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Wenn dir Ar-

Sonnabend, im U. August iss

Auch für das Bankgewerbe fanden gestern Einigungsverhandlungen statt, die mit einem Schiedsspruch endeten, der es bei den feigen Gehältern mit Rücksicht auf die von der Reichs- reqierung eingclertete Preissenkungsaktion bis rum 31. Oktober beläßt. Wie wir aus Kreisen der Bankangestellten erfahren, werden die,e den Schiedsspruch ablehnen.

Einigung im Baugewerbe.

Berlin, 28. Ang. Die im Reichsarbeits- ministerium am gestrigen Nachmittag eingelei-

to.« 60.3afitg. Marburg a. Laba

vtt «nzeigenpreis beträgt für bat 10 gespult. Zeilenmillimeter 0.08 ®«K, klein« Barun^igen 0.06 DM., amtliche ' und <sus- wtirtige Anzeigen 0.10 SM. Bei schwierigem Sah sowie bei Plah- dorschrist 50-/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100/ Auf­schlag. Reklamen btt Milltm. 0,40 SM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle imbi Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Gvldmark = V«,-Dollar.

EM brr BauarbMrllrM

Der Stand brr Makämvte

M beuMr tote

Berlin, 28. Aug. (WTB.) Die der fran- 'Mchen Regierung am 27. August überreichte Antwort der deutschen Regierung hat folgen- jen Wortlaut:

; Die deutsche Regierung beehrt sich, den Emp­fang der französischen Note vom 24. August M bestätigen. Die zum Schluß der frauzösi- fchen Note ausgesprochene Ansicht, daß eine 'Fortsetzung des Notenwechsels kaum geeignet ttäre, zu einer weiteren Klärung der mit dem

Abschluß eines Sicherheitspaktcs zusammen­hängenden Fragen zu führen, wird von der

. tentschen Regierung, di: dem Wunsche nach mög- ^lichster Beschleunigung der Erörterungen in der z/ole vom 20. 7. auch ihrerseits.Ausdruck gegeben 'hatte, durchaus geteilt. Die deutsche Regie- ping begrübt deshalb die von dem sranzösi-

L jdjen Botschafter mündlich mitg<t ilte Anre­gung daß juristische Sachverständige Deutsch­land?, Belgiens, Frankreichs und Großbri­tanniens möglichst bald zusammentreffen, um dem deutschen Sachverständigen Gelegenheü zu geben, sich von den Ansichten der alliierten Re­gierungen über die juristische und technische Seite der zur Erörterung st-heRten Probleme zu unterrichten.

Unter diesen Umständen glaubt die deutsche Regierung, nachdem sie ihren Standpunkt zu einer Reihe der wichtigsten Fragen in ihrer Note vom 20. 7. dargelegt hat, von einer wei- : irren schriftlichen Erläuterung dieses Etand- ' Punktes und von einer Stellungnahme zu den Ausführungen der französischen Note jetzt ab« sehen zu sollen.

-t, ^»berbesstsch« Seihmg" «* sechsmal wöchentlich. Be- ^^eeis monatlich 2 GM. anS- §°,ßl. ZustellungSgebühr, durch ^Mest2.25 GM.Für etwa infolge -tt-ik«, Mafchinendefekte oder Lmtfattt Ereignisse ausfallend« ^snern wird kein Ersatz g«- Verlag ». Dr. §. Hitzeroth. der Unib.-Buchdruckerei d.

q-b. Aug- Koch, Markt 21/23. diiprecher: Nr. SS.«.Nr. 666. «.»scheckkonto: Amt Frankfurt I M Nr. 6015. - Sprechzeit der Redaktion von 1011 und

»(,11 Uhr.

toten Verhandlungen zur Erklärung der Ver­bindlichkeit des am 14. Aug. gefällten Schieds­spruches haben nach außerordentlich schwieri­gen, während der ganzen Nacht durchgeführteu I Verhandlungen am heutigen Vormittag zu einer Einigung geführt. Hierdurch wird die angekündigte Generalaussperrung aufgehoben. Es find nicht nur die Facharbeiterlöhue in den I strittigen Gebieten, sondern auch die Löhne der Hilfsarbeiter bis zu 5 Pfg. pro Stunde erhöht worden. Nur der Reichsverband des deutschen Tiefbaugewerbes E. B. bat, was die Tiefbau- I arbeit» anbelangt, jede Lohnerhöhung abge­lehnt. Für die Tiefbauarbeiter ist deshalb in | den strittigen Gebieten eine tarifliche Vere'n- I barung nicht zustande gekommen. Diese Tat- I fache dürste jedoch keinerlei Schwierigkeiten nach sich riehen. I

Die Lohnverhandlungen mit den Eisenbahn- 1 gewerkschaften.

Don unterrichteter Seite wird der .Infor­mation des Tages" mitgeteilt, daß die Ersen- bahngewcrkschafwn heute dem Beichsaroetts- minister ein Schleiden übersandt haben, worin »ie die Gründe über den gestrigen Ter- handlungsabbruch darlegen. Bekanntlich ver- ließen die Berhandlungsführer der Gewerk- schatten in späten Abendstunden ganz plötzlich den BerharchlungÄisch mit der Begründung, i sie den vom AeichsarbeitSmlnlster einge­setzten Schlichter, den früheren Oberburger- meister von Lichtenberg, Dr. Ziethen, für par­teiisch hiellen.

Die, Schlichtungsverhandlungen mit den Eisenbahnern abgebrochen.

Berlin, 28. Aug. (TU.) In der elften Abendstunde des Donnerstag wurden die Ber- handlungen wegen der Lohnerhöhung der Eisenbahnarbeiter dadurch zu einem unver­mittelten Abschluß gebracht, daß nach stürmi­schen Auseinandersetzungen die Arbeltnehmer- beisitzer des Schiedsgerichts unter Protest den Saal verließen, da sie mit der Derhandlungs- I führung durch den Vorsitzenden, Oberbürger­meister a. D. Dr. Ziethen, sich nicht em' I verstanden erklären konnten. Wie verlautet, sehen sie in der Verhandlimgsfuhrung eine Bevorzugung der Arbeitgeberoertreter. Die Gewerkschaften wollen sich wettere .Schritte vorbehalten. Der Rest, des Schiedsgerichts be­riet bann noch über die Frage, ob man auch trotz der Abwesenheit der Arbettnehmervertte- I ter einen Schiedsspruch fällen konnte.

Protestaktto« der Bankangestellte«.

Berlin 28. Aus. Der Allgemeine Ver­band der Bankangestellten beabsichtig, sich an I seine Spitzenorganisation, den Ma-Bund, zu I wenden, um eine Protestaktion gegen den im Bankgewerbe gefällten Schiedsspruch »u veran­lassen, der eine Aufbesserung der Schalter iur I die nächsten zwei Monate versagt.. Die »Voss.

Ztg." erfährt, daß die Stimmung tn den Krei­sen der Bankangestellten sehr erregt sei.

Schweizer BlStterstimmen zur französischen Note.

Genf, 27. Aug. (TU.) Die französische Antwortnote hat in den deutschfreundlichen Schweizer Kreisen allgemein stark enttäuscht. Der entgegenkommende Ton der Antwort wird durch den lebhaften Wunsch der Al­liierten und besonders Frankreichs eruart, die unter allen Umständen den Slcherhetts- paft zustande bringen wollen, wobei Franks reich und England die Hoffnung hegen in mündlichen Verhandlungen den deutschen Partner zum Nachgeben zu jtoingcn. Der .Berner Bund" urteilt über die Tinte: Die französische Regierung kommt in der Sache Deutschland nicht nennenswert entgegen. Sie diskutiert zwar die deutschen Vorschläge ohne Einwände ziemlich eingehend, hält aber m jedem Punkte an ihrer Ansicht fest. Das ern- zige Positive in ihrer.Rote ist die Einladung zu Verhandlungen-

Sie tonsmnz btt Autisten

I London, 28. Aug. Der amtliche britische l Funkdienst meldet: Die Verhandlungen zwi­schen den Rechtssachverständigen der deuttchen, belgischen, französischen und britischen Autzeil- minifterien werden am Montag tn ~onbon be­ginnen. Die Länder werden rote folgt ver- 1 kreten sein. I

Gauß (Deutschland),

Rolin (Belgien),

Fromageot (Frankreich) und .

Sir Cecil Hurst (Großbritannien).

Der Zweck der Zusammenkunft ist, die deutsche Regierung durch ihren Sachverständi­gen von den Absichten der Alliierten über die rechtliche und technische Seite der Probleme m I Kenntnis zu setzen, die in dem vorgeschlagenen : Sicherheitspakt enthalten sind. I

f Hier herrscht allgemeine Befriedigung d^ rüber, daß nunmehr die Verhandlungen durch I Notenwechsel zwischen den in Frage kommen­den Regierungen beendet sind, und man glaubt I zuversichtlich, daß diese Zusammenkunft tech­nischer Berater eine baldige Konferenz der Außenminister am runden Tisch zur Folge ha­ben wird. 1

Die Londoner Reise des Geheimrat Gauß. I

Von diplomatischer Seite erfährt dieInfor- s- mation des Tages", daß Geheimrat Gauß vor­aussichtlich im Laufe des morgigen Tages nach London abfahren wird. Wenn auch der deut­sche Verhandlungsführer einen Entwurf über den Sicherheitspakt mitnehrnen follte so .st tr nach dem Beschluß des Reichskabinetts kei­neswegs berechtigt, diesen den Verhandlungs- . aepnern vorzeitig auszuhändigen. Sollte je- : doch der deutsche Unterhändler den Briand- ; scheu Entwurf erhalten, so ist anzunehmen, daß auch der deutsche ausgehandigt wird.

Die englische Presse zur französische« Ant­wortnote.

London, 28. Aug. Während die konservative englische Presse die durch die lange Hinauszögerung der Ueberreichung der französischen Antwortnote geschaffene Atmoshäre in der Oeffentlichkeit nicht durch unnötige Worte verderben will,!kommen­tieren die liberalen und lozralisttschen Blat­ter die Note- recht ausführlich. Beglaitt bigt von Italien und Belgien, sowie auch von England, so schreibt der soziaM-sch- E;New Leader", sei der P-kt offenbar dazu bestimmt, die einsame deuffche , Re­gierung unter der unerschütterlichen Emig- f feit Der Sieger zu überwältigen. Die

Haltung der deutschen und der französischen Sozialisten auf dem internationalen Kon­greß in Marseille, der angesichts des Stand­punktes der französischen Regierung ln der Pakffrage an eine allgemeine Veffohnung glaubte, sei nur schwer zu verstehen. Zn seiner ursprünglichen Gestalt wurde der

Pakt vielleicht eine solche Versöhnung zu­stande gebracht haben. Seitdem sei der Pakt jedoch in Paris und London einer Revision unterzogen worden, der man nur das größte Mißtrauen entgegenbringen könne. Es seien nicht weniger als bier Fälle vorhanden, in denen Frankreich auto-' matisch deuffches Gebiet betreten könne, ohne erst eine schiedsgerichtliche Entschei­dung abwarten zu müssen, während Groß­britannien der Richter seiner eigenen Aktion sei. Es sei schwer zu glauben,, daß ein solcher Pakt eine deutsch--franzosuche Verständigung herbeiführen würde.

Weniger pessimistisch äußert sich der libe­raleManche st er Guardian: Das Blatt sieht zwar auch noch Hindernisse, glaubt aber zuversichtlich, daß sich die Ge- aensätze auf einer kommenden Konferenz auf eine Formel bringen lassen werden. Eine große Schwierigkeit stelle die fran­zösische Forderung dar, im Falle irgend­einer deuffchen Vertragsverletzung hin­sichtlich der entmilitarisierten Rheinland- zone sofort Berteidigungs- oder auch An- griffsmaßnahmen zu ergreifen, um nicht durch deren Unterlassung in taktische Nach­teile zu geraten. Sowohl Großbritannien

wie auch Deuffchland hätten bei den kom­menden Verhandlungen allen Grund, sich des großen Spielraums zu erinnern, den die Franzosen in puncto Zwangsmaßnah­men aus dem Vertrag herauslesen.

Es war ein ganz ungewöhnliches Verfahren, das die Londoner Presse vor der Heber- reichung der Antwortnote einschlug, wenn sie für die Aufnahme in der deutschen Oefsentlich- Kett gewissermaßen um gut Wetter bat. Ls schien das nach den offiziösen Auslassungen der maßgebenden Stellen in Deutschland nicht notwendig zu sein, denn wenn in ihnenauch nicht gerade van einer wesentlichen Klärung der schwebenden Fragen die Rede war, so wurde doch immerhin einer optimistischen Aus. fassung das Wort geredet. Wir sind durch die Rote inzwischen eines besseren belehrt worden, und auch die amtliche Erklärung, die noch von der Möglichkeit einer pessimistischen u n d optimistischen Auslegung des Antroorttextes spricht, weist so viele Ausstellungen an dem neuen Briandschen Machwerk auf, daß sich jeder Optimismus von selbst verbietet.

Vergleicht man einmal die Antwortnote mit der deutschen Rote vom 20. Juli so wird Mat, daß von einer Klärung der Streitfragen nicht die Rede sein kann, und daß auf bem Wege des Notenwechsels iene foldje Klärung auch qarnidjt erzielt werden kann. Wir haben nicht die geringste Veranlassung, in bie. französische Note mehr an Freundlichkeit und Entgegen- kommen hineinzulegen, als dann enthalten ist. Dann aber #ift das Ergebnis mehr als ent- ^Der^'Sicherheitsvorschlag hat natürlich Der- leidiger gesunden, die jede Möglichkeit einer Erleichterung der deutschen Stellung, mag sie in noch so weiter Ferne liegen und ganz tn das Belieben unserer Gegner gestellt sein, auf. bauschen, um vor allem den baldigen Eintritt Deutschlands in den Völkerbund geboten er. scheinen zu lassen. Briand hat sich vorroie. gend auf diese Mentalität eingestellt. Mit einer Rücksichtslosigkeit, bie durch die Kon- zilians im Tone nicht im geringsten ausge. glichen werben kann, übergeht er bie von deutscher Seite erhobenen Bedenken und de- i ust sich lediglich auf bie Unverletzbarkeit bet Verträge, bie bie französische Nation zu ver­bürgen habe. Was will es demgegenüber beißen, wenn versprochen wirb, bie Verhanb. tungen bann, wenn erst einmal der Sicher- heitspakt unter Dach und Fach ist, im Geiste der Versöhnung roetterzufuhren? Das deutsche Volk hat gerade jetzt, wo die erste Periode der Sanktionspolitik zum Abschluß gelangt und die Bilanz ein solch erschütterndes Bild von der Wirkung französischer .Rechtsauffassung

I ergibt, wenig Veranlassung, minderwertige Wechsel auf die Zukunft zu unterschreiben.

I Nicht genug kann auf bie eigenartige Ein­stellung verwiesen werben, bie sich aus ben französischen Ausführungen zu bem Eintritt Deutschlands in den Völkerbunb ergibt. Ee ist bet Gipfel schamloser Heuchelei, wenn Brianb erklärt, ber Mangel an Sicherheit Jet bisher ber alleinige Grunb für bie Alliierten gewesen, mit bet Abrüstung zu zögern. Das

I erklärt ber Vertreter ber,eiben Natron, bie I einst, als eine deutsche Delegation in völliger .Verkennung ber deutschen Lage bie Aufnahme in ben Völkerbunb beantragte, sich mit Han- den und Füßen bagegen wehrte ^d wieder erklärt ber französische Außenminister, von einer Ausnahmestellung Deutschlands du

I übrigens oarri*t beansprucht winde könne I Keine Rede sein, obwohl diese Äusnahmestel- I Jung eben durch bie völlige Entwaffnung

Deutschlands von vornherein gegeben ist.

Es ist ganz unverständlich, wenn sich ein | Teil ber deutschen Presse dazu herglbt, bw französische Zumutung zu unterstützen, mbem sie sich bie heuchlerische Begrundung zu eigen macht Deutschland könne rm Völkerbunb eine seinem militärischen Zustande, also semer völligen Ohnmacht entsprechende Ausnahme. Heilung ja immer noch beantragen. Es sollte doch zu denken geben, was em Teil der eng­lischen Presse während der Londoner Paktver- Handlungen unverhohlen aussprach. Es sei sonderbar, daß bei diesen Verhandlungen bie boch einen

Europas bezwecken, immer nur von den Vor­aussetzungen militärischen Eingreifens und dem Eintreten des Bündnisfalles und der Ga­rantie die Rede sei. Tatsächlich ist es doch heute noch so, nachdem die Verhandlungen em halbes Jahr schweben, daß im Vorbergrunde der französischen und englischen Ausemander- setzungen die Erwägung steht, welche befo« deren Fälle ber Kontrolle des Völkerbundes entzogen und der Garantie der Emzel- macht unterstellt werden könnten, d. h. also in­wieweit man sich einer unliebsamen Fesselung durch die Bestimmungen des Völkerbundes ent- ziehen könne. Wahrlich, der deutsche Simer. Heilsvorschlag hat Wandlungen durchgemacht, aber diese Wandlungen sind bas Ergebnis eines zielbewußten Strebens: Aus der Enge ber Völkerbunbsbestimmungen sich zu befreien burch eine Reihe von Garantievertragen die m erster Linie Frankreich em höheres Maß von Aktionsfreiheit zurückgeben sollen.

Nachdem die außenpolitischen Fragen durch I den Abschluß der ersten Phase der Sicherhetts- paktvorbereitungen etwas in den Hintergrund I getreten sind, gewinnen d.e Fragen der inneren unb Vor allem der Wirtschaftspolitik eine nrnfo größere und ausschlaggebende Bedeutung. Im I Vordergruich stehen bie Preissenkungsaktionen I unb die mit ber allgemeinen Teuerung sehr akut 'gewordenen Wirtschaftskämpfe der Jn- bustrie- unb gewerblichen Arbeiter. ®er geflnge Tag war hierfür ein besonders deutlicher Be- I weis. In Berlin tagten nicht weniger als 3 Schiedsgerichte, um als.ausgleichenbe Instanz in den aufgetretenen wttiichaftlichen Interessen- I gegensätzen für weitumfassende Wirst chastsge- biete tätig zu fein. Die größt si Bedeutung war dem Kampf im Baugewerbe bizumzssen, nach- I dem die Bauarbeiter bereits feit 9 Wochen im Streik stehen, f b heute mit ber Aus.perr'mg sämtlicher Bauarbeiter in ganz .Deutschmm> durch die Arbeitgeberverbände im Baugewerbe eine wesentlich: Verschattung erfahren sollte. I In allerletzter Stunde ist es hier durch die I Verhandlungen vor dem Schiedsricht'rzu einer Vereinbarung gekommen, die nach 17ftitnb_aer I Verhandlung zustande kam. Wenn die Ar­beiter hier auch nicht ihre Forderungen in ganzem Umfange durchsetzen konnten, so er­reichte doch der beiderseitige Wille, es nicht zum Aeußersten kommen zu lassen, daß man sich auf einer mittleren Basis einigte. Mit dieser Vereinbarung tritt die vom. Arbett-

I geberberbanb für das Baugewerbe zum 28. August verkündete Generalaussperrima im Bau­gewerbe Deutschlands nicht in Kraft.

Einen weniger günstigen Verlauf nahmen die Verhandlungen vor dem Schiedsgericht für d:e Reichsbahn. Nach stundenlanger Verhandlung verließen die Vertreter der Arbeitnehmer ben Sitzungssaal, da sie in der Verhandlungsfüh­rung durch den Schiedsrichter eine Bevorzugung der Arbeitgebervertreter erblicken zu müssen glaubten. Es muß nun abgewartet werden, ob das Reichsarbeitsministerium neue Verhand­lungen anberaumt oder bereits auf Grund der gestrigen Verhandlungen einen Schiedsspruch fällt. In Gewerkschaftskreisen glaubt man nicht, daß die ursprüngliche Forderung der Eisenbahner nach einer allgemeinen Erhöhung des Stundenlohnes um 12 Pfennig im Schieds­spruch bewilligt wird. Die Arbettgeberbet- sitzer des gestrigen Schiedsgerichts haben sich durchweg die Auffassung der Reichsbahngesell­schaft zu eigen gemacht, wonach höchstens em gewisser Ausgleich der Löhne in den Lohnbezir- ten ,wo die Eisenbahnerllhne unter den ver­gleichbaren Industriell hnen liegen, stattfinden

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