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1922

».18

Die Soiierano |8r krm.

Erstes Blatt

bete verrichtet.

standen.

sich« Abhängigkeit voll anerkennen.

Rene Spende für die deutsche« Kinder.

Hughes hat

ersehen sein.

Wie dieDeutsche Allg. Ztg." hört, fand gestern

Versicherungen betreffend der

Die deutsche Presse ist voll von Erörterungen der englisch-französischen Spannung: sie beschäftigt sich nebenbei mit dem Problem der Zahlungen an die Ver­bündeten und darüber hinausgebend mit dem Steuer­

programm der Regierung und Valutafragen, von denen dieses Steuerprogramm letzten Endes abhängt; viel mehr abhängt als von der Vewilligungslust der Volksvertreter. Die Nürnberger hingen keinen, sie hätten ihn denn, sagt ein altes deutsches Sprichwort, und der Steuerzahler kann keine Steuern bezahlen, er . hätte die Einnahmen denn. Wenn wir aber von dem innerdeutschen Haushalt absehen. der, wie man uns

und vorgeschlagenen Steuern wirklich etngehen und wenn nicht eine wettere Geldentwertung erfolgt, fv fragt es sich immer noch, ob wir imstande fein werden, unter den gegenwärttgen Wirtschaftsumständen auch nur einen Pfennig für das Konto Wiedergutmachung zu leisten. Es handelt sich um die Frage der deutschen Zahlungsbilanz. Zur Zeit ist, wie Rathenau in Cannes vor dem Obersten Rate erneut feststellte, die deutsche Zahlungsbilanz, ungerechnet unsere Zahlun­gen aus der Entschädigungsverpflichtung, um zwei Milliarden passiv. Unser« nationalen Einnahmen im Handelsverkehr über die Grenzen sind kleiner als unsere Ausgaben. Deutschland kaust auf dem Welt­markt nicht in bar, sondern aus Kredit. Wir kaufen aber deswegen auf Kredit, weil wir schon längst erfüllt haben. Die Entwertung unserer Mark, die drohende Wirt'chastskatastrophe ist nicht etwa eine Folge der im Mat eingeletteten Ersüllungspolitik, son- dern eine Folge des Verlustes unserer gesamten auswärtigen Anlagen. Unsere im Auslande angelegten Kapitalien, unsere Schiffe, unsere Rechte, unsere Guthabest, unsere Kolonien und nicht zuletzt unsere Handelsverträge hatten wir schon verloren als der Friedensvertrag unterzeichnet wurde und wenn man denn schon heute von der Waffe der Erfüllung spricht, so sollte man diese Tatsachen in den Vorder­grund stellen und nicht die recht unbedeutenden Zahlungen, die wir letzt geleistet haben und denen wir vorzugsweise den Währungszusammenbruch ver­danken. Weil wir aber unser im Auslande angelegtes Volksvermögen verloren haben, das allein schon in den Vereinigten Staaten aus etwa ein« Milliarde Golddollars zu veranschlagen ist, und nicht auf den mit allerlei Mantpulattonen errechneten Wert von 400 Millionen Dollars, welchen die

Tebats", die Legende von der Jsolierungspolitik habe ach verflüchtigt. Der neue Ministerpräsident habe sich

amerikanische Regierung angibt, deswegen ist die zur Zeit von der englischen Regierung bedauerte Lage ent«

Rede vor der Versammlung von Geschäftsleuten der City, daß die Arbeitslosigkeit in noch nicht dagewesenem Maß« fortdauerr. Sie kost« dem Staate im gegenwärtigen Augenblick unmittelbar etwa zwei Millionen Pfund in der Woche und mittelbar unbe- rechenbare weiter« Zahlen von Millionen. Der wahre Grund der herrschenden Erwerbslosigkeit und des Niederganges deS internationalen Handels Englands ei, daß andere Nationen nicht in der Lage seien, unter Bedingungen zu kaufen, unter denen England ver- kcnlsen könne und umgekehrt. Der industrielle und wirtschast.iche Zusammenbruch Deutschlands habe verhängnisvolle Folgen zeitigen müssen. Vor dem Kriege sei Deutschlartd der beste Kund« und der größte Lieferant Rußlands, Italiens, Oesterreichs und einer inuctüEm|iveu vuuöyuil

Anzahl kleiner«« Staaten auf dem Kontinent und der gI($u6ttt matben will, unter Umständen zum Ausgleich zweitgrößte Kunde und Lieferant Großbritanniens ge» ge6racOt werden kann, wenn alle die eingeführten wesen. Ter industielle und finanzielle Zusammenbruch ------------ "

Deutschlands müßte daher die ernstesten Folgen nach sich ziehen. Unglücklicherweise sei dir Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaues der Hungernden Eu­ropas fast die letzte Sorge der Staatsmänner und Diplomaten in Versailles gewesen, di« sich mehr damit I beschäftigten, die Weltkarte neu zu zeichnen und in großem Maße imaginäre Entschädigungen sestzusetzen. Auf den Waffenstillstand und den Friedensvertrag, die den Frieden für die erschöpfte Welt hätten sichern müssen, sei unmittelbar der neue Tarifkrieg gefolgt, in dem Frankreich, Manien und Italien und die Teile des früheren Oesterreichs und Rußlands sowie Südslawien sich eifrig mit der Errichtung von Tarif- mauern sich b-schäftigien. Die wilden Schwankungen der Wechselkurse feien nur Symplome und Folgen, nicht die Ursache der wirtschaftlichen Unordnung. Jeder wirkliche wirtschaftliche Wiederaufbau sei unmöglich, bevor nicht die Fragen der Entschädigungen und der iuterallierten Schulden endgültig geregelt seien. Seit der Unterzeichnung des Versailler Vertrages hätten nicht weniger als zehn europäische Konferenzen über die Entschädigungssrage staitgestn^en, die vor kurzem in dem Fiasko von Cannes kulminierte. Jede der Konferenzen sei damit beschäftigt gewesen, das Werk der vorigen Konferenz abzuändecn oder un­gültig zu machen. Gewißheit und Endgültigkeit werde mau nicht erhalten, wenn man nicht ein für alle Mal im Lichte der Tatsachen die unmöglichen Bestimmungen des Versailler Friedens­vertrages abändere. (Beifall.) Es sei keine Frage der Milde gegen Deutschland, sondern eine Frage des eigenen Interesses für ein« Anzahl von Staaten, die den Wohlstand Euwpas nur neu schaffen könnten, wenn sie ihre gegenseitige wirtschaft-

R 0 m, 20. Jan. (6 Uhr 15 Min. nachmittags.) fflgn o6 & das französische Volk vorziehe, in dieser Das Befinden des Papstes ist unverändert ernst.' ' «.

Das Fieber bewegte sich um 38,5 Grad. Ein schlech­tes Anzeichen ist die Schnelligkeit der Atmung, die sich auf 54 Atemzüge in der Minute beläuft. E besteht die Gefahr, datz der Kranke einen Erstick- tmgsanfall erleidet. Er erhielt in die Brustgegend Kampfereinspritzungen. Der Papst, dessen Geist völlig klar ist, spricht trotz des Verbots der Aerzte mit den am Krankenbett Weilenden. Er erkennt

statt, in der gleichfalls vornehmlich die Steuerfra­gen erörtert wurden. Auch der gemeinsame Steuer­ausschuh der beiden sozialistischen Parteien und der Freien Gewerkschaften setzte gestern seine vertrau­lichen Besprechungen fort. Die Beratungen wurden aber abgebrochen und auf längere Zeit vertagt.

den Ernst seines Zustandes vollkommen und bittet die Kardinäle, für ihn zu beten. In allen Kir­chen der Stadt Rom ist das Allerheiligste ausge­stellt.

Nachdem der Papst die Wegzehrung erhalten hatte, hatte er eine etwa zwanzig Minuten dauernde Besprechung mit dem Kardinalstaatssek­retär, wobebfonst-Niemand zugegen war. Kardinal Gaspari ist päpstlicher Kämmerling. Man schließt daraus, daß der Papst ihm seinen letzten Willen Mitteilen wollte.

Von Dr. W. v. K r t e s.

Am 8. März sollen sich to Genua etwa 1000 Dele­gierte ans aller Herren Länder zur Beratung der Wirt­schaftslage der Welt versammeln. 45 Staaten werden dabei beteiligt sein, aber nur zwei Staaten werden de« Verhandlungsgegenstand abgeben, nämlich Deutschland und Rußland, obwohl auch sie gleichberechtigt vertreten sei« werden. Ueber daS Programm der Konserenz wird in der Presie geschrie­ben, den Hauptverhandlungsgegenstand werden, viel­leicht, die deutschen Wiedergutmachungsleistungen und die russischen Vorkriegsschulden abgeben. Aber nur die großen Linien, die allgemeinen Umttsse stehe« einigermaßen fest. Diese ergeben sich aus der Weltlage.

Paris, 20. Jan. lieber das gestrige Auftreten 2»incares in der Kammer schreibt dasJournal des

«valittonserwetterung in Bayer«. Blättermelbun- gen auS München zufolge ergab die intersrattionelle Besprechung der SoalitionSsührer des bayrischen Land­tags die Vereinbarung, datz alle drei Regierungspar­teien, die Bayrifche Volkspartei, Demokraten und Bauernbund, sich grundsätzlich mit der Koalittonser- weiterung durch Wiederaufnahme der Mittelpartei (Deurfchnattonale Volksvartei und Deutsch« Volls­partet) einverstanden «mären.

Die Achse Europa»«. ' ---"V" T !

London, 20. Jan. Chamberlain trat in einer Rede für die Koalitton ein. Er sagte, Großbri­tannien habe sich erneut als die Achse bewiesen, um die sich Europa drehe. Die Stabilität Großbritanniens sei die größte Hoffnung Europas. Lloyd George habe beute in Großbtttannien den größten Einfluß, und er wende diesen Einfluß für den Frieden Europas an. Die erste Aufgabe der Koalitton sei, die Garantien aufrecht zu erhalten und hauptsächlich Frankreich zu Helsen, das daS grötzte Opfer und der größte Held des letzten KttegeS gewesen sei. Großbritannien müsie seine alte Freundschaft mit Japan auftecht erhalten und mit allen zur Verfügung stehenden Mit­teln engere Beziehungen mit den Vereinigten Staaten anftreben. Der Friede Europas sei noch nicht gesichert; die Welt sei noch tief erschüttert. Chamberlain griff die Arbeiterpartei an, indem er erklärte sie kämpfe ge­gen die Grundlagen der sozialen Ordnung, greife die Autorität des Parlaments an, sei für dirette Aktion eingetreien und werde das auch in Zukunft tun. Cham­berlain sagte: .Wir wollen keine russische Führung unserer Einrichtungen.'

Europa.

Indessen muß sedes politische Unternehmen irgend- wie wirtschaftlich begründet sein, wen« es auf die Dauer Erfolg haben soll. Frankreich hält die wirt­schaftliche Begründung seiner Ansprüche nur möglich bei entsprechenden militärischen Ga-antten. Der sran- zösische Soldat ist der Wirtschastspionicr Frank­reichs. Er versorgt die Industrie mit Aufträgen, er garantiert dem stanzösisckcn Rentner seine Zinsen, et ist der Inbegriff der französischen Macht. In England ist es der K a u s m a n n. Er bestimmt die Politik, et beurteilt die Verwendbarkeit dieser oder jener Me­thode. et entscheidet schließlich über Krieg und Frieden und die Anwendung von Waffengewalt. Der Eng­länder handelt aber dabei nach dem ökonomischen Prinzip, nach dem geringsten Aufwand von Mitteln zur Erzielung eines bestimmtes Zwecke?, er will eine .pax britannica' zur Sicherstellung möglichst umfassen­der kaufmännischer Erfolge. In diesem Gegensätze ist der Meinungsstreit zwischen England und Franfteich beschlossen, der auf der Konferenz in Genna zu« Austrag gebracht werden soll. Es ist eine Weltwirt» schaftSkonierenz, und sie ist deshalb notwendig de« französischen Interessen nicht entsprechend. Ob sie da­her mit der gegenwärtig angegebenen Zielsetzung zu­stande kommen wird, ob sie eine Konferenz werden wird zur Wiederherstellung des bisher fehlenden Wirt» schastsfriedens, steht dahin. Frankreich wird unzweifel­haft seine gesammelte Macht in die Wagschale de» Wirtschaftskrieges werfen. Rur wenn der französische Soldat auch fernerhin der Hüter des französischen Ka­pitalismus bleibt, der in seinem Wesen von dem eng­lischen Kapitalismus durchaus verschieden ist, nur dann siebt die stanzöstsche Politik ihre Pläne und Ab­sichten gefordert und gesichett. Wird dieser Plan vor­her geftört oder später auf der Konferenz unmöglich ge­macht, dann müssen wir Deutsche uns auf recht ernst­hafte Komplikationen gefaßt machen. Wir können I dies« Gefahr nur verringern, wenn wir, so schwer eS

DieObeihesfislde 3ettun' ' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugsvreis monatlich »-««"Zustellung 8.50 Mk. durch die Poft 9.50 Mk. Für ausfallend« Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Erjag. Verlag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ^Buchdruckerei von Jod. Aua. Koch, Markt 21 23 Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Rr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

schen Volkes zum Ausdruck gebrachten guten Willen sehr hoch ein. Wir versichern Sie .herzlichst unserer gleiche« Gefühl«.* .

Diese Lage wird verschärft durch die Fordern«- gen Frankreichs, die im Wesentlichen in der Forde­rung der Zahlung von Penswnen und viel weniger in dem Wiederaufbau Nordfrankreichs begründet liegen. Diese Forderungen sind jedoch in erster Linie politi­scher Natur. Als Poincare im Jahre 1914 Präsident wurde, da hieß es: »Poinear^, das ist der Krieg/ Auch heute bedeutet seine ministerielle Thronbesteigung den Beginn einer .starken' Politik gegenüber Deutschland, einer Politik, die abzielt auf die Zer­trümmerung Deutschlands und der sogenannten .Wie­derherstellung' Rußlands. Es ist der letzte Versuch zur Wiedergewinnung der ftanzöstschen Hegemonie in

Marburg

Sounabeud, des 2L Sanuat

Wartung.

AlliÄ für Miidenmi der MM« Mroges.

London, 20. Jan. «squith erklärte in einer

Bas Ao der Wirooimede Mmi;

Französische Pressestimmen.

beim Reichspräsidenten eine Besprechung mit den

Die Japaner verzichteten aus ihre Ansprüche auf I -ü$rexn der Sozialdemokratie unter Hinzuziehung

SaTtT^ü Pachtgebietes von^^Reichskanzler» und de- Reichsfinanzminister-

Der Anzeigenpreis beträgt für die 9 \ Meter, amtliche und auswärtige 80 V, Deresnung. Spät einlaufende oder " t* , ,

feigen lind wir berechtigt, »ach der T^tipaltenbr.it. zu und zu berechnen Sogen. Reklamen berechnen wir die Col.-Ze,le mit 6.00 Mk. 2«d«r Rabatt gttt als Bairabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Ange­bote 1 Mk. Sondergebüdr.

Die Einladung nach Genua.

Berlin, 20. Jan. Wie dasBerl. Tagebl." erfährt, nahm die deutsche Regierung in einem Creiben an den italienischen Botschafter in Berlin,.

Frassati, die Einladung nach Genua mit dem Be- D(1S VteUerpt00leM.

merken an, daß es die Namen der deutschen Der-1 Berlin, 21. Jan. Die gestrige interfraktio- heter sobald wie möglich mitteilen werde. nelle Sitzung zwischen Zentrum und Sozialdemo-

Jn parlamentarischen Kreisen spricht man da-1 fiatfe zur Beratung der Steuerangelegenheiten hat von, datz der Reichskanzler mit Rathenau selbst einen Weg zur Verständigung nicht ergeben. Vor nach Genua fahren und als Begleiter einen bekann-1 aQem konnte eine Einigung über die Frage der ten Berliner Publizisten mit sich nehmen würden, inneren Anleihe, die für die Sctzialdemokratie ge- Wie der Berliner Korrespondent desPetit Pari- wiffermatzen die Grundlage der Verhandlungen bil- sien" zu berichten weih, soll dazu Georg B e r n -1 ^et, nicht erzielt werden. Die Verhandlungen sol- Hard, der Chefredakteur derVosi. Ztg." aus- jen heute fortgesetzt werden.

gesandt: »Ich

Denk daran!

Deutschlands Verluste «I Kohlen. ,2 -»-«ellno«.- °l- I-d.

Die Kohle ist dasBlut der Industrie. Im länger. Er habe nicht erklärt, er werde Deutschland Hahrs 1919 förderte Deutschland 190 Millionen am Kragen fassen und habe nicht die Jahresllassen auf- Tonnen Steinkohle. Davon förderten: Oberschlesien I imifen, ohne Prahlerei und ohne Nervosität habe er 43? Mill To Saargebiet 13 Mill. To., Elsaß- Las Recht verlangt, über die Befolgung öet von den Lothringen 3,8 Mill. To., zusammen 60 Mill. To. ^rbündeten unb von Deutschland unterzeichneten, m: Diese 60 Millionen Tonnen Kohlen gehen uns Parlanxnt angenommenen und tatifaierten Vertrage nahezu ganz verloren. Ein Drittel unserer " wachem (nMctoire": Dar

Friedenserzeugung'. Außerdem muffen rott von Ministerium Poinca.e hat gut begonnen. Den Deutschen unserer verringerten Nachkriegserzeugung monat- &ra(jjt£ zuerst zur Erinnerung, daß der Friedens- lich 2,2 Millionen Tonnen laut Kohlendiktat von wrlrag non Versailles kein Fetzen Papier sein werde tzpaa ausliefern. Deutschland und einige unterer Verbündeten, die fiA

von der Propaganda aus Berlin und Moskau haben übertölpeln lassen, mögen sich nicht täuschen: Mit AuS- CiAfhan nähme unserer Bolschewisten und derer, die mit dem

A/Cl HAM IUI VltlUtn. Bolschewismus spielen, steht augenblicklich ganzFrank

Erteilung der Sterbesakramente. reich hinter Poincare, wie es während des

«... 20. San. *».

int Befinden des Papstes wurde Profeffor Bignamt I dte Entschädigungen erreichen? Dieser Präsident £eute früh 5 Uhr eilig herbeigerufen. Die Aerzte fc^ne im u,>berschwang nationalistischen Enthusiasmus setzten einen Krankheitsbericht auf, in dem es heitzt: praktischen Notwendigkeiten aus der Berechnung aus-

Seine Heiligkeit ist seit vier Tagen an Bron- zuschalten. Poincare erscheine zu Roß , mit seinem hitis im Zusammenhang mit Grippe erkrankt. En Gesetzbuch von ?ersmttes urw ruft dw ganze ßestern abend wurde festgestellt, datz sich die Ent- I g^nicht der Kapitän der Völker, er Hal«

«ndung auf den rechten Lungenflügel ausbrettete fl((frfcjngg bie grv6e Ehre, Chef der französischen Die Nacht wurde schlaflos verbracht. Heute früh s^n. Sei das genug, um den Mächten

betrug die Temperatur 38 Grad, der Puls 102, K,r Politik von Versailles aufzuzwingen,

die Atmung 58. Um %8 Uhr erhielt der Papst die die gleichen Mächte der Ansicht seien, daß dies« Sterbesakramente, die ihm Monsignore Politik ihren Lebensinteressen entgegenstehe? Alle Be- Zampini, der Vorsteher der päpstlichen Sakristei, drohungen seien in der Erklärung und rn « » «ich,-. DI- Ang--ig-n be. Papste- befinben M 'Swl- Ä

am K-an,enlase- m- bem bie

mente erteilt wurden, waren 18 Kardinale zugegen. ...

Das Befinden des Papstes verschlimmert« sich wei- Englisch« Preffefnmmen.

ter. Gegen 11 Uhr vormittags mutzte ihm Sauer- London, 20. Jan. Zu der gestrigen Red« Poincares ftoff zugeführt werden. In allen katholischen Schu- schreibt dieTimes", Poincare scheine den englisch- len und Wohltätigkeitsanstalten Roms werden Ee- >.inzösiichen Vertrag nicht zur Grundlage Jein« mter- t«n uno zuuijHuiiyuusuiiHui« I nationalen Politik benutzen zu wollen. Darüber müssen

" doch die Franzosen selbst entscheiden. Man könne nicht

Ärmliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg..

Anzeiger für (das früher kurheffischejOberhessen

unruhigen und gefährlichen Well nicht ans dem Boden eines engen Einvernehmens zu stehen. Der Pariser Berichterstatt« desDally Cwniele" schreibt, es fehle nicht an politischen Propheten, die bereits jetzt von einem baldigen Ableben des Kabinetts Poincare sprechen. Die zahlreichen politischen Feind« PomcareS in der Kammer beschäftigen sich bereits mit ei«« politischen Grabschrist, die nach ihrer Ansicht lauten müsse:Ge­wogen und zu leicht befunden."Daily Expreß" sagt, hinter Poincares Rede liege, wie klar ersichtlich sei, der Traum von einer bmternben französischen Wacht am Rhein und der Möglichkeit eines weiteren Ein­marsches nach Deutschland. Die Rede Poin- caröS s« n i ch t dazu angetan, die Besorgnisse in England unb in den Bereinigten Staaten wegen d« Richtung bet französischen Politik »u beheben. D« Teil fetter Rede, der am meisten Besorgnis verursache, sei bet. daß er von der Aufrechterbalmng der Zwangsmaßnahmen und wenn nötig, bet Auferlegung neuen Zwangsmaß­nahmen spreche. ImDaily Croniele" heißt es unter Bezugnahme auf die Bebauvtung PoinearöS, daß man bekngt sei, zu erklären, daß der Termin für btt Räumung be« linken Rheinufers noch nicht begonnen habe, dies sei eint Ansicht, die Großbritannien auch nicht fkft

_ r ... , einen Augenblick annehmen könne, am allerwenigsten

Bern 20 Jan. Der Papst hat dem schweize-1 'Ngesichts der loyalen Haltung, die die Berliner Regierung tischen deutschen Hilfskomitee für notleidende ^nüb-r ton ^^rftag^eze.«t habe, seitdem »rutsche Kinder durch Kardinalsekretär Gaspari tn Dr. Werth <tn ihre. Spitze getreten sei. tinem sehr warmherzigen Schreiben seine Anerken-1 *

r itg ausgesprochen und gleick^eitig mitgeteilt, datz Hughes an PofttrarL.

u neuerdings dem Nuntius in München die Parts, 20. Jan. Staatssekretär L'-.tme von 200 000 Lire für die deutsche Kinder- an Poincare folgendes Telegramm

_ D-i,tlchland überweise- lieft bin gerührt über die freundschaftlichen

jUlsorge tn Deutschland uverwetse.. lieg. | cX6re? Telegramms vom 16. Januar

Konferenz von Wasbington. Wir sehen mit Genug­tuung Ihrer Beteiligung an den Bemühungen ent­gegen, die darauf hinzielen, den Interessen des Frie­dens zu dienen, und wir schätzen den von Ihnen im Namen der französischen Regierung und deS ftanzöst-