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Ärmliches VerLndigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher,kmheMche) Oberhessen

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TieOberhefsifck« Zeitun ' «richeint ieAsmel wöcientn*. B«,»,,»r«i, m»»,tlich ohne Zustellung 10.50 Mk.. durch die Post 13 StL Für «sallrnde A»mm«r» i»?olg« Streiks oder elementarer Ereigniiie kein Lr>atz. Verl«, von Dr. k. Hiderotd. Druck der Untv.-Buchdruckerei von Jod. »u«. Koch. Markt 21 53 Fernsprecher 56, Vol8<i-eckkonto: Nr. 5015 Amt Frankwrt a. Mai».

Mavburg Dienstag, den 14. Marr Lenzing.

Der Anzeigenorei, beträgt tür die 9 gesp. Zeile oder deren Raum 60 Pfg. für de, Milli­meter amtlich« und auswärtiae SO Psg. Luder« Spaltenbreiten »ach entsprechen der Berechnung. Spät einlanf«nd« oder den Nau» über */, Seite einnedmead« Ln- reiaen Uno wir berechtigt, nach der Teptipaltenbrette ,u setzen und zu berechnen. Sogen. ReName» berechnen wir die Lol.-Zeil« mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Bairabatt. Bet Lustuust durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der »«ge­bot« 1 Mk. Sondergebüdr.

57. m 1922

M imtriWe

gilt Protest gegen den Ausschluß der EntschstdtgungS- frnge in Genua.

London, 13. März. Dem diplomatischen Be­richterstatter desDaily Telegraph" zufolge wurde von zastäudiger amerikanischer Seite in London erklärt, daß ie Instruktionen der amerikanischen Regierung «n Boyden als eine Ergänzung zu der Weigerung der Vereinigten Staaten angesehen werden Hunten, an der Genueser Konferenz teilzun chmen. Seine Weige­rung gründe sich einerseits aus Einwände gegen irgend­welche vorzeitigen offiziellen Beziehungen mit dem bolschewistischen Rußland, jedoch noch wehr gegen den Anschluß der E nt sch äd ig n n g s f ra g e fnvie der Frage, die die Abrüstung zu Lande,betreffe.

DieWestminster Gazette" schreibt zu der ameii- i konischen Forderung:Tie Vereinigten Staaten haben r stclS zum Ausdruck gebracht, daß ihrer Ansicht nach > bie gesamte Entschädtgungsfrage tu Genua erörtert werden müsse. Man könne daher an» nehmen, das; das plötzliche und unerwartete Destchen «uf ihrem Recht ein Teil der amerikanischen Politik ist, und das; Amerika wünscht, datz die Entscbüdigunys- frage endlich befriedigend geregelt wird. Wenn die Aktion der Sen mißten Staaten die Verbündeten zwin­gen sollte, der Tatsache ins Angesicht zu seben, das; die Kosten der Besetzung der deutschen Gebiete in ^keinem Verhältnis st eben zu der Schu'd, für die die Besetzung eine Sicherheit darstellen» soll, u«d das; der gesamte Zahlungs- und Saniernngsplan prak- i tisch abgeändert werden must, so wäre diese Lehre mit ! einer Milliarde Goldmark nicht zu teuer erkauft."

DieTimeS" berichtet aus Washington, die Ver- feinigten Staaten hätten keinerlei offizielle Mitteilung erhalten, datz die in Betracht Kommenden verbündeten Negierungen die Absicht hätten, die amerikanische (Forderung nach Zahlung der Kosten für^das ameri­kanische Vcsatzungsycer und Verteilung der Milliarde Goldmmrt unberücksichtigt zu lassen. Es werde cr- Närt, es sei die heiligste Pflicht der Verbündeten, der amerikanischen Regierttng den Bewag zur Te'uug ihrer Ausgaben zuzuerkenaen, imb der Gcdanle, datz die Verbündeten die amerikanische Forderung ab­lehnen könnten, werde nicht in Betracht gezogen.

Keine weitere Verschiebung der Konferenz von Genua.

London, 13. März. Chamberlain erklärte im vnierhause, die russische Sowjctregierunq habe der italienischen Negierung telegraphisch mitgetetlt, datz die russische Abordnung auf der Genueser Konferenz «us L e n in, Tschitscherin, Krassin, Litwinow und elf anderen Personen bestehen werde. Das Parlaments­mitglied Wedgcwood fragte, ob Schritte gelan worden seien, um die russischen Delegierte gegen Ermor­dung zu fchsttzen. Chamberlain erwiderte, dies sei ritte Frage, die die italienische Regierung etteeße. Aus eine weitere Ausrage erklärte Cbaurberlain, die Abge- neigthcit der amerikanischen Regierung, an der Genu­eser Konferenz teilzunehmen, werde zu keiner Aende- tzung des Zeitpunktes der Konferenz führen. Die Zu­sammenkunft sei auf den 10. April festgesetzt. Chamber­lain teilte weiter auf eine Anfrage mit, datz die An- ertettnung Konstantins als König von Griechenland keinesfalls eine der Fragen sei, die In Genua ange­schnitten werden würden. Auf eine Anfrage, ob die Nourteilung der deutschen Kriegsbeschuldig- teu unter den Fragen sei, die in Genua zur Verhand- kung kommen würden, erwiderte Chamberlain: .Rein!"

Das Märchen vom organisterten deutschen Bankerott.

PariM»Wi März. Der frühere französische Mi­nister Louchkeur erklärte einem Pressevertreter gegenüber, datz man aus die Legende von dem organi­sierten Bankerott Deutschlands zu Gunsten von Privat­personen verzichten müsse. Es sei klar, datz das Sinken der Mark Verwirrung in den deutschen Fi­nanzen verursache. Dadurch werde das Land ausge- 'poivert, seine Waren an das Ausland verschleudert, der Lebensunterhalt unerhört verteuert und der Real­wert des Arbeitslohnes vermindert. Deutschland sei kein blühendes Land. Wenn man ihm nicht helfe, werde es wie Oesterreich dem Ruin entgegengehen.

Rüstungsverminderungen.

' L o n d o n, 13. März. Der Voranschlag doS Heeres .str das am 1. 4. besinnende Finanzjahr betrögt 'SS300000 Pfund Sterling ge^nüber 93 714000 .Pfund Sterling für das Finanzjahr 1921/22. In dem Entwurf ifl ein Personal von 152000 (int Vorjahr BO1127) borge scheu. Im Maritwhaushalt find Aus- tzaben in Höhe von 64 883 700 Pfund Sterling (im Vorjahr 82 479000 Pfund Sterling) und ein Per­sonal von 98 500 (118500) vorgesehen. Von den 20 Vroßkampfschiffen, di« nach dem Washingtoner Ver- trag außer Dienst zu fetzen sind, sind bereits neun Msrangiert. Ferner ist die Zahl der Torpchoboote Bereits beträchtlich vermindert worden.

p Washington, 13. März. Der Haushaltsent­wurf für daS Heer sieht eine Herabsetzung des Esfcktiv- BestandeS des aktiven Heeres von 50000 Mann und Xl 000 Offizieren vor. Der Heeresvoranschlag für das .lenfenbe Jahr beträgt 270 Millionen Dollars. Tas Scheutet eine Verminderung um 116 Millionen gegrn- Wer dem vorigen Finanzjahr.

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? Nibraltar, 13. März. Ein britisches Bataillon Gat BefeP erhalten, am 25. 3. nach Konstantinopel VLzugehen.

Neue Erhöhung der Beamtengehälter

Mfalitown 6ti $t'l md ElIntM.

-Berlin, 13. März. Die in der Nacht zum Sonn­tag zwischen den Vertretern der Gewerkschaften und der Reichsreftierung im Fin nzmimLerium getroffene Cer» »tnbarxn« über die Negelunz der Beamtenbesoldung sieht folgende Erhöhun-e» vor: . <

Die Gruudgeh älter sollen erhöht werden ht der B.soltz»»grzruppe 1 nm 3750 Mark, in 2 und 3 nm k 1250, in 4 um 4500, in 5 nnd 6 um je 4750, in 7 um 4250, in 8 und 9 um je 4500, in 10 »tn 4000, in 11 um 3000. und in 12 nm 2500. Gruppe 13 und die <fi»3el- oebälter bleiben unverändert. Der Ottszitschlag bleib' tnie bisher. Der protzentmtle Teuernngszuschlap -n? bnt Grp'chgehalt und die -Kinderznlage werden von 2t) aus 26 Prozent erhöht. Ms »euer GehaltSbestand- H( tintb eine Fr«nen,nla ge von jährlich 1000 Mark «nnefihrt, a»f die aber Eetn Tmrungiintolr.n '»währt wird. Dir Kinderzularen bleiben ihrem Be­lag nech »»verändert. Die Neurneelung tritt am 1. April in Kraft. Anßerdem soll die Frnoe einer Cor- ichnßzahlun« noch im Mär, int Benehmen mit dem 23. «»»schuß de» ReichStase« besonders geprüft werden. Tt« getrofse» We«rl»ng bedarf noch der Z » ftim - 'nung der Spitz-norg«nikt-annr, de» Ne''chsk»b!nett? P»ie der gefetz./-l^nhen Körperschaste». Der Gesamt» a»no«nd für die Erh-hungen dürfte den Blätt-r» znsolae i äh.-rli ch 30 M illiarbe» Mark einschließlich der Aniw ntzangen für die Länder nnd Gem-üiden hewagen. Zur Deckung dieier Mchrbttastung sollen bei Eisen­bahn und Post Tariferhöhnagen vor»-»oni- men werde«, die voraussichütch schon «m 1- April in Äiaft

Wie die Blätter hören, sind die Vorarbeiten für ein neues Beamtenrecht so weit gediehen, daß demnächst der Gesetzentwurf dem Reichstag zugehen soll. Der Entwurf enthält auch die Frage des Ausstandsrechts der Beamte». <dn - lebenslänglich anzcstellter Beamter, der streikt, soll die Mamteneigenschaft verlieren. ES steht ihm bin­nen vier Wochen das Klagerecht gegen den Entscheid zu. Endgültig entlassene Beamten können erst nach frühestens Pins Jahren wieder angestellt werden.

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Die Blutsauger.

Rach den erböbten Bezügen erhalten jetzt die Mit- gllcdcr der fetndltchen Konrrollausschüsse folgende Se- hättcr:

Ein General tntb Vorsitzender monatlich 65 550 X, ein General 48 300 X. rtn Oberst 34 500 X, ein Major 31 050 ein Hauptmann unä Leutnant 29 325 X, ein Unteroffizier 15 939 X, ein Gemeiner 9660 X. Jährlich erhält bet Vorsitzende nach btm ietzige» MarklurS 740 000 X HetmatSgehnlt und 786 000 X Zulagen In Deutschland = 1526 000 X, dazu Vers»«- llchc Unterkunft 360 000 X = 1826000 X. Das ist General Rollet. Der «mansche General Bingha« bezieht jährlich 2 473 000 + 786 000 4-360 000 X 3 619 000 X. Ein einfacher englischer Soldat (Scheiber oder Ordonnanz) erhält entsprechend jährlich 362 000 «»rk!

DieD. Tages,tg." schreibt da;n treffend:Das deutsche Volk aber, innerhalb dessen unzählige Fa­milien vom 10. biS 20. Teil dessen leben müssen, was ein einzelner englischer Soldat erhält, toll angeb­lich herrlich und tn Freuden leben und viel zu wenig Steuern bezahlen! Wird die deutsche Regierung nicht auch einmal diesen offenen Hohn gebührend lernt» zeichnens"

Mtnttlolhno mtz gltitnön 6!a!a Bon Albrecht Morath, M. d. R. (D. $pt).

Die gleitende Gehaltsskala {otT eine selbsttätige Anpaffung des Beamtencinkommens an den Geld­wert herbeiführen. Eine Astpaffung feines Ein­kommens an den Geldwert erstrebt jedermann, er ei Beamter oder stehe in einem freien Berufe, er ei Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Ob nnd i« welchem Umfange ihm das gelingt, hängt von un­endlich vielen Umständen ab. Am wenigsten ge­lungen ist cs bisher den Arbeitnehmern, die im öffentlichen Dienste stehen. Diese Besoldungr- kämpfe verschlingen dauernd eine Unsumme mm Arbeit in den Ministerien sowohl, wie in den gesey- gcbenden Körperschaften und halten was das Schlimmste ist die gesamte Beamtenschaft ständig in Unruhe und Spannung. Kein Wunder, wenn der Ruf nach einer selbsttätigen Anpassung bes Bcamtrneinkommens an den Geldwert immer lauter und lauter wird. Man kann Verständnis für die Bedenken haben, die sowohl in den Kreisen der Arbeitgeber wie auch namentlich der Arbeit­nehmer gegen eine gleitende Skala geltend gemacht werden. Arbeiter und Angestellte sind in ihren Be­zögen an die Konjunktur in ihrem Geschäftszweige gebnndens Arbeitgeber find es mehr oder röntget auch. Beide können und wollen sich nicht fn sas Prokrustesbett einer gleitenden Lohnskala prosten lasten, die ohne jode Rücksicht auf die Wirtschafts- verhältniste ihres Betriebes dis Bezüge nach beit vom Statistischen Re'chsamt ermittelten Reich-i- inbcxziffern für die Lebensmittel festsetzt. Aber siir die Beamten liegt die Sache ganz anders, sie können dis Vorteile guter Konjunktur nicht aus­nutzen (auch dann nicht, wenn es eine solche in den öffentlichen Betrieben wieder einmal gäbe), ut^ssen aber auch bei schlechter Konjunktur mindestens vor der Verelendung bewahrt bleiben, müssen arbeit»»

treten.

S'mschWz.

Die beutsch polnischen «erhanblungen.

Genf, 13. März. Ut^tr den gegenwärtigen Stand der deutsch ^ln'sche.t Ve hrndltingen gibt dos DölketLunbrsekret«ri«t sollende Mi teilung a«l: Er wird bestätigt, daß die Almtzuungen der beiden Länder eine Denkschrift überreicht haben, in der die »och offene« Stveitfrageu zits«mmengefajt werden. Es handelt sich um falgntbe Punkte:

1. Liquchation des deutschen Besihes »i* ter deutsche« Interessen in dem an Polen fallende» Teil OberschleslenS.

2. Ti- M in»«KSverschi^nhctte« pvischkn Dmitsch. land und Polen über be Anwendung des Artikel» 256 des Versailler Vertrags au sdeu polnischen Teil Ober­schlesien» (Ueber-ang des .Besitzes bei preujpschen Staates »> des Beiches an Polen).

3. Gewiße Fra^n über Minderheitenschutz »ich die Frage drs Verkehr- über Kveuzburg.

Diese drei K-rt'gvrien von Fragen fetote Mein»ngZ- verschiede»cheiten, die sich gegeLenens«Ls noch ergeben können, sind durch den PräsL enten entweder durch Ver­mittelung oder Schiedsspruch zu lösen.

Die MeinuiesSverschiedenh-iten über das Fortbe­stehen d«s Zusammenhanges zwischen den Gewerk­schaften im abgetBttenen Gobi t mit ihren Zentralen sind in Verbindung mit and wen Problemen des Ar» beitsrechts in ein« für beide T:Ue ann^mbaren Form gelost Wochen, die die wesentlichen Lebensinteressen der Arbeit« im polnisch werdenden Teil Oberschiestens wahrt.

Bvrdereitun«« der Pnlen in Oberschlesien.

Benthen, 13. März, «autMorgenpost" wessen die Polen Vorbereitungen z»r Ueberuatzme der Ver- Waltun«, die wahrscheinlich em 1. Mai erfolgen bürste.

Tarnow itz, 13. März. Am Sonntag haben die Polen die Forlschassung eines Teile» der Akten de? KnapvscbaftsvcretnS nach Veuthen verhindert. Die interalliierte Kommission schritt ein und verhinderte den Umzug. Die AktenschrSnke wurden versiegelt.

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Beu then, 13. März. Die.Oberschles. Grenz- zeitung" ist von d« interalliierten Kommission für zehn Tage verboten tonrbef,

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ZMMlnMe in Wl

Gotha, 13. März. Gel»geatlich der Tagung des Jungdcutschen Ordens in Thüringen ist cs zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bei einem Fackelzug am Samstag Abend drangen jugendliche K o m m u n i sie n auf die Teilnehmer des Zuges ein, mißhandelten sie durch Stockschlage und bewarfen sie mit Steinen und Eise'.-stücken. Bei. der sich anschließenden Sck-l'rgerci wurden auf beiden Seiten zahlreiche Personen ver­letzt. Die DcrletzrrnLcn sinh zu» T«L schwerer Art.

Der sür Sonntag geplante fesLiche Umzug wurde ab­gesagt. Die Aussährung der ^Hermannschlacht" im Theater war nur unter dem Schutz eines verstärkten Peli zriausgcdots möglich.

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Die ttvMisMe Vsmemg in Mslika.

London, 13. März. Reuter meldet aus Jo- dartuesbitt^: Premierminister General SmutS, der in Johannesburg eiueetroffen ist, erllärt in einer Mitteilung an die überseeische Prrffc über die revalutiv- nerc Bewegung im Randgebiet, die Bewegung sei ein Werk von extremistischen Agitatvren, die bett Aus­stand in den Bergwerken zur Vvrbereitun, ihrer shn- dikalistischrn. Absichten benutzt hmten. Die eingeborene Betzklk-rung habe vorbildliche Nachsicht und GeöuG an den Tag gelegt.

Pretoria, 13. März. Nach vsfizisllen B»- richten haben die gegen die Revolutionäre g?rich cten Operationen im wesüickten, mittleren und östliche» Bezirk begonnen und nehmen eiten befriedigenden Ber­fa»! mit Untststützunq von Flugzeugen. Die Auf­ständischen tnfielen heftigen Widerstand. 32 Bon brn wurdet, g'geu bk Aufstrnd s 'en emotfen. worauf ihre Stil!um genommen und zehirriche AuH'ndi'che z« Gefangenen gemacht wuchen. Im Laufe der Kampfhandlungen bei Ribge trachten die Truppen den Aufständischen schwe« Lerlusse bei.

Das Kommando, das die Eisntbahnbridke zwischen Germiston und Pretoria mit Dhmamit sp'eogte, wurde in einer benachbarten D lanzung fefig stellt; es wird von Flugzeugen mit Bomben bewotfen. D e tven'gen Beamten, die di« Brakpan-Gruben bewachten, tourbeit, nnchdem sie sich den Ren-lutivnären ergeben hatten, totgeschlagen. Tie An stänti et g Heu in d e)er Gegend mit unglaullkhee R Heck vor.

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$om6tM8;!6?ao ii Sofia.

Sofia, 13. MÄez. Am Samstag um 8 Uhr warf ein Unbekannter gegen das Gebäude der ameri­kanischen Gesandschaft eine Bow.be. Die Ex- Plvsion verursachte unbedeutend«» Sachschaden. Aus dem Umfatnbe, daß die Tat zu einer Zeft verübt wurde, zu der sich hn Gesarchsch-ftSgebäicke niemand a»fhielt und daS Haus nicht einmal beleuchtet war wird gefolgert, daß der Täter nicht beahfi^t'fte. Atztenschenleben zu schädigen. Der Min'st-rrai ! t L-cnt amerikanischen Gesandten in Sofia, Wilson, wegen des Vorfalls sein Bedauern ausgesprochen.

Wege» Landesverrats wurden vom Volksgertcht in München der Schttftsieller Rudolf Wolff aus Dachau zu 15 Jahren Zuchtbaus und der Ingenieur Fran; Hemberger aus Erding zu sechs Jabrcn Zuchthaus veruneilt. Beiden Angeklagten wurden außerdem auf 10 ßajyg die bürgerlichen Ehrenrechte aberlauut.

fähig erhalten werden. Das eben ist der Wähn­st n n bet Besolbungspolitik bei Regierung sowohl, wie gewifier Parteien, batz sie ohne Berücksichti­gung solcher Unterschiebe zwischen Arbeitern und Beamten beiden nach gleichen Erundsätzn» in bett letzten Jahren behandelt haben. Auch jetzt hat der Ministerialrat Kühnemann im 23. Aus­schuß geäußert, daß nach der Auffassung des -Neichs- finanzministerjums die gleitende Skala nur g l e i ch z e i t.i g für Arbeiter. Angestellte und Be­amte des Reichs obst überhaupt nicht ein­geführt werden kann. Die Begründung, daß eins nnterschiedliche Bel-andlung dieser Gruppen iu Be- tufungen der Arbeiter führen würde, wird in Be­amtenkreisen mit bitterem Lächeln quittiert wer­den. Seit mehr als drei Jahren sinkt das Be- amtenoinkommen immer tiefer unter das vergleich­barer Schichten der Angestellten und Arbeiter im Neichsdienst, ohne daß aus ihreBerufungen" ge­hört worden ist.

Die Deutsche Valkspartei vertritt die Auffas­sung, daß mit einer selbsttätigen Anpafiung des Veamtensinkommens an den Geldwert endlich Ernst gemacht werden muß. Am 27. Januar wurde auf Antrag der Deutschen Volkspariei der Unter­ausschuß zur Erörterung dieser Frage eingesetzt, der seine Arbeiten mit einer Befürwortung der glei­tenden Skala beschlossen hat. Der Unterausschuß lat die bedeutendsten Sachverständigen ge­hört. Die Direktoren der statistischen Büros von Berlin, Schöneberg, Hamburg, Bremen wurden herangezogen. Der Reichsgerichtsrat Zeiler, einer der bekanntesten Verfechter des Gedankens der glei­tenden Skala, kam aus Leipz'g; auch die Stat- referenten aus den Finanzministerien der naßeren Länder nahmen an den Verhandlungen teil, und Vertreter aller Arbeitergewerkschaften und eB- am^enorganisationen hatten Gelegenheit, sich zu äuß"r». Ablehnend verhielt sich nur ein einiger Redner, bet Vertretet bes Deu!ft!)on Städtetages, der freilich nur seine persönliche Meinung, ntchi die des Stäbtetetges zum Ausbruck zu bringen be­tonte. Und wenn auch die Aufsafiuugen über bet! Wert bet gleitenden Skala bei den Vertretern bei Arbeitet- und Angestellien-Gewerkichaflen geteilt waren, so ist b»ch ein Widerstand vüu keiner Seite laut geworden. Mit allem Nachdruck haben sich natürlich die Sprecher der eigentlichen Beamten- organisationen. für die Reform eingesetzt.

Läßt sich der Gedanke in die Wirklichkeit um­setzen? Ist eine gleitende Skala technisch d-'tch- s ü h r b a r? Zweifellos. England, Schwede«, Oesterreich kennen dieses Snstem, und wenn es biet und dort gewisse Schaben gezeigt hat, so ist es un­sere Sache, sich die Erfahrungen der anderen Län­der nutzbar und das Ganze bester zu machen.^ Zu­nächst kommt es darauf an, das Einkommen s-ftzu- setzeu, das einem Beamten schon der untersteM