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Anzeiger für (das früher kurheUchej Oberhessen

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Ende der englischen Krise

erungsziffern für Februar erst zur Halste zum Aus« druck. Auch die Ausgaben für Heizung, Beleuchtung und Wohnungsmiete steigerten sich weiter. Die Aufwärtsbewegung der Preise war wie im Bor« monat innerhalb des Reiches nicht einheitlich.

und bem Kampfe gegen die Schwarmgeister ging bce dem Führer der schwedischen evangelischen Kirche v. Söderölom aus. Am Sonnabend Abend sand eine B»>

Germania irredenta" seien.

Abg. Fröhlich (ftomm.) protestiert gegen den neuen Sachlü-sernngsvettrag, der nur den Interessen d«S Grvst- laPtürlismus diene. 1

Der Haushalt bei Wiederaaibanminitzeriums werd genehmigt und eine Entschließung angenommen, in der eine Denkschrift 16er die Umgestaltung bei Mini­ster um- gefordert wird.

Es entlpinnt sich dann über den Vorschlag de- Vräsi° deuten Löbe, die nächste Sitzung erst Donnerstag, den März abzuhalten. um den AnSschÜffen urü> namentlich de« Steueransschuß Zeit zum Abschluß ihrer Beratungen zu geben, eine längere Beschäftsordnunq-aussprache. Red­ner Rechten widersprechen der Tagesordnung, »veil die Ausschußberatung bis Donnerstag noch nicht abgeschlos­sen sein könne, die Knmmunisten aus dem Grunde, weil »an bei den Steuervorlagen nicht mit indirekten Steuern seu Anfang machen solle.

Reichskanzler Dr. Wirth edennt an, daß die Aus­schüsse sachlich und fleißig gearbeitet haben, betont aber, daß eine msche Erledigung der großen Steuerftagen jetzt nach der monatelangen Vorberatung auch au« außen­politischen Gründen als eine Nottvndigkeit anzusehen fei. lieber bo« Stcuerkompromiß mstsse endlich die Entschei­dung faden. Wollen wir in der Welt ernst genommen werden, müssen wir schleunigst zur Entscheidung ge­langen.

Der Vorschlag des Präsidenten wird angenommen. Sie nächste Schnng findet Donnerstag 2 Uhr statt.

5« Sidlrilt de; MW« Mottls.

Was eigentlich zu der merkwürdigen Tragi« komödie in Warschau geführt hat, durch die der fr pomphaft angekündigten Einverleibung Wilnas in Polen ein jähes Ende bereitet wurde, ist bet der Dürftigkeit zuverlässiger Nachrichten nicht klar. Alles schien in schönster Ordnung zu sein. Mit dem völkerrechtswidrigen Handstreich des Generals Zelt« gowski nahm die Komödie ihren Anfang, trotz zahl, reicher Proteste der Verbündeten und des Völker­bundes. Alle diese Proteste blieben auf dem Papier, weil Frankreich hinter dem polnischen Schützking stand, und dieser wiederum, trotz offi­zieller Ableugnung, seine Hand über Zeligowski hielt. Das ohnmächtige Litauen konnte vergewal­tigt werden, weil der Ohnmächtige nur dann einen Schützer findet, wenn er diesem dafür entsprechende Vorteile zu bieten vermag. Das war bei Litauen nicht der Fall, und so konnte Polen ungehindert seiner Ländergier auch nach jener Richtung hin frönen. Nach berühmtem Muster tmiibe in dem ! non Pole:: besetzten Teil Litauens eine sogenannte Volksvertretung gewählt, deren Polen genehme Zu- sammensetzung infolge der Anwesenheit polnischer Truppen, Offiziere und Beamter von vornherein selbstverständlich war. Die eigentliche litauische Be­völkerung beteiligte sich nicht daran, und es kam ein Landtag zustande, der ebenso selbstverständlich mit der für solche Fälle üblichen Beigeisterung um die Einverleibung Litauens in Polen nachsuchte. Eine Abordnung wurde nach Warschau geschickt, auf dem Bahnhof von der Regierung feierlich eingeholt, und am Abend desselben Tages sollte das betreffende Protokoll unterzeichnet werden, worauf der feier­liche Eintritt der Abgeordneten des polnischen Wilna in den Reichstag zu Warschau das Werk krönen sollte.

I Da trat plötzlich eine jähe Wendung ein. Die Mehrheit der Wilnaer Abgeordneten, die eigens zu

I diesem Zwecke nach Warschau entsandt worden waren, weigerten sich, das Protokoll zu unter«

I zeichnen. Schließlich erklärte die, polnische Regie- I rung, daß damit der ganze Einverleibungsplan ge« | scheitert sei, und das ganze Kabinett Ponikowski Itrat zurück, während die angeblichen Polen saus Litauen schleunigst abreisten. Nunmehr droht auch Marschall Pilsudski, der Präsident der pol» nischen Republik, mit Amtsniederlegung, und cs scheint, als ob ganz Polen vor einer Krisis stände, in der alles drunter und drüber gehen dürfte« i Defe Krisis ist noch verschärft worden durch ein« Note der Verbündeten, die sich mit ungewöhnlichem

I Nachdruck gegen die Einverleibung Wilnas aus» I sprach. Welche inneren Wirren und Umtriebe zu diesem plötzlichen Umsturz geführt haben, ntzieht I sich unserer Kenntnis. Es heißt, daß die natio- I nalistische Partei den ihr unbequemen Ponikowski gestürzt habe. Es wäre verwunderlich, wenn fie «dazu einen Anlaß benützte, bet ganz in ihrem 'inne liegt; benn es waren gerade die Rationalisten, die I die Einverleibung Wilnas mit Hochdruck betttctien.

bisherigen Verbündeten zu erhalten und zu festigen und im besonderen Europa Sicherheit und eine neue Friedensgewähr zu geben durch ein Bündnis mit Frankreich und Belgien zur Verteidigung der gemeinsamen Interessen gegen unverschuldete An- griffe. In diesen Fragen werden die nationalen Liberalen Schulter an Schulter mit uns kämpfen. In allen diesen Fragen fordert die Arbeiterpartei unsere Politik heraus. Wenn Großbritannien zögert oder strauchelt, wenn zur Ungewißheit über die Politik anderer Regierungen noch die Unsicher­heit über die Politik der britischen Regierung kommt, roenn die Regierung Großbritannien der Gnade einzelner Gruppen preisgegeben ist, bann, verlieren wir unsere Stellung, und mit unserem Ruin geht auch Europa zugrunde. I

Winston Cchurchill sagte in einer Rede in Lougbotoughs, es werde sicher in der nächsten Zeit eine politische Schlacht geschlagen. Die Frage sei, ob sie auf unserer Seite von einer nach den Plänen geschickter Führer organisierten Armee oder ohne einen wirklichen Plan, ohne Organisation oder Ein­heitlichkeit im Kommando von Generälen geschlagen «erde, die damit beschäftigt seien, bewährte Führer zu unterdrücken. Die Schlacht werde gegen die wachsende Gefahr des Kommunismus ge» kämpft werden müssen, aber der Sieg sei sicher, wenn mau geeinigt bleibe. Wenn man sich spalte, würde man einer Partei Platz schaffen, deren Po­litik dem Zusammenhang des britischen Reiches schädlich sei. Churchill sprach die Erwartung aus, daß aus der Koalition eine starke geeinigte und dauernde nationale Partei entstehe, die liberal- fortschrittlich sei in friedlicher Politik im Inland und Ausland und entschlossen sei, die Ueberlieferun- gen des geeinigten Reiches aufrecht zu erhalten.

DieDberljeffiftbe Zeitun ' erscheint jedremal wöchentlich. B«pi,svr«i, «ouaeiich ohne Zustellung 10.50 Sil, durch die Voll 13 Mk. fiür «usfaUewbe Wammen inwlgr Streiks ober elementarer Ereipniste kein Ersatz. Bert«, von De. L. Hitzerattz. Druck der Univ^Duckdruckerei von 3ob. 3ua. Koch, Wtarft 21.23 Wernipaacher 55, PoLckeckkonto: Nr. 5015 Amt ftranMurt a. Mei«.

rückgegangen. Die um Mitte des Monats ein- _______________ _______

getreten« Brotpreiserhöhung kommt in den Teu- l grüßungsjete; tu der Schtoßkirche jtoit, die dir

Lutherfeier in Wittenberg.

Wittenberg, 5. März. Unter ft er fiter Beteil- gung der evangelischen Kirchen des In- und Auslandes, der kirchlichen Verbände, der theologischen Fakultäten usw. begann am Sonnabend b:c Luther-Erinnerungs« feier in Wittenberg. Die erste Anregung zur 400«. Jahrseier der Rückkehr Luthers von der Wattburg mit der fettigen Übersetzung des Neuen Testaments

Die steigende Teuerung. !

-Berlin, 5. März. Die Teuerung nahm im Februar stark zu. Die Reichsteuerungszisfer für die Lebenshaltungskosten, die vom Statistischen Reichsamt auf Grund der Erhebungen über die Kosten für Ernährung, Heizung, Beleuchtung und Wohnung berechnet wird, ist vom Januar zum Fe­bruar von 1640 auf 1989, also um 349 Punkte oder 21,3 Prozent gestiegen. Verglichen mit dem Stand Mt einem Jahre, bedeutet dies eine Verteuerung der erwähnten vier Lebensbedürfnisse um 12,8 v. H. Die Kosten der Lebenshaltung haben sich also seitdem um weit mehr als verdoppelt.

Zur Verteuerung im Februar trugenjrot allem die Ernährungsausgaben bei, deren Teuerungs­ziffer von 1219 Im Januar um 23 v. H. auf 1717 gestiegen ist. Außer Schellfischen, deren Preise sich teilweise etwas ermäßigen konnten, wurden alle Lebensmittel viel teurer. Besonders stark zogen die Preise für Kattoffeln und Gemüse an, da die lange Kälteperlode und die zu Beginn des Monats ungünstigen Verkehrsverhältnisse die Teuerung für die Lebensmittel sehr verschärften. Inzwischen sind diese Preise, ebenso wie die für Eier e' wag z u -

vtnMIie».

Die Erubenbrandstistung.

Blättermelbungen aus Kattowitz zufolge roinnt bei der Untersuchung des auf bet Eleiw'tzet Grube entftaubenen Brandes, ber bie Entlastung von 500 Bergarbeitern zur Folge hatte, ber Ver­dacht einet böswilligen Dranbstiftung, vielleicht aus politischen Absichten, immer mehr an Wahrscheinlichkeit. An der Brandstelle wurde eine Kanne mit Benzol gefunden. Der Damm zur Ab­haltung von Grubengas war durchstoßen, so daß die Gase freien Zutritt hatten.

Bit KMmxz M Etm.

Die Borberatungen.

Paris, 4. März. Die Abendblätter tieftätigen, daß die Sachverständigen, denen die Vorbereitung des technischen Programms der Konferenz von Genua obliegt, erst am 13. März in London zusammentreten. Die Zusammenkunft der beiden Finanzminister Sir Kotiert Hörne und be Lasteyne in Paris ist endgültig auf den 8. Marz festgesetzt. Für die Konferenz bet Außenmiuißter von Frankreich und Italien, bie sich mit der Ottentsrage beschäftigen soll, ist ein Zeit­punkt gegen den 13. März ins Auge gefaßt.

Paris, 5. Mätz. Wie Havas mitteilt, hat der ' italienische Minister für auswärtige Angelegenheiten Schanzet feinen französischen und englischen Kollegen «sucht, die Beratung über das Ottentproblem bis zum 21. MäiH aufzuschieben. Vorher sei es nicht möglich, Italien zu verlassen, da das Ministerium Facta sich erst am 16. März dem Parlament vorstelle.

Marburg fflonleo. tai 6. Mir Settji««.

StirhNT Helfet«.

18 0. Sitzung »om 4. März

Rach e?rtehiqitn« kleiner Voelazen durch Auischnßüber- irwung wird die Meit: Beratung des SBieberauf- ball Haushalts fortgetetzt.

Staatssekretär Dr. Müller tieri*net bie Presse- mttdunzen über «ne geplante Auslösung des Ministeriums als ans der Luft gegriffen. Der kombNzierte Avvarat könne nicht oo'.r weiteres einem anderen Ministerium ungegliedert werden. Auch der Streichung von 78 Stilen habe dos Ministett«» nur mit schwerem Herren zuqestimmt. Ei bringe den geichädigteU Auslands- und Kolonialdeutschen das grötzte Wohlwollen entarten und bedauere nur, daß es nicht alle berechtigten Wünsche er­füllen Tonne. Der Abbnu der Kolontalverwaltnng werde nicht *'r#*tert, obwnhl wir unverrückbar an ber Hoff­nung festhielte n, daß wir

wieder Ko le nienerhalten

mürben. Der 9tebwer beb wert, daß es nicht möglich war, mit Frankreich über den Wiederaufbau bet Verstörten Gebiete $u einem Einnernehmen zu ytenqen. Aber alle unsere Anregungen («en bei bet französischen Regierung unbeachtet geblieben. (Hott, härt!) Unser Angebot aus Lieferung von 20 000 Holzhäusern hätte schließlich nur zur Annahme von 76 Arobehänstn geführt. Aus unserer Seite teste immer Bereitwilligkeit über Bereit­willigkeit, auf der französischen Seite nur Ablehnung. Die französischen Sozialisten feien für bie Beschäftigung deutscher Arbeiter am Wiederaufbau, daS franjäRtoe Unternehmertum fei aber dagegen. Trotz aller Abweisungen werde die deutsche Regierung fortfahren, Material, Sach- unb Arbeitsleistungen zum Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen.

Abg. Dr. Haas (Dem.): Mtt dem Verständnis und dem guten Willen für die Not ber Anrlandsdeutschen ist es nicht allein getan Man muß ihnen vor allem ausreichend und schnell helfen.

Abg. Dr. Fleischer (Z.) verlangt schleunig Be­setzung des Ministeriums mit einem Minister und regt an, das Ministerium nmzubenennen als Ministerium zur Durchführung der wirtschaftlichen Bestimmungen deS Frie- densvettrages. Dann würde seine Notwendigkeit in den weitesten Kreisen eingesehen werden. Eine beGete Zu­sammenarbeit mit dem Reichsfinanzministerium ist er­forderlich. Nach Deutschland zurückkehrende AuslandS- deutfche müßten baldigst einem Beruf zugeführt werden und die geschädigten Domänenpächter des Ostens tafch bie ihnen zugesagte Entschädigung erhalten.

Wg. Ernst (Unabh.) glaubt im Aiederaufbaumini- sterium Sabotageumtriebe von kapitalistischer Seite sest- stellen zu können.

Abg. Teer mann (Bahr. Vpt.) forbert schnellste Hilfe für die Geschädigten, da bei dem Sinken des Geld­wertes bie Leute umso schlechter fortkämen, je später sie herankämen. *

Abg. Laverrenz (Deutschn.) schildett die allem Völkerrecht Hohn sprechenden augenblicklichen Verhältnifie Üt den geraubter. Kolonien, nennt da» Wandats- fystem unfähig und unwürdig und erklärt^ daß für seine Partei die Kolonien

Die Sormge in 8inmt.

Fiume, 5. März. Der in Fiume eingesetzte Rationale Derteidigungsausschuß" hat gestern bie endgültige Einverleibung Fiumes in Italien erklärt.

E r a z, 4. März. DieTagespost" melbet aus Fiume: Der Präsibent ber Fiumaner Republik Aznella hat gestern nach ber Kapitulation in An­wesenheit bes Sekretärs für innere Angelegen­heiten unb breler Mitglieder der revolutionären Regierung eine Abbankungserklärung unterzeichnet, worin er sich u. a. auch verpflichtet, aus bem politischen Leben Fiumes vollständig aus­zuscheiben. Die Regierung wurde vom Ausschuß für nationale Verteidigung übernommen. Attilo Pro. Ham steht an besten Spitze. Abends herrschte in ber Stadt wieder vollständige Ruhe. Die Anhänger des gewesenen Präsidenten Zanella hatten 'n den Kämpfen drei Tote, 7 Schwerverwundete und einen Leichtverwundeten, die Fascisten einen Toten unb sieben Verwundete, bie Karabinieri einen Toten und mehrere Leichtverwundete.

R o m, 5. März. Aus Fiume wird bemGior- nale d'Iialia" gemeldet, bie italienischen Letztere, Matrosen unb Karabinieri, hätten sich gegenseitig an Takt unb Energie übertroffen, um Ausschreitun­gen zu vermeiden. Sic hätten damit ein großes Blutbad verhindert. In den Vororten fänden nod; kleine Kämpfe zwischen Kroaten unb Italienern statt. Zanella unb Blasich, die den Reglern ggs- palast bisher noch nicht verkästen hätten, würden semnächst unter italienischer Bedeckung nach Pola rbreisen.

Die Haltnng ber italienischen Regierung.

Rom, 4. März. Wie dieAgrnzia Sirfani" mitteitt, ist die italienische Regierung von den Er- eignisten in Fiume schmerzlich berührt und f-stent- schlossen, alles anzuwenbcn, um in Fiume wieder normale Verhältniste zu schaffen. Unter dem Vor­sitz des Ministerpräfibenten wurde eine Sitzung ab­gehalten, an der ber Außenminister Schanzer und ber Kabinettschef bes Kriegsministcrs, Oberst Car- letti, teilnahmen. Auch die Abgeordneten ~'urati und Stefani, die zu den einflußreichsten Fascisten gehören, waren anwesend. Sie anerkannten die Notwendigkeit der Herbeiführung friedficher Ver- jättnisse und versprachen sich dafür einzusetzen.

Gedenkfeier für die Gefallenen.

Berlin, 5. März. Im großen Sitzungssaale des Reichstages, dessen Hintergrund Trauerschmnck trug, veranstaltete mittags der Bolksbund für deutsche Rriegsgräberfürsorge eine Gedenkfeier für unsere im iBeltfricge Gefallenen. Den Mittelpunkt der stark- stesuchten Feier bildete eine Ansprache des Reichs- tagspräsidenten Loctie. f ,

Der Seielgeroiets beträgt für die 9 gefp. Zelle oder deren Raum 60 Mg. für denMillt» meter, Amtliche und austnärtiae 80 Pfg. Andere Spaltenbreiten na* entsprechender Berechnung Spät einlaufende oder den Raum über */, Sette einnehmende Sin» seinen ftnb wir berechtigt, nach der Tertipaltenbreite zu jenen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Tol.-Zeile mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Änshinft durch die Sejchäftsitelle und Bermittlung der Ange­bote 1 Mk. Sonbergebübr.

Am Ende der Zahlungsfähigkeit.

Die 31 Millionen-Raten.

Paris, 5. März. DemJournal^ zufolge hat Kt deutsche Reichsfinanzminister bei Anlaß der Dekabenzahlung im Betrage von 31 Millionen Loldmark dem Berliner Bertreter des Entfchädi- Wuttgsausschuffes erklärt, die Reichsregierung werbe sich bald außerstande sehen, diese Zahlungen fortzusetzen. Der Reichsmlniftek habe erneut s rrau . hingewiesen, daß sofort eine Stundung Gewährt werde. Dr. Rathenau habe Brmelmans fe Berlin die gleiche Erklärung abgegeben.

Llitzd Stint iM.

Paris, 5. März. Der Loubourr Korrespon­dent berChicago Tribüne- berichtet Unter Bor- brhalt, k«g bte englifchr Krise ihr Ende ^fnnden habe. Lloyd »eorge b«br sich entschloss:«, se'ne Rüchtrittsbrobnn, zurückzunehmen und im Amte zu nerbleibe», bl» die an-enbklckliche« «rotzen Auf^lb-n durAgesührt seien. Dieser Gntshluh werd« aber erst i» ei« »dr» {*ei Tagen »et« offen tttcht.

Chamberlain für Lloyd George. Die Komlition fester als jemal».

London, 4. März. Gestern hielt Austen Chamberlain im Carltonklub in Oxford eine Red«, bei man in politischen Kreisen große Bedeu­tung beimißt. Er führte.aus, daß bte Auffassung, als ob die augenblicklich« Regierung schwankend sei, älsch ist und erklärte, daß Lloyd George sich seiner­zeit bereit erklärt habe, unter bei Leitung Sonor Lan-s eteet auch Balfours zu arbeiten, aber beide betten darauf bestanden, daß es im Interesse des Landes läge, roenn Lloyd George selbst Premirr- minifier werde. In ber Zwischenzeit habe Lloyb George wiederholt seinen Rückttitt angeboten, falls bie nattonalen Intere^en da, verlangen faxten, 6r '--rbe sogar Cbamberlain gebeten, seine Minister­kollegen hierüber zu brfraaen. Allgemein sei man aber int Kabinett der Ansicht gewesen, baß durch einen Rücktritt Llo,d George, nichts gewonnen werbe. Er glaube daher, sagen zu können, daß bie Koalition fester steh« als jemal».

Chamberlain besprach auch bie Außenpolitik. Er sagte, Englanb habe eine klarumschriebene Po- litif, die darin bestehe, seine Freundschaft mit den