Nr. 296
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Was Heist Luftkrieg? Bei dieser Frage
bellende Flugabwehrgeschütze zu ihnen hinauf- jagtcn und die langsam zerfließend als milchige Schleppe den Weg des Geschwaders am blauen
priest die Masse des nicht fachmännisch ge- gcbildeten Publikums sich an die Eindrücke zu erinnern, die der vergangene Weltkrieg dem
ballone säumten, an dessen Zcnith leise summend die silbernen glänzenden Flugzeuge eines Geschwaders ruhig und sicher ihres Weges
den dunklen Rümvfen hinein in die verschütteten. umgewüblten Gräben, erstickt den letzten Widerstand der Ueberlebenden. —--
Und noch ein anderes Bild. Ein schlafendes
Städtchen, weit ab von der Kampffront. Friedlich döst es unter dem bergenden Mantel der
nd stürzt : Häuserböbe mit brüllenden Motoren heran: s Schwa Schlachtflieger. Noch vor ihrer Infanterie er- : den H ^reichen sie die feindlichen Gräben, von denen bewußtli "jetzt das Artilleriefeuer wegverlegt ist, um den tß der li ' eigenen Stürmern den Weg frei zu geben, s Dalka Fegendes Maschincngewebrfeuer prasselt aus
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Was nützt »er SouSsrau die Reklame
Dor einigen Tagen kam ich auf dem Heimweg an einem Etrahenhändler vorbei. Ein dichter Knäuel von weiblichen und männlichen Zuhörern lauschte seinen Worten. „2Hctne Damen und Herren," so rief der Straßen- Händler aus, „ich will Ihnen erklären, warum meine Schokolade so billig sein kann. Andere Schokolade-Fabrikanten machen eine große Reklame: da ist es ja gar kein Wunder, wenn ihre Schokolade so teuer sein muh! Aber ich mache gar keine Reklame, und deshalb ist meine Schokolade so billig. Also wer will die Gelegenheit noch mal benutzen?" Ich nahm ihm eine Tafel ab: aber als ich sie zu Hause Probierte, da war sie weit schlechter, als die billigste Schokolade, die man im Laden kauft.
Trotzdem: was der Strahenhändler behauptete, glauben auch manche Hausfrauen, daß durch Reklame die Ware teurer werde. 3ft dies aber tatsächlich so?
Jede Hausfrau weih, daß sie günstiger einkaufen farm, wenn sie von einer Ware gleich 5 oder 10 Pfund auf einmal nimmt. Genau so stellen sich auch diese Waren, die mi: Maschinen fabriziert werden, (}. D. Schoko ade), desto billiger, je mehr davon auf einmal fabriziert wird. Damit der Fabrikant aber im Großen fabrizieren kann, muß er natürlich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wissen. daß er seine vielen Tafeln Schokolade auch verkaufen wird. Und zwar muh er jedez Jahr mindestens ebensoviel verkaufen, w:e im letzten Jahr. Wenig würde es ihm nützen, wenn er z. 'S. im Jahre 1924 zwei Millionen Tafeln verkauft hat und nun für
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-nterricht Einzelnen je nach seiner Te-lnabme an den die MSzs Kriegsereignisfen hinterlaßen bat. ilattes Der ehemalige Frontkämpfer sieht vor feinem er die % geistigen Auge jenen Kriegsbimmel auftauche" !• Ja-e tieften Horizont die gelben Würste der Fesil
den unbequemen Späher herunterzuholen, aber orl- . . schon steigt die von ihm abgefeuerte Leucht- kugel sieghaft glänzend durch den schmutzigen Dunst, zeigt der Artillerie des Verteidigers, daß ' ihr Abwehrfeuer reiche Ernte in den feind- rfeyiie sichen Gräben finden kann. Nach wenigen Sekunden setzt es ein. Zu spät. Schon ent- iiDergeju^ »eigen die Stürmer den Gräben und eilen über oas zerwühlte Feld. Und hinter ihnen taucht
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Da, plötzlich mischt sich in das singende Summen der Motoren ein neuer Ton, nicht wild aufrüttelnd wie die Laute des Erdkamvfes, - .Jfonbetn gedämpft wie aus einer anderen Wert >em Del« verkommend. Das geübte Auge erkennt aber
* '" mrchorj das tickende Hämmern rasenden Ma- schinengewebrfeuers und siede da, das Bild am Himmel hat sich verändert. Waren bisher die einzelnen Flugzeuge sauber geordnet wie streichende Enten dahingesegelt, so kreiste jetzt _ mit einemmal alles wild durcheinander wie Uofs. Zei ein Schwarm zankender Krähen. Da und dort des Land qualmt eine dunkle Rauchfahne auf, ein Licht- s befinbö pünktchen blinkt auf, das sich im Handumdrehen " zur leuchtenden Flamme vergrößert, ein dunkler Körper löst sich aus dem Durcheinander und stürzt schnell, immer schneller zur Erde. Zwei Menschen haben den Fliegertod gefunden. — —
Ein anderes Bild. Brüllendes Dröhnen bebt in der Luft, begleitet von grell schmetternden Krachen, dumpfem Heulen und schrillem Gepfeife. Mit stählernen Klauen baut die Tatze des Kriegs in die zerfetzte Erde, wühlt neben ^Tausenden von Trichtern weitere Tausende, schleudert Erdbrocken. Säusertrümmer durch dicken, beißenden Qualm. Zahllose Flammen- krater spritzen jäh empor, in ruheloser Saft zucken und züngeln sie durch den träge am Bo- s den treibenden Rauchschwaden, goldgestickte 1 Ornamente auf dem düsteren Krönungsmantel : brr ui des Kriegs. Verbreitungsfeuer nennt die bei seM nüchterne Sprache des Soldaten diese Sym- der Sm obonie des Grausens, die in den Gräben des fiick eX Verteidigers das Leben zerschlagen und zer- öt-'t U reißen soll, ehe die eigene Infanterie zum v- <n' - Sturm vorbrechen kann.
ore -on Mit einemal taucht in dem trüben Dunst die Silhouette eines Flugzeuges auf. Ganz niedrig jagt es heran, wild berumgeworfen durch die Luftwirbel schwerer Detonationen, als wäre es ein Schiffchen auf tobendem Meer. Entlang der Front nimmt es seinen Weg, mit spähendem Auge sucht der Beobachter den wüsten irma 3i [ Qualm zu durchdringen, um festzustellen, ob ein gro drüben in den feindlichen Gräben schon die des groß Bajonette blitzen, dichtgeballte Sturmhaufen in 20 W< fiebernder: IlN'gedtlld der Minute harren, die em Draz tz qualvolles Warten endigen und die Erlösung bürste z» - der Tat bringen soll.
Ctrr’vrr?'4v na Marbnra a t? Fr-itgg, v n 18 Dezember 1925
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bald die Lage eines Schiffes durch Taucher festgestellt ist, werden durch diese Löcher in die Schiffswand gebohrt. Dann werden von den Hebe-Brücken und -Winden Stahltrossen herab- gelasien, die mit Haken versehen sind, die in die gebohrten Löcher eingehakt werden. Ist somit das Schiff hebefertig, beginnen die Mo- toren der Hebezeuge zu arbeiten und der Stahlkörper gleitet langsam nach oben, um dann abmontiert zu werden.
Die zweite Methode, die aber bis jetzt weniger Erfolg aufzuweisen hatte, besteht darin, daß an dem Schiffskörper Ballons befestigt werden, die mit Gas zu füllen sind und die Riesenmassen in die Höbe ziehen sollen.
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Bekanntlich wurde am 21. Juni 1919, einige Tage vor Unterzeichnung des Versailler Vertrages, auf Befehl unseres Admirals v. Reuter die deutsche Flotte, die die Engländer als Pfand zurückhielten, in der Bucht von Scapa Flow versenkt. England aber verzichtete nicht auf die so entgangenen Metallwerte und hat seit 2 Jahren, natürlich auf deutsche Kosten, sehr umfangreiche Bergungsarbeiten vorgenommen, um die ungeheuren Schiffsmassen an die Oberfläche zu ziehen.
Dabei werden zwei verschiedene Methoden angewandt. Die erste und erfolgreichste erforderte den Bau von Riesen-Hebezeugen und Hebebrücken, die ihrerseits wieder auf eigens konstruierten Schiffen montiert wurden. So-
Nacht. Da zerreißt das jähe Aufheulen einer Sirene die raunende Stille. Scheinwerfer zucken auf werfen rastlos suchende Lichtbündel am dunkeln Himmel bin und her. Flugabwehr- geschütze treten in Tätigkeit, in hastiger Folge ballern ihre Schüsse durch die aufgeschreckte Stadt Hoch oben am dunklen Himmelsdom flammen wie Meteore ihre platzenden Geschoße. Da! Ein beulendes Sausen, ein Beben der Erde, ein furchtbarer Knall! Aufschießende Feuergarben, stürzende Mauern bezeichnen den Einschlag der ersten Bombe. Zwei, drei, ein Dutzend andere folgen, während die Abwchr-
1925 feine Einkäufe von Rohstoffen wieder auf zwei Millionen Tafeln einrichtet, aber nur eine Million Tafeln verkaufen kann. Deshalb muh er dafür sorgen, daß die Rachfrage nach seiner Schokolade, nach seiner „Marke" immer die gleiche bleibt. Hierfür gibt es aber nun kein besseres Mittel, als bte Reklame, d. h. der Fabrikant mu6 immer wieder sagen ober zeigen, weshalb feine Ware gut und preiswert ist, weshalb es also tm Interesse der Käuferin liegt, gerade feineMarkezu verlangen.
Wenn nun die Ware wirklich so gut ist, wie die Reklame verspricht, dann wird die Käuferin nach dem ersten Versuch später wieder die gleiche Sorte verlangen, und die Reklame hat ihr Ziel erreicht. Das ist aber nicht nur für die Fabrikanten angenehm, sondern kommt auch der Derkäuferin zugute. ,
Denn wie schon gesagt wurde: je mehr Schokolade auf einmal hergestellt werden kann (um bei unserem Beispiel zu bleiben), desto billiger kommt die einzelne Tafel zu stehen. Dann kann der Fabrikant entweder den Preis für die Einzeltasel herab setzen, oder — trotz stegiender Preise für Rohstoffe — doch den alten Verkaufspreis bei» behalten. Er kann aber auch die Ersparnis bei der Massenfabrikation dazu benutzen, f u t den alten Verkaufspreis eine bessere Qualität zu liefern! Daß er dies wirklich tut, daß et dadurch schon durch die Konkurrenz gezwungen wird, das könnte an vielen Markenartikeln gezeigt werden. Ich möchte aber nicht in den Verdacht kommen, als wolle ich für bestimmte Fabrikate — --Reklame machen! Deshalb sei nur auf drei allgemeine Beispiele hingewiesen:
Einmal auf die elektrischen Glühlampen.
geschütze wie bissige Hofhunde in rasendem Gebell gegen den frechen Angreifer toben. — — Nach wenigen Minuten ist alles zu Ende. Mit einem Schlag folgt Todesstille auf den wilden Lärm. Lautlos flackern und schwülen zwei Brände durch nächtiges Dunkel, um bald gelöscht zu sein. Der Fliegerangriff ist vorüber. Er hat mehr durch seinen Überraschenden Schrecken gewirkt, als tatsächlichen Schaden angerichtet. --—
Diese und ähnliche Bilder tauchen aus der Erinnerung auf, wenn die Rede auf den Luftkrieg kommt. Werden sich im künftigen Kriege
Vor 20 Jahren war der Preis einer Lampe weit höher als heute. Eine intensive Reklame hat jedoch inzwischen kräftig mitgeholfen, die Rachfrage auf eine bestimmte Marke zu lenken, und deren Umsatz so zu steigern, daß diese Lampen heute nicht nur viel billiger verkauft werden, als vor 20 Jahren, sondern auch noch billiger als 1914. Also: die Ware wurde mit Hilfe der Reklame billiger. •
Ein anderes Beispiel: die Schuhpuhmittel. Manche Hausfrau wird sich noch der „Wichse" in der Spanschachtel erinnern. Diese enthielt häufig englische Schwefelsäure und ruinierte dadurch natürlich in kurzer Zeit das Leder. Heutzutage haben drei oder vier tüchtige Schuhcremefabrikanten mit Hilfe geschickter Reklame ihren Absatz so ausgebreitet, daß sie für das gleiche Geld, das früher die Schwefelsäure-Wichse kostete, jetzt eine reine Terpentinöl-Creme bieten können. Diese gibt nicht nur Glanz, sondern hält gleichzeitig das Leder weich und geschmeidig. Hier sehen wir also, wie mit Hilfe der Reklame die Qualität der Ware verbessert wurde.
Rach ein Wort über die Reklame der Ladengeschäfte und ihren Nutzen für die Käuferin. Es gibt wohl keine Hausfrau, die sich nicht gerne Schaufenster ansieht. Die Auslage zeigt, was das Geschäft anzubieten hat und gestattet, die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Geschäfte zu vergleichen. Dieselben Vorteile bieten die Anzeigen in der Zeitung. Auch diese zeigen der Hausfrau, welche Reuheiten die Geschäfte bringen, zu weichen Preisen usw. Aber um Schaufenster anzusehen, muß die Hausftau fortgehen, während sie die Zeitungsanzeigen zu Hause in aller Ruhe durchlesen und sich auf diese be-
diese Bilder wiederholen oder werden andere an ihre Stelle treten? Wird die Luftwafte der Zukunft wie 1914—18 nur die Rolle eines Akteurs in dem Drama des Erdkampfes spielen oder wird ihre technische Entwicklung sie befähigen, eigene Wege zu geben, mit zermalmender Wucht über die Köpfe seiner Armeen und Flotten hinweg das feindliche Volk ins verz zu treffen? Das sind Fragen von so cin'chnel- dender Bedeutung, nicht nur für den Soldaten, sondern ebenso für den Politiker, dir Industrie, die zivile Verwaltung den Verkehr und schließlich für jeden einzelnen Staatsbürger, daß sie ernstesten Studiums würdig sind. Berühren sie doch unmittelbar das eigene Leben eines jeden, machen sie aus dem friedlichen Bürger, den int Krieg keine anderen Sorgen drückten, als die der Brot- und Fleischkarte, über Nacht einen Kämpfer der vordersten Linie, stündlich bedroht vom feindlichen Geschoß. Anlaß genug für alle, sollte man meinen, sich mit der Frage zu befassen: was kann uns ein zukünftiger Krieg in der Luft bringen, auf welche Gefahren müssen wir uns gefaßt machen und welche Zukunftsbilder, die uns da und dort in der Presse entworfen wurden, beruhen dagegen auf Ueber- treibung oder Irrtümern eines Nichtfachmannes?
Zweifellos muß daher die breiteste Deffefil- lichkeit des deutschen Volkes es begrüßen, daß der Verlag von K. F. Koebler, Berlin, aus der Feder des durch jein Buch „Kritik des Weltkrieges" weit über die militärischen Fachkreise hinaus bekannten Autors, Hauptmann a. D. Ritter, ein neues Werk „Luftkrieg" herausgebracht bat. Wie nur wenig andere ist der durch die beiden großen Schulen des Eeneral- stabes und Flugwesens gegangene Verfasser berufen und befähigt, eine Schilderung zu geben von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Materie, die in ihrer Verknüpfung mit fast allen das Dasein beeinflussenden Faktoren berufen ist, unser Weltbild grundlegend umzugestalten.
Diese Referate empfangen aber erst ihren lebendigen Atem durch eine aus dem Fliegerhorizont an ihnen porgenommene, kritische Auswertung, die überall in reife, klare Endurteile mündet. Die Not fehlender Luftstreitkräfte wird zur Tugend einer von Entwicklungssackgassen ungehemmten Betrachtungsweise. Der unter bitterem Zwange Deutschland zugewiesene Standpunkt außerhalb der Dinge sichert dem Verfasser eine Objektivität, wie sie niemand aufzubringen vermag, der mitten im Gärungsprozeß der sich aus der Tagespreis ergebenden Meinungsverschiedenheiten steht.
In den zehn eindringlichen Schlußzeilen seines Werkes gibt der Verfasser ein Zukunftsbild der Menschheit, die im Verzicht auf die Waffe ihr höchstes Glück in einer Art Schildkröten oder Pflanzendasein zu erblicken sucht.
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M Shronik
Stock st adt a. Rh. Beim Holzfahren gingen dem früheren Faselwärter Nösinger, einem älteren Manne, die Pferde durch. Nösinger verunglückte dabei so schwer, daß er sofort starb.
Landstuhl. Der Rechtskonsulent Lutz fuhr mit seinem Auto so heftig gegen einen Baum, daß der Wagen einige Meter weit in das Feld geschleudert wurde. Einer der Wageninsassen wurde sofort getötet; auch Lutz selbst, der den Wagen führte ,wurde erheblich verletzt.
Kaiserslautern. In der hiesigen Lokomotivwerkstatt ist der Schlosser Hahn aus Weilerbach dadurch tödlich verunglückt, daß er von dem Tender einer Maschine erfaßt und gegen einen Torpfeiler gedrückt wurde. Er ist kurz darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. — Der Maurer Becker war mit seiner Ehefrau in einen heftigen Streit geraten, in dessen Verlauf die Frau dem Manne mit einem Kartoffelstößrr einen derartigen Hieb über den Schädel versetzte, daß er kurz nach seiner Einlieferung int Krankenhaus an innerer Verblutung gestorben ist. Die Frau wurde verhaftet.
qu-me Weise darüber unterrichten kann, welche Geschäfte die günstigsten Angebote machen. .
Einzelne kleinere Fabrikanten versuchen manchmal, ohne Zeitungsreklame auszukommen und bieten statt dessen ihren Kunden „Geschenke" an. In Wirklichkeit werden die Kosten für diese „Geschenke" natürlich auf den Verkaufspreis aufgeschlagen. Don einem „Geschenk" kann also gar feine Rede fein. Vor allem aber verfehlt diese „Zugabe" oder „Prämien-Reklame" die Höch st e Aufgabe aller wahren Reklame: die Käuferin aufzuklären, wo sie für ihr Geld die beste Ware erhält. Diese Aufklärung ist nur mit Hilfe von Zeitungs-Anzeigen möglich.
.Umgekehrt darf die Hausfrau zu einer Fabrik, die eine sachliche Zeitungs-Reklame treibt, das Vertrauen haben, daß diese Fabrik die modernsten Einrichtungen besitzt und damit eine Ware herstellt, die ihren Preis au» wert ist.
Heutzutage weiß jeder Geschäftsmann, daß eine Zeitungs-Reklame für eine schlechte Ware auf die Dauer doch nichts nützt. Rur für den Hersteller einer guten Ware lohnt es sich, die Waren durch Anzeigen bekannt zu machen. Deshalb kann nun aber auch eine ständige Zeitungs-Reklame als Kennzeichen dafür gelten, daß die Ware gut und preiswert ist. Eine geschickte Reklame für eine gute und preiswerte Ware steigert aber mit Sicherheit ihren Amsatz. So ermöglicht die Reklame dem Fabrikanten, seine Ware noch besser herzustellen, und sie gleichzeitig billiger zu verkaufen. Auf diese Weise nützt die Reklame dem Fabrikanten ebenso wie der Hausfrau! Dr. K. K.