Einzelbild herunterladen
 

Wunschtelegrammen eingegangen.

Zum

Sonnabend, W 22. August 1925

Sin Jubelsturm kmrchbrauste die deutschen Saue, Staunen und Bewunderung in aller Welt, als vor etwa einem Jahre3- N. 3 zum letzten Male die deutsche Erde grüßte, um in seine neue Heimat, Amerika, über» zusiedeln. In das Gefühl der Freude aber mischte sich Trauer, daß all die Erfahrungen der jahrzehntelangen Arbeit der besten Man» ner unseres Dolkes vergebens sein sollten.

Und wieder durchzieht das deutsche Doll ein stolzes Gefühl und ein geeinter Wille. In diesen Tagen begeht die Luftschiffwerft des alten Grafen Zeppelin die 25jährige Wieder» kehr ihres Bestehens. 25 Jahre Zeppelinbau! Schier vermessen schien das Unterfangen des Grafen Zeppelin die Luft erobern zu wol­len. Aber trotz der vielen Mißerfolge. trotz der vielen Gefahren, gelang es ihm, ein gut Teil Wegs zur Dollendung seiner Gedanken zurückzulegen als 1908 der Tag von Echter» dingen sein ganzes Lebenswerk vernichtete. Lind doch war es dieser Tag von Echter» dingen, der dem Werke zum Siege verhalf.

Nr.198 6OÄ0. Marburg o. Lahn

Vtt Anzeigenpreis beträgt für den 10 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 SM., kleine Varanzeigen 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz­borschrift 50»/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100 °/e Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werde« berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung bt« Angebot«. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark Dollar.

25 Wt zemllnMtfchiff

Sin Ausruf Nr. Eckeners

25jährigen Bestehen sende ich herzliche Glück­wünsche. Mögen dem Unternehmen viele wei­tere glänzerche Erfolge trotz jetzt fast unüber­windlich scheinerst>er Schwierigkeiten beschnden sein und der Name des unvergleichlichen Be­gründers auf seinen Luftschiffen durch die ganze Welt getragen werden".

Sven Hedin sandte folgenden Glückwunsch: Denkt stolz an die ruhmreichen Jahre, die hinter Euch liegen, zurück und vorwärts zu neuen Taten lenkt schafsensfreudig den Blick, urck baut ein Schiff, das führe zum Pol den Namen Zeppelin. So wünscht es Euch am Ehrentage in Freundschaft Sven Hchin."

Außerdem sind Glückwunschtelegramme ein» gegangen u. a. von der Leitung des Norddeut­schen Lloyd, der Hapag Dem Luftfahrerverband, der sudetendeutschen Studentenschaft u. a.

Englische Berieselung.

Dem Vertreter des W. T. B. ist von maß­gebender britischer Seite in London ausge­sprochen worden, daß man in Deutschlandan­erkennen möge, daß die französische Note einen Fortschritt darstelle". Der Zweck der Note sei, die Dahn für eine mündliche Erörterung frei zu machen. Man könne von den Alliibrten nicht erwarten, daß sie in Bezug auf den Ver­trag von Versailles einen Handel eingehen. Der freiwillige Beitritt Deutschlands zum Völ­kerbund sei die Voraussetzung für das Jnkraft-

Das deutsche Doll trat einmütig für Zeppelin ein und spendete in weniger als einer Woche 6 Millionen Goldmark, die erst den Dau auf breiter Basis ermöglichte. Das deutsche Dolk hat den Zeppelingedanken gerettet und damit den Zeppelinbau zu ferner eigentlichen Sache gemacht. . _ t

Wiederum ist das Werk des alten Grafen Zeppelin in Gefahr. Das Schanddiktat von Versailles und die Londoner Abmachungen haben die Luftfchisfwerft in Friedrichshafen schon heute ans Ende ihrer Kräfte gebracht. Der jetzige Leiter der Zeppelinwerft wird sich daher mit einem Aufruf an das gesamte deutsche Doll wenden, um den Bau ^etned neuen Luftschiffes zur Erforschung des Nord­pols zu ermöglichen. Der Aufruf ist unter» zeichnet von 70 deutschen Berufsständen und Wirtschaftsverbänden, allen Parteien _ und Schichten des deutschen Dolkes von der äußer­sten Rechten bis zur äußersten Linken, vom Dund der Landwirte bis zu den sozialdemo» kratischen Gewerkschaften, treten dafür em, dah die Zeppelinwerft erhalten werden und ein neues Luftschiff für neue kulturelle Auf­gaben gebaut werden muh. All die vielen Einwände und Bedenken, die gegen diese Geldsammlung erhoben werden, wird daS deutsche Doll zerstreuen. Der Zeppelin ist eine Idee, ist eine Aufgabe, ist der heroische Kampf des menschlichen Willen gegen ©lemerrt und Materie. Das deutsche Dolk wird auch diesmal wieder erkennen, dah es nicht nur eine deutsche, sondern eine Weltaufgabe lost, wenn es den Weiterbau von Zeppelinen er» mD6o<toirb auch der Aufruf des Dr. Eckener, der von allen Deutschen, ohne Unterschied, getragen wird, die Absicht der Feinde zu Schanden machen, die Zeppelinwerften zu zerstören .

Ist Räumung brS enntticnS- gcdiests

Berlin, 21. Aug. ($11.) Die Nachrich­ten aus Düsseldorf besagen, dah bereits am Sonnabend das Sanktionsgebiet von den fran- zösischen Truppen geräumt fein wird. Am 24. August auch von den belgischen Truppen. Die Desatzungskommandos werden nach Del» gien zurückgehen, während die französischen Truppen ins altbesetzte Gebiet zuruckverlegt werden. Man darf die dringende Hoffnung aussprechen, dah die damit entstehende neue Belastung des altbesetzten Gebietes nur vor­übergehend ist. Mit der Räumung des Sank­tionsgebietes wird ein Gebiet von 502 Qua­dratkilometer und rund 876 000 Einwohnern nach vierjähriger Fremdherrschaft wieder freu Das bereits geräumte Einbruchsgebiet um« saht 3196 Quadratkilometer mit 3 149 019 Einwohnern, sodaß am 25. August em Ge­biet von 3 898 Quadratkilometer mit 4 624 067 Einwohnern wieder freies deutsches Land ist.

wbemichimv der Anlwortnest am Montag

Paris, 21. Aug. Wie Sonas mitteilt, hat der französische Botschafter in Berlin den B:f- trag erhalten, die französische Antwortnote der deutschen Regierung am Montag zu über­reichen. Die Berösfentlichung der Note werde erst am Freitag ftattfinden.

Warum zögert Frankreich?

Berlin, 21. Aug. Zu der Savas-Mit­teilung, daß die französische Note erst anfangs nächster Woche in Berlin überreicht werden wird und daß mit ihrer Veröffentlichung erst in ungefähr einer Woche zu rechnen ist, bemerkt dieTägliche Rundschau": Im allgemeinen ist es für uns nichts neues, daß Frankreich sich zu allen Dingen, die einen weiteren Schritt zu einer Besserung der Sage und Befriedung Europas herbeiführen sollen, unendlich viel Zeit läßt. Es ist notwendig, diese gegenwärtige Sachlage schnellstens festzustellen, da wir sehr bald wieder der Behauptung begegnen werden, Deutschland habe die Verhandlungen in die Länge gezogen.

Programmrede Dr. Eckeners.

Friedrichshafen, 21. Aug. (TU.) Heule morgen sind noch zahlreiche hervorragende Per­sönlichkeiten aus allen Teilen des Retches ein- getroffen, sodaß die Zepelingemeinde jetzt ztem- lich vollzählig in Friedrichshafen versammelt ist. Nachdem der Bormittag durch eine Besichtigung der Werke und des Zeppelin-Museums, sowie durch einen Ausstieg zu einer Freiballonfahrt ausgefüllt war, begann um 1 Uhr das Frühstück, das die Stabt Friedrichshafen gegeben hat. Das Hauptergebnis dieser Veranstaltung war die große programmahfdje Rede Dr. Eckeners, die einmal im Hinblick auf den für Sonntag zu erwartenden Aufruf zu einet Volksspende, aber auch nach der politischen Seite für die weitere Entwickelung des Zeppelinproblems große Be­deutung hat.

Dr. E ck e n e r gedachte zunächst der Perfönlichkeit des Grafen Zeppelin, der bei den schwersten Schicksalsschlägen nicht verzagt sei. Vielleicht könne die Feier tn die­sem Sinne eine gewisse Bedeutsamkeit auch für das deutsche Volk haben, das sich an der le­gendären Gestalt des Grafen Zeppelm aufrichten und in feinen heutigen Nöten von ihm lernen möge, daß der Glaube an sich felbft unb seine Mission unb em un­verzagtes Weiterarbeiten endlich einmal bie Ge­schicke meistern unb zum Siege führen müsse. Zum zweiten, fuhr Dr. Eckener fort, wollen nur uns klare unb Kühle Rechenschaft herüber ge­ben, wie unsere gegenwärtige. Läge ist. Es ist kein Geheimnis, daß sie n i ch t g u t sem kann, nachdem, abgesehen von dem einen L. Z. 126 seit sechsIahren nicht gearbeitet werden kann, um wirtschaftlich unb technisch voranzukommen. Trotzdem sind wir

keine Pessimisten

und glauben, daß es bei besonderen Anstrengun­gen gelingen wird, aus der Not herauszukom­men. Gewiß scheint es, als solle die Idee tra­gischer Weise zum Erliegen kommen. Denn ge­rade die Lebens- unb Leistungsfähigkeit des Zeppelin-Luftschiffes ist es, ber bie Besorgnis unb Maßnahmen einer feindlichen Politik gel­ten. Dr. Eckener gab bann einen Ueberblidt über bie Entwicklung von 11000 Kbm.-Luft- schiffen zu ber heutigen Größe von über 2000 00 Kbm. Das erste Schiff des Grafen Zepelin habe in allem Wesentlichen in Konstruktion und Ausführung dem noch heute üblichen Typ geglichen. Dr. Eckener verbrei­tete sich sodann über den Wettbewerb zwischen Flugzeugen und Zeppelins. Es sei nicht richtig, daß das Luftschiff Nicht die größten Möglichkeiten habe. Nur die Verfügungen der Entente verhinder­ten, daß der Beweis erbracht werden konnte. Die Entente verbot zunächst, Luftschiffe zu bauen und kam jetzt auf den überaus hübschen Einfall, Starrlustfchiffe von mehr als 30 Kbm. Inhalt als Kriegsfahrzeuge zu bezeichnen und mit dieser Begriffsbestimmung den Bau von Verkehrsluftfchrffen zu verbieten. Mit dieser Entscheidung wurde nicht einmal dem forma­len Recht, wie es sich angeblich aus dem Dik­tat von Versailles ergeben soll, Rechnung ge­tragen. Denn dieses Diktat verfügt nur, daß bie bewaffnete Macht Deutschlands kein Luft­schiff besitzen darf, sagt aber nichts von dem Privatbesitz von Luftschiffen. Dr. Eckener pro­testierte dann entschieden gegen die Fiktion non der Schuld Deutschlands am Kriege, die zum Vorwand genommen würde, um den Bau von Großlustschiffen für Verkehrszwecke zu untersagen, genau wie ganz Deutschland auf das schärfste dagegen protestieren müsse. Man sollte doch meinen, daß

die Tage der Schuldlüge allmählich gezählt

sein müßten. Es wäre viel würdiger, wenn man auf der Gegenseite endlich auch zugeben würde, daß es sich nur um eine reine Macht­politik handelt. Da die Fiktion von der Schuld am Kriege nicht mehr lange aufrecht zu er­halten sei, schiebe man jetzt die be­rühmte Sicherheitsfrage vor. Aber mir erheben entschieden Einspruch dagegen, daß das Luftschiff je als Kompensationsobiekt ober dergleichen ausersehen wird. Den es ist nicht wahr, daß das Luftschiff heute noch als Kriegsinstrument in Betracht kommt gegen­über den modernen Flugzeugen mit ihren An­griffswaffen. Wohl aber ist das Luftschiff ge­eignet, ein

ganz unvergleichliches Verkehrsmittel

über große Entfernungen zu werden. Den Beweis hat die Fahrt mit dem L. Z. 126 nach Amerika erbracht. Uebrigens sind die Be­trieb kosten bei fernen Fahrten viel ge­

ringer als man annimmt. Auch als Vermes­sungsschiff wird das Luftschiff eine, außer­ordentlich bedeutsame Rolle fP161*1- »SuP« Vermessung der Zukunft wird vom ^uftfd) ff aus geschehen. Eine bedeutsame Aufgabe fallt dem Luftschiff als

wirtschastliches Forschungsinstrument zu. Mit einem Zeppelin kann man täglich über bas Arktis fahren, dort Zwischenlandun­gen ausführen und so das Polargebiet durchforschen und damit vollbringen, was alle bisherigen Expeditionen in Jahr­zehnten nicht Heimzubringen vermochten. Wenn die Nordpolfahrten mehr als ein ehrgei- ger Sport sind, so muß das voll bereits da­liegende Luftschiff jetzt aufgegriffen werden. Menn irgend etwas zum Zusammenhalten der Nationen zwingt, so ist es gerade die Luftschiff­fahrt. Ich bin also sicher, daß mit Rücksicht auf den allgemeinen Kulturfort­schritt man bald von den ganz z w e ck - losen Drangsalierungen des deut­schen Luftschiffbaues abkommen wird, zum mindesten aber glaube ich, daß bie Entente sich nicht wibersetzen wird, wenn das Ersuchen an sie ergeht, den Bau eines großen wissenschaft­lichen Expeditionsschiffes tn Deutschland zu gestatten und deshalb haben wir den Plan ge­faßt,^ in

Ausführung einer alten Idee des Grafen

Zeppelin eine wissenschaftliche Polarfahrt mit einem Luftschiff zu unternehmen. Um die­sen Plan durchzu führen, ist eine Unterstützung des Luftschiffbaues Zeppelin notwendig. Dot- handenes Kapital ist aufgezehrt. Der Bau des LZ. 126 schuf nur etne vorübergehende Hilfe. Wir möchten die notwendige Unter­stützung nicht vom Reiche, nicht von der In­dustrie und Finanz erbitten, wir möchten viel­mehr an das deutsche Volk den dringenden Notruf richten, das Werk Zeppelins nicht un­tergehen zu lasten. Die Zeppelinwerke sind ja im Grunde ein Befitzstiick des deutschen Vol­kes, hervorgegangen aus der Echterdinger Spende des Grafen Zeppelin.

Es liegt in der Hand des deutschen Volkes, ob es ein Opfer bringen will oder ob es tatenlos sein Hinsterben hinnehmen will. Jeder muß helfen!

Ich gebe mich ber zuversichtlichen Hoffnung hin, baß unser Appell an das deutsche Volk nicht unerhört verhallen möge.

. * *

Friedrichshafen, 21. Aua. (TU.) An­läßlich der Gedenkfeier des Luftschiffbaues Zeppelin hat der Gemeinderat Friedrichshafen beschlossen, Kommerzienrat Alfred Colsmann, Dr. Hugo Eckener und Dr. Dürr das Ehren­bürgerrecht der Stadt Friedrichshafen zu ver­leihen. ,

Weitere Glückwunschtelegramme.

Friedrichshafen, 21. Aug./TU.) Zum Zeppelin-Jub-iläum sind eine Anzahl von Gluck-

Friedrichshafc n, 21. Aug. DieWir- kungsstätte des Grasen Zeppelin prangt iin Flaggenschmuck. Fünfundzwanzig ^ahre sind verflossen, seit Graf Zeppelin sein erstes Lust­schiff am Bodensee aufsteigen ließ. Aus diesem Anlaß veranstaltete der Lustschisfbau Zeppelin eine Gedenkfeier, die durch einen Begru- ftmgsabend im Saalbau der Zeppelinwohl- fabrt eingeleitet wurde. Der Saal war von Werksangehörigen voll besetzt. Dr. Eckener begrüßte die Anwesenden, darunter bie Tochter des Grasen Zeppelin, Gräfin Falkenstein-Zeppe­lin, ferner die Vertreter der Behörden, der Luftschisfahrt, der Industrie, der Arbeiterschaft und ber deutschen Kresse. Alsdann sprach ber Generaldirektor des ZeppelinkonMns, Kom­merzienrat Colsmann. Er führte u. a. aus: lieber dem Werke des Grafen Z-vvelm hängt drohend die Bestimmung des Versailler Vertrages. Unsere Hände sollen lassen von dem Kulturwerk, an dem wir 25 Jahre hin­durch .gearbeitet haben und dessen Vollendung für alle Völker der Erde einen Fortschritt be- deiftet haben würde." Der Redner führt dann weiter aus., bie Schaffung der Grund­lagen des Zeppelinkonzerns sei vor allem den Führereigenschaften des Grafen Zeppelin zu verdanken, der sich die volle Hingabe feiner Mirarbeiter erworben habe, welche sich von der Idee leiten ließen ,in einem Werk arbeiten zu dürfen, das nicht in erster Linie Geschäft, son­dern gewissermaßen Mission des Volkes war. Es sei von der ganzen Welt-anerkannt, das Graf Zeppelin das Problem des lenkbaren starren Luftschiffes löste. "Ter Redner sprach feine Freude darüber aus, daß es Männern wie Eckener, Dürr Maybach, Dornier und anderen ermöglicht wurde, ihre Pläne zu entwickeln, und er gab der Hoffnung Ausdruck, daß es ge­lingen möge auch .über diese schwere Zeit hinweg die Werke zu erhalten. Mit einem Hoch auf das Vaterland und dem Absingen des Deutschlandliedes schloß die Feier.

Friedrichshafe n, 21. Aug. Der Zeppe­linkonzern hatte für heute vormtiag die zur Feier des 25jährigen Bestehens der Zeppesin- luftschiffahrt erschienenen Gäste zu einer Be­sichtigung seiner Werke, zu einer Vorführung seiner neuesten Erzeugnisse sowie zum Besuch des Zeppclinmuseums eim geloben. Nach der Besichtigung erfolgte eine Fuchsjagd von sieben Freiballons.

Frjedrichshafen, 21. Aug. (TU^) Zu Beginn des Mittagessen, bei dem Dr. Eckener seine programmattsche Rede hielt, wurden die Gäste im Namen der ©tobt Friedrichshafen durch den Stadtschultheis Schnitzler begrüßt, bet gleichzeitig den Beschluß der stabt nut- teilte, Generaldirektor Colsmann, Dr. Dürr und Dr. Eckener zu Ehrenbürgern zu er­nennen. Reichsverkehrsminister Kröhne über­brachte die besten Wünsche unb Grüße des Reichspräsidenten und der Rei chs- regierung und zugleich den herzlichsten Dank für alle, die an dem Werk Mitarbeiten. Staatspräsident Bazille feiert das Werk Zeppe­lins als den Ausdruck schwäbischen Könnens und schwäbischer Art. Nachdem Dr. Eckener seine Rede gehalten hatte, trat Professor Dr. Schmidt-Ott im Namen der Nctgemeinschaft der deutschen Wissenschaft dafür ein, daß das deutsche Volk seine großen Sorgen einmal zu- rückstelle, um eine große Id« durchzusetzen und zu fördern. Reichstagspräsident Loebe brachte die besten Wünsche der denffchen Volks­vertretung unb daneben ber deutschen Arbei­terschaft aller politischen Einstellungen. Die deutsche Arbeiterschaft ohne Unterschied der Par­tei und der Wirtschaftzugehörigkeft verfolge die­ses Werk mit aller Sympathie. Mit bangen­dem Herzen haben Hunderttausende nach der Stunde geblickl, als Dr. Eckener den deutschen Zeppelin nach Amerika führte.unb mit jubeln­dem Herzen haben sie seinen Ersolg begrüßt. Dieses starke Interesse möge sich jetzt in ma­terielle Hilfe umsetzen. Professor Matsches ver­sprach im Namen der denffchen Ingenieure tat­kräftige Hilfe unb Professor Her gesell wünschte im Namen ber deutschen Wissenschaft, daß ber Wissenschaft ein Luftschiff ytr Verfügung ge­stellt werde, das die große Aufgabe lösen werde, die Dr. Eckener sich gestellt habe. Dr. Dovisat- Berlin versprach für den Reichsverband ber denffchen Presse ein prächtiges Eintrct n für die deutsche Volkssammlung. Am Schluß dankte Generaldireftor Colsmann für das Ver­sprechen aller Kreffe des denffchen Volkes für ein Werk vollbringen helfen zu können, das Deutschland im Sinne einer Kulturmacht wieder der Freiheit entgegenfüljren wird.

HbLchessifche

.SS. Ä

^vberhessische Zeitung" er- .«rfnt sechsmal wöchentlich. Be» ^l-preis monatlich 2 GM. auS- toiie6I. Zustellungsg-bühr, durch »i<Post2L5 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder riementarer Ereignisse ausfallend« armmnern wird kein Ersah ge» ieistet. Verlag d. Dr. §. Hitz-roth. -ruck der Univ.-Suchdruckerei v. ech. Ang- Kock- Markt 21/23. ^sprechen Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt * gR. Nr. 5015. Sprechzeit Impaktion von 1011 unb

>,,1-1 Ubt. _