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Overhessische Zeitung, Marburg a. L. Donnerstag, de« 27. August isrs

absichtigt wieder in Paris eingetroffen.

Kadinettsrat über Syrien.

Bor dem Abbruch der Londoner Verhand­lungen.

Ser AAKtnbmkonMß ta eiotfboim

| Zusammenfassend kann die französische Regie­rung gegenüber den drei wesentlichen Punkten der deutschen Note vom 20. Juli 1925 in ^Eernstimmung mit ihren Alliierten und ohne sich der rechtmäßigen Anwendung irgend­welcher Bestimmung der Völkerbundsatzung entziehen zu wollen, nur ihre vorstehenden Be­merkungen über die Notwendigkeit einer ge- | wrssenbaften Achtung vor den Verträ­gen bestätigen. Sie ist rtW berechtigt zur Erörterung der Fragen, die sich auf die Zu- laffung Deutschlands zum Völkerbund beziehen und über die sich der Völkerbundsrat aus- gesorochen Hatz Endlich gibt sie sich der Hoff­nung hin, daß die in Aussicht genommenen Garantien, in Formeln gebracht werden kön- nen, die gerecht und vernünftig sind und zu­gleich mißbräuchliche Auslegungen und An­wendungen ausschließen.

Die französische Regierung ist sich in Ueber- esnstlmmung mit ihren Alliierten der Schwie­rigkeit und der Verzögerung bewußt, die die " Fortsetzung einer Regelung über so delikate Fragen auf dem Wege des Notenwechsels mit sich bringt. Aus diesem Grunde beschränkt sie sich unter Hinweis auf ihre Note vom 16 Juni auf diese allgemeinen Bemerkungen, ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen.

Nach diesen in Aufrichtigkeit dargelegten vorbereitenden Ausführungen, die zur Ver- meidung jeden Mißverständnisses bestimmt sind, ladet die französische Regierung in Ueber- ^nstimmung mit ihren Alliierten die deutsche Regierung ein, auf diesen Grundlagen in eine Verhandlung emzutreten mit dem Willen, zu einem Vertrage zu gelangen, dessen Abschluß Frankreich zu seinem Teil lebhaft wünscht.

Unter dem Vorsitz des Erzbischofs GermoS von ÄletnOfien wurde dann das Thema be- harchelt:Was kann die Kirche tun, um den tfjieben zu fördern und die Kriegsursachen zu besntrgen? Hierzu sprachen als Vertreter der großen Natwnen zunächst Lord Parmoor- England, Dr. I e ck e g u e l - Frankreich, Pw-

.Dr Deitmonn-Berlin und Pastor Gulick- Amerika. Lord Parmoor führte in i einer bedeutsamen Rede u. a. aus: Das Christentum lehrt nicht, daß die Pflichten der Loyalität und des Patrirt smus vernachlässigt werden sollen, sondern daß sie in ihrem Cha­rakter geändert und auf eine höhere moralische sesrellt werden sollen. D« große Lehre des Christentums, die dir ganze internationale Vorsorge beherrschen sollte, besteht in der Er­weckung des Bewußtseins von der Einheit der menschlichen Brüderschaft. Diese Lehre ist um 10 «merkenswerter, als sie den starkrn Geist

edlglrch von rem geschäftlichen Erwägungen UUen lassen Amerika fei überzeugt, bah Frankreich fähig fei, seine Schulden in 26 Äf außerdem das Ka-

prtal mit 3 bis 31/* Prozent zu verzinsen.

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Dentsche Sammlungen zugunsten Frank- reich».

Berlin, 26. Aug. (TU.) Der Tele- graphen-Union Wick aus Bankbeamtenkreisen geschrieben: Seit der Stabilisierung der Wäh­rung sind allein im Bankgewerbe bis jetzt über 140 000 deutsch« Bankangestellte abgebaut wor­den- _ Die Not dieser zum großen Teil den Arbeitsmarkt heute noch belastenden Arbeit­nehmer ist riesengroß. Alle veranwortungs- bewußten Stellen sind eifrig bemüht, die sich daraus ergebenden Zustände nach Möglichkeit zu mildern . In einem solchen Augenblick ver- anstaltet der sozialistische Allgemeine Verband der Bankangestellten Sammlungen zugunsten der^ln Frankreich ftretfenben Bankangestellten.

Sammlungen sind nur dann verständ- lich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die- rem Verbände, entsprechend seiner internatio- nalen Einstellung, die Nöte der außeckcutschen Kiasscngeno,sen" wichtiger erscheinen als die

der cngenen Berufskollegen in Deutschland. Mr hat für s« Sammlungen veranstaltet?

S® bestehenden Vertrage zu fordern. Dieser Vorschlag wurde mit elf gegen acht Stimmen angenommen Der Vorsitzende Brouckßre be- hauptete, daß em Mißverständnis-vorliege und gab darauf seinen Rücktritt endgültig bekannt. Die Sitzung wurde unter großer Erregung ab- gebrochen. Bei Wiederaufnahme brachte der deutsche Delegierte Dißmann eine Entschlie- h.Uif0r rnü öJes. Iel,9?.d seststellt, daß die Ar­beitslosigkeit durch di» aus den Verträgen re­sultierenden ungelösten Probleme verschärft ssto^ben sei. Die Engländer sprachen gegen diese Entschließung und hielten an ihrem Ent­wurf fest Schließlich wurde mit 15 gegen eine stimme der deutsche Entwurf angenommen. Die Engländer hatten während der Abstim­mung den Sitzungssaal verlassen.

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' Vor der China-Konferenz.

Washington, 26. Aug. ($11.) Die amerikanische Regierung hat die Einladung Chinas zu der Zolltariflonferenz am 26. Ok­tober in Peking formell angenommen. Wie Deuter meldet, hat jetzt die britische Degie- rung die chinesische Einladung zur Zoll­konferenz angenommen.

Mussolini Luftfahrtmiuifter.

Rom, 26. Aug. (TU.) Der Ministerrat hat gestern nachmittag die Bildung eines Luft­fahrtministeriums beschlossen, besten Führung Mussolini übernehmen wird.

Paris, 26. Aug. (TU.) Ein Minifterrat wird sich morgen mit den Vorgängen ht Syrien befassen.L'Aoemr", das Blatt Mil­lerands, verlangt in schärfster Form von der Regierung die sofortige Abberufung des Ge­nerals Sarrails und Aufklärung über di» Lage in Syrien.

Ser Aufstand in Syrien

Angriff der Druse« auf Damaskus.

London, 26. Aug. Die Drusen unter- nahmen gestern einen Kaoallevi.angrtif ans Damaskus und liefen unter den nicht mo* semitischen Einwohnern der Stadt eine Panik hervor. Die Gefahr war umso größer, al§ unter den moslemitischen Nationalisten eine y intensive Propaganda getrieben worden war und im Falle eines Erfolges ein offener Auf­stand auszubrechen drohte. Die Drusen wur­den von zufällig bereitstehenden französischen Truppen zurückgeschlagen .

Aewhork 26. Aug. (TU.) Amtliche Erklärungen lassen keinen Zweifel darüber, daß Amerika mtschlofsen ist, zur Herbeifüh- EPn9 der Schuldenregelung allerschärfsten ,'Frankreich auszuüben. Die bel­gische Schuldenregelung sei von der französi- scheu grundverschieden. Frankreich könnten keinerlei Dorrechte eingeräumt werden. Es könne auch keinerlei Vorrechte aus dem Ver­sailler Vertrag beanspruchen. Der Versailler Vertrag bmde ubriaens 2lm»riFrr

Eine Sicherheitskonferenz in Lausanne?

P"ris, 26. Aus. (TU.) Die Morgen­blatter veröffentlichen übereinstimmende Ber- Ilner Telegramme, wonach die französi siye Antwortnote in offiziellen deutschen Kreisen einen günstigen Eindruck gemacht haben soll. Der französische Botschafter de Wargerie- soll in seiner Unterredung mit Stiefe» mann onaeieet haben, die Verhandlungen im Rahmen einer Konferenz fortzufllhren. Auch von deutscher Seite soll diese Anregung begrüßt und die Einberufung einer Konferenz nach Lausanne Ende Sevtember oder Anfang Oktober für möglich gehalten worden sein Zunächst würde jedoch der deutsche juristische Sachverständige, Ministerialdirektor Gaus sich nach London begeben, um mit den engli­schen und französischen Juristen gewisie recht- Uche Fragen zu klären, worauf die eigentliche Konferenz zusammentreten würde.

Vari-, 26- Aug. (TU.) Die Morgenvresse meldet daß Wmston Churchill gestern abend Eaillaur vorgeschlagen habe, Frank- resch. solle Jahresleistungen in'Höhe von 14

Sterling entrichten, wobei redoch nicht der Ertrag aus den Dawes­zahlungen berücksichtigt sei. Caillaur habe die­ses englische Mindestangebot abgelehnt und an seinem-ursprünglichen Vorschlag von mhrlich zehn Millionen Pfund fessgehalten. Man halt es nunmehr für gewiß, daß Caillaur deute abend oder morgen früh un­verrichteter Dinge nach Paris zurückkehren hattet nieisen dabei aber aus- drucklich darauf hm, daß es sich bei den Londoner Verhandlungen nur um das An- faugsstadlum des Schuldcnausgleichs ge- handelt habe, daß sie jedoch dem Finanz- nrmister Gelegenheit geboten hätten, sich Über die Auffassung der britischen Finanzkreise von der- besten Losung des verwickelten Schulüen- problems^ein richtiges zu bilden.

SkstmiM auf »em tatet- nationalen 66)laM(tenfongre6

Paris, 26. Aug. (TU.) Innerhalb der Är- beitslofenkommifsion des internationalen So­zialistenkongreffes in Marseille hat sich gestern die englische Delegation gegen die Naturallei­stungen gewandt, die der Hauptgrund der Ar­beitslosigkeit in England seien. Der Präsident der Kommission, der belgische Sozialist Brouckers, erwiderte in scharfen Ausdrücken und erklärte seinen Rücktritt, den er erst auf Zureden anderer Delegierten hin zurückzog. Die britische Delegation hatte eine Erklärung eingebracht, in der die Friedens- und Repara- tionsoerträge als Hauptursache der allgemeinen^ Arbeitslosigkeit bezeichnet wurden. Der Kon- .greß wurde darin aufgefordert, die Aufhebung

ln dem Hauptorgan des badischen Zen­trums, demBadischen Beobachter", .macht. Dr. Wirth ist bekanntlich vom badi­schen Zentrum in den Reichstag gewährt worden. Es ist deshalb verständlich, daß in der badischen Zentrumspartei eine ge­wisse Verstimmung darüber herrscht, daß Dr. Wirth die Parteileitung in Baden mit seinem Austritt aus der Reichstagsfrak- ,* tton des Zentrums vor eine vollendete Tat- gestellt hat. Dr .Schofer schreibt: ».Ich stehe nicht an, den gemeldeten Schritt des so verdienten Parteifreundes aufrichtig zu bedauern, auch wenn etwa schwer­wiegende Gründe a^is den letzten Vorgän- * Len im Reichstag dafür geltend gemacht werden könnten. Das badische Zentrum hat in seiner Presse seinerzeit das Vorgehen des Zentrumsabgeordneten von Popen im preußischen Landtag verurteilt. Die Er­wägungen ,bie damals von uns angestellt wurden, führen auch hier zu dem Wunsch, der Schritt ,der doch wohl besser unter­bleiben werde, möge ebenfalls alsbald die Korrektur erführen, die sicher das ganze badische Zentrum wünscht. Wir haben die Pflicht, alles zu tun, um den Pfad der Verständigung zu betreten."

(Fortsetzung von Seite 1.)

-Das wir vor allem wollen, ist das daß unter dem m der Note vorn 16. Juni an­gegebenen Voraussetzungen jede neue Anwen- Dung von Gewalt durch eine für alle Fälle obligatorische friedliche Regelung unmöglich gemacht wird. Der Grundsatz eines derar­tigen Schiedsgerichtsprovisoriums ist nach un- ferer Ansicht die unerläßliche Vedingung für einen Pakt, wie ihn die deutsche Regierung in chrer Rote vom 9. Februar vorgeschlagen hat. ..Die von der deutschen Regierung hinsicht­lich der Garantierung eines Schiedsvertrages b-rvorgehobenen Befürchtungen können einer obiektiven Prüfung nickt standhalten Nach dem in Aussicht genommenen System ent­scheidet der Garant nicht frei und einseitig darüber, wer der Angreifer ist.

Der Angreifer bezeichnet sich selbst durch die bloße Tatsache, daß er, anstatt sich auf eine friedliche Lösung einzulaffen, zu den Waffen «reift, oder eine Verletzung der Grenzen oder am Rhein der demili­tarisierte« Zone begeht.

Es liegt auf der Sand, daß der Garant der das größte Interesse'daran hat, derartige Ver­letzungen von der einen wie von der anderen Seite zu verhindern, beim ersten Anzeichen einer Eewhr nicht unterlaßen wird, zu diesem i Zweck seinen ganzen Einfluß geltend zu machen. Im übrigen wird es nur von dem Willen der benachbarten Nationen selbst ab- - hangen, daß diese» Earantiesystem, das zu ihrem gegenseitigen Schutz geschaffen wird mcht zu ihrem Nachteil in Funktion tritt'

Jjos System der Garantierung eines I Schiedsvertrages anlangt, so geht es unmittel- bar von einem Gedanken aus, der von der I - - rbundoerfammlung auf ihrer

letzten Tagung in Genf als mit dem Geiste der Satzung übereinstimmend an­erkannt worden ist. I

Es erscheint nicht unmöglich, Bestimmungen I Mt formulieren, die das Funktionieren der I Garantie (gleichviel, wer der Garant ist und gleichviel, ob sich die Garantie auf die Gren- I äen ober auf die Schiedssvrechung bezieht), der Art der Verletzung, den Umständen des Falles I und dem durch die unmittelbare Anwendung der Earanste erforderten Grade der Schnellig- ken anpaffen. I

3« diesem Sinne könnte man mltersiich", I ob es nick>t möglich wäre, Mittel und I Wege in Aussicht z« nehme«, um die U n - I L^eil'chkeit der Entschließungen stckermftellen ohne der Unmittelbarkeit und Wirksamkeit der Garantie zu schaden

Seite 2__________

tet. Es folgte das Londoner Ulti­matum, feine Ablehnung durch Deutsch­land und am 8. März 1921 als Folge der Ablehnung der Sanktionsein­marsch französischer und belgischer Trup­pe, in das Industriegebiet von Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort. Hatte man diese Maßnahme zunächst als Sanktion wegen Ablehnung des Londoner Zahlungsplanes er­klärt ,so erwies sich schon im Mai, daß die Entente die Ablehnung dieses Planes lediglich als Borwand benutzte, um der französischen Gewaltpolitik die Wege zu ebnen. Was man im März 1921 wegen Nichtanerkennung einer undurchführbaren, unsinnigen Forderung im Kleinen tat, führte man im Januar 1923 wegen der Nichtlieferung einiger Tausend Telegra- phenstangen im Großen au«: Frankreich be- mäajtigte sich des Herzens der deutschen Wirtschaft an der Ruhr! Im Mai 1921 wurde dann von der deutschen Regierung ein neuer von der Entente aufgestellter Zahlungsplan über 132 Milliarden ange­nommen, womit die rein äußerliche Be­rechtigung des sog. Sanktionsgebietes weg- fiel. Aber die Entente badjte gar nicht dargn, ihre Sanktionsmaßnahmen wieder aufzuheben ,sondern beließ die französisch- belgische Besatzung bis zum 25. ds. Mts. in diesem Gebiet.

Aus diesem Verhalten der Entente allein ist schon erkennbar, welche Auffassung man in jenem Lager von sogenannten Sanktions- ' gegriffen hat. An dieser- Tatsache soll man 13?>-" dor allem nicht vorübergehen, wenn man in den nächsten Wochen sich über einen SicherheitSpakt mit Deutschland un­terhalten will, in dem nach bisher unwider­sprochen gebliebenen Meldungen auch das französische Verlangen enthalten ist, in be­stimmten Fällen zu Sanktionsmaßnahmen, d. h zum Einmarsch französischer Truppen in deutsches Gebiet zu schreiten. Sank- tionspolitik ist unvereinbar mit einem Si­cherheitspakt, der sich auf Gegensei­tigkeit aufbauen soll.

------ fe tim Nr. Wirch

. m Wie wir erfahren ,ist Reichskanzler 6.

Dr. Wirth vor einigen Tagen aus Marienbad, wo er sich zur Erholung auf­hielt, zurückgekehrt. Er hat sich zunächst nach dem Katholikentag in Stuttgart bege­ben ,lst aber von dort auch wieder abae- relst. Dr .Wirth beabsichtigt, die Gründe, die ihn zu seinem Austritt aus der Zen­trumsfraktion des deutschen Reichstages veranlaßt haben, in einer Broschüre darzu- jegen. Anfang nächsten Monats begibt er sich "ach Amerika zur Teilnahme an der interparlamentarischen Union.

Das Hauptorgan der Zentrumspartei, die e r m a n i a", nimmt heute nochmals in einem Drahtbericht aus Stuttgart, wo be­kanntlich augenblicklich die maßgebenden Zentrums-Instanzen versammelt sind, zu der Sage Stellung. Das Blatt berichtet: '--'.-TSte durch den Austritt Dr. Mrths aus der Zentrumsfraktion geschaffene Situation wird in den führenden Kreisen des Zen­trums zwar ernst, aber durchaus ruhig beurteilt. Natürlich verhehlt man sich nicht, oag ber Schritt bes früheren Kanzlers für , die Partei unerfreuliche Folgen ha­ben wirb. Breiten Schichten unserer An­hänger gilt Wirth als der politische Ver­trauensmann. Es wäre also leicht mög­lich, daß sein Ausscheiden aus der Frak- rwn eine starke Beunruhigung in diese Kreise tragen kann".

Besondere Beachtung verdienen die Aus­führungen ,die bet Vorsitzenbe der badischen

I des Nationalismus berücksichtigt. Solange | i-llrcht vor roher Gewalt einen bauer oben Ein- I nutz auf die internationalen Beziehungen hat, I i® lange wick es unmöglich fein, eine tnfer« nattonafe christliche Gemeinschaft aufzubauen und Vertrage und ähnliche Anordnungen wer­den alle die Bedingungen von neuem schaffen, bte den großen Krieg veranlaßten und beinahe Untergang ber christlichen Zivilisation ge­führt haben. Diese muß von der Kirche kom- men und von Männern mit christlichem Mut. Nach Lock Parmoor sprach Professor Dr. Deit- mann . Er führte u. a. aus, daß er, nicht den Optimismus teile, den die Redner der anderen Nationen zum Ausdruck gebracht Hütten. Man lollte sich davor hüten, auf den Völkerbund Al? wichtigen Aufgaben der internationalen - fEandigung abzuwälzen. Die Kirche sollte lelber diese Aufgaben in die Hand nehmen.

. Gestern abend hatte das Exekutivkomitee des internationalen Hilfswerks für den naben Uten zu einem internationalen Diner nach der goldenen Regel eingeladen.

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Das Schulttnvmbtem '

Gin energischem Wort Amerikas an Frankreich.

Painleoö und Briand wieder in Paris.

Berlin, 26. Aug. DieVoss. Seite.' meldet aus Paris: Ministerpräsident Pam lebe ist nach Paris zurückgekehrt. Auch la henrninister Briand ist bereits eher als b»

Sie Lage ta Marokko

Neue ArtilleriekSmpfe bei Alhucem,^ Madrid, 26. Aug. Bei Allucema, wieder em heftiger Artilleriekampf einaiu Wahrend die Rifkabylen die Insel beschj^ halten spanische Kriegsschiffe die Rifstellii^ an der Küste unter Feuer. Spanische gj. zeuge haben wiederum die Hauptstadt AK I Krirns mit Bomben beworfen Auch m«, fand eine Sitzung des Direktoriums statt deren Beendigung Priino de Rivera erflz« daß die kommunistische Propaganda in h letzten Tagen stark zugenommen habe je*, babe sie keinen Erfolg. Beamte der' m

schen Polizei Frankreichs seien hier cingttu fen, um gemeinsam mit der spanischen Pol« : Kommunlsienverbaftungen oorzunebmen.

Abberufung Liautheys?

26. Aug. (TA.) Vier fr, [ zosische Kanonenboote und ein Torpedob« sind nach der Bucht von AllhuceM ausgebrochen. Rach übereinstimmenden M düngen betreiben die Spanier mit gross« l ®tfer die letzten Vorbereitungen für die J fenfibe. Marschall Petain traf gestern aba in Fez ein und hielt sofort einen Äriee 1 rat. Heute begibt er sich nach Rabat ui wird bort mit Marschall Liauthey vor desh Abreise nach Frankreich zusammentres!« - Entgegen einer amtlichen Mitteilung, wona Marschall Liauthey für den 31. August n Berichterstattung über die Lage nach Pari bestellt sei, stellt ,Q u e b r c fest, daß er ai eigener Entschließung nach Paris komme, tu Nch gegen feine Widersacher zu verteidige Die Blätter halten jedoch die Abberufung N authehs für unvermeidlich und stellen fei daß die aus Marokko zurückgekehrten Per sönlichkeiten übereinstimmend Marschall Lia« they für unfähig halten, das Oberkommand bei der gegentoärtigen schwierigen Lage toeiti zu behalten.

^Ao^olm, 26. Ang. (TU.) Auf der Stockholmer Konferenz wurde gestern nach- mittag das Raffenproblem behandelt. Der or Bombay gab hierzu grund­sätzliche Ausführungen, in denen er den Stand- punkt des Christentums zu dieser Frage dar­legte. Profeifor Richter-Berlin gab eine Ergänzung durch Behandlung von praktischen Fragen. Er berührte das Problem der Kr- fugung über die Hilfsquellen in unentwickel­ten Landern, das Problem China, die Frage der Raffenwanderungen und der Rafsen-Misch- ^ten GE so führte er aus, fa bte Pflicht der Kirche klar. Sie müsse für alle Raffen ohne Unterschick in ihrem Leben und Gottesdienst Raum schaffen. Die Diskus-

Ir^CrK^^en du'^t war dadurch sehr be- I OSertrag binde Übrigens^ Amerika in keiner ^-tiam daß ^vei AngeWnge! fremder Raffen I Weise. Amerika würde sich gegenüber Frank- Der Neger Bell Äs .reich von keinerlei gefMsmäßckm so^rn Vertreter Amkas und Amerikas sprach Yon jonoetn

wm erwachten Raffcnbewußtfein ber Neger. Wir können, so erklärte er im Namen der von ihm vertretenen Rasse, den jetzigen Zustand der einseitigen Herrschaft einer Rasse nicht als - gulttg annehmen. In demselben Sinne /brach Miß Fan aus China. Sie wies auf d«i Anspruch jeder Rasse, die höchstflehende zu vin, hin. Dieser Anspruch käme von ber Unfenntnti der Rassen und der gegenseitigen Nichtanerkennung ihres tieferen Wettes.

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Senta» v. -echrnters t.

Wien, 26. Aug. Der Feldmarschall j oon Hoetzendors ist gestern nachmittag' z. hi dem roürttembergifdien Bade Mergeyq, im 74. Lebensjahre an einem Eallenleide,, l Herzschwäche gestorben.