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Ur. 16
M wir M für die FMOljglk.
Berlin, 18. Jan. Durch Beschluß deS Botschafterrate» war die deutsche Regierung verpflichtet, die Kosten für die Unterbringung der interalliierten UrberwachungSkommissionen in Deutschland zu tragen und außerdem gewisse Zulagen zu den Gehältern zu zahlen, während Ne eigentlichen Gehälter und Löhnungen der Kommissionsmitgliedei bisher von deren Regierungen bezahlt wurden. Der „Boss. Ztg" zufolge wurde nun dieser Tage eine weitere Entscheidung des Botschafterrates getroffen, die auchnoch die Tragung der Kosten für dir Kommissionsmitglied.-r Deutschland auferlegt, und zwar rückwirkend für die gesamte Zeit der Tätigkeit der einzelnen Mit- glieder. Rach dem augenblicklichen Stand unserer Valuta würde dies für etwa 1200 Kommissionsmit- gl.irder die runde Summe von zwei Drittel Milliarden Papiermark ausmachen.
Ae StrWhmgtn im MM fit towättigts
Berlin, 18. Jan. Im auswärtigen Ausschuß des Reichstages berichtete zunächst Dr. R a t h e - n au als Kommissar der Regierung ausführlich über seinen Londoner und Pariser Aufenthalt und über die Verhandlungen in Cannes. Die Ausnhrungen waren vertraulich. Nachdem außer dem Reichskanzler noch Dr. Helfferi ch gesprochen hatte, nahm nachmittags zunächst S t i n n e s (5). Vpt.) das Wort, worauf Dr. Rathenau in aus- nhrlicher Rede entgegnete. Auch der Reichskanzler war nachmittags wieder anwesend, sprach jedoch nicht und verließ die Sitzung nach Anhörung der Ausführungen Dr. B r e i t s ch e i d t s (IT. 6.). Ferner sprachen Eothein (Dem.), Dr. Heim lBayr. Vpt.) und abermals Dr. H e l f f e r i ch (Dnat.). Den Schluß bildeten weitere Darlegungen Dr. Rathenau s. Die Verhandlungen werden bei Gelegenheit der Erörterung über die bevorstehend« Konferenz in Genua im auswärtigen Ausschuß demnächst weiter fortgeführt.
Räte-Rrchland.
Rückzug der karelischen Truppen.
Kopenhagen, 18. Jan. Wie aus Helfing- fors telegraphiert wird, haben die bolschewistischen Truppen in Karelien neue bedeutende Fortschritte zu verzeichnen. Sie haben Repola, Lusma, Tulli- vaare und andere Ortschaften von den Kareliern Iurückerobert, die stch gegen die finnische Grenze zurückzogen. Die finnische Regierung hat die Grenzwachen verstärken lassen und Maßnahmen getroffen, um jede karelische Abteilung, die die Grenze überschreiten sollte, zu entwaffnen.
Sozialdemokratie und Steuerreform.
Berlin, 19. Jan. Die sozialdemokratische Reichstagsfrahion befaßte sich gestern mit der Steuer- frage. Der FraktionSvorffk-ende Hermann Müller erklärte. daß die in den Regierungsvorlagen vorgesehenen Vesitzstmern unzureichend seien. Ueber die Ans- fickffen für ein Steuerkompromiß, dem die Sozialdemokratie zustimmen könne, äußerte sich Müller skeptisch. Er wies jedoch auch auf die Gefahr hin, daß das Kab nett Wirch über die Steuerreform stürzen bönnte, was eint verhängnisvolle Ber- torprfit<>nnro unterer inneren iinh i'nt&prpn fu>« deuten würde.
Ergebnislose Verhandlungen über die Beamten- besoldung.
V e r l i n, 19. Jan. Den Blättern zufolge fand gestern eine Besprechung zwischen dem Finanz- v Mister Dr. Hermes und den Parteiführern über die Beamtenbesoldungsfrage statt. Ein endgültiges Ergebnis ist n'cht erzielt worden. Die Verhandlungen sollen fortgesetzt werden.
Poincares Programm.
Paris, 18. Jan. Die ministerielle Erklärung, die PoincarS morgen dem Ministerrat zur Genehmigung vorlegen wird, umfaßt zwei Teile. Der erste beschäftigt sich mit der Innen-, der zweite | Teil mit der Außenpolitik. Die Erklärung er-> wähnt zunächst lobend die Ansprachen, die Bourgeois und Peret bei ihrer Wiederwabl zum Präst- denten des Senats bszw. der Kammer gehalten haben. Die Regierung werde sich die darin ausgesprochenen Gedanken zu Nutzen machen bei der Aufgabe, die sie übernommen habe, und deren Schwierigkeiten sie sich nicht verhehle. Um diese Ausgabe zum guten Ende zu führen, rechne die Regierung darauf, daß ihr das Vertrauen des Parlaments nicht fehlen werde.
Bezüglich der auf der Tagesordnung stehenden besonderen Frage wegen der Konferenz von G e - nua ist das Kabinett der Ansicht, daß Frankreich von den Sowjets im voraus Sicherheiten fordern müsie. Was Deutschland betreffe, das feine Unter- fchrist unter den Vertrag von Versailles gelcht habe, so muffe es sich endlich entichl-eßen. seine Verpflichtungen zu halten und die Ruinen wieder aufzubauen, die es ausgehäuft habe.
Belgtfüh-cngllfrffcS imb fmu-SNsch-ttalientsÄeS Sonderabkonnnen.
Paris, 18. Jan. Der Havas-Verichtrstaller Ns „Echo de Paris" in Brüssel will wissen, daß sich das englisch-belgische Abkommen an das belgisch- französische Militärabkommen anlehne. Erfand verpflichtet sich, im Falle eines von Belgien nicht provozierten Angriffs Belgien mit allen Streitkräften zu Wasser, zu Lande und in der Luft zu Hilfe j- kommen.
Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, der erst kürzlich von einer akuten Nierenentzündung genesen war, bat einen Rückfall erlitten, der ihm vorläufig die Wahrnehmung seiner Ticnstgeschüfte außerhalb des Kran- ckenzimmcrs nicht gestaltet.
Die „DberbelFtlcbe Zeitun ' erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 8.50 Mk. bur» die Post 9.50 Ml. Mr ausfallende Nummern infolge Streits ooer elementarer Ereignisse kein Eriag. — Beilag von Dr. E. Hiperoth. — Druck der llniv^Buchdruckerei von Jod. Aug. Ko», Markt 21 23 — Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
Frirbensveriragsbestimmungen sreizu machen. Die Er- fchließung neuer Absatzgebiete sei notwendig. Ans diesem Grunde seien die ungebahnten Verhandlungen mit der Sotoictregienir.j zu begrüßen. Ruht auf die Swats- fcrnt Rußlands komme es an, sondern auf dm russischen Absatzmarkt, deshalb habe man auch der russischen Delegation in Berlin gern die nötigen Unterkunftsmöglich- keiteu geschasfen.
Von der Versammlung wurde darauf eine Erllärung angenommen, worin der Deutsche Industrie- und Handels- tag der gewaltsam von Deutschland losgerissenen Landes- teile, besonders Oberschlesiens, des Saargebietes und der besetzten Gebiete am Rhein gedenkt. Den ersten Vortrag hielt daraus das Präsidialmitgliü, Dr. Brandt über die Zukunft der Handelskammern.
Nach dem ,Lntransigeant" berichtet der Paris» Korrespondent der „Gazette del Popolo", Brumd habe in Cannes Bonotnt ein französisch-italienisches Svnder- abkommen angeboten, und Poincare habe bestossen, diese Initiative Briands weiter zu verfolgen. I» diesem Abkommen versprächen sich die beiden Völker geg-n.seitige Unterstützung im Falle eine- Angriffs ihrer Gegner. i
PotnearL der Krtegsstifter.
Parts, 18. Jan. Leon Blum veröffentlicht tat .Populaire' einen Aufsatz gegen Poincare, den Kriegshetzer und Kriegsstifter. Nach ihm hätten bereits die Schnaebele-Afföre 1886 sowie der Algeciras- und Agadir-Zwischenfall 1905 bzw. 1911 zum Kriege geführt, wenn Poincare Präsident der Republik oder Ministerpräsident gewesen wäre. „Mit Gewißheit', fährt Blum fort, „werden wir dazu kommen, die Frage der unmittelbaren und tatsächlichen Verantwortlichkeit für den Krieg zu erörtern. Daß Poincare jetzt am Ruder ist, wird unfehlbar die Wirkung haben, dieses Problem in die vorderste Reibe der öffentlichen Aussprache z« rücken. Inzwischen aber dürfen wir bei größter Mäßigung ein erstes Urteil der Welt als feststehend betrachten, daß Poincare irgendwie miwerantwort« lich ist.' __________________ >
I Parts, 18. Jan. Hava« veröffentlicht den Wort« I saut des Dekrets, durch das Marschall Pötain jmri I Gencralinspekteur der Armee ernannt wich.
Denk daran!
Die 14 Punkte Wilsons als Grundlage des Bor- friedensvertrages vom 5. 11. 1918.
Die Note des amerikanischen Staatssekretärs ansing vom 15. 11. 18:
„Die verbündeten Regierungen erklären mit den nachstehenden Beschränkungen ihre Bereitschaft, auf Grund der in der Kongreßbotschaft des Präsidenten vom 8. 1. 1918 ausgestellten Fric- densbedingungen und der in seinen späteren Ansprachen verkündeten Grundsätze einer Ausernan- dersetzung mit der Regierung Deutschlands Frieden ju schließen."
Die Einschränkungen bezogen sich auf die Freiheit der Meere und Entschädigung der Zivilbevölkerung.
Lansing im amerikanischen Senat im JiM 1919 auf die Frage, ob in Paris auf Grund der 14 Punkte verhandelt worden sei: „Nicht daß ich wußte!"
München, 19. Jan. In Anwcstuheit des Ministerpräsidenten Grafen Lerch en seid, des Regierungspräsidenten Dr. v. Kahr, des Geuera's Lu- den dorff und anderer hervorragender Persönlichkeiten sand gestern in der Universität München eine Gedächtnisfeier für die 1200 gefallenen Studenten Professoren und Beamten der Universität statt.
Ärmliche« Verkündrgungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberheffen
VsMer ZsWck- wrä HrrMM.
Eine Rede des Reichskanzlers.
Berlin. 18. Jan. Unter sehr starker Beteiligung traf beute der Deutsche Industrie- und HandriStag ■fit der Berliner Handelsbochkchule zur 42. Vollversammlung zusammen. Der Bvrntzcnde, der Präsident der Handelskammer Franz v. Mendelssohn, er- zffncte die Tagung mit kurzen BegrvßvngSwarten und erteilte bann dem Reichskanzler das Wort, der ausfübrte:
„SSr haben ein Jahr des Leidens und der Betrübnis hinter uns, ein Jahr, in dem. sich die Macht- volltik der Sieger uns gegenüber ausdrückte. Wir glauben nicht, daß das Jahr 1922 dem alten Jahre gleicht. Dir Welt beginnt die große Krise, bi» ben ganzen Erdball durchzieht, wirtschaftlich $u betrachten nnb ben großen Problemen wirtschaftlich näher zu kommen. Die großen wirtschaftlichen Probleme müssen gelöst werben durch verständnisvolle Verhandlungen. Der Gedanke der Konferenz muß in dem internationalen Verkehr die Völker durchdringen. Wir steheu jetzt zwifchen Tür und Angel. Aus Cannes soll jetzt Genua folgen. Es bedeutet einen großen Erfolg, daß erstmalig nach der Weltratastrophe sich die Rationen als gleichberechtigt versammeln wollen, um wirffchaftliche Dinge zu cr^ Örtern. Erstmalig ist auch btt deutsch? Regierung als gleichberechtigter Faktor eingeladen. Dem Jndustrtc- und Handelstag wünschen wir namens der Reichs- tfatttung vollen Erfolg. Wir banken, baß gerabe sie
Vertreter von Handel und Industrie bereitwilligst sagen: wir wollen der Regierung beiten. Unsere vornehmste Ausgabe ist die S t a a t § a u t o r i t ät tote» ber aufzu bauen, und wir hoffen,, baß bas Chaos vermieden wirb und daß wir schon die Autorität gc- tvtniten, die es uns erlaubt, die Arbeit mit dem Schutze tu begleiten, dessen fie bedarf. Ich begrüße besonders (Sie Vertreter ber besetzten Gebrete unb entbiete ein besonders herzliches Willkommen den Vertretern Oberschlesiens. Die Randgebiete, das Rheinland, die Pfalz und Oberschlesien find der Gegenstand unferer besonderen Sorge. Wir empftndcn b;e Sorgen des besetzten Gebietes besonders herzlich und tmdmen ihnen unsere besondere Sorgsalt. Eines retteten wir uns, unb das wollen wir mit allen materiellen und geistigen Kräften erhalten: die Einheft der Wirtschaft unb des deutschen Volkes. Wir sind überragt durch die Einheit von Handel und Industrie, die Einheit des deutschen Volkes für alle Zeiten gesichert zu haben. In i-'efem Anne entbiete ich Ihrer Tagung ein herzliches Glückauf.
Der preußische Handelsminister Siering, über- brachte die Glückwünsche der preußischen Staatsregrerung. In dem Ausmaß wie bei der letzten Tagung im Dezember 1920 bestehe das ungeheuere Elend in den wirtschaftlichen Verhältnissen nicht mehr, wenn diese Besserung «uch gegenwärtig noch nicht sehr wesentlich fei. Unmöglich sei ei, sich gegenwärtig von ben
Berlin, 19. Jan. In einer Rede, die Dr. h'el fferich anläßlich des Tages der Rcichsgrünbunsi im Raichsklub hielt, sagte er, daß er nur mit tiefer Trauer die Kaiserkrone über Deutschland nicht mehr sehe. Den Aufstieg brächten nicht die Mffsen. sondern ber Führer, der die Maifen lenke. Ein Begleich mit der Zeit vor einem Jahre zeige, daß wir uns in der Richtung auf eine Befestigung unserer VrhAnvffe vorwärts bewegen unb daß sich das flusch Gute in den Massen durchzusetzeu beginne. Dees lasse dir Hoffnung auf größere und bessere Zeiten Wiedererstehen.
Dresden, 19. Jan. Graf Westarp sprach gestern in einer Reich sgrundungsfeicr der Deulsch- Nationale»: Volkspartei nnb betonte, baß die Sozialdemokratie, die den detlischcn Jmperal-smus an die Feinde ausgeliefert habe, jetzt drauf und dran sei, auch den deutschen Kapitcksismus an den französischen englischer, und amerikanischen Jmperalismus auszu- liefern. Er sehe es als seine allererste Pflicht an, für den Monarchismus Propaganda zu machen. _ Tie Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung gegen die Auslieferung Deutscher an die Verbündeten an.
Hannover, 19. Jan. Die Deutsche Volks Partei veranstaltete gestern aus Anlaß der Wiederkehr deS 18. Januar eine Gedenkfeier in der großen Kuppelhalle der Stadthalle. G-neralfeldmarfchall v. Hindenburg, der an der Feier teilnahm, wurde bei seinem Erscheinen lebhaft begrüßt. In seiner Festrede streifte General v. Schoch aus Münchm bie beutsche Geschichte von der ältesten Zeit her und lobte Bismarcks Wirken um die Einheit in Deutschland. Die Annexion Hannovers von 1866 fei Ländergier nicht entsprungen, sondern eiserne Notwendigknt gewesen, um die getrennt liegenden Gebiete Preußens zu vereinigen. Als der Redner bann an die Taten des deutschen Heeres im Weltkriege erinnerte und dabei die Ereignisse von Tannenberg berührte, wurde Hindenburg Gegenstand lebhafter Huldigungen. Ter Redner schloß mit der Mahnung an das deutsche Volk, einig zu sein und den Wahlfpruch hochzuhalten, „Das ganze Teuffchland soll es sein".
Ak $K6| ier AMltmWm Ar Ms» fflarint.
Sehr bescheidene Reste sind eS, gemtffen an unserer stolzen Vorkriegsflottr, die un« der „Friebensvertrag' > als Reichsmarine gelassen hat. Es war jedoch von jeher nicht die Art deS Deutschen, hinter Unabänderlichem tatenlos herzutrauern, uno wenn wir uns auch lichen Rückfichten auch nur halten können, so ist eS Pflicht und Selbsterhaltungstrieb, trotz aller im „Friedens- vertrag" gemachten Schtvierigkeiten eine Reichsmarlue zu schaffen, ber infolge ihrer Tüchtigkeit von allen Seiten bie gleiche Achtung wie ihrer großen Vorgängerin^ gezollt wirb. Eine solche Aufgabe m ben Fleiß unb Einsatz ber Besten bes Volkes wert. Offizier unb Mann müssen von ber Größe unb Dichtigkeit dieser
Marburg Donnerstag, Den 19. Sanuat
Hartung.
Ausgaben durchdrungen sein. ,
Die völlig unmestaltete Grundlage der Wehrmacht hat auch die Stellung deS Ossiziers in gewisser Hinsicht geändert, wahrend die ihm gestellten Aufgaben sich üctntcljtt haöen, in intern GnbMcl nbet uie ßteteben gebtieben sind. Gerade deshalb muß nun ein besonderes tzvgß von Kenntnissen und Charaktereigenschaften vorn Offizier und naturgemäß auch von den jungen Leuten, die Ofsizier zu werben wünschen, verlangt werden. Wiederum bietet die Jngenieurossizier-Lausbahn tn bet Reichsmarine jungen Leuten, denen bet der gänzlich veränderten sozialen Lage bie Mittel zum a^^mu(6en Studium fehlen, bie Möglichkeit, fast ohne Selbsikosten ,röttn nützlichen und von idealen Gesichtspunkten geleiteten Berus zir ergreifen.
Ganz allgemein tritt heute auch der Bewerber für ben Offizierberuf, ber das Reifezeugnis einer ncunflafftgen Lehranstalt auftorifen kann, als Freiwilliger ein: erst nach Ablauf eines Jahres wird er bei Geeignetheit ;um Offizieranwärter ernannt. Kann ber BeNterber bfl8 vorgenannte Zeugnis nicht aufweifen, so mutz er, die sonstige Eignung bei der Marine innerhalb ermS bestimmten Lebensalters in der sogenannten Vor- nr.d Rachprüsung Nachweisen und wird bann zum Offrzier- anwärter ernannt. . ... . J
Die eigentliche Ausbildung bes Jngenlenrofuzi-r» nachwuchfes erstreckt sich nach ber Ernennung »um Ossizttranwärier auf 4 Ausbildungsjahre, von denen da? 1. und 3. der praktischen Ausbildung an Bord mög» üchst eines Kreuzers, der häufiger vorläufig das nähere I Ausland anffucht. unb das 2. unb 4. Jahr ber theoretisch?,, Ausbildung auf ben Marineschulen geroihm-4 ist- Die Srmmanbierung zur technischen Hochschule zur Ab» I tegung ber Diplomprüfung richtet sich nach der Art v-s Vfftehens der Jngenieuroffizier-Benissprüsung am End« des 4. Ausbildungsjabres und nach ber dienstlichen Tüchtigkeit im Frontdienst.
Nej ber Auswahl der Osfizieranwarter wird neben, guten Kenntniffen und Ebaraftereigensebaften praktisch« Veranlagung, frisch, a Wesen, Lust zum Sport unb leichte Auffassungsgabe verlangt. m .
Weitere Auskunft über diese und andere Manne- fffizier-Lausbahncn erteilt bie Jiifpektio» des Bildung^ wesens der Marine in Kicl.
Die ersten 31 Millionen Goldmark gezahlt.
Paris, 18. Jan. Der Kriegslastenausschuß hat den Entschädtgungsausschuß offiziell davon verstäiidigt, daß der Gegenwert von 31 Millionen Goldmark (ent- sprechend den Bestimmungen der Teilstundung) ini fremden Devisen gezahlt worden sei.
KohlenauSfuhrerlaubniS.
Berlin, 18. Jan. Wie dte Abendblätter nu8 Pari8 melden, befchloh der EntfchädtgungSausschutz der dcutfchen Regierung zu gestalten, in den Monaten Februar, Mär, und Avril na» beliebigen Ländern Programm vollständig durchgeführt werde.
Der Zerftörungswahnsimr
Wien, 18. Jan. Nach einer Meldung der „Arbeiterzeitung" aus Innsbruck zerstörte die interalliierte Kontrollkommiffion dort wertvolle, der Sachdemobilisterung gehörende optische Instrumente, Sättel, Riemenzeug und andere Gegenstände im Werte von mehreren Millionen. Weitere Gegenstände sollen noch zerstört werden.
Preußischer Staatsrat.
Berlin, 18. Jan. Präsident Adenauer eröffnet die Sitzung um 5y2 Uhr. Auf der Tagcez ordnung steht zunächst die Wahl des Vorstandes, der mit jedem Kalenderjahr neu zu wWlen ist. Auf Vorschlag des Frhr. p.Maltzahn wir» der bisherige Vorstand wieder gewählte. Sfmnc.^ bleibt Adenauer- Köln Präsident, G r S f« Frankfurt a. M. erster und I a r r e s - Duisbv^ zweiter Vizepräsident. Mit dem Gefetzentwurs bei treffend die Einverleibung Pyrmonts in Preuße« erklärte sich der Staatsrat auf Grund des Vor, jchlags des Verfass ungsLULjchuffe.s mit allen gege^
Set Anzeigen,»» beträgt für die S gefp. Zeile oder deren Raum 60 Big. Milli- meter, amtliche und auswärtige 80 Pfg. Andere Spaltenbreiten »ach .ntipr-chend.r Berechnung. Spät «inlautend« oder den Raum übet */, Seit« einnehmende «n> .einen nnb rott berechtigt, nach der lertipaltenbrette zu setzen und zu derechne«. Sogen. Reklamen berechnen mit Die Gol..3eile mit 6.00 Mk. JeöetKabatt gilt als Sarrabatt Bei Anskunst durch Die DeichaftsUell« und Vermittlung der Angebote 1 Mk. Sondergebüdr.