Einzelbild herunterladen
 

W

Illi

MtzeigerMtda»M)erkuchMckL)Gbechessn^->KnMchesAerkünöiguntzsI>lattsMdKreisUsÄMy

Jiartt 1J.

le»

»er

les

27

Oesterreich abhängt .

Deicasse hat bt'

s

Marburger

EÄgeÄmzetger

D

SeMchs LmMZeilM

ion.

> s e

>rg r 6h. 2

Berg.

ihm Kabinett

Keller- Gattet, in Heine e Kinber bet 1925 t. 62816

nt. N. N. ichäftstt.

ten sich derer

Brunk

SbechMsche Zeitung

Muts a. Lahn

Der Anzeigenpreis peträgt für den Ivgespalt. Zellenmilltmeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- dorschrift 50»/, Aufschlag. — Sammelanzeigen , 100 Auf­schlag. Reklamen der Millim. 's 0,40 GM. Zeder Rabatt güt als Larrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark — '/«.rDollar.

RINlvech toi M. sevlbr. 1925

vte ^Vberhesstsche Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 GM. aus- schließi. Zustellungsgebühr, durch ^,ePost2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte »der ektnentater Ereignisse ausfallende Kümmern wird kein Ersatz ge­leistet. Serlag b.Dr. E.Hitzeroth» Druck der Unib.-Buchdruckerei d. Joh. Aug- Koch, Markt 21/23. Arn sprech er: Rr. 55. n. Rr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt e. M- Rr. 5015. — Sprechzeit, bet Redaktion von 10—11 und »f,l-l Uhr.

Die KriessMuMüse

Ein interessanter Notenwechsel

ihnen den aufrichtigen Willen erkennt, für das Zustandekommen des jetzt in Angriff zu neh­menden grasen Friedenswerles den Weg zu ebnen."

Die i t a l i e n i f ch e Regierung hat am glei­chen Tage Abschrift der deutschen Antwort .auf die Einladung sowie auf das vorstehende Memorandam erhalten.

Sir MM ter Büfetten tot ter MMril

Von der französischen und englischen Regie- rung sind hierauf den deutschen Botschaftern in Paris und London heute nachstehende Ant­worten Frankreichs und Englands zugegangen:

Die französische Antwort

P a ri s, 29. Sept. 1925. Die Regierung der französischen Republik hat mit Befriedi­gung die Antwort erhalten, womit ihr die deutsche Regierung ihre Zustimmung zum Zu­sammentritt der Konferenz von Locarno mit- geteilt bat. Sie nimmt Vermerk davon, daß diese Zustimmung keinen Vorbehalt ent­hält.

Die gleichzeitig vom deutschen Botschaf­ter überreichte mündliche Erklärung be­zieht sich auf zwei Fragen, die in k ein er Weise mit den Verhandlungen von Locarno vermischt werden können-, da sie in keiner Beziehung zn der Erörterung des Sicherheitspaktes stehen. Was die erste dieser Bemerkungen anlangt, so ist die französische Regierung der Ansicht, daß die Frage durch den Vertrag von Versailles ge­regelt worden ist, an dem. wie die fran­zösische Regierung in ihren Roten klar zum Ausdruck gebracht hat. die Verhandlung über den Sicherheitspakt keine Aende- r u n g vornehmen kann. Was die Räu- mungder Kölner Zone und die da­mit in Zusammenhang stehende Frage der Abrüstung Deutschlands betrifft, so er­innert die französische Regierung daran, daß es nur von Deutschland selb st ab hängt, ihre Vereinigung durch die Erfüllung seiner Verpflichtungen zu be­schleunigen. Die französische Regierung kann sich in dieser Hinsicht nur auf die alli­ierte Rote vom 30. Mai 1925 beziehen.

Die französische Regierung nimmt Ver­merk davon, daß die deutsche Regierung mit ihr darüber einverstanden ist, daß die in dem deutschen Memorandum niederge­legten mündlichen Bemerkungen nicht so anzusehen sind, als ob sie zu Bedingungen oder Vorbehalten für die Konferenz führten. vi

Die englische Antwort

Foreign Office, 29. Sept.

Ew. Exzellenz, Seiner Masestät Regie­rung hat mit Befriedigung die Erklärung entgegengenommen, wonach die Reichs­regierung den Vorschlag zu einer am 5. Oktober beginnenden Konferenz in Locar­no angenommen hat. Sr. Maiestät Re­gierung stellt mit Genugtuung fest, dasi die Annahme ohneVorbehalt erfolgt.

Zn Beantwortung der gleichzeitig von Ew. Erzellenz abgegebenen Erklärung be­ehre ich mich, von der Versicherung Ew. Exzellenz Vermerk zu nehmen, daß die da­rin aufgeworfenen Fragen keine Vor­bedingungen für eine Zusammen­kunft der Außenminister bilden.

Zn der Tat stehen. diese Fragen in keinem Zusammenhang mit den Verhandlungen über einen Sicher­heitspakt und haben keinen Teil des vorberatenden Meinungsaustausches ge­bildet.

Hinsichtlich des Teiles der Erklärung, der Deutschlands Eintritt in den Völker­bund betrifft, stellt Sr. Majestät Re­gierung mit Befriedigung fest, ’ datz tue deutsche Regierung keine Einwendung gegen diese wesentlichen Bedingungen je­des Eegenseitspaktes erhebt. Die Frage der Verantwortlichkeit Deutsch!

(Fortsetzung siehe Seite 2.)

reits im Jahre 1913, wie aus den JswvlSki- Briefen hervorgeht, „sehr ost und ganz offen1 mit dem russischen Außenminister über die Kriegsziele Frantreichs und Rußlands ge­sprochen.

Gerade zur rechten Zeit wird daS ruf* fische Orangebuch von 1914, das den unumstößlichen Leweis dafür liefert, daß in den entscheidenden Julitagen von Petersburg und Paris aus die Maschen des schon lange- um Deutschland gelegten Leheszusamincnge- zogen wurden, in bedeutend erweitertem Um­fange vorgelegt (Deutsche Lerlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Lerlin). Zum Le­weise für die systematische Borbereilunh des Krieges durch Iswolski und Poincare genügt es ja schon, aus die Tatsache hinzuweisen, dass bas vöu der zaristischen Regierung veröffent­lichte Orangebuch als eine plumpe Fäl­schung erwiesen worden ist. Der biploma» tische Schriftwechsel, den die zaristische Re­gierung am 1. August 1914 über die Verhand­lungen vom 23. Juli bis 6. August 1914 als russisches Orangebuch herausgegeben hat, enthält zunächst einmal nur einen kleinen Teil der vorhandenen Telegramme und Schriftstücke. In diesen Dokumenten sind Hann aber auch absichtlich die Stellen w e g ge­lassen,. Die die russische und französische Diplomatie belasten. Das vorliegende neue Orangebuch bringt nicht weniger als 133 Schriftstücke mehr als das offizielle russische.

jstfegsjKuidMV uto iMttteiWt

Die Kriegsschuldfrage ist durch die Uc'oer* reichung der deutschen Antwort auf die Ein­ladung zur Sicherheitspaltkouferenz in ein neues Stadium getreten, die deutschen diplo­matischen Vertreter in den Ententehaupr- . städten haben gelegentlich der Lieberreichung der Antwort der deutschen Regierung den Staatsmännern der Entente in mündticher Erklärung unter anderem die Auffassung der Rcichsregierung zum Ausdruck gebracht, dah nachdem die Entente den Abschluß eines Sicherheitspaktes.von dem Eintritt Deutsch­lands in den Tr kerbund abhängig gemacht hat, die Frage der Kriegsschuld- in Verbindung mit der Frage des deutschen Eintritts in den Völker- bunb eine Neuorientierung erfor­derlich ’ mache. Deutschland kann nur als gleichberechtigter und gleichbehandelter Staat dem Völkerbund beitreten, d. h. der Artikel 231 deS Versailler Vertrages muh eine neue Auslegung und Anwendung erfahren.

Wenn Deutschland sich zu einer solchen Er­klärung berechtigt sehen konnte, so ist das den Erfolgen der aktenmähigen und wissenschaft­lichen Erörterung der Kriegsschuldfrage zu danken. Immer deutlicher treten die wahren Zusammenhänge, die zum Weltkriege führten, aus dem Dunkel hervor, mit welchem eine jahrelange gewissenlose Propaganda sie zu umgeben suchte. Die Anklagen werden sel­tener. Selbst der feindlichste Teil der Aus­landspresse fühlt, dah weitere Verleumdungen gegenüber den inzwischen ans Licht getretenen Tatsachen nicht standhalten würden.

Der französischen Regierung fällt es bereits recht schwer, noch länger die Oeftnung der Geheimarchive zu verweigern. Der vor einigen Wochen veröffentlichte Aufruf der 102 Franzosen, der in der Forderung nach Re­vision der Schuldparagraphen gipfelt, zeigt, dah sich auch dort das Gewissen regt, und dah man sich nicht dem Vorwurf aussetzen möchte, dieselben Grundsähe, auf die man sich beruft, zu bekämpfen. Es gibt, so er­klären die Unterzeichner jenes Aufrufes, keine Sicherheit für die Zukunft, wenn man vorher nicht zur moralischen Ab­rüstung schreitet, ohne die niemals eine materielle Abrüstung möglich sein wird. Auch in den diplomatischen Verhandlungen ist, bei aller sachlichen Gegensätzlichkeit, der Ton verbindlicher geworden und die Reigung, deutsche Vertreter persönlich heran- zuziehen, ist gewachsen.

Jeder Tag bringt neue Leweise für die Eroberungspläne, die lange vor Ausbruch des Krieges außerhalb Deutschlands herrschten. Wir wissen jetzt, und zwar aus serbischer Quelle, dah schon im Jahre 1908,09 die rus­sischen Staatsmänner den Serben sagten, in zwei bis drei Jahren würde Rußland mili­tärisch in der Stage sein, ihnen zu helfen und mit Aussicht auf Erfolg einen Offensivkrieg gegen Oesterreich zu führen. Dah auch schon ein Krieg mit Deutschland ins Auge gefaßt war, geht aus dem Artikel 5 der russisch- bulgarischen Wilitärkanvention vom Dezember 1909 hervor, wo es heiht: „Da die Verwirk­lichung der Lestrebungeu der slawischen Völ­ker auf die Dalkanhalbinsel, die dem Herzen Ruhlands so nahe stehen, von dem günstigen Ausgang eines Krieges mit Deutschland und

aber das amtliche Frankreich, dieses Einge­ständnis öffentlich nicht zum Ausdruck bringen zu dürfen.

Ar teuiW tote

Berlin, 29. Sept. Die Antwort der R e i ch s t e g i e r u n g auf die von der franzö­sischen, englischen und belgischen Regierung ausgegangenen Einladung zu der VIi- nisterzusammenkunft ist am Sonn­abend, den 26. September, in Paris, London und Brüssel überreicht worden und hat folgen­den Wortlaut:

Die deutsche Regierung beehrt sich, auf die von (folgen die Namen der alliierten Missions­chefs) überreichte Note zu erwidern, datz sie den Wunsch der alliierten Regierungen, die Ver­handlungen über den Abschluß - eines Sicher- heitspaktes nicht in die Länge zu ziehen, durch­aus teilt. Sie erhofft auch ihrerseits von einem Zusammentreffen der Regierungsmitglieder der beteiligten Länder eine Beschleunigung der endgültigen Lösung der zur Erörterung stehen­den Probleme und stimmt daher gemätz ihrer Note vom 27. August dem Vorschläge zu, diese Zusammenkunft alsbald staitfinden zu lassen. Als Zeitpunkt für die in der Schweiz geplante Zusammenkunft schlägt sie den 5. Oktober vor.

Die mündliche Erklärung

Mit der vorstehenden Antwort hüben dir deutschen Missionschefs, mündlich und durch lleberrtaichung ein es sleichlauten- den Memorandums folgende Erklärung abgegeben:

„In dem Augenblick, wo die Minister der be­teiligten Mächte im Begriff sind, zu wichtigen Besprechungen über die Befestigung des Frie­dens zwischen ihren Ländern zusammenzutre­ten, hält die deutsche Regierung es für not­wendig, der pp. Regierung in aller Offen­heit ih r e n Standpunkt in zwei Fragen bekannt zu geben, die mit dem Zwecke jener Besprechungen aufs engste verbunden sind.

Die alliierten Regierungen haben in dem Dorausgegangenen Notenwechsel den Atü-"' tz eines Sicherheitsvaktes von dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund abhängig ge­macht. Die deutsche Regierung hat der Ver­bindung der deutschen Probleme nicht wider­sprochen, sieht sich dadurch aber vor die Not­wendigkeit gestellt, auf einen Punkt zurückzu- kommen, den sie im Zusammenhang mit der Völkerbundfrage gegenüber den im Völker­bundrate vertretenen Regierungen bereits in ibremMemorandum vom September 1924 zur Sprache gebracht hat. Sie wiederholt aus diesem Memorandum die Erklärung, dah der etwaige Eintritt Deutschlands in den Völker­bund nicht so verstanden werden darf, als ob damit die zur Begründung der inter­nationalen Verpflichtungen Deutschlands auf­gestellten Behauptungen anerkannt würden, die eine moralische Belastung des deut­schen Volkes in sich schließen. Sie glaubt, datz die in diesem Sinne am 29. August 1924 von der damaligen deutschen Regierung erlassene öffentliche Kundgebung dem Ziele der Ver­ständigung und einer aufrichtigen Versöhnung der Völker dient, und macht sich ihrerseits diese Kundgebung ausdrücklich in dem Wunsche 8U - eigen, dadurch den Zustand gegenseitiger Achtung und innerer Eleichberech- tigung herzustellen, der die Voraussetzung für einen Erfolg der jetzt in Aussicht genom­menen vertrauensvollen Aussprache bildet.

Das angestrebte Ziel der Verständigung und Versöhnung würde ferner beeinträchtigt wer­den, wenn es nicht gelänge, vor dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund und vor dem Abschluß des Sicherheitsvaktes einen Streit aus der Welt »u schaffen, der jetzt noch tren­nend zwischen Deutschland und den alliierten Ländern, steht. Das ist die-Räumung der nördlichen Rheinlandzone und die endgültige Vereinigung der deutschen Entwaft- nungsfragen. Solange der gegenwärtige, vom deutschen Volke als Unrecht empfundene Zu­stand der Verlängerung der Besetzung eines großen deutschen Gebiets fortbauert, kann das Vertrauen auf friedliche Entwicklung, von dem die Wirksamkeit der in Aussicht genommenen internationalen Vereinbarungen abhängt, nicht wiederbergestellt werden. -

Die Reichsregierung gibt sich der Hoffnung bin. datz die vo.'Regierung diese Mitteilungen in dem gleichen Geiste der Loyalität aufnimmt; aus dem sie entsprungen sind, und datz sie in

Ae «rite Mto

Berlin, 29. Sept. Die diplomatisch: Lage hat sich mit der Ueberreichuug der deutschen Antwort auf die Einladung der alliierten Regierungen zu der Sicherheits­konferenz offenbar versteift. Man kann so­gar von einer gewissen Verschärfung der Lage sprechen, die eingetreten ist seit der Unterredung des deutschen Botschafters in Paris, Herrn v. Hoesch, mit dem fran­zösischen Außenminister Briand. Wie wir aus bestunterrichteten diplomatischen Kreisen erfahren, wurden die mündlichen Ausführungen des'deutschen Botschafters in Paris durch eine Verbal-Erklärung der deutschen Regierung bestätigt, die die ein­zelnen Punkte der deutschen Auffassung über die Vereinigung der diplomatischen Atmosphäre und internationalen Beziehun­gen präzisiert zum Ausdruck bringt. Von diesen Punkten hat, wie schon erwähnt, vor allem die deutsche Auffassung über die Frage der Kölner Zone und über die deut­sche Kriegsschuld in Paris eine starke Ab­lehnung erfahren. Die französische Regie­rung erblickv in der Notifizierung der deutschen Auffassung über d i e Kriegsschuld einen amtlichen deutschen Widerruf des Artikels

2 31, der auf eine Abänderung des Ver­sailler Vertrages hinauslaufe. Die franzö­sische Regierung steht aber auf dem Stand­punkt, daß ein abzuschließendec Sicherheits- pakr eine Ergänzung, nicht aber eine Ab- I önderung ober eine Aufhebung einzelner Bestimmungen des Vertrages von Versailles , sein müßte. Briand hat dem deutschen Bot­schafter zu erkcnnen gegeben, daß sich Frankreich mit einer ähnlichen Erklä­rung der deutschen Regierung tote in dem September-Memorandum 1924 schließlich einverstanden erklären könnte, nicht aber mit einem deutschen Widerruf des Artikels 231, noch weniger mit seiner Veröffentlichung. In Briands Gegenvorschlägen, die er dem deutschen Botschafter zur llebermltte« hing nach Berlin übergeben hat, tritt er für ein gemeinsam zu verfassendes und gleich­zeitig zu veröffentlichendes Kommunique über die deutschen mündlichen Erklärungen ein.

Mit dieser neuen Sage befaßte sich eine Montag abend nach Eingang des Berichts des deutschen Botschafters in Paris zusam- menberufene Berliner Kabinettssitzung, beten Beratungen sich bis in die zweite Morgenstunde hinzogen. Zu einem Ergeb­nis ist man in dieser Sitzung noch nicht ge­kommen, vielmehr wurden die Beratungen des Kabinetts am Dienstag vormittag um 11 Uhr wieder aufgenommen. Von zustän­diger Stelle wird über die Entscheidung des Kabinetts nichts mitgeteilt.

, In parlamentarischen wie auch diploma­tischen Kreisen vertritt man den Stand­punkt, daß durch die neue Sage eine Ge­fährdung der Konferenz nicht eintreten dürfte. Obwohl die Versteifung der Sage sich bereits Montag abend in vollem Um­fange übersehen ließ, wurde sowohl vom englischen Funkdienst, wie auch von der amtlichen französischen HavaSagentur gemel­det, daß nach Vereinbarung mit der deut­schen Regierung als Konf'erenzbeginn der 5. Oktober bestehen bleibe und daß als Konferenzort Locarno nun­mehr endgültig feststehe. Wie wir von zu­ständiger Seite erfahren, ist eine amtliche Mitteilung über den Konferenzbeginn und den Ort der Konferenz bis zur Stunde in Berlin noch nicht eingetroffen. Aus dieser Tatsache ist zu entnehmen, datz man mit diesen Angaben der englischen und französischen amtlichen Nachrichtenagenturen ein Pressemauöver eingeleitet hat, bad darauf hinausläuft, bei einem etwaigen Scheitern der Konferenz Deutschland die Schuld dafür zuzuschieben. Es handelt sich hierbei um einen der von der französischen ■ Propaganda beliebten Bluffs, um damit auf die öffentliche Meinung und in diesem Falle auch auf die Entscheidungen der deut­schen Regierung einzuwirken.

In der Kriegsschuldfrage steht man übri­gens auch in einsichtigeren französischen «reisen auf dem Standpunkt, daß der Wortlaut und der Geist des Artikels 231 des Versailler Verktages auf Grund der Feststellungen der Wiisenschaft nicht auf. rechr zu erhalten fei. Aus Rücksicht auf die innenpolitische Sage Frankreichs glaübt

m

tet, tnig. eingang, abt g e.