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ZweiLesMaLt

Nr. 54

Sonnabend, 4. März

Lenzing

1922

De,

deutschen Sachgüter und der deutschen Arbeit.

be-

IV.

wird, als sie es tn den letzten beiden Jabren war.

darum."

*->- (Fortsetzung folgt.) \

die köstliche

S

der

In

Die tirfyehenden Folgen deS Weltkrieges lassen eben nicht mit kleinen Mitteln und Riitelchen fettigen.

obiektwe Geschichtsschreiber der Zukunft wird fest- Kellen msisien, dass der Teil des deutschen Bolte«, d« für die Entschädigung tn Sachleistungen arbeiten wird in WirMchkett Sklavenarbeit für die Verbünde ten leistet, und zwar bei dürftigster Ernährung, toi sie die alte« Böller ihren Sklaven nicht zumuleten.

auf -verschiedenen Gebieten. . Neben der Verteuerung der Frachten, die seit dem 1. März abermals um 20 Prozent erhöbt worden sind, ist die Schuld wohl tu der Hauptsache in der Steigerun« der Getreideweltmarkt- preise zu suchen. Wir sind ckerwungen, mehr Weiden cinzuMhren, als die Reichsbebörden geplant hatten. Gerade auf dem Getreidernartt ist es heute kaum mehr zu Verbindern, dass sich der Inlandspreis immer mehr dem Weltmarktpreis anpasst. Zweifellos werden zur Zeit große Gctreidemengen im Inland zurückse- hallen, um erst einmal daS Ende der steigenden Preisbewegung abMwarten. Für unsere wirtschaft­liche Entwickelung liegt aber tn dieser Teuerung des

s p r u ch.

»eiter hat die Marineoffizier-dLse (e. B.. Berlin W. 9) eine sachliche und sinngetreue Darstellung über die Verhandlung deS Poarelsez sowie die wörtliche »w Nageschrist, Urteil und Urteilsbegründung herausgeyeben.

Eine grosse KeloniaUunbgcbung soll den .Afrika- Nachr." (Seipztg A.) zufolge am 23- und 24. »al la Berlin gele^ntlich der Haupiversamattung »es Kolo- niartricgerdankes und »es NeichsvedbaudeS »er St»« lonialdeuischen stattfinden.

Brotgctteides eine grosse Gesotzr; denn In« Brotvrels ist die Lebenshaltung der Masten tn sehr erdeblichem

tanw so obenhin hinzugrsstgt:Du begleitest mich doch nach Hause? Es bleibt dir ja noch immer imbe- nomnten, hierher zurückzukehren."

Dann während das Auto aus iiem Norden voa ! Berlin dem alten Westen zugerollt war, hatte bie \ Baronin die Hand ihres Ächnes ergriffen:Lieber Fred, ich hätte mich mit dem Gedanken auSgesöhnt. eine Sclwiegertochtrr. die für die Bühne ausgebildet ( morden ift ins Haus ;u bekommen, wenn Thea IeSning wirklich eine Künstlerin von Gottes Gaben wäre. Das ist sie jedoch nicht. Und vor allem, tm liebst I sie nicht, Fred. Eine echte Lieb« hätte kein Zöze« } gekannt Dich aber reißt es hin und her, fo daß dn zu keinem festen Entschluß zn kommen vermagst. Still,, Fred, mein lieber Sohn, laß mich Ende rede, ich hätte auch nichts gegen Thea« Angehörig-« eiuznwer den als nur daS eine: sie passe« nicht M uns. Zch habe mich genau erkundigt wozu gibt et denn Auskunfteien TheaS Mutter ist eine Kantors« tochter vom Lande daS schadet an sich in meine, i Äugen nichts, ich bin davon überzeugt, daß sie eins herzensgut« und brave Frau ist, aber als Schwieger­mutter für dich, Fred, ist sie so gut wie unmöglich. Ein Manu heiratet in den meisten Fällen die Frm-lte feiner Frau mit Das ist nun einmal so. Ich will mich nicht ernKich gegen bdne Verbindung mit DH-, »tlwng sträuben, aber sie wäre kein Glück für dich. Also überlege es dir reistich^ ich bitte dich dringeast

Von unserem volkSwtrlschaftllchen Mttarb etter.

Zu den zahlreichen bedenklichen WlrtschastStendenze« unserer Gegenwart ist mtt in erster Linie die unge­heuere Steigerung der Getreide- und Mehl- preise zu rechnen, die sich In den erste« beide« Mo« waten des lausenden Jahres vollzogen hat. Die Preisgestaltung aus dem deutschen Getteidemarkt ent­spricht keineswegs etwa nur der Lebenshaltung, die nur ein anderer Ausdruck ist für die abermals der- minderte Kaufkraft unseres papiernen Geldes. Auch die sinkende beutldtt Valuta bildet keine zureichende Erklärung. Allerdings hat sich tn den letzten Wochen auch die internationale Bewertung der Mark wieder nm etwa 15 Prozent verschlechtert. Anstatt eines Dollarstandes von ungefähr 200, mtt dem wir in das Jahr 1922 eintraten und der sich verhältnismässig ziem­lich lange stabtt erhielt, Hal sich der DollarkurS jetzt auf über 250 X eingestellt. Ader die Getreiden ertene- rung geht wett über dieses Ma» sowohl der Verminde­rung der inländischen Kaufkraft der Mark tote ihres internationale« Börsenkurses hinaus. Um Weih­nachten betrug der Preis für einen Zentner Weizen tn Berlin etwa 338 X. Jetzt ist er auf 592 X gestiegen. Demenisprechend ist der Preis für Weizenmehl von 460 X auf 740 X, der für Roygenmehl von 350 auf 550 X emporgeschnellt. ES ergibt sich also für Weizen eine 75pr»zenttge, für Rogge« eine 63»rozentige Ver­teuerung. Die Gründe für diese Erscheinung liegen

tem Nachdruck etitärt, di« Frage der ArbettSlosigkett sei das Problem, das mit größter Eutschiedenhett ange- sasst und seiner Lösung zugesührt werden müßte. Er und seine Ratgeber hatte«» auch richtig erkannt, wo der Hebel anzu setzen sei. Die Arbeiislosigkett tn England und Amettka ist daraus zurückzustihren, da» Deutsch­land und ganz Mitteleuropa tn ihrer Kaufkraft unge­mein geschwächt und nicht imstnnde sind, die britischen und amerikanischen Ware« aufzunehmen, di« «bgesetzt werde« müsse«, wenn das Wirtschaftsleben der beiden Länder zu normaler Höhe zurückkehren soll. Das geht aber nicht so schnell. Und nun drohen tn England neue große Ar»etterwirren, vor allen Dingen ein gewaltiger A u S st a n » der Metallarbeiter. SS ist noch erinner- lich, mit welcher Tatkraft und Umsicht Lloyd George feiuerzett mit U.itersttitzung der ganzen Oeffewlichkeit und aller Berufsstände Englands den grotze« Aus­stand »ee B<>r«wrvetter bezwang. Wenn nun angesichts diefer neuen Prüfung Llohd George zum Rücktritt ge­zwungen werde« sollte, würde die gleichermatzen starke und auch im Nachgeben gewandte Hand deS ManneS. fehlen, der sich bisher in allen Sätteln zurecht gefunden hat. Wie sich »amt die Dinge in England gestalten werden, twm niemand Voraussagen. Eine Mtnister- i trift5 in England und Neuwahl des Parlamentes mützte immerhin.auf die Konferenz von Genua von verhängnkSvollem Elnfkuss sein, wenn auch natürlich die allgemeinen Richtlinien der englischen Politik da- I durch nicht berlltzrl werde«. |

I III. !

Ein andere» Grund zur Unzufriedenheit weiter englischer Kreise mit der Politik Llohd Georges dürfte auch in der Betzandlung der ägyptischen Frage liegen. ES gibt auch in tttteZanb Viole Leute, »U lieber eine Politik der Gewalt u*t> Unterdeückung al» die der Versöhnung sehen. Duwtz die jllngste $htxbflebung der exgltschau «egierung in Aegypten, die der eng­lische Gemeral Lord Alleuby i>e* Aegyptom» übcr- yiittclt Hai, wird diesem eine Kcheinautonomie und eine «ewiffe Selbstätchigkeit tn der imreren Ver­waltung zugesichert. Freilich bleibt in Wirklichkeit daS britische Protektorat über Aegypten nach jeder Rich­tung hin gewahrt. Aber vielleicht fürchtet mau doch nicht mit Unrecht, da» die nationalistischen Kreise Aegyptens in dem Entgegenkommen Lloyd Georges ein Zeichen der Schwäche erblicken und dadurch nur zu weiterem Soinpf ermutigt werden würden. Ob diese Befllochtunq berechtigt ist, kau» nur die Zeit lehre». Die Widersacher, dieser Politik anscheinender Versöhnung gehen ossenbar auch von dem Gedanken aus, dcktz durch Nachgiebigkeit in Aegypten der immer stärker ansthwellenden Bewegung in Indien eben-

Set MlWch im LelMt MootmÄ

' Bee Flucht der beide«wegen Beihilfe zum Tot* schlag" vom Reichsgericht zu 4 Jahren Gefängnis ver- urteckten ebem.Aigen U-Booto'siziere Oberleutnants Dith- m 8 r und Boldt und die behördlichen Maßnahmen zur Wedeoergreifnug der Entflohenen (Steckbriefe, Hobe Geld­preise wie bei »er Bersolguug gemeiner Schwerverbrecher) haben die Angelegenheit erneut in den Bereich der Tagespolitik gerückt. Im englischen Unterhaus wurde erst kürzlich die Regierung darüber befragt, unb es ist nicht zu erwarten, daß »er Prozeß (ganz abgesehen von der Flucht der beiden Offiziere) so bald als abgetan be­trachtet werd«« wird. Dos verhindett zunächst eine

neue Ausbrüche »e* Hasso« und »er Berhehrnng gegen Deutschland erlebt, wie sw jetzt beinahe zum Wglichen Programm der französischen Volksvertretung »HSren. Es sind immer wieder die alten Steen. Verdrehungen und Smtstellnngen. mit bcticn den Franzosen wie der übrigen Welt das Märchen ausgeftscht wird, dass daS friedliche und edettnüttge Frankreich von dem gross- mächtlgen, a»»walttgen Deutichlaw» aufs schwerste bedroht werde. Französische Sanftmut und Wrotemt werden in Gegensatz gestellt zu deutschem Gewalt- tu» | Racvednrst. Dabei hätrf«« sich die «ewalttaten fran­zösischer Ossiziere und Beamten gegen Deutsche, wo immer sie dazu Gelegenheit finden. Es scheint eine wohlüberlegte, planmäßige Politik in der Richtung befolgt zu toe*ett, daß man am »Hein, im Saargeviet un» in Oberschlesien de« deutsche« Haß gegen französische Vergewalttgung stetig nährt, um vor der übrigen Welt e»en dieses Hatzgefühl «18 Be­drohung des Weltfriedens hinstellen zu können.

Darunter mutz aber dte Versorgung des deutsche» Volkes «nd damit auch fcüte Lebenshaltung schwell leiden.

Dasselbe Bestrebe« «ach AuSschalt««g des deutsche« AutzenhandelS macht sich am» t« der Grün, düng der Londoner Wiederaufbau-Gesellschaft geltend, deren Aufgabe wahrscheinlich dte Ausbeutung de* russischen MartteS sei« wird. Auch hier sieht num der» deutschen Handel, der in FttedenSzette« dte Hälfte de* gesamte« russischen Warenbezuges berbettoofte, ans ein Kontingent von 20 Prozent zu beschränken. End­lich gehören auch dte neuen Forderungen der Kon- troCe über dte deutsche AnS- und Etnsnbr, dte sich mr fprünglich auf das besetzte Gebiet beschränken sollte«, aber jetzt ganz unverkennbar auf ganz Deutsch­land ausgedehnt werden, tn das gleiche System. Deutschland« Wirtschaft wird immer mehr zu einem AusbeuiungSobjett der Verbündeten. Die Bezeichnung .Sachlieferungcn^ ist nur ei« schlecht verbüllendet Mantel für diese« zwangSmätzlgen Ausverkauf det

Inzwischen bNben in Frankreich die Leute von Richtung Poincares mehr denn je Oberwasier. der letzten Sitzung der Devuttetteukammer haben wir

Irmgard Löhnststzt äußerte ihre grenzenlose Ber- tounberung über die Metamorphose, die sich mit Henrika I vollzogen hatte.Ich habe sie bloß an ihren schönen Augen towbererfinnt", sagte sie.Es ist verblüssend, baß jemand sich tn ein paar Monaten so von Gcuno «ns verändern kann. Wen« ich zurückdenke, welch einen uuHejchickten, armseligen Eindruck die Brant FHces Freundes damals in Hamburg machte. Ich hatfe sostheS Aiticid mit ihr. Und jetzt: wie schick ist ihre Frisur, wie famos steht ihr das Blaßrosa. Passen Sie auf, Fred, wenn das so weiter geht toirb Henrika dH Santos eine große Schönheit."

Es s.-lt mich für sie freuen", entgegnete Fred nach­lässig und drehte der Braut aus Kanada den Rückt« zu. j Dadurch aber befand er sich direkt Thea gegenüber..

Für ihn waren jedoch die Grönings überhaupt nicht vorhanden seiner Ansicht nach lag kein zwingender Grund für ihn vor, an de« Rebentisch heranzutreten, und eine allgemeine Begrüßung und Vorstellung der- vorzuntfen. Er kannte Weber daS Ehepaar Haendler noch die Böhning-Heldhausen, deren auffallende Art und Sprechweise den Konsul Löhnstödt höchsklich ergötzte.

Manchmal ist'« gerade so, als ob sie die Königin Elisabeth inMaria Stuart" so aus dem Strgreis t'.imml", meinte der alte Herr.Gottvoll sind doch mitunter solche Leute, bene« das Btchncnhaste bis zum Grabe anhängt. Da hat man mm eine Gratis- wrrstellung."

Fred saß' wie auf Rädeln. Gut, daß feine SRutter nicht hierher mitge kommen war. Har oft fühlte sich nicht wohl, fie hatte ihn, um de« sie immer v»Ner I ängstlicher Besorgnis war, wenn er alt seine« Kopf­schmerzen litt, nicht verlasien wolle«.

' Fred vermied es konsequent, Thea a«zusebe«. Ihr blasses Gesicht hätte ihn vielleicht doch um gestimmt. ES war ans zwischen ihnen beiden, definitiv att8", faßte er sich. Sm gestrigen Abend hatte er ein« dicken Strich unter dte tollen, verliebten Wünsch« vieler Woche«, die ifra wie eine» Spielball hi» «nd her

I getrieben hatte«, gemacht.

ILaß «ns «ibrecheu, Fred" hatte seine Mutter I i§» gestern tote Begru» des letzte» Aktes gebeten und

falls weite Nechrtmo un» ®tärf«na zusefübrt werd n tourte. DM» fix» alles ®»r«en, »i« trotz des äußeret. GlauzcS uh» trotz der tnneien Festiskett ves britischen Wcttretzbs die er.Qlifdien Swaismämrer bedrücke», sich

Sie lltines rosa Hyazinthchen", rief die Böhning-1 .Helbhaufen scherzend.Si- grüßten ja kaum wieder. Wer ist denn der blonde Kavalier dort drüben."

Mir ein Feemder," saate HenvG» kalt.

Allüren hat sie, rein als ob sie direkt «is 5em Grandenpalast, ihren sagenhaften Borfahren M unZ nach Berlin gekommen wäre", dachte Frau Hannchen ärgerlich.

Doch im »r.:ube ärgerte sie sich iariHer, daß Fred Dcloine auch heute die Familie GrSnin, schnitt , Tie junge Tante am andern Tisch starrt dich ja immerfort an, Henrika, kennst du sie vielleicht?" fragtr , fie dann leise.

Ich kcnue sie nichts doch Herr Delarue teer mit Leuten in Hamburg zusammen. Ich habe ihn damals j nicht danach gefragt, wie sie heißen.^ Ich b>n nicht neuginig und kümmere mich grundsätzlich «icht um fremde Menschen," gab Henrika, ohne ihre Stimme sonderlich zu dämpfen, z»r Antwort.

Sie ist ein fach unmöglich" dachte Frau H-nnchen und meinte dann anzüglich:Du bist dir wohl immer selbst fltuufl, meine Liebe?"

Tas kommt darauf an, in welcher Gesellsthast ich mich beiinde," erwiderte die Braut aus Kanada pcompt.

Bravo, mein Kindchen," rief die Böhnins-Held- Hausen amü'iert.Stolz lieb ich den Spanier."

Sie hat ja auch spanische« Blut und einen spa- i Nischen Namen", sagte Dc. Haendler vermittelnd.

Es lag Explostonsstoff in der Luft. Man w«r aber 'doch nicht hierher gekommen, um ungemütlich |u sein. Mama Gröning hatte das teure Essen doch nicht bestellt, damit man sich dabei Spitzen sagte?

Der Doktor erhob sein RheinwentgsaS unb trank Theo zu.Auf dein Wohl und eine glückliche Zukunft."

Wortlos tat Thea ihm Bescheid.

Also i» Hamburg war Fred mit deut schönen, blonden Mädchen zusammen gewesen. Run glmbte sie fein ganzes Verhalten ihr gegenüber pr verstehe«. Nicht seine Mutter stand zwischen ihm und ihr, nicht ihr Schauspielern, sondern die Blonde dort brühen, mit der er sich so beflissen unterhielt, daß er für nichts I anderes. Auge und Lchr $» habe« schi«. r .

Speise-Schokolade! j

BroschüreDas Urteil im Leipziger U-Bootsprozeß mir ... _______________...... .... ________ Fetzsitench?"- die juristische und militärische Gutachten

Matze abpängig. Da die Lohnempfänger tn der Höbe I ckuthäft und »» Vizeadmiral a. G. Mich elfen, im ihrer Beläge noch immer das einzige Mittel erbTidten, 1 Kriege Befehlshaber der U-Boote, herausgegeben ist sich den F»tgeu der Teuerung zu entziehen, so ist zu ^"atspolit. B-rsag, Berlin SW. 48). Die juristischen befürchten, M3 sich die Lohni»rdcrun«en im toefent- p)llia^tcn merd-,1 von LLerreichsunritöranwalt Deth- licken den B7ot>'ceifeu anpasien werden, was zu einer (ffffen unb ^..ch^richtsdirektor Dr Ernst gegeben.

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s ÄÄ'ff'Ä:

Maßnahmen gegen die üdermäsiiae Teuerung des Maß von eigener Krr:gS«sahrung, «iflener Keantniise der

i Brotgetreides zu ergreifen, scheint für die Reiths- Bor»d'rhältniffe und be» TtenlH aus einem Teeierur.fi beute unmöglich zu fein. Der Druck der gefehlt, das #(Hn sie in den Stend gesetzt hätte, em l Gegner hat die Reaterima ja zur Aushebung der Brot-1 auch objektiv richtiges Urteil zu fällen". Der Verkasser veibttiigringszuschüsie geiröiigt. Es ist offenbar das I daß, mein am Mcht-rlisch «uch Offiziere gesessen Ziel dieser von England geleiteten Politik, dte ge- f,5tirtb f^ter Sachz--rständige waren, da« Urteil femte Lellensbalmus deS deutschen Volke? in so uu-1 ,irrf .5>Ur ausoesollen wäre. LaUbserichtSdirektor Dr. gedenrem Umfange zu verteuern datz die deutschen , grnfl, ob die Aburteilung der

Waren a«f dem W ettntarrtr onkurr enz u u f a Hifi verfassungswidrig war und

mäB nMM der S-nstM Btrtoll*n. datz es feil einiger gen beS All. 116 der Setfalfu^ d-ri^^. dr-

Zeit Pas gewollte Ziel der eweüfdten Politik ist. sich Handlung nur temt m,i «ner Strafe belegt werden kann, von der eigenen Arbeitslosigkeit dadurch zu befreien, wenn die Stroslbarkett gesetzlich bestimmt war, bevor I haß man eine solche künstlich in Deutscknand hervor- die Handlung begangen wurde. Die Stelluu,nähme de« I ruft. Dio ganze wirtschaftliche Entwickelung in jllng-1 Tock>»etständi»en, Kvrvettenfcyüäns Saalwächter, z« ster Zeit l«»tt uns, »«si England auf de» besten »ege ber Urteilsbegründung (ehmtsalls in der Broschüre wieder- ist, U'4« Stet zu erreichen, in dessen Dienst es fein warben) ist bereits in derDeutschen Rundschau" tr- ganzes politisches Verhalten Deutschland gegenüber ge- zx K Saalwächter erNärt, daß fein Gutachten

stellt zu haben scheint. Die außerordentlich weck-1 : «&ten Teil falsch verstanden

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die Eutichlldifiung arbeiten m«h. desto weniger kann verständigen aus Mangel an Sachkenntnis und Erfabrn^ sie für be* Weltmarkt produzieren, desto weniger her I jn den militärisch-seemänmschen Fragen, namentlich be« englischeu Industrie dort Konkurrenz macken. Auf I U-B»otskneges, wohl subjcftiv richtig, aber objektw diesem Wege hofft »ie englische Industrie der indirette falsch geurteilt. Er hält das Urteil für einen Fehl- Nutznießer der Entschädigung durch Sitetleistungen zu

I werden, nachdem sie erkannt hat. daß die Entschädi- I eung bitrdi Barzahlungen ihr großen Schaden zusügt. I Mr Deutscklanb aber ist dte Gefabr «rotz, vatz auf I hiese Werse seine Handelsbitenz noch stärker »«ssiv

Verkannt.

Roman von Hedda von Schmid.

23. Fortsetzung.

° Frau BShning-Heldhauscn interessierte sich lebhaft für Henrika.-©ie ist kolossal apart, Ihre kleine Schwiegertochter, verehrte gnädige Frau", siüfiert: sie Fran Grönmg zu.

Leider Gottes, ja sehr", seufzle Hansnnann? Mutter,hoffentlich gibt sich das nachher bei ihr." |

Aber nein das wäre ja schade", widersprach die Nbßning-Heldhausen.Es iy immer eine wahre Gr- guickung, wenn ich nicht etwas Schablonenhaftes sehe." i Ter alte Herr am Nebentisch erhob sich, um eine Keine Gesellschaft zu begrüßen, die nach einigem Hin Itnb Her am Tisch Platz nahm.

j Thea, die von ihrem Sessel auS den Nekentisch jklerbllcken konnte, wurde glühend rot, als ihre und Hjred Delarues Blicke sich trafen.

Er erhob sich halb von seinem Sitz un? machte eine höflich« Verbeugung.

. Thea wußte nachher nicht, ob sie feinen, Gruß erwidert hatte ober nicht. Alles tanzte plötzlich vor fhreu Augen das ganze Zimmer drehte sich. ..Ruhe, I nm Ruhe," sagte sie sich und preßte ihre Fingernägel 'in ihre Handflächen.... Dort saß ,Fred jefyn Schritte von ihr entfernt neben einer jungen, blonden ; Tarne in hellblauem Tuchkofbünt. Ter altene Herr unb hie ältere Tarne,, die unverkennbare Aehnlichkctt mit der jungen blonden hatten, waren unzweifelhaft ein Ehe­paar.

Nun schaute die blonde zu Henrika hinüber and «in blitzartiges Staunen flog über ihre Züge. Sie neigte sich zu Fred und flüsterte ihm etwas zu, bann blickte sie wieder nach Henrika hin und er folgte der Richtung ihrer Augen. Er mußte Henrika vorhin Hbersehen haben, denn er erhob sich zum zweiten Male und grüßte die Braut seines Freundes durch «ine ebenso höfliche Verbeugung, wie die gewesen -war, welche er vorhin für Thea gehabt hatte.

siSie fürchte«, wie cs scheint, doch, durchzubrechen.

LsSkll-RllKU.

#ine Epidemie von Mtnlsierkrisen. Lloyd Georges Stellung erschüttert» Innere Wirren Englands. Tie Ar-ettSwflskeit und Arbetterkämpfe.- Aegypten.

i FrarckreichS Faust.

..... I. 4

Znrzcll scheint ubc^nUmz Europa eine Epidemie von -.'i iniftcrkrisen vereingebrocken zu fein. In | Can i- wurde vor wenigen Wochen Briand gestürzt, an seiner Stelle folgte Poincar«: es gibt Leute, die auch diesem keine allzu lange Lebensdauer als Ministerpräsident Voraussagen. Darauf kam die Re­gierungskrise in Deutschland, die vorübergegangen ist, und der Kanzlerschaft Dr. Wirths ebensalls eine weitere Spanne Frist bewilligt bat; merkwürdigerweise i sind es die Unabbärrgigen, die den Sturz des Kabi- metts Wlrtb ungefähr für den Monat Mal propdezelen. I Rach mebrwöchcnttlcken Wirren Ist die Italienische tkabinettskrlsis, die durch den Rücktritt B o n o m l s I vrranlaßt wurde, so wett beteiligt worden, daß aus I einem Uebergangsminlsterium Faeta ein Faktum ge­worden Ist. Die Tschecho-Sirdslowakel hat ebensalls eilten Kabinettswechsel zu verzeichnen. Und nun mehren sich die Londoner Meldungen, wonach auch Lsioyd Georges Stellung alS MlnisterprSsidem I alii schwer erschüttert betrachtet werden muß. Er ist I deck letzte der Ministerpräsidenten aus der Kriegszeit, I de sich bis. auf den heutigen Tag hlnübergerettet bat. I «li n scheint auch seine Stunde geschlagen zu Haven. I Tke Koalition, auf die er sich Im britischen Parlament Pützen mutz, sieht Int Begriff, sich in ihre Bestandteile aufzulösen, und außerdem erbebt auch-iu England nun-I mebr drohend die Arbeiterpattei, die bisher machtlos I gewesen war, Ihr Haupt. In den letzten Nachwahlen I znm Parlament, die stets als Stimmungssymptome gelten müssen, bat die Arbeiterpartei eine bemerkens- toi rte Stärke entfaltet. Wie es beißt hat Llohd George en den Führer der Unionisten Chatnbetlain ein Schrei­ben gerichtet, worin er sich über die ihm zuteil gewor-1 dene Vehandinng bitter beklagt und ankün»igt, daß er tn den nächsten Tagen im Parlament ein Vertrauens­votum beantragen weide. Das würde die englische Volksvertretung vor die entscheidende Frage stellen, ob Llohd George noch Welter die Geschicke d«s Weltreichs fetten oder abtreten solle.

II. '

Wie nun auch die Kabinettskrise in England aus-- laufen mag, mit einer Neuwahl des Parlaments binnen kurzem ist bestimmt zu rechnen. Lloyd George selbst hatte nach der so ersolgresth verlaufenen ReichS- kvnferenz unter Mitwirkung der Premierminister »er Dominions und nach Abschluss der Washingtoner A»- rüstungskonferenz, alll er auf dem Höhevunlt feiner Macht zu stehen schien, die Neuwahl mit der Parole tn Aussicht genontmen, eine neue Partei zn gru«- den, die »en heutigen politischen Bedürfnissen Eng­lands besser angepasst fei, als die alten, zum Teil über­lebten. Da sich aber als Folge der Ereignisse auf der Washingtoner Konferenz xunb deS Verhältnisses zu Frankreich eine scharfe Spannung der Weltlage ergab, wurde die Auflösung des Parlaments verschoben, un» mit bemerkenswerter Einmütigkeit stimmte die gesamte Presse Englands trotz grosser MeinungSversckied«*- heiten übet innerpolitische Fragen dem zu. Nun steht Genua vor der Tür. Man sollte daher glauben, »ass die Ssfentliche Meinung Englands alles tun würde, um den Führer der britischen Abordnung möglichst stark er­scheinen zu lassen, wie es in Cannes der Fall war. Daß jedoch das Gegenteil der Fall Ist. dass sich die Un­zufriedenheit mit der scheinbar schwankenden Polttlk Lloyd Georges immer schärfer änßert, muss tiefere Ur­sachen Haven. Zunächst ist es trotz aller Bemühungen weder Lloyd George noch den andern am Ruder ve- sindlickie« Staatsmännern Englands gelungen, »«5 Hauptübel, au dem die ganze Welt Iran», zu befeititen oder nur zu mildern, das ist die wirtschaftliche Nte. Man mag noch so viele beschönigende Zissern ver- . öffentlichen, wonach die Zahl der Erwerbslosen tn England heruntergeht, die Tatsache lässt sich doch nickt verschleiern, dass in England un» Amerika dte Arbeits­losigkeit stetig int Steige» begriffen ist. Da? fördert die Unzufriedenheit in allen Kreisen, und eine solche Unzufriedenheit kehrt ihre Spitze gegen die herrschende Regierung. Die erwöbnten Waylersolge der Arbeiter­partei sprechen in dieser Richtung eine dentllche Sprache. Vor Monaten hatte Lloyd George mit grötz-

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