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SimSlag, Mi 29. Sevtbr. 1925

Me ^Oberhesstschr Settung" et- j^nt sechsmal wöchentlich. De- monatlich 2 GM. aus- schsi,ßl. Zustellungsgebühr. durch -t«Post2^5 GM.Für etwa infolge Streik«. Maschinendefekte »der änaentatet Ereignisse ausfallend« Aummern wird kein Ersatz ge­lastet. Verlag b. Dr. §. Hiheroth, Druck der Unib.-Bnchdruckerei b. I»h. Aug. Koch. Markt 21/23. gemsprecher: Nr. 56. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt «, W. Nr. 5015. Sprechzeit p« Redaktion bett 1011 und >/,!! Uhr.

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KnzeigerjuridasMier imchessiMe)Gberhefien/-> Amtlich es VertckndiguntzsblMßwd kreistNarbMz

S. 51 Mgegeben

Eigene Funkmeldung.

ft New London, 29. Sept. Die Seeverhältnisie find so schlecht geworden, dass die beiden Kranschifse, die das Unter, seebot 8. 51 zu heben versuchten, den Be­fehl erhielten, zum Hasen zurückzukehren.

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Wik Ml gknmmn

fk. Paris, 29. Sept. Die spanische Botschaft gibt durch Havas bekannt, dah die Nachrichten über die Einnahme von Asdir erfunden seien. .

Liautheq geht auf Urlaub.

fk. Paris, 29. Sept. Nach einer Havas- Meldung aus Fez hat Marschall Liautheys die Regierung gebeten, ihn von seinem Posten in Marokko zu entheben.

fk. Paris, 29. Sept. Havas meldet aus Rabal: In seinem Abberufungsschreiben an die Regierung führte General Liauthey noch aus, daß durch die letzten militärischen Ope­rationen die Lage im Protektorat soweit wie­der hergestellt seien, dah er die in Anbetracht seines Gesundheitszustandes erforderliche Er­holung erbitten könne.

fk. London, 29. Sept. Nach einer Mel­dung derTimes" aus Tanger hat A b d e l K r r.m im Hinblick auf die Lage, die ihm bei Sjdir droht, eine große Zahl von Dschebyla- Aontignente aus der Umgegend von Karrisch in Bezirk Tetuan zurückgezogen und sie mit der Unterstützung der Rifleute in dem von dem spanischen Vorrücken bedrohten Gebiet beauf­tragt.

Bisher 20000 Spanier gelandet.

Nach einer Meldung desMontag" aus London beträgt di e Gesamtzahl der in Cebadilla an der marokkanischen Küste ge­landeten Soldaten jetzt 20 000. Die Ver­luste der Spanier stellen sich jetzt als schwerer heraus als ursprünglich angenom­men wurde. Die Krankheitsfälle nehmen von Tag zu Tag zu, woran insbesondere der Mangel an Trinkwasser schuld ist.

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Sic Angst vor ter toegWfr frage

Paris, 28. Sept. DerTemps" be­schäftigt sich in einem Leitartikel mit der gestern überreichten deutschen Antwort. Trotz der Proteste der Nationalisten sei es wenig wahrscheinlich, dah das Berliner Kabinett den Charakter und die Bedeutung der bevorstehenden Verhand­lungen ernstlich zu beschränken suche» werde. Es werde jedoch sich be­mühen, Versicherungen zu erlangen, die den unmittelbaren Besorgnissen aller deutschen Parteien entsprächen. Alle Deut­schen seien darin einig, die Unterzeichnung des Sicherheitspaktes vor Deutsch­lands Eintritt in den Völkerbund eine» Widerruf der Verantwor­tung Deutschlands für den Krieg und das Verspreche» einer schleunigen Räu­mung der Kölner Zone zu fordern. Es sei möglich, dah Berlin ganz besonders auf diese» beiden Fragen bestehen werde. "Temps" fährt fort: Ma» verlangt von Deutschland nicht ein neues Zuge­ständnis seiner Verantwortung für den Krieg. Aber diese Verantwortung ist in Artikel 231 des Friedensvertrages fest- gelegt. Keine Macht ist in der Lage, diesen Artikel 231 aufzuheben. Bezüglich der Kölner Zone sieht man nicht, wel­che Versicherung Deutschland gegeben wer­den könnte, da es allein von ihm ab­hängt. dah die erste Besetzungszone von den Alliierten verlosten wird. Die Räu- »ung der Kölner Zone und der Abschluh eines rheinischen Sicherheitsproblems sind zwei voneinander unabhängige Pro­bleme, was die Deutschen selbst zugegeben haben.

Tschitscherin in Warschau

Deutschland und Nußlanö

Eigene Funkmeldung.

Warschau, 29. Sept. Der russische Auhenkommistar Tschitscherin führte vor Warschauer Vertretern der Auslandspreste u. a. etwa folgendes aus:

"Meinen Besuch in Warschau benutze ich dazu, um die Grundlage für künftige russisch-polnische Verhandlungen zu schaf­fen, die schliehlich zu einem Handelsvertrag führen sollen. Ucber den Sicherheits­pakt erklärt Tschitscherin, in England und Amerika sind Dokumente veröffentlicht worden, aus denen heroorgeht, dah Eng­land die völlige Isolierung und Ein» schliehung Sowjet-Ruhlands anstrebt. Welche Handlung Deutschland gegenüber Ruhland annehmen wird, weih ich nicht, doch muh ich sagen, dah mein Besuch in Warschau keine Spitze gegen Deutschland bedeutet.

Der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund wird eine ernste Angelegenheit werden, wenn Deutschland bedingungslos in den Völ­kerbund eintreten würde.

Der Grad der ungünstigen Wirkung des Eintritts Deutschlands auf den Rapollo» vertrag hängt von der Genehmigung der Art der Vorbehalte ab, die Deutschland dem. Völkerbund g«Kenüber durchsetzt."

Der Besuch Tschitscherins und die grohe Politik.

Es ist nicht mehr zu bezweifeln, dwß ln Polen jene Kreise einen großen Ernsluß gewonnen haben, die eine Annäherung an Rußland wün­schen, die sogenannte Tmowski-Partei. Polen ist plötzlich ebenso wie die Tschechoslowakei vor eine neue Gestaltung der Dinge im Westen Europas gestellt. Frankreich, ihr bisheriger Schutzherr, ist aus dem Wege, mit dem großen. Zwischenreich Deutschland in bessere Beziehun­gen zu kommen, wodurch die beiden Staaten im Osten nicht mehr die Bedeutung für Frank­reich haben wie bisher. Außerdem geht es den Franzosen zur Zeit finanziell und wirtschaft­lich ebenso schlecht, wie den Polen und den Tschechen. Es tonn ihnen nicht mehr helfen. England hat aber klipp und klar erklärt, daß es in keiner Weise eine Garantie für die beiden neugcschafsfenen Staaken im Osten übernehmen werde.

Die unklare Lage im Osten benutzt Rußland zu einer Aktion größten Stils, deren Bedeutung noch nicht abzusehen ist. Rußland hat erkannt, daß der Abschluß des Sicherheitspaktes und der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund West­europa zu einem Block zusammenschlietzt. Be­herrscht von den politischen Ideen Englands würde dieser Block ein Gegner Rußlands sein müssen. Wenn es Rußland gelänge, Polen zu gewinnen, dann womöglich noch Rumänien, woran es ebenfalls schon arbeitet, so würde es dem Westblock einen Ostblock gegenüberstrllcn. Diese Aktion Rußlands hat die Situation Deutschlands seit der Londoner Juristenkonfe­renz ganz bemerkenswert verändert, denn Deutschland wäre innerhalb des WcstblockeS Grenznachbar des Ostblockes . Selbstverständlich werden damit wir Deutschen gezwungen, bei Be­urteilung der Folgen des Sicherheitspaktes und des Eintritts rn den Völkerbund diese verän­derten Verhältnisse im Osten in Rechnung zu

Wie wichtig diese Frage ist, dürfte daraus ersichtlich sein, daß China und die Türkei offen­bar den Sowjets sehr freundlich gegenüberstehen. Die geschickte Politik der Sowjets wirkt sich auch insofern aus, daß nach ihrem System die rationalen^ Staaten in gewisser Weise ihre nationale selbständigkeu' bewahren. Es könnte sich z. B. Polen durckaus selbständig in das System der Sowjit epubliken einordnen tote die Ukraine und die anderen Ratwnalrepubliken des neuen Rußland.

Auf jcken Fall würde der Besuch Tschitsche­rins in Warschau sehr bald eine Klärung der Stellung Polens herbeisühren. Jmeressant in Lieser Beziehung ist es jedenfalls, daß die Tschechoslowakei schon einen Schritt unternom­men hat, um den vorgesehenen Schiedsver­trag mit Deutschland herbeizuführen, Polen aber hierin noch nichts getan hat. Gewiß will es das Ergebnis der Besprechungen mit Tschitscherin abwarten. Polen neigt von Na­tur mehr nach Rußland, die Tschechoslowakei, die auf drei Seiten von deutschen Gebieten

eingeschlossen ist, und selbst ein« sehr starke deutsche Bevölkerung besitzt, wendet sich ge­zwungenermaßen mehr dem Westen zu.

Ein« Unterredung mit Tschitscherin.

Warschau, 28. Sept. lTU.) Tschitscherin empfing heute einen Vertreter des Asien-Ost- Europa-Dienstes. Tschitscherin erklärte, er habe seine Reise zu Kurzweckcn angetreten, er begebe sich zunächst nach Berlin. Mit dem polnischen Außenminister seien hauptsächlich Fragen, die mit dem Rigaer Vertrag rn Zusammenhang stünden, verhandelt worden; außerdem würden noch wirtschaftliche Fragen erörtert. Was die großen politischen Fragen des Tages betrifft, kann ich nur sagen, fuhr Tschitscherin fort, daß diee geographische Lag« Polens es unmöglich macht, die polnische Regierung von der Er­örterung großer Probleme auszuschließen. Der Pressevertreter stellte dann dem russischen Au­ßenkommissar folgende Fragen:

Frage: Weiden die bisherigen Freundschafts­beziehungen zwischen Rußland und Deutschland beeinträchtigt wecken, falls der geplante Sicher­heitspakt zustandekommt?

Antwort: Das wick die Zukunft zeigen. Jedenfalls kann jetzt schon gesagt werden, daß zur Stärkung dieser Beziehungen der Sicherheitspakt nicht beitragen kann.- Das Ergebnis der 'Sicherheitskonferenz, wie es sich auch gestalten mag, kann für Rußland keine po­sitiven Momente enthalten. Um die Stimmung in Rußland in dieser Hinsicht zu charakterisie­ren, muß ich erinnern an einen Artikel einer amerikanischen Zeitung, in dem gesagt wick, bäte MstftrkH in der Schwerz zu einer U'mkreis«ng und Isolierung Ruß­lands führen wick. Dieser Artikel wird in Rußland viel zftiert. Man ist in Rußlaich der Meinung, daß ein solches Experiment besonders von England angestrebt wecke. Ich kann nicht behaupten, daß an dieser Auffassung alles auf Wahrheit beruht. Ich kann mich aber diesem peinlichen Eindruck nicht ganz entziehen.

Frag«: Wie wick sich Rußland zu einem eventl. Eintritt Deutschlands in den Völker­bund stellen?

Antwort: Das hängt von den Bedingungen, unter welchen dieser Eintrftt erfolgt, ab. Er wird aber in Rußland auf jeden Fall mit wenig Begrüßung ausgenommen werden, denn Rußland hält den Völkerbund für eine Stätte, wo die Schwächeren durch Stärkere ausgebeutet werden.

Frage: Ist Ihre Reise nach Warschau als ein unfreurcklicher Schritt Deutschland gegen­über anzusehen?

Antwort: Mein Besuch hier kann keinesfalls unsere Beziehungen mit Deutschland schädigen. Meiner Ansicht nach kann auch Deutschland kein Interesse daran haben, Rußland gegen Polen aufzurcizen.

Frage: Hat Ihre Europareise etwas mit der Asienpolitik Rußlands zu tun?

Anüvort: Mit solchen wichtigen Fragen werde ich mich deshalb jetzt nicht beschäftigen, weil es mein Gesundheitszustand nicht erlaubt. Uebrigens wäre es auch einstweilen zwecklos, weil wir schon mehrmals versucht haben, mit England darüber in Fühlung zu kommen. Es ist uns tiber nicht gelungen, England dazu zu bewegen.

Frage: Wick sich dieser Besuch in Warschau irgendwie auf die französisch-russischen Bezie­hungen auswirken?

Antwort: Ohne Zweifel wick die Fühlung, die ich mit dem polnischen Außenminister ge­nommen habe, auch für die russisch-ftanzösl- sch«l Beziehungen von Nutzen sein.

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Berlin, 28. Sept. Nach Mitteilungen an die Zeitungen bat Dr. Stresemann in einem Interview mit Sauerwein fol­gendes erklärt: Ich begrübe es, daß Botschaf­ter Hoesch morgen Gelegenheit hat, Minister Briand gegenüber die von deutscher Seite ab­gegebenen Erklärungen auch persönlich über­mitteln und erläutern zu können. Die deutsche Regierung bat ihrerseits wiederholt ' erklärt, daß sie ein positives Ergebnis der Verhand­lungen über den Sicherheitsvakt begrü­ben werde. Die von unseren Botschaftern ab- geLebenen Erklärungen bezwecken gerade, die­jenige Atmosphäre gegenseitiger i n - nerer Gleichberechtigung zur Zusam­menarbeit zu schaffen, welche die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis der Ministerkonferenz ist. Alles weitere bat Sauerwein hinzugesetzt. Ueber die Verzögerung des Termins liegt amtlich nichts vor.

Kem ßlftn zum Mften

Die Reise des russischen Außenministers Tschitscherin nach Warschau, die dann später ihre Fortsetzung über Berlin finden soll, trifft naturgemäß nicht nur zufällig mit den großen politischen Entscheidungen zu­sammen, die vom Westen her und unter den schwerwiegendsten Einwirkungen auf die Ent­wicklung einer sicherlich weit umgrenzten Zeit­spanne fallen sollen. Es ist eine allerdings m der Politik sich immer wiederholende Tra­gik, daß auch heute überall im Lager der uns gegenüberstehenden Mächte Worte und For­men lediglich dazu dienen, um unter Außer­achtlassung der eigentlich durch sie gekenn­zeichneten Begriffe besondere Ziele zu er­reichen. Das Sicherheitsangebot ist in Deutschland entstanden, entspringt dem be­greiflichen Wunsche des Auswärtigen Amtes und der gesamten Reichsregierung, an der deutschen Westgrenze endlich einmal klare, rechtsverbindlich garantierte Verhältnisse zu schaffen. Die englische Politik hat mit bezeich­nendem Eifer diese Wünsche aufgegriffen, um auf dem Umwege über die Bölkerbundsbestim- mungen und unter Beseitigung akuter Rei­bungen zwischen Deutschland und Frankreich Deutschland in die große Westfront hinein­zubringen, die sich, wenigstens nach Englands unverhohlenem Wunsche gegen Rußland rich­ten soll. Daß Frankreich bei der Gelegenheit nochmals, möglichst ohne Gegengabe, eine frei­willige Wiederholung der erpreßten deutschen Unterschrift unter das Versailler Diktat her- beiführen will, gehört zumSicherheits- Problem' wie eben Frankreich es auffaßt. Es ist nach Lage der Verhältnisse durchaus begreiflich, daß Rußland dieser Entwicklung mit starkem Mißtrauen gegenübersteht. Tschi« scherins Warschaureise hängt zweifellos mit dem russischen Argwohn gegenüber den nun kommenden Dingen zusammen.

Rußland fürchtet ohne Zweifel eine aktiver gerichtete politische Isolierung wie sie bis­her diesem Staate gegenüber schon bestanden hat. Der Rapallovertrag hat, so wenig er an praktischen, auf wirtschaftlichem Gebiet liegende Ergebnisse auch aufzuweisen hat, doch moralisch für Rußland und in gewisser Be­ziehung auch für Deutschland eine Stärkung der eigenen Stellung bedeutet. Die aus dem Siegerkonzern zwangsweise Herausge- drängten fühlten sich bei aller Gegensehliwkeit der innerpolitischen Struktur doch sehr häufig als Leidensgenossen. Der politische Lehr­satz:Sind zwei Größen einer dritten (m diesem Falle FrankreichPolen) Feind, so fühlen sie sich untereinander Freund", fand hiy: seine Bestätigung. Rußland hat, sobald die Tatsache des deutschen Paktangebotes bekannt wurde, aus seiner Mißbilligung kein Hehl gemacht. Die gegenwärtige Reise Tschi­tscherins nach Warschau ist ebenfalls eine De­monstration, zumal sie von Komentaren rus­sischer Zeitungen, u. a. von einem Aufsatz Radeks in der amtlichenJswestija" begleitet wird. Radek gibt offen die Feindschaft gegen England zu und tritt für eine Versöhnung mit Polen und damit auch mit Frankreich ein. Der Boden für einen solchen Schritt ist in Warschau gut vorbereitet. Alle Versuche Polens, mit den baltischen Staaten ein von Polen geleitetes Bündnis gegen Rußland zu schließen, sind an dem Widerstande Finnlands und des englandfreundlichen Estlands ge­scheitert. Die Hoffnungen auf die kleine Entente sind bei der inneren Brüchigkeit dieses Gebildes nicht groß. Ein offenes Bündnis mit Rumänien ist wiederum für Polen zu gefährlich, da die zwischen Rußland und Rumänien bestehenden Gegensätze allzu leicht Polen in ein Abenteuer verstricken kön-. neu. Hinzu kommt endlich die auf deutscher Seite in den letzten Tagen gerade wieder sehr deutlich geäußerte Abneigung gegen eine Ga­rantie der Ostgrenzen unter besonderer Bürg­schaft Frankreichs und die allzu enge Ver­knüpfung dieser Garantie mit dem Westpakt. Sv findet Tschitscherin denn, abgesehen von der sozialistischen Presse und der Richtung Pilsudski, in Warschau eine freundliche Presse. Allerdings bewegen sich die Ausführungen der polnischen Zeitungen im allgemeinen in sehr wenig ins Einzelne gehende Gedanke». Man erwartet etwas schadenfroh ein Schei­tern der englischen, gegen Rußland gerichteten älnions-Politit und hofft auf Entlastung Po­lens im Westen sowie <r«f günstige Beeinflus- flussung der Wirtschaftslage.

Don Warschau wird Tschitscherin nach Ber­lin fahren. Dort dürfte man ihm nachmals nachdrücklich die Versicherung geben, daß Deutschland mit seiner Paktpolitik durchaus nicht den Gedanken des Eintritts in einen Mächtebund gegen Rußland verbindet, wie khn England ins Auge saßt. Richtet sich das Schwergewicht der deutschen Vorbehalte doch gerade gegen jede Bestimmung des Völkerbundpaktes, die als rutzlandferndlich