Einzelbild herunterladen
 

DonnMag, . ten s. Sktvbn ISA

Di« «Oberhessische Zeitung" er­scheint sechsmal wKchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 SM. aus- schließ!. Zustellungsgebühr, durch di«Post2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereignisse ausfallend« Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag b. Dr. §. Hitzeroth, Druck der Unib.-Buchdruck-rei b. Job. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. Sprechzeit der Redaktion von 1011 und »1,11 Uhr.

ÄbechessLsche

***

$egef*w*t / fr/ fr W fr fr fr fr fr fr MtWW

Rk.B« 60. WB. SRfltbHtg ll. Ma

Der Anzeigenpreis beträgt für 'den Illgespalt. Zeilenmtllimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz­borschrift 50«/, Aufschlag. Sammrlanzeigen 100 % Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Gvldmark Vt,rDollar.

Dnzei8erMsdasMerKuchMcke)Mechesser>/->KmMtiesVerKünüiNMtzsblcLfiÄrd-KreisWarbM

Aus den ganz inhaltlosen Communiquös, die von den Verhandlungen auf der Kon­ferenz von Locarno ausgegeben werden, ist es unmöglich, sich ein genaues Bild darüber zu machen, welche Fragen hinter den vsr- fchlosienen Türen des Konferenzsaales ver­handelt werden. Der Phantasie der Presie- leute, bie unbedingt etwas wißen wollen, ist damit ein weites Feld der Betätigung geöffnet. Nur einigen wenigen gelingt es aber, anscheinend auf Grund besonders guter Beziehungen, den Schleier des Ge­heimnisses zu durchdringen. Es ist aus­fällig, dass die gleichen Blätter, die gestern die bedeutsamsten Informationen über den französischen Standpunkt brachten, auch heute wieder aus Locarno Dinge berichten, deren Charakter einen Anspruch auf Rich­tigkeit nicht verbergen läßt So melden wieder Sauerwein im PariserMatin" und auch der Sonderberichterstatter der LondonerMorningpost", datz sich die Kon­ferenz einer ihrer Hauptfragen, nämlich der Garantie des deutsch-polni­schen Schiedsvertrag«es zugewen­det hat. x

Saue r w e i n schildert ausführlich, wie Frankreich seinen Standpunkt betont habe. Die Diskussion in der Konferenz habe sich um Artikel *5 des. Westpaktentwurfes ge­dreht. Darin sei vorgesehen, datz Frank­reich bei einer Verletzung des deutsch-polnischen Schiedsver­trages durch die entmilitari­sierte Zone marschieren dürft«. Dann habe Stresemann in bemerkens­werten Ausführungen die deutschen Einwände vorgebracht. Formell sehe der Artikel 5 eine zweiseitige Verpflichtung für Frankreich vor. Danach müsse Frank­reich bei der Verletzung des Vertrages durch Polen auch Deutschland' beistehen Der Allianzvertrag zwischen Polen und Frankreich, so betonte Stresemann nach Sauerwein, werde Frankreich nie­mals gegen Polen marschieren laßen, selbst wenn Polen auch hundertmal im Unrecht wäre und selbst wenn Polen einen Angriff auf Deutschland unternehme. In Wirklichkeit könne also von einer zwei­seitigen Verpflichtung Frankreichs gar keine Rede fein: Sauerwein erkennt diese Bedenken Deutschlands selbst als nicht un­berechtigt an. Die ganze Frage sei de: schwierige Punkt der Verhandlungen und rolle das Problem de r deutsch- französischenBeziehungcn über­haupt auf. Frankreich habe nun zu ent­scheiden, ob es die Sanktionspolitik der letz­ten sieben Jahre fortiühren oder eine wirk­liche Verständigungspolitik betreiben wolle. Briand. so meint Sauerwein, wolle auf die Garantie für den Schiedsvertrag nicht verzichten. Er müsse sich nun mit Stresemtnn hierüber direkt aussprechen.

Die Konferenz von Locarno ist damit an einer Klippe angelangt, wo zwischen den Auffasiungen der beiden Hauptspieler. Frankreich und Deutschland, eine unüber­brückbare Kluft besteht. Frankreich will das Recht haben, seinen militärischen Bündnisverpflichtungen gegenüber Polen nachkommen zu können. Deutschland und das ist ein Punkt, wo bei der Aus­sprache im Reichstag das ganze Haus einig war und Breitscheidt für die Sozialdemo­kraten ausdrücklich erklärte, der französi­schen Auffassung nie und nimmer zuftim- men zu können lehntesganzent- schieden ab, Frankreich bei einem deutsch-polnischen Kon­flikt ein Durchmarschrecht durch die entmilitarisierte Zone und damit' einen Angriff auf das Deutsche Reich zu gestatten. Bei der ganzen Mentalität des polnischen Nach­barn besteht doch sehr leicht die Möglichkeit, datz eineVerletzung des Schiedsvertrages" von Polen böswillig herbeigeführt wird.

Trotzdem scheint aber Briand von seinem Standpunkt nicht abgegangen zu sein, so datz nach einer Veröffentlichung der »Morningpost" Stresemann mit einem Gegenvorschlag geantwortet habe. Dieser gehe dahin:

Wenn Frankreich glaubt, auf Grund seiner Bündnisse mit Pole» und der

Zuspitzung in Loramo

Wat bei italMtben und mlniithtn JnMrettoaen bemuskam

Tschechoslowakei trotzdem die einseitige Garantierung der zwischen Deutschland und diesen Staaten abzufchliehenden Schiedsverträge übernehmen zu müsse», müssck c6 Deutschland überlassen bleiben, Ruhland seinerseits aus Grund eines mit diesem ab- zuschliehenden Freundschafts- Vertrages die Garantie feiner Ost grenzen zu übertrage».

Wir glauben auf Grund bester Infor­mationen behaupten zu können, datz die Dinge sich so nicht abgespielt haben. Vor allem halten wir es für unwahrscheinlich, datz Dr. Stresemann seine Ausführungen in Form eines Gegenvorschlages gemacht hat. Dagegen wäre es sehr wohl denkbar, datz Stresemann ein deutsch-russi­sches Bündnis zur Garantierung seiner Ostgrenzen als Beispiel ange­führt hat gegenüber dem Verlangen Briands. als Verbündeter Polens unter allen Umständen als Garant des deutsch- polnischen Schiedsvertrages anerkannt zu werden.

Ausivrate SirOmanuS mit Briand

Briand verlangt die französische Garantie des dentsch-polnischen

Schi edsvert rages

Paris, 7. Oft. Der Sonderberichter­statter desStatin", will erfahren haben, daß im Laufe der gestrigen Sitzung in Lo­carno bei Artikel 5 des Paktentwurfes die Debatte über die Garantiefrage eröffnet wurde.

Dieser Artikel besagt, wenn die SchiedS- qerichtsverträge zwischen Deutschland, Po­ren und der Tschechoslowakei verletzt wür­den und wenn der Verletzer zu den Waffen griffe, bann sei die Rheinlandzone nicht mehr sakrosankt und Frankreich habe das gleiche Recht zu handeln, wie itn Falle eines direkten Angriffes.

Außenminister Stresemann habe den Franzosen erklärt:

Die Tatsache deS Bestehens Eurer Alli­anz mit Polen macht den Eindruck, als wenn ihr eine zweiseitige Verpflichtung übernehmt, die darin besteht, sowohl Po­len wie Deutschland im Falle eines Angrif­fes beistehen zu wollen. Ist das Euer Ar­tikel'-' Sein Text soll nicht gegen Deutsch­land gerichtet sein. Doch wenn man ihn mit dem französisch-polnischen Allianzver­trag vergleicht, ist es sehr klar, daß ihr nie­mals gegen Polen marschieren werdet, selbst wenn es hundert Mal Unrecht hätte, selbst wenn es Deutschland angriffe. Wir kommen deshalb zu dem Schluß ,datz ein Schiedsgerichtsvertrag, bei dem von vorn­herein Eure Parteilichkeit in die Erschei­nung tritt, zu unserem Schaden ist."

Briand erklärte, Frankreich sei der Auf­fassung, daß der Pakt kein Hindernis da­gegen sei, daß Frankreich auf die Seite Polens und der Tschechoslowakei trete, falls Deutschland zur Gewalt seine Zuflucht nehme, obwohl es mit diesen beiden Mäch­ten Schiedsverträge abgeschlossen hätte, die von Frankreich garantiert werden müßten. Chamberlain, Vandervelde und Seialoja stimmten den Darlegungen Briands zu.

DerSlatin" fügt hinzu, Briand habe gestern erklärt: Unsere Stellungnahme kann sich nicht ändern. Die Deutschen müssen sehen, wie sie eS in einer für den Reichs­tag annehmbaren Formel zulassen, daß wäh­rend einiger Jahre und in Erwartung der wünschenswerten Entspannung die Alliier­ten noch gezwungen sind, ihreDefensiv­stellung" aufrechtzuerhalten. Wenn die Deutschen den Frieden wollten, so konnten sie an den Klauseln des Garantievertrags­entwurfs keinen Anstoß nehmen. Chamber­lain habe während der Konferenz mit auf­richtiger Freundschaft zu Frankreich gespro­chen.

ch

Berlin, 7. Ott An Berliner amtlicher Stelle wird erklärt daß bisher in den Ber- handlungen in Locarno nichts Entschei­dendes geschehen ist. Die Mitteilungen über den Inhalt der gestrigen Vollkonferen^ die von dem Sonderberichterstatter desMa­

tin" veröffentlicht werden, stelle» eine Mi­schung von Dichtung und Wahrheit dar. Teilweise ist der Inhalt richtig, vielfach ist der Inhalt jedoch falsch. Die Mitteilung über die Präambel ist gänzlich lali*. Die Veröffentlichung des Sonderberichterstatters desMatin" über die gestrige Sitzung soll auf eine Indiskretion non franz ös isch er S e i te zurückzuführen sein. Falsch ist die Meldung des Matin"-Berichterstatters, datz über den Art. 5 des Paktentwurfs gestern eine lebhafte Diskussion stattgefunden habe. Heber diesen Artikel ist gestern überhaupt nicht verhandelt worden. Diese Indis­kretion desMatin"-Berichterstatters wird be­sonders bedauert, da die Delegationsfu.,rer grundsätzlich Lbereingekommen find, über sämt- 1. e Behandlungen in Locarno u n be d i n g - les Stillschweigen zu bewahren.

Paris. 7. Ott. (TH.) Die französische Morgenpresse übt scharfe Kritik an dem itali­enischen Journalisten, der gestern die vor­eilige Kündigung des franto-6el- gisch en Bündnisvertrages nach Mailand telegraphiert hat. Der Vorgang spielte sich nach einer halbamt­lichen französischen Darstellung wie folgt ab.

Vandervelde hatte gestern ftüh ein Amendement zu dem Garantievertrag vorge- fchlagen. Der betreffende Text lautet:

Frankreich und Belgien einerseits «nd Deutschland andererseits". Dem italienischen Blatt zufolge sollte das Amendement ge­lautet haben:Frankreich und Deutschland ei.rerseltv, Belgien «nd Deutschland anderer» feite".

Aus dieser Fassung des Amendements zog das italienische Vlatt den Schluß, daß der fr an z ö sif ch » b e l g i s ch e Vündnis- vertrag aufgehoben sei. Vandervelde dementiert diese Auslegung und gibt an, datz er das Amendement in vollem Ein­verständnis mit Briand eingebracht habe. DemMatin" wird weiter aus Locarno gemeldet, gestern abend um 11 Uhr wäre eine Panikstimmung ent­standen, als man erfahren habe, es sei den italienischen Journalisten infolge einer Indis­kretion gelungen, sich den

Tert des Rheinpaltes zu verschaffen, und dieser würde in den heu­tigen Morgenblättern im Wortlaut ver­öffentlicht werden. Driand und Berthe- lot wären, als die Nachricht sich wie ein Lauffeuer verbreitet habe, im Kino, wo sie den Abend verbrachten, rechtzeitig benach­richtigt worden. Derlhelot wäre sofort zu dem italienischen Delegierten Scialoja ge­stürzt, den er beschwor, die Veröffentlichung des Textes zu verhindern. Die ita­lienischen Delegierten wären darauf kurz nach Mitternacht zu einer dringenden Be­sprech ung zusammenberufen wor­den. Auf Grund der von Scialoja unternom­menen Vorstellungen sollen die italienischen Zeitungen auf die Veröffentlichung ver­zichtet haben, würden dafür aber eine sehr ausführliche Inhaltsangabe des Garantiepak­tes wiedergeben.

Auch sonst schwirrten gestern in Locarno, nach französischen Blättermeldungen, die wil­desten Gerüchte umher. Man erzählte davon, datz Briand und Stresemann sich in einem Dorfe unweit von Locarno zu einer zweistün­digen Besprechung getroffen hätten, um ein Abkommen ohne England abzuschliehen. Auf weitere Proben kann man verzichten.

ch

Nach einem späteren Telegramm aus Lo­carno bestätigt sich diese Behauptung von Indiskretionen des Secolo nicht. Die Auf­regung legte sich wieder, als man erfuhr, datz die Indiskretionen über den Entwurf des Sicherheitspaktes in der italienischen Presse aus energische Verwendung der. italienischen Delegationen hin nach Kräften unterdrückt wurden. Lediglich der Sonderberichterstatter der Epoca in Locarno behauptet, Einblick in die Aufzeichnungen der Londoner Juristen­konferenz erhalten zu haben. Artikel 11 des Rheinlandpaktentwurfes fetze den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund voraus, ohne nähere Angaben über die Form zu machen, tn der er zu erfolgen habe. Artikel 6 erkenne an, datz der Garantiepakt die Rechte der Alliierten aus dem Dersailler Vertrag nicht be­schneide. Zugleich sei barin getagt, datz auch die Rechte unberührt bleiben sollen, die die Alliierten als Verbündete oder Garanten anderer Mächte erworben haben können.

Die verschiedenen Delegationen haben ge­genüber den italienischen Delegierten neuer» dings den Wunsch geäußert, datz Mussv - l ,n i auch zur Konferenz erscheine, wenigstens an ihrem Abschluh teilnehme. Be­sonders Briand und Chamberlain drängen aus ?eine Teilnahme.

Der Mltnlwurs

Der in italienischen Blättern veröffentlicht« Paktentwurf soll bereits die letzten Ab­änderungen der Juristen enthalten, so datz es sich scheinbar um den endgültigen Ent­wurf handelt. Er besteht aus elf Paragraphen und einer Einleitung. Die ersten sechs Para­graphen befassen sich ausschließlich mit dem Sinn des Paktes. Der § 7 soll den Eintritt in den Völkerbund betreffen, während Deutsch­land sich im 8 11 v e r p f l i ch t e t, einen ähn­lichen Sicherheitspakt für seine Ostgrenze ab» zuschliehen.

Briand erfuhr von der Veröffentlichung, als er von einer Ausfahrt in sein Hotel zurück» kehrte. Er war ob dieser Kunde geradezu ent­setzt.

DieDeutsche Zeitung" veröffentlicht in ihrer heutigen Nummer den Inhalt des Ver­tragsentwurfs. Offenbar fußt diese Meldung auf der von italienischer Seite erfolgten Dar­stellung, die trotz aller Dementis im wesent- lichen der Wahrheit recht nahe zu kommen scheint.

Der Inhalt des Vertragsentwurfs.

Artikel 1 besagt, datz die nnterzeichnetei» Negierungen von dem Wunsche beseelt seien, die durch den Versailler Vertrag gezogene» Kreuzen und sonstigen Bestimmungen aufrecht- zuerbalten. .

Artikel 2 stellt lediglich fest, welche Re» gierungen den Sicherheitsvertrag abschlietzen.

Artikel 3, 4 und 5 befassen sich mit den Schiedsgerichten. Diese Artikel sind so abge- fabt, däd immer nur Deutschland als ein mut» mählicher und zu fürchtender Angreifer ange­geben ist. Sie enthalten ferner die Bestim­mung, datz England nur für sich selbst und nicht im Namen der Dominions spricht, datz die Schiedsgerichte auch in politischen Fragen endgültige Urteile zu fällen und der Völker­bundsrat dabei mitzuwirken habe.

Artikel 6 sichert Frankreich das Recht zu, unter Festhaltung an seinen Bündnissen mit Polen und der Tschechoslowakei, bei einem Konflikt dieser Staaten mit Deutschland, ohne auf einen Schiedsspruch zu warten, in das Rheinland einrurücken, ja durch Deutsch­land hindurch seinen Verbündeten,u Hilfe zu kommen.

Artikel 7, 8 und 9 heben hervor, datz am Versailler Vertrag unter keinen Umständen ge­rüttelt werden darf, datz insbesondere das Sanktionsrecht, die Besatzungsdauer, die 3«. stände im Saargebiei, die Machtvollkommen­heiten der Rheinlandkommission durch den Sichrrheitsvertrag yicht angetastet werden dürfen.

Artikel 10 ist ein K«riosum. Nach ihm darf der Vertrag nur mit zweijähriger Frist gekündigt werden. Es darf auch nicht ein Partner allein, sondern es rnupen min­destens zwei der Unterzeichner zur gleichen Ze» kündigen; und die Kündigung bat an den Pol- kerbundsrat zu erfolgen, der seinerseits ent­scheidet, ob sie angenommen wird oder nicht.

Artikel 11 bestimmt, datz der Bertrag erst in Kraft tritt, wenn Deutschland Mitglied des Völkerbundes ist.

Interne Beratungen.

Locarno. 7. Oki. Wie eia Vertreter der Telegraphen-Union aus sehr guter französischer Quelle erfährt, fand beute mittag um Val Uhr eine Zusammenkunft zwischen Dr. Stresemann und Briand statt. Beide Herren waren in ver­schiedenen Wagen nach dem nahegelegenen As­cona binausgefahren, um gemeinsam im Hotel Elvetia" das Frühstück ein,»nehmen.

Locarno, 7. Oft. Der heutige Vormittag war von internen Beratungen der Delega­tionen unter sich «gusgefüllt. Die Schwie­rigkeiten und Widerstände, die sich gestern sofort bemerkbar machten, als die Ver­handlungen in die grotzen politischen Fragen hineingingen, haben es nötig gemacht, datz die Delegationen den grötzten Teil des Tages dazu benutzen, sich für die heutige Nachmittags­sitzung der Konferenz vorzubereften. Auch gestern find die führenden Persönlichkeiten der deutschen Delegation noch in später Abend­stunde zu einer wichtigen Sitzung zusammen­getreten.