Zweites Matt
Nr. 72
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Deutschland- gegen die
AbetmaNge Verbanb-
Behringwctte A.».Marburg.
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anspruckcS für umuftänbig.' Nabrikarbeiter-Berband
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Karl Wagner, Adolf Zehner, Pubtotg Joche»:, Wild. N Ledert ofet, Willi. Bitzer, Hch. Wege. Ludw. Ort, Lnd- ‘:'ig Hartmann. Friedriw Berndt, Tbeod. Leng, L>ch. Burt, Wilh. Schmidt, Wild. Schneider gegen die Kün- diaung des BezittsverbandeS Wiesbaden für gerechtfertigt und den Bezittsvertand für t>ertifTkt>fet, die betreffenden Arbeitnebmer weiter zu beschäftigen. Für den Fall, daß eine WeiterbeschSftianng abaelebnt würde, anfersegt der ScktflchtttngsanSschntz dem Be- zittSvcrdanb eine EntschSdiaung, die für jede? Iabr während dessen der betr. Arbeitnebmer in dem Betrieb beschäftigt war, ein ZwSlstek des Iabresber- dienstes n! betragen bat, iedoch insgesamt nicht über sechs Zwölftel dieses Berdienstes binausgeben darf. Als letztes Fahr. das der obiaen Berechnung zugrunde m fegen tft, bat die Zeit vom 1. November 1SÜ0 bis 31. Oktober 1921 ’W gelten. — ^er Schiedsspruch ist nach § 87 des BetriebSrStegesetzeS endgültig."
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fparung damit erzielt, well die Amerikaner in Dollars bezablt werden müssen. Aber an Vie Stelle der Amerikaner treten im Rheinland die Franzosen, und das bedeutes die Ausdehnung der Drangsalierung für die rheinische Bevölkerung.
IV.
Mso die Jacht Harald, die darfst Du Dir bauen laffen, oder sie Dir fertig kaufen, wo Du magst, am besten in Hamburg oder Stettin oder in England. Hat Deine alte Mutter es mit ihrem Wrihnachis- geschenk für Di» gut getroffen? Verlier nur den Scheck nicht. Fred war nahe daran, über die Höhe der Summe zu schelten, aber wir schneiden ja in diesem Jahr so überaus günstig ab, da wollte ich meinem lieben Tunichtgut eine Ertrafreude machen.
Harald Strodtman» zog die Hand sein« Mutt« an seine Lippen.
sausend, tausend Dank! Du triffst immer baS Rechte, Muttes und verdient habe ich deine Gütt in Lüleck."
„Du siehst so elend ans, mein Junge, ich fürchtete schon, du hättest dich überarbeite^ du schriebst auch so selten in der lchten Zeit."
Nun lachte Harald gcradcherans, sein alles fröhliches Jungenlachen.
Fred von seinem Klubsessü ans bildete das Echo in
*; Kirchhain, 23 Mär,. Heute fand die öffent- (icbe Schlußprüfung des diesjährigen Schulsemesters im Saale des Hotels Mosebach statt. Infolge der Schwierigkit der Bereitstellung der UnterrichtSräume ist die Ätz ule bisher nur einklassig. Doch ist zu hoffen, daß eS dem Kreis gelingen wird, durch erhebliche Zuwen- düngen deS KreisbauernvereinS in diesem Jahre noch Den Bau einer Landwirtschaftlichen Schule mit Unterrichtsräumen für zwei Klassen und Direktor- und Lehrer- wohnung zur Ausführung zu bringen. Neben Herr» Direktor Dr. Steinhaufen waren inwiefern Wintev-
jg>2 trotz aller Bemühungen, die 2lrbeiter;ahl zu vermehren und die Leistungsfähigkeit zu steigern 7.7 Millionen Tonnen gegenüber 8,17 Millionen Tonnen Int Februar des Vorjahres. Die Förderungsleiftungen smd also nicht gefttegen, sondern weiter zurück gegangen. Die Erwartungen, datz es möglich sein werde, die in Fortfall gekommene Uekerschichtenarbeit
Durch die schroffe Haltung des EntschSdigungZaus- schufses gegen Deutschland wird die Frankreich ungünstige Stimmung in Amerika nicht ticrbeffert werden Man ist aber in Wasbi!,gton noch immer in dem
Aber Heino versicherte, er wäre viel zu sehr Gewohnheitsmensch, um sein Quartter zu wechseln.
„Ich muß den alten Mahlstich, der über Ihrem Dertikow hängt, ansehen, wenn ich meine Rollen lerne. Sehen Sie, Tante Litte, schon aus diesem Grunde wäre es mir unmöglich zu kündigen und umznzichen."
„Nun, die alte Scharteke könnte ich Ihnen ja gut and gern schenken. Vermachen tu' ich Ihnen daS Bild auf jeden Fall, Heinochen, und es ist nett von Ihnen, daß Sie auch sonst Anhänglichkeit besitzen."
Ja — dir hatte Heino Gellern — er wäre glücklicher auf seiner mit 'rischem Lorbeer bekränzten Küpst- 'erlaufbahn gewesen, wenn sich jrm. "eit nicht so fest in sein Herz eingeprägt hätte — die Zeit, wo er gehungert hatte, um Thea Gröning Rose» schenken zu können.
Zenirakverband der «tetnarb eiter Deutschland» gegen die Firma Joh. Nickel, OberwlderShetm. DA genannte Firma harre anläßlich des StfenbahnerstrettW und des darauf folgenden starken Froste« und Schneefalls ihren Bettieb Dreihausen sechs Tage lang tröst der ArdeirSwilligkett der Arbeiter ftm gelegt. Da dch SchlichtungsauSfcdutz auf dem Siandvunkt stand, doch eS sich hier um keinen Betttebsabbruch oder -stillegung bandelte, sondern um einen rein vttvairechrlicben Anspruch der bett. Arbeitnehmer, worüber die ordentlichen Gerichte zu entscheiden haben, erging folgender Schiedsspruch: »Der SchllchtungSauSschust erklärt sich für die Befriedigung des vorkiegenden Schadenettatz-
„Sie ist auf dem besten W>ge zur Höhe. Und Sie, Thea, bereuen Sie es denn so sehr, daß We freiwillig d« Kunst entsagt haben? Wollten Sie, würden Sie" — er stockte und schaute sie tief und bittend an — „noch einmal den gleichen Anlauf nehmen? Oder sind Sie mit unlöslichen Banden an Ihren jetzigen Wir- kungskreis verknüpft?" I
„Ja, das bin," antwortete Thea Gröning, ohne | sich zu besinnen, fest.
Dann errötete sie plötzlich genau so, wie sie früher bei jedem geringfügigen Anlaß errötet war. Sie fühlte ihr Herz park prch-en. „Ja," wiederholte sie, „Pflichterfüllung ist der schönste Beruf, wenn man diesen Begriff überhaupt trat solch einem Namen bezeichnen kann. Ich bin auf diesen Platz hier gestellt und will, solange es von mir gefolgert wird, aus ihm bleiben. Die Alten und die Kleinen brauchen mich"
Heino beugte sich tiefer zn ihr hinab: „Ach, Thea, auch noch manche ander- Leute könnten den Sonnenschein, den Sie spenden, brauchen. Er wirkt so tätlich nach dem künstlichen Bühnenlicht."
„Lieber Heino, wir sind doch gute Kameraden, nicht wahr? Und dabei soll es auch bleiben."
Sie reichte ihm die Hand und blickte ihn offen und herzlich am
Das war der erste Korb, den Thea Gröning aus- teiüe — ebenso verblümt, wie Heino durch die Blume um sie geworben hatte.
Am folgenden Abend spittte Heino Gellern den Egmont so hinreißend, daß die Tagesblätter seines Lobes voll waren.
Er packte den Stoß Zeitungen zusammen und trug ihn zn Tante Siete hinüber.
Nächstens werden Sie Hofschauspieler, lieber Heino, das Zeug dazu haben Sie ja — und kündigen mir dann das Zimm«."
einer riefen, ruhigen Tonart. „Mutter bei Harald UeberaÄbeitung im Geschäft voraussetzen, daS hießel alle vernünftigen Begriffe in der Wett auf den Kopf faßen", sagte et, und nun mußte auch die Baronin in die Fröhlichkett ihrer Söhne einstimmen.
„Aber Harald sicht wirklich erschreckend blaß aus," sagtt sie dann, „und er hat solch einen müden Zug um die Auge». Frau Konsul Löhnflädt schrich mir, daß du anfangs wohl flott im Gesrillchastsstrudel mit« geschwommen wärest, mein Kind, dich aber in den letzten Wochen fast ganz von ber Gesellschaft zurückge- zogen hättest."
„Ich litt dazwischen an meinem allen. Men Kops- wch," bemerkte Harald ausweichend. „Auch für mich galt der bekannte Spruch ,chaß nichts schwerer zu ertragen sei, aE eine Reihe von schönen Togen." ES regnete Einladungen und da zog ich mich ein wenig von dem Trubel zurück."
„Aber nicht ix das Löhnstädt'sche Kontor, was, Harald T‘ fragte Fred lächelnd und launig, er wollte heutt keine Verstimmung aufkommen lassen. Es war am ersten Wechnachssriertag. Man hatte den riesigen Baum, der in eine Lichtflut von Wachskerzen getaucht war, nach dem Abendessen wiederum angesteckt.
(Fortsetzung folgt.)
Der Schlichtungsausschutz für die Streife Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Biedenkopf und Frankenberg bat tn seinen zwei Sitzungen in ber ersten Hälfte deS Monats März folgende Streitsachen verhandelt:
Verband der Gemeinde- und Staaisarbeiter gegen den Magistrat in Kirchhain betreffend die Entlassung des städtischen Arbeiters Johannes Stürmer wegen mangelnder Beschäftigung. Die Patteien schloffen folgenden Vergleich: ^DaS bisherige Arbettsverhültnis bleibt weiter aufrecht erhalten: der Arbeitnehmer Stürmer aber erttärt, daß er bereit wäre, bis zum Vorhandensein der früheren, Arbeitsmöglichkeit die ihm von der Stadt Kirrdbain zuzuwendenden Ersatzarbeiten zu leiben, während die Stadt Kitthhain er» klärt, ibn sofort nach Vorhandensein der alten Arbeit
durch andere Mahnahmen, insbesondere durch Vermehrung der Bergarbeiterzahl zu ersetzen, haben sich nicht erfüllt. Vergleicht man die hcnttge Förderung mit der ber Vorkriegszeit, so ergibt sich trotz einer Vermehrung ber Bergarbeiter um 157 000 Mann noch immer eine erhebliche M inb er leistung. In Oberschlesien liegen die Dinge noch viel schlimmer, denn hier wird bei einer Vermehrung der Delegschatt um 51 Prozent eine Minderförderung von 27 Prozent festgestellt.
Es zeigt sich aber immer mehr, datz der weitaus größte Teil der oberschlesischen Kohlenproduktion über- Haupt für Deutschland verloren ist. Unfere führenden obersch'eflschen Werke gehen immer mehr in polnischen oder englisch-französischen Besitz über. Und gerade diese Tattache hat zu großen Kurssteigerungen in oberschlesischen Montanwerten geführt, waS dann wieder einen erheblichen Einfluß aus die deutsche Bör- seittendenz überhaupt ausaeübt hat. Wir haben uns eben daran gewöhnt, mit Scheinwetten zu «chnen und sogar aus den schwersten volkswirtschaftlichen Verlusten eine papierne Schetnhauffc erstehen zu laffen.
Nichts ist tarntet als der Glaube, datz aus dem Wege der Besteuerung und Ueberiteuenntg. wie sie die neue Note fordert, die deutsche Inflation vermindert werden kann. Man könnte vielmehr auf diesem Wege nur zu einer weiteren Entwertung deS deut- I scheu Papiergeldes gelangen. ES ist auch ausgeschlossen, daß bterbimf) etwa das Gleichgewicht berge» I stellt werden könnte. Je mehr die innere Kaufkraft des Geldes sinkt, desto mehr wird der ReiSshauShalt durch neue Ausgaben für Beamtengebälter usw. be- laftct. Wir würden, wenn wir uns den neuen Forde- I rungen zu fügen versuchten — durchführen können I wir sie ta nicht— zu einer Valuta gelangen, der gegenüber selbst die polnische als Edelvaluta angesehen I werden müßte. Unsere Wirtschaft ist durch die ungeheuren Lasten, die sie setzt schon zu tragen hat, so ge- I schwächt, daß feder Bettuch, ihr noch neue auszuerlegen, unrettbar zu ihrem Zusammenbruch führen mutz.
mit solcher zu beschäftigen."
Verband bet Gemeinde- und Staatsarbeiter gegen Sier handelt es sich
Marburg und Umgegend.
Marburg, 25. Mar, (Len-ing). -
* Schul amtliches. Erledigte SchulsteNe» bezw. auftragsweise sind im Regierungsb^irk Cassel zurzeit 13 davon vorhanden, davon für Lchrrr 11 und für Lehrerinnen zwei. — Die Regierung, Abt. für Kirchen- und Schulwesen in Easiel gibt bekannt: Wege» der späten Lage des Osterfestes setzen wir hiermft ftft daß in den Volks- und Mittelschulen unseres BezirkS- i.ki' 1921 mit dem 31. März b. I. geschlossen und daS Schuljahr 1922 mit dem 1. April L » begonnen wird. Die Vorschriften bet Ferienordnung werden hierdurch »sicht berühtt. Unter Entlassung der nicht mehr schul« pflichtigen Kinder am 31. März findet die Versetzung der noch in der Schule verbleibenden in die höheren Klassen und Abteilungen sowie die Aufnahme der Schulneulinge zum 1. April b. I statt.
* VerbandStag der Polizeibeamten Preu ße ns. Am 2. April findet im evangelische« Gemeindchause in Fulda der diesjährige Bezirksverbandstag der Polizeibeamten PrcnßenS (Sitz Cassel) statt. Die reichhaltige Tagesordnung enthäll auch verschiedene die Berussinteressen der Polizeibeamten berührende Anträge.
’ Kurhessisches. In einet in Cassel abge- haltencn Hauptversammlung der dortigen Ortsgruppe des Hessischen Volksbundes wurde folgende Entschließung gefaßt und an den Reichstag ab gesandt: „An den Nenyliedettlugs-Ausschuß des Reichstags, Berlin. Die Ottsgttlppe Easiel deS Hessischen Volksbundes erhebt aud ihrer Mitgliederversammlung schärfsten Protest gegen den Versuch durch daS Aussühnmgsaefetz znm Paragraph 18 der Reichs Verfassung die Neugliederung des Reiches zu hintertreiben und ersucht noch den Reichstag, für loyale Aussührungsbestimmungen un- bedingt enizutreten."
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Frankreichs Sieg. — Dir fehlerhafte Politik Amerikas. _ Lloyd Georges Schwäche. — Schlechte Aussichten güt bte Orientkonferenz und für die Konferenz von Genua.
I.
(ung wegen ber Entlastung des Arbeiters Locke, bet von ber genannten Firma wegen ArbtttSmangel nrt» lasten worden war. Die berfilnbete Entscheidung lautete: .Die Entschttbnng vom 13. Januar 1922 wir» ihrem fachlichen Jnbalte nach aufrechterbatten.- .
Bor der forstwirtschaftlichen Spruchkammer
wurde nachstehende Streitsache verbandelt:
Zenttalvertanb der 8<mt> arbeitet gegen die Ober» föttterri Kadenbach: Einspruch be5 Waldarbeiters Hev- mann Weide ans Frohnhausen, Krris Biedenkopf, gegen die erfolgte Kündigung. Da bte hn $ 86 des BetttebSrätegesetzeS voraeschriebenen Fristen und Vorschriften nicht ttngebalten worben sind, war die Zuständigkeit deS SchlichtungSausschuste« nicht geortet* nnb es wurde folgender Schiedsspruch gefäSt: »Dey Antrag wird zurückgewiesen."
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(Nachdruck verboten.)
BevSannt. |
Roman von Hedda von Schmid.
40. Fortsetzung.
Dieses entzückende Frauenbildnis sollte Henrika dv SantoS sein? „Unmöglich," dachte Thea, aber dann erkannte sie die vettcauien Züge... Welch ein herrlicher Schwan war ans dem häßlichen, kleinen Entlein geworden... In einer guten Stunde wollte Thea das Bild ihrer Mutter zeigen — der Platz einer Tochter war ja leer geworden, vielleicht würde die alte Frau nun dem sremden MLchen, daS Hanse- mann ihr vor acht Jahren über den Ozean herge- sandt hatte, Herz und Arme öffnen. In das An- schaucn des Bildes versu.,ken, empfand Thea. daß. sie niemals aufgehört hatte, Henrika gern zu haben, und wenn damals ihr eigenes Herzeleid, der seelische Kampf, in dem sie gestanden, sie nicht so sehr beherrscht hätte, so würde sie sicherlich versucht haben, Henrika näherzukommen, Verständnis für die Fremde zu gewinnen. Sie zieh sich einer Unterlassungssünde Hen- rika gegenüber, und als Heino wieder zu ihr trat, sagte sie leise:
„Wir haben Henrika allesamt nicht zu nehmen gewußt, wir tragen selber die größte Schulde daran, daß sie uns davonlief."
„Es ist sehr gut," berichtete Heino, „sie wird auch gewiß, sobald die Zeit dazu gekommen ist, die Fäden, bie sie hier so gewaltsam zerriß, wieder anknüpfen wollen."
„Weshalb kommt sie denn nicht schon jetzt?"
„Sie wird kommen. Sie ist gegenwärtig noch gebunden — jeder Künstler in unserem Beruf ist doch ein SNave seiner Verträge."
„Also Henrika hat das erreicht, was ich einstmals anflrebri/' versetzte Thea gedannkenvoll.
Linie.
Wenn man bte neue Note liest, hat man zunächst den Eindruck baß sie von ber Vorausfetzung ausgebt, die bcutlcbe Wirtschaft sei Io statt und tragfräftig, daß.
..... ______ _________ unua uvu, ... y tob‘ r, a a tä bere°ii ^Aufgabe es gewesen trag aber mußte aufgeboben werden, da die Gemetn-
Jrttum befangen, daß man Frankreichs MilitattsnnrS vrvpaga .a i °ereu^^ ™l6reikten Urt..n§hen den mindestens 10fneben Bettag ber bort borae- nnb Fmverialismus, bte Riesenausgaben für %£r hoben Sctftungafäbigfelt ber gegenwärtigen lebenen Kosten infolge ihrer schlechten finanziellen
nnb Flotte allein durch Geltendmachung hnar;;teKer Bolkswirtschafttmmer wieder nnb wieder Lage nicht mehr aufzubttngen vermochtew Nach ge-
Forbernngen bekämpfen könnte. Es liegt bartn bie <oir^u iru.nun beimer Berati-ng verkündete ber Vorsitzende folgenden
echt amettkanische Uebers»ätzuna ber Macht des Gel- “n aebttchlichen Grundlagen die Schiedsspruch: „Der SchlichMngSansschuß erklätt den
beS. Wie ber Mangel an Geldmitteln ttotz a"tt w -, trügeri ck^z unb gebr chNchen arun , g ^^sPrt.ch der Wegewätter Jakob Reich, Hch. Pbilpp.
Unter diesen Umständen kann man sich auch von der soeben begonnenen Ottentkonferenz in Patts Mit ber Enttcheiduna des Enttchädianngsausschnffes I keinen günstigen Ausgang versprechen. ES wird dort «»«-'N11» S1'?!»
iw hk ssiTKinxöfboTiinö $^cutfct)lGnb5 tft tltt neuer t ^Tnitfreli^) ber tni be§ (5ttrfwu
Wendepunkt tn ber Entwicklung Europas eingetreten. ^mr Niebrriage Englanbs
töftn hnrf toohf AtdiibetL tit biefet ßntfcbeibuitfl I fiibTt 3tt ber ^TienttGiJCTcnj Gebt eö a Hn“Ä Ä/Ä» W iX. W«' »«'ff?, ” aeaanaen tft Denn sie widerspricht den Inter- Vorberttchaft nt lllttnasten und um den Besitz Kn Englands un? Amerikas so statt daß man sich stantinovels. Es scheint, a s ob die lttotze Ge chick- bertounbert fragt, wie ber englische Vertreter über- lichkeit und @etoanbtbeit, die Lloyd George al > Haupt seine Znstimmnng etteilen konnte. Es ist rtch-l L-ühe des Rubmes und --er jlarfH aebsbe 9 , ttg, daß einige Milderungen der Bestimmungen des btttischcn Prem^rminister m der letzten 3er. i Londoner Ultimatums erzielt worden sind. Aber von Z« kaffen ansSn<ch Zu den erichcn Sorgen in Jndiem praktischer Bedeutung sind sie nicht, ba bie Erfüllung Aegypten, Südafrika und Jr.anb treten ^nerpo auch ber geringeren Verpflichtungen ebenso unmög- Schwierigkeiten, die feinen Sturz im Laufe des^ sich ist wie bie ber höheren. Die Nachgiebigkeit Eng- minbestens als möglich erscheinen kaffes lanbs ist um so unverstänblicher, als damit die letzte NSnkeschmieb Lord Nortbcliste ist don seiner Hoffnung auf irgendwelche fruchtbringende Ergebniffe in London wieder ^ttrostm und bat die Füb S ber Konferenz von Genua in Bezug auf die Besserung im Kampfe gegen LloVd ®«>rge steffuna
ber wirtschaftlichen Lage Mitteleuropas geschwunden Wirkung zttgt sich darin, daß man beute bie ©teil 0 ist. ES bat keinen Zweck, sich über bie Tragweite der ^es Matmes dem England umnblich Vie. zu in Paris getroffenen Entscheidung htnwegtäuschen zu danken bat, alS erschüttert bttrachten mub_ ® rb -.n wollen. Sie bedeutet einen Sieg Frankreichs seiner Stellung zu Hause nicht mehr ^^ und deff ruf ber ganzen Linie, gegen ben bte geringen Zuge- Macht so bedrobt ist,^wie heute dieLloydG e rgeS, tändniffe, z. B. bie Herabsetzung ber Barzahlung von der kann «"f Konferenzen niM mit ber ^effigfrit unb °uf 750 Millionen Golbmark, überhaupt nicht inS Tatkraft^ °uftre-^bie^man
gewtajt fallen. I ror bte Schwäche unb Nachgiebigkeit EnglanbS und
bt# letzte Ursache für den Triumph Poincares.
Man mutz immer wieder von neuem bedauern, datz °ie uu 1 sch die Vereinigten Staaten von Amerika in gänz- stcher Bettennung der wirklichen Sachlage und bet ihnen zufallenben Ausgabe von den europäischen Angelegenbeiten so fern halten. Es war Lloyb George gelungen, bte Entente mit Amerika fo weit anSznge- stalten. batz sich bie grotze Republik senseits bes Mlan- ttschen Ozeans zu einem abermaliaen unmittewaren Eingreifen in Europa bewogen fühlte. Es zeigt sich barin von neuem bie Kurzsichtigkeit unb Unwissenheit bet gmerikgnischen Staatsmänner in Bezug auf bic ] zrotzen Zusammenhänge bet Weltvolitik. Die über 1 ein Iahthundett befolgte, schon von Washington ge- • jehene Richtlinie, daß sich Amerika von feder Einmischung in europäische Angclcaenbeiteu fernzithalien habe, ist von neuem maßgebend oelnorden, nachdem I6te jähe Unterbrechung dnrch Wittor dem Lande Nicht zum Vorteil ausgeschlagen ist. Es ist immer noch die schroffste Reaktion gegen Wilsons Politik, die sich letzt in der Abneigung Amerikas aeaen die Beleittguna m den Händeln Europas kundgibt. Dabei fehlt den fllbrenben Pottttkern Amerikas das Verständnis, do? seinen Wirtschaitletn längst aufaeganoen ist, daß die ungünststie Wirtschaftslage Amerika? mit der Rieten- zahl der Arbeitslosen in unmittelbarem Zusammenbau- mit den wirtschaftlichen Verhältniffen ganz Europas und namentlich Deutschlands und Rnßlands
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MIWIlVr SitnihrML
Von unserem volkswirischafttichen Mitarbeiter.
In einer Besprechung ber internationalen Finanzlage schrieb kürzlich bte Amsterdamer Diskonto- und Effettenbank, datz jetzt die dunkel st en Tage Europas angebrochen seien. Die zur Bestätigung dieses hoffnungslosen Pessimismus bat bet Entfchäbi- gnngsausschuß eine Note an bie Neichstegietung gerichtet voll unmöglicher und finnwser Forbetungen, bie nur baS Eine bttveisen, batz alle sachlichen Darlegungen unb Nachweise von beutscker Seite, alle Versuche, bas llnetstillbare nach Möglichkeit ehrlich zu erfüllen, vergeblich gewesen stnb. Die französische Gewaltpolitik, beten Ziel es ist, bet militärischen Vernichtung Deutschlands besten wirttchaftliche Zet- stötzmg hinzuzusügen, ttiumphiett auf bet ganzen
die köstliche ::
Speise-Schokolade! :i
deS. Wie bet Mangel an Geldmitteln trotz I ‘uttoe" $3irtfdiaft zur Zeit ihre Existenz fristet. Wer Prophezeiung von «inanzmännern ^em trügerischen äntzeten Schein hasten bleibt, der
einen Krieg verhindert hat, so wirb man auch nie im« ,, 6 , allctt inas allerlei Talmiolanz, der baS Urteil staube sein, lebigli» butch bie Geltenbmachung von findet "^rlet a.m („nu(e sobald
Schuldforderungen bochfliegende ^eltpwitlsche Plane «bet infe ^uck auf °bte wirklichen Grundlagen einer selbstbewußten und siegreichen Großmacht zu Wirtschaft nicht aus die vielen, aber entwet-
berettrin. Hier liegt ber Kernpunkt des Irrtums den Parierge'dschclne richtet, zeigt sich, datz unser die amerikanische Politik begeht Sie kann siw aus die teten^ immer größer und größer
Dauer nicht ber Ausgabe entziehen, bie sie sich selbst . ... «u toichtigsten Realwerten bet
durch bett <*'— - d-n Weltkrieg gestellt hat. W irrten u. au ^tTöTteRo^Vn V r o «
ober später - -n gedrungen an ben großen wirt- FStbetung beS beut scheu Stein
schäft,ichen uns oo i 'Uwen Entscheidtmgen t^ kohlonhcrgbaus im Ruhrgebiet betrug im Februar unb zwar an verantwortlicher Stelle. Vorläuna tft i 1 • - - ■ ----
sie in ihrer Ettenntnis noch nicht fo weit vorgeschritten Die Zurückziehung der amerikanischen Truppen aus bem Rbeinlanb ist ein weiteres Zeichen dafür: denn man kau" d"-in nur eb'en 9rnsbnr* ber V-r- Srgentna n*.- si>altting Frantteichs erblicken. Für Deutschland darin eine gewisse Genuattmng liegen, vielleirl! :i kb auch eine nicht unbeträchtliche Er-