Ärmliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
M.K
werden von Batterien
Aus Südafrika kommen
Beratungen vertagt.
roten Kommandos, die sich Johannesburg noch halten, und Flugzeugen beschossen.
des die
Be- Ei- ver-
57.3M
1922
f
alarmierende Rachrich- die der Ausstand der
Verantwortung für den Schutz der christliche» dölkerung den Verbündeten überlassen wollen, würden sich dagegen weigern, auf Thrazien zu pdjten.
B, C und D vermindern sich die Löhne in jeder Gruppe um 50 Pfg. Für die Verheirateten kommt noch eine Frauenzulage von 70 Pfg. die Stunde und ferner in den Ortsklassen mit lleberteuerungs- zuschlägen der Ueberteuerungszuschlag hinzu. Für die unter 24 Jahre alten Arbeiter werden Mehrbeträge in Höhe von 1,80 bis 2,55 <Ä dir Stunde bezahlt.
tand vieler großer Produktionsländer macht es den bochvalutarkschsn Ländern immer schwieriger, der Konkurrenz standzubalten. Schon herrscht größt, Arbeitslosigkeit, und Lohnabbau, ist der einzige Ausweg, der eine Nevbelcbung d»s Arbeitsmarktes verspricht. In England haben die Lolmkämpfe jetzt zur Aussperrung von 400 000 Arbeitern geführt und in Südafrika war der Versuch, die Löbne herab zusetzen und die teuren weißen Arbeitskräfte durch billige schwarze zu ersetzen, der Ausgangspunkt des großen Erubenausstandes. Die Grubenbesitzer er- ; klärten, daß h;e Lo^ »Herabsetzung das einzige Mittel sei, eine Schließung zu vermeiden: die Arbeiter erkannten die Notwendigkeit dieser Maßregel aber nicht an und traten in den Ausstand.
Die erste Verschärfung der Lage trat durch den Umstand ein, daß die schwarzen und eine größere Anzahl weißer Arbeiter sich am Ausstand nicht beteiligten und von der Regierung geschützt wurden. Tie Ausständigen griffen die Arbeit-willigen trotzdem an, was nun auch die farbige Bevölkerung in große Erregung versetzte, In den ursprünglich lediglich wegen Lohnfragen begonnenen Ausstand wurden außerdem noch Sozialisierungsideen hineingetragen, und als die Erregung auf dem Höhepunkt war, kam noch die politische Forderung nationalistischer Einheimischer hinzu, die die Parole „Los von England" ausgaben und die Schaffung einer selbständigen südafrikanischen Republik verlangten.
Die Negierungstruppen, die sich ursprünglich auf den Schutz der Arbeitswilligen beschränkten, und den Ausstand in sich zusammenbrechen lasten wollten, sehen sich jetzt einem großen Aufruhr gegenüber. Die Ausständigen haben Johannesburg von drei Seiten eingeschlosten, und mehrere hundert Tote und Verwundete zeugen von dem Ernst de» Lage. Trotzdem dürfte nicht daran zu zweifeln sein, daß es den englischen Truppen gelingt, der Lage Herr zu werden; denn sie sind nicht nur zahlenmäßig stark, sondern auch mit allen modernen Kampfmitteln ausgestattet.
Meine Teilnahme Poinear-s in Genua.
BariS, 13. März. Die »Chicago Tribüne" will Imsfen. datz Poincar« im Anschkutz an den Entschluss der Reyteruna der Vereinigten Staaten, nicht an der Kouscrc'.z von ©eiuia tcilzunehmen, beschlossen habe, der Konferenz nicht persönlich beizuwohnen, sondern einen Ver«eter noch Genua zu entsenden.
In einer Meldung der »Chicago Tribüne" aus Newyork wird behauptet, datz Frank Vanderlip, der gestern an Bord der »Olympic" abgereist sei, inoffizieller amerikanischer Bevollmächtigter auf der Konferenz von Genua sein werde.
Rußland verlangt Teilnahme an der Borkonferenz.
A Paris, 13. März. Der »Petit Paristen" glaubt »u wissen, daß Tschitscherin durch einen Funkspruch aus Moskau gestern offiziell verlangt habe, datz die Sachverständigen der rusflschen Regierung an den vorbereitenden technischen Konferenz der verbllndeten Sachverständigen am 20. März in London teilnehmen.
»Echo de Parts" weist darauf hin. datz, wenn Deutschland und Sowfetrntzland zu den Beratungen der Sachverständigen zugelassen würden, man ste schon von Anfang an einer vollkommenen Konfuston auS- fetzen werde. In Moskau rühme man sich offen und in Berlin schmeichle man fich im Geheimen, auf der europäischen Konferenz die siegreichen Mächte verim- einigen zu können.
Aus dem besetzten Gebiet.
Reden über die Kriegschuldfragr »erboten.
Wiesbaden, 14. März. Die Rheinland- kommisston hat den Führern der politischen Parteien mitgeteilt, daß künftig in Versammlungen die Behandlung der Kriegsschuldfrage verbaten ist.
Unter französischer Ueberwachung.
Düsseld or f, 14. März. Heute.ist durch den Oberpräsidenten der Rheinprovinz Frhr. v. Groote der 62. rheinische Provinziallandtag eröffnet worden. Zum Präsidenten des Prooinziallandtages wurde Oberbürgermeister Earres-Duisburg gewählt. Von de» französischen Desatzung-behörden war Erlaubnis zur Tagung unter der Bedingung erteilt worden, daß keine die Besatzungsbehörden verletzende Reden gehalten würden. Während der Tagung dürfte auch nur die Fahne der Rheinpro- vinz gehißt werden. De» Verhandlungen wohnten auch französische Ueberwachungsbeamte bei.
Dir Kontrolle bet Postsendungen. Wie von amtlicher Seite erktärt wird, erfolgt die Ueberwachung der Post durch b<tf Reichs sinan zmiutflerium nur im finanziellen Interesse. Die Kontrolle beschränkt sich aus die Durchsicht von Wert- und Einschreibe-Briesen. Die Kontrolle kann noch nicht ganz aufgehoben werden. Politische Motive und Handelsspionage^ sind ausgeschlossen. Die Kontrolle ist geboten durch daS Kaptralsluchtgesetz. Ihre Unterlassimg würde det den Verbündete« Snswtz erregen.
Erhöhung der Löhne der EtaatsarbeUer.
Berlin, 14. März. Die Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften über die Erhöhung der Arbeiterlöhne haben einen guten Fortgang genommen und werden voraussichtlich am Mittwoch abgeschlossen.
Nach dem „Vorwärts* find folgende Lohnsteigerungen vorgesehen: Für die über 24 Jahre alten Arbeiter in der Ortsklasie A Erhöhungen non 2,33 bis 2L0 M die Stunde: i» de»,Ortsklasse»
Marburg MM heu 15. Möst Lrnzin,.
Tie „DbtrbelRIdie Zeitu» erscheint sechsmal wöchentlich. — Be,u,e,rei» manatlick ohne Zustellung 10.50 Mk_ durch die Post 13 Ml. Für anoiallenoe Rnmmer» infolge Streiis ooer elementarer Ereignisse kein Erm^z. — Verlag »on Pt. k. Hineratd. — Druck der Univ^Buchdruikeiei von Sob. klug. Koch, Markt 21.23 — Rerniptecbet 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Fronkiurt a. Mai».
Hm die SWMei.
Berlin, 14. März. Im Hauptausschuß des Reichstages kam es zu einer Aussprache über die Schutzpolizei. Ein Zentrumsabgeordneter und ein Deutschnationaler wiesen darauf hin, daß die Tätigkeit 9er Negierungskommissare in der Schutzpolizei vielfach die Autorität der Offiziere erschüttert habe, und daß sich die Schutzpolizei deshalb im Zustand der Auflösung befinde. Die. D i - sziplinlosigkeit sei außerordentlich groß. Von sozialdemokratischer Seite wurde diesen Ausführungen widersprochen. Reichsminister Dr. Köster wies darauf hin, daß für die Schutzpolizei die Länder zuständig seien. Die Beschwerden über eine Erschütterung der Disziplin durch die Wirtschaftsverbände der Schutzpolizisten litten bereits zum Einschreiten des preußischen Innenministers geführt. Zu einem Vorgehen des Reichs liege aber kein Anlaß vor. Es wurde dann ein Zentrumsantrcg angenommen, wonach bei den Ländern Nachfrage gehalten werden soll, ob die Regierungskommissare bei der Schutzpolizei noch
Die Xmtft’ni in M»stmWin.
Verzögerung der Auszahlung der erhöhten Geh älter.
Berlin, 14. März. Im Veamtenausschuh desg Landtages berichtete Ministerialdirektor Weyhe über die Verhandlungen der Reichsrcgierung mit den Spitzenverbänden. Zum 1. 4. können die Kassen die neuen Sätze noch nicht berüksicltigen. Es sollen daher zum 1. 4. noch die alten Gehälter gezahlt werden und im Laufe des April die Mehrbezüge. Abg. Stent (Ztr.) bemängelte, daß den Lehrern die im Januar erhöhten Bezüge in zahlreichen Fällen noch nicht gezahlt seien. Auch die Pensionäre warteten immer noch auf die Auszahlung. Namens seiner Partei beantrage er sofort Sondermaßnahmen, um ihnen zu helfen. Zur Neuordnung der Gehälter brachte er namens seiner Partei einen Antrag ein, wonach das Staatsministerium unverzüglich auf die Reichsrcgierung einwirken soll, daß die Frauenzulage auf jährlich 2400 <M. festgesetzt, die Kinderbeihilfe erhöht werde, die Festsetzung der Wirtschaftsbeihilfen, sogenannte Ileberteuerungszvschüfle nicht ortsweise, sondern nach Wirtschaftsgebieten erfolgt und eine Anrechnung der Besatzung^ulagen a»f die Wirtschaftsbeihilfen unterbleibt.
Äetwe Posttariferhöhungen?
Berlin, 14. März. Das „Berl. Tagebl." er- fährt, daß im Reichspostministerium noch Einerlei Erwägungen über neue Tariferhöhungen bei der P o st als Folge der Erhöhung der Beamten gehält« im Gange sind, lieber die Frage, wie die Mehrausgaben, die durch die neuen Gehälter für die Postverwaltung entstehen, gedeckt werden können, werden noch Beratungen iWerhalb des Reichspostministeriums und mit dem Rcilbsfinanzministerium 5'ginnen. Dag.'g n dürften nach Mitteilung des Blattes bei der Eisenbahn neue Tariferhöhungen zu erwarten fei». Die Mehrausgaben für die Beamten der Eisenbahn dürfte über 3 Milliarden Mark, für die Arbeiter und Angestellten beinahe 41/, Milliarden betragen. Infolge der Lohnerhöhung ist auch eine MalerialpreiSsteigerung zu erwarten, deren Höhe auf etwa 5 Milliarden Mark geschätzt wird. Der vom Reichsverkehrsministerium auszubringende Gesamtmehrbetrag dürfte also etwa 13 Milliarden ausmachen. Wahrscheinlich wird sich die zur Deckung dieses Betrages in Aussicht genommene Tariferhöhung nur auf den Güterverkehr und nicht auf den Personenverkehr erstrecken. In Aussicht genommen ijh wie daS Blatt schreibt, eine Erhöhung von 20 Prozent.
DaS Streckrecht der Beamte».
Berlin, 14. Mär^ Die Nachricht, datz die Frage der gesetzlichen Regelung deS StreikrechtS der Beamten in Flutz sei, ist soweit richtig, alS diese Frage geprüft wird. Einzelheiten der betreffenden Meldung werden von zuständiger Seite für falsch erklärt.
ten über die Entwicklung, Grubenarbeiter im Randgebiet genommen hat. Der Ausstand begann ursprünglich aus rein wirtschaft lichen Gründen. England und seine Kolonien ha ben, wie alle anderen Staaten, unter der zerrütteten Weltwirtschaft zu leiden. Der schlechte Gold-
MiMH
llebcrgab« des dcutschblnbeuden Abstimmungsgebietes.
Berlin, 14. März. Gesandter Dr. Paul Eckhardt wurde bevollmächtigt, mit der interalliierten Kommission über die Bedingungen der llebergabe des an Deutschland fallenden ickerschlefischen Abstimmungsgebiets zu verhandeln. Heber die Rück- ührung der Oberschlesier wurde gleichfalls verhandelt. Als Gefangene sollen sich in Polen noch mindestens 40 Oberschlesier befinden. Sie r-urben von den polnischen Gerichten zum Teil zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt, schwer mißhandelt und ihrer Wertsachen, zum Teil auch ihrer Kleider beraubt.
Anschlag gegen einen mißliebige« Deutschen.
Rybnik, 14. März. Dem „Rybniker, Stadtblatt" zufolge ist gestern gegen die Wohnung des Mollcreibesitz-rs Schleifers ein Anschlag verübt worden. Es wurde eine Handgranate r* das Kinderschlafzimmer geworfen. Die 17jährige Tochter wurde durch Sprengstücke am Hals und an der Brust getroffen. Der Sachschaden ist erheblich. Der Anschlag war anscheinend gegen den Sohn gerichtet, der wählend der polnischen Aufstände im Selbstschutz tätig gewesen sein soll.
Sie figntie m WckikMe» Monte» Md
London, 13. März. Wie aus Zohannesbvr- gemeldet wird, ist seit Sonntag früh im Randgebiet eine große Schlacht mit de« Ausständischen he
Gange. Das Heer der südafrikanischen Regier»«- ist im Begriff, die Aufständischen einznschliehen. Dir in der Umgebung ww
MWoste ZMnM
Der englisch-italienische Entjchädignngsplan.
Paris, 13. März. Die „Chicago Tribüne" xröffentlicht den englisch-italienischen Entschädi- gungsplan. Nach diesen Angaben wird die deutsche Schuld ebenfalls in zwei Arten geteilt. Der erste Teil, der als eine ruhende Schuld anzusehen ist, entspricht dem Betrage der Kriegsschulden der Der- tündeten. Der zweite Teil, der Deutschland zur Last fällt, und dessen Zahlung baldigst erfolgen foll, W die Wiederaufbauschuld. Die Höhe der letzteren wird von der „Chicago Tribüne" mit 4 0 Milliarden Eoldmark angegeben, deren Begleichung wie folgt vorgenommen werden soll: 10 Milliarden Eoldmark in bar und 30 Milliarden Eoldmark in Sachleistungen. Die genannten 10 Milliarden Eoldmark sollen im Laufe von 5 Jahren durch eine internationale Anleihe aufgebracht werden. Die ruhende Schuld von 65 Milliarden soll «ui auf Verlangen eines der Gläubiger beglichen werden.
Amerika verlangt feinen Anteil.
Newyork, 14. März. Der Wafhingtoncr Korrespondent der „Slffociattd Preß" nerr’mmt von zuständiger Stelle, die amerikanische Regierung beabsichtige nicht, ihre Zustimmung zu der Verteilung der deutschen Zahlungen zu geben, ohne sich ihren Anteil daran zu sichern.. Auf Grund der Bedingungen des Waffenstillstandes feien die amerikanischen Truppen im Rheinland aus ausdrücklichen Wunsch der Regierungen d-r Verbündeten geblieben und der Wiedererstattung der Amerika dadurch entstehenden Ausgaben sei ausdrücklich zugestimmt worden. Die Regierung der Bereinigten Staaten sei außerordentlich nachsichtig gewesen, und habe sich mit den verbündeten Regierungen in größter Harmonie auseinanderzusetzen versucht. Die jüngste Forderung an die Außenminister der Verbündeten sei nur erbosten werden, weil die Berichte aus Europa anzeigtrn, daß die Berbündeten nicht geneigt seien, auf die Vereinigten Staaten Rücksicht zu nehmen. Aber die Regierung der Vereinigten Staaten wolle auf ihren Rechten auf Grund des Friedensvertragvs beharren
Die Antwort der Finanzminister.
P a r i s, 14. März. Die interalliierten Finanzminister haben die amerikanische Denkschrift vom 10. März, in der der Ersatz der Besatzungskosten Amerikas geltend gemacht wurde, dahin beant- sonei, daß sie sich für die Regelung der Frage als nicht zuständig erklärten, da sie zum Kompe- truzvercich der verbündeten Regierungen gehöre. Mit diesen müsse die amerikanische Regierung darüber verhandeln.
notwendig find. Im übrigen wurde der Haushalt Reichsministeriums des Innern bewilligt und
Griechenland.
Athen, 13. März. Nach einer Havasmeldnng hat Stratos in Anbetracht der Schwierigkeiten, die sich Vt Bildung eines dauerhaften Ministeriums entgegen- si,r. den Auftrag zur Bildung des Kabinetts ab- zelchnt. Gunarts isi znm König berufen worden.
London, 13. Mäiy. Der Achen« Bericht- erstatt er der „Morning Post" will wissen, daß die Griechen die Räumung Smyrnas «wägen und die
England.
RÜcktttttSabstchten Lorv Curzon«.
London, 13. März. Der Parlamentsbericht- erstatter der »Daily Mail" schreib', gestern seien Gerichte im Umlauf gewesen, datz Lord Curzon dir Absicht habe, aus Gesundhcitsrticksichien zurückzu- treten. Von Lord Curzon nahestehender Seite werde erklärt, er werbe für den Augenblick im Amre b'eiben, damit sein Rücktritt nicht als eine Folge deS Streits, der durch den Rücktritt Montagnes verursacht wurde, angesehen werden könne. Sobald vieler S'rcit endgültig erledigt sei, werde Lord Curzon die erste geeignete Gelegenheit ergreifen, um zurückzu- treten. da er der Ansicht sei, datz seine Gesundheit den Anforderungen des Amtes nicht mehr gewachsen sei.
Neue Unruhen in Karo. i
L o n d o n, 13. März. Die »Daily News" berichtet aus Kairo, datz nach einem infolge politischer Streitig-, feiten entstandenen Tumult, an dem hauptsächlich Stu-s deuten beteiligt waren, ägyptische Soldaten die Universität besetzt haben.
Die deutschen Kolonien.
London, 13. März. Im Unterhause würbe vor einigen Tagen auf eine Anfrage erwibert, die, englische und französische Regierung hätten am 2» September an die Regierung der $erein:gtcifl Staaten Noten über den Entwurf eines Mandats für die vormals deutschen Kolonien in Afrika gei richtet. In dieser Note seien gewisse Aoänberungeiy vorgeschlagen worden, durch die man den Wünsche^ der amerikanischen Regierung entsprechen wolle^ Man hoffe, daß die amerikanische Regierung etnck Antwort senden werde.
Die Zersetzung der kommunistische« Wartet. Nach dem »Vorwärts" Hai sich auch in bet kommunistische» Arbeiterpartei eine Spalt»«- vollzogen. /
Ter anietgencieis beträgt für die 9 aefp. Zeil» oder deren Raum 60 Pfg. für b#n Milli- metet amtliche und ausroärtiae 80 Pfg. »oder« Spaltenbreiten nach entsprechen der Berechnung. Spät einlaufenhe oder den Raum über tz. Seit« einnehmend« Sn« leinen ftno wir berechtigt, nach Bet lertipaltenbrette zu fetzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Lol.-Zette mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Satrabatt Bei Auskunft durch dl« fi>«i<bäftsitelle und Vermittlung der Sage« bote 1 Mk. Sondergedüdr.
Sie ZmWWWUm hei Beamten.
Bestätigung durch das Reichsgericht.
Leipzig, 14. März. Das Reichsgericht hat bie Klage einer Anzahl preußischer Richter, bie gegen ihre Zwangspeiisionierung Einspruch erhoben hatten, abgewiesen unb bie Zwangsprnsionie- rung von Beamten mit bem 65. bezw. 68. Lebensjahre als zu Recht bestehenb anerkannt.
In bet Begründung heißt es u. a.: Nach Ansicht bes erfenwenben Senats verstößt bas preußische Al- tersgrenzengesetz nicht gegen bie Reichsverfassung unb ist rechtskräftig. Der Ausdruck , ^"nsläng- lich" bei der Einstellung eines Beamten dürfe nicht wörtlich genommen werden. Der Staat könne auch wohlerworbene Recht« einschränken ober aufheben unb zwar mit ober ohne Entschädigung: denn die Vurzel allen Rechts sei die Macht des Staates. Es beständen keine wohlerworbenen Rechte der Beamten, insbesondere der preußischen Beamten darin, daß die Frage, wann die Dienstunfähigkeit eintrete, lediglich zu beurteilen sei nach individuellen und persönlichen Gesichtspunkten. Der Sinn des Altcrsgrenzeng'setzes sei also der: Die Beamten besäßen keine wohlerworbenen Rechte, durch die sie gefeit wären gegen ein Gesetz nach allgemeinen Grundsätzen, die die Dienstfähigkeit festsetzten. Somit verstoße also das Altersgrenzengesetz nicht gegen wohlerworbene Rechte.