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AenAng, Mi 29. Drzbr. 1925

^Oderhrssische Zeitung" er j^int sechsmal wöchentlich. B«-

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SaU zu Fall, genau wie das auch anderen Mächte tun, sich entweder durch Reichsauhenminister oder durch ad hoc auftragte Delegierte vertreten zu lassen.

die den he«

Die Verteilung der DmesleWngen

Paris. 28. Dez. (TU.) Die endgültige Verteilung der ersten Jahresleistungen des Dawesplanes in Höhe von über einer Milliarde Goldmark ist, wie der Gene­ralagent füt die Reparationszahlungen mit­teilt, wie folgt vorgesehen: Z insendten st der deutschen auswärtigen Anleihe 77 005 523 Goldmark, Verwaltung der Kontrollkommis- fionen 26 716 733,78 Goldmark, Zahlungen an die alliierten Mächte 890 534 000 Goldmark, Restbetrag per 31. August 5 998 513,42 Gold­mark, insgesamt 1254 770 000 Goldmark. Von der Zahlung an die alliierten Mächte in Höhe non '890 Millionen betrug der Anteil Frank­reichs 451699 000 Goldmark.

MaritMin feiert feinen Sieg

\ Paris, 28. Dez. (TU.) Die Pekinger Meldungen von der Hinrichtung Kuofunglings .und seiner Frau in Mukden werden bestätigt. -Tschangtsolkr ttefr- die beiden Leichen zer­stückeln und Köpfe, Beine und Arme in den ' Straßen der Stadt herumführen. Die Unter« generäle Kuosunglings sind während des Kam­pfes zu Dschangtsolin übergelaufen, da sie fürchteten, bei ihrer Gefangennahme von dem als grausam bekannten Tschangtsolin hinge­richtet zu werden. Der General läßt seinen Sieg und gleichzeitig die Geburt eines Sohnes feiern. Man schreibt den Sieg vor allem sei­ner guten Kavallerie und seinen Fliegern zu.

Bekämpfung der Arbeitßlosigkei

Be rlin ,28. Dez. In der Oeffent- lichkeit ist in der letzten Zeit verschiedentlich von einem Hundertmillionenfond gesprochen worden, der nunmehr zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ausgeschüttet werden solle. Damit hat es nach Mitteilungen von amt­licher Seite folgende Bewandnis: Der Reichsarbeitsministet kann zur Unterstützt- zung von Maßnahmen, die geeignet sind, den Abbau der Erwerbslosenfürsorge zu fördern, insbesondere zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit en für die Erwerbslosen Darlehen und Zuschüsse aus Reichsmitteln bewilligen. Zu diesem Zweck werden ihm in jedem Haushaltsjahr stimmte Mittel zur Verfügung gestellt. Sie werden in erster Linie zu Darlehen für öffentliche Notstandsarbeiten verwendet. Von den Mitteln, die nach dem Haushaltsplan für 1925 für die produk­tive Erwerbslosenfürsorge zur Verfügung stehen, ist ein erheblicher Teil schon int laufenden Haushaltsjahre verausgabt wor­den. Die noch vorhandenen Mittel sollen unter entgegenkommenden Bedingungen den Gebieten zugutekommen, die besonders un­ter Erwerbslosigkeit zu leiden haben und hier zur beschleunigten Einleitung weite­rer Notstandsarbeitett dienen. Die Be­willigung von Reichsmitteln setzt voraus, daß die Länder den gleichen Betrag für die produktive Erwerbslofenfürsorge ver-

I wenden. Die insgesamt noch zur Verfügung stehenden Mittel reichen zweifelsohne aus,

I um die Notlage der Arbeitslosen fühlbar I zu lindern.

Tie Arbeitslosigkeit.

Berlin, 28. Dez. LautB. T." sind nach der letzten Zählung 567 000 Personen im un- ! besetzten Gebiet erwerbslos, nn beietzttn Ge- I biet 102000. Nach einer Mitteilung desVor­wärts" ist im Laufe der letzten Wochen die Zahl der Erwerbslosen um über 40 Prozent I gestiegen. Einzelne Gemeinden Sachsens weisen.. I sogar eine Verdoppelung und mehr auf. In

Bavern ist die Zahl der Erwerbslosen von 102 000 am 15. Dezember auf 120 000 am I 24. Dezember gestiegen. Es ist dies das Vier­

fache von Anfang November.

gation von Männern vertreten wird, hie es nicht als ihre Aufgabe betrachten, die Arbeit des Völkerbundes zu sabotieren". ®te Germania' meint u. a.: »Das deutsch- nationale Hugenbergblatt kann sich darüber beruhigen, daß die Zentrumspartei, die sich für den Eintritt Deutschlands m den Völkerbund eingesetzt hat, dem Auswärtigen Amt gegenüber darauf bedacht sein wird, daß sowohl für das Völkerbundssekretartat als auch für die deutsche Völkerdundsdele- gation Persönlichkeiten gewähtt werden, dre grundsätzlich den D ö lkerb nn d s g edan - len bejahen". DieD. A. Z." spricht von einem Kuckusei, das dem rechtsgerichteten Blatt ins Best gelegt worden sei.

Auffallend ist, daß dieTägliche Rundschau", die bekanntlich dem Außen­minister nahesteht, die Behauptung aufstellt die Meldung sei zutreffend. Es versteht sich von selbst, meint das genannte Blattdaß ein derartiger Schritt seinen Zweck versehlen muß, da die Ernennungen von deutschen Mitgliedern des Völkerbundssekre­tariats nur im Einvernehmen mit dem deut­schen Auswärtigen Amt erfolgen kann, nicht aber so, daß einzelne Parteien ihre Kandi­daten nominieren. Es ist denn auch vom Dölkerbnndssekretariat ab gelernt worden, auf die Vorschläge einzugehen. Es ist aber in hohem Grade bedauerlich, daß deutfche Patteien s-tzß dazu haben verleiten lassen, einen solchen Schritt zu unternehmen.

Es ist bezeichnend, daß derVorwärts", die ^tz»rmcmia" das ^Berliner Tageblatt und die "Postische Zeitung" die Feststellungen der .Täglichen Rundschau" ihren Lesern einfach verschweigen. Die Linke will offenbar nicht darauf verzichten, für einen ihrerPrommen- ten man nennt u.a. den früheren Presse­chef Scheidemanns, Ulrich Rauscher einen einträglichen und einfluhrechen Posten zu schaffen, auch wenn damit die Politik der Reichsregierung, die doch vor dem (Eintritt in den Völkerbund die Frage der Rückwirkungen zum Abschluß bringen will, durchkreuzt wird. s-

Die Nachtausgabe desT a g hatte Weihnachtsabend unter der Lieberschrift ... , politischer Skandal aufgedeckt" behauptet, die Sozialdemottatie und das Zentrum hätten durch offizielles Schreiben den Generalsekre­tär des Völkerbundes ersucht, Angehörige der Partei als Mitglieder des Sekretariats aus­zuwählen, wenn Deutschland in den Völker« bund eingetreten ist." Beide Parteien ließen noch am Weihnachtsabend durch das amtliche Telegraphenbüro erklären, daß diese Meldung auf freier Erfindung beruhe. Fast die ganze Presse beschäftigt sich nachträglich

Deutschlands Mittler beim Völkerbund

Die übliche 3ng» nach Posten

Berlin, 28. Dez. DieDeutsche Diplo­matisch-Politische Korrespondenz" schreibt: Ein Berliner Montagsblatt bringt heute Ausführungen über angebliche Maßnahmen der Reichsregierung bezw. des Reichsauhen« Ministers zur Ernennung eines deut« Ichen Delegierten beim Völker« bund. Deutschland hat fein Zulassungs­gesuch noch nicht eingebracht, ist noch nicht in den Döllerbund ausgenommen und wird erst nachher in die Lage kommen, sich beim Völkerbund und bei Ratstagungen vertreten zu lassen. Es sind daher Personal­fragen überhaupt noch nicht erör­tert worden.

Die Reichsregierung beabsichtigt jedoch keinen ständig führenden Vertre­ter in Genf zu unterhalten, sondern von

Die Rostage der Städte

Eine Unterredung mit Oberbürgermeister B-tz.

Berlin, 28. Dez. Der Vorsitzende des deutschen Städtetages Oberbürgermeister B ö ß - Berlin gewährte einem Vertreter der Telegro- phen-Union eine Unterredung, in der er sich über die augenblicklich im Vordergrund des In­teresses stehenden kornrnnnalpolitl scheu Fragen äußerte. Die deutschen Städt: wer­den nach Ansicht des Oberbürgermeisters zur Behebung der sozialen Nöte in diesem Winter nur wenige Notstandsmaßnahmen durchführen können. Das, was notwendig ist, werden sie bei der von Tag zu Tag wachsenden ungeheu­ren Arbeitslosigkeit nicht betoä'tlgen können, weil ihnen die erforderlichen Mittel durch die F t n'a nzausgleichspolitik des JReidieS und der Länder entzogen worden find. Die stete Zuweisung neuer, insbesondere sozialer Aufgaben seitens des Reiches an die Gemein­den ohne gleichzeitige Hergabe von Mitteln hat die deutschen Gemeinden in eine überaus schwie­rige Lage gebracht, die sie zwingen wird, ihren Bürgern neue Lasten aufzuerlegen. Das sind Lasten, die mittelbar durch das Reick heroeige- fühtt worden sind. Die Finanzpolitik der deut­schen Gemeiicken wird im kommenden ^ahr ca- von ausgehen müssen, daß im Reich und in den Ländern endlich eine sparsame Ver­waltung erreicht wird, die es ermom.cht, den Interessen der Gemeinden entgegenzukom­men. Die Gemeinden selbst werben die höchste Sparsamkeit anwenden müssen, um bestehen zu können. Ihre Maßnahmen werden beson­ders dahin zu richten sein, daß sie dazu bei­tragen, daß die Wittlckast in De t ckland w>e- ber in Gang kommt, die Volkskran wieder aut» gebaut unb bie Wettbewerbsfähig! il der deut­schen Wittschast wieder hergestellt wird.

Vergleich im Fall Hoefle.

Berlin, 28. Dez. Nach einer Meldung einer Berliner Korrespondenz ist zwischen der Witwe des verstorbenen Reichsvostmimsters Hoefle und dem preußischen Fiskus aut Grund der Feststellungen des Preu Huchen Unter­suchungsausschusses ein Vergleich unterzeichnet worden, durch den bie Witwe für ihre eigene Person eine lebenslängliche lahrlicke Rente von 3000 Mark zugesprochen er­hält Die Rente erlischt im Falle einer Wi«er- Derbeiratung. F fir die drei minberjäbngen Kin­der wird au Berbern bis zum 18. Lebensjahr ernt I Jahresrente von je OUO Mark ausgezahlt.

mit diesen Behauptungen.

DerVorwärts" sagt u. a.,die Hugen- berg-Presse habe mit ihrer Schwindelfensatton Stimmung dagegen machen wollen, daß Deutschland im Sekretariat und m der Dele-

Gegen das Berfaitter Schuld- bekmutnis

Newqork, 28. Dez. (WTB.) Bei Be­sprechung der vor kurzem veröffentlichten Pe­tition an das englische Parlament, in der die Streichung der Artikel 231 und 227 des Versailer Vertrags gefordert wird, schreibtWorld": Diese Forderung will mit der Behauptung ausraumen, daß Deutsch­land für den Ausbruch des Krieges allein ver­antwortlich ist oder allein gegen die Heiligkeit der Verträge verstoßen hat. Wenn Deutschland sich dazu verstehen könnte, bei einer Streichung der Artikel 231 und 227 den Dawesplan nicht als hin­fällig zu betrachten, so könnte die Anpas­sung des Versailler Vertrags an die geschichtliche Wirklichkeit (!!) weiter gefördert werden.

Amerika und die Genfer Borkonferenz.

ft .Washington, 29. Dez. Während .bet Weihnachtstage sind hier vom ameri­kanischen Gesandten in Gens vollständige Informationen über die vorbereitende Ab­rüstungskonferenz in Genf eingetroffen. ES bestehe wenig Wahrscheinlichkeit, daß irgend ein endgültiger Schritt getan werden wird, bevor Kellogg nach Neujahr aus seinem Heimatort in Minnesota zurückgekehrt ist.

Die Ftnanzvläne Doumers

P a r i e, 28. Dez. (WTB.) Ministerpräsident Briand hat heute vormittag mit Finanz­minister Sauntet, Kriegsminister P a i n -- levo und mehreren anderen Mitgliedern der Regierung sowie einer Anzahl Abgeordneten verhandelt. Diese Besprechungen bezogen sich wahrscheinlich, wie die Havasagentur erklärt, auf bie politische Lage und auf die Fmanz- gesetzentwürse, die morgen vom Ministerrat behandelt werden sollen, und denen man in parlamentarischen Kreisen eine besondere Be­deutung beimißt. , m ...

Die Abendpresse betont, daß Bemühungen im Gange sind, die Finanzpläne des Finanz­ministers, bie sich bekanntlich daraus erstrek- ken, die Umsatzsteuer zu verdoppeln und auch auf die Ausfuhr auszudehnen, sowie bie Tabakpreise zu erhöhen, m Ein­klang zu bringen mit dem von dem Steuer-

I ausschutz der Parteien des Kartells der Lin­ken ausgearbeiteten Gesetzentwurf betreffend

I den Budgetausgleich.

Eine Erklärung Briands.

Paris. 29. Dez. lieber die Finanzgesetze Doumers betonte Ministerpräsident Briand Pressevertretern gegenüber, daß er alles versuchen werde, um eine -Einigung fjer° I beizuführen. Eines scheint mit ziemlicher Sicherheit aus seinen Aeußerungen hervorzu­gehen, nämlich daß er, wenn keine Einigung erzielt werden sollte, nicht daran denke, von I der Regierung zurückzutreten.Fch bin zu oft zurückgetreten", so erklärte er,daß ich das Recht hätte, das jetzt wiederum zu tun. Ich habe alle meine Fähigkeiten, zurückzutteten, erschöpft."

Rachtsitzung der französischen Kammer.

fk P a r i s , 29. Dez. Die Kammer, die gestern nachmittag die Bisprechungen des Budgets des Arbeitsminlsteriums begonnen hatte, setzte diese in einer Nachtsitzung fort. Die Sitzung dauerte heute früh fünf Uhr | noch an.

I Herabsetzung der Dienstzeit in der belgischen I Armee.

st Brüssel, 29. Dez. In der Kammer er- klätte gestern der Minister für nationale Ver­teidigung, die Regierung werbe die Herabsetzung ber Dienstzeit für Infanterie auf 10 Monate I und für Kavallerie am 13 Monate beantragen.

Immer neue Rückwirkungen

Ein neues englisches Heeresflugzeug.

London, 28. Dez. (WTB.) Nach Blätter­meldungen befindet sich als Antwort auf die Erbauung eines neuen besonders schnellen amerikanischen Flugzeuges zurzeit ein neues englisches Heeresflugzeug in Bau, das mit voller militärischer Ausrüstung eine Ge­schwindigkeit von 1<5 bis 180 englische Meilen in der Stunde erreichen soll.

E« handelt sich um eine der großartigsten Konstruktionen auf dem Gebiete von Bomben­flugzeugen. Die kleineren Bomben werden m einer Art Raufe unterhalb der unteren Trag- flächen ausbewahrt werden. Die großen Bom- den werden im mittleren Teil der Vertäuung des Gestänges untergebracht sein. Das Flug- zeug wird außerdem auch Spezialvornchtun- gen haben, die ihm die Beibehaltung des Gleichgewichts im Falle einer Notlandung er­möglichen. Hinter dem Sih des Piloten wird ein Bedienungsmann Platz haben, der gleich­zeitig zwei Maschinengewehre zu bedienen imstande sein wird. Der Pilot selbst wird auch zwei kleine Kanonen zur Verfügung haben.

ff. London, 29. Dez. Die Regie­rung hat der Flugzeugfirma Graham White den Flugplatz Hendon abgekaust, der für die Luftverteidigung gebraucht wer- i den soll. Zwei reguläre Luftgeschwader und zwei Hilfs-Bombengeschwader sollen dort stationiert werden.

(fine «brüftungsnote an Oesterreich.

Wien. 28. Dez. (TU.) Die Bokschafter- lionserenz hat der österreichischen Regierung eine Note zugehen lasten, in der verlangt wird, daß die noch rückständigen Abrüstungs- maßnahmen durchgesührt werden. Die Bot- schasterkonferenz teilt ferner mit, daß sofort nach der Durchführung der Abrüstung die Mili- tärkontrolle dem Völkerbund übertragen werde.

Zusammenkunft Mussolinis mit Chamber­lain.

fk. London, 29. Dez. Nach einer Agenturmclbung aus Rom verlautet dort von zuverlässiger Seite, baß Muisolini heute in Rapallo mit Chamberlain eine Unterredung haben werde.

zwnkretck und Svanitn wollen feinen Frieden

Paris, 28. Dez. (TU.) Die gesamte Presse stellt einmütig fest, daß die Mission des Haupt­manns Gunning gescheitert fei. Hauptmann Gunning hatte gestern eine Unterredung mit Pressevertretern, in der er mitteilte, daß er ein Schreiben an Briand gerichtet habe, den Anhalt wolle er erst veröffentlichen, wenn er die Antwort Briands erhalten habe.

Die spanische Regierung gegen Gunning.

Paris, 28. Dcz. Wie Havas aus Madrid berichtet, wendet sich die spanische Regierung in einem neuen Kommunique in scharfer Wme «gen Hauptmann Cnnnings' Frledensvermttt- lungsversuche in Parts, von denen man nichts erhoffen dürfe und denen sie keine Beachtung schenke. Anders handeln, hieß: bas Pazlsie- rungswerk in Marokko verzögern.

Die Wirren in Syrien.

sk Paris, 29. Dez. Die Pariser Ausgabe derDaily Mail" berichtet aus D a m a s - kus, der Hauptführer der Ausständigen H ar- san Charat sei im Kampfe gefallen. Nach den Erklärungen bes Oberkommpsars be Jouvcnel müßten bie Aufftändigen spätestens am 8. Januar ihre Waffen medergelegt haben.