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Onzeigerfüridasfrüher imchMsche)GderMerv:KnMches VerkünLigun-MM für dkreiswartmq

Montag.

Ben L Rovbr. 1925

St.257 eO.MtO. Marburg o. Kahn

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1 Svidmark Vt^Dollau.

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Schwere SchlagwettermloWn

17 Todrsoetor

Esse«, 1. Rov. Auf der zur Phönix A.-E. gehörenden Zeche .Lolland" ereig­nete sich gestern abend gegen neun Uhr eine Schlagwetterexplosion, wobei 17Perso«engetötet und zwei leicht verletzt wurden. Sämtliche Tote find ge­borgen. Die Ursache der Explosion, die sich in einer Schachtabteilung ereignete, konnte während der Rächt beim Befahren durch die Bergbehörden und die Zechenverwal­tung noch nicht geklärt werden. Sine weitere Gefahr für die betroffene Ab- teilung und die anderen Betriebe besteht nicht.

Essen, 1. Rov. (TU.) Am Aller­heiligen-Sonntag durcheilte die neue Schreckenskunde vom Explosionsunglück auf der der Phönix A.-G. für Bergbau- und Hüttenbetriebe gehörigen Zeche Holland in Gelsenkirchen-Wattenscheid das Ruhrrevier 17 Bergleute sind wiederum einer Schlag­wetter-Explosion z»m Opfer gefallen. Auf den Zechentürmen find di« Trauerflaggen aufgezogen und stehen in ihrer Düsterkeit im grellsten Gegensatz zu dem das Land der Zechen und Werke überflutenden Herbst­sonnenschein. Die 17 Opfer, sowie die bei­den Verletzten, von denen der eine in Lebensgefahr schwebt, befinden sich im Knappschaftskrankenhaus in Düsieldori Die Gewalt der Explofion geht daraus her­vor, das; oberirdisch die Erschütterung weit­hin bemerkbar war. Die Rettungsarbeiten waren gegen 4 Uhr beendet.

Die Dergbaubehörde, die sofort eingefahren «ar, gibt folgenden amtlichen Bericht heraus:

Auf der Zechenaul«,e T/II Watten­scheid hat am Samstag, de» 81. Oktober 1926, abend» gegen Ende der Mittagsschicht eine E p l o s i o n stattgefunden, bei der 17 Bergleute getötet und zwei verletzt worden sind. Die Explosion hat eine Abteilung der achten und neunte» Sohle betroffen, in der die llnterfettkohle im Flözdickebank al» liegende» Flöz gebaut wurde. Die betroffe- »en Baue waren durch Gesteinstaub und zwar durch Sperrungen und Streuungen gesichert. Diese Sicherung hat ihre »olle Schuldigkeit getan, so datz die Explosion über den eigentlichen Herd nicht hinausge»

Spanien ift kriegSmübe

Madrid, 81. Oft. (TU.) Zu Spanien wird jetzt offiziell uud privat ernstlich die Frage erwogen, ob Spanien nicht das Ma» rokkounternehmen endgültig liquidiere« soll. Die Presie schlägt heute vor, mit i Frankreich über die Abänderung de» Ver­trages von 1922 zu verhandeln. Für Frankreich sei Marokko eine Lebensfrage, für Spanien dagegen nur eine Prestige, angelegenheit. In Abänderung des alte» vertrage» und wie dann gewisie Grenz» korrekture« geschaffen werde« könnte«, mützte Frankreich eine« Teil der finanziel­le« Lasten Spaniens übernehmen.

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für England existiere nicht. Man habe nicht einmal ein Versprechen auf Training erg«- ten, das die Schlüsselnote des Pro o.olls habe sein müssen, nicht einmal eine Garaiwe dasifi, daß die im August getroffenen schuLenab- machung«n zwischen Caillaux und Churchill ausgeführt werden würden.

SenlWm» uni Btt ferne Offen

Eine Re»c Ttresrmann».

Berlin, 81. Okt. (WTB.) Im Rahmen eines Festessens desVerbandes für den fernen Osten", das geflern im Hotel Efnlanade statt­fand, machte der Reich sm inister oeS Auswär­tigen Dr. Stresemann «M'ge Ausführun­gen, denen wir u. a. entnehmen:

Meine Damen und Herren! Unsere Ziele im fernen Osten find tm wesentlichen Aufbau unse­res Handels, Pflege der gegensei:'»gen gchsti' Beziehungen und friedliche und wirtschaftliche Beziehungen zu den ostaslatischen Nationen. Die Mehrzahl der Anwesenden srnd früher in China gewesen! China steht jetzt im M' t'l- punkt des Interesses . Deshalb grstri t a Sie mir, von ifym zuerst zu sprechen. Ter große Kamps um das Erwähn China? zu nationaler Eigenheit und Selbständigkeit har begonnen. Wrr verfolgen das Bestreben Chinas mit allen unseren Sympathien und in der Hoffnung, daß China rn eener weilen Politik die Wünsche erreicht, dre es sich vorgesetzt hat. Lassen Sie mich der Hoffnung Ausdruck gehen, daß es China gelingen möge, seine ennerpolitischen Schwierrgkeiten zu überwinden und den Weg zum Frieden, und einer glücklichen Neiterent- wiÄung zu finden.

Mit Japan bestehen ebenso alte kulturelle Barche, tute ein weitgehender Austausch ötm Hütern. Wir wünschen die wrfi-re Pflege die­ser Beziehungen. Wrr begrüßen d-e Anwesen­heit japanisch-r Stuber ter. und Professoren in Deutschland . Wir hoffen daraus, daß man eine gerechte Lösung für den deutsch-japanischen Handel find«, bxv.it it er tn der Ueberwindung der. gegenwärtigen Depression vneder neue Im- pulse «hält. Ich gebe meiner Genugtuung da­

rüber Ausdruck, daß Japan in ferner Oefsent- lichkeit und Presse stets eine Würdigung der deutschen politischen Sage und des deutschen politischen Wollens gegeben hat. So ist, glaube ich, die Grundlage gegeben sür eine stete und zielbrwußte freundlichc Entw-flklung der deutsch- japanischen Beziehungen, auf der wir weiter­bauen können.

Die Lobour-Partttz »egen de» Gicherheittz- pakt.

London, 31. Okt. In einer gestern rn Wanbslorth über den Pakt von Socartw ge­haltenen Rede sprach sich der ehemalig« so- zialistsche Minister und heutiges Parlaments­mitglied der Labour Party, Oberst Wedge- to o ob, über die tm Pakt von Loearno ringe* gangtnen Beroflichrungen aus. Bor dem Kriege habe England dre Grenzen Belgiens gegen eine Invasion garantiert. Die Invasion habe England in ben Krieg gezogen. . Jetzt decke die englische Garant« durch den Pakt von Locarno nicht nur Delgrrn, sondern de fian- zösisch-deutschen Grenzen und das entmllitarr- fitrie Rhernlaich. Eine Ehrenverpflichtung habe England in den Weltkrreg getragen. Man sollte jetzt sorgfältiger fern, bevor man neue Berpflichtungen dreier Art übernehme. Die Labour Party sei nicht gewillt, wiederum in einen europäischen Krieg zu gehen, am aller­wenigsten in einen Krieg, der England nicht interessiere. Wenn Europa kämpfen wolle, bann solle eS allein kämpfen. Chamberlain sei rn Frankreich aus dem Grunde populär, weil er den französischen Forderungen zugesttmmt hab«. Er habe das Ehrenwort Englands ge­geben, zu kämpfen. Aut diesem Grunde könne man mit Recht fragen, worin die französische Gegenleistung bestände. Aber eine Garant«

M-ska«. 31. Okt. (WB.) Die Ursache des Todes Frunses war Herzlähmung, die heute nacht «ach einer Magen- und Dar«, operation eintrat. Die Operation war zur Beseitigung von Krankheitserscheinunge« »orgenommen worden, die sich bereits nach , einer vor 10 Jahren i« Gefängnis vor­genommenen mißglückten Blinddarmopera» non eingestellt hatten. Trotz der Herz.

i schwache, die sich Sei der Operation zeigte, hofften die Aerztr, daß Franse ge. «ese« werde; doch trat eine erheblich« Ver­schlechterung i« dem Befinden des Patien­ten ein, die dann später zum Tode führte.

Eine Regierungserklärung aus Anlatz des Todes Frunses weist darauf hin, datz die Sowjetunion in Frunse einen ihrer besten Organisatoren und Führer sowie den Mann verliere, dem die Siege über Wrangel und Koltschak zu danken seren. I Das Begräbnis des Entschlafenen findet am 3. November statt. Eine Reihe diplo­matischer Vertretungen hat bereite der Sowjetregierung ihr Beileid ausgedrückt.

Moskau, 31. Okt. (TU.) Aach ßrndn ist mit dem KriegSkommisfar Frunse wieder I einer der bedeutendsten Bolschewisten mittmr I in seiner umfangreichen Arbeit im Drmste des jungen Staates vom Tode ereilt worden. Bor zwei Tagen war Frunse an einem Darm­geschwür operiert worden. Seine Herztätig­keit hakte die Operation nicht mehr auS- halten können. Heute morgen ist Frunse sanft entschlummert. Jahrelang hat Frunse als alter Revolutionär in der siorrfichen 8m- samkeit schmachten müssen. Mitten im groß«! Umsturz war er alS alte Führerperson'.lch- feit auf verantwortliches Posten geteilt wor­den. Rach Trotzkis Rücktritt wurde Frunse, der Trotzkis schärfste» Gegner war, da« Fun- I dament der Sowjetunion anvertraut, das Kommissariat von Heer und Flotte. FrunssS Tod fällt in die Jahrestage oer grt>p«n I russischen Revolution, in deren Geschichte lern Harne unauslöschlich fortleben wird. Die I Deisehungsseierlichkeiten des verstorbenen Kriegskommissar« im Kremel werden in den I Kremel der Revolutlonsfeier besonderen im­posanten Ausdruck finden. Frunse« S««ner, I Trotzki, wird Wohl mcht an der Beisetzung I teilnehmen, da er auf einer Dienstreise im Kaukasus weilt. Frmfles Amt hat letzt der Vizekommissar für Kriegswesen, Joseph ü» I schacht, übernommen.

«tut BllsiSümitn für Syrien I

Paris, 1. Rov. Laut ..Journal" I werde« autzer de« beide« Reiter-Re- gimentern, deren Abtransport von Marok­ko nach Syrien gemeldet wurde, noch acht Bataillone, davon 3 aus Marokko, bereit- gestellt werden, um nach Syrien entsandt zu werden. Die Stärke der französischen Levantearmee wird damit auf 30 Batail- I loue Infanterie und fast 5 Regimenter Kavallerie erhöht werden.

Die Beschiehung von Damaskus eingestellt. I

Paris, 1. Rov. (TU.) Nach Meldun­gen aus Haifa, haben die aufständischen Damaszener bisher nur 1680 Gewehre von 3000 «-geliefert. $U französischen Be­hörden haben der Stadt eine tägliche Butze von 500 Pfund auserlegt, die bi« zur Ablieferung des letzten Gewehres bezahlt werden müsien. Auherdem mutzte die Stadtbehörde eine Eeldbutze von 10 000 Pfund entrichten. Auf Grund der au« Paris erhaltenen Meldungen hat die Mi­litärbehörde die weitere Beschiehung von Damaskus eingestellt, doch sind sämtliche Etrahen durch Maschinengewehrabteilun- gen besetzt. Die Lag« ist augenblicklich normal, doch finden nördlich von Damas­kus «och weitere Kämpfe statt.

Automobilkolonnen wurde« 15 Kilo­meter von Damaskus von den Aufständi­schen angegriffen und ausgeplündert.

Alexandria, 1. Rov. (MTB.) ®In Reisender aus Syrien berichtete, daß die Aufständischen die Dörfer um Damaskus herum besetzt halten. Es bestehe die Gefahr einer Hungersnot in der Stadt, da die Ge­treidesendungen aus Hauran abgeschnitten find. In Kairo eingetrcffene Flüchtlinge aus Damaskus berichten, General Darrail fei vor der Beschießung der Stadt mit knapper Rot entkommen und habe sich unter dem Schutz einer sehr starken Eskorte nach Beirut begeben. Die Volksmenge habe fein Wohn­haus angegriffen, die dort befindlichen wert­vollen Sammlungen in die Moschche gebracht, bann das Haus niedergebrannt.

Ser Schah von Wtsitn nbgeschl

Teheran, 1. Rov. Die Kammer nahm mit 80 von 85 Stimmen eine Entscheidung an, in der die Dynastie des gegen, wärtige« Schahs abgesetzt un- zeitlich die beschränkte Regierung im Rah­me« der Berfasiung dem Premierminister Riza Kahn anoertraut wird. Die Ent- schliehung besagt feruer, datz die National­versammlung darüber zu entscheiden habe« werde, welche Regierungsform als ständig gewählt werden soll.

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Zur knnerpolitifchen Lage i« Aegypten.

Kairo, 1. Rov. (MTV.) Der ägyp­tische Minister des Innern Hilmy Pascha er­klärte einem Reutervertreter, daß der Zweck des Gesetzes, daß alle politischen Organisa­tionen die nötige Erklärung über ihre Haupt­quartiere und Mitgliederschaft abzugeben, der fei, die öffentliche Sicherheit zu wahren und die schädlichen Bereinigungen abzustotzen. Es fei nicht beabsichtigt, die rechtsmäßige Frei­heit des Volkes zu beschränken. Auf die Frage, was er tue. wenn die Zaglulisten, die Liberalen und die Watanisten sich weigerten, der Anordnung nachzukommen, sagte er: Alle müssen den Gesetzen gehorchen: aber ich werde bitten, eine Verlängerung der Frist in wohl­wollende Erwägung zu ziehen.

eine Besserung eingetreten, so datz zu hosten ist, ihn am Leben zu erhalten. Die Schacht­anlage der Zeche Holland stellt einen auf das modernste ausgearbeiteten Grubenbe­trieb dar. Bisher waren in dem Schacht noch keine besonders starken Ansammlun­gen von Schlagwettern beobachtet worden Die Mittagsschicht war in einer Stärke von 600 Mann eiugefahren, die bis auf die 19 vom Unglück Betroffenem, sämtlich ge­borgen wurden.

Dr. Stresemann in Dresden.

Dresden, 1. Nov. Reichsaußenminister Dr. Stresemann tras am Samstag nachmittag in Dresden ein, um am Abend an einem von der Dresdener Kausmannschaft gegebenen Esten teilzunehmen. Der Minijter fuhr am Sonntag mittag wieder nach Berlin zurück.

Der Flieger Toste begnadigt.

Karlsruhe, 31. Okt. Der Justizminister hat sich mit der Frage des französischen Flie­gers Toste befaßt und bat die Rechtssirase des vom Amtsgericht Freiburg wegen Ueberflie» gen» von deutsche« Gebiet su 5000 Reichsmark Geldstrafe verurteilten Sportflieger» tm Gna­denweg erlassen.

Ein italienischer Abgeordneter vermißt.

Paris, 31. Okt. Die Blatter melden aus Ram, daß der italienische Abgeordnete Alfredo Morea, der-vor einigen Monaten nach dem Rifgebiet »um Besuche Abd el Krims gereist war, svurlos verschwunden ist. Alle bisher angestellten Nachforschungen haben zu keinem Ergebnis geführt.

Holland uud Mexiko.

ft Haag, 2. Nov. Wie amtlich mitgeteilt wird, bat die mexikanische Regiernna den dolländisch-merikanischen Handel- und Kreuzer­vertrag vom 22. September 1897 am 15. Okt. gekündigt. Dieser Vertrag wird somit am )b» Oktober 1926 außer Kraft trete«.

schlage« ist. Die Wirkung hat sich «ach dem bisherigen Befund anscheinend nur auf einige Hauptstrecken beschränft. Die gauze Belegschaft ist mit elektrische» Lampe« au», gerüstet. Die Toten sind sämtlich geborgen. Einer der beiden Verletzten schwebt in Leben»gefahr. Der zweite ist leicht verletzt. Weitere Bergleute find nicht gefährdet. Dir betroffenen Baue find, mit Ausnahme weniger Stollen, die eingestürzt find, wieder befahrbar. Die Ursache der Explofion konnte «och nicht festgeftellt werden. Es wird vermutet, datz er stch um eine Explosion von Schlagwetter« handelt, die bei dem ruckhaften Wechsel des Gebirges ausgetrie- ben wurden und an einigen Stelle» zur Entzündung gekommen find. Die bergbau­liche Untersuchung ift im Gange. Der Berg­hauptmann ist mit den Bertreter» der Bergbehörde an Ort und Stelle."

Roch keine Klärung der Ursache« des Unglücks.

Essen, 1. Rov. Rach der erste« Be­fahrung des Unglücksschachtes Holland zwi­schen 3 und 4 Uhr heute morgen durch die Bergbaubehörde sind heute nachmittag gegen 1 Uhr abermals zwei Untersuchungs- kommifftonen, die eine unter Führung des Derahaupimanns O v e t t h u n, bte andere , unter Führung des . Oberbergrates Echlattmann, in verschiedene Schächte zwecks Untersuchung der Explosionskata­strophe eingefahren. Nach der Ausfahrt zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags ergab sich jedoch nochkeineabschlretzende Klarstelung über die Ursache des Un­glücks. Es wird daher die Untersuchung unter Mitwirkung der St a at sanw ali­sch a f t sortgesetzt. Morgen sollen weitere Zeugen vernommen werden. Zn dem Be­finden des einen der beiden Verletzten ist

SbechMche

mw, Ja

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