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Nur blauer Dunst vorgemacht. Rathenau betreibe eine Rebenrcgienmg und spiele Minister ohne Verantwortlichkeit. Hergt erklärte weiter: Wir wollen den Tvv Rathenau nicht als Vertreter Deutschlands im Ausland sehen. Die Koalition der Deutschen Volksvartei mit der jetzigen Regierung kann nur gerechtsertigt werden als ein Uebergang; sie ist jedoch ein Hemmnis für die Entwicklung zur Koalition der Zukunft mtt entscheidendem Einfluß der Rechten. Mit Bezug auf die Steuerfragen sagte Hergt: „Die Deutsch- Nationalen werden die Sozialdemokraten zwingen, Barbe zu bekennen, auch mit Beziehung auf die indirekten Steuern."
totgslaufen hatte.
Und nun die wirtschaftliche Seite. Es wäre grundverkehrt anzunehmen, daß die Konferenz von Cannes nach ihren bisherigen Ergebnissen Deutschland einen wesentlichen, irgendwie fühlbaren Nachlaß seiner Schuldverpflichtung bringen würde. Seine Gläubiger haben auch M dieser Aktion nicht im mindesten das deutsche I't:resse, sondern nur ihren eigenen Vorteil im Auge. "Es handelt sich im allgemeinen lediglich darum, die Art und Form der deutschen Entschädigungsleistung anders zu gestalten. Jedenfalls kann, von der englischen Stundung abgesehen, von einer W rtmiude- rung der jährlichen Entschädigungsleistung nicht die Rede sein. Nur, daß wir den im Ultimatum festgesetzten Goldbetrag zu einem großen Teil durch Sachlieferungen werden decken müsien.
Das ist nach der Ansicht mancher Volkswirt- fchaftlsr eher ein Nachteil als ein Vorteil. Denn die Anspannung der deutschen Industrie f'ir unmittelbare Entschädigungsleistung^n drückt die Pasiivität unserer Handelsbilaitzz noch weiter herab und schließt einen großen Teil unserer industriellen Erzeugung von dem freien Absatz auf dem Weltmärkte aus. Das bedeutet einen großen Nachtet für unseren ausländischen Kredit und für die beginnende Wiederbelebung unserer weltwirtschaftlichen Beziehungen einen starken Rückschlag.
Die deutsche Abordnung, die in Cannes er- -scheinsn wird, hat eine ungeheuer schwere Aufgabe Dr. Rathenau kann beweisen, ob ihm die deutsche Wirtschaft wirklich etwas zu verdanken hat.
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keine Entscheidung getroffen.
Paris, 9. Jan. Der Sonderberichterstatter des „Temps" in Cannes berichtet nachdem es den Sachverständigen gelungen fei, die Delegierten des englischen Schatzamtes zu überzeugen, daß die deutsche Zahlungsfähigkeit höher sei, als diese zuerst angenommen Haban, werde dadurch, daß der Betrag der deutschen Barzahlungen für das Fahr 1922 von 500 auf 700 Millionen Cold- mcirk heraufgesetzt werden soll, die übrige Arbeit erleichtert, denn dadurch werde ermöglicht, bei der Verteilung jedermann zufrieden zu stellen. So gehe man also einer Verständigung entgegen dadurch, daß man sich durch das Verfahren von Spaa leiten lasse. Die Frage sei, ob man, wie in Spaa, nach Anhörung der Deutschen zu einem Ultimatum greifen werde, das zwar von den Belgiern und Franzosen für wirksam erklärt, von Italien jedoch ab g e l e h n t und von England nur mit Widerstreben angenommen würde. Die Beantwortung dieser Frage werde von' der Haltung der Deutschen abhängen.
Abreise der deutschen Abordnung.
Berlin , 9. Jan. Heute mittag hielt das Reichskabinett eine Sitzung äb, an der der Führer der deutschen Abordnung, Dr. Rathenau, teilnahm. In der Sitzung wurden, den Blättern zufolge, nochmals die Vollmachten erörtert, die den deutschen Delegierten für die Konferenz erteilt w-rden sollen. Die Abfahrt der deutschen Vertreter nach Paris erfolgte um 2 Uhr. Sie begeben sich wahrscheinlich von dort moraen Nacht nach Cannes, wie sie voraussichtlich am Mittwoch eintrefsen.
P ar i s, 9 Jan. Der Sonderberichterstatter der Agentur Havas meldet aus Cannes: Der Oberste Rat wird di- deutsche Vertretung einladen, Paris am 10. Januar zu verlassen, und am 11. Januar in Cannes zu sein.
Die Konferenz von Genua.
ganisationsmaßnahmen treffen.
Die Haltung Amerikas.
London, 9. Jan. Der Washingtoner Korrespondent der „Times" meldet, die Annahme der Einladung zur Wirtschaftskonserenz in Genua durch die Vereinigten Staaten werde keineswegs bedingungslos sein. Amerika fürchte ,daß aus der Konferenz von Genua eine wirtschaftliche Erörterung, an der es bereit fei teilzunehmen, in eine politische Streitigkeit ausarte.
P a ri s, 9. Jan. Nach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Washington sei es nutzlos, mit den verschiedenen künftrgen Hilfsmitteln, da für die Besserung der europäischen Verhältnisse vorgeschlagen werden, weitere Versuche zu machen, falls nicht die Ursachen des Darniü>erliegens des eurvpAschen Wirtschaftslebens beseitigt würden. Der wirtschaft- liche Wiederaufbau Europas toürbe sich nach den Ansichten von Persönlichkeittn, die augenblicklich für die Regierung sprächen »rasch einstcllen, wenn Frankreich und andere Nationen ihre mllitärischen Streitkräfte abbauten, und wenn btt Sutschädigungs- forderuULen ahgxbaut würden.
Eine Kritik Hergts.
Berlin, 7. Jan. In einer Versammlung
lament wieder De Valera zum Regierung Hef wählt. Dann werde er ein au» Extremisten zusammengesetztes Kabinett bilden.
Senbon, 9. Jan. In einer Atzung des Kabi- nettsauSschusscs für die irische Frage kam die Frage der Räumung Irlands durch die britischen Truppen Mr Sprache. Im gegenwärtigen Augenblick beträgt Seren Stärke 60 000 Mann.
Belfast, 9. Jan. Am Samstag und Sonntag kam es wieder zu Schießereien. In einem Fclllr wurden gegen Polizeibeamten drei Bomben geschleudert Es wurde eine Person getötet und vier verwundet.
Das englisch-irische Abkommen.
De Baleras Oppofiition.
London, 9. Jan. De Valera erklärte in Dublin, er werde den Kampf um die Republik von Irland fortsetzen. Die Republik bestehe ebenso wie ihr souveränes Parlament. Die Entschließung, leinen gewissen Vertrag zur Ratifizierung anzu- lempfehlen, sei kein gesetzlicher Att. Laut „Daily Telegraph" sei es möglich, daß das Sinnfeinpar-
Paris, 9. Jan. Nach einer Havasmeldung der Oberste Rat in seiner gestrigen Abendsitzung schlossen chaß schon heute ein engerer Ausschuß mit der an die verschiedenen Regierungen zu richtenden Einladung beschäftigen soll, an der Konferenz in Genua teilznuehmen. Dieser Ausschuß soll die Tagesordnung der Konferenz festsitzen, bevor die jetz'ge Tagung des Obersten Rates in Cannes zu Ende geht. Die italienische Regierung werde dann die matttte'chn Or-
Aus dem besetzten Gebiet.
Köln, 9. Jan. Die „Köln, ßtg." meldet
jie EiMW MWnir naß ton«.
Es wäre falsch, die Einladung, die an Deutschland ergangen ist und den grundsätzlichen Stundungsbeschluß des Obersten Rates schon jetzt ftqendwie als einen Erfolg zu betrachten. Wenn vir nicht durch die Erduldung einet ausgesucht
Dir Versorgung mit MumdMapirr.
Berlin, 9. Jan. Im ReichSverkehrsministeri- irm fand gestern auf Veranlassung der Vereinigung großstädtischer Zeitungsverleger eine Besprechung über die Sicherung und Versorgung der Presse mit Zeitungsdruckpapier statt. Der Vorsitzende gab im Auftrage des Ministerns bekannt, daß vom Reichsverkehrs. Ministerium aus die Nachgeordneten Stellen angewiesen seien: 1. unter allen Umständen die nötige Zahl an Wagen zum Transpott von Jeitungsdruckpapier zu stellen; 2. daß im Notfälle Zeitungsdruckpapier mit Eilgüterzügen zu befördern fei; 3. daß telegraphische Vormeldungen an die Empfangsstattonen stattfinden sollen. Ferner gab der Vertreter des Reichsministeriums der Bereitwilligkeit Ausdruck, den Eisenbahndirektiou-en zu empfehlen, im Falle der Verhängung von Sperren eine Ausnahme für Zeitungsdruckpapier eintrrten zu lassen.
Marburg
DiMag, btn10. ZMlll Hartung.
hat be- sich
Frankreichs Bündnttfarderung gegen Deutschland.
London, 9. Jan. Reuter zufolge, erörterten Vriand und Lloyd George auf einer Zusammenkunft gestern abend u. a. d'e englisch-französischen Beziehungen. Frankreich wolle eine Art von Bündnis, das eine ini-iiäcische Garantie gegen Deutschland'umfaßt. Der britische Standpunkt sei ledoch, daß etwas Umfassenderes erforderlich ei, wie z. B. eine allgemeine Vereinigung unter den europäischen Mächten, die die Aufrechterhaltung des Friedens garantiere, etwa in der Art des Visrmächievertrages über den Stillen Ozean. Frankreich wünsche jedoch besondere Garantien gegen einen deutschen Angriff. Außerdem sei auf beiden Seiten der Wunsch einer vollen Erörterung und Regelung aller zwischen Großbritan-ien und Frankreich schwebenden Fragen vorhanden, um künftige Mißverständnisse zu vermeiden. Ci-e solche Erörterung würde jedoch ein so weites Feld umfasten, daß sie in Cannes nicht beendet werden könne.
Paris, 9. Jan. Der Vertreter des „Echo de Paris" meldet: Vriand und feine Mitarbeiter hätten zuerst ein Defensivbündnis verlangt, das sich auch auf dis osteuropäischen Staaten, namentlich auf Polen, ausdehnen werde. Diese Formel habe Lloyd George jedoch als für die Dominions unverständlich a b g e l e b n t. Er fei mit einigen Aenderungen auf dem Wortlaut des Schutzvertrages vom 26.8.1919 zurückgekommen. England wolle Frankreich mit allen seinen militärischen Slreit- kräften beistehen und gemäß Art. 43 unb 44 Ses Frieden^nertrags von Verfallt ; die militärische Neutralität des linken Nheinufers und die Entmilitarisierung des rechten Nbein- ufers in einem Gebiet von 50 Kilometer sichern im Falle eines nichtprovozierten deutschen Angriffs.
Cannes, 9. Jan. Havas meldet, daß Vriand beute mit Lord Curzon eine Unterredung hatte, die die englisch-französischen Beziehungen im allgemeinen zum Gegenstand gehabt haben und der weitere Besprechungen im Hinblick auf den Abschluß eines franzöüsch-englischen Garantievertrages folgen sollen. Nach dem Havachettüsterstatter verhandeln die beiden Neg'erunaen in dem gemeinsamen Wunsche, zwischen sich fe'ne Ursache ritt Gegensätze bestehen zu lasten und zwar sowohl in der europäischen Politik w'e be? der Wa rung der beiderseitigen Jnteresten und Rechte in den Kolonien und Schutzgebieten.
Einb zir^ung Italiens?
Cannes, 9. Jan. Man faßt frier auch die Möglichkeit eines Anschlustes Italiens an das englisch-französische Abkommen ins Auge, d ' eme breite Grundlage zur Verständigung geben könne, durch das der europäische Besitzstand ähnlich dem Abkommen über den Stillen Ozean garantiert werden könne. Das Abkommen würde durch einen formellen Vertrag den von Briand vorgeschla.genen Grundsatz anerkennen, daß alle Länder sich verpflichten müssen, sich jedes Angriffs auf ihre Rsch- barn zu enthalten.
Französische Kritik.
Pari.», 9. Jan. Das „Journal des Debets" erklärt, in Cannes sei alles in voller Verwirrung. Nach den Blättern hätten die Unterhend- lungen jetzt den Abschluß des sogenannten französisch-englischen Sicherheitsvertrages zum Gs^Zen- stand. Daß Vriand und Lloyd George sich 8b« ein je interessantes Thema unterhielten, beßteife SW
Koblenz: Bis ungefähr Mit« März werden im ganzen noch zwei größere Truppenab'eilungen der amerikani- schen. Besatzung nach den Vereinigten Staaten zu- rückbefördett. Es wird dann dsi von dem neuen amerikanischen Kriegsdepartement für btt Zukunft sestgesitzk Zahl der Besatzungstruppen erreicht sein.
Landrat Graf Adelmgnn ist nunmehr zum Regierungspräsidenten in Köln ernannt worden.
Koblenz, 7. Jan. Eine Verordnung des ameri- kau'schen Hauptquartiers bestimmt, daß in Zukunft die Angehörigen der amettkanischen Besatzungsarmee n sch die Offiziere der übrigen verbündeten Armeen zu grüßen haben. — Diese Verordnung läßt weitgehende Rückschlüsse auf das Verhältnis zwischen ameri- kan'lchen und französischen Offizieren zu.
Saarbrücken, 9. Jan. Wie vor einiger Zeit die „Saarbrücker Ztg." ist nunmehr mich die „Saar- brücker Landeszeitung" auf Befehl des Generalkom- misfattats in Straßburg für drei Monate im Elsaß und Lothringen veoboten worden.
W a l d f i s ch b a ch, 8. Jan. Die Zeitung „Freier Bauer", Organ der freien Bauernschaft der Pfalz, des Saargebitts ufw., ist von der interalliietten Rheinlandkommission auf drei Tage verboten worden.
London, 9. Jan. Die „Daily Mail" meldet aus Washington, die amerikanisck)e Mitwirkung mrc von der Verminderung der Landstreit- k r ä s t e abhängig gemacht werden. Die Vereinigten Staaten würden aber einer Streichung bet von Frank- reich an andere Länder geschuldeten Summen nicht zustimmen.
Teilnahme Lenins.
L o n d o n , 9. Jan. Laut „Daily Herold" sollen die verbündeten Staatsmänner besonders wünschen, daß Lenin Rußland auf der internationalen Wirtschaftskonferenz in Genua vertrete.
L a n n es, 9. Jan. (Havas.) Es wird amtlich bestä;tigt ,daß Lenin die Einladung zur Teilnahme an der Konferenz in Genua bedingungslos angenommen hat, vorausgesetzt, daß die in Rußland herrschende Hungersnot die Sowjttvettreter nicht verhindern wird, ihr Land zu verlasse».
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Räte-Richland.
Die 2jährige Dienstpflicht.
Kopenhagen, 10. Jan. Nach einem Telegramm der „Berlingske Tidende" teilt die Zeitung „Rulj" mit, daß die Sowjetregierung die Ver- ügung betreffend die Einführung der 2jährigen obligatorischen Wehrpflicht veröffentlicht habe. Die Wehrpflicht trete mit dem 18. Lebensjahre ein.
Polnisches Bermittlungsangrbot im karelischen Konflikt.
Kopenhagen, 10. Jan. „Berlingske Tidende" meldet aus Helsingfors: Der hiesige polnische Gesandte bot der finnischen Regierung die Vermittlung Polens für eine friedliche Lösung des karelischen Konflikts zwischen Finnland und der Sowjetregierung an. Der finnische Eescmdte in Moskau schlug der finnischen Regierung vor, die diplomatischen Beziehungen zwischen Finnland unc Rußland abzubrechen, da es sich als unmöglich erwiesen habe, bet den bisherigen Verbard-. lungen über den gegenseitigen Handel auf anderen Gebieten prattische Ergebnisse zu erzielen.
Hungerstreik politischer Gefangener als Protest gegen die Verbannung.
Nach einer Mitteituna des .Vorwärts" sind .alle in Moskau im Butyrkischtn Gefängnis eingekerkerten Sozialdemokraten, 35 an der Zahl, in einen Hungerstreik getreten. Die Genossen, unter denen einige seit mehr als 11 Monaten in Vornntersnchungsbaft schmachten, ohne daß gegen fie irgendeine Anklage erhoben werden konnte, während andere, vor kurzem aus den Provinzialgcfängnissen nach Moskau gebracht wurden, sollten nun nach Turkestan und anderen entlegenen Gegenden verbannt werden. Zum Protest gegen diese Grausamkeit erklärten die Genossen den Hungerstreik.
Hamburg erklätte Staatminister a. D. Hergt u. dem deutschen Volke werde von der Witthregierun-
Mählich ungeheuer bescheiden geworden wären, so ! würden uns die Ereignisse der letzten Tage in fei= lneI Weise überraschen können. Durch den Frie- 1 bensoertrag von Versailles, der eine einzige Vergewaltigung darstellt, ist uns das Recht ausdrücklich ! zuerkannt worden, daß unsere wirtschaftlichen Verhältnisse auf Verlangen dahin geprüft werden müs- l ifen, ob sie den Entschädigungsforderungen der Geg- iBer gewachsen sind. Die Konferenz von Cannes hat mit ihrem Beschluß lediglich auf diese Beistimmung Rücksicht genommen, und vorläufig kann 'von garnichts weiterem die Rede fein, als daß die Art der Entschädigungsleistung in Cannes geprüft und vielleicht auch abgeändert wird und daß man i zu diesem Zweck die wirtschaftlichen und finanziellen Sachverständigen der deutschen Regierung j "zweifellos ganz unverbindlich — hören will. Wenn der „Vorwärts" darin einen Erfog der Regierung Dr. Wirths sehen will, so stellt er die Dinge auf den Kopf. Sollte man in Cannes endgültig zu der Ukberzeugung kommen, daß Deutschland die ihm auferlegte Last tatsächlich nicht tragen kann, so wäre das nur für diejenigen ein Erfolg, die schon in Mai vorigen Jahres dasselbe gesagt und mit ihrer Ansicht Recht behalten haben, nicht aber für diejenigen, die damals behaupteten, Deutschland könne erfüllen und die jetzt doch ein- - gestehen müssen, daß die Erfüllung über, unsere
Kraft geht. Die Annahme des Ultimatums hat Oberschlesien nicht gerettet. Und es hat nur 8 Monate gedauert, bis der Kurs vom 10. Mai sich
Die heeliSen Mmn md Garantien.
Wieder etn Ultimatum?
Cannes, 9. Jan. (Havas.) Die Minister, die über die Entschädigungsfrage verhandeln, haben heute vormittag 11 Uhr über die Frage beraten^ welche Garantien von Deutfchland verlangt, werden sollen, um die Sanierung seiner Franzen ficherzustellen. Sie seien über die meisten Punkte zu einer Einigung gelangt, hätten aber einige andere zurückgestellt, um die Ankunft der deutschen Delegierten abzuwarten. Die Aussprache habe sich hauptsächlich auf die Frage erjtieeft, ob die von Frankreich verlangte Ueberstedelung des Garantie- ausschusses nach B e r l i n durchgeführt werden soll. Die britische Delegation sei der Ansicht, daß der Entschädigungsausschuß selbst feinen Sitz in Berlin nehmen müsse, um Widersprüche zwischen den beiden Organismen sowie die bedeutenden Kosten, die daraus entstehen würden, zu vermeiden. Es wurde
Di« „Oberheistickie Zeitun' eritbeint iedismal wöchentlich. — Bezug,prer, monatlich ohne Zustellung 8.50 Mk„ durch die Post 9.50 Mk. Für ausfallende Nummer» infolge Streiks oder elementarer Ereigniste kein Sriatz. — Verlag von Dr. C. Hitzeroth. — Druck der Univ.-Buchdruckerei von Jod. Aua. Koch, Markt 21.23 — llernfprecher 55, Polticheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Mai».
Bimtiches Vettündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
«„..iaennTets beträgt für die 9 gefp. Zeil« ober deren Raum 60 vfg. für den Milli, und auswärtige 80 Pfg. Andere Spaltenbreiten nach entiprechender « e^ufend- odlr den Raum über Seite einnebm-nbe An. Berechnung, vpar -rn T-rtipalt-nbreit- ju fetzen und ,u berechnen,
-eigen änd wir berechtigt, CoI ,3'eile mit 6.00 Mk. Zeder Rabatt gilt al, «nnabtit’ sei ^Auskunft durch die Seichäftsstelle und Vermittlung der Ange- Larradatt. »et »»sruu, ± mL Sondergedühr.