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Anzeiger für (6as früher kurhessische) Oberhessen
Die Not des besetzten Gebietes
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Ministerium hat auch mit jenen Kriegsorganisa-1 schaftsministerien der Länder ein Seitenstück hat.
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; rung hat dem Landtag den Voranschlag für das f Jahr 1922 zugehen lassen, und die Reich-regierung läßt den Voranschlag, den sie für das kommende Finanzjahr aufgestellt hat, zur Zeit durch den Keichsrat beraten. Eine Flut von Papiermilliarten hat sich über das Papier ergossen, auf dem die posten für die einzelnen Ministerien verzeichnet sind. Im Neichshaushalt sind allein für die Befriedigung der gegnerischen Entschädigungsansprüche 135 Milliarden einges 'tzt. Der Gesamt- Fehlbetrag, der keine Deckung in den Steuern findet, beläuft sich auf annähernd 18 2 Milliarden gegenüber einem Betrag von 152 Milliarden in dem jetzt-ablaufenden Finanzjahr. Die preußi-
Kommunlsiische AusstandsogUatlon. Wie bet „SoL* 9In.3.* bcrtrfitct, Wurden in den letzten Toacn im Ricke» rcSier protze Mengen eines fommuntfitfditn bla«es verbreitet, in dem die Arbeitericbast ansgeior» bett Wirb, zugunsten der Im Lirdienburger Kefüngnis uniergebrachteu Gefangenen in den Aügemeilumsliand zu treten.
Arbeitsgebiete schafft, nur um seine Existenzberech- tigung damit zu stützen. So hat es neuerdings eine eigene Forstverivaltung geschaffen, weil die Truppenübungsplätze, die sich noch in seiner Hut befinden, teilweise mit Wald bewachsen sind. Diese Forstabteilung erfordert natürlich vom Oberforst-, meister herab einen ganzen Stab von Beamten, die zur Beaufsichtigung ihres Reviers fortgesetzt in Deutschland unterwegs sind, während durch den Vrrwaltungsapparat des betreffenden Landes die Arbeit sehr wohl nebenbei geleistet werden könnte. Auch eine landwirtschaftliche Abteilung hat sich das Schatzministerium zugelegt, weil es nodj einige Remontedspots von der früheren Heeresverwaltung her in Verwaltung hat. Auch hier könnten die in Frage kommenden Länder die Arbeit sehr wohl übernehme:».
Ob bei dem Rsichsernährungsmini- st e r i u m die Voraussetzungen ebenso liegen, erscheint etwas zweifelhaft. Allerdings läßt sich nicht verkennen, daß auch das Reickssrnährungsministe- rium bis zu einem gewissen Grade einen Verwal- tungvapparat aufrecht erhält, der in den Landwirt-
Di t »rtaftrt H immi AmMW.
** Berlin, 23. Jan. Die preußische Regie-
Es sind meist dieielben Fragen, die wie dort gelöst werden. Als b.-sondere Aufgabe hat das Reichsernährungsminifterium nur noch die
ung des Verlaillcr Friedensvertrages, preußische Regierung
,fet ne Machtmittel
Sie WdlWMMeu in MMvW.
Sozialistische Mehrheit von 2 Sitzen.
B r a u n sch w e i g, 23. Jan. Bei den gestriger Wahlen zur braunschweigischen Landesverfamm lung wurden nach den nichtamtlichen Zählungen laut „Br. Landesztg." abgegeben:
Landeswahlverband 100 718 Stimmen, Demokraten 28 373 .Mehrheitssozialisten 52 406, Unabhängige 74 499 und Kommunisten 10 230. Danach erhalten der Landeswahlverband 23 Sitze, die Demokraten 6, die Mehrheitssozialisten 12, die Unabhängigen 17 und die Kommunisten 2 Sitze, so daß sich eine sozialdcm--*ra'ifche Mehrheit von zwei Sitzen ergibt. Bisher im Landtage eine sozialistische Mehrheit von 32 geg müder 28 bürgerlichen Stimmen.
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zur Abwehr dieser Vertragsverletzung, deutsche Schule gerichtete Vorstoß der Mission hat nicht nur im Saarlande, sondern im ganzen Deutschland die größte Erregung ausgelöst. Tatsächlich hat bei einigen Stellen der Regierungskommissien die Absicht bestanden, den französischen Unter- richt zwangsweise einzusührcn. lRufe: Unerhört!) Um die Presse gefügig zu machen, würden deutschgesinnte Bewohner dauernd mit Landesverweisung bedroht. Der Völkerbundsrat hat leider unter Nichtachtung der Wünsche der Bevölkerung die Regiernnas- kommission bestätigt. Die Saarbevölkerung wird sich aber dadurch nicht entmutigen lassen in der Abwehr der Bestrebungen, aus dem Saaraebiet eine französische Kolonie zu machen. Die preußische Staais- rogierung kann dieser Bevölkerung zurusen: Volk und Regierung in Preußen sehnen die Stunde der Wiedervereinigung herbei und bewahren euch Treue um Treue.
Abg. Metzinger (Z.) begründet dann die große Anfrage deS Zentrums, die sich gegen die zwangsweise Einsübrung der Frankenlöhnung int Taargebiet wendet.
Abg. Bachem (D.-natl.) begründet die großen Anfragen seiner Freunde. Tie eine wendet sich gegen
MM Der M« als fioIoniW dk§ Bis.
Zum Gtchächtnis bei 24. Januars.
Mebr als je müssen wir heute, wo das große Friedensmerk Friedrichs II. uns durch den Machtsvruch der Fetnde entrissen wurde, am 210. Geburtstag des großen Preußen» kSnigs seines SiedlungswerkeS gedenken, zumal der von ibm eingeschlagene Weg der inneren Kolonisation noch heute vorbildlich ist.
Während dem König die Eroberung Schlesiens erst in jahrelangem schwerem Kampfe gelang, fiet ihm West- vroußen und der Netzedistrikt in der ersten Teilung Polens, daS sich damals infolge der Günststnaswirtschast tat einem Zustande wildester Anarchie befand, ohne Schwertstreich zu. Nachdem im September 1772. dieses für die Geschichte Osteuropas btdeutungsvollen Jahres, Friedrich der Große von dem ihm zugesallenen polnischen Staatsteil Besitz ergriffen hatte, fand zunächst eine allgemeine Landesaufnahme statt. Im Avril 1773 war dieses Werk vollendet. Die Komntlssare zogen von Ort zu Ort und mußten über die Wtrtschastsverhältnisse genaues Protokoll ausnehmen, kür das ihnen ein Formular mit 50 Haupt- und 130 Untcrfragen vorgeschrieben Itwr. Jeden Tag mußte direkt an den König berichtet werden, wie weit man vorgeschritten - war und was man besonderes zu melden hatte. V<el Gutes war es nicht, was zu berichten war. Die leibeigenen polnischen Jandleutc und die durch die ungestraste Willkür des zügellos herrschenden polnischen Wels ihrer Privilegien beraubten poionisierten deutschen Kolonisten lebten stumpfsinnig dahin. Das einst blühende Bromberg, das Tau- sende von gewcrbesteißigen Einwohnern gezählt hatte, war zu einem elenden Fischerdorf herabgesunken: in Kulm bestanden manche Straßen nur noch aus Ruinen. Wie hier war es überall: ein massives Gebäude war selbst in einer Stadt eine Ausnahme. Die Landeskultur war dementsprechend. Friedrich der Große schrieb, als er zum ersten Male den Mtzedistritt bereiste, an seinen Bruder, er habe nichts anderes als Sand, Tannen und Heidekraut gefunden.
Man muß sich diese Zustände in ihrer ganzen Kraßheit vergegenwärtigen, um voll zu ermessen, was die Hohenzollern für die Ostmark getan haben. und was ihre Bewohner, Deutsche sowohl Polen, ihnen verdanken. Friedrich der Große gab dem entrechteten Bolle vor allem das ihm geraubte Gut der persönlichen Fr.ibeit und den Anspruch auf Menschenwürde wieder, er gab ihnen die unschätzbare Wohltat einer unparteiischen Rechtspflege und geordneten Verwaltung, er sandte ihnen ferner als Kulturvioniere 187 Volksschullebrer, die das für die damalige Zeit hohe Gehalt von 60 Talern jährlich nebst Gartenbesitzung bekamen, llnermüdlich zog er so deutsche Kolonisten heran, um dem darniederliegenden Lande aufzuhelstn. Die Verwaltung der neuen Provinz würbe nicht dem umständlichen Kammerregiment, ion- bent ihm selbst unmittelbar unterstellt. Er ordnete an, wie die Landwirtschast zu fördern sei. Zur Veredlung der Schaf- und Pferdezucht ließ er Böcke ans Spanien und Pferde aus dem Tessanischen einsühren. Samenarten ließ er auS allen Himmelsrichtungen kommen, um dem Getreidebau auszul>elfen und daS für die Ostmark Beste miSzupvobieren. Schon einige Jahre nach der Uebernahmc WeftpreußenS konnte Friedrich der Große mit betätigtem Stolz an Voltaire schreiben: „Ich habe die Sklaverei abgeschasst, barbarische Menschen reformiert, vernünftige cn Gang gebracht, einen- Kanal eröffnet, der die Weichsel mit bet Elb- verbindet, Stäote ausgedaut, die seit der Pest 1709 zerstört gewesen, zwanzig Meilen Moräste trocken gelegt und eine Polizei eingtiübrt, die diesem Lande selbst dem Namen nach unbekannt war."
Man siebt allo, das, das Werk Friedrichs des Großen hier im Frieden eine Provinz erobert, deutsche Kultur den stavischen Einwohnern gebracht und aus dem Lande erst das gemacht hat, was es heute ist.
Der neuen polnischen Republik bleibt es Vorbehalten, daS Kulturwerk des großen Hohenzollernkönigs wieder zu zerstören und das Land durch die Einführung polnischer Wirtschaflsverbältnisse wieder dahin zu bringen.
die schon von MinisterpräsLenten zurückgewiesene Fälschung der Abteste an den Präsidenten der sranzösstchen Republik. Die zweite Anfrage verlangt Maßnahmen der Regierung dagegen, daß die deutsche Bevölkerung des SaorgebieteS bis zur Abstimmung militärisch, politisch unb kulturell in ihrem Deutschtum unterdrückt und wirtschaftlich überfremdet wird.
Abg. Suö lSoz.): Die Sozialdemokratie wird ebenso wie die Unabhängigen im Saargebiet dem von der französischen Schweriwdustrie subventionierten Annerionis- muS mit aller Kraft entgegenwirken. Da? u r d e u t s ch e Saatgebiet muß wieder zu Deutschland kommen. Das sei sogar die Meinung der meisten Kommunisten des Saargebiets, die von der französischen Annexionspeo- paganda des kommunistischen Parteifekretärs Waltz nicht? wissen wollten.
?Ibg. Eich bosf (D. Bvt.) verweist auf die Ausführungen einer englischen Parlamentariers, der offen zugebe, daß die Franzosen im Saargebiet den Friedensvertrag verletzten, besonders durch die zwangsweiie Durchsetzung der Frankenwährung. Die Frankenwäbruna führe tatsächlich zu den schwersten wirtschaftlichen Schädigungen weiter Volkskreise im Saargebiet. Frankreich wolle offenbar auf diese Weise größere Schickten der Bevölkerung zur Ucberfiebtung nach dem unbesetzten Deutschland nötigen und so di: Französisierung de? SaargebieteS erleichtern.
Abg. Jansen (Dem.) stimmt den in den Anträgen enthaltenen Forderungen zu und begrüßt die Worte der kräftigen Abwehr, die der Ministerpräsident gegen die französische Kewaltherrsckaft gesunden hat. Die französisch beeinflußte Regierungskommisfion mache es durch die verschiedenen dokumentarisch nachgewiesenen Vertragsverletzungen dem deutschen Volke außerordentlich schwer, sich aus den Gedanken der Vertragserfüllung einziistrllen. .
Abg. Otter (U.) wendet sich scharf gegen die Re- gierungSkommission.
ES folgt die gemeinsame Beratung von neun Anträgen und Großaistragen, die sich mit den durch die
Besetzung bet RheinlandeS verursachten Schäden befassen. .
Innenminister Severing berichtet über die Maß nabm-n, die die preußische Regierung gemeinsam mit der Reichsregierung unternommen habe, um die Last-n der Besatzung möglichst zu mildern. Gegen die Aufrecht- ephaltung der Besetzung Düsseldorfs fei wiederholt Ver- Wahrung eingelegt worden. Die preußische Regierung und die Reicksregierung stehen gemeinsam auf dem Standpunkt, daß sich die weitere Besetzung der rheinischen Brückenköpfe nickt rechtfertigen läßt. Das Auftreten der Besatzungsarmee ist mit dem Geiste des Rheinlands- abkoinmens unvereinbar. Beschwerden der Bevölkerung gegen llebetgriffe des Militärs sind meist erfolglos oder schädlaen den Beschwerdeführer. Der Minister betont zum Schluß unter lebhaftem Beifall, die feparatistifcke Propaganda gegen Preußen und das Reich werde im besetzten Rheinland keinen Anklang bei der Bevölkerung finden.
Kultusminister Dr. Boelitz beantwortet dann mehrere große Anfragen, die sich gegen Maßnahmen Nr Rheinlandskommission wenden. Diese will für den im besetzten Gebiet erteilten Unterricht einen Unter- suckungsauMuß einsetzen, der gegen die Lehrer vorgehen soll, die ans dem unbefetzten Deutschland stammen und nach der Behauptung der Rheinlandkommission in ihrem Unterricht gegen den Geist der Völkervetsöhnung verstoßen. Der Minister erllärt dazu, diese Maßnahme der Rheinlandkommission sei ein mit dem Friedensvertrag und dem Rheinlandabkommen unvereinbarer E i n 0 r i f f in die preußische Schulverwaltung.
Abg. Schmidt (Z.) unb Abg. Bachem lT.-natl.) begründen dann verschiedene Anträge und Anfragen.
Um 6 Uhr wird die Weiterberatung auf Dienstag mittag 12 Uhr vertagt.
MWA Md Wit im LmdW.
91. Sitzung vom 23. Januar.
Zur Beratung stehen die Anfragen, die sich auf Beschwerden der Bewohner des SaargebietS beziehen.
Ministerpräsident Braun leitet die Beratung durch eine längere Rede ein. in der er aussührt: Die fremde MilitSrbefatzung im linksrheinischen Gebiet wird für die betroffene Bevölkerung fast unerträglich, wenn sie in willkürlicher Auslegung deS Versailler Vertrages zu Vergewaltigungen und Neinlichen Quälereien führt, wie sie sich vornehmlich in den von Franzosen besetzten Gebietsteilen leider immer wieder ergeben müssen. Die Besatzungsbehörden haben die moralische Legitimation verwirkt, vom Deutschland die Erzsthung im Geiste der Bölkerversöhnung zu verlangen. (Lebhafte Zu- fttmmung.) Nach einer Veröffentlichung Tardieus bat Elömenceau auf der Pariser Friedenskonferenz behauptet, daß 150 000 im Saargebiet lebende Franzosenfreunde in einer Eingabe an Poincare den Anschluß an Frankreich verlangt haben. Demgegenüber muß mit aller Bestimmtheit festgestellt werden, daß es im Saargebiet mit feiner kerndeutschen Bevölkerung
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Marburg
Dienstag, den 24.3anuat
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auch einen irgendwie ins Gewicht fallenden Bruchtest jener angeblichen 150 000 Franzo'ensreunde weder damals gegeben bat noch heute gibt. (Lebhafte Zustimmung.) Der Ministerpräsident gebt dann im einzelnen auf das Verhalten der Regierungskommisfion im Saar- gebiet ein. Das diktatorische Auftreten dieser Kommission bedeute die völlige Unterdrückung M Willens der Bevölkerung und die Ausfchaltimg eines jeden Mitbestimmungsrechts. Alle Dolkskreise de« Saargebiets hätten deshalb einmütig in einer Abordnung an den Völkerbund die Abberufung der Regierungskommisfion verlangt. Eine vernichtendere Kritik al« diese Miß- trauenskundgebung gegen die Reglern naskomMission fei wohl kaum denkbar. Tie Regierungskommifsion, die mit der Sicherung des Wohl's der ihr anvertrauten Bevölkerung beauftragt ist, sieht ihre Aufgabe nur in ber Unterstützung der wirtschaftlichen und politischen Ziele F ra n k r e i ch s. Die meisten Mitglieder der Verwaltung beherrschen nicht mal die deutsche Landessprache. Die Einführung der Franken Währung wirb gefordert. Die französische Verwaltung b-t Saargruben hat dazu besonders beigetragen. Die Verordnung der Regierungskommifsion, daß Beamtengehälter unO die Post in Franken gezahlt werven, ist eine glatte Verletz.
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flnietaenDieie beträgt für die 9 qe(p. Zeile ober deren Raum 60 Pfg. für ben Milli- m, er, imHl», unb auswärtige 80 Pfg. «obere Spaltenbreiten neg «» SereÄiran« Spät einlaufenbe ober den Kaum über */, Sette einnehmend« «n- jeiaen finb wir berechtigt, na» der Tertipaltenbreite tu setzen unb zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir Die Col.-Zeile mit 6.00 Alk. äeber Rabatt gilt als Barrabatt. Bet Äustunft durch bie (fteSrtjäftsfteUe unb Vermittlung bet Angebote 1 Mk. Sonbetgebübt.
Denk daran!
Deutschlands unterirdisches Steinkohlenlager betrug bis zum Versailler Eewattfrieden etwa 400 Milliarden Tonnens davon enthielt Oberschlesien rtwa 166 Milliarden Tonnen Steinkohle. In den Friedensbedingungen wurde festgesetzt, daß durch Volksabstimmung der Verbleib Obcrschlesiens ent- fchicden werden solle. Oberschlesien ist seit 700 Fahren deutsch, seine Bevölkerung entschied sich „it einer Mehrheit von 62 % aller Stimmen für Deutschland, 1 r o.tz d e m entschied der Völkerbund, haß der wertvollste Teil des Industriegebietes mit ten Kohftn und Zinkgruben Polen zugefproryen wurde. An Oberschlesiens Kohlengruben hing die zanze Industrie des östlichen Deutschlands, die jetzt । ihre Kohlengrundlags verliert.
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Zwangsbewirtschaftung eines Teils der deutsche Getreideernte. Es wird von Preußen verlangt, da auch dieses Neichsministerium seine Selbständigkeit verliert und mit dem noch verbliebenen Rest seiner besonderen Aufgaben dem Reichswirtschaftsministe- rium angegliedert wird. Indessen kann man n cht verkennen, dah das Reichsernähr ngsministerium doch eine besondere Eristenzberechtigung hat, da wir eine einheitliche Ernährungswirtschaft im Deutschen Reiche durchführen müifen und dafür ein besonderer Apparat notwendig ist. Dem Reichsschatzminifte- rium aber wird man ein sehr baldiges Ende wünschen müssen. Es ist unbedingt notwendig, daß auch der Neichshaushalt auf größte Sparsamkeit aufgc- baut wird, und nach dem parteipolitischen Bedürfnis, das für die Verteilung von Min'sterposten besteht, wird man die Zahl der Reichsämter nicht bemesien dürfen.
Moskau, 21. Jan. Der Moskauer Sowjet da! für den 21. bis 23. Januar Neuwahlen anbe- raumt
yte „Dberbeifiltbe Zeitun ' ertoeint lerbsmnl wöchentlich. — Bezugspreis monatlich odneZufteUung 8.50 Mk. durch die Po» 9.50 Mk. Rin ausfallende Nummern infolge Streits ober elementarer ffteigntiie kein Eriatz. — Verlag von Dr. L. Hitzerotd. — Druck der llntv^Buchbruckerei von Job. Aua. Koch, Markt 21 23 — Fernsprecher 55, Poktfch.eckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
sch en Etatsziffern sind demgegenüber verhüftnis- mätzig bescheiden. Niemand wird verkennen, daß die ungeheuren Ziffern des Reichshaushatts Deutschland gewisierrnahen durch die Verbündeten in die Feder diktiert sind. Denn nachdem Dr. Nirth im Mai vorigen Jahres den Zahlungsplan für eine Gesamtverpflichtung von über drei Goldmilliarden im Jahre übernommen bat, muß er jetzt auch dafür sorgen, daß die Zahlen des Neichs- yaushaltes den übernommenen Verpfl'cktungen entsprechen. Man kann in diesem Jahre bei dem Anblick des grauenvollen Reichsdefizits wenigstens einen Schimmer von Hoffnung hegen, daß die Entschädigung-schuld doch nicht in ihrer vollen Höhe eingetrieben wird. Aber selbst wenn wir diese Riesenziffer streichen, bleibt doch noch Raum für _ bie Frage, ob die Milliardenflut, die über den s' Reichshaushalt ausgegosien ist, sich nicht doch etwas eindämmen ließe.
Im Großen und Ganzen wird die Finanznot schon zu einer Einschränkung führen. Es ist mit Recht daraufhingewiesen worden, daß ein städtischer Haushalt, der heute auf den zehnfachen Betrag des Friedenshaushalts angeschwollen ist, tatsächlich eine Einschränkung um mindestens die Hälfte bedeutet. Die Städte wie die Länder sind derartig in Geldnöten, daß sie schon aus diesem Grunde zusehen müsien, wie sie sich nach der Decke strecken. Auch Preußen hat sich alle Mühe gegeben, seinen diesjährigen Haushalt auszugleichen, ^imb man wird nicht daran zu zweifeln brauchen, daß der neue preußische Finanzminister mit dem Rotstift die nötigen Abstriche, wo es eben ging, vorgenommen hat. Auch Preußen muß ja heute sehen, wie es in der Hauptsache mit dem Steueranteil, der ihm vom Reich zugewiesen wird, aus- kommen kann. Aber dieser harte und ftremw Lehrmeister der Rot sitzt int Reichskabinett nicht mit am Beratungstisch, wenn die Haushaltsbediirfnisie geprüft und in den Haushalt eingesetzt werden. Der Reichsrat hat deshalb diesmal einen energischen Vorstoß unternommen. Er galt zunächst dem R e i ch s s ch a tz m i n i st e r i u m, das nur noch für ein halbes Etatsjahr bewilligt worden ist. Die Reichsregierung hat durch ihren Vertreter gegen diese Streichung Verwahrung einlegm lassen. Man wird also zunächst abwarten müsien, welche Gründe die Reichsregierung zugunsten des Reichsschatzministeriums vorbringt. Nach allem, was man weiß, sind diese Gründe nicht stichhaltig. Das Reichsschatzministerium hat tatsächlich seine .Aufgaben fast restlos erfüllt, und was noch zu tun bleibt, kann ebensogut durch eine Nebenabteilung des Reichsfinanzministeriums erledigt werden. Heeresbestände, die zu verwalten wären, sind nicht wehr vorhanden, die Neichswerke sind zum greb'en Teil umgestellt, und deshalb mutet das Re'chs- Hchatzministerium tatsächlich wie einer jener Reste ;kt Kriegswirtschaft an, die ihren Apparat krampfhaft «wfrecht erhielten, obgleich die Maschinerie zu ___ Toor Gfrt c
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