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■ Ueber die bereits gemeldete Entsetzung bet seit bem 19. Juli von ben Drusen belagerten, französischen Garnison in Sueiba bringt ,£>a- Das verschiebene Einzelheiten. Nach einer Melbung aus Damaskus vom 23. bs. Mts. abends 11 Uhr ist bie Abteilung bes General» Eamelin gegen Mittag auf lebhaften 2Btbei- stanb süblich bet Anhöhe von Tel A w i e w gestohen, wo bie Drusen ben Vormarsch anscheinend» zum Stehen bringen wollten. Gegen 4 Uhr würbe bas Sanbgemenge allgemein. Die Vortruvvs bei französischen Abteilung nahmen mit kräftiger Unterstützung von Pai^ zerwagen bie Stellung. Die Drusen zogen sich norbwärts zwischen Tel Awiew unb Sueiba zurück Nach einer Melbung aus Beirut von heute ist bie Abteilung bes Diebel Drus frühzeitig am 23. bs. Mts. von Muss elften aufgebrochen. Gegen Mittag rückten bte französischen Truvven, ba der Gegner sichtlich ben Kampf vermeiben wollte, unter ausgezeichneten Bebingungen vor. Am Nachmittag nahm die Vorhut trotz sehr lebhaften Wiberstanbes Tel Sabib. Die Abteilung verbrachte bie Nacht in bieser 8 Kim. von Sueiba gelegenen Stellung setzte am nächsten Morgen ihren Vormarsch fort unb rückte uns 8.30 Uhr in Sueiba ein.
Protest der Drnke» beim Völkerbund.
Genf ,24. Sept. Der Delegierte der Parteien für bie Unabhängigkeit ShrienS richtete an ben Präsidenten der Völkerbund- Versammlung ein Telegramm, in dem eS heißt: Ich bin beauftragt, bie Aufmerksamkeit des Völkerbunbes auf bte Willkürakte zu lenken, bie bie Mandatarmacht Syriens in völkerrechtswidriger Weise unternimmt. Es ist Aufgabe des Bundes, selbst die Prüfung des zwischen der Mandatarmacht und der Bevölkerung entstandenen Konflikts vorzunehmen und dementsprechend zu handeln, -in diesem Sinne bitten wir den Völkerbund, das Notwendige ^für die Einstellung tzer Feindseligkeiten zu tun und eine neutrale Kommission zu ernennen, die an Ort und Stelle die Untersuchung vorzunehmen hat.
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Die ^Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Be- mgspreiS monatlich 2 SW. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch LiePost2.25 GW.Für etwa infolge Stteiks, W-schin-ndefekte »der elementarer Ereignisse ausfallende Hummern wird kein Ersatz ge- Irfüet. Verlag b. Dr. §. Hiheroth, Druck der Univ.-Buchdruckerei v. q^h. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 55. u. Rr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M- Rr. 5015. — Sprechzeit »er Redaktion von 10—11 und i/,l—1 Uhr.
bene Fragen vorzulegen.
sh. Pari», SS. Sept. „New Zork Herold" veröffentlicht ein Telegramm, worin es als gewiß anzusehen ist, daß die französischen Vorschläge als unannehmbar erklärt wurden. In der heutigen Vollsitzung wird Etaatssekretär M e l l o n der französischen Delegation die Mindestvorschläge unterbreiten, die die gereinigten Staaten erwarten.
Zahle«.
2. Frankreich schlägt vor, zu dieser Summe die Schulden aus den nicht bezahlten Anleihen des vom amerikani- » schen Heere im Jahre 1919 zurückgelassenen Materials im Betrage von 407 Millionen Dollar hinzuzurechnen, wodurch sich die französisch« Schuld auf 3340 Millionen erhöhen würde.
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Paris 24. Sept. Bei dem gestrigen : Emoiang Caillaux' burch den amerikanischen Staatssekretär Mellon hat der französische Finanzminister bei Piesse eine Erklärung abgegeben ,irt bei ei sagte, baß ei am 3. Oktobei L nach Fiankieich zurückzukebien gedenke unb daß nach (einet Ansicht bis zu biesem Tage «ine Regelung bei Schulbenfiage gelingen werbe. Wie bie „Information" erfährt, wirb Caillaux, bet als einziger Bevollmächtigtet bet Delegation selbstänbig hanbeln wird, ferne Vorschläge eist nach Fühlungnahme mit ben Maßgebenden amerikanischen Persönlichkeiten ' unb nach bem Abenbessen, bas Prasibent Collibge der französischen Delegation morgen abend gibt, überreichen. Namentlich beabsichtigt Caillaux bem Senator Vorab verschte-
grantreW Angcbvl in brr SKuItrnskage
(Eigener Bericht.)
Satte, 25. Sept. Nach einer Meldung
„Slatin“ aus Washington hat Finanzminister Caillaux gestern der. amertka- aischen Schuldenfundierungskommt,ston fo- genden Vorschlag unterbreitet:
1 Frankreich erkennt seinf Krwgs-
' schulden an und ist bereit, sie im Be- traqe von 2933 Millionen Dollar zu
England und MIM
Radek in Antwerpen.
fk. P a r i s, 25. Sept. Nach einet Meldung der „Journals“ aus Brüssel hat sich Radek etwa 2 Wochen in Antwerpen aufgehalten. Er soll mit dem Führer der englischen kornrnunisti- schen Partei einen revolutionären Vorstoß in Großbritannien ausgearbeitet haben. Als er Nachricht davon erhalten, daß sein Aufenthalt der belgischen Polizei mitgeteilt worden war, sei er schleunigst abgereist. Er soll sich nach Holland begeben haben.
fk. London, 25. Sevt. „Motning Post" fühlt in ein’cm Leitartikel aus: Die britische Regierung sollte angesichts des ständigen Krieges, den Rußland gegen Großbritannien führt, die diplomatischen unb konsularischen Beziehungen zu der Sowjet-Union abbrechen, bas Handelsabkommen künbigen unb mit ben anberen Nationen ber zivilisierten Welt, bie ebenfalls bebroht sinb, über eine gemeinsame ^Politik beraten, um biesem „Unrecht bei Menschheit" zu begegnen.
*- Tschitscheiin geht ins Ausland.
. ft. Moskau, 25. Sevt. Tschitscheiin roiib morgen eine Urlaubsreise ins Ausland antreten. Er fährt zunächst nach Warschau.
Deutschland soll für seinen Eintritt in den Völkerbund bezahlt werden.
Genf, 24. Sept. (TU.) Die Mitteilung der belgischen Zeitung „Peuplr", England beabsichtige, einen Teil seiner Mandatsgebiete, die früher Deutschland gehörten, insbesondere Togo und Kamerun Deutschland nach seinem Eintritt in Den Völkerbund zurückzugeben, hat in Völkerbünds- kreisen lebhaftes Aufsehen erregt.
Die britische Delegation lehnt jede
, Erklärung hierüber ab.
Zn neutralen Kreisen wird mit einer gewissen Ironie darauf hingewiesen, daß die Großmächte heute bereit seien, Deutschland für seinen Eintritt in den Völkerbund zu bezahlen, nachdem sie sich jahrelang der deutschen Zulassung widersetzten.
Je länger Deutschland sich zurückhalte, umso größer sei der Preis, der bezahlt werden würde.
Die Anschauung , daß ohne Deutschland der Völkerbund feine Aufgaben nicht erfüllen könne, ist nach dem traurigen Verlauf der diesjährigen Völkerbundsversammlung Allgemeingut geworden.
Eulhtt imd etrefemonn gehen zur Konferenz
Die Kabinettssitzung.
Berlin, 24. Sept. (WTB. Amtlich). Das Reichsministerium ist heute vormittag zu einem Kabinetts rat unter Vorsitz des Herrn Reichspräsidenten zusammengetreten. Zur Beschlußfassung stand die deutsche Antwort auf die Einladung der alliierten Regierungen zu einer Konferenz über die Sicher-, h e i t s f r a g e. Es wurde beschlossen, die. alliierte Einladung zur Konferenz an$u« nehmen. Als deutsche Delegierte werden Reichskanzler und der Reichsminister des Auswärtigen teilnehmen.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurden auch die zur Behebung der gegenwärtigen Teuerungslage anzuwendcnden Maßnahmen erörtert. Der Herr Reichspräsident brachte dem Reichsministrium gegenüber eindringlich zum Ausdruck, daß alles nur irgend mögliche geschehen müsse, um die jetzige Preisbewegung im rückläufigen Sinne zu beeinflussen.
Das naentbehrlfKe DenlWand Die EnWeidnng des KabiaeNSrals
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Bon der Völkerbuudversammlnng beschlossen.
Genf, 24. Sept. Die Völkerbundver- fammlung nahm Donnerstag ben Vorschlag des technischen Ausschusses hinsichtlich der von Frankreich beantragten Vorbereitung einer WeltwirtschaftSkonserenz an. In dem von Bellont abgefaßten Bericht über die Beratungen des genannten Ausschusses wird festgestellt, daß ber Ausschuß dem Vorschläge beigestimmt hat, tye Einberufung einer allgemeinen Wirtschaftskonferenz ins Auge zu fassen. Der Ausschuß vertritt ben Standpunkt, daß ber Völker- bunbrat bie Vorbereitungsarbeiten im einzelnen regeln solle.
Die Völkerbundversammlung genehmigte in ihrer Donnerstagsitzung außerdem den Bericht des technischen Ausschusses über die Echafzung einer internationalen Organisation zur Hilfeleistung bei Elementarkatastrophen. Schließlich wurde der Bericht der ständigen Wirychafiskommlfsion des Völker
bundes über feine Tätigkeit angenommen, in bem bie Versammlung bie Arbeiten dieses Ausschusses auf dem Gebiete der Aufhebung der Ein- und Ausfuhrverbote, der Erleichterung der Zollformalitäten . usw. billigte und sich außerdem für die allgemeine Festsetzung von Schiedsverfahren bei Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei Firmen verschiedener Nationen bei Handelssachen aussprach, sowie gegen den unlauteren Wettbewerb.
Die VöIkerbunbversammlung tritt am Freitag zu ihrer nächsten Sitzung zusammen. Donnerstag mittag wird der Völkerbundrat sich mit den Klagen beschäftigen, die von feiten Englands im Zusammenhänge mit dem Mossulkonflikt beim Bölkerbundrat eingebracht worden sind.
Deutsche Sozialisteu in Senf.
Genf ,24. Sept. In Genf sind nach einer Meldung der Schweiz. Dep.-Ag. die deutschen Sozialisten Hermann Müller- Franken und Wels eingetroffen, um mit ben Sozialistenführern ber anderen Länder, hauptsächlich Frankreichs, die Frage einer Konferenz über den Sicherheitspakt und das SchiebSgerichrsverfahten zu erörtern. Auch der französische Sozialist Renaudel ist ' hier emgetrofftn. ......
I« Kampf um Mossul
Bier türkische Divisionen an der Mossulgrenze
London, 24. Sept. (XU.) Wie die über den Orient gut unterrichteten Zeitungen melden, stünden vier türkische Divisionen an der Mossulgrenze.
Britische Truppenbewegungen an der Mossulgrenze.
Eingeborenen Kommandos unter Führung englischer Offiziere wurden auf dem Vormarsch gegen Souleimanich beobachtet.
Frankreich nimmt als Zahlungsperiode die von dem amerikanischen Kongreß vorgefchlagene Frist von 62 Jahren an und wird seine Zahlungen staffeln.
Frankreich verlangt kein Momeran- dum und schlägt vor, wöchentlich der ersten fünf Jahre jährlich 25 Millionen Dollar einschließlich 20 Millionen Zinsen für aufgekauftes Kriegsmaterial zu zahlen. Während weiterer fünf Jahre je 30 Millionen, die darauf folgenden Jahre 45—50 Millionen Dollars und von 1946 ab während der noch übrigen 42 Jahre feine Zahlung progressiv bis 80 Millionen Dollar steigend. Frankreich fordert aber, daß den Abmachungen eine Klausel beigefügt werde, durch die seine Zahlungsfähigkeit in Rech- nnng »gestellt werde, und daß die ver- sproWnen Zahlungsbeträge eventuell herabgesetzt werden können.
Caillaux' Optimismus.
ft. Berlin, 25. Sept. Wie die Blatter melden, wird nach der Beratung der Ministerpräsidenten, der Tagung des auswärtigen Ausschusses des Reichstags, das Neichskadmett m der nächsten Woche nochmals zu einer Sitzung zusammentreten, in der für die Haltung Deutschlands zu den auf der Paktkonseren, zu erörternden Fragen Beschluß gefaßt werden soll. Nach den Aeuderungen mehrerer Blatter wird -'ss.Grundlage der Konferenzverhand- lungrn der Londoner Entwurf der Juristen dienen. Deutschland vertritt den Standpunkt, daß sich die Konferenz lediglich mit der Bakt- srage beschäftigen soll. Die Blätter nennen als Grundlage des Abschlusses eines Sicherheits- Paktes
Verkürzung der Frist für die Besetzung Verminderung der Besatzungstruppen und eine Sicherstellung der sofortigen Räumung der Kölner Zone, Verlegung des Datums für die Abstimmung im Saargebiet sowie Aenderung des Jnvestiga- tionsbeschlusses des Völkerbundes, durch den eine Verewigung der militärischen Kontrolle über Deutschland vorgesehen ist.
Auch über die Eeltungsdauer des abzuschließenden Vertrages soll auf der Konferenz beraten werden.
Nach zuverlässigen Informationen, die der Presse zugehen, ist über den Ort der bevorstehenden Konferenz über den Sicherheitspokt eine Entscheidung bisher nicht getroffen. Die Tatsache, daß diesmal nur Zwei Delegierte für die Konferenz bestimmt wurden, ruft das Gedächtnis an die ge»allig»f» physischem Hnffratu gungen wach, denen sich im vorigen Fahre die drei Delegierten des Reichskabinetts aus der Londoner Konferenz zu unterziehen hatten. Aus diesem Grunde wäre die Wahl eines einzigen Delegierten einfach ausgeschlossen gewesen. Ueber die Tagesordnung der Konferenz ist eine bestimmte Festsetzung bisher nicht getroffen. Das Programm der deutschen Regierung ist aus den verschiedenen Kundgebungen des Kabinets und der berufenen Minister bekannt. Für die Frage des Eintritts in den Völkerbund ksnnmt das Memorandum vom September v. I. in Betracht. Daß alle Angelegenheiten von deutscher Seite vorgebracht werden, die mit dem Sicherheitspakt zusammenhängen, ist selbstverständlich. Unter diesen Umständen muß natürlich mit einer längeren Dauer der Konferenz gerechnet werden.
ff Paris, 25. Sept. Havas verbreitet eine Meldung aus Lucarnv, aus der her- vorgeht, daß der französische Generalkonsul aus Genf eingetroffen ist, um mit dem Bürgermeister die Frage bei, Unterbringung der französischen Delegation über die Sicherheitskonferenz zu erörtern.
Mussolini geht nicht zur Konferenz
fk Rom, 25. Sept. „Messaggero" teilt mit, daß Mussolini nicht an der Minifter- konferenz über die, Sicherheitsfrage teils nehmen kann, da zu gleicher Zeit der französische Große Rat in Rom tagt.
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Der mvermMiie Minier- feldrug in Marell»
Wie aus Fez gemeldet wird, ist selbst das französische Oberkommando überzeugt, datz ein Winterfeldzug in Marokko unabwendbar ist. Abgesehen von den mit der Hinausziehung des Entscheidungskampfes verbundenen Opfern an Gut und Blut bedeutet die Berschte, bung der Entscheidung in Marokko einen großen Erfolg Abd el Krims, der zu neuen An» griffen seiner Truppen wieder Zeit gewonnen hat. Nach der letzten Meldung vom Kriegs» schauplatz haben die französischen Flieger bt» deutende Truppenansammlungen In der Gegend von Scheschauen mit Bomben beworfen. Nach kurzem Kampfe wurde zwischen Ain- matous und Babtaza die emgedpümte französische Front wieder hergestellt.
Die Spanier vor Ajdlr.
Nach einem offiziellen Bericht aus Madrid haben bie spanischen Truppen an der Front von Alhucernas bie Melrnushöhen besetzt. Sie haben sich Ajdir bis auf sechs Kilometer genähert. Das spanische Oberkvm- manbo rechnet mit einem heftigen Gegenstoß ber Kabylen und hat deshalb beschlossen, ben Vormarsch für drei Tage zu unterbrechen. Der König uttb bas Direktorium fanbten Glückwünsche an Primo de Rivera unb General Sanjurjo.
Preis auf den Kopf amerikanische» * , Flieger. *
Ouezzan (Marokko), 24. Sept. Die „B. Z." meldet: Neun Flugzeuge amerikanischer Freiwilliger haben an bem Bombardement gegen verschiedene Rifstädte teilgenommen. Abd el Krim hat eine Belohnung von 5000 Dollars für jeden amerikanischen Flieger ausgesetzt, der tot oder lebenbif eingebracht wird.
öbcchiMche Leitung
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