Einzelbild herunterladen
 

Montag, btN 26. Sktvbtt 1925

Di«Oberhtfsische Zeitung" «r- scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 GM. aus- schließ!. Zustellungsgebühr, durch di«Post2.25 GM.Für etwa Infolge Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereigniffe ausfallend« Kümmern wird kein Ersah ge» leistet. Verlag b. Dr. §. Hiheroth» Druck der Unid.-Buchdrnckerei d. Zoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. n. Rr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «. M. Nr. 5015. Sprechzeit der Redaktion von 1011 und

*1,11 Mr.

Marburger

Tagrsümeiser

>W w

AjW P/. B S E. 1 8 B @ B toMeiiaog

SSt. 251 W.Mes. Marburg a. Mn

Der Anzrigeupreis beträgt für den 10 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeige» 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 EM. Bei schwierigem Sah sowie bei Plah- dorschrift 50«/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100/» Auf­schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark V«,,Dollar.

WnzeiyerMtdaoMirrkMchMchelGbertlrssew-r-KNMchesVerkmMNMtzsblMDrd-KreisNWtMg

Sw griochW-bulgariW Konflikt

6 o f i a, 25. Okt. (WV.) Die bulgarische Telcgrapheu-Agentur berichtet: Griechische Artillerie beschießt seit heute morgen die Orte Piperitza und Portovo. Man meldet bereits zahlreiche Tote und Verletzte unter der Bevölkerung. Die griechischen Truppen fahren fort, weitere Stellungen auf bul­garischem Gebiet zu besetzen. Es besteht nicht das geringste Zeichen, daß fie einen Rückzug beabsichtige«.

Sofia, 25. Okt. Die Bulgarische Tele­graphenagentur meldet: Heute nachmittag gegen 4 Uhr hißten die Griechen überall weihe Fahnen. Als jedoch die bulgarischen Soldaten sich daraufhin näherten, wurden ie beschaffen. Um %6 Uhr wurde das Ar- tlleriefeuer auf der ganzen Front griechi­scherseits wieder ausgenommen. Die Zn- änterieeinheiten setzten den Vormarsch auf Petritsch fort. Die bulgarischen Behörden ordneten bisher die Räumung von 10 Ort­schaften an, von denen sieben von den griechischen Truppen besetzt sind und drei dauernd bedroht werden. Die Zahl der Flüchtlinge, die im Freien kampieren muffen, beläuft sich auf mehrere Tausend. Aus den besetzten Ortschaften werden zahl­reiche Ausschreitungen gemeldet. Ein jun­ger Bursche ist in Gegenwart seiner Mutter von griechischen Truppen in Topolnitza er­mordet worden. In Piperitza wurde eine alte Frau durch einen Schuh am Auge ver­letzt. Eine Gruppe bulgarischer Emigran­ten, die entsprechend einem griechisch^bul- garischen Auswanderungsabkommen auf dem Wege zur Grenze waren, haben erst heute, nachdem sie achtzehn Tage von den : griechischen Befehlshabern festgehalten worden waren, die ersten Linien der griechischen Truppen passieren dürfen.

Die bulgarischen Verluste.

Paris, 25. Ott. (WB.) Havas mel­det aus Sofia: Die am 24. 10. angegebenen Verluste der Bulgaren beliefen sich auf 10 Soldaten tot, 30 verwundet, 10 werden vermißt ; außerdem wurden zwei Offiziere verwundet. In Petritsch wurden zehn Zi­vilpersonen getötet, 20 verwundet.

Griechenlands Antwort an den Völkerbund.

Athen, 25. Okt. (WTB.) Außenminister Nadjjikyriakos hat an den Generalsekretär des Völkerbundes ein Telegramm gerichtet, in dem - er in Erwiderung auf dessen drei Telegramme über den griechisch-bulgarischen Zwischenfall aus ' das Unerwartete und Unprovozierte des bul­garischen Angriffs .durch den auf griechischer Seite ein Hauptmann und ein Soldat ums Leben gekommen seien, hinweist. Das Tele­gramm erllärt u. a: Angesichts dieser unguali- fizierbaren Haltung mußte die griechische Re­gierung ihrem Oberkommando gestatten, die­jenigen Maßnahmen zu ergreifen, die sich zur Verteidigung und erforderlichenfalls zur Säube­rung des jetzt noch an einigen Stellen von re­gulären Truppen besetzten griechischen Staats­gebiets notwciidig erwiesen. Sobald die zwei . griechischen Grenzposten, der« Wiederbesetzung durch das bulgarische Feuer noch unmöglich ge­macht ist, wieder in den Händen der griechi­schen Truppen sind, werden sich die griechi­schen Truppen an die Grenze zurückziehen, es sei denn, daß ein neues Eingreifen bulgari­scher regulärer Truppen oder bulgarischer Ban­den ersolgt. Wie der griechische Außenminister weiter ausführt, ist es angesichts dieser Sach­lage unzweifelhaft, daß bte Maßnahmen der dricchischen Heeresleitung, die als Notwehr- Handlungen anzusrhen sind, nicht im 'Sinne des Artikels 12 des Völkerbundspaktes als feindselige Handlung, die zum Bruche führen können, zu gelten haben. TroHem ist die griechische Regierung im Bewußtsein ihres guten Rechtes aus Entgegenkommen gegenüber dem Völkerbund bereit, im vorliegenden Falle die Zuständigkeit des Völkerbundsratrs anzner- kenncn. Im gleichen Sinne sprach sich der griechische Außenminister in einem Telegramm an Briand aus.

^Ausweisung Generals Plashiras aus Griechenland.

ff. London, 26. Okt. Nach einer Reüter- Meldung ist der verhaftete General Plashiras an Bord eines Zerstörers außer Landes g«. hrachl worden. -

Das Reichskabnrett vespemst

Mliüwr Welt, een Schlitten und Neuhaus trete» Müik

Berlin, 25. Okt. In der heutigen Frak- tionsfitzung der Deutschnationalen Bolksvartei wurde nach sehr kurzer Aussprache beschloffen: Sn Verfolg des Beschlusses der Reichstags- fraktion vom 21. d. M. und des Parteivor­standes und der Landesverbandsvorsttzendeu der Deutschnationalen Bolksvartei vom 23. ds. Mts. billigt die Fraliion den Entschluß der Minister Schiele, v. Schrieben und Dr. Neuhaus, noch heute durch den Reichskanz­ler ihre Entlassung nachzusuchen.

Berlin, 26. Okt. Wie die Telnnion erfährt, haben die Minister Schiele, von Schrieben und Neuhaus entsprechend der in der deutschnationalen Entschließung ent­haltenen Ankündigung am Sonntagabend 9 Uhr dem Reichskanzler ihr Rücktrittsge- such überreicht.

Berlin, 25. Okt. Wie die Telunion von unterrichteter Seite erfährt, ist im Laufe der Sonntagnacht irgend eine Ent­scheidung zu den Entlassungsgesuchen der drei deutschnationalen Rcichsministern

nicht mehr zu erwarten. Der Kanzler nahm heute abend gemeinsam mit dem Reichs- auhenminister' Dr. Stresemann und den Staatssekretären dieser beiden Ressorts an einem Essen teil, das in der ägyptischen Ge­sandtschaft vom Premierminister Ziwar Pascha veranstaltet wurde.

Gerüchte, denen zufolge der Kanzler nach der Ueberreichung der Demissionsgesuche noch eine Unterredung mit dem Reichsprä­sidenten haben sollte, können auf das be­stimmteste dementiert werden. Tatsächlich hat der Kanzler, bevor er in die ägyptische Botschaft fuhr, beim Reichspräsidenten einen Besuch gemacht, zu einem Zeitpunkt also, als die Demissionsgesuche noch gar nicht vorlagen. Im Laufe des Montags dürfte sich wahrscheinlich das Rumpfkabi­nett versammeln, um die Lage zu beraten. Ferner sind Besprechungen des Kanzlers mit dem Reichspräsidenten selbstverständ­lich. Es ergibt sich auch aus der Lage, daß der Kanzler mit den Parteiführern Füh­lung nehmen wird, um darauf die Entschei­dungen für die weitere Entwicklung aufzu­bauen. In politischen Kreisen wird die Lage ruhig beurteilt. Es liegt Grund für die Annahme vor, daß die weiteren Ent­scheidungen ohne Hast gefaßt und durchge- führt werden.

Re Stotororteetenwatei in Mn

Berlin, 25. Okt. Die Beteiligung an den heutigen Stadtverordneten- und Bezirksverord- netenwaülen war im Gegensatz zu den Reichs­tagswahlen im Dezember 1924 und der Reichs- vräfidentenwahl im Frühjahr 1925 gering. Bis nachmittags 4 Uhr dürften kaum mehr als 20 P r o ze n t der eingeschriebenen Wäh­ler ihrer Wahlpflicht genügt haben. Um die Mittagsstunden kam es an mehreren Stellen der Stadt zu Zusammenstößen zwischen Mitgliedern der feindlichen Parteien, die aber keinen ernsteren Charakter annahmen. Im Verlauf einer Schlägerei zwischen National­sozialisten und Reichsbannerleuten in Span­dau wurden zwei Personen durch Mefferstiche verletzt, die zusammen mit sieben anderen Hauptbeteiligten der Polizei zugeführt wur­den. Auch am Kurfürstendamm kam es zu einer Prügelei zwischen Reichsbannerleuten und Reichsvarteilern. Von der Polizei wur­den 7 Personen in Schutzhaft genommen. End­lich ist ein Zusammenstoß im Norden zu mel­den, wo die Kommunisten einen Trupp Reichs­bannerleute überfielen und zwei derselben ver­letzten . Drei Kommunisten wurden von der Polizei festgenommen.

ff. Berlin, 26. Okt. Bis heute vormittag 9 Uhr lagen die Ergebniffe der Stadtverord­netenwahlen bis auf zwei Bezirke vor. Danach

haben Stimmen erhalten:

Sozialdemokraten 589 703

Deutschnationale 370 604

Deutsche Bolksvartei 104 809

Kommunisteu 332109

Deutsch-Demokraten 166 896

Wirtschaftsvartei 71062

Zentrum 61271

llnabh. Sozialdemokratische Patte» 24 426

Deutschvölkische Freiheitspartei 26 411

Deutschsoziale Partei 25193

Evangelische Gemeinschaft ' 16 696

Arbeiterpartei 746

Deutschnat Bund der Hauswirte 147

Sparerbuild 3 957

Deutsche Mittelstaudsvartei 2 421

Deutschnat. Arbeitnebmerpartei 434

Rattonale Wirtschaft!. Bereinigung 644

Berlin 25. Okt. Am Kurfürstenplatz in der Nähe der Kaiser Wilhelms-Gedächtnis- kircke entspann sich beute nachmittag zwischen Anhängern der Deutschnationalen Bolksvartei und Mitgliedern der Kommunisten bezw. Reichsbannerleuten eine blutige Schlägerei, in deren Verlauf eine ganze Anzahl von Per­sonen durch Steinwürse und Stockhiebe erheb­lich verletzt wurden. Bisher wurden vier Deutschnatipnale als schwerverletzt gemeldet.

Die LiKMgWMn l» SnNn

Ruhiger Verlauf.

Geringe Beteiligung.

ff. Karlsruhe, 26. Okt. Nach dem Er­gebnis der heutigen Landtagswahlen wird sich der Landtag aus 72 (bisher 86) Abgeordneten zasammenfetzen. Es entfallen auf Zentrum 28 (34), Sozialdemokraten 16 (21), Demo­kraten 6 (7), Deutschnationale 9 (14), Deutsche Bolksvartei 7 (5), Kommunisten 4 (4), Wirt­schaftspartei 1 (0).

Wahlsonntag in Mannheim.

Mannheim, 25. Okt. Durch wunder­bares Herbstwetter begünstigt fanden heute die Wahlen zum Badischen Landtag statt. Das von der Polizei erlassene einschneidende Verbot über die Wghlpropaganda hatte be­wirkt, daß der Verkehr in den Straßen ge­genüber sonstigen Wahlsonntagen als ein gewöhnlicher Sonntag sich abwickelte. Rur einzelne Prvpagandawagen mit Musikkapellen durchzogen die Stadt. 3n den Vormittags­stunden waren die Wahllokale nur von etwa 25 Prozent der Wahlen besucht worben. Am Nachmittag lebte der Wahl­kampf etwas auf. Es kann von einer großen Beteiligung nicht gesprochen werden, eher von einer gewissen Flauheit. Um 5 Ahr nachmittags sprach man von einer 45- bis 50prozentigen Beteiligung. Gewisse politische Heißsporne hatten heute infolge der hier herrschenden Ruhe keine Gelegenheit, wie sonst, unliebsame Szenen hervorzurufen und der Wahlsonntag verlief bis zur Stunde ruhig und ohne jeden Zwischenfall.

Wahlsonntag in Heidelberg.

Heidelberg, 25. Okt. Der Wahltag verlief hier in aller Ruhe ohne Zwischen­fälle und farblos. Die Wahlbeteiligung war trotz des günstigen Wetters äußerst schwach. Vereinzelt liefen Plakatmänner durch die Straßen mit den schreiendsten Bildern. Auch einige Radfahrer auf mit roten Bändern verzierten Rädern beteiligten sich an dieser Propaganda. Es fiel auf, dah in ein­zelnen Bezirken die Beteiligung der Frauen größer war als die der Männer. Erst gegen Abend kam Leben in die Stadt. Reugierige umstanden Wahllokale, um die Ergebnisse zu erfahren.

--*--

Anleihe für Wu-Pei-Fu.

ff. Hankau, 26. Oft. Die biesigen chine­sischen Verbände sollen beschloffen haben, für Wu-Pei-Fus Feldzug in Nordchina eine An­leihe in Höhe von 1 Million Dollars auszu- nebmen. . r, ;; ; 7 /

Ist LekMo-Kklst

Die Befürchtungen, die seitens der deutsche« Vertreter in Locarno ihren Verhandlungs» gegnern gegenüber wiederholt und eindring­lich, leider nicht mit positivem Erfolg, vor» gebracht worden find, haben sich bestätigt. 3n weiten Kreisen des deutschen Volkes macht sich ein Mißtrauen bemerkbar, ob die gegne­rischen Versprechungen, vor allem hinsicht­lich der sogenanntenRückwirkungen", auch auftichtig gemeint sind. Die Ententevertreter haben es abgelehnt, diese Versprechungen klar zu umschreiben und ihren Inhalt schrift­lich niederzulegen. Rach den bisher von unseren Gegnern beliebten Methoden, sich selbst über vettragsmähige und feierlichst niedergelegte Verpflichtungen hinwegzufetzen, ist dieses Mißtrauen weiter Äreife in Deutsch­land durchaus verständlich. Hinzu kommt, dah in der Presse, besonders Frankreichs, die amtlich deutschen Auslegungen immer wieder als unttchtig bezeichnet werden und dah die Freude über den angeblich errungenen Sieg Briands in sehr aufdringlicher Weif« geäußert wird. Frankreich hat tatfächiich die englische Garantie für feine Ortsgrenze erreicht und ist stolz auf diesen fett Jahren angestrebten Erfolg, der noch durch die neue freiwillige Anerkennung Deutschlands seine moralische Vertiefung erhält. In Deutschland fragt man sich nun nicht mit Anrecht, welcher Preis von unseren Gegnern gezahlt worden ist. Das Offenbleiben der Ostfrage ist ohne Zweifel ein deutscher Erfolg. Aber auch hier trübt das französische Sonderabkommen mit Tschechen und Polen die Freude.

Die immer stärker werdende Opposition in deutschnationalen Kreisen ist daher verständ­lich. Es handelt sich hier um den Ausdruck von Stimmen, die tatsächlich von unten her nach oben drängen und die die Leitung der Sßattei in nicht geringe Schwierigkeiten ver­sehen. Der Entschluß des erweiterten deutsch- nationalen Parteivorstandes, dahdas nun­mehr vorliegende Dertragsergebnis von Lo- earno für die Parteiunannehmbar" ist, muh in seiner Durchführung zu einer äußer ft ge­fährlichen Regierungskrise führen. Heber An­nahme und Ablegung hat nun aber die Reichstagsfraftion entschieden. Diese Instanz hat sich bisher wesentlich vorsichtiger über die zu treffende Entscheidung geäußert. Sie hat z. B. die Möglichkeit diplomatischer Rück­fragen über bestehende Zweifel und älnrichtig- keiten offen gelassen.Re oatietur, d. h. damit keine Aenderung des Wortlautes mehr getroffen werden kann, ist der Vertrag in Locarno paraphiert worden. Nachträglich« Verbesserungen dieses Wortlautes sind für uns also ausgeschlossen. Immerhin müßte es in den kommenden Wochen noch möglich fein, sich authentische Auslegungen zu verschaffen, die den deutschen Bedenken Rechnung tragen. Es ist bedauerlich, dah die Vertreter der Entente in Loearnv sich über die deutschen Wahrnehmungen und Forderungen hinweg- gefeht haben. Es liegt aber auf der Hand, dah die Ententevertreter selbst ein besonderes Interesse daran haben müssen, dah gerade die Kreise sich mit den neuen Abmachungen einverstanden erklären, in denen in besonders flattern Maße ein durchaus verständliches Mißtrauen besteht.

Falls es nicht gelingen sollte, aus diesen Schwierigkeiten einen gangbaren Ausweg zu finden, wäre eine schwere Regierungskrise die Folge. Die Aichtannahme des Locarno­abkommens durch die deutschnationale Partei bedeutet den Rücktritt der jetzigen Regierung, deren stärkste parlamentarische Gruppe bis­her die deutschnationale Partei bildete; und wahrscheinlich Schaffung einer Regierung der großen Koalition, in der die Linke die Füh-> rung hätte. Es ist begreiflich, daß die deutsche Volkspattei nicht in erster Linie aus inner­politischen Gründen, sondern zur Rettung der außenpolitischen Lage alle nur möglichen Anstrengungen machen wird, um eine Re­gierungskrisis oder gar eine Reichstagsauf­lösung, die unter dem Druck eines außen­politischen Schwebezustandes natürlich zu schweren Erschütterungen führen könnte, zu vermeiden. Richt Ablehnung schlechthin, son­dern Klärung der Lage, das ist die nationale Forderung der Stunde. Das deutsche Volk hat ein Recht darauf, zu wissen, baß es schwere moralische Opfer nicht umsonst bringt

Mac Donald in Berlin.

Berlin, 24. Okt. (S$TB.) Der frühere britische Ministeroräsident Mac Tongkb traf heute abend um 10.45 Uhr von Prag kommend hier ein. Zu seinem Empfang waren her eng- Üfche Botschaftsrat und ettttgt Herren der eng- fischen Botschaft auf dem Anhalter Uabrchvf erschienen. Nach der BegrüHom begrdrri nch die Herren in die englische Botschaft, wo Mae Donald für die Dauer seines Auftnchalies Woh­nung nehmen wird.