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Die ersten Klippen

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, ' wtb. Berlin, 6. Ott. Der Herr Reichspräsident empfing heute den Boltskommissar des Auswärtigen Tschi­tscherin, der von dem Botschafter der Sowjetunion, Herrn Krestinski, begleitet war.

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62 mit 8 Stern eeriuntm

Berlin, 6. Ott. Wie der Lokalanzeiger aus Kopenhagen meldet, steht jetzt fest, dah das finnische TorpedobootS 2 mit seiner 53 Mann zählenden Besatzung in der bott- nischen Bucht am Sonntag nachmittag mit Mann und Maus untergegangen ist. Der- Eeschwaderchef telegraphierte am Sonntag morgen, er habe den Kontakt mit anderen Schiffen verloren. Die Formation war durchbrochen und der Chef erteilte den Be­fehl, dah jedes Schiff sehen müsse, fich selbst zu helfen. Die Lotsen von Raefsö be­obachteten den Untergang vonS 2. Gestern wurde eines der Rettungsboote vonS 2 bei Björneborg angetricbrn.

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SmlM RaWrfslM

in Pemmllm

Berlin, 6. Okt. Die Abendblätter melden aus Warschau: Bei den Stadtverordneten- wablen in Pomerellen haben nach den bisher vorliegenden Feststellungen die Deutschen gut abgeschnitten. In Hirschau konnten sich die Deutschen, im Vergleich zu den letzten Jahren, ziffernmäßig behaupten. In Tborn ist eine Zunahme der deutschen Stimmen zu ver­zeichnen. Die Deutschen erhielten 8 Mandate (wie bisher), während aus die nationale Ar­beiterpartei 10, die bürgerliche Liste 9 und die Sozialisten, die hier zum ersten Mal festen Fuß faßten, drei Mandate entfallen Auch in Könitz brachten es die Deutschen auf acht Stadtabge­ordnete. gegenüber fünf von der polnischen na­tionalen Arbeiterpartei, vier sozialistische, vier Eisenbahner und neun von der bürgerlichen Liste. In Schöneck wird die deutsche Fraktion als zweitstärkste in das Parlament cinzieben, mit fünf Abgeordneten. Von allen hier abge­gebenen Stimmen entfallen auf die deutsche Liste 26 vom Hundert, was die wiederholt auch amtlicherseits aufgestellte Behauptung von demrein polnischen Charakter der Stadt Schöneck" klar widerlegt.

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Aufstand in 6htirn

Die französische Offensive gegen die Drusen.

Paris, 6. Okt. Aus Damaskus wird ge­meldet: Die französische Angrisfskolonne unter General Eamelin ist von Museifra über Sa- icba, Ain-Sassar. Sueida und Ressas bis zum Fuße des Dschebel Hauran vorgestoßen und hat Aira, das Stammschloß der Atrasch, eingenom­men und zerstört. "Das Vorrücken der franzö­sischen Kolonne hat fich unter ständigen An­griffen der Aufständischen abgespielt. Der erste Angriff erfolgte bei Saraba und wurde von etwa 1000 Drusen ausgeführt. Die Angreifer wurden durch Tanks. Panzerwagen und Flug­zeuge unter schweren Verlusten zurückgeschlagen. In der Nacht zum Sonntag griffen die Drusen das französische Lager an, wurden jedoch zurück­geschlagen. Gestern früh wurden die Franzosen bei Aira angegriffen, konnten jedoch auch die­sen Angriff durch Artilleriefeuer zurückweisen. Nach den amtlichen französischen Berichten haben die Drusen sehr schwere Ver­luste erlitten, während die Franzosen nur eine geringe Anzahl Verwundeter einbüßten. Die französische Kolonne verfügt noch über Wasservorräte für sechs Tage. Man nimmt an, daß diese Frist für die Niederwerfung des Auf­standes genügen wird. Der Geist der Truppen soll vorzüglich sein, trotzdem sie schwer unter Hitze und Staub zu leiden haben. Die kleinen Dörfer in der Nähe von Resas haben sich alle vhne Widerstand ergeben.

Das Befinde» Stresemanns.

Berlin, 6. Ott. Wie die Blätter von zuständiger Seite erfahren, ist die Er­krankung Dr. Stresemanns eine typische Klimaerkranknng mit Fieber, das aber schon wieder geschwunden ist, so dah heute nachmittag die ange^ündigte Vollsitzung abgehalten werden kann.

Optimismus in Locarno.

L o c a r n o , 6. Okt. Der Sonderbericht­erstatter der Telunion meldet aus Lo­carno: Die Arbeitsmethode, die die Staatsmänner bei ihren Beratungen in Locarno einzuschlagen beabsichtigen, darf als recht glücklich bezeichnet werden. Das Fortschreiten von leichteren zu den schw'e- rigen Problemen ist geeignet, von vornher­ein eine Atmosphäre der Verständigung zu schaffen, die sonst nur schwer erreichbar wäre, wenn sofort mit den schwierigsten Problemen begonnen worden wäre, über die eine Einigung erst langsam erzielt wer­den kann. Es war ein guter Gedanke, die Sachverständigen bereits am ersten Tage zu einer Besprechung zusammenkommen zu lasten und ihnen als leicht zu lösende Auf­gaben dieienial'n Paragraphen des Lon­doner Sachverständigenprotokolls zu einer neuen Beratungu überweisen," bei denen es sich nur um formale Fronen und um neue Fassungen handelt. So ist es denn zi begrüßen, daß der Konferenz am Diens­tag vormittag bereits e i n e E i n i - gung der Juristen über die erste ihnen zuaewiefene Aufgabe vorliegen wird. Der nächste Schritt wird bereits etwas schwieriger sein, denn es handelt sich hier­bei schon um Gegenstände volitifcher Na­tur. die aber keinen grundsätzlichen Cha­rakter tragen. Man darf onnehmen, daf- die Lösung dieser Fragen einige Tage in Anspruch nehmen wird. Nach der gestern in der Bormittaas-Konferenz getroffenen Dreigliederung der zu beratenden Pro­bleme werden die Sachverständigen als drittenTeil ihrek Aufgaben diejenigen Pro­bleme zu bearbeiten haben, über die eins grundsätzliche Einigung zu erzielen sein wird, ja von denen es beute nom fraolich erscheint, ob eine Lösung in der ersten Kon­ferenz von Locarno gelingen wird. Zu diesen Problemen gehören vor allen Din­gen die Fragen des Abschlusses der Ost- verträge und des Eintritts Deutschcblands in den Vöker- bund. Wie erinnerlich, nimmt Frank­reich die Garantierung der. Ostverträge für sich selbst in Anspruch, während von deut­scher Seite die Absicht vorliegt, diese Auf­gabe dem Völkerbund zu erteilen. Man- verslebt nun endlich, warum die Tschecho­slowakei und Bolen mit ihrem Eintreffen in Locarno bisher gezögert habe». Sie halten ibre Anwesenheit erst in dem Au­genblick für notwendig, wo die sie persön­lich berührenden Fragen Gegenstand der Beratungen bilden werden. Auch der § 16 des Völkerbundpaktes darf in die Kategorie derjenigen Gegenständ e einge­reiht werden, für die man fürs erste noch keine Lösung sieht. Der Optimismus, der am ersten Tage so offensichtlich von allen Delegierten zur Schau getragen wird, darf daher nur als gutes Omen aufgcfastt werden. Die Schwierigkeiten wer­den sich wohl in bet zweiten Woche einstellen. . , . ' , ;

TU. Locarno, 6. Okt. Vcn der per­sönlichen Fühlungnahme der Staats­männer in Locarno erhofft man eine An­näherung derjenigen politischen Gegen­sätze, deren Lösung den Londoner Sachver­ständigen nicht gelang. Hier könnte sich das Wort des Reichskanzlers bewahr­heiten, datz alle Dinge am lebendigen Menschen sich vollziehen müsien.

Dag es hart auf hart gehen wird, unterliegt keinem Zweifel.

Am schwierigsten im allgemeinen wird die Lage der Franzosen beurteilt, die in einer Reihe von ihnen wichtig er­scheinenden Fragen auf keine Unterstützung ihrer Verbündeten werden rechnen können. Ein etwaiges Scheitern der Konfe­renz dürfte, sovt"l sich heute voraussagen läßt, allein auf Frankreich zurückzu­führen sein, da von ihm der schärfste Wi­derstand zu erwarten ist. Schon die näch­sten Tage dürften Klarheit darüber brin­gen. ob die Verhandlungen in Locarno zu einem guten Ende geführt werden können. Sollte sich die Möglichkeit hierfür nicht er­weisen, so wäre es besser, die Konferenz rechtzeitig abzubrechen, als fie durch Wochen oder Monate hinzuschleppen.

Ein schweres Ecfahrenmoment droht der Konferenz schon durch das Ein­treffen der tschechischen und polnische»

Delegation, die beide von ihren rührigen Außenministern geführt wurden. Die Verquickung des West- Paktes mit dem Ostvakt wird dann erneut zur Sprache kommen. Daß die Reichsregie­rung in dieser Beziehung 6art bleiben wird, unterliegt wohl keinem Zweifel. Es fragt sich nun, ob die alliierten Teilnehmer so viel Klugheit besitzen werden, ein günstiges (Er» gechnis der, BorhanLlunsen nicht an den pnl« - scheu und tschechischen Intrigen scheitern zu lassen. Wer S k r z y n s k i und Benesch hin­ter den Kulissen der Weltvolitik zu beobachten Gelegenheit batte, kann fich schon beute der ernsten Befürchtung nicht erwehren. Es wäre daher notwendig, daß die Reichsregierung noch­mals vor Eintreffen der polnischen und tschechi­schen Delegation ihren Standpunkt klar und unzweideutig bekannt gibt und nicht da­vor zurückschreckt, die Trennung der Verhand­lungen über einen Westvakt oder über einen Ostvakt als primäre Forderung hinzustellen. Je schärfer und je nachdrücklicher die Zurück­weisung der polnischen und tschechischen Wünsche geschieht, um so größer ist die Aussicht, die Tschechen und die Polen möglichst bei den Verhandlungen auszuschalten.

Ankunft der Vvftn und Twrchrn

L o c a r no, 6. Okt. (WTB.) Der Sonder­berichterstatter des WTB. meldet:£rut: vor­mittag 10.30 Uhr wurde die Besprechung der Juristen, die gestern bter Stunden gedauert hatte .fortgesetzt. Wie bereits sestgest'llt, fin­det heute nachmittag 4 Uhr die zweit' Voll­sitzung statt. Der größte Teil der tschechi­schen Delegation frisst heute nachmittag etn und nimmt im Parkhotel Wohnung. Benesch selbst mit seiner nächsten Umgebung wtrd mor­gen, Mittwoch, erwartet. Von den Polen ist gestern der Vertreter beim Völkerbund Mo- rawski eingctroffen. Heute folgte der Gesandte in Bern, Modzalttvfki. Der Sowjetbotschaftcr in Rom Kerscnzew scheint in Stresa am Lago Maggiore eine Art Beobachtungsposten einge­nommen zu haben.

Deutschlands Eintritt in den Völkerbund

Paris, 6. Okt. Die Frage des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund wird in Lo­carno, wie man hier zu wissen glaubt, eine Lö­sung auf folgender Grundlage finden:

Dem Verlangen Deutschlands nach Aendernng des Artikels 16, der das Durchmarschrecht ent­hält, werden die Alliierte» entgegenhalten, daß die Konferenz von Locarno keinerlei Befugnisse habe, die Völkerbundsatzung zu ändern, und daß darüber nur der Völkerbund selbst entschei­den könne. Dagegen werden die Alliierten, um dem Verlangen Deutschlands teilweise ent­gegenzukommen, vielleicht ein Schriftstück auf­setzen, durch das die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund empfohlen wird, und zwar mit der Hinzufügung, daß mit Rücksicht auf die be­sondere geographische Lage des Deutschen Reichs und seine Lage inmitten bewaffneter Nachbarn eine gewisse Aenderungdesgenannten Artikels angezeigt sei. Alle anderen, den Sicherheitspakt nicht direkt betreffenden Fragen, wie vor allem die Frage der Schuld am Kriege, die Frage der Räumung Kölns und die Frage der entmilitarisierten Zone, werden die Ententevertreter in Locarno unter keinen Umstände» zur Sprache bringe« lassen.

(Fortsetzung siehe Seite 2.)

GMkftA franiöWtnWe Stimmingsmmhe

Kaum hat die Konferenz von Locarno be­gonnen, so macht sich auch schon die alliierte Presseregie mit all ihrer Geschicklichkeit und Gefährlichkeit bemerkbar. Der heitere Auftakt am Montag ist tüchtig zur Stimmungsmache für'die Konferenz ausgenutzt worden. Die Londoner und die Pariser (Blätter betonen mit geradezu auffallendem Eifer den guten Wil­len Briands, zu einer Verständigung mit Deutschland zu kommen. 3n einigen Blätter» kommt aber der Standpunkt der Alliierte» mit einer Schärfe zum Ausdruck, die im Hinblick auf die starke Betonung des Frie- denswillens in Locarno geradezu frappiert. Der Sonderberichterstatter des2Katin also eines Blattes, das wiederholt die Mei« nung der amtlichen französischen Kreise tote« vergibt meldet aus Locarno, datz die Frage des Artikels 16 des Dölkerbundsstatuts, ebenso wie die der französischen Garantie in den östlichen Schiedsverträgen, eine ernste Diskussion herbeiführen würden. 3m erften Punkt will der Berichterstatter schon die Symptome einer Annäherung sehen. Die deutschen Dorbehalte in dieser Frage könnten zum Gegenstand von Berhandlungen zwi­schen dem Völkerbund und Deutschland ge­macht werden. Das bedeutet nichts anderes, als datz diese Frage in Locarno nicht geregelt werden, sondern erst nach dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund aufgerollt werden soll. Hinsichtlich der von Frankreich geforderten Garantie für die östlichen Schieds- Derträge stellt der Berichterstatter es so hin, als ob darin der französische Standpunkt ganz unabänderlich sei. Die französische Ga­rantie soll sogar die gleiche Gestalt wie bei dem Schiedsvertrag zwischen Deutschland und Belgien erhalten, d. h. Frankreich soll das Recht haben, bei einer Verletzung der öst­lichen Schiedsverträge sofort gegen Deutsch­land zu marschieren. Zu den erwarteten Rück­wirkungen hinsichtlich des Saargebietes und des Besatzungsregimes erklärt der Bericht­erstatter, dah hier große Schwierigkeiten be­ständen. Das Saargebiet werde nämlich vom Völkerbund verwaltet und eine Abänderung des AheinIandrejMes hänge ganz von der Entwaffnungsfrage ab. Die französischen Mi­nister könnten nur sagen, dah der Sicher­heitspakt einen außerordentlichen moralischen Wert habe und den Anfang einer neuen Aera bedeute, welche zwangsläufig zu einer Entspannung führen müsse. Deutschland soll also die schweren Opfer, die der Sicherheits­pakt mit sich bringt, ohne reale Gegenleistung auf sich nehmen und mit Vertröstungen auf die Zukunft abgespeist wenden.

3n die gleiche Richtung dieser Stimmungs­mache fallen auch Berichte des Sonderkorre­spondenten der LondonerMorningpost". Auch er schreibt, dah Briand zu bedeutsamen Zugeständnissen bereit sei. Hiernach soll Briand den Deutschen versprochen haben, datz Frankreich den jetzigen Charakter der Rhein» landbesatzung abänDern, die Zahl der Be­amten int Saargebiet bedeutend vermindern, der Räumung Kölns zustimmen und sogar mit der Abstimmung im Saargebiet und einer Herabsetzung der bortigen Polizeikräfte sich einverstanden erklären werde. Auf der an­deren Seite und nun kommt die Kehrseite der Medaille fordere Frankreich, datz Deutschland einen Schiedsgerichtsvertrag mit Polen abschlieht, dah die Grenzen nicht ge­waltsam abgeändert werden dürfen und man höre und staune dah Deutschland den Danziger Korridor garantiert. Auch mit der Tschechoslowakei solle Deutschland einen solchen Vertrag abschließen, während Frank­reich sein Recht auf Unterstützung der öst­lichen Vasallen behäll. Auch dies bedeutet nichts anderes, als dah Frankreich all feine Forderungen durchdrückt und Deutschland hin­sichtlich des Danziger Korridors noch über das bisher Verlangte hinaus verpflichtet, während Deutschland gewisse Erleichterungen im Saargebiet und am Rhein versprochen werden, die man bei einem Sicherheitspakt geradezu als selbstverständliche Folgerungen bezeichnen muh. Diese Methode alliierter Derhandlungspolitik ist man leider seit der Rachkriegspolitik zu sehr gewohnt. Es muh von vornherein mit aller Klarheit und Be­stimmtheit festgestellt werden:

Was man durch die französische Propa- ,ganda alsfranzösische Zugeständnisse an Rhein und Saar hinzustellen versucht, sind keine Zugeständnisse; sondern ver­traglich fest gelegte Selbstver» ständlichkeite,n. Was man von fran­zösischer Seite an Gegenforderungen aufzählt, sind Dinge, die mit den jetzt begonnenen West- paktverhandlungen nichts zu tun haben und im übrigen für Deutschland ganz außerhalb des BerhandlungsbrreicheS Hegen. Deutsch-