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1922

Nr. z

in Belfast

irr crngetroffen. Nach einer kurzen

150 Slug» den Ord-

des S. allrussischen ffvngrrsses teil, von denen 1522 Kvmmu-

Osfenstve in ßetelfnt.

Jan. Belschewiflische Trnppen,

lest- Nen-

91m Ein

Begrüßung fand eine Vorbesprechung statt. Morgen wird sich Calonder nach Oppeln begeben.

Der italienisch-südslawische Zwischenfall. DerPe­tit Parisien" glaubt, das! der Zwischenfall von Sc- benico vor das Tribunal des Völlervundes gebracht werden soll.

auf Grund einer besonderen Bestimmung des Vertrages von Versailles erhobenen Sch aderersa^f.-rderungen für solche deutschen Maßnahmen,' die in der Zeit zwischen dem 31. Juli. 1914 und dem Tage des Eintretens dieser Länder in den Krieg getroffen worden sind. Es handelt sich dabei um die Länder, die in den Weltkrieg erst später eingetretcn sind. Um einen Begriff von der Höhe dieser Ansprüche zu geben, mag nur erwähnt werden, daß z.B. Portugal für diese Zeit einen Schadenersatz in Höhe von nicht weniger als rund ^/«Milliarden Goldmark fordert.

Einberufung des Reichstagsausschusses für aus­wärtige Angelegenheiten.

Berlin, 4. Jan. Wie dieDeutsche Allgem. Ztg." ans parlamentarischen Kreisen hört, wird beabsichtigt, den Reichstagsausschutz für auswär­tige Angelegenheiten nach der Konferenz von Can­nes und der Rückkehr von Dr. Rathenau zu einer Aussprache über die autzenpolitische Lage einzu­berufen.

Noch keine Reichspräsidentenwahl.

Berlin, 4. Jan. Zur Frage der Neuwahl des Reichspräsidenten erfährt dieDeutsche Allg. Ztg." datz die Reichstagsfraktionen vorläufig noch nicht beabsichtigen werden, eine Entscheidung in dieser Frage zu treffen, solange nicht die Gesetzes­vorlage über den Volksentscheid verabschiedet wor­den ist. Ucber die Frage einer gemeinsamen Kan­didatur konnte trotz vielfacher Bemühungen bisher noch keine Einigung getroffen werden, sodah vor­läufig kaum mit einer Wiederwahl des Reichs­präsidenten Ebert zu rechnen sein wird.

Str WwWai in MtkiW.

Dinkelsbühl, 3. Jan. Wie nunmehr gestellt wurde, galt der Bombenanschlag in der jahrsnacht den Sicherheitsorganen der Stadt. Auskommen vieler Verwundeter wird gqroeifeft.

London, 3. Jan. Bei den Unruhen wurden gestern vier Personen verletzt.

sich machen werden, die Republik ?u sickern.

In den Sitzungen nahmen 1991 Vertreter nisten waren.

Bolschewistische

zeluc von ihnen sind buchstäblich mit Eisenteilen ge­spickt. Die verhafteten neun Burschen gaben an, daß sie ein :v. Racheakt gegen die Polizei ausgesühct betten, die einen der Ihrigen tags zuvor verhaftet hatte.

Mit dem Anschlag in Verbindung steht eine am Tage vorher vorgenommene Verhaftung eines 5e- tntnfentn jungen Mannes, dessen Befreiung sich eine Rotte junget Burschen zum Ziel gesetzt batte, wobei sie von der Polizeiwache ein Fcnsterg'tter wegrissen. Es wurde festgestellt, daß von den jungen Leuten die Redensart gebraucht wyrdedas neue Jahr soll für die Schutzleute schlecht angehen". Daß der An» schlag längere Zeit vorbereitet war, geht auch aus dem Umstande hervor, daß die Anfertigung einer solchen Bombe mehrere Tage in Anspruch nimmt. Bis jetzt wurden neun Verhaftungen vorgenommen und aufrecht erhalten. Bon den Schwerverletzten ist der Schutzmann Bieringer am stärksten verstümmelt. Roch heute weilt in Dinkelsbühl die Staatsanwalt­schaft, um vollkommene Klarheit in die Sache zu bringen. Tie Untersuchung soll sich auch dahin er­strecken, ob es sich um einen rein kommunistischen Anschlag handelt, Gerüchtweise verlautet, daß auch ein St-stitrat in die Angelegenheit verwickelt sei.

Tie ^berbe!l>l<be 3eitun' erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich ohne Zustellung 8.50 Wt, durch die Post 9.50 Dtt. fiür ausfallende Nummern infolge Streiks ooer elementarer Ereignisse kein Ersatz.Verlag von T*. C. 5>itzerott>. Druck der Univ^Buchdruckerei von Job. Aua. Koch, Markt 2123 - Fernsprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. Main.

Helsingsors, 3. , fctt über Artillerie und Kavallerie verfügen und den Mareliern an Anzahl bedeutend überlegen sind, haben eine große Offensive gegen Vvrmarvi eingeleitet.

. Loudon, 3. Jan. In England werden ßeuge für Mesopotamien hergestellt, die für uungsdirnst benutzt werden sollen.

Der Anzeigenpreis beträgt- die g gesp. Zeile oberderen Raum 60 Pfg. «ir den Milli­meter. amtliche und auswärtige 80 Psg. Andere <---»ntinr,*enber

Berechnung. Spät einlaufende oder den Raum .... ,, ------ ,

-eigen sind wir berechtigt, nach der Tertspaltenbreite zu fetzen und zu berechnen. Sogen. Reklamen berechnen wir die Eol.»Zeile mit 6.00 Mk. Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Auskunft durch die GelchostsNelle und SBcrmtttlung der Ange­bote 1 Mk. Sondergebübr.

Sc nSften Opfer f«r d-n HnterWt des Roten fgeerrt aus kick ,n nehmen. Der Kongreß hofft. d«ß die wirtschaft- licken Fortschritte es auch der Roten Flotte mög- Zugänge zu den Seehäfen der

Räte-Nu^land.

Beschluß des 9. allrussischen RStekongresieS.

Moskau, 3. Inn. (Funksv^ck.) DiePravda" v-rSsfentlicht vom 9. allrussiscken Rätekongreh dir auf Grund eines Berichts Trotzkis angenommene Tagesord­nung, worin eS heißt:

Der Kongreß bestätigt den festen Willen der Räte- republik mit allen Völkern in Frieden $u leben. Keine Grenzverfchiebung könnte dir hungernden ernäbr-u oder die wirtschaftlichen Ruinen wieder aickrichten. Der Kon> areß heißt die Bemühungen der Regierung, die erst- Räterepnblik vor neuen Kriegen zu bewabren. gut und ">ünscht nur Frieden und Arbeit. Er billigt auch die Brrminherung des Roten Heeres und weist mit Ent­rüstung btt lügnerischen Erfindungen kapitalistischer m' .-nerunnen und Zeitungen zurück, daß Rußland » 'eine Rackbarn, hauptsächlich gegen Bolen, Krir,sab richten hege. Leider batte die Sowietregwrnnn noch immer nicht die' Möglichkeit, den Bestand der Republik gegen aegeur-volutionäre P-?rfuche zu schützen. Die Weige­rung Rnrnäm-ms. sich zur Neutralität -u pervslichten. und die unaufhörlichen 'Unternehmungen von Bauden, die aus Polen, Rumänien und Finnland in Rußland ein- kalken und der javanische Annrisf im Osten, all dies zu einer Zeit, wo die Konferenz in Washington über die Entwafsmmg berät, ohne Rußland zu befragen, sind -eindliche Handlungen. Ob>uohl die Regierung dennoch in ihrer Friedenspolitik weiter beharrt, muß sie trotz­dem bereit sein, ieden Versuch, die Nnabbängiakeit der Bundesräterewtbk'k M verletzen, mit den Wassen zurück- weiken ,u können. Gleichvuti« mit der Verminderung hti Roten H-eres müsse daher feine materiell und tech­nische Berbessrrnrit ertoigen, um ihm dir höchster-- tzeichbare Kampfkraft tu sichern. Der Kongreß '-rückd die Entschloskenheft der arbeitende» Masten aus

Marburg

Mittwoch, dev l Summt

Hartung.

England.

Neuwahlen im Februar?

London, 3- Jan. .Pall Mall and ©lobe" glaubt, die Nachricht, daß im Februar Neuwahlen statt­finden werden, bestätigen zu können. Llohd George werde bei feiner Rückkebr aus Cannes dem fiönia raten, das Parlament vor dem 30. Januar, an wel­chem Tage die Kammer einberufcn werden sollte, auf­zulösen. Lloyd George werde gleichzeitig die Bildung einer neuen nationalen Partei ankündigeu.

Das englisch-irische Abkommen.

London, 3. Jan. In Dublin werden heute die Verhandlungen über das englisch-irische Abkommen von dem Sinnfeinerparlament wieder aufgenommen werden. Ein beträchtlicher Teil des irischen Volkes scheint der Ratifikation des Abkommens g ü n st i g gegenüberzustchen. Die Erasschastsräte, zwanzig Distriktsräte, 14 Sinnseinklubs, 14 Vereinigungen von Landleuten, sowie 5 Gruppen von Arbeiterveremt- gungen und verschiedene andere Organisationen haben sich öffentlich für die Annahme des Abkommens ausgesprochen.

Ne LSrie 16« die lsIMiMe WWM der NllliA».

Eine der größten Lügen, mit denen unsere Geg­ner die Knechtung und Entrechtung Deutschlands zu rechtfertigen suchen, ist die, die Deutschen müßte« dauernd ihrer Kolonien beraubt bleiben, weil sie die Eingeborenen der Schutzgebiete nicht gefedert, iondern nur ausgebeutet hätten. Es gehört aller­dings zu dieser Behauptung eine eherne Stirn, wenn man die furchtbaren Klagen hört, die aus Afrika erschallen über die Gewaltherrschaft der Franzosen in den Gebieten des schwarzen Erdteils, die sie sich angeeignet haben; wenn man die Nach­richten Nest über Unruhen im belgischen Kongo, Erhebungen der Neger gegen ihre Unterdrücker; und wenn fortgesetzt Meldungen aus Aegypten und Indien kommen über blutige Kämpfe zwischen den Engländern und den unter ihrem Joch seufzenden Völkern.

Man sollte zum mindesten, wenn die Deutschen so schlechte, selbstsüchtige und unwürdige Kolonisa­toren gewesen wären, annehmen, daß die Einwoh­ner unserer bisherigen Schutzgebiete froh wären, die deutsche Herrschaft mit der unserer Feinde ver­tauscht zu haben. Das ist aber, wie bekannt, keines­wegs der Fall. So kommen jetzt aus Samoa Be­schwerden, die ein sehr übles Licht auf die jetzige« dortigen Zustände werfen. Wie demSan-Fran- cisco-Examiner berichtet wird, haben die Einge­borenen und auch die ausländischen Bewohner be früher deutsche nTeiles von Samoa, über den dur den Versailler Vertrag Neuseeland das Mandat halten bat, gemeisisüD. gegen bie Verwaltung ' ses Gebietes burch bie neuserlcknvii^ Negier Einspruch erhoben. In einer Eingabe an den Köniz von England beschweren sie sich über unnötige sie nanzielle Belastung, eine Negierung, in der die Samoaner in ihren eigenen Angelegenheiten keine Stimme haben, und mangelnde Achtung der Sa­moaner durch hie Verwaltungsbehörden; sie bitte« daher, die Inseln der neuseeländischen Regierung zu nehmen und sie dem Kolonialdepartement des britischen Reiches zu unterstellen. Die bri­tische Regierung hatte kürzlich den Minister für auswärtige Angelegenheiten Neus elands E. F. Lee beauftragt, britisch Samoa zu besuchen und über die dortigen Verhältnisse zu berichten. Ihm habe« die Samoaner geklagt, daß sie die Zukunft Samoas bei einem Verbleiben unter Neuseeland aks hoff­nungslos betrachten. Seit 1915 habe die Bevölke­rung um etwa ein Viertel ab genommen, bie Besteuerung aber fei gleichzeitig über 100 Prozent erhöht worden, ohne daß dafür der Bevölkerung etwa besondere Vorteile zuteil geworden oder mehr als früher für die Inseln getan worden sei. Die neuseeländische Verwaltung sei ein hoffnungsloser Fehlschlag. Ferner sind die Samoaner unzufrieden über das von Neuseeland eingeführte neue Verfas- sungsgesetz, weil es ohne sie zu Nate zu ziehen, be­schlossen und eingeführt wurde. Außerdem sind aber bie Samoaner auch noch über die von weißen Ver- waltungsbeamtcn Neuseelands ihnen gegenüber eingenommene Haltung empört, die Nichtachtung der Eingeborenen bezeugt, und schließlich wollen, sie nicht Neuseeland gegenüber in schwere Verschul­dung geraten. Sie verlangen, daß der englische König einen besonderen Gouverneur für Westsamoa/ ernennt und andere geeignetere Beamten einsetzt.

Also dieselbe hochmütige Herrschsucht und rück­sichtslose Ausbeutung der Bevölkerung über die auch sonst in den Ländern britischen Besitzes bittere Beschwerden geführt werden. Nicht viel günstiger klingen Mitteilungen über die Zustände in dem früher deutschen Neu-Guinea, bie in bcr. Schanghaier ZeitschriftThe Far Castern Review" das Mitglied der englischen Königlichen Geographi­schen Gesellschaft Thomas I. Mc Mahon veröffent­lichte, der kürzlich eine Studienreise auf Neu- Guinea gemachst hat. Er schildert bie großen Eui- wicklungsmöglichkeiten unb bie Fruchtbarkeit des früher deutschen Neu-Guineas, das er mit Java vergleicht, und fährt dann forte

Unter der deutschen Verwaltung vor dem Kriege war das Gebiet außerordentlich aufgeblüht, und deutsche Unternehmungen wurden sehr ermun tigt. Ter deutsche Pslanzer war zu Wohlstand ge­kommen ... Es steht außer Frage, daß die Deut-, schen bemerkenswerte Kolonisatoren sind, und keine Inselgruppe im ganzen südliche« Stillen Ozean war in so umfangreichem und er­folgreichem Matze entwickelt wie Deutsch-Neu« Guinea. Heute wird es auf Grund des Mandats von Australien verwaltet, aber der australisch« Industrialismus mit seinen häufigen Streiks untz jeigeu langen. Untetbred^unßcn bei Schiffahrt jroif

Moskau, 3. Jan. Tic politische Konscren; bet indischen Geistlichkeit bat den vollständigen Bruch mit der anglo indischen Regierung beschlossen.

Ärmliche- Veftündigungsdlatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheffifche) Oberhessen

Sie Htaorgamlation der XeiWshu.

Berlin, 3. Jan. Der Orgamsationsau»fchusi der Reichsbahn teilt mit: Ter Organisationsausschuß, in dem unter Borfitz des Staatssekretärs Kumbier Ver- trrtcr der Verwaltung und der Großorganisalioucn die Neugestaltung der Organisation der Reichsbahn beraten, behandelte in seiner letzten Sitzung bett Ent­wurf zum Reichsbahn-Finanzg-setz. Er spach bezüglich des die Veamtenfragen betrefs-nven Teils des Ke,'tz- cntwurses sich dahin an«, daß dir Notwendigkeit einer selbständigen Betriebsverwaltung auch die selbständige Gestaltung brr Besalbungsbezüg« der Reichsbahn- beamten erfordert. Es sei unerläßlich- daß die Deutsch« Reichsbahn als selbständiges wirtschaftliches Unter­nehmen in der Gestaltung der Besoldungsorduo.ng und der Besoldiingsvorschriften unabhängig von den für die übrigen Hoheitsverwaltungen erforderlichen Regelungen gemacht würde. Das Gesetz soll am 1. April 1923 in Kraft treten. Der Verwaltung.?- rat soll jedoch unverzüglich gebildet werden.

Di« gestern Nachmittag im Reichsverrehrsniinistr- rium mit den Vertretern der G^verkfchasten begonntn*n Verhandlungen über die Ausfuhrbestimmungen zu dem neuen Abkommen mit den Eisenbahnern nahmen den Blättern zufolge bisher einen befriedigenden Verlauf.

Die Besprechungen im Rcichsverkehrsminisierium über das geplante A rbei t sze i t g esetz kämm bisher noch Ntcht zum Abschluß. Die beteiligten Orga- nisali»nsverirrt«r haben ihrerseits einen Entwurf für das Arbeitszeit gesetz ousgearbeitet, LautVisl Zeitg." ist auch bei der Reichspostverwaltang ein ähnliches Gesetz in Soibercitung.

Bit laouig de; LderW Saks.

Nur verschoben und zurückgestellt.

Paris, 3. Jan. (havas.)Liberte" schreibt, nach Ansicht der Ratgeber Lloyd Georges mufft Frank­reich das englische Programm in vollem Umfange mit samt einem europäischen Kongreß und dem Zu­sammenwirken mit Deutschland ftnb Rußland an­nehmen, andernfalls wäre der Oberste Rat von Eannes der letzte. Die Bündnisse würden gebro­chen, und wenn Frankreich mit Belgien gegen Deutsch, land Vorgehen wollte, so würde England eingrrifrn und sie daran hindern. DieLiberte" mag nicht glauben, daß es noch soweit kommen könne. Wahr­scheinlich werde, wie auch auf den anderen Kon­ferenzen, alles auf ein Kompromiß hinauslausen. Niemand werde zufrieden sein. Die Abwicklung werde mur verschoben, die Schwierigkeit nur zurückgestellt.

Wie derTemps" miteilt, foirb Ministerpräsident Briand, der heute nach Cannes abgereist ich morgen mit Lloyd George Vorbesprechungen haben.

London, 3. Jan. Reuters Sonderberichter- «latter telegraphiert aus Cannes: Die Anzahl der brttischen Delegierten deutet auf den Umsa g der Erörterungen hin, die Lloyd George im Sinne habe. Alles hänge jedoch von der Haltung Frankreichs und dec Haltung der übrigen Verbündeten ab. Lloyd George beabsichtigt nicht, nur' einzelne Fragen zu behandeln, sondern zu versuchen, etwas zu errrichm, was die verschiedenen europäischen Regierungen zu- sammenbringl. Bezüglich der Enlschädignngsf.ugc scheint dir Ansicht vorherrschend, daß Frankreich er­halten müsse, was ihm zustehe. Man zeige volle- Verständnis für Vriands Schwierigkeiten dem Parla­ment und dem Lande gegenüber. Allgemein sei man der Ansicht, daß die Konferenz länger als eine W.che dauern »erbe, da die Beratungen, des Außenministers über die Probleme des nahen Ostdns vielleicht eben­falls an der Riviera stattfindeir werden.

Rathena«s Vorschläge.

Paris, 3. Jan. Dr. Rathenau hat einem Vertreter derChicago Tribüne erklärt, daß der neue Plan über die Entschädigungen, den er in Cannes dem Obersten Rat vorlegen werde, eine jährliche Zahlung von V/a Milliarden Eoldmark in Waren vorsehe. Dieser Plan könne aber erst nach drei Jahren in Wirklichkeit treten. Vis dahin müsse Deutschland Stundung gewährt werden.

V - r sii, I. Jan. Zu der Pariser Blättermeldun« über die ' -erstehende Abreise Rath ena ns nach C«n- uer erfahren die Blätter von zuständiger Stelle, daß sich »l.iihenan inoffiziell nach Cannes begibt.

Die kl-inasiatische Frage.

London, 4. Jan.Daily Telegraph" zufolge ist die Meinungsverschiedenaheit zwischen England und Frankreich wegen des Angoravertrages keines- pegs beigelegt. Diese Frage werde, wenn nicht en Cannes, dann etwas später in Paris erörtert werden.

MWM.

Die deutsch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen.

K a 11 o w i tz, 3. Jan. Der Vorsitzende der ullfch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen Ca-

l o r. d e

Die Krim unabhängig.

Baris« 3. Jan. Nach «ntt Hsvasnieldung an? Konstanitinovel hack die Regicrnng von Moskau die 25 Bedingungen bet täte röchen Versammlung angenom­men. Die Krim b<t sich daraufhin für unabhängig erklärt.

Vorschlag eines russisch-chinesischen Militärbündnis.

Kopenhagen. 3 Jan.Berlingfke Tideadb" meldet: Der R'gaer ZeitungSewodnsa" zufolge bat die Sowjrtregiernnq einen außerordentlichen Gesandten nach Peking entsandt, um China ein Militärbündnis gegen Japan vorzuschlager..

^iesenttMkdkMUn M WW, NW- WWtzMil.

Das Wolfsfchc Telcgraph-enbüro teilt mit:

Die Erörterung der Deutschland durch den Vertrag von Versailles ausgebürdeten finanziellen Verpslich- tungen pflegt fick im allgemeinen auf die Reparations- ilasten zu bcfchränken. Es toirb meistens vergessen, daß zu den Reparationszahlungen, den bekannten 132 Milliarden Goldmark, noch ganz beträchtliche Zchmn- gen «u? anderen Titeln des Vertrag? hinzn- kommen. Abgesehen von den fortlaufenden Zahlnngs- dervslichtnnocn, die sich für das Reich ans dem Aus­gleichsverfahren ergeben, kommen in erster Linie die Sch ad e ners atzf um me n in Betracht, die dem Reiche für die während des Krfta:S gegen da- feind­liche Privateigentum in Deutschland getcossc- nen Maßnahmen abverlanat ur.5 von den berichiedeuen gemischten Schiedsgerichtshöfen festgesetzt werden. Tft hei bitien Eck'».....e'no-klaglen Summen

gehen schon jetzt nicht etwa in die Millionen, sondern «t die Milliarden. Dazu kommen aber reuzr- tziugs noch bie rvn versch'.eder.en reri-"::de!m Länder.: