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rüber man ihn befragen wolle, damit er die Unterlag.m

cherichen. Für ein Volk wie das franzefifche ge­rügt es nicht, daß feine Grenzen garantiert sind.

5s gibt Grenzen, die noch kein Friedensvertrag hat

Stieg sich entfpinnen kann. Frankreich könne sich licht desinteressieren, denn, wenn es das heute tue,

kammersitzung hat der wiedergewählte Präsident iaoult Peret die übliche Antrittsrede gehalten. Hierauf ergreift Ministerpräsident Vriand «s Wort, um eine Erklärung abzugeben. Die tammer ist sehr stark besetzt. Mehr als 500 Ab-

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kt.-MW von Genua sei wirtschaftlicher Art. Er wisie ganz " genau, daß man alles voraussetzen könne, aber die 4tn> ®5lfer, die an der Konferenz teilnehmen würden,

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Cannes, 12. Jan. Bei den gestrigen Verband

Der Ausschuß ersuchte Rathcnau, heute Donnerstag, seine Aussühniugen f.rlzusetzen. Rathenau äußerte ab« den Wunsch, vorher di- Punkte zu erfahren, w»

Stinte IMMMte.

Paris, 12. Jan Zu Beginn der heutigen

Paris, 12. Jan. Ministerpräsident Briand hat folsendes Telegramm an Llohd George gerichtet:

In Anbetracht der politischen Umstände, die ich 6 et meiner Ankunft in Paris vorgefunden habe, war ich der Ansicht, »atz c8 mir nicht mSglich sei, »en Vorsitz i« Stintsterrat zu behalten. Da ich dem Herrn Prän- deuten der Republik den Rücktritt »es Kabinetts unter­breitet habe, kann ich nicht nach Cannes znrückkebren, um an den Arbeiten des Obersten Rates teilzu- netzmcn. Ich bitte Sie, dies unseren »elegierten Kelegen mitiuteilen und ihnen gleichzeitig meine Bitte um Entschuldigung und »as Bedauern zum Ausdruck ,u »ringen, »atz ich die Zusammenarbeit nut ihnen aufgeben mutzte. Was Sie, mein lieber Herr Llatzd Georg», persönlich betrisst, so tut es mir be-

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tzten Garantien annehmen. Deutschland ie Zahlungsherabsetzung nud Zahlungsstundung

Marburg

Steiles, »en 13.Sanum

Hartung.

xjsch ge- ber Verbündeten gegenüber befinde.

Rathenau gab einen Bericht über die wirtschaft­liche und finanzielle Sage Deutschlands, das infolge feiner passiven Handelsbilanz genötigt sei, sich ans T-genem 51t ernähren. Er führte aus, Deutschlands Rohstoffe und Nahrungsmittel reichten nicht aus, um normal leben zu können. Er müsse deshalb für 5 Milliarden Xshstoffe und Lebensmittel einführen.

war, wieder empor klettert und adwartet, bis Kam­merpräsident Peret feine Rede beendet Wt, in der er in der fchärkstcn Weise die Abgeordneten tadelt, die den Ministerpräsidenten in systematischer Weise! unterbrechen. Vriand fährt fort, indem er sich über die in Deutschland aurspricht. Niemand bttbe voraus sagen können, daß die Mark ihren Wert verliere. Briand entrüstet sich darüber, daß man verleumderischerweise erklärt h«be, England habe Bedingungen gestellt, die für die Würde Frankreichs unannekmdar seien. Mit Entrüstung tadelt Briand die. die geschrieben haben, da, Bünd­nis der beiden Völker sei eine Erniedrigung, weil Frankreich seine Stellung am Rhein aufgeben müsse. Dias, Gnrüchte s»ien fahch. Gestern sei ihm ein Versprechen gegeben worden, durch das seftae- stellt werde, daß die Garantien d»r Artikel 42, 43 und 44 »*e Friedensvrrtrags ungenügend seien, um den Frieden im gemeinsamen Interesse vcn Frankreich und England stcherzustellen, und daß wenn diese Grenze bedroht werde, Großbritannien ] mit allen Streitkräften zu Wasier und zu Lande an der Seite Frankraicks stehe. (Ern Abgeordneter der Rechteir, ixe dazwischen ruftEngland bat ja kein Heer!" wird zur Ordnung gerufen.) Briand fährt'fort, er sei ber Ansicht, daß eine derartige Garantie nicht gering angeschlagen werden könne. Er habe geglaubt, die wünschenswerte Autorität zu besitzen, um im Sinne Frankreichs zu sprechen, aber Briand macht eine Bewegung, daß er ent­täuscht fei und fäbrt fort, aber er habe nicht das Recht, auf einen Kampspssten zu treten, wenn er nicht die Gewißheit habe, keinen Dolchstich zu erhalten. Der MinifS»rpräsidEt müsse eine voll­kommen unantastbare Autorität haben. Er könne nicht sagen, daß er die nötig, moralische Kraft be­sitze. Er habe von weitem gefühlt, daß et nicht das volle Vertrauen besitze. In keinem Augen­blick feien die Interessen Frankreichs vernachläsiigt worden.

Mit einer Geste der Entmutigung verließ er die Rednertribüne und begab sich auf seinen Platz. Zum Erstaunen einer großen Anzahl von Abgeord­neten nimmt Briand seine Mappe unter den Arm und verläßt nrit sämtlichen Ministern die Kam-

Gute ter Mm

Paris, 12. Ian. Der Sonderberichterstatter der Havasagentur meldet aus Cannes: Minister Loucheur hat den Rücktritt des Kabinetts im Laufe der Sitzung des Obersten Rates gegen 5 Uhr er­fahren. Er erklärte, er befinde sich in ber Not- roenbigfeit, Cannes heute zu verlassen. Trotz des Ersuchens von Lloyd George beharrte Loucheur dabei, »bzureisen. Der Oberste Rat hat die Mit­glieder des Entschädigungsausschusses ungegliedert, um nach der Abreise von Loucheur die Verhand­lungen mit den deutschen Vertretern fortsetzen zu können. Erst nach der Bildung des neuen ftan> zösischen Kabinetts, kann die Rede von der Einbe­rufung eines neuen Obersten Rates sein. Ein Teil der französischen Abordnung verläßt heute Abend mit Minister Loucheur Cannes; der Rest wird morgen abreisen. Lloyd George verläßt Cannes am Sonnabend.

Weiter meldet Havas, der Oberste Rat werde morgen vormittags 11 Uhr zusammentreten. Die Deutschen Delegierten würden nicht weiter ange« hört werden. Wahrscheinlich werde der Oberste | Rat beschließen, seine Sitzungen zu beenden.

beibringen Änne. Der Ausschuß kelchloß, diesem Wunsche zu entsprechen. Die zweite V.chandlu-g mit ber deutschen Abordnung wurde daher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

mer. Die Sozialisten- schrien:Auflösung: ; der Kammerpräsident hebt die Sitzung auf, dre unter allgemeiner Erregung auf kommenden Donnerstag vertagt wird.

Briand an Lloyd George.

S« tem Stetten Int-

Paris, 12. Jan. Der Oberste Rat hat, wie bet Sonderberichterstatter der Havasagentur aus Cannes meldet, heute Vormittag 12 ilhr mit ber deutschen Abordnung verhandelt. Den Vorsitz führte Lloyd George. Dr. Rathenau gab ungefähr dieselben Er- klärungen ab, wie gestern vor dem Ausschuß. Rathe­nau sprach französisch und überfchte seine AuS- ührungen dann selbst ins Englische.

Paris, 12. Jan. Nach dem Sonderberichtev- tatter der Agentur Havas in Cannes hat in der hen- tigen Vormittagssitzung des Obersten Rates Dr. Rathenau die Erklärungen erneuert, die er gestern vor dem Ausschuß in seinen Ausführungen über die Schwierigkeiten abgegeben hat, denen die deutsche Re­gierung bei dem Versuch, ihre Wiederherftellungsver- -slichtungen zu erfüllen, bagegne. Die langen tech­nischen. Auseinandersetzungen Dr. Rathen aus hätten ich auf die für Deutschland maßgebende Notweichig- keit bezogen, in erheblichem Umfange seine Ausfuhr zu steigern, um ftch Einnahmen in Devisen zu be­schaffen, an denen es zur Zeit fehle. Rathenau hab« weiter erklärt, um dem deutschen Har.del und der deut- chen Industrie Arbeitsmöglichkeit zu verschaffen, fei die Einfuhr unerläßlich, sie dürfe nicht geringer als 5 bis 6 Milliarden Goldmark sein. Rathenau habe sestgestellt, daß der deutsche Haushalt für sich genommen mit 80 Milliarden Papiermark im Gleichgewicht sei, daß sich aber die verschiedenen Wiederherstellungs­lasten' für das Jahr 1922 auf 135 Milliarden beliefen.

Rathenau erklärte weiter, daß Deutschland am 15. Januar nur 75 Milliarden bezahlen könne und am 15. Februar 93 Milliarden Goldmark. Finan- zielt könne Deutschland diese Zahlung vsllbringen, wirt- schaftlich jedoch könne Deutschland dies nur mit der allergrößten Gefahr für sich selbst tun. Er gebe die Versicherung ob, daß die deutsche Reichsregierung den Willen habe, ihre Finanzen zur Gesundung zu bringen. Die deutsche Regierung sei auch bereit, die Steuern aus dem Jahre 1921 und 1922 zu verdoppeln und die bisherigen Bro tsubventionen abzu­schaffen. Deutschland sei bereit die Frage zu er­wägen, ob die Reichsbank Autonomie erhalten solle. Bezüglich der Konferenz von Genua habe Rathenau gesagt, Deutschland sei bereit, am Wiederaufbau Ruß­lands mit Hilfe von Fachleuten und Kapitalien, an denen Rußland Mangel leide, mitzuarbeiten.

kiand anganemmen.

P 0 rnc » r 6 ist mit der Bildung des neuen kabinetts t«uftragt morden. Er wird morgen endgültige Antwort geben.

n IL. A Cannes nicht den Gegenstand irgendeiner Er- £' itterung bilden und die Klauseln, die die Sicher- kompk heit Frankreichs gewährleisten sollen, stünden tLseti k^erhalb der Erörterung. Davon könne man - ?t nicht abgehen. Die Tagesordnung der Konferenz

ins die Verhandlungen erleichtern wird, ist nicht --- icher. Aber es scheint notwendig zu sein, um die :I19 Beunruhigung der öffentlichen Meinung zu ver-

Dik Obeibesisicke Zeitun> ' erscheint sechsmal wichentltch. Le,»,sMers moEltch ohoe'Zustellung 8.50 Wt, durch die Post 9.50 Ml. Für «uteaUenße «war.em mW Streik- ooer elementarer Ereiqnisie kein Ersa». - Verla, von De. C. Hrtzerot». - Druck der Univ.-Buchdruckerei von 3°d. Au«. Koch, M«« 31.23 - Rernipre** 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Lmt Frankfurt a. Rai».

Während vor dem Stiegt der Ertrag des im Ausland anockegten deutschen Sapitals Nutzen abwarf, ver- »'dtrte sich jetzt die Lage Deutschlands zu stinem N «Aktie. Daraus entsteht für Deutschland ein jähr- cs-bes Defizit von 750 Millionen. Die deutsche Au-sichr, die im Jahve 1913 zehn bis elf Milliarden Goldmark betragen habe, sei um 3L/» bis 4 Milliarden Goldmark heraboesunken. Deutschland könne das nur ändern, indem es seinen Berbraucheinschränke, was faste unmöglich sei, da in den Zollschranken ein fast unüberwind iches Hindernis zu erblicken sei. Auch die landwirtschaftliche Erzeugung sei trotz großer An- ftreitgitng in verhältnismäßig geringem Maße ge- stt'gert worden. Ratheuau sprach von den Maß­nahmen zur Steigerung der Tätigkeit Deutschlands ituf dem Weltmärkte. Er sagte, et glaube, daß, wenn Deutschland in diceset Richtung auf feine eigenen [Kräfte angewiesen sei, nichts geschehen könne, Zeit und eine gemeinsame Anstrengung aller Völker fei-n notwendig. Unter diesen Umständen könnt die Lage Deutschlands sich nur verschlechtern wenn es gezwungen werde, ungeheuere Summen für Entschä­digungen zu b^ahleu, dber es habe große Schwierig- kriftn, sich ausländische Devisen zu verschaffen. Teutich- lsird sei bereit, Anstrengungen zu machen, um die

-VWT SmeineitDieis äettäat für bie 9 fleip. Seile ober deren Raum 60 Plg. für den Milli-

Barrabatt. Bei Äu-tunft durch die Geschäftsstelle und Vermittlung der Lnge- bote 1 Mt. Sondergebüdr.

rweist sich wiederum als unberechtigt, sfall ij m Aufsatz auf der 2. Seite.)

würden, die Deutschland verpflichteten, da, zu unternehmen, was es bis jetzt noch nicht getan hab«. Darüber seien die herzlichsten Verhandlungen in Cannes geführt worden. Frankreich verliere nicht einen Centime von seinen Forderungen. England bringe ein großes Opfer, wofür Belgien und Frank­reich dankbar seien. (Die Rechte unterbricht Briand ------ -

wiederum.) Er wisse ganz genau, daß bi« un= fangen der deutschen Abordnung mit dem Entschädr- aünstiaen Fragen gegen die Regiernng ausgebeutet gungsausschuß erklärte Rathenau, DeutsÄfand habe würden «ährend man über Oberschlesien, Ruhr- 'dem Ausschuß nicht früher Aufklärungen gegeben, weil ort ^üffeldoef und andere günstige Lösungen tS wußte, daß der Oberste Rat in Cannes zusammen- Schweine »eil man dies alles rasch veraesien habe, trete und es glaubt hätte, es sei vorzuzrehen, den Fran^eich sei in der Lag«, mit einem Gläubiger, Augenblick abzuwarten, in dem es sich den Delegierten der sich mit anderen Gläubigern an einen T^ **"»*

setzt habe, über die Unmöglichkeit ein«, Schuldners, tu bezuhlen, zu verhandeln. Man könne nein sagen. Aber dann muffe man sich vor Augen halten, was sich ereignen werde. E» sei ;a sehr leicht, zu be­haupten, die Regierung gebe die Rechte Frank­reichs preis. Aber er wünsche, daß da» Volk und das Parlament au« der Atmosphäre der Beun­ruhigung der auskämen. sCs entsteht wieder iro­nischer Beifall.) Briand macht Miene, die Kam­mertribüne zu verlassen. Kammerpräsident Peret halt Briand zurück, der die wenigen Stufen, die er bereits von der Rednertribüne heruntergestiegen

Sagt zu bessern.

Auf die Frage, was Deutschland imJahrel922 bezahlen könne, erklärte Rathenau, er könne nicht aulwcktteu, bevor er wisse, welche Sachliefe­rn n g e n dieses Jahr von Deutschland gefordert würden Die deutsche Regierung sei bereit, in diesem I..hxe das Defizit der Eisenbahnen und der Post zu beseitigen. Er werbe auch alles Mögliche unter­nehmen, um die Unterstützungen kräftig herabzusehen, die für die Volksernährung aufgewendet würden. Eine wesentliche Erhöhung der Steuern auf die deutsche Kohle sei nicht möglich, da der deutsche Kohlenpccis schon fast den Weltmarktpreis erreicht hake.

.. [Regierung stelle das Parlament nicht vor eine vol- Damet ^dete Tatsache. Sie gibt Auskünfte Über die ), i 4 lnterhandlungen, was noch .wenige Regierungen letan haben. Sie gibt Erklärungen ab, während bis >ie Konferenz mitten in den Arbeiten steht. Ob

gibt ein» Mehrheit, die nach Prüfung den Zah- ^ lungsplan abändern will. (L^on Daudet ruft dazwischen: Das ist bebauerUswert. Ministerprä- stedent Briand »artet einige Minuten, bis sich der Lärm gelegt hat und Kammerpräsident Peret fordert die Kammermitgliedar auf, den Minister­präsidenten in Ruh« anzuhär»».)

Briand fährt dann fort: Da, ist keine Re- gierungssrage. 5)ören Sie'doch zu, wie weit die Dinge rediehen sind. Weil es uumöglich ist, diesen Zahlungsplan zu verhinderU, ist die sran- zLisiche Regierung bemüht, die französischen Intrr- ----------- --------- .

eüen ilchersusiellen. Wenn der Zahlungsplan für f,x»er§ leid, dah ich die Unterftandlunaen »ie wir im 1922 alHxän^rt sei, ^en^attTn, «

damit die Laz» nicht ltL3 die gleiche »sre. Erfata gefüdrt hätte, nlcbt

Frankreich Hobe auf sein, Serben hingewiefen, auf JB $,,be)Ten konnte. Ich h»ffe, daß mein Nach-

die Lay» seiner Finanzen und erklärt, es könne f,retr sie weiter führen wird und dah er glücklicher

iq99 nurfj nur um all ich die «»sichten verwirklichen kann, die wir ange-

n'.cht zugeben, baß das ^ahr 1J-2 e, aucy nur um a . bitte Sie, den Ausdruck meiner

einen Centime beraube. Wenn btr 3aI)IuH8spfan aurgezeichneten Hochachtung entgegenzunehmen, abgeänbert werden müsse, verlang, Frankrecch, daß (905.) Briand.

* * Millerand bat die Mitglieder der Regierung, bi?Geschäfte bis zur Beendigungen der Krise sort-

werde'xftgt hat. Und zahlen muß Deutschland auf M9 eben Fall. Der Optimismus bestimmter Kreise

I möglich. Auf jeden Fall wird eine Verzögerung mtreten, da die Konferenz von Cannes unter­rochen wird, bis ein neues französisches Kabinett «bildet worden ist und dieses seine Politik feft-

elerstr.

1922

» Paris, 12. Zan. Das Ministerium Briand > »urückSg«treten. Der Präsident der Re- ----' Mk. Millerand, hat den Rücktritt des Kabinetts

Wie der teuren HterSm

Paris, 13. Zan. Die deutsche ASsrduunz ist heute von Cannes abzereift.

tundung bewilligt ober abgelehnt werbe, er könne sagen, daß die Mehrheit f ü r die Stundung est stehe. (Bei diesen Aeußeruv.gcn des Mini-

vertagt.

Androhung von Zwangsmaßnahme«. -

Den deutschen Delegierten ist bereits bie Mitteilung gemacht worden, daß dir erjte ZwangsmaßnUhM^

rtaujen Sct^e es notwendigerweise morgen ein Opfer wer- - 8, l. ftn. Es sei eine Notwendigkeit für die Völker, sich

«x leotbnett sind anwesend. Briand beginnt damit, lölW u erklären, er wisie nicht, ob es nicht die Pflicht ) «5 Vertreters Frankreichs sei, sich anderwärts

iuch 6e n befinden. (Widerspruch rechts.) Aber er habe e eglaubt, es sei seine Pflicht, dem Laitde und dem r p.j.i Parlament die Wahrheit zu sagen, um die falschen lle erlich lügenhaften Nachrichten zu widerrufen. Die

. ^.rpräsibenten kommt es zu stürmischen Szenen, ulrll.xkmige Abgeordnete auf ber Rechten rufen: Briand

tde

24 rnerkennen lasien, über die jeden Augenblick ein

»ach He vorsichtig fein, wenn er Auskunft gebe)

e 1: c n b fährt fort: Das ist eine Tatsache. Es

Deutscherseits wird offiziell aus Cannes gemeldet: In der heutigen Nachmittagssitzung des Obersten Rates beendete Dr. Rathenau seine Ausführungen, in denen er im besonderen bie von der deutschen Regierung ins Singe gefaßten Maßnahmen zur Beseitigung der finan­ziellen' Schmierigkeiten batltgle. Während ber Sitzung ging mis Paris bie Nachricht von dem Rücktritt B r i a n d s ein, worauf Loucheur den Obersten Rat . verließ. Nach Beendigung der Ausführungen Dr.

16 | Rathenaus erklärt« der Vorsitzende Llopb George, " daß angesichts des Fehlens einer verbündeten Re­gierung die Beschluß- und Verhcmdlungssähiakeit des Obersten Roles zweifelhaft sei. Die Frage müsse ers« in einer intimeren Beratung geklarte werden., xee Sitzung wurde darauf gegen */J Uhr nachmtttagtz

Der Rücktritt Briands kommt nicht unerwartet. ? ' Xe Mehrheit des Parlaments arbeitet fett lsnge- n2|l « Zeit schon gegen Briand, weil er angeblich NM it Jnteresien desvon Deutschland bedrohten" ßtiudj ftankreichs bei den Verhandlungen mit den übri- en Verbündeten nicht genügend gewahrt habe. ii3 3 ste so gut wie feststehende Teilstundung der von )eutschland zu zahlenden Summen, die mit den iarantien nur eine kleine Atempause, aber feine u üleichterung darstellt, geht den kurzsichtigen Pari­si u Chauvinisten unter Führung P 0 i car 6 s ; Ifoch hon viel zu weit. Ob ein Kabinett P 0 i n c a r £ itfliiii n der Lage wäre durchzusetzen, daß der Stun- arf|iet9 «ngsplaii weiter zuungunsten Deutschlands abge= teil nbert wird, ist fraglich, wenn auch sehr wohl

verlangt. Der Entschstdigungsausschuß habe das

o1, Mehrheit Zahlungsaufschub zu bewilli- Klr«?MN. Frankreich habe in diesem Ausschuß nicht ;run Mehrheit. Es hänge nicht von ihm ab, ob die

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24 zu vereinigen, um etwas Ordnung in diese Un- chefVdnung zu bringen und etwas Sicherheit in dieses 1.J khaos. Der Friedensvertrag von Versailles könne

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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen