Einzelbild herunterladen
 

Zweites Malt

1

Reichsverwaltung führen könnte.

Der WvenM Werten be! Brimre.

wird.

H.

t

Criginaldofen u.Sifbcrpaltcts m den Geschäften!

ständigen und nicht sich bekämpfen. -

Me Niederlage der Karelier. '

karelien, die Stadt Uhtua, aufgeben, aus der sie durch russische Flieger vertrieben wurden. Sie ha« ben jetzt nur noch ganz vereinzelte Stützpunkte längs der finnischen Grenze. Die finnische Regie­rung traf umfassende Maßnahmen zur Aufnahme der vielen Flüchtlinge, die die Grenze übers-.reiten. Man rechnet damit, daß 10 000 Karelier die Heimat oerlasien werden. Die Bolschewisten unternahmen am letzten Sonnabend einen Plünderungs« zug über die Grenze. Die finnische Regierung richtete an den bolschewistischen Minister des Aus­wärtigen in Moskau einen Protest. Die russische I Antwort besagt, daß es sich ncht um russische Solda» ten, sondern wahrscheinlich um finnische Verbrecher handelte. Man verspricht, sie bestrafen zu wollen, sobald die russischen Truppen ihrer habhaft werden sollten. Die bürgerliche Presie ist mit der, Haltung der finnischen Regierung unzufrieden, indem sie ihr Schwäche in der karelischen Frage vorwirft.

Sonnabend, 11. Februar

Hornung

1922

Die autzerdeutsche Politik ist weiter gekennzeichnet durch den englisch-französischen Gegen- s a tz, der sich in dieser Woche in verschiedenen Reden «iWUcher Staatsmänner und einer Note der französi­schen Regierung kennzeichnet. Frankreich, das von ie- drr der geplanten Konferenz von Genua skeptisch oeaen über stand, verlangt deren Aufschub um drei Monate, was eine Verlängerung des Zustandes des Unacwisien in Bezug auf die allgemeine Wirtschaftslage EurovaS bedeutet. Auch die Frage der deutschen Kriegsentscha-

Gegen die Anzeigensteuer.

I» den nächsten Tagen wird sich der 11. Ausschuß des Reichstages erneut mit der Frage der A n; e i g en^ steuer der Zeitungen beschäftigen. Aus diesem Amaß schreibt derBerl. Lokalanz.": Die gesamte deutsche Prelle fordert die Beseitigung dieser Steuer au» hem Umsadsteucrgcseh. Anzeigen sind kein Luxus, I "ordern oft die einzige Duelle, aus der die Zeitungen die ungeheueren, unabweisbaren Aufwendungen, noch not­dürftig bestreiten können. Es ist ein Unding einem Gewerbe geg-nüber. dessen Not von allen amtlichen und mcktamllichen Stellen anerkannt ist. eine derartige Son- derbestenerung aufrechtzuerbalten. Das ist um so toem# erc« zu rechtfertigen, als weder Großindustrie noch Groß- ha.ü>el einer derartigen Ausnahmcsteuer unterliegt. Die deutschen Verleger wollen gern die Steuerlasten wie allo I übrigen deutschen Bürger tragen, aber gegen eine b e - sondere Strafsteuer, anders kann man bie An- I zeigensteuer nicht nennen, müssen sie sich zur Wehr setzen. Wird mm endlich die ReichSregierung die Zusage, I der Presse zu Hilfe zu kommen, welche sie zuletzt durch den Mund des Vizekanzlers Bauer verkünden ließ, durch eine Tat einlösenSckwn bat eine große Zahl deutscher Bettungen infolge dieser hohen Sonderbesteuerung ihr IErscheinen einstellen müssen. Wenn die Regre- I ima Wert darauf legt, daß der übrig gebliebene Teil zum I Wohle der deutschen Volkswirtschaft noch weiter in seiner I Selbständigkeit erhalten bleiben soll, dann ist es jetzt die I höchste Zeit, zu handeln. Nicht schöne Worte bewahren die deutsche Presse vor dem Zusammenbruch, sondern

Räie-R Umland.

Aentzeruuze» Radeks.

Paris. 9. Febr. Radek hat dem Sonderbe­richterstatter desMatin" in Berlin eine Unter­redung gewährt. Er sagte u. a.: Wenn wir ge­nügend Hilfe erlangen, können wir uns wieder er-

suMe nach einem Anknüpfungspunkt, um das junge Mädchen in ein Gespräch zu ziehen. Nun, wo et seine ihm so lästige Beschützerrolle bald zu Ende ge- spielt haben würde, tat ihm Henrika plötzlich leid. Er fand jedoch keinen anderen Gesprächsstoff mit ihr alr allerdings d-n nah-l cg nden über Hans Gröning, und darauf reagierte Henrika ganz und gar nicht. Es blieb also wieder wie immer bir jetzt bei dem Ja!" undNein!"

Auf der Eisenbahnfahrt von Hamburg nach Berlin waren sie beide zufällig allein in ihrem Abteil erster Masse. Fred hatte sich auf dem Hauptbahnhof mit einer Menge von Zeitungen versorgt und vertiefte sich, in die neuesten Börsen- und Sportnachrichten. Nun erwachte wiederum der Ehef des Hauses Telarue in ihm. Lange g v.ug war er sich als Globetrotter vorgekommen. Diese Reise hatte ja eine Erh lang für ihn'sein sollen. Vollkommen losgelöst von allem, war ihn sonst umgab, hatte er dies fein wollen nicht einmal sanen Diener hatte ei mitgenommen, lieber I alles Geschäftliche hatte er sich von Haust nur in grefjen Zügen berichten lassen. Au? die Angestellten ir. seinem Berliner Hauptkontor konnte er sich ruhig verlassen sie [tonoen in bet Mehrzahl schon feit I vielen Jahren in Lohn und Brot der alten yirma.

Fred war so in Die Börsenkurse verliest, » er sein Gegenüber im Abteil total vergessen hatte. Als er seine Zeitung umwendete und dabei zufällig auf» schaute, bemerkte er, daß Henrika dy Santos schlief. Sie hatte sich fest in Die rotsamtne Tivandecke ge­schmiegt. irfotu ,-ng wlqt.)

jeweilig läuft."

Der Einsender trifft durchaus das SfrdWge, wenn tr E'"'akeit und eine feste Staatsgewalt als bie bauwr 'ordernisse anspricht. Aber b-side sehlen jeut*. Stott Einigkeit hoben wir Partei- und Klass-n- lerffüftung, und die Staatsgewalt steht mehr aus dem Papier, alS sie in Wirklichkeit vorhanden. Sie hat Mb zwar tn Bezug auf den Ausstand der Eistnhahn- deamten schließlich durchgesetzt, aber in erer ?i".e. »eil der AuSstand weder bei allen Beam'-m noch >'i Per Arbeiterschast Widerhall gefunden und r-m so tot laufen mußte. Die Regierung hat nur Starke voroe- iäutcht. Von ständigen Vertechw'm des Gedankens der mittleren Linie. deS Komvrr>'"iNes, d^s Entgcaentom- menS un» Sickunterwersens wird niemand ftatlhone Entschlüsse und Taten erwarten, und deS Reichskanz­lers ungewöhnlich scharfe Sprache im Reichstag mutet, weil au» diesem Munde nie gehört, beinahe imgkanb- haft an. Dr. Wirth wird es sich nickt haben träumen lassen von links als ,Obersckarsmacker" bezeichnet zu werden. Von dem ferneren Verhalten der R-gierun« wird eS zum guten Teil abhängen, ob dieser erste deutsche Beamtenausstand auch der letzte gewesen sein

Bälle mihnadten. Also aus Wie"er eben in BeAin oder hoffentlich noch früher bei unS in Lübeck."

Vielen Dank. Ich werde im Herbst in Lübeck! gestbästlich zu tun haben.

Also daun bestimmt aus Wredersehen bet uns. Wenn der Herbst schön und trocken ist. dann fpie'e>- mit Tennis unser Tennisplatz ist jetzt erstklassig", fogte Irmgard und gab Fred wie einem guten Kamera- den die Hand.

Mit einer Unmutsfalte aus der Stirn kehrte er zu Henrika an den Tisch zurück.

Wenn sie nicht gewr>'"> wäre, hätte er sich ohne Frage heute den Löhnstädts arg sch'os en. Er mockte Irmgard gut leiden und wußte, daß seine Mittler im stillen hoffte, daß er sich um da? blonde, hübsche »rb sehr reiche Mädchen bewerten würde. Er f lber hatte zu dieser wichtigen Lebensfrage noch nicht Stellung genommen. Irmgard gefel ihm ohne Zwsisel s hr. rb aber genügend, um sein Leben mit dem ihren zu ver­ketten, darüber war er sich denn doch nicht voll­kommen fiar geworden.

Gedankenvoll blickte et vor sich hin. als er mtt- schaute, sah n Henrika dy Santos Augen aus sich

(Nachdruck verbotm.)

Verkannt.

Roman von Hedda von Schmid.

5. Fortsetzung.

___Bringen Sie Ihre Schutzbefohlene doch zu uns herüber Fred", bat Irmgard.

Er erhob abwehrend dir Hände:

Um GotteSwillen. nein ich b'tte Sie, Irmgard, küssen wir Henrika dy Santos ruhig drüben. Ich vermag mit der Braut meines Frenndes aus Kanada leider keine Ehre einzulegen. Ja nein unb noch­mals ja und nein, viel mehr ist aus ihr mcht heraus- zubekommen." . . , .

.Me hat doch solch wundervolle, lebendige und dabei schwermütige Augen", bemerke Jrmgad.Ihre Schweigsamkeit ist natürlich nur Schüchternheit

Wundervolle Augen", wiederholte Fred erstaunt. Das ist mir doch noch gar nicht ausgefallen. Sir blickt einen allerdings nie gerade an. sondern schielt bloß unter halbgeschlossenen Augenlidern."

, Pfui, Fred, Sie sind recht unliebenswürdig ans die arme Henrika dy Santos zu sprechen", sagte Jrn- gardMich aber hat sie eben angesehen: ihre Augen haben im Ausdruck etwas so surchtbar Trauriges. Das ernte Ding! Gewiß hat sie Heimweh. Es ist auch vielleicht besser. Sie stellen sie uns nicht vor, es würde sie nur noch mehr einschüchtern."

Wie wgllen auch nur im Fluge ein buchen speisen, wir haben eine Verabredung mit unseren V rwaadten", sagte die Frau Konsul.Schabe, daß sie schon heute wettet müssen, wir hätten sonst den Tag hier zusammen

dem das frühe Tiner erledigt war. mit ihr in einem I Auto. Es ging hinmts nach Stellingen. .

Unterwegs erzählte er ihr von drin riesigen Zier* I Darf. Sie machte fragende erstaunte Augen, ganz wie ein Kind.

Ei., großer Menschenstrom jhtfeie in Stellingen durch die Gänge, in denen man sich so leicht ver­irren konnte. Der blaue Sonnet-Himmel spannte sich I strahlend über das lebendige Bild. Die Klange bei" Militärmusik zogen in breiten W'llen dahin. Da­zwischen vcrrahm man das Dumpfe Gebrüll d r Raub­tiere, das Kreischen irgend eines fr mbar ig*n Vooe'S

Henrika hatte in Kan-wa so manches Zier, des Waldes in der Nähe gefeheti, hn Walde war sie ja selbe, an igeln achfen. Ihr ersch'enen di- gesanzeueii Tiere hier "viel bertrauter als die fremden Menschen im fremden Lande.

Fred bemerkte zum erstenmal, daß Henrika beinahe lebhaft wurde. Sie redete die Wärter der Tiere an, I "ragte nach diesem und jenem und preßte chre kleine, braune Hand um die Stäbe eines Gitt-rs, hinter dem aus einem der künstlichen Felsen ein großer Adler unbeweglich toi» aus Stein gemeißelt saß.

Fred bemerkte, daß eine dicke Träne über ihre Wange hinabrollte.

j Hastig wischte sie das verräterische Naß mit dem I Handrücken sott.

Haben Sie Heimweh, Henrika? fragte Fred ln;e I und trat einen Schritt näher an sie heran.

I Sie schüttelte mit abgewandtem Gesicht mit dem

verbringen können."

Verbindlichsten Tank, gnädigste Frau", beeilt

Fred sich, zu erwidern. . ,

Man plm-dctte noch ein W-ilchen, dann brache!

heben. Wir werden dann zu arbeiten beginnen und uns bereichern können. Radek nannte chie Be­hauptung, Sowjetrußland sei an Deutschland ge­bunden, eine Legende. Wenn Deutschland mit Ruß­land dazu verurteilt werde, zu sterben, so sei es klar, daß vor dem Untergänge die 150 Millionen Russen und die 60 Millionen Deutschen eine ver­zweifelte Anstrengung unternehmen würden. Ma« könne Rußland nicht wie einen zum Tode Derur- teilten behandeln. Was den Versailler Friedens, vertrag anlange, so glaube kein ernster Polit ker mehr daran, daß man sich an ihn halten könne. Ra­dek verneinte, daß zwischen Deutschland und Ruß­land politische Abkommen getroffen worden seien. Was Genua anbetreffe, so erklärte er, Rußland gehe mit Freuden dorthin, weil es damit wieder seinen Platz unter den Großmächten einnehme. In Genua mußten sich Rußland und Frankreich ver-

biftuna, die vermutlich tn Genua trotz Frankreichs Widerstreben angeschnitten worden wäre, harrt nocv der Lösung. Der neue Außenminister Dr. Statut* nau wird hier seinen Befähigungsnachweis zu et« bringen und zu beweisen haben, daß der falsche bis­herige Kurs, alle Außenpolittk nach tnnervolitiscken Gesicktrpunkten zu orientieren unb kleine und kleinste Erfolge und günstige Momente dick zu unterstreichen und so die Gegner aufmerksam zu machen, aufgegeben ist. Freilich wird da mancher vor allzu großen Hoff­nungen warnen.

Löhnstädts aus.

Grüften Sie Ihre liebe Mutter vielmals", sagte die Frau"Konsul, als Fred ihr die Hand küßte.Im Laufe der Witttersaison kommen wir ja nach Berlin, F._____nj-rta besticken und ein paar

Paris, 9 Febr. Wie dieContinental News" mittcilt habe Poincare dem rheinifchkn SonDer- büttdler Dr. Dorten durch die französische Militäc- stelle Mainz ben Wunsch nach einer Unterredung über tnttleln lassen, weit er den Eindruck gewonnen hab-, daß die Propaganda im Rheinland nicht immer mit den französischen Wünschen zu vereinbaren sei und daß er

'' Nach mehr als einwöchiger Dauer ist der von der «eichsgewerkschaft deutscker Eifenbahnbeamten hervor.

fette Ausstand abgebrochen worden. Was ist er- «icht? Die schon vor Ausrufung des Ausstandes ein= «leiteten Verhandlungen über die Regelung der Ge- batt^stage gehen weiter, der erste Entwurf eines Ar- i pcitszeitgesetzes wird nicht zurückgezogen. wie unber^ ygter Weife gefordert wurde (denn e n Entwurf ist , eben nut ein Entwurf und noch kein Gesetzf. dte Rührer des Ausstandes und Agitatoren scheu Ihrer Bestrafung entgegen, die deutsche Volkswirtschaft ist ym Milliarden geschädigt, die VoNsgesamthett ist neuen Entbehrungen und Leiden ausgesetzt, die Stim­mung der Bevölkerung gegenüber dem Eisenbahn- verfoual ist durch den Ausstand beträchtlich in Mit- ttidenschast gezogen worden, was nicht Wunder nehmen kann. Verallgemeinerung freilich wäre unbe­rechtigt. Wie man tn ernsthaft zu bewertenden Krei­sen über die Lage denkt, gebt aus folgender Ew> Vor­schlag zur Güte' überschriebener Znschttft an die Schriftleitung Hervor: .Alle Bewegungen im Staate, die von einzelnen Stauden, Gruppen ufw. au-gehen, muffen im Interesse des Ganzen unterdrückt werden wenn sie nicht die Sympathien des größeren Vo ckst-i s für sich Haben. Hierher gehören vor allen Tinnen Busstände, besonders in lebens- ober sta-ttsnotwendi- nen Betrieben. Früher mußte jeder sick ein ober mehrere Jahre dem Staate zur Verfügung stellen zu besten Sicherheit. Wenn Ausstände, besonders wilde, wfort unterdrückt werden könnten, würden bei weitem die meisten überhaupt nicht ausbrechen. Wie früher beim Militär, müßte heute ein feder Deuttche ausge­bildet werden, wenn auch nur notdürftig, in mehreren Betrieben, immer vorweg in den lebensnotwendigen. Ebenso müßten Einrichtungen getroffen werben da» jeder schon im Voraus wüßte, wann und wo er eiuzu- springen hätte. Wenn heute behauptet wird, eS giuoe dem Einzelnen schlecht, fo halte ick bas bei weitem in de» meisten Fallen für unwahr. Sckleckr gebt cs nur den logen, verschämten Armen, Rentnern und alten BrbcttSunfäbigen. Anderseits müßte alle Begehr'ick- keit unterdrückt werden können, bis alle sick bewußt werden, wir sind ein armes, besiegtes Voll unb können nicht so leben, wie wir möchten, bis wir uns ans den Fesseln befreit Haben, und dazu gehört Einig­keit untereinander, vor allen Dingen Staatsge­walt, ganz einerlei, in welcher Richtung die Karre

gerichtet.

Hat : das Mädchen Augen im Kopf! Fred oegrifi auf einmal nicht, wie ihm das während der ganzen Reise nicht ausgefallen war. Groß, dunkelgran. ,ast schwarz traten diese Augen, allerhand Verborgenes, RötsAhasies schien in ihnen zu schlummern.. Märchen liefe Cphiuxaugen hatte Henrika dy Santos...

Zum erstenmal empfand Fred etwas wie Sumpalyic Kops. . ,,

und halbes Mitleid mit der kindlichen Braut feinesSehnen Sic sich nach Kanada zurück?" forschte er Freundes. Er sah nach der Uhr; cs war noch sehr ireiter.

L Zeit bis zum Zuge Was sollte er bis oahin -ftNein - wozu Es wucde mir l° -nch nichts Henrika anfangen? Sie hier in der ihr fremden helfen, ftlbst wenn ich s hat.e. Eine flucht gc Rote Stadt in ihrem Hotelzimmer sitzen zu lasten, war bis I huschte bei ihren Wor.en urer ihr vlasfes Ges ch . öor kurzem noch seine feste Absicht genesen. Nun I Fred fragte nichts mehr, ^n seinen Augen besau ersckien ^ihm dies Plötzlich herzlos. Irmgard Löhn- Henrika dy Sanws Plötzlich ettvas Gemeinsames mit städls Anteilnahme an Henrika hatte dieftn Umschwung diesen Geschöpfen h-erim groß m Park, die scheinbar in ihr- bewirkt, sagte er sich. Er scagte Henrika in Freiheit, doch in Gei-rngewchast schmachteten.

W«n, « röte £ »!.E- w«». mir ja doch -ich.- »elf.»..W- to*

einem Kinde, eine Uebesaschung bieten, un» faß, nach*!los hatten diese Watte Henrikas gcLung-n.... Fred

i 3Eo6en-liM6M.

m AuSstand Die Außenpolitik. Die Kabinetts- krise in Italien.

L i.

pfsilfeuLOiilsrs fiafiee-CtUnz

ls größte 'taffe ift noch zu hlfiin- doch mnh

Pfeiffer AOilkr darinnen trink

tuns hat das Reichsschatzministerium abgeben müf-1 sen, es habe den wesentlichsten Teil der ihm un er­stellten Provinzialverwaltungen auflöfen nmsfen. Die übrige Verwaltung: Beteiligung des Reichs an industriellen Unternehmungen, die lächerlich «einen Nebenbetriebe in Forst- und Landwirtschaft, be­stehend aus vier Oberförstereien und acht Remonte- depots rechtfertigen auch keine besondere Behörde. Nach alledem fei ein Weiterbestehen des Reichs- ichatzministeriums n i ch t mehr gerechtfertigt. Reichs­schatzminister Bauer betonte, daß selbstverständ­lich die Reichsregierung das größte Bestreben habe, dort zu sparen, wo es nur irgendwie möglich fei. Aber die Herren des Reichsrats stünden den Dingen des Reichsfchatzministeriums sehr fern. Wenn man das Reichsschatzministerium beseitige, fo seien dam.t noch nicht Ausgaben beseitigt, und eine Umformung in der Verwaltung, namentlich, wenn sie in einer fo kurzen Zeit vorgenommen werden müße, wie es der Reichsrat fordere, bedeute keine Erfparnis, sondern eine Schädigung des Arbeitsergebnisies, die Kopenhagen, 10. Febr.Berlingske Ti- dem Reich wieder viel Geld kosten könne. Wenn I melbet aus Helsingfors: Die Karelier muß- man immer wieder darauf weife, daß heute der Be- fen je^f aJi($ noch den letzten Stützpunkt in Mittel- amtenstab des Reichs wefentlich größer fei, als vor dem Krieg, so müsse man doch bedenken, daß gerade die riesige Katastrophe des Krieges und noch mehr des Friedensschlusses, die Liquidationen all der hieraus sich ergebenden Verpflichtungen, ein gewal­tiges Arbeitsfeld geschaffen habe, das mit dem ber Zeit vor dem Krieg nicht verglichen werden könnte. Abg. Dr. C r e m e i (D. Vp.) schlug vor, eine her­vorragende . Verwaltungskraft damit zu beauftra­gen, in freier Vollmacht einen Plan aufzustellen, der zu einer gründlichen Vereinheitlichung der

elsaß-lothringischen und französischen Katholikcu em Band ber Versöhnung und der späteren Freundschaft zu knüpfen. Tr. Torten hatte später auch Lesprechuii. gen mit leitenden Beamten des Auswärt g n Amts

, . unb verschiedenen Abgeordneten. Man nimmt an,

noch auf ein l albes Ja:,r zu bewilligen, für voll.g Dorten seinen künftigen Wohnsitz in Bonn oder ungangbar. In einer so kurzen Zeit fei eine Um-. nehmen wird.

organisation nicht zu bewältigen. Staatssekretär Walter vom Reichsschatzministerium legte den Standpunkt der Regierung dar, wonach das Reichs- chatzminifterium auch über den 1. Oktober 1922 bin- aus fee fr eben bleiben müsse. Abg. Schultz- Bromberg (Dnatl.): Das Reichsschatzministerium st 1919 gegründet worden hauptsächlich zur Ver­waltung der Liegenfchaf en der Heeres- und der Marineverwaltung. Diesen Teil feiner Verwal-

Dle siebenmonattge Tätigkeit des bisyerigen itolieni- scken Kabinetts hat weder in außen- noch in inner- politischer Beziehung Fehler von entscheidender Be­deutung auszuweisen gehabt. Man kann allerdings auch nicht das Gegenteil behaupten und v»n großcn Erfolgen sprechen. Das Aktivum, das In der Taktik Bonomis enthalten war, ist in der Haupisacke nur in dem Willen zu suchen, t* Europa eine Kompromiß stlmmung zu schassen und namentlich die Pott.» Italiens von dem Pariser Schlepptau zu löse«. Wa« den jetzigen Rücktritt hervorgerufen Bat, ist weder auf Ursachen der äußeren noch der inneren Politik zuriick* zusühten, sondern aus einen Fattor, der ganz plötz ich durch da» Ableben de« Papste« entstanden ist. Bonomi, der N« auf die breite «oalttion der So­zialisten, Klerikalen, Liberalen und Demokraten stützen konnte mußte Hal« über Kopf sein Ministeramt mr- derlegen da fast über Rockt au» der bisherigen Oppo­sition die ausschließlich auS der äußersten Reckten bestand, ein unüberwindlicher Gegner hervorgin«. Mit einem Mal waren sie alle mit Ausnahme der Klerikalen gegen den Ministerpräsidenten, der aus die­sen Tattacken kurzerhand die allein möglichen Folge­rungen zog und bei der letten Sammersitzung den Rücktritt des gesamten Kabinett« toerfilnbere. Wie war da» gekommen? Dir Trauerglocken in St. Peter hatten mit ihrem Geläute bet den Klerikalen die größ­ten Hoffnungen erweckt. Man glaubte den Zeitpnntt gekommen, wo man die .römische Frage- ohne großes Aussehen zu erregen, lösen könnte. Tie Versöhnung, die zwischen Vatikan und Quirinal unter dem Ponti­fikat Benedikt« XV. recht bedeutende Fortschritte ge­macht hatte, sollte endgültig zustande kommen. Di« Popolart, die stärkste geschlossen« Grupp« der Re- gierungsloaUtion, gingen daher anS Werk, und btt ihr ansehörenden Minister gingen in ihren R'den bei den offiziellen BelleidSkimdgebungen anläßlich de» Hinscheiden« des Heiligen Vaters viel weiter, alS man e« bet den übrigen Parteien erwartet hätte. Man ist nun In Rom bemühl, einen Nachfolger für den ois- herigen ersten Minister zu frühen unb stehl sich da vor einer äußerst hetflen Lag«, da der Mann, der Italien b-i der Lösung bet kommenden bochwicktioen Fragen vertreten soll, nickt der erst« beste sein kann. Die ------ .

Krisenzeit »erträgt nickt als beranttocrtltoe Männer j>em Glanfecn verschließen Knne, haß em

ernte. Me sick eM wieder einarb-iten müssen und h« ' Mann au die Spitze einer Propaganöa-

So wird man denn vermuUich Bonomi wiederum mit Stunde toahrenden Unterredung macht« Tott.n ve der Kabinettsbildung beauftragen. stimmt« Vorfchlfge für die zukünftig einznleitende Pro-

__#_ pgaaida und äußerte besonders seine Unzufriedeahr-: mir der Leitung der biSfrergen Propaganda, dir bisher

9« »6m ta MÄiWÄi-W.

Berlin, 9. Febr. Der Hauptaus;chuß des I Konflikte heraufbcfchweren haben. Pom-

Reichstags fetzte die Beratungen über den Haus- Eiawickelte den Plan, ^vifchen den rheiniickcn, halt des Reichsfchatzministeriums fort. Als Bericht- - ......'

erftatter betonte Abg. S t ü ck l e n (Soz.) d".e Not­wendigkeit, das Schatzm-nist-rmm ab zubauen.

Er erklärte jedoch den Weg, den der k.u<, >rat vor- gefchlagcn habe, das gange Schatzminifterium nur