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M »er Antwortnote

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Marburger raseslwzeiser

Attentatsversuch aus de» König Von Spanien.

Paris, 20. Aug. Die spanische Botschaft dementiert kategorisch die Nachricht, daß auf den König Von Spanien bei seinem Aufenthalt in Santander ein Attentat Verübt worden sei. Die Havasagentur berichtet hierzu, daß nach den eingetroffenen Nachrichten es sich tatsächlich um einen Attentatsversuch handelt, der aber durch das rechtzeitige Eingreifen der -Polizei derhsndett worden sei. Von einer Verletzung des Königs, von der die Blätter melden, könne überhaupt keine Rede sein.

Rückkehr Dr Stresemanns nach Berlin.

B e r l i n, 20. Aug. DerL.-A." meldet, daß Außenminister Dr. Strcsemann gestern nach­mittag von seinem kurzen Erholungsurlaub nach Berlin zurückgekehrt ist. Die Rückkehr steht, wie das Blatt bemerkt, im Zusammen­hang mit der bevorstehenden Ueberreichung der sranzöstschen Antwortnote, die voraussichtlich am Freitag erfolgen werde. Für Sonnabend >ei dann mit der Beröffentlichung der Rote zu rechnen.

vtt Anzeigenpreis beträgt für bot 10 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz­borschrift 50»/, Aufschlag.; Sammelanzeigen 100 °/o Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als' Darrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werde» berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und! Zusendung der Angebote. Er­

füllungsort Marburg. '

1 Goldmark Dollar.

-je Lage an der Marottosront

Keine Verhandlungen mit Abd «l Krim, i «aris, 20. Aus. Savas meldet aus Dan­aer: Zwei diplomatische Unterhändler, und .mar ein Spanier und eine Franzose hielten ijch mehrere Wochen in Melilla und Tanger aas um mit den Sendlingen Krims, die man «wartete, in Verbindung zu treten. Da diese nicht erschienen, ein Zeichen für die unversöhn­liche Sallung des K^bylenführers, erhielte« rie beiden Unterhändler den Befehl, aus ihren alten Posten -'-Mmfefiren.

Paris, 20. Aug. (WB.) Heber die mili­tärischen Operationen, die unter dem Kom­mando des Generals Boichut bei Smila im Gebiet der Tsouls vor sich geben, gibt der Korrespondent desTemps" folgende Einzel- l beiten: Die Riftrupp:n feien bereits feit mehreren Tagen über den bevokstebnden fran- Mschon Angriff unterri^tet gewesen und hat­ten deshalb zwischen den Tälern des Oued Amolil und dem El Saddar starke Kräfte zu- sammengezogen. Sie hätten jedoch nicht damit gerechnet, daß auch auf den beiten Flügeln sramösilcke Kolonnen vorgehen würden. In der Frühe des 17. August seien die zehn mit dem Angriff auf das Zentrum beauftragten i Kolonnen trotz kräftiger Vorbereitung durch Attilleriefeuer auf heftigen Widerstand des Feindes gestoßen. Erft um 10 Uhr W-? dieser nachgelassen, weil der Feind jetzt die Umgebung der beiden Flügel befürchtete und deshalb seine Stellungen eiligst räumte.

Man rechnet damit, daß dieses Vorgehen die bisher Abd el Krim treu gebliebenen Stämme zur Unterwerfung veranlassen. Jedenfalls sollen z. B. die Tiouls und bk Brone der An- . sicht sein, daß Abd el Krim die Partie ver­loren habe, und es bedauern, daß sie sich umt Werhauvl angeschlossen haben. Es sei sogar nicht ausgeschlosien, daß in wenigen Tagen diese Stämme auf die Seite Frankreichs über- tteten würden, um Abd el Krim endgültig niederzukämpsen.

Die französisch-spanische Bereinigung vollzogen.

Madrid, 20. Aug. (TU.) Die Vereinigung der französischen und der spanischen Truppen ist jetzt völlig durchgeführt. Im Abschnitt von Laroche werden spanische und französische Trup­pen gemeinsame Operationen durchführen. Nach den letzten Meldungen soll Abd el Krim starke Truppen bei Uezzan zusammengezogen haben. Die Kabylen b'f" :t an der ganzen Front Schützengräben aus und richten sich zur Verteidigung ein. Die franzö'uchen Truppen haben ihre Vorbereitungen für die große Offensive bei Taza beendet.

Lau-Mltuns

Amerika und die Schulden

London, 20. Aug.Dailv News" berichtet aus Washington, es werde erwartet, daß das erzielte Uebereinkommen über die Rückzahlung der belgischen Kriegsschulden an die Vereinig­ten Staaten einen bedeutenden Einfluß am die kommenden Verhandlungen über die Rück­zahlung der italienischen und französischen Schulden an die Vereinigten Staaten haben werde.

Sn amtlichen Kreisen herrsche einige Besorg­nis, daß Frankreich denselben Unterschied zwi­schen seinen Kriegsschulden und seinen Nach- i kriegsanleihen fordern werde, den die Ver­einigten Staaten, wie es heiße, nicht geneigt seien, zu gewähren. Dieschwerwiegende Ver­pflichtung", die Amerika gec 'Iber Belgien anerkenne, finde gegenüb?. den anderen Na­tionen keinerlei 8lnmcr.l i.

Daily Telegraph" bestätigt diese Meldung I und fügt hinzu, die amerikanischen Kommisiare seien gegenwärtig der Meinung, daßi Frant- I reich das geliehene Kapital und die Zinsen voll bezahlen müsse. Die emsige orage, I die geregelt werden müsse, ser der Umfang und die Anzahl der Jahreszablungen.

greitag, zg, y. August 1925

-t, ^vberhesstsch« Zeitung" et- iLfrt sechsmal wöchentlich. De- ^eeis monatlich 2 GM. aus» Aeßl. Zustellungsgebühr, durch >ütPost2.25 GM.Für etwa infolge Maschinendeftkle oder Jgetttai« Ereignisse ausfallend« gfuwwcm wird kein Ersatz ge­leistet- Verlag v. Dr. §. Hitzeroth, ^!uck der Unib.-Buchdruckerei b.

Aug- Kock. Markt 21/23. «ernftrecher: Rr. 55.«. 31t. 666. ^iffch-rkonto: Amt Frankfurt 2 M. Rr. 5015. Sprechzeit Redaktion bon 1011 und i/,l1 Uhr.

Die Stellungnahme Italiens zur französischen Antwortnote.

51 a n h f u r t, 20. Aug- (TUZ DieFrkf. Ztg." meldet aus Paris, daß Musfolmi der französischen Note an Deutschland zugestimmt habe. Ueber das Verhalten Italiens zur Frage des Garantiepaktes heißt es: Man geht kaum fehl mit der Annahme, daß Italien trotz des Ausdrucks platonischer Wunsche für das Zustandekommen des Sicherheitspaktes noch nicht aus feiner bisherigen Zuruckhaltung her- ausgetreten ist. sondern abwartet, was aus den Beratungen der direkt Beteiligten heraus­kommt.

Paris, 20. "Tim. (TU.) Nach einer Savas- meldung aus Washington hat der französische Botschafter dem Schatzsekretär Mellon einen Besuch abgestattet und ihm mitgeteilt, daß die französische Schuldenkommission in der zweiten Septemberhälfte in Washington eintreffen werde. Die Zusammensetzung der Delegation ist noch unbestimmt.

Paris, 20. Aug. Da Finanzminister Cail- laux vorerst nach London gehr, werden die Mitglieder der französischen Finanzkommission, die sich in der zweiten Hälfte des September nach Amerika begeben wird, um über die Rückzahlung der franzönfchen Schulden bei den Vereinigten Staaten zu verhandeln, erst Anfang September ernannt werden. Der Kommission werden außer Finanzsachverstän­digen einige Parlamentarier angehören.

Amerikas Zufriedenheit mit dem belgischen Schuldenabkommen.

Paris, 20. Aug. (WTB.) DerTemps" berichtet aus Newyork, daß sich die amerika­nische Geschäftswelt über das Abkommen mit Belgien befriedigt zeige. Die Banken konn­ten jetzt die Gewährung neuer Kredite für Belgien ins Auge fassen. SDlan glaube ledoch, daß die Morgan-Anleihe tm Betrage von o0 Millionen Dollar für dieses Jahr ausreichen werde und daß es verfrüht fei, von neuen Anleihen zu sprechen.

Caillaux' Miflio» in London.

Paris, 20. Aug. DieSiberte will von einer hohen Persönlichkeit der Finanzwett über die Absichten Caillaux bei den Londoner Besprechungen ersahren haben, daß der sranzo- iische Finanzminister unter Berufung aus die finanziellen Schwierigkeiten Frankreichs den Vorschlag machen werde, daß Frankreich iahr- lich achtzehn Millionen Pfund Sterling zahle, anstatt der 20 Millionen, die die englische Re­gierung ersuchen, die Schätzung der Ertragnisie der Einkünste aus dem Dawesplan einer Nach­prüfung zu unterziehen, die ergeben werde, daß England aus dem Dawesplan nicht zehn, sondern fünfzehn Millionen Pfund zugeflof- !en feien. Deshalb werde Caillaux eme wer­tere Herabsetzung um fünf Millionen verlan­gen, so daß also Frankreich dreizehn Millw- nen Pfund Sterling zu zahlen hätte. Tas Blatt hält es für wahrscheinlich, daß eine W- machung nicht mehr vor Ende dieser Woche zustande kommen werde.

Sie spanische grcmütnltgion

Berlin, 20. Aug. Von zuständiger Seite Wick den Blättern in bezug auf ine W e r b e - I tätig keit für die spanische Fr em - I denlegion im Deutschen Reich, die in et- I nigen Zeitungen Anlaß zu Angriffen auf das Auswärtige Amt gegeben hat, mitgeteilt, daß I die Zahlenangaben dieser Zeitungen unrichtig sind . Nach amtlichem Malenal beträgt die I Zahl der in die spanische Fremdenlegion ein- I getretenen Reichsdeutschen insgesamt unge- I «ihr 700 Mann, von denen 120 Mann ge­fallen oder an Krankheit gestorben und rund 100 desertiert sind. Tic Rcichsregrerung be­kämpfte gegen die erste Hälfte des Jahres 1924 die sehr rege Werbetättgkeit mit dem Erfolg, daß seit Mitte 1924 von einer nennenswerten Werbetätigkeit nicht mehr gesprochen werden kann. Bei der Befreiung der Minderjährigen, die sich unter den Angeworbenen befinden, fand sic das Entgegenkommen der spanischen Regierung. Dreißig Befreiungen sind bereits erfolgt .weitere sind zu erwarten. Tie Be­schuldigung ,daß der deutsche Konsul in Vigo Anwerbungen für die Fremdenlegion betrieben habe, wird nachgcprüft .dürste aber ebenso unbegründet sein, wie die früheren ähnlichen Anschuldigungen gegen deutsche Konsulatsbc- esiie in Spanien.

Der alte Trik.

Paris, 10. Aug. ($11.) Die heutigen Pariser Abendblätter stellen, an die Nach­richt von der bevorstehenden llebergabe der französischen Note anknupefnd, die Frage nach dem weiteren Verhalten Deutschlands auf. Der erste Entschluß, den Deutschland jetzt fassen mühte, meinen sie, sei der Antrag auf Aufnahme in den Völkerbund, der, tote das Journal des Debats glaubt, im Verlaufe bei nächsten Monats erfolgen könne. Der Temps hält dagegen das Mittel der pro­visorischen Aufnahme Deutschlands, die be­kanntlich erst nach Erfüllung der Abrüstungs­bestimmungen effektiv werden soll, für ver­fehlt weil die Gefahr bestehe, dah die Ent­waffnungsfrage danach nicht mehr ernst ge­nommen werde. Andererseits sagt das Matt, würkw die Ermächtigung des Dölkerbundrates, zu einem beliebigen Augenblick zwecks De- fchluhsassung über die Ausnahme Deutsch­lands zusammen zu treten, einengefährlichen Präzedenzfall" schaffen. Es sei so gut tote sicher, dah Deutschland im Laufe der Sep- lembersession nicht in den Völkerbund ausge­nommen werde, denn die Neichsregierung werde ohne Zweifel keinen offiziellen Antrag auf Aufnahme stellen, so lange die Kölner Zone von den Alliierten nicht geräumt werde. Man versucht also schon wieder den alten Trik, Deutschland etwas einzureden, als ob selbst wollte! Kurz nach der Nevolutiom konnte man mal darauf hineinfallen jetzt nicht mehr.

Frankfurt a.M., 20. Aug. (ZU.) Aus unterrichteten Kreisen wird dem Vertreter der Frankfurter Zeitung" erneut bestätigt, daß dte französische Note die Auffassung zum Ausdruck bringen werde, daß die Periode der Prält- minarien nunmehr als abgeschlossen angesehen und unter diesen Umständen der eingeleitete Meinungsaustausch auf dem Wege der direk­ten Aussprache wesentlich gesördert und be­schleunigt werden könne. Dagegen wird es als wenig wahrscheinlich bezeichnet, daß die fran­zösische Note eine direkte Aufforderung zu einer Zusammenkunft ober Konferenz enthal­ten werde.

Paris, 20. Aug. (WTB.) Die Haoas- agentur teilt mit, daß die französische Ant­wortnote zweifelsohne erst anfangs nächster Woche in Berlin überreicht werden wird. Mit i^rer Veröffentlichung fei wahrscheinlich erst in ungefähr acht Tagen zu rechnen.

Paris, 20. Aug. (WTB.) DerTemps" hält es noch für ungewiß, daß die offizielle Ueberreichung der französischen Antwortnote auf die deutsche Note vom 20. Füll bereits morgen werde stattfinden können, wie die Berliner Zeitungen es ankündigen. Unter die­sen Umständen scheint es wenig wahrschein­lich zu fein, daß die Note noch vor Montag veröffentlicht werden wird.

Paris, 20. Aug. WiePetit Parisien" mitteilt, wird die französische Antwortnote an Deutschland am Dienstag veröffentlicht werden.

Berlin, 20. Aug. (TU.) Entgegen der Mitteilung eines Berliner Abendblattes er­fahren wir an Berliner zuständiger Stelle, daß eine Mitteilung des französischen Bck- schafters über den Zeitpunkt der Ueberreich- unq der französischen Antwortnote bisher nicht erfolgt ist. Sollte die Mitteilung desPetit Parisien", daß die Note am Dienstag veröf­fentlicht werden würde, zutreffen, dann ist kaum anzunehmen, daß sie vor Montag m Berlin überreicht wird. Andererseits ist em Grund für die lange Hinauszögerung nicht er­sichtlich, da die Note Ende dieser Woche über­geben werden feilte, nachdem die Ackerungen aus Brüssel und Rom in Paris bereits vor­liegen.

Dos Kriegtziei Frankreichs

Von Dr. Edgard Fries«.

Bekanntlich begab sich im August 1914, als die deutschen Heere sich. Pans näher­ten ,die französische Regierung nach Bor­deaux und ihr folgten die meisten fremden Botschafter und Gesandten, so auch der rus­sische Botschafter Iswolski Dieser sandte von hier aus am 30. September 1914 an seinen Chef ,den russischen Außenmi­nister Sasonow, ein Telegramm, indem eS bezüglich der Kriegsziele Frankreichs heißt: Sodann besteht das hauptsächlichste Ziel Frankreichs und iy dieser Hinsicht sind alle drei verbündeten Machte durchaus solidarisch darin, daß das deutsche Reich vernichtet und dl« militärische und politische Kraft Preußens soviel wie möglich geschwächt wird. Hier­bei berief sich Delcasse auf die VerhandV langen, die in Petersburg im Jahre 1913 stattgefunden haben, und bat inständig, ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu len­ken, daß die Forderungen und Wunsche Frankreichs dieselben geblieben sind mit Ausnahme des notwendigen Wunsches, Dte politische und ökonomische Kraft Deutsch, landS zu vernichten."

Ueber die in diesem Telegramme genann­ten Ziele der französischen Politik wurden die Verhandlungen zwischen der französi­schen und der russischen Regierung bann dauernd fortgesetzt, bis sie kurz vor dem Ausbruch der russischen Revolution, näm­lich am 11. März 1917, auf Grund zweier Denkschriften vom 12. und 14. Februar 1917 zu einem franko-russischen Geheim­vertrag führten. In diesem GeheimveS- trage wurden als französische Kriegsziel« folgende festgesetzt:

1. Elsaß-Lothringen wird an Frankreich zurückgegeben.

2. Die Grenzen werden erweitert wer­den, mindestens bis zum Umfange deS frühe­ren Herzogtums Lothringen, und werden nach den Wünschen der französischen Re­gierung festgestellt werden, wobei die stra­tegischen Notwendigkeiten berücksichtigt | werden müssen, damit auch da§ ganze (Sifen« I erzrevier Lothringens und das ganze Koh- I lenbecken deS Saarreviers in das franztt- I sische Territorium einverleibt würde.

I 3. Die übrigen linksrheinischen Gebiete, die jetzt zum Bestand deS Deutschen Reiches gehören, werden von Deutschland ganz abgetrennt werben und von jeder politischen und wirt­schaftlichen Abhängigkeit gegenüber Deutsch-

I land befreit.

I 4. Die linksrheinischen Gebiete, die nicht in den Bestand des französischen Terrd- I toriumS einverleibt werden, werden ein I autonomes und neutrales Staatswesen oil- I den und werden solange von französischen I Truppen besetzt bleiben, bis die feind­lichen Reiche endgiltig alle Bedingungen und Garantien erfüllt haben werden, die im Friedensvertrag angeführt sein werden.

(Aus den Veröffentlichungen der ruf, fischen Geheimarchive durch die Sowiet«

I regierung; Baker 1, S. 56.).

Um diese Kriegsziele sicher zu stellen, begann die französische Regierung in die­ser Zeit au chdie englische Regierung ihret- wegen zu sondieren. Diesem Zwecke diente I ein vertraulicher Brief Briands an Cam- bon, der damals französischer Botschafter in London war. In diesem Briefe heißt eS:Elsaß und Lothringen müssen uns I zurückgegeben werden, aber nicht verstüm- I melt ,toie sie durch den Vertrag von 1815 waren, sondern in der Ausdehnung von 1790. Wir werden so das geographisch« I und das Bergwerksbecken der Saar haben, dessen Besitz für unsre Industrie wesent- I Heb ist. Die Erinnerungen auch an di« auseinander folgenden Verstümmelunzen Elsaß-Lothringens müssen verwischt wer- I den. ES gibt im übrigen eine Frage, di« notwendigerweise bei dieser Gelegenheit I auftauchen wird: die des linken Rhein- I ufers Gute Geister in Frankreich, die I an den ältesten Traditionen unsrer natio- I nalen Politik hängen, fordern es als daS verlorene Erbe der französischen Revoln- I tion, als nötig, das zu bilden, was Riche- I Heu unsergut geschnittenes Gartenbeet" I nannte. Es ist indes zu fürchten, daß I die Wiedergewinnung der Rheinprovinzen, I die uns vor einem Jahrhundert geraubt I wurden, als eine Eroberung angesehen wird I und unS möglicherweise große Schwierig­keiten bereitet. Wichtiger als ein ruhmvol- I ler, aber unsicherer Vorteil ist eS, einen I Zustand zu schassen, der eine Sicherung I für Europa ebenso wie für uns bietet.

ÄberhMsche Zeitung

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