truppen, die gegen Rumänien von Siebenbürgen her ergriffen. Sein Name wird für immer mit dem Siegeszug in Rumänien verknüpft sein. Später trat er als Führer der deutsch-türkischen Tnippen in Syrien und Palästina hervor. Daß es diesen möglich war, trotz widrigstbr Umstände so lange staudzuhalten, ist nicht zuletzt sein Verdienst. Mit Falkenhahn ist einer der verdientesten deutschen,. FWrrr.

Die ^Oderhefsilche Zeltnn f eritetnt sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 17 Mk. Für ausfallende Nummern injrlqt Streits ooer elementarer Ereignisie «r.85 kein Erlatz. Verlag von Dr. C. Hitzerot!,.Druck der llr.iv.»Buchdruck«rei von

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Frankfurt a. Main.

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chluß des Staatsministeriums wurde auch tu Bez»- auf den Hauptmann Staeg gefaßt. Außerdem siegt ein Antrag ber Beamtenschaft ber Schutzpolizei vor, Me beiden Suspendierten ihres Amtes zu entheben. ®l handelt sich um dienstliche Verfehlungen ber beiden Poli­zeiführer, gegen die bisher trotz Ersuchen» vom Mini- krium nicht eingeschritten worden ist.

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Bin MnMtl Wh Mt MorttnlWHteno.

Die letzten Ausführungen unseres volkswirtschaftlichen Mitarbeiters über die deutsche Scheinkoniunktur unb be» Rückgang ber Einfuhr finden ein« Parallele in bem Wirtschaftsbericht der Amsterbamer Bankfirma Proehk und Gutmann, ber die Lag« ber deutschen Wirtschaft in derselben Weise beurteilt. ES heißt da: e

Nachdem in Deutschland eine bisher unerhörte Preis­revolution eingesetzt hat, die allem Anschein nach weiter andauern wird, biS nicht nur einige, sondern sämt­liche Preise in Deutschland den Weltmarktpreis er­reicht haben, hört Deutschland ebensosehr auf, ein Käusek- plaradieS zn sein, was es bisher für alle Besitzer von Edclvalnt» gewesen ist, wie auf der anderen Seite Deutsch­lands Ervortmöglichkeiten ab nehmen werden. Der neue Kulminationspunkt in der schweren deutschen Wirt- "chaftSkrisis läßt die noch vor kurzem vorhanden gewese­nen Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Mark, eine Beseitigung der Defizitw-rtschaft int deutschen Staats­haushalt t^nigstens im Augenblick minimal erschei­nen ; denn nun sind die Aussichten, daß steigende Jnlanö»- preise und sinkende Devisenpreise sich in der Mitte ihre» Weges treffen und hier eine Festigung des Marllurse» er- olgen könnte, fast verschwunden, so daß auch alle Finanz- reformmaßregcln der deutschen Regierung, mögen fk noch so gewissenhaft ausgesührt werden, schon in dem Augenblick des Beginn? ihrer Durchführung unzu­reichend sind, weil ber Tiefstand ber deutschen Währung immer schneller nach j&feätti geht. ' Die auch vo» viMN tzllländern besnchkc. Men bisheriger Rekord schla- : geydk^Leipziger Messe bot das typische Bild der Ka i ast r.tii' tz: u - Konjgnks u r. D>'c Kauflust war si 5erhäst"gMtheet,.di«vRachsrage r«ch-allen erdenklich« Wt'ren geradezu panikartig, ein Angebot überstürzte

andere, weil offenbar in der Gesamtheit der Käufer die ».icberzeugung herrschte, daß man vor weiteren unge­heuren Teuerungen stehe, daß da» G'ld immer wertloser Itrrbe und nur Waren eine Wertbeständigkeit sicherte». So wenig wie man sich durch den ziffernmäßigen Er­folg dieser Frühjahrsmesse in ber Beurteilung vo» Deutschlands Gefanitlage beirren lassen, darf, so wenig darf die aftive Handelsbilanz der Monate Dezember bis Januar über die wahre Situation unserer deutsche» Nachbarn täuschen, denn größtenteils ist diese Aktivität hcrvorgernsen durch die verminderte Möglich­keit ber Lebensmitteleinfuhr.

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!Wtlne»6t ter Wen StiwfoMtiit».

Berlin, 8. April. Rach einer Ende März durch die Presse gegangenen Meldung sollen die früher in Avignon, jetzt in Fort Lamalgne in Toulon zurück- ge^altenen deutschen Kriegsgefangenen zufolge der Aus­sage von von dort heimgekehrten Kameraden in 14 Tagen sämtlich in die Heimat entlassen werden. Amt­lich ist hiervon nichts bekannt. Die Richtigkeit dieser Nachricht ließ sich nicht lestätigeu. Der angebliche Urheber dieser Nachricht stellt entschieden in Abrede, eine solche Aeußernng getan zu haben. Die Zahl der zurückgchaltenen Kriegsgefangenen, auf deren Befrei­ung die deutfch« Regierung unermMich hinwi kt, be­läuft sich noch auf dreißig.

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3m WWte MMwkig.

Braunschweig, 9. April. Der Evangelische Eltern- kmnd, Landesverband Brannfchweig., hatte sür gestern eine Protefiversammlilng gegen den jüngsten Schulerlaß be® braunschweigischen Kultusministers Grotewohl ein« bcnisen, nach bem u. a. Schuwebete und religiöse Lieder nur in den Resigionsstunden zulässig sein sollen und entsprechende Sckftfitfc außerhalb der Reliaionsstunde nickt sollen verwendet werden dürfen. Im Saal waren zahlreiche Anhänger der weltlichen Schule anwesend. Jrn Lause des Abends kam es zu st ü r m i s ch e n Au s - tritten. Der größte Teil der evangelischen Eltetn räumte schließlich den Saal, und der Bolsitzende legte sein Amt nieder. Die Anhänger der weltlichen Schule nah­men daraus eine Entschließung zu Gunsten deS Grotewohl- schen Erlasses au.

Das. Staatsminiskrium hat beschlossen, betr Kom­mandanten der Schutzpolizei, Major Kart Haus, vor­läufig vom Amte zu suspendieren. Ein gleicher Br-

Der Anzeigeilvreis beträgt für bte 9 geb. Zeile ober deren 9teuS|90 Psg. für bett Milll- meter, amtliche unb auswärtige 1.20 Mk. Andere Spaltenbreiten nach entsprechender rn W-C.-.» Berechnung. Spät einlaufende oder den Staunt übet Sette einnehmende An- j)|,' A'J||[(L zeigen sind wir berechtigt, nach der Textspaltenbreite zu setzen und zu berechne».

Sogen. Reklamen berechnen wir die Col.-Zetle mit 9.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Igyi