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2. ten. otit
Der Bankbeamtenstreik in Frankreich.
Paris. 18. Aug. (TU.) Der Zentralaus. teuft der streikenden Bankbeamten hat gestern einen Bericht herausgegeben, wonach der Streik bis zum äußersten fortgesetzt werden
Paris. 18. Aug. (TU.) Marschall Pe- Iain reist heute abend um 7 Ähr Kur lieber- nähme des Oberkommandos nach Marokko ab. Marschall ßiautet) wird erst nach dem Eintreffen des Marschalls Petain sich zur Herstellung seiner zerrütteten Gesundheit nach Vichy begeben.
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Das SchMamblem
Rußland und der Sicherheitspakt.
Berlin. 18. Aug. (TU.) Das „23.T.“ meldet aus Rom: Der russische Botschafter am Quirinal. Kergenzew, erklärte einem Pressevertreter, der Sicherheitspakt solle nur bezwecken, jede weitere Annäherung zwischen Leutschland und Rußland zu verhindern und Deutschland zum Exerzierplatz zu machen, der einer eventuellen diplomatischen Offensive gegen Sowjetrußland dienen könne. Der Druck aus Deutschland, m den Völkerbund einzutreten, habe eine feindliche Spitze zegen Towjetrußland.
Die Dominions werden befragt.
London, 18. Aug. (TU.) Tas britische Auswärtige Amt hat samt ichen Dom:mons Abschriften des Textes der tranzoinchen Ant- oortnote an Deutschland übersandt.
Rt M M.Mtg. Marburg a. Safin
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l ',,1—1 Ubr.
Sir Mostulsragr
England und der Völkerbund.
Paris. 18. Aug. (TU.) Die französische I Offensive gegen Abd el Krim wird in kürzester Frist beginnen. Der „D e m p s"-Korre» I fpondent meldet aus Fez. daß die Umgruppierung der französischen Truppen in den nächsten Tagen zu Ende geführt sein wird. Die I Franzosen werden auf einer Front von 150 I Kilom. eingreisen. Die angreifenden Truppen I bestehen aus 7 Divisionen mit insgesamt 84 I Bataillonen. Die Infanteriedivision an der I marokkanischen Front zählt 12 Bataillone, I während sie in Frankreich nur 9 beträgt. Das I Ziel des französischen Oberkommandos ist. so I weit ins Innere des Rifgebiets vorzudringen. I daß die Waffenarfenale Abd el Krims erben- I tet werden.
Paris. 18. Aug. (TU.) Nach einer amtlichen Erklärung ist seit gestern eine fran. zösische Offensive gegen das Tsoul-Eebiet im Gange. Ein Armeekorps und eine gemischte Brigade unter Führung des Generals Boichut nehmen an der Operation teil. Dem Infanterie-Angriff ging eine starke Beschießung durch Artillerie und Flugzeuggeschwader voraus. Die Rifleute wichen zurück. Sm ganze« find auf franröfischer Seite 21 Bataillone zum Angriff eingesetzt. Der Sonderberichterstatter des „SHatia“ in Fez telegraphiert, daß die Propaganda Abd el Krims wieder erheblich zugenommeu habe. Den Agenten der Rifleute sei es gelungen, fich in Berkleidunge» durch die franzöfischen Linien durchzuschmuggeln und im Rücken der franzöfischen Arosee Meldungen von angebliche« Siege« Abd el Krims z« verbreitens Nach glaubwürdigen Nachrichten verfüge ^lbd el Krim noch immer über große Geldbeträge und habe auch neuerdings wieder Waffen und Munition erhalten. Zu Begin« der Feindseligkeite« habe für ihn ein Unserseeboot 28 Millionen Peseta in der Bucht von Alhucemas gelandet. Die ägyptischen Mohammedaner hätten dem Rifführer sehr große Geldsummen überweisen lassen.
Rückzug der Franzosen auf Taza.
Berlin, 18. Aug. „Daily Mail" meldet aus Tanger: Der erwartete Umschwung an der marokkanischen Front ist bisher nicht einge« treten. Die Rifkabylen haben bei Taza erneut die französische Front an drei Stellen durchbrochen und den Rückzug der französischen Truppen auf Taza veranlaßt. In Rabat sind die Vorbereitungen für einen in Marokko I beginnenden Giftgaskrieg wahrnehmbar. I Abreise PetainS nach Marokko.
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Das Hauptblatt der dänischen Soztaldemv» kratie will wissen, daß in London zwiss^n Driand und Chamberlain vornehmlich über
Tagesordnuna Blum I eh » tdi«eo e« Schwinigk-iten in Marokko und Syrien her- gierung ad. I ftüften. Da gleichzeittg zwischen den beiden
Der Kongreß Hot zum Schluß feiner Tagung I ^aatsmännetm über die Behauptung Deutsch- mit 2199 gegen 595 Stimmen bei 38 etimment« YmM eine gewisse Einigkeit erzielt werden Haltungen die Entschließung der I roIi i0 tarn man sich ungefähr denken,
angenommen, die sich zugunsten der Ber- w», l wchrlosen Deutschland
Hältniswahlen ausspricht, jedoch die t Darüber wird die neu,
Rückkehr zu den Arrondisiementswahlen em ^nzössiche^Rote oder vielmehr die nachfÄ- pfiehlt. falls die Verhältniswahlen nicht $ t I Besprechung der alliierten Staats- Durchführung kommen sollten. I mit den Deutschen erst nähere Aus-
Die Resolution Leon Blum angenommen. I kunst geben können. _ _ „ <
Berlin 18 Aug. Wie der „Lokalanzei- I Eine harte Auh bleibt die Wossulfrage^ ger" aus Paris berichtet, hat der Sozialisten-
Kongreß mit 2210 : 559 Stimmen die Resolu» I über ihre Untersuchung der Mosstck-,
timt Blum, die sich gegen eine Beteiligung an I ^agc an Ort und Stelle vvrgelegt 6atj der Regierung ausspricht, angenommen. Die I Sie kam zu merkwürdigen Ergebnissen. Wie Entkcklieftitna Renaudel wurde der Mlkerbundsrat nach den, drechachm Dor- , gegenteilige Entschließung wenanoei w teiäaen der Kommission seine Entscheidung abgelehnt. treffen wird, ist noch nicht abzusehen. W-
Petition um außerordentlich« Einberufung I zusehen ist sie allerdings, toenn tatsächlich d-» französischen Kammer. I zwischen England und Frankreich eineEnn-
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trete Pressemane, der vorgestern auf 1 anzunehmen, daß keiner der Kommissions- dem Sozialistenkongreh die außerordentliche Vorschläge in die Wirklichkeit umgesetzt wtrd< Einberufung der -i-imner -----m--" .Sl-ÄlrtÄ
UM die Borgange in Marokko und die Dank- I A^g^b und die Türkei die Hauptbeamtenbewegung zu erörtern, teilte gestern I ^artner fein werden.
nachmittag mit, daß 40 Abgeordnete eine 1 Sm1t irgendeine friedliche Lösung
Petition in diesem Sinne unterzeichnet hätten. I ist nicht abzusehen. England ist mit
* _ I seinem Kapital in dem Petroleumgebret Mos-
----I sul schon so scharf engagiert, außerdem wur- den durch ein nicht zum Irak gehorrges flÄßlßtl | Mossulgebiet die englischen Interessen irrt
. I Irak ständig bedroht, sodaß England _ iede
Skrzhnski bemäntelt feine Abfuhr in I Lösung, die das Mossulgebiet selbstandrg
Amerika. machen würde oder einem anderen Staate
I der polnischen Kultur zu unterrichten. Man 1 Aann . • Surdenstaat. Denn sie
solle sich daher keinen Hoffnungen aus rg I gen(^ was mit einem solchen bezweckt sfA’tsnst
-°W ffifcÄSÄU »’nU"n'ÄX*
Skrzynski, daß d:e ZusammcnsimftEha ^ill ^kn die T ü r k e i oder das Königreich
I berlains mit Driand die englisch-französische I 9 England, überwissen
Freundschaft gestärkt habe und daher auch für Sr ack, ® folgende« Be-
| Polen von Nutzen gewesen sei. I 6ingungen: An Irak, Wenn das Gebiet 25.
»ie bdlnif&en Manöver. Jahre lang unter dem effektir^n Mandat des
1 *** V * I Völkerbundes bleibt und das Gebiet von Kur-
I Warschau, 18. Aug. (TH.) .Heute früh I verwaltet wird. Schule und Gemchtsbar- I beginnt bei Thorn der zwecke Teil des pol- {eit fol[ vollständig den Kurden uberlassei,
Nischen Manövers. Programmgemäß wird bleiben> kurdisch die offizielle Sprache aller
I die Infanterie in zwei Teile getetU werdM. i Dienstzweige fein. .
I wobei ein Teil die polnifche, der zwecke Teck I Der zweite Vorschlag sieht die lleberwei- I die feindliche Armee darstelien wird. Die l fun be8 Gebietes an die Türker vor, wenn I polnische Armee hat nun die Aufgabe, von I ber Bertrag zwischen England und dem Irak Thorn aus die feindliche Armee anzugrerfen. I lg28 ab[aufen wird. Sollte für dre kurdische Ferner wird die polnische schwere Artrllerre I Verwaltung des Mossulgebietes kerne Garversuchsweise den Thorner Polrgon beschretzen. I antie gegeben werden können, dann rst es,
I nach den Feststellungen der Kommission,. der ----*---- I allgemeine Wunsch der Bevölkerung, beber r nu I der türkischen Souveränität, als der arabrschen ,
Die tintlihttt in WM unterstellt zu werden. Auch die Kornmrs- UlllUötU III ’ sion sieht bei dieser Sachlage rn einer Em-
Wien, 18. Aug. Nach dem Polrzerbencht Verleihung in das Irak eine Quelle .polcki-
Lber bie gestrigen Unruhen in Wren anläßlich Llnzuträglichkeiten . Auf. leden Fall
des Zionistenkongresses haben sich in ernzelnen müsse aber die Gegend von Drala an das
Stabtteilen förmliche Kämpfe abgespielt. Sn Irak fallen wegen der Dewasserungsfrage.
der Nähe des Burgtbeaters wurden aus den I Sollte der Völkerbund iedoch zur Ansicht
Bänken in den Anlagen Barrikaden gebaut, kommen, daß bas Gebset geterlt werde, so
die von der Polizei gestürmt werden mutzten. schlagt die Z^mmissron dre ^ußlmre des
Die Demonstranten verteidigten sich mit den Kleinen 3ab als Grenz- und Terlnngsstrutz
eisernen Rasenschützern. Ein Versuch, das vor.
Parlament zu stürmen, konnte rechtzeckrg ver- Scho« der verosfentlrchte kurze Auszug aus
bindert werden. Nach bisherigen Feststellun- dem 90 Seiten umfassenden Kommissronsbe-
gen sind 22 Polizeibeamte verletzt und 15 I richt bringt trotz aller Rücksichtnahme auf
Dienstpferde durch Messerstiche verwundet wor- England die Ueber^eugung zum Ausdruck,
den. 150 Personen wurden verhaftet, von daß das Mossulgebret gar nrchts mit pent
denen 132 ju 14 Tagen Arrest verurteilt wur- arabischen Irak zu tun Erne Zutei- den Zur Verhütung weiterer Ausschreitungen I lung an das Irak scheint hrer nur mog-
hat die Regierung die Snfanterieregimenter sich, wenn Mossul 25 Lahre Mandatsland d^
aus Salzburg und Linz und das Artillerieregi- Völkerbundes bleibt und ^ne kurdische Vn. ment aus dem Brücker Lager nach Wien be- waltung bekommt; wagend dieZuteckungan nrh»ii ■ . I die Türkei ohne iede Kautele erfolgen tann.!
0 , I Schlagender kann der Dachweis, daß Mvsiukj
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Guilleaurnat in Düfieldorf.
Düsseldorf. 18. Aug. (TU.) Gestern j traf der Oberkommandierende der
Uemarmee, Marschall Guilleaurnat, in DSsseldorf ei«. 3« der Nacht verblieb er i« -einem Salonwagen auf dem Sauvtbahnhof. Sie verlautet, wird der Marschall beute vor- »ittag die Lazarette und Kasernen besichtige«, Wahrscheinlich, um sich von dem Stand der Käumttng persönlich zu überzeugen. Heute «ittag gegen 1 Uhr verläßt der Marschall Düsseldorf. Die Räumung DLfieldorfs ist in Mem Gange. Besonders auf dem Bahnhof Düsseldorf-Derendorf herrscht reger Betrieb. Sir in die späten Abendstunde« wenden Trausvortzüge bereit gestellt cknd in kurzen Zkitabstünden rolle« Züge mit Truppen und Material ab.
I Abzug farbiger Bcsatzirngstruppe«.
E Ofier ft ein (Rahe), 15. Aug. (TU.) Die farbigen Besatzungstruppen (Tunesen und Marokkaner) sind gestern nach den auswärtigen französischen Kriegsschauplätzen ab- ttansportiert worden. Sowohl Bad Kreuznach wie auch Oberstein-2dar erhalten nun- mefir französische Infanterie zur Besatzung, was von der Bevölkerung in Anbetracht der in den letzten Tagen vorgekommenen Heber- , fälle durch Farbige als Entspannung empfunden wird.
i Wieder zwei französische Flugzeuge über Mannheim.
^Berlin, 18. Aug. (TU.) Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Mannheim: Gestern vormittag gegen 9 Uhr Kreisten wiederum zwei französische Flugzeuge in geringer Höhe über der Stadt Mannheim.
P a r i s, 18. Aug. (WTB.) Der sozialistische Kongreß nahm einstimmig eine Entschließung an, in der die sozialistische Partei jede Berant- ! Wartung für das Marokkoabenteuer I a b l e h n t und eine Offerte Diplomatie fordert, I um möglichst schnell zu einem Friedensschluß w gelangen, in dem Spanien die Unab- I hängigkeitdes Rifgebiets anerkennt I und Frankreich und Spanien eine Berichtigung der Grenzen für das Rifgebiet zugestehen, um den Rifleuten die Lebensmittelversorgung jfu I ermöglichen. Außerdem wird in der Entschlie- I ftung erklärt, daß die sozialistischen Abgeord- I neten und Senatoren bte Kredite für die I koloniale Raubpolitik ablehnen, aber I
r— ».»- „„„ > fi* der Räumung Marokkos widersetzen soll-
kenden im Zentrum von Paris einbecusen bj£ iüt bic Zinilisation einen gefährlichere«
1Zustand schassen würde als der, Status quo. I toten erklären bekanntlich außerstande zu Z I naf)m ferner bie Mehrheitstages- I
fein, bie geforderte Lohnerhöhung von 100 «2e“n mit 22i0 Stimmen ntt.
Franken zu bewilligen. >
London, 18. Bug. Zu dem Streik der Postbeamten wird noch aus Schanghai gemel- bet, daß die Streikenden einen Demonstra- tlonszug durch die Stadt unternahmen und chinesische Geheimpolizisten angnssen. Der Polizei gelang es, die Ordnung wieder herzustellen. Ein britisches Kriegsschiff landete eine
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»ahme der Arbeit in den japanischen Webereien nicht zufrieden fei. In einer großen Versammlung wurde beschlossen, daß bte Arbet- ter erst bann roieber in bie Fabrik zurückkehren wollen, wenn sie für bett Lahnaus- fall während des Streikes in voller Höhe entschädigt würden. Ferner wurde eine Löhner- Höhung um 10 Prozent verlangt.