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Poktickeckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

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Vorläufige Stundung bermMgt

Erstes Blatt

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Diese Entscheidung, die für die im Januar und Februar fälligen Zahlungen eine Stundung unter gewißen Bedingungen vorsieht, ist der Reichsregie- rung in später Abendstunde bekannt geworden. Die Deichsregierung tritt heute in eine Besprechung darüber ein.

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sollen den Beamten besondere Zuschüße gewährt werden. Diese Vorschläge der Regierung fanden nicht die unbedingte Zustimmung der Beamten­organisationen. Diese werden heute zu den Vor­schlägen Stellung nehmen. Insgesamt werden die Erhöhungen der Beamtengehälter und Ortslöhne Mehraufwendungen von 810 Milliarden erfordern. Die Regierung beabsichtigt, die Vor­lage über die Gehaltserhöhungen dem Reichstag bei seinem Zusammentritt zu unterbreiten.

DieDbetheUildie Zeitun erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 8.50 Mk, durch die Post 9.50 MI. Für ausfallende Nummern infolge »s ooei elementarer Ereignisse kein Ersatz. Beklag von Dr. T. Hitzeroth. de: llniv^Duchdruckerei von Jod. Tua. Koch, Markt 2123 Fernsprecher 55,

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Jena ingrata bei der britischen Negierung ange- Die Umstünde seines Rück-

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infolge des französischen Kabineitswechsels eine Aendecung erfahren sollte, so sei schwer zu sagen,

London, 13. Jan. Der Pariser Berichter­statter desManchester Guardian" schreibt, es dürfe nicht übersehen werden, daß dec vormalige Präsi­dent der französischen Republik vielleicht als per-

LautPall Mall and Globe" wurde in Lon- nmer amtlichen Kreisen erklärt,, die gesamte Lage !g. Wenn die französische Politik

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wie die Konferenz von Cannes an der Stelle wie­der ausgenommen werden könne, an der sie. abge­brochen worden sei. All dies sei sehr enttäuschend.

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Die deutsch-polnischen Verhandlungen.'

Veuthen, 13. Jan. Zwischen der deutschen und der polnischen Abordnung ist unter Zustimmung des Präsidenten Calonder über den äußeren Ver­lauf der deutsch-polnischen Verhandlungen verein­bart worden: Die Arbeiten der Unterausschüße in Oberschlesien sollen spätestens am 28. Januar abgs- chlossen werden. Die VeryaOilungen in Genf sol­len am 6. Februar beginnen und spätestens am 25. Februar beendet werden.

Die -Deutsche Tageszeitung" schreibt: Tie neue Bedrohung durch Frankreich, die in dem Namen Poin- care liegt, läßt uns keine Wahl als mst allen Kräften unsere nationaleAbwehrstont auszubanen, um. auch außenpolitisch dir kehlen Konsezuenzen zu ziehen. Selbst die schwere wirtschaftliche Bedrückung durch England wiegt sehr viel leichter als der Anschlag auf unser Leben, den die französische Politik plant. Tie Deutsche Allg. Ztg." stellt fest: Ta Deutschland 200 Millionen Goldmark zur Verfügung Hal, gewinnt es durch den vorläufigen Aufschub eine Frist von etwa, 2/. Monaten. ?

TieKöln. Ztg." schreibt: Für Deutschland kann bas zweifellos bedeutsame Ereignis schwarze un¥ andere Loie in seinem Schoß bergen. Man wird aber! gut tun, vorher mehr auf di« schwarzen Lose zu sitzen und im übrigen dem Begebnis gegenüber äußerste Zurückhaltung zu üben ttnb sich vor allem vor Speku- tat'on zu hüten. Unsere Erfahrungen während bef letzten drei Jahre gehen dahin, daß alle Zwistigkeiten im Verbandslager immer aus Kosten Deutsch« lands ausgetragen worden find, und daß wir voran», sichtlich mich diesmal wieder die Zeche werden be* zahlen müsse«. Wir werden gut len, «ns auch tij

Die Erhöhung derBeamtengehälter

810 Milliarden Mehraufwendungen.

Berlin, 14. Jan. Ueber die Verhandlungen bn Reichsfinanzministerium mit den Beamten- »rganisationen über die Neuordnung der Beamten- dezüge berichten die Blätter, daß von der Regie­rung die Erhöhung der Grundgehälter der Be­amten abgelehnt wurde, dagegen soll eine Erhöh- Bng der Teuerungszuschläge eintreten, und zwar sollen die Beamten auf die ersten 10 000 M Hres Gehalts plus Ortsklaßenzufchlag 40 Prozent «nftatt wie bisher 20 Prozent Teuerungszuschlag erhalten. Auf den Betrag über 10 000 M soll der Zuschlag nur 20 Prozent betragen. Dies bedeutet «ine Verbesserung von jährlich 2000 Jl. Hiervon sollen für die oberen Beamten 35 und für die «Mteren Beamten 10 Prozent Steuer abgezogen »erden. Eine Erhöhung der Kinderzulage wurde abgelehnt. In den besonders teueren Orten

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Paris, 13. Jan. Poincarä begab sich nach-

genbe Entscheidung: -*---- -----

Ter Entschädigungsausschuß beschließt, der deut­schen Regierung eine vorläufige Verzugs- frist für die am 15. Januar und 15. Februar 1922 fälligen Zahlungen zu gewähren, soweit diese Zah­lungsverpflichtungen durch geleistete oder noch zu leistende Barzahlungen und durch 'Sachleistungen oder Einnahmen aus dem Recovery Act, die schon eingegangen sind, oder bis zu den oben genannten Daten eingehen werden, ufHt schon gedeckt sind, und zwar unter Vorbehalt der nachfolgenden Bedin­gungen:

1. Während der vorläufigen Verzugsfrist zahlt die deutsche Regierung alle zehn Tage 31 Millionen Goldmark in zngelaßenen Devi- ien. Die erste Zahlung erfolgt am 18. Januar 1822.

2. Die deutsche Regierung unterbreitet binnen 14 Tagen dem Entschädigungrau.schnß einen an­gemeßenen Reform- und Garantieplan betreffend den deutschen Haushalt und den deut­schen Papiergeldumlauf, sowie ein vollständiges Programm für die Barzahlungen und Sach- liefernnAen für das Jahr 1922.

3. Dir vorläufige Berzngsfrist geht zu Ende, so­bald der Entschädigungsansschuß oder die verbünde­ten Regierung n eine Entscheidung über den oben unter Punkt 2 erwähnten Entwurf und das Pro­gramm getroffen haben.

Unbeschadet deßsn kann in dieser Entscheidung vorgesehen werden, daß der Unterschied zwi­schen den tatsächlich während der vorläufigen Ver­zugsfrist gezahlten Betrüg:» und den auf Grund des Londoner Zahlungsplanes fälligen Summen innerhalb von vierzehn Tagen, gerechnet von dem Datum und je nach den Umständen der von dem Ausschuß oder den verbündeten Negierung » ge­troffenen Entscheidung zu zahlen ist. Wenn der Entwurf und das Programm dem Entschödigungs- ausschuß vorliegt, werden sie sofort den verbünde­ten Regierungen übermittelt, die so in der Lage sein werden, entweder die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen, oder sie an den Entschiidi-, gungsausschuß zurückzuverweisen, damit dieser dar­über entscheide.

Reichsminister a. D. Rat Henau erklärte, daß er namens der deutschen Regierung von der Ein­ladung zur Konferenz von Genua Kenntnis nehme. Die deutsche Regierung sehe der Uebermittlung des Einladungsschreibens entgegen. Er betonte ferner, daß aus den gegebenen Erklärungen hervorgehe, daß aus der N i ch t z a h l u n g der zum 15. Januar fälligen Summen für Deutschland keine un­mittelbaren Folgen erwachsen. Hierauf wurde -ie Sitzung geschloßen.

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Cannes, 13. Jan. (Amtlich.) Die deutsche Abordnung wurde heute mittag 12 Uhr zu einer gemeinsamen Sitzung des Obersten Rates und des Entschädigungsausschußes geladen. Lloyd George teilte mit, daß der Oberste Rat zu der Entschließung gekommen sei, daß er in der Abwesenheit eines sei­ner Mitglieder mit den Verhandlungen nicht fort­fahren könne und daher beschloßen habe, die Kon­ferenz zu v e.r t a g e n. Er erwähnte, daß die Auf­gaben der Konferenz zum Teil gelöst worden seien. Insbesondere sei beschloßen wörden, eine Wirt- schaftskonferenz nach Genua einzuberufen, zu der die deutsche Regierung eingeladen werden soll. Mit Befriedigung habe er den gestrigen Ausfüh­rungen Dr. Rathenaus entnommen, daß die deutsche Regierung am Wiederaufbau Mittel- und Ost­europas tcilzunehmen gewillt sei. Er bedauerte, daß der deutschen Abordnung Mühen durch den Abbruch der Konferenz erwachsen seien. Die glei­chen Mühen seien aber auch den übrigen Abord­nungen erwachsen. Die Entschädigungsfrage habe vertagt werden müßen. Soweit aber das Er­suchen der deutschen Regierung um Stundung in Betracht komme, werde der Entschädigungsausschuß sofort eine Antwort erteilen. Hierauf verlas der Vorsitzende des Ausschußes, Dubois, die nachfol-

Art. 3. Die hohen Vertragschließenden verpflichten, sich außerdem, sich gegenseitig zu verständigen, im Falle, militärischer Maßnahmen irgendwelcher Att, die mit dem Vertrag von Versailles unvereinbar sind, von Deutschland ergriffen werden.

Att. 4. Dieser Vertrag bildet keine Verpflichtung für irgend ein Dominion des britischen Reiches, es sei denn, daß das interessierte Dominion ihn gebilligt habe. - *

Att. 5. Der gegenwärtige Vertrag wird für die Dauer von zehn Jahren in Kraft bleiben und kann nach Ablauf dieser Zeit durch ein gemeinsames Abkommen erneuert werden.

Abreise aus Cannes.

Cannes, 13. Jan. Sämtliche Abordnungen haben abends Cannes verlaßen. Die deutsche ist 7,20 Uhr nach Paris abgereist und trifft am Sonn­tag in Berlin ein.

Lloyd George in Paris.

Paris, 13. Jan. Lloyd George, der heute Nachmittag Cannes verlaßen hat, .roirb in Paris Aufenthalt nehmen und eine Unterredung mit dem neuen Ministerpräsidenten Poincar 6 haben. Lloyd George soll auch Millerand um eine Unterredung gebeten haben. i

Keine Tagung mehr in Cannes?

Cannes, 13. Jan. (Reuter.) Hier herrscht allgemein das Gefühl der Unsicherheit. Die britische Abordnung ist der Ansicht, daß eine neue Konferenz vor der Konferenz von Genua statisinden müße, um das durch den Rücktritt des französischen Kabinetts in Cannes unterbrochene Werk zu Ende'zu führen. Lympne oder London werde als Ort für diese Kon­ferenz vorgeschlagen.

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Erhöhung der Gütertarife.

Berlin, 13. Jan. DieTerüsche Allg. Ztg." veröffentlicht noch einige Einzelheiten Lberer den Ent­wurf des Reichshaushaltsplanes für das RechnnugS- jatjr 1922. Bei den Betriebsverwaltungen ist bei dem neuen Voranschlag int ordentlichen Haushalt der Reichsprst- und TelegravhenVerwaltung zur Deckung des Fehlbetrages ein Reichszuschuß von 2,19 Milliarden zu leisten. Der Zuschuß verringerte sich geg-n 1921 um 1,3 Milliarden. Im außerordentlichen Haushalt beläuft sich der Reichszuschuß auf 2,04 Milli­arden, sodaß also ein Gesamtzrischuß des Reiches für die Post- und Telegrapheuverwaltung von 4,23 Milli­arden zu leisten ist. Bei der Reichsdruckerei irirb mit einem Betriebsüberschuß von 4,39 Millionen Mark gerechnet. Im Haushalt der Verwaltung der deutschen Reichsbahn beläuft sich der Gesamtzuschuß des Reiches aus 6,78 Milliarden Mark. .

In der heutigen Sitzung des vorläufigen Reichs- eiseubuhnrates ist die Vorlage der deutschen Reichs­bahn auf Erhöhung der Eisenbahngüter- und Tiertartse angenommen worden-. Die Vorlage sieht im ganzen eine Erhöhung um 33'/, Prozent im Durch­schnitt vor. Die Erhöhung erstreckt sich nicht nur auf die außerordentlichen Torisklassen, sondern auch auf die Ansnahmttarise, insbesondere auf den Kohlen- ausnabmetarif. In der Sitzung selbst wachen e:u? g>ö"r Reihe v?n W ins' e i und Anreg n en d rJ t r- esseuten aus den verschiedensten deutschen Gegenden und Wirtschaflskreisen vorgeirageu. Die Reichsbahn sagte die Prüfung zu, und soweit angängig, auch beschleu­nigte Eurchführung.

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Ministerpräsident und Außenminister Poin- rarä, Justizminister Senator de Seines oder Abg. «aiberti. Inneres Abg. Manoury, Krieg bisheriger hensionsminister Maginot, Marine Abg. Landru, ki^mzen Abg. de Lasteyrie, Handel Senator Mar- uy Unterricht bisheriger Unterrichtsminister Be­rard, Landwirtschaftsm^rister Senator Durand, Kolonien bisheriger Kolonialmiuistsr Sarraut, Ar­beit Senator Duriac, öffentliche Arbeiten bisheri­ger Minister für öffentliche Arbeiten le Trocquer, Unterftaatssekretär beim Ministerpräsidenten der stühere Kabinettschcf Millerands, Raiber.

Att. 2. Die hohen Vertragschließenden bestätigen aufs neue das gemeinsame Interesse, oas für sie dir Artikel 42, 43 und 44 des Versailler Vertrages haben. S e nn sich gegenseitig verständigen, wenn eine Verletzung der angeführten Artikel erfolgt oder wenn

Honsel über ihre Auslegung entstehen sollte.

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Von sozialdemokratischer Seite wird mit Nachdruck stets bestritten, daß die Revolutiongemacht" worden hntb die Hauptursarhe der Niederlage gewesen ist. Sie sei vielmehr aus dem Volke herausgewachsen und d'e Folge des militärischen Zusammenbruches. D'e München-Arsgsbuvger Alend-e tung" erinnert nun an folgende Tatsachen:

Die Sozialdemokraten selbst haben es nie ver­leugnet, daß sie alles getan haben, um da? alte Kaiser­tum und Reich zu stürzen, also Hochverrat zu üben. Am 14. Februar 1919 schrieb derVorwärts": Oktober 1918 war die in die Regierung eingetretene Sozialdemokratie schon dabei, Wilhelm den Letzten abzu­sägen." Kann man mit offenerem Hohn beschreiben, wie der kaiserliche Staatssekretär Scheidemann seine Rolle oufgefaßt hat? Kurt Eisner erzählte am 4. Februar 1919 der lauschenden Internationale in Bern, daßwir wenigstens in München schon im Januar 1918 die Revolution entfesseln und das alte System stürzen wollten. Damals erhoben sich die Arluitermasseu znm Streik, nicht aus Hunger, nicht um des Brotes willen, nicht weil die Niederlage drohte, sondern weil wir die Märzoffensive und Brest-Litowsk verhindern wollten." Und er fuhr dann fort:Tie revolutionäre Gesinnung in Deutschland ist nicht das seig? Werk des Zusammenbruchs, sondern das Ergeb­nis einer im Stillen und.Dunkeln uner­müdlich v*o r w ä r t s drängenden Arbeit, die gerade bann einsctzte, als Deutschland scheinbar das Uebergewicht hatte." Kutt Eisner muß das doch wissen. Er war ja selbst dabei. Es hat ihm auch keiner von den Sozialisten widersprochen."

Also w iedewein Beleg für die Tatsache, daß von einer Reihe von Fsthreien die Revolution von langer Hand her systematisch vorbereitet worden ist, damit Deutschland nicht siege.

-t',, flnueiaenpteis Beträgt für die 9 gesp. Zeile ober deren Kaum 60 Psg. für den M-lli- ineter arntlicbe und auswärtige 80 Pfg. Andere Spaltenbreiten nach ent|pre»enler Berechnung Spät einlaufenöe oder den Raum über 'j, Seite einnehmende Än- keiaen stnd wtr berechtigt, nach der Tertipaltenbreite zu setzen und zu berechnen. Soaen. Reklamen berechnen wir die Tol.-Zeile mit 6.00 Mk. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die Geschäftsstelle und Sermitilung der Ange­bote 1 Mk. Sonbetgebübt.

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Paris, 13. Jan. Ter Sntwürf eines englisch- französischen Garantievertrages besagt: Angesichts der ^Tatsache, daß Frankreich zweimal von Deutschland besiegt wurde und tief durch die Verwüstung t. leidet, um) daß das französische und englische Volk einen schrecklichen Tribut an Menschen- leben unb Geld bezahlt haben, daß die Prosperität und die wirtschaftliche Organisation der Welt dvvch den fang::; Krieg tief erschüttert wurden, sowie endlich, weil die Sicherheitsgarantien Frankreichs gegen e.nen zukünftigen Einfall Deutschlands unerläßlich sind für die Wiederherstellung der Stabilität Europas, für die Sicherheit Großbritanniens und für den Weltfrieden, haben der König von England und der Präsident der französischen Republik folgende Abmachung getroffen:

Att. 1. Im Falle eines direkten und nicht provo- zierten Angriffes gegen das Gebiet von Frankreich durch Deutsch'and wird sich Großbritannien sofort mit allen Streitkrästen zu Wasser, zu Lande und in der Lust auf die Seite Frankreichs stellen.

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11 q Paris, 13. ^an.-pomcaie ci-yuu »"«r UIR mittags zu Millerand und erklärte, daß er die *- Kabinettsbildung durchführen werde. DasJour- i jcl des D^bats" gibt folgende mögliche Minister-

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B, 100 5205

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Sofort sthen werden könne.

b^20Z tritts vom Vorsitz des Entschädigungsausschußes,

Ärmliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheMchej Oberhessen

Ser SMeM ZeiWsiik.

T ponierung von 50 Millionen Gold in England.

Berlin, 13. Jan. Der Gesetzentwurf betreffend den Kassenbestand der Reichsbank wurde am Donners­tag vom Reichsrat angenommen.

Die Reichsbank beabsichtigt, einen Betrag an Gold, zunächst 50 Millionen Mark bei der Bank von Eng­land zu hmtettegen und nach Bedürfnis vorüber- gchend zu lombardieren. Die Bank von England soll dabei als Treuhänder fungieren. Nun kann nach dem Dankgesetz, wenn Goldbestände in das Ausland ver­bracht werden, di« Reikbsbank das Gold nicht mehr in ihrem Bestände aufführen. Sie hat aber nach tote vor die unbeschrankte Verfügung über das Gold fotange es nicht lombardiert wird. Es wurde der Bank von England vorgeschlagen, zu bewilligen, bag. die Reichsbank bei ihr gegen das Gold, das die Reichs- banl bei ihr deponierte, Lombarddarlehen aufuehmen könne, um uns über die vorübergehenden Schwierig­keiten hinwegzuhelfeu. Das wurde von der Bank von England als berechtigt anerkannt.

j' Es wurde auch mit der Niederländischen Bank eine Vereinbarung getroffen, und daraufhin en Lombarddarlehen von 20 Millionen holländischer Gulden zu bewilligen, jedoch nur zur Zahlung von Schulden in Holland selbst. Die Reichsbank legt Großen Weit darauf, ihren vollen Geldbestand an- fceben zu können, wegen ihres Kredites, der bisher im Fn- und Auslande unerschüttett geblieben ist. M- -eseheu davon, ist der Goldschatz der Reichsbank, der jetzt nicht ganz 1 Millia rbe beträgt, von be­sonderer Bckerck -.«9 als Reserve für den Wiederansbau.

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