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ober vervielfacht durch den Wetteifer anderer wird erst die Lawinensammlung daraus, die not tut Denn um in das Zentrum der furchtbarsten Hungersnot, Hundert- tausenden von Deutschen (von Menschen, möchte man rufen, wenn dieser Laut noch Beachtung fände!) die Rettung »u bringen was ist da an Sammel- und Werbearbeit zu leisten! Möge eines klar sein: dies hat mit da Stellung §n Sowjet-Rußland nichts zu tun; b«er handelt es sich wenn eine Schuldfrage übcrhauvt bia am Platz ist nicht um Schuldige, sondern nur nm Opker. Auch wer da Sowjet-Regierung Deinen Funken Vertrauen, keinen Pfennig Geld für die Hungernden Lowjet-Rußlands gewährt, kann die Stammesbrüda nicht deshalb verlassen, weit ihr Unglück unter jener Regie­rung zustande geb?m men ist. Wir haben Frithjof Nan­sens Zcugm's, daß ihm, als dem Beauftragten aller «reinigten Hilfskomitees der Welt, durch die Sowjet- 3/Wtbtn die Sicherheit und" die hingehendste Unter­stützung für das Hingelangen der Hilfe an die Hungern­den durch die Tat erwiesen worden ist. An Nansen, da als Sechzigjähriger die Jugend beschämt, schließ 'ich ihre Arbeit als an den würdigsten Führa: an ihn gehen am besten alle Gaben. Doch sind sie in unserm Fall alsHungerhilfe für die Deutsch-Russen" zu bezeich­nen. Da Name Nansen bürgt (samt dem Komitee aller KvmiterS, in dessen Auftrag er wirft), daß die Gaben ihr Ziel erreichen: b b. die verhungernden Deutschen ftr Rußland. Die Sammelstelle für Deutschland ist vorläufig Tübingen, Allgemeina Studenten-Ausschnß der Universität. Wenn auch Deutschland, wie Gorft sagt,im Augenblick nicht so satt ist. daß cs sein Stück Brot mit "nderu teilen kann", so hat es doch, vielleicht gaade weil die Not ihm selber nichts Fremdes ist, noch etwas übrig, um mit ein paar Hundert Papiermark.einem deutschen Kind das Leben zu retten. Jede Stunde, die gezögett wird, ist ein Todesurteil ein Todesurteil, über Kinder, wie wir selba sic haben.

Es wäre erfreulich, wenn diese Worte auch in Marburg, wo bislang noch nichts für die hungern­den Wolgadeutschen geschehen ist, Widerhall fän­den. Wir Deutschen sollten uns dabei an die kleine

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nichts übrig, um Salz für die Suppe zu beschaffen. So werden wir sie ungesalzen essen, antwortete ihr ihr Mann.

Prof. W. D 0 eg en -Berlin, der Direktor der Lautabteilung in der dortigen Staatsbibliothek, hat es freundlicher Weife übernommen, wieder wie im Mai vorigen Jahres aus dem reichen Schatz der Bolkslieder der verschiedensten Völker, die in ben deutschen Kriegsgefangenenlagern vertreten wa­ren, einige der schönsten in Grammophon mit Lichtbildern vorzuführen und hat den Erlös aus dem Vortrag für die hungernden Wolgadeutschen bestimmt. Auch Lieder, die die Wolgadeutschen fern am Ural aus ihrer deutschen Heimat festgehal­ten haben, werden vorgetragen. Man sollte es all­gemein als eine Ehrenpflicht betrachten, diesen Vortrag am Sonntag Abend %g Uhr im Land­grafenhause zu besuchen, um so sein Scherflein für die Wolgadeutschen beizustenern.

Geschichte von Turgenjef halten: Wenn man den Krösus R 0 t s ch i l d preist, der aus seinen un­geheuren Einkünften Tausende für die Erziehung von Kindern, für die Heilung von Kranken, für die Versorgung von alten Leuten hergibt, so lobe ich ihn und bin gerührt. Aber ich muh damit eine

Kirchliche Nachrichten.

_ Sonntag, den 26. Februar.

selbst, evong.-lntb. Gemeinde. Nikolajstr. 1. «mittag, 26. Februar, form. 10 llhr: Prckügtgottrs- dienst und Christcnlebre.

Methodistengemcinde, Wörtbstraßc 15a. Sonn­tag. den 26 Febr. ,vorm. V,10 Uhr: Predigt. Mitt- wvch abends 81/, Uhr: Bibel- und Gebetsstunde. Donnerstag, abends 8 Uhr: Jugendbund-Bersamm- lang E Pfitzcumaier, Prediger.

Bavtistengcmeinde, Friedrichstraße 12. Sonntag, Sonntagsschule. 3 Uhr: Gottesdienst. Mittwoch, 8", Uhr: Gcbetrstunde.

Christi. Verein junger Männer, Universftäts- straß- 32 lPhiltvvshaus), Eingang durch den Garten. Sonntag, 36 Uhr: Gemütliches Beisammensein im Bereinslokal. Abends 81/, Uhr: Monatshauptver- Sammlung. Bvm 27. Februar bis 5 .März Beteiligung on der Evangelisation der Stadtmission im stkestaurant Lederer von Montag bis Freitag (27. Febr. bis 4. M ärz). Junge Männer sind herzlich eingeladen.

Ebristlicher Verein junger Mädchen (Julien- stift. Sonntag, 5 Uhr: Beteiligung am Kirchenkonrert.

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Für die Wolga-Deutschen.

Zum morgigen Bortrag im Landgrafenhaus.

Folgenden Aufsatz veröffentlicht Professor R. Wilbrandt-Tubingen im L Morgenblatt der ,Zrks. Ztg." vom 22. d. M.:

kn ®M « Echtheit «rgrriftnber Aufruf von

®cöxtm Gorki (au? St. Blaffen, wo er als Lungen- Ödender weilt) geht durch die Presse. Er rühmt die Kuliurbedeutung der Wolga-Deutschen für Rußland: er erinnert uns, daß täglich jetzt Hunderte von ihnen ver- hnngermEs sind Deutsche. Ich füge dem weiter mchts, hmzu. Auch wir haben nichts hinznzufügcu: hur btt Tat. Für die Tat ein Beispiel. In der Tübin- J** Studentenschaft Hai ein Abend int Sozialwissen­schaftlichen Verein gezündet. Die von den Wolga-Deut- schen (etwa noch eine halbe Million Menschen' so schuld­los wie nur denkbar erduldete Not, ibr buchstäbliches qiral- **nr5 Verhungern, wurde mit Hilfe des Materials im Deutschen Ausloudsinstitut vou Stuttgart und der Aus­landshilfe zur Organisierung der Arbefterhilkc für die Hungernden in Rußland gezeigt. Sie wurde als Folge «er an den Deutschen besonders bart voroenommenen Ream'sitionen, sowie der über sie hinaebrausten russischen Bürgerkriege, vor allem aber der furchtbaren Düne die,es Sommers verständlich gemocht. Naniens ergreifende Re­den von dem Völkerbund und dem Internat wnalen Ar­beitsamt verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Frage: WaS tun?" war das einzig mögliche Thema der folgen« pen Debatte. Biele Vorschläge kreuzten und ergänzten I f«6: nur fehlte ein Mann, der es machte Da fand sich «für die Frau. Eine Studentin, von organisatorischer KnegSarbeit her erprobt, übernahm es, durchzuführen, was sie selber vorschlug: bei sich, den Studenten, anzu- tzangen: gerade die ärmsten Studenten sich selbst be- steuernd, durch «inen täglichn Auflchlag auf den Preis des Essens in der Studentenküche. Ein Arbeitsausschuß gruppierte sich um diese Führung: die männliche Jugend dftiv, energisch, Feenreich, doch ihrer organisatorisch sicheren Führerin folgend: ein Anftns, von Rcftor und Professoren usw. unterzeichnet; dann eine von den Be- Hörden genehmigte Haus-Sammlung, in der Stadt und auf die Dörfer binans, wo Pastoren und Lebrer Material

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