Ceiie 6
Marburg a. S. Freitag, den 6. November 1925
Rr. 261
Mchmger Sladlzetlung
[v TageSa »Zeiger.
s4 Freitag, den k. Rovember.
Junggeflügelschau, Festhalle: 4 Uhr Eröffnung.
Hotel Cafd Bersch, Kasernenberg: Ab 4.30 Uhr nachm. und abends Künstlerlonzert.
Marburger Bühne e. B.: Rathaus 6 Uhr Mitgliederversammlung.
G. D. A.: 8 Uhr Versammlung im Hessischen Hof.
Cafe Markees, Deitgasse: 8 Uhr abends Konzert.
Konzertverein: Orchester mit Chor.
Zentraltheater. Kasernenstr.: Die 10 Gebote.
4.30 und 8.15 Uhr.
U. T., Pilgrimstein: Prater, Wiener Volks« stück.
Lichtspiele. Bahnhofstraße: Vorführung des Betheisilms 2. Teil.
Vereinigung der Schlesier: Generalversammlung bei Benner.
Südwestdeutscher Badioklub: 8.30 Uhr in den Sladtsälen Versammlung.
* Universität. Privatdozent Dr. Jakob Wilhelm Hauer in Tübingen hat den Ruf an die hiesige Universität aus den Lehrstuhl der indischen Philologie als Nachfolger von Prof. H. Oertel angenommen.
* Neuer Regierungspräsident? Die „Vossische Zeitung" glaubt melden zu können, daß als Nachfolger des Regierungspräsidenten in Kassel der jetzige Ministerialrat im Ministerium des Innern, v. Leyden, in Aussicht genommen sei. Herr v. Lehden gehöre der Deutschen Volkspartei an. — Nach übereinstimmender Meldung ist als Nachfolger des verstorbenen Regierungspräsidenten von Wiesbaden, Harnisch, der Polizeipräsident Ehrler von Frankfurt a. M. in Aussicht genommen. Ehrler ist Sozialdemokrat.
* Landwirtschaftliche Schule Marburg. Der Unterricht an der landwirtschaftlichen Schule für den Winter 1925/26 nahm gestern mit 80 Schülern feinen Anfang. Davon entfallen auf die Oberklasse 39, auf die Unterklasse 41 Schüler.
* Schwurgericht. Das in den Mittagsstunden verkündete Urteil gegen den wegen Körperverletzung mit tötlichem Erfolg angeklagten jungen Mann aus Willingshausen lautete auf 1 Jahr Gefängnis. Nach Verbüßung von 5 Monaten tritt Strafaussetzung ein. Damit hatte das diesmalige Schwurgericht sein Ende erreicht.
* Für Kinder- und Menschenfreunde. Unsere Gönner und Freunde auf dem Lande draußen und in der Stadt, bte alle Jahre so freundlich und treu geholfen haben, werden auch jetzt wieder dringend gebeten, Wfür Unsere Aeltere Kleinkinderschule, Schulstr. ä5, ifox Hand aufzutun und mit Spenden an Naturalien jcker Art durch den schweren Winter zu helfen. Viele zarte Kinder bedürfen einer kräftigen Ernährung. In der Hoffnung kerne Fehlbitte zu tun Fran M. Jensen, l. V. d. B., im Namen des Vorstandes.
* Bethel-Film. Eben kommen wir aus der Vorführung des Bethel-FilmS int Lichtspiel-Theater in der Bahnhofstraße und stehen noch ganz unter dem Eindruck der geschauten Bilder. Wir können den Besuch der Vorführung des Bethel-FilmS (2. Teil) nicht bringend genug empfehlen. Das Verständnis für die in und von Bethel geleistete segensreiche soziale Arbeit muß rn die weitesten Kreise unseres Volkes dringen, und diese Arbeit ist eS wahrlich wert, daß sie von der Liebe des ganzen Volkes getragen und gestützt werde. Darum auf zum Besuche des Bethel-Films! Heute, Freitag abend 8 Uhr, ist die letzte Vorführung in Marburg.
- Lichtbildervortrag. Wie auS dem Anzeigenteil dieses Blattes ersichtlich, findet am nächsten Montag ein von der Alpenvereinssektion Marburg veranstalteter Laternbildervortrag deS Herrn Dr. Müller aus München über das von ihm geleitete Alpine Museum in München statt. Der Vortragende, eine in alpinen Kreisen hochgeschätzte Persönlichkeit, wird in 100 Laternbildern die hauptsächlichsten Schätze seines Museums zur Anschauung bringen: Reliefs, wunderbare plastische Nachbildungen einzelner Berge, selten gewordene Berge, Nachbildungen von AlpenvereinS- hütten, vergleichende Darstellungen usw„ sodaß neben der Unterhaltung auch die Belehrung zu ihrem Rechte kommt. Das Ganze ist als ein Werbevortrag für den Besuch der Alpen und den Beitritt zu der hiesigen Sektion gedacht. Der Ober- hessische GcbirgSverein und die Biologische Gesellschaft sind eingeladen. Auch andere Gäste sind sehr erwünscht. Eintrittsgeld wird nicht erhoben.
* Bundestag deS „Reichsbundes der höheren Beamten". Man schreibt uns: Am 8. und 9. November 1925 findet in Köln der diesjährige Bundestag des „Reichsbundes der höheren Beamten" (RHB.) statt. Der RHB. umfaßt mit rund 100 000 Mitgliedern fast die gesamte höhere Beamtenschaft des Reiches, der Länder und der Gemeinden. Das Programm der Tagung werft neben den rein geschäftlichen Verhandlungen nur wenige Punkte auf. 1. Festvortrag, 2. Besoldungsfragen; a) Rückblick und Ausblick: Oberstudiendirektor Dr. Bolle, b) Gleichstel- lungSftage: Dr. Bohlen, 3. Wissenschaftliche Fortbildung: v. Strempel. Aber außer diesen wichtigen Fragen wird in dem von dem Haupt- geschästsführer deS Reichsbundes, Senatspräsident a. D. Dr. Spiegelthal, zu erstattenden Geschäftsbericht noch Vieles berichtet werden, was die Beamtenschaft bewegt. Die Tatsache, daß di« Tagung nach Köln gelegt ist,
wird manchem höheren Beamten em Ansporn fein, Zeit und Geld, so knapp es auch -ist, nicht zu sparen, an der Tagung teilzunchmen.
(*) Vom Lande. Kirmessen überall und darum überall Helle Freude. Ist da ein heiteres Stückchen passiert. Irgendwo Kirmes. Burschen und McDchrn ans dem Nachbardorfe machen sich auf die Beine um drüben mitzufeiern. Geld haben wir ja genug — nötig. Die Fiedeln klingen und der Brummbaß knurrt. Manch Liebespärchen dreht sich im Walzertakt. Tanzt da auch ein Lrebesvärchen und das Mädchen wird eifersüchtig, weil der Bursche öfters mit einer anderen tanzt. Der Bursche hält sich jetzt zu der anderen aus seinem Dorfe. Fast will ihn die Eifersüchtige umbringen mit wütenden Blicken, aber der Bursche tanzt nicht mehr mit ihr. Mitternacht kommt heran und die Axdörser rüsten zum Aufbruch. Die Eifersüchtige sieht, wie ihr treuloser Liebster bte andere im Arme hat und nach Hause begleitet. Da macht sie sich auf die Beine und eilt ihnen voran, um die beiden in einem Wäldchen abzufangen und sich zu rächen. Als sie eine Weile in ihrem Verstecke weilt, hört sie das Paar näherkommen und tritt ihm in den Weg. Dann gibt sie dem Burschen eine Backpfeife, daß es knallt und verlangt von ihm, daß er fte noch Hause begleitet. Um allen Streit zu vermeiden, kommt der Treulose dieser Aufforderung nach und läßt die andere stehen. „Ei", spricht jene, „wänn bau mich erst mit binschleifst, sollste mich auch heimschleife". „Ei gewiß, gewiß", sagt der Bursche ängstlich und legt ben Arm um ihre Taille. Dre Verlassene geht in einer kleinen Entfernung hinterher. Geht bas Paar langsam, geht sie auch langsam. Ellen sich die beiden, so beschleunigt auch sre ihre Schritte. Vor dem Dorfe geht auch sie an den Burschen heran und gibt ihm «ine Backpfeife. „Sod auch scheen bedankt sei vor bte Begleiringe".
* Wieder Zuschüsse für bte Heizung. Aufwendungen des Inhabers einer Dienstwohnung dürfen tn der Regel erst am Jahresschlüsse ausgeglichen werden. Es haben sich hieraus in einzelnen Fällen Härten ergeben . Der verspätete Ausgleich bedeutet etne Belastung, die zu wtrtschasthchen Schwierigkeiten führen kann. Der Reichsmtnister der Finanzen hat sich deshalb jetzt damit einverstanden «rllärt, daß schon im Laufe der Hetz- periode Barzuschüsse nach Maßgahe der vom Dienstwohnungstnhaber beschafften und eingc- - lagerten Brennstoffmengen bis zur Höhe des erstattungsfähigen Betrages gewährt werden. In Natur darf durch den Fiskus grundsätzlich nicht geliefert werden.
* Die wirtschaftliche Lage der Landesversicherungsan st alt Hessen-Nassau. Das Endergebnis des Jahres 1924 überstieg den Voranschlag von 10 Millionen um mehr als 1 Million. Die Geldfestigung und bte gesteigerten Einnahmen aus dem Markenerlös ermöglichten es, bas Heilverfahren, bas tn bei Inflationszeit bedenklich zusammengeschrumpft war, tn vorsichtiger allmählicher Entwicklung wieder bis annähernd zur Friedenshöhe auszubauen. Gegenwärtig hat bte Heilfürsorge wieder den vollen Umfang der Vorkriegszeit. Mit den wachsenden Beitragsetnnahmen und der damit fortschreitenden finanziellen Gesundung der Landes- versicherungsanstalt Hessen-Nassau konnte bte Anstalt auch wieder tn bescheidenem Maß dem Ausleihen von Geldern zu gemeinnützigen Zwecken, insbesondere auch für den Bau von Arbeiterwohnungen, sich zuwenden. Inzwischen ist nun auch durch Reichsgesetz vom 23. März 1925 der berechtigte Wunsch der Rentenempfänger nach Beseitigung der Einheitsrente und Wiedereinführung von individuellen Renten in Erfüllung gegangen. Seit dem 1. April 1925 sind alle Renten mindestens auf Vorkriegshöhe, in den meisten Füllen sogar noch höher gestellt. Allerdings steht schon jetzt fest, daß die hierdurch bedingte höhere Rentenlast nicht durch bte laufenden Beiträge, die nach dem reinen Umlageverfahren bemessen sind, gedeckt werden können, ohne das mühsam wieder aufgebaute Gebäude der Heilfürsorge und der allgemeinen sozialen Maßnahmen von neuem teilweise abzubrechen.
r Marburger Stadttheater.
Zu unserer Mitteilung wird uns geschrieben:
Nicht allein die Geschäftsleitung, sondern auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft Stadtsäle hat sich mit dieser Neueinrichtung besonders beschäftigt. Maßgebend waren der Kostenpunkt und die Erwägung, daß der Saal nicht nur dem Theater, sondern vielen anderen Zwecken dienen mutz. Die neuen Klappstühle stehen jetzt weiter auseinander,als früher die losen Stühle. Nach Musterzeichnungen der leistungsfähigsten Stuhlfabriken wurde die Einrichtung mit Erhöhung des Fußbodens durch eine hiesige Firma in praktischer und solider Art ausgeführt.
Die Rücklehnen seien nicht zu steil. Wenn die Stühle einzelnen Besuchern unbequem vorkamen, so war die lange Zeit des Sitzenmüssens, zwei Stunden ohne Pause, wohl daran schuld. Auch die zweite Stuhlreihe gestattet jetzt eine gute Uebersicht der Bühne.
(Was die Einsendung zurückweist, ist in der Besprechung so jedenfalls nicht getadelt worden. Klappsitze einer Reihe müssen naturgemäß weiter stehen als Einzelstühle. Das wesentlichste aber scheint, daß die Sitze zu nahe an die Brüstung Herangehen, die Brüstung zu niedrig und die Rückwand zu steil ist. Es wird nicht bestritten, daß das, was getan ist, nicht ohne Ueber- legung geschah, mit der ausübenden Firma hat das Ganze noch weniger zu tun, es ist alles einwandfrei und gut gemacht. Das hindert aber nicht, daß in der Presse die Ausstellungen vorgebracht werden, die das Publikum ober ein Teil hat, wenn es nötig erscheint.)
Letzte Mei-ungen
ff. Berlin, 6. Nov. Heute vormittag ist der s o z i a 1 d e m o k r a t i s ch e Par- teivor stand zusammengetreten um noch vor der Fraktionssitzung, die heute nachmittag statfindet, die Krise zu besprechen. Man zweifelt nicht daran, daß von den dort gefaßten Beschlüssen das Schicksal des Reichstags und die Entscheidung der Regierung zum guten Teil abhängen wird. In sozialdemokratischen Abgeordnetenkreisen ist man bis zur Stunde keineswegs im Klaren darüber, ob die Fraktion die gegenwärtig im Gange befindlichen Versuche zur Bildung einer Koalitionsregierung billigen wird, oder ob sie auf Auflösung des Reichstages und Neuwahlen bestehe. Danach besteht die Möglichkeit, daß die Fraktion die sofortige Einberufung des Reichstags fordern wird.
ff. Paris, 6. Nov. Im Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten hor- ben Painlcv^ und Briand heute vormittag über den Gang der Verhandlungen in Locarno Bericht erstattet. Auch C a i l l a u x Schuldenbesprechungen in Washington wurden erörtert. Während der Ausschuß das Verhalten der Locarnoer Delegierten billigte, wurde an den nicht erfolgreichen Bemühungen Eaillaux heftige Kritik geübt. Der Ausschuß hat beschlosien, baldmöglichst eine Aussprache über Locarno in der Kammer herbeizuführen.
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Mte WikWMmMmgm
r. Berlin, 6. Nov. Obwohl das Angebot heute etwas größer war, konnten sich die gestrigen Notierungen auch heute behaupten, weil die ausländischen Notierungen etwas fester lauten. Weizen 220—223 (per Dez. 239—241), Roggen 141—144 (per Dez. 163, per März 173). Hafer 161—171 (per Dez. 170—179, per März 184), Weizenmehl 27—31.75, Roggenmehl 20.75—23, Weizenkleie 11.30—11.50, Roggenkleie 9.10 bis 9.30.
r. Frankfurt, 6. Nov. (Vorbericht) Die Stimmung am Frankfurter Effektenmarkt war heute etwas freundlich bei leicht befestigten Kursen. Zum Wochenende fanden einige Deckungen statt, außerdem machte es einen guten Eindruck, daß die in den letzten Tagen verbreiteten Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten usw. sich bisher noch nicht bestätigt haben. Auch der leichte Stand des Geldes regte etwas an. Auch Türkenwerte waren fester auf die Pariser Verhandlungen über die Mossulfrage.
r Frankfurt a. M., 6. Nov. Die Produktenbörse eröffnete vollkommen still und un- verändett: Wetzen 23,75—24,00; Roggen 17,25—17,50; Weizenmehl 38,00—38,50; Roggenmehl 24,75—25,00; Weizenklet 10,00; Roggenkleie 10,25—10,50.
Verkehrs-Verein
Anmei-uno im Büro Markt 12
Letzte Wrse»meldmM
ft. Berlin, 6. Nov. Bei unregelmäßigen Kursbildungen ist die Börse bei Deckungen und teilweisen Rückkäufen überwiegend freundlicher veranlagt. Einige führende Papiere sind am Montanmarkt bis 1 Prozent erhöhst. Anderseits sind aber auch neue Rückkäufe in ungefähr gleichem Ausmaße festzustellen, die allerdings in der Minderheit sind. Schiffahrts- und Bankaktien find behauptet. Renten und Hypotheken etwas fester. Geschäft sehr still.
Berliner Anfarrgskurse
vom 8. November.
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3°/o ..
0,207 0,217
7,23
3,23
Kirchlich« Nachrichten.
Sonnabend, den 7. November.
St. -2o st-Kapelle (vor Weidenhausen) 8.30 Ähr Abendsegen: Pfr. D. Dr. Frankenberg, Sic. Mensching.
Wetterbericht.
ft Wettervorhersage bis Sonnabend abend: Kühler, zeitweise heiter, aber veränderlich ohne erhebliche Niederschläge.
Siilkiiungtn airö dm LchüreA
Kirchenkonzert.
Wiederholt mußte bet Kirchenkonzerten fe|t- gestellt werden Haß unsere herrliche Orgel tn der luther. Pfarrkirche tn Unordnung war. So „hingen" auch bctm letzten Orgelkonzert ball» die Flöten, bald andere Stimmen! Bei Benutzung des Schrellers traten Nebengeräusch« auf, sodaß es ein Wunder ist, daß der Organist fein Programm überhaupt durchführen konnte. Es wäre endlich an der Zeit, daß die luther. Kirchenorgel sachgemäßer gepflegt würde.
Briefkasten der Schriitleitung.
Für Einsender. Bei Einsendung von Vorbesprechungen bitten wir int Interesse der rechtzeitigen Aufnahme, sich möglichst kurz zu fassen. Längere über 50 Druckzeilen fassende Einsendungen müssen aus fachtechnischen Gründen oft noch im letzten Augenblick zurückgestellt werden.
Amtliche Bekanntmachungen des Landratsamtes Marburg
Betrifft:
Kommunallandtags- und Kreistagswahlen.
Auf Grund der §§ 16 Abs. 3 und 106 Abs. 9 der Wahlordnung für die Wahlen zu ben Kommunallandtagen und Kreistagen vom 14. Ott. 1925 bat der Kreisausschuß beschlosien, daß 1. für den Absiimmungsbezirk Bürgeln mit
Bernsdorf und Gutsbezirk Fleckenbühl, der Gemeinbevorstand in Bürgeln,
2. für ben Abstimmungsbezirk Oberweimar mit Gutsbezirk Obcrmeimar, ber ©etneinbe» Vorstand in Oberweimar,
3. für den Abstimmungsbezirk Bracht mit dem Gutsbezirk Oberförsterei Bracht, der ©e» meindevorstand in Bracht,
4. für den Abstimmungsbezirk Bauerbach mit dem ©utsbezirk Ob-rförsterei Marburg, der ©emeindevorstand in Bauerbach,
5. für den Abstimmungsbezirk Oberrosphe mit dem ©utsbezirk Oberförsterei Wetter-Ost, der ©emeindevorstand in Oberrosphe,
6. für ben Abstimmungsbezirk Rotzberg mit dem ©utsbezrk Oberförsterei Rotzberg, der ©emeindevorstand in Rohberg,
7. für den Abstimmungsbezirk Warzenbach mit dem ©utsbezirk Oberförsterei Wetter-W:/t» der ©'meinbevorstand in Warzenbach
den Wahlraum zu Mtimmen hat.
Marburg, ben 5. November 1925. (257
Der Vorsitzende des Krefsausschusies.
Schwebe!, Landrat.
cttiM. Bekanntmachung
Nach dem Gesetz vorn 7. August 1911, letr. die Beschulung blinder und taubstummer Kinder, unterliegen blinde Kinder (auch solche Kinder, t'.$ so schwachsichtig sind, dah sie den blinden Kindern gleichgeachtet werden müssen), sobald sie das sechste Lebensjahr vollendet haben, sowie taub7' me Zinder (auch solche Kinder, deren ©ebörreste so gering sind, daß sie die Sprache nicht auf natürlichem Wege erlernen können und die sei' te Sprache i *5 Ohr zu verüben ni*t mehr imstande sind), sobald sw das siebente Lebensjahr vollendet haben und sosern sie genügend entwickelt und bildungsfähig erscheinen, der Verpslichtung, den in den Anstalten für blinde und taubstumme Kinder eingerichteten Unterricht zu besuchen.
Damit über den Eintritt der Schulpflicht (8 4 bcs ©es.) rechtzeitig Beschluß gefaßt werben kann, werden Eltern und gesetzliche Vertreter derjenigen Kinder vorgenannter Art, die das 4. Lebensjahr zurückgelegt haben und noch nicht ang:m:K:t sind, hiermit aufgefor- dert, die Kinder innerhalb 2 Wochen bei dem Magistrat anzumelden.
Kinder, welche das schulpflichtige Lebensalter in bei Zeit bis einschließlich brei Monaten nach bem Beginn des Schuljahres vollenden, können ausnahmsweise schon an dem vorhergehenden Aufnahmetermin in die Schule ausgenommen werden.
Marburg, den 3. November 1925. (7551
Der Magistrat, gez. Mueller.
Die Landeskreditkasie in Kasiel hat uns einen Betrag an Rentenbank-Kredit zur Der- fügung gestellt, aus dem kleinere Darlehn an Landwirte begeben werden können.
Anträge sind bis zum 12. ds. Monats hier zu stellen.
Marburg, den 5. 11. 1925. (7546
Der Vorstand der städtischen Sparkasse.
Mueller.
Am Sonntag, den 8. November 1925, von vormittags 7 bis 9 Uhr, findet eine Unter- ■ brechung bet Stromzuführu rg für bas Stabt« netz wegen bringenben Arbeiten im Maschinen« Hause statt. Motors müsien während dieses Zeit ausgeschaltet bleiben.
7555)