bald
die
Amputierung eines Gliedes kann die Funktion des
Kmlekte für die Frankeschen
Kinder Zottesdienst. 8 Uhr:
der Reichsregiernng über die außenpolitische
---*---
ES
Wünschte, geführten
germanisches Siedelungsgebiet, erst nach verung der Germanen wanderten im 6. Slaven ein und liehen sich in den alten gebieten der Germanen nieder. Im 12.
Verwertung Bleivorräte Es entstand wuchsen di« industriellen
auch: eine
die die Regierung der von Dr. Rathenau Abordnung für Cannes gegeben hab«. Der
ganzen Körvcrs labmlegen. . Obrrfchlesicn wird noch dadurch zu einem Ganzen vereint, daß cs
der Abwan- Jahrbundett SiedelungS- Jahryunvert
Julienstist von 4—7 Uhr, » Jungfrruenvcrein.
nnb fran-östschen Press«, und von Lloyd George und Briand und anderen uneigennützigen und edlen Freunden deS deutsche» Volkes gelobt. Ist da nicht alles in schönster Ordnung? M»ß man da mit indiskreten Fra- gen hemmen? Braucht a» deutscher Aeichstagsabgeord- neter r« wissen, wofür er neue Steuern bis über den Dachfrist bewilligt? Wir wollen doch nicht in die kleinliche« Fehler des fluchwilrdigm alten Reg-«es zurück- ialten. Wollen doch nicht das Kahinett der Persönlich- keite» durch Bardamentsioutrolle behindern. Wir find doch »u» einmal für b« „freie Bahn dem Tüchtigen": da müssen wir «mck über solche Kleinigkeiten, wie Mit- Wirkung der Bolk-nertretrm, an der äußere» Politik, hinwegliomme». Sollen Minner, wie Wirth und Rathe- nau, »ter solche Awirneslkden stolpern?"
schnei, brhet krrnckaach Lösung n. «»sscheidg.
vor. Äder-evgev öie eilen Rpot^eMoi um
tzegann eine Rückwanderung germanischer Bevölkerung. Das Land, das bis dahin bedeutungslos war, erlebte «un einen raschen Ausstieg. Die Deutschen brachten außer Fleiß und eiserner Ausdauer auch den eisernen Pflug und die eisen,e Rodehacke ins 8«mb. Der Urwald wurde nun gelichtet, neue Siedel«»gen wurden angelegt und Städte gegründet, Handel und Gewerbe blühten empor. Schlesien war im 15. Jahrhundert nicht nur ein wirtschaftlich bedeutungsvolles, sondern auch ein deutsches Land geworden. Run kamen die Hussitenkriege und die darauf folgende» religiösen De- dräugungen, die eine starke Abwanderung des deutschen Elements zur Folge hatten. Schlesien bekam wieder ein slawisch-polnisches Gesicht sowohl seiner Bevölkerung nach als auch nach seiner Kultur. Es kam noch hinzu, datz durch die Entdeckung Amerikas Handel und Verkehr von hier abgclenkt wurden an die Küste der Nordsee. Roch heute krankt Oberschlesien an der Ungunst ber Verkehrslage. Noch im 10. Jahrhundert wird eS als ein armes, trostloses, vielerorts von Urwald bedecktes Gebiet geschildert. Nun kam Schlesien unter Friedrich dem Großen zu Preußen, und es beginnt von neuem ein zuerst langsamer, dann aber immer rascher werdender wirtschaftlicher Ausstieg des Landes. Besonders rasch vollzog sich der Aufstieg nach der Erfindung der Dampfmaschine, da sich seht für die reichen oberschlcsischen Kohlenlager eine ausocdehnte
ich trae ber w
Drogerien
Da stieg er die Treppe empor, denn als Sohn des Hauses und Dorotheas Pflegebruder konnte er wohl einmal unangemeldet zu ihr gehen.
Aber auf sein Klopfen antwortete ihm niemand. Er klopfte noch einmal und meinte dann, Dorothea sei doch wohl schon hertebgegangen.
Um sich zu überzeugen, öffnete er die Tür ihres 3immer8 und sah sie vor dem Toilettentisch sitzen. Sie hatte beide Arme auf die Glasplatte des Tischchens gelegt und auf chren Armen ruhte das goldblonde Haupt. Ihre Gestalt aber ward erschüttert von heftigem Schluchzen, und leise wimmernde Töne drangen zu dem tief erschrockenen Manne, der fassungslos an der Tür lehnte.
Nur einmal — bei dem plötzlichen Sterben bei Vaters — hatte er Dorothea meinen sehen. Sonßs hatte er sie nur stark und aufrecht und ruhig gekannt.
Furchtbares mußte geschehen sein, daß sie so hemmungslos, so leidenschaftlich schluchzte, daß sie sein Klopsen überhört und seinen Eintritt nicht merkte.
Und nur von dem Wunsch beseelt, ihr zu Hilfe zu kommen, sagte er nun ihren Namen, zärtlich, flehend, bittend:
„Thea! Thech was ist denn nur? Warum weinst $)u?"
Sie fuhr auf. Ne hatte sich allein geglaubt und sich diesem Ausbruch ifper verzweifelten, zerrissene» Stimmung ihrer überspannten Nerven hingegebeu.
(Sortierung tclgt.)
Phynorol nr Vorbeugung fegen Erkältungen, Hasten, Heiser- bit, Katarrhe, Rheeiatismus, Ischias uro. Phynorol wirkt sofort, BW atemtoenb
eng Zusammenbau genden Wirifchaftskörver bar;
ausstreckte, da legte sie die ihre vertrauensvoll hinein. Und er umschloß sie mit starkem Truck.
8.
Es war am Tage ber standesamtlichen Trauung. Dorothea war fertig angekleidet, sie enttieß die Zofe Frau Kornelius, die ihr geholfen hatte.
Die Tante war noch mit ihrer Toilette beschäftigt. In einer halben Stunde würde Arno Zerrat, Manfred und Erwin Leuchtwanger kommen, die als Trauzeugen auf dem Standesamt fungieren sollten.
Dorochea saß, nachdem das MLchen gegangen, in tiefe und unruhevolle Gedanken versunken. In den vergangenen Wochen, je näher der Termin chrer Hochzeit rückte, war chre innere Unruhe gewachsen, war es ihr oft wie eine Unmöglichkeit erschienen, Arno Zer- rats Weck zu werden. Die Frau dieses Mannes, der chr so schrankenlos vertraute und an dessen Seite sie vor den Altar treten würde mit dem Bild eines •oberen im Herzen.
In bei letzten Tagen war sie scheu und verWört und blaß umhergegangen. Aber Arno, der so viel mit den Borbereitungen für die Hochzeit, die Hochzeitsreise, die ihn wochenlang vom Geschäft fernhalten würde, und mit den Verhandlungen für sein neues großes Unternehmen zu tun hatte, hatte Dorochea mut immer flüchtig gesehen, und ihm war die Veränderung die mit ihr vorgegangen, nicht a.isgesrllen.
Auf der Steife würde er endlich zu sich selbst kommen, Mensch sein, aufatmen und sich seinem schönen jungen Weibe ausschließlich widmen können.
Aber Manfrtt) Weftenwald hatte gesehen, was Arno Zerr als scharfen Augen verborgen geblieben war. Eine leise Unruhe hatte ihn «faßt. Was war das mit Dorothea?
Hab aus dieser Unruhe heraus kam er heute viel früher als verabre bet war, in das Haus der Mutter.
Er hörte von dem MLchen, daß Fran Karol ine noch beim Ankleiden, da- gnädige Fräulein aber schon jertig tu chvem Zimmer fei.
ergab. Die groben Eisen-, Zink- und erhielten nun auch einen höheren Wert, eine Strube nach bet anderen, ebenso rasch Hochösrn, die Eisenoiehoreien und andere Anlagen hervor. Ta aber Oberschlesien
; Sonnabend, 14. Januar
Hartung
Reichstag und seine Crgcne jedoch seien über den Gan« der Dinge noch niemals so vollständig im Dunietn gehalten worden. Er erinnerte an die eingehenden Ber- bandlungen, die im März v- I. vor der Entsendung des Austenministers Dr. Simons nach London zwischen Rrichsregierung und Parlament über die Instruktionen Kattgesunden hätten. Im vorliegenden Falle sei der Mangel an Wißbegier auf Seite der Reichstagspatteien geradezu erstaunlich. Er habe von dem parlamentirischen Snstem bisher eine andere Vorstellung gehabt- Dr. Helfferichs Forderung blieb unbeachtet.
Es ist ebenso wertvoll wie interessant zu lesen, t»«S die „Deutsche Tagesztg." dazu schrieb: „Wo sollen wir im neuen Dnmühliuch hinwmmen, wenn die gute Mah- gtung: „Vertrauet Eurem Magistrat, der für Euch siege: früh **& spat" so wenig bcherzigt wird. Was Parlamentarismus! Sorgt nicht Herr Wirth wie ein V«tx und Oberlehrer für uns? Fällt nicht, — um unsretwilden ganz allein — Herr Rat Henau dem vereinigten Euros»« mit aller Kraft seiner Persönlichkeit auf die Nerven? A«t, wir mögen auf dem Wege zur Thrannis fein; in den Couloirs am Königsplatz kursiert schon die Umprägun«: kenne keine Parteien mehr; ich kenne nurnoch Wirth." Aber diese Thrannis wird von der englischen
Nes. Stadt- u. Univers.-Kirche. (Die Kirche ist geheizt.) 10 Ahr (pünktlich): Akademischer Gottesdienst, Professor D. Bsruhäuser. II1/« Uhr: Kinder- oottesdienst, Pfarrer Eisenberg. 5 Uhr: Pfarrer Eisenberg. Abends 8 Uhr: Gemeindeabend int Philipps- baus.
Diakonissen-Mutterhaus Hebron, Wehrda. Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gottesdienst, Pastor Mund.
Katholische Kirche. 7V2 Uhr: Hl. Messe mit Frühlehre und Kommunion ber Schiller. 1/210 Uhr: Amt und Predigt. 11 Uhr: Akadem. Gottesdienst. Hl. Messe und Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht.
Stadtmission, Rorirgraben 5. Sonntag vonn. 81/. Uhr: Frühstuicke. 11 Uhr: Son»1ags'chule. Nachm. 4 Uhr: Juugfrouenstunde. Abends 8L/2 Uhr: Versammlung. Montag, abends 8IZ, Uhr: Chor- flnnde, Jugendbund. Bon Montag bis Sonntag Evangelisation in Münchhausen. Mittwoch, abends 8 Uhr: Jugendbund. Donnerstag, abends 8 Uhr: Jungsrauenstuiide. Freitag, abends S‘/2 Uhr: Bibelstunde.
Selbst, e v a u g. - l u t h. G'e m e i n d e, Nikolaistr. 1. Sonntag. 15. Januar, vorm. 10 Uhr: Predigtgottesdienst. Kollekte für die Heidenmission.
tri hingen . _______ . _ _ .
Seite des Fiuanzprodlems und über die Instruktionen
Pfarrer Waltemath.
In allen Gottes«enstrn Slistungrn in Halle.
O ck c r s h a u s e n. 2 U hr:
JunLsraUtNverkin.
Im Etisabethhaus und in Ockershansen um 8 Uhr
Kirchhain, 12. Jan. Am vergangenen Sonntag Abend h elt der Jungdeutschlandbund einen
gemeinsame Waflcrversorgung bat und von einer Zentrale aus mit Kraft versorgt wird. Auch die Bevölkerung stellt in gewisser Beziehung eine Einheit dar. Wenn hier auch ber größere Teil sich im Umgang der sogenannten „wasserpolnischen" Sprache bedient, so wird doch die ganze Bevölkerung durch die gemeinsame Kultur geeint, und die Abstimmung bat gezeigt, das- ein groher Teil dieser „Wassenpolen" das Zusammen- gehSrigkeitsgefüh! mit den echten Polen durchaus verloren hat und sich zum deutschen Volke und deutschen Vaterlande hinge,zogen süblen. Eng ist OSerschresten auch wirtschaftlich an Deutschland gekettet, und nur die vielen Schieneustrünge, die von hier weiter nach Deutschland und zu den Häfen führe», ermöglichen den Absatz oberschlesischer Waren und die Zufuhr ber Lebensmittel, aller nötigen Materialien und Ge- brauchsgegenstäude. ' Aber alle diese Baude, die Ober- sch'esien zu eh;em Kan.zen verbinden und an Deutschland ketten, sind mit roher Hand in Genf zerschnitten worden. Durch den Genfer Schiedsspruch sind von 470 W) Oberlcblestens. die ihre •Stimme
3* Gunsten Polens abgegeben haben, nur 270 008 an Polen gekommen. Dafür aber sind 94 Prozent der oberschlesifchen Kohlenvorräte, fast alle Eisen-, Blei- u*b Zinkborräte, UHc auch der weitaus grösste Teil der ErzbernrbeitungSstätten an Polen gekommen. Es ib hieraus nur zu deutlich ersichtlich, baß man in 6tenf nicht die Bevölkerung, sondern da? Land geteilt hat nod sich dabei vom Bedanken bestimmen ließ, Deutschland soviel wie möglich zu nehmen.
GeBrmder Westenrvald.
l"V" Roman von Lola Stein.
Amen'kan. Nachdrucksrecht 1919 durch Cork Duncker, Berlin.
, i 45. Fortsetzung.
< Octavio Gonzalvez, der die verworrenen Verhält- '^aitniffe des Landes und den Charakter seiner Kinder ' genau kannte, stimmte ihm zu. Die Herren beschlossen, tzemeinsam zu handeln.
Da kam die Nachricht vom Tobe des alten Ge- sch äst-freundes Arno Zerrats. Schwierigkeiten bei der Erbschaft erforderten seine sofortige Heimkehr. Er reifte ungern ab und überließ die Verhandlungen mit der 'Negierung und den Besitzern der Landhäuser rings ■im den S« nur schweren Herzens Octavio Gonzalvez.
•Sobald Don Actavio den Grund und Boden, den •inan benötigte, zu angemessenen Preisen kaufen konnte, si»Ilte er nach Hamburg kommen, um persönlich Bericht -u erstatten, Arno Zerrat aber wollte indessen einige tzroßc Hanckurger Häuser für das Projekt einer Ausnutzung dieser Quellen interessieren und sich die notwendigen Kapitalien verschaffen.
Es war nicht angängig, überall Bohrversuche anzustellen, ehe man Besitzer des Grund und Bodens war, denn damit hätte das Geheimnis nicht gewahrt bleiben , können. Aber Arno Zerrat hatte die feste Zuversicht, daß der Boden rund um den See erdölhaltig war. Aach einer Besichtigung des Gesteins waren ihm alle Dweifel verschwunden. -
Nun galt es aber, den maßgebenden Herren seine Acberzeugung beizubringen, damit sie ihre Kapitalien »er Sache zur Verfügung zu stellen.
„Und dann will ich mich an die Spitze des Unter» »ehmenS stellen," schloß Arno Zerrat seinen intercssan- Mi und ausführlichen Bericht.
. H§rpeu und Dorothea hatten ihm atemlos zu- Gchört.
। ggM
Unterhaltungsabend im hiesigen Bahnhofshotel ab. Die Vortragsfolge wurde eröffnet durch einen flotten Marsch ber jugeudl chen musikalischen M'llgl'edrr Kalltreich Braß, Hüttei und Olischläger. Sie unterhielten die Zuhörerschaft noch oft durch ihre schönen Tarb'elungen auf Klavier und Geig« im Solo- und Gejami'ip'rl und sanden wohlverdienten, reichen Beifall. Auch Herr Boß hatte sich in den Dienst der guten Sache stell' mit seinen ansprechenden Zithe«'- voillägen Fräulein Klingelhöser und Fräulein Gro-e aus Mcttrrg erfteuten durch ein viechändiges Kl-:- vierstük «ot. Krieg, dessen geläufige Ausführung oo.i großer Fettigkeit zeigte. Herr Pfarrer F'icgenschmidt nchttte denn.herzliche Wotte der Begrüßung an die Versammelten. Auch her anwesende Vorsitzende bei. Bezirksvcrbmides aus Elftel wies aus die hohe B«» lentuuo bei Znsimmensck'lllsses ber Jugendlich m hin. Eingelegte put fcotßdiagenc Deklamationen, die zur Einigkeit Lut Vcttttandsliebe aufmuntertrü, vec» ehiten nicht il>>c W-rkrng Auch mehrere Anstrichen Jilgendlichec (Mitglieder Braß und Hohl) -mriui auf den Erlist u::1) g: ter. Endzweck des Bundes hin. E' t' Jiizendadkkllung d:Z Turnvereins Kirchhain tur.-ri; in ben Zw.,nn"pc,i!s-n Mit großer Gewandtheit führte 'ie einig-? Fieiübur-eel und Hebungen am Brrren vor und zrigle ,dast arch die körperliche Seite de: Jilgendausb'.ldnng nicht vernachlässigt wird. Alles in allem, r‘.- tta- ein scbcncr Abend, der darauf lsi.'- wies, daß unsere Jugend in dieser schweren Zeit wieder hoffend einer besseren Zukunft cutgegenstrebt. Herr PsarramtskmrdLat Weber, der in Vertretung des er* frmnJten Leiters der Jugendüerveg-ing, des Herrn Pfarrers Klingelhöser, den Abend leitete, dankt« allen Anwesenden znm Schluffe für ihr Erscheinen und sprach die Hoffnung aus, daß ein ähnlicher, schöner Aber-ft
Mhn-Attlitl.
- eteuerveriogen und Reichstag. — Parlamen- mti(ffts System? — Briands Sturz. — Genua. ;s I.
Das Hemnnahen des Wiederzufammentritts ber P«r- .lamente in ber kommenden Woche bat sich bereits durch das Einsetzen verschiedener Ausfchußberatungen bemerkbar gemacht. Es wird sich in dem bevorstehenden Togungs- ghschnitt vor allem um die Erledigung ber Steuer- Vorlagen banbeln. In einer Rede vor ben vereinigten Steuerausschüssen hat der pr»«isorische Finanzminiwr Dr. Ö e r m e s für das Wirthsche Kabinett eine Erlläruug Abgegeben, worin er in ber Hauptsache Wiedertz-r- ^flung d«r abgeänbertrn Regierungsvorlagen und Be seitigung aller Abstriche ber ersten Lesung verlangte. Diese Forderung zu stellen, ist das gute Recht der fficgieruM. ,tnb es läßt sich nicht bestreiten, daß ber Minister ihr durch den Hinweis aus die Forderungen der Verbündete» kiuen gewissen Nachdruck zu geben verstand. Aber bei ■einer so tief einschneidenden Steuerreform wie der X* planten handelt es sich doch vor allen Dingen darum, v>as für Aussichten vorhanden sind, sie innerhalb elfter gegebenen Frist unter Dach und Fach zu bringen, ui* mit welchen Mitteln dieses Ziel zu erreichen ist. Damit' steht es augenblicklich schlecht. Die beiden Regierunis- parteien, Zentrum und Mehrheitssozialisten, sind sich ix d-r Hauptsache keineswegs einig, sondern es stehen ihre Au'sassungen im Gegenteil schroff einander gegenüber. Die Mehetzeitssozialisten verlangen immer von neuem «ine stärker« Heranziehung des Besitzes, mit der Forderung der Erfassung der Sachwerte im Hintergrund, und drohen im Falle ber Ablehnung mit der Ablehnung der gangen Gkuetreferm. Das Zentrum, dem ja Dr. Hermes und ber Reichskanzler selbst angehören, haben sich wiedertzslt entschieden und scharf gegen die Erfassung der Sad*»ti'V ansgesprnchen. Die Bemühungen der Regierung, rin« Einigung zwischen Zentnim und Mehrheitssozialistex in der Steuerfrage herbrizuführen, sind fruchtlos gewesen. Auch bei ben Demokraten, die man etwa als verschämte RegierungsMrtei ansprechen könnte, ist der Widerstantz gegen die sozialdemokratischen Forderungen noch stack, Venn man auch keineswegs vorauszufageN vermag, auf welche Seite schließlich sich die Demokraten schlagen werde» Tie Mötzlichkeit, daß die Regierung gezwungen werden könnte, die Steuergesetze mit Hilf« einer rein nichtsvzia- Wschen Mehrheit gegen die gesamte Linke durchzubringen, siezt vor, wodurch die Stellung des Kabinetts Wirths »ach den Grundsätzen d«S parlanientnoschen Systems erschüttert wär«. Aber obwohl dieses jetzt als das A nutz D staatspolitischer Ordnung und für das deutsche Volk »ls heilsam und einzig würdig betrachtet wird, nimmt man es mit seiner Durchführung nicht immer genau. Auf diese Tatsache wies eben in der Sitzung der Steuer«,s- schüsse Ab-. Dr. H e l f f e r i ch hin. indem er Mit-
„Urck Dein Geschäft, Ama?" fragte Leuchtenwangrr nun.
,Hch traute mir zu, k«ides zu vereinen, Aeschäfl und das neu« Präfekt," meinte ec ruhig, „t? mag hatte AibeitSjah« geben, aber der Lohn wird auch ein groß« fein. Denke, welchen Reichtum ich Hamburg mit dieser Sache erschließmr kann! Denn was die Häuser, die sich yifamwewhin, »«dienen, Nwmt ja doch wiader d« Stadt WG*te, u* Hambuvr Tatkraft u*b Hambucher Ttcht gksit fetten hier zu einem großen und fir Tausende nutzbringcriden Unternehmen gestalten, was in ben Händen ber Eingeborenen doch niemals etwa» Nichtige- werden würde. Wird die Geschichte ab« »chbar, «che wir fest im Sattel fitzen, bann Hemmen schott die Herrschaften aus den Vrr- einigte* Staaten und gwißen zu. Dem ab« will ich znvarkwnmen.
„Mso gehen Sie bennlSchft wieder nach betoen, Zerrat," sagt« Manfred Westenwald, „und fir eine Reih» von Jatzw*. Oe geben in ein unruh ches und gefAsttichcs Land, begeben sich in ein unwirtliches nnerserschtes (Seüet, wo SntbehrunGen und Schwierig- ketten Sie in Mengen erwarten.
Was sagt Ihre Braut zu dem allen? AH Doro- thea eUtberftaeben damit?"
„Einverstanden?" fragte Arno Zerrat erstaunt. „Daran habe ich noch nicht gedacht! Dorothea hött diese ganze Sache ebenso wie Sie heute zum erstenmal. Aber sie hat mir ihre Person an vertraut und ihr Gesthlck an das meine gekettet. Daß sie da überall mit mir hingeht- daß sie da alles mtt mir teilt, ist doch sekbstverii Südlich und bedarf keiner Frage.
Und ich glaube, Dorothea weiß, daß sie sich mir ruhig jederzeit anvertrauen kann. Da braucht es keiner großen Worte.
Die Frau Arno Zerrats. wird sich immer fühlen könne» wie eine Königen!"
Er sah Dorothea mit leuchtenden Augen an. Säe entgegnete nichts. Als er aber die Hand nach ihr
Die Konferenz v-n $«xw«3 hat infolge bei Rücktritt» bei Sabiwrttx Briefs ein mriticeS End- gefunden, e>*e nt «wem Beschlui getewKWM zu fein. Die deutsche Abordnung ist wieder zurückeekehtt. In den vottlischen Krriieu Deulstblunds. in beiten m*e im ersten A«»<mbliS in «itbeoteiltet, «bet deshalb nicht weniger verstäte-stcher 8<erica»-i!^' liakrit die Nerufung rixtt deutsche» Wtxutwmvi Htdi <«n»«8 als rinen großen Erfolg betr«chtete und cnripolaunte, ist bereits ein« deutlich er- fmeStTt Eruüchter»»« «inzettete». 8tenn twt wenigstens zedl für dic Zukvnsi lernen wollt«, so toirt immer bin etw-te gewönne« Es ist «ber wahrscheinlich, daß auch [eiw nächste» Mal die alte Berttauensseligbeit wieder die Cfcrbanb gewinne» wird, sobald ei« kleines «in äußerlich-« Zchcheu «nlHeinendrn Eut^genkommenk erkennbar wird.
Es flteibt für Dcutt'chlsnd ietzt nxr noch «iw Hoffnung üb«,, h«« ist die gwfce ststirlsch-ffrstufere«, von Genua auf der teelleicht feie Mrllchattstzositiker mehr zu sagen Hatzen werden, als die Berufspolitiker. Dort wird vor- «uhstchtlich Lwtid George mit Nuterstützu», AmeriLis. das sich wriinfig abwartend im Hintergründe hält, noch riw» letzten Versuch machen, für Tur»»a eine breite Grundlage cernrinschoftlicher Arbett z» finden. In Eng- anb ute Amerika wächst die Zahl der Arbeitslosen »ewolteg. In Enotenb gibt ti deren bereits 3, in Ame- xte 71/, Millionen. Es ist nicht die öHerrnSb'a-> st»»kurr«ni der baettchen Jntznstrie »nd der dentschrn Ausfuhr, auf die man das Stillsteben der JMlstrie- tilielrti dort zutückzustlbtrn hat, sandet» auf die man- tdeb« lOTfhwft Mittel- uni Osteuxitzas. Nut inenn in Deutschland, Oesterreich, Polen, Rumänien und vor alten Dinaon in Rußtend die Währungs- und Wirt- ichnftrvcrtzältwsse la»,s-m saweit tteeber in regelrechte S«|!rx gelenkt werden, daß nnd Am-'risir auf
den Absatz ihrer Pohswsfe inte Fabrikate rechnen können, wind für diese Heiden graßeu Jndastrieländer eine Bessern*« mötzlich fein. Es »trat« sich also in Genua besateder« die wittschastlicheu Interessen EngtendS und Anreritas mit dem Welt- »nb machtpolitischen Interessen Fraaknrichs kreuzen. 'S* eeHNtlt:»« Rüstung aber dic Frankwich und mit ihm Voten weiter tragen, vetteih->u den sraMösischen Staats«ä»»ern ti*e» Rückhatt, der cs für <L*,land und Amerisii lchwcr macht, dagegen an- iuflm>ten. Wenn cs inwlßeoeiseu dach wieder z» einem grosten Handel zwischen »n«tand »atz Frankreich kommt, dann wird diese» i» Siortzosrika und Äleina’ien, bei Tanger und bei Angora, seinen Verteil i» wahren suchen und daktzt «dermal» Deutschland preisgebe». Dann Würtz« Fvankrach ber Erfüllung seiner Pläne am Rhein abermals um einen $t*icn Schritt »ähergek.mmen sein. Freilich können alte solche «tzwachun-en doch ner von vorübergehender Wittun, sein; denn auch Frankreich wird durch ch«n vollstärst>i,en finci»ielten und wirtschaftlichen Zusamrnerlbruch Deutschlands »it in ben Stn'>>- brncin- gertffen werden.
feine aimftiae natfirlkhc Berkehcsaratze besitzt und der Etsenbahntransport drc overschlcsischen Waren Verteuert, so tonnte die obcrschlesiscde Industrie nur mit der grösiten Spatfontteit und durch Anwendung cer besten techtrisLen Hilfsmittel die Kottturrenz mit der westfälischen Industrie bestehen. Es wird nach Möglichkeit kein Rohmaterial ein- und auSseführt, fonoern das, was ix Oberfchlesicn selbst vorhanden ist, an Ort und Stelle verarbeitet. Di» oberschlesische Industrie stellt daher mit dem dortigen Bergbau einen einzigen
Marburg und Umgegend.
♦ $it „Oberhessischen Blatter" mußten diese Wache wegen dir ated«tentt>LN Erkrankungm ausfallen.
• Tie Clisabethkirche 8*t» an den Sonntagen »ich! mehr geheizt werben, da die »asten zu groß siatz Einmalige Heizung verursacht eine Ausgabe von 1100 Mark. Darum soll der NachmittagZgottes-
biLnst in die Michaelskapelle verlegt werden, die ge- heizt wird und zwar aus 5 Uhr, da man dott von ber mmichmal versagenden elektrischen Beleuchtung un- abhängig ist.
r. Vortrag über Oberschlesten. Geh. Rat Prof. Dr. Volz aus Breslau sühtte in seinem Vortrag im neuen physikalischen Institut der Universität am 10. d. Mts. aus: Das was Oberschlesien heute ist, verdau» es allein den Deutschen. Es ist uraltes
alle wieder vereinen möge.
—-ch---
Kirchliche" Nachrichten.
Sonntag, 16. Januar
Pfarrkirche (geheizt). 10 Uhr (pünktlich): Lnp.r- intendent Landau. 11 Vs Uhr: Kindergottesdienst. 2 Ubr: Pfarrer ?)cetz.
Elisabethkirche (nicht gcheizt). 10 Uhr (pünktlich): Pfarrer Metz. 11s/« Uhr: Jug'ndgotteSdienst.
Michaelskapelle (geheizt). 5 Uhr (statt Les 2Uhr- Gottesdienstes in der ungeheizten Elisabethkirche):