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Die BefrellmMier in Esten

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Re alliierte Anworlmft

Ueberreichung erst Ende der Woche.

Varis, 17. Aus. (WTU.) Gegenüber der im Umlauf befindlichen Nachricht, daß dre Ant» -ort in Sachen des Sicherbeitspaktes beute oder morgen der deutschen Regierung werde überreicht werden können, teilt Haoas mit, daß dies nicht der Fall sein werde. Das Dokument M den alliierten Mächten, insbesondere Bel­len und Italien, zur Meinungsäußerung über­mittelt worden: aber diese hätten ihre Ansicht jiber den Inhalt der Note noch nicht bekannt gegeben. Die Note werde durch einen Kurier nach Berlin erst übersandt werden, wenn die Meinungsäußerungen dieser Mächte eingegan­gen seien, was für die Mitte dieser Woche er­wartet wird. Die Antwort wird der deutschen KegPrung nicht vor Freitag oder Sonnabend mitgeteilt und am Tage nach ihrer Ueber- .«ichung veröffentlicht werden.

Rk.M 60.3BM Marburg a. Mn

*»er rmzctgenprets beträgt für den 10 gcspalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Bar-nzeigen 0.06 SM., amtliche und ait#- tvärtig« Anzeigen 0.10 GM. Bei Schwierigem Satz sowie bei Platz-. Vorschrift 50«/, Aufschlag. .«Sauunelanzeigen 100 % Auf­schlag. Reklamen der Millim,

0,40 GM. Zeder Rabatt gllt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft Lurch die Geschäftsstelle und. . Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldniark = '/«,,Dollar.

Str Hastigkeit und Einigkeit haben «ns befreit. Der feste einmütige Wille »9 ganzen Volkes zeigte der fremden Militärmacht und der auf­horchenden _5elt, daß wir unsere guten Rechte nicht mit Füße« treten lassen, daß das Land an der Ruhr unlösbar verbunden ist mit unser m groben deutschen Vaterland. Dieser zähe Ab- wehrkamvf ermöglichte der Reichsregierung die zielbewubte Politik, für die wir ihr danken. Wir wollen und dürfen die Einigkeit, die «ns in schwerer Zeit stark machte,, nicht durch Par- teikamns immer wieder gefährden, wir wollen einig sein in der Liebe ,« unserem groben deutschen Baterlande,

und ans dieser echten Vaterlandsliebe heraus wo.'.en wir den Andersdenkende» mit Achtung und Verständnis begegnen. Dann wird es auch wieder aufwärts geben, dann werden wir fort­schreiten auf dem Wege der Kultur und der Menschlichkeit.

Hierauf sang die Versammlung entblöbien Hauptes das Deutschlandlied. Musikalische Darbietungen beendeten die Feier. Der Ab­marsch der gewaltigen Menschenmenge verlief ebenso wie die Feier ohne jeden Zwischenfall.

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Das Schicksal der Optanten

Berlin, 17. Aug. 3m Optantenfrage er« fäfcrt die Telegraphen-Union von unterrichteter Seite daß bisher die noch in Polen verblie­benen Optanten noch nicht zwangsweise aus­gewiesen sind. Sollte die Ausweisung erfolgen, so würde Deutschland gleichfalls zu Zwangs­ausweisungen übergehen. In Polen befinden sich noch 2000 bis 2500 Optanten, die am 1. ds. SJlts. ausgewiesen, aber dort geblieben find. Die Zahl der in Deutschland trotz der Auswer- sungsorder verbliebenen volnischen Optanten ist wesentlich höher.

<" len bat aber zum lluters^'-d von Deutschland saft gar keine Optanten mit Landbesitz, während die deutschen Optanten mit Landbesitz 7090 betragen und am L November dieses berw. am 1. 3«" nächsten Jahres ausgew'?sen weifcyt sollen.

eile«, 17. Aug. Die Stadt stand heute im Zeichen der Befreiungsfeier. Rach den Fett­gottesdiensten läuteten von 12 bis 12.10 Uhr sämtliche Glocken der Stadt. Trotz des trüben, regnerischen Wetters batte sich eine unüberseh­bare Menschenmenge nach dem Burgplatz be­geben. Schon lange vor Beginn des eige-t- lichen Festaktes vollzog der Aufmarsch der Ver­eine mit ihren Fahnen. Die Feier auf dem weiten Burgplatz wurde durch Vosaunencköre mit dem LiedeGroßer Gott, wir lobe« Dich" eingeleitet. Kaum waren die letzten Klänge des eor.l.n vereinigten Essener Gesangvereinen vorgetragene»Niederländischen Dankgebets" verhallt, als Oberbürgermeister Bracht das Wort r« einer Ansprache ergrifs, in der er «. a. ausführte: Mit einem Dankgebete zu dem all­mächtigen Gott haben wir unsere Befreiungs- seier begonnen. Danke« wollen wir aber auch alle» denen, deren Opfer in den letzten zwei­einhalb Jahren diesen Tag geschaffen haben. Wir danke« alle«, die i« den Eefängnisien schmachteten, nur weil sie Reich und Staat die Treue hielten. Wir blen auch den Männern und Frauen, die in der Stille Entbehrungen - nb Trübsal auf sich nahmen um des Vaier- landes willen.

Grotzfrner im Dorfe Kirchweyhe.

Uelzen, 17. Aug. Gestern nachmit­tag wurde das Dorf Kirchweyhe im Kreise Uelzen von einem Grotzfeuer heimgesucht, DaS Feuer ist durch den Leichtsinn zweier Knaben entstanden, die in einer Scheune des Hofbesitzers Moritz mit Streichhölzern spielten. Schon nach wenigen Minuten war das Feuer auf die Nachbargebäude über- gefprungen und nach kurzer Zeit lagen drei­zehn Gebäude des Dorfes in Asche.

Dienstag, ttii IS. August 1925

Oberhesstsch- Seitimg" «- JJrt sechsmal rvLchenÜA.

monatlich 2 DM. ans- Sl. Z»st«llm>gsg«bühr, durch DW-Sür etwa infolge Lmiks, oder

Amtntattt Soeignifs« ausfallende «2«rern wird kein Ersatz go- ytoL Berl^v.Dr.§.Hitzeroth, der Unib.-Bmhdrmkerei d. 77 Ang. Koch, Markt 21/23. ^isprecher: Rr. 55.tt.fRr. 666. Am« Frankfurt 5 5R. <Rr. 5015. Sprechzeit Redaktion von 1011 und

*/,l-l Uhr.

«rantings Nachfolger bei« Bölkerb»«».

Stvckholm, 17. Aug. Die'S. Z." mel- bet: Zum ersten Male fehlt in der Loste der schwedischen Vertreter bei der Völker« bundstagung der 2lame Branting. Er­setzen soll ihn der junge Außenminister lin­den. Außer ihm gehören der Delegation der Führer der Liberalen, Lofgren, der schon früheren Delegationen angehörte, und zum ersten Male, da die eigentlichen Führer der Aechtsparteien ablehnten, der führende konservative Politiker Dennerstenan. Als Ersatzmann ist unter anderem der Ehefredak- teur des Sozialdemokraten, Ungbert, ausersehen, der neben UndOn ein guter Ken- ner der außenpolitischen Fragen innerhalb der Sozialdemokratie ist.

Am Stabt bks Linksblocks in SmicktM

Die Verhandlungen der sozialistischen Kon­ferenz in Paris, deren Ergebnis eine wenn auch vorsichtig formulierte Ablehnung einer neuen Beteiligung der französischen Sozial­demokraten an der gegenwärtigen Regierung ist, hat nicht allzusehr überrascht. Die Aus­sprache auf der Konferenz war lediglich eine ge­drängte Zusammenfassung der Meinungen über ein seit Wochen in aller Oeffentlichkcit und in aller Breite erörtertes Thema. Die Ent­fremdung zwischen den Radikalen und den Sozialisten, die sich aus der die Sozialisier» schwer enttäuschenden Finanzpolitik Caillaux ergeben hat, wurde durch die Marokko-Krisis zu offenem Bruch.gesteigert. Vergeblich hat Pain- leve, selbst ein Mann, der sich mit dem Hei­ligenschein des pazifistischen Weisen zu um­geben verstanden hat, versucht, die Friedens­liebe der Regierung durch Scheinangebote an den Führer des Rifkampfes zu beweisen. Allzu deutlich sah man durch den dünnen Schleier dieser Angebote hindurch die durchaus auf eine Gewaltlösung des Problems hinzielenden mili­tärischen Vorbereitungen. Man weiß heute allgemein, daß es noch zu schweren Kämpfe« in Marokko kommen wird, daß diese Kämpfe bet durchaus nicht gesichertem Enderfolg sich lange hinziehen werden und daß sie viel Blut und viel Geld kosten werden. Es ist völlig ausge­schlossen, daß die Sozialisten dem Lande gegen­über die Verantwortung für diese Opfer über­nehmen können, die letzten Endes zugunsten der an den Erzvorkommen interessierten Kapita­listengruppe gebracht werden. Blut und Geld ist in Frankreich außerdem so knapp und wert­voll, daß siede weitere Verschleuderung die!er kostbaren Dinge Stürme der Entrüstung er- reat. Hat doch kürzlich erst eine angei ebene Pariser Seih tue jn der Mfsatzreihe eines be­kannten Mitarbeiters darauf Hinarwies-n. da« Werall im Lnnern Frankreichs, nicht etwa in den zerstörten Gebieten, verfallene Dörfer und in Weideland übergegangene Aecker liegen. Und da opfert man die beste Kraft für die Erwerbung eines Reiches, dessen B-Herrschung und vor allem Erschließung außerhalb leben Möglichkeitsbereiches liegt, wenn ma« von der Ausbeutung einiger Minen absieht.

Wortführer der Minderheit, die für eine weitere Zusammenarbeit der Sozialisten mit der bürgerlichen Linken eintritt, war Renau- del. Er fürchtet, daß Painleve im Falle einer scharfen Opposition der Sozialisten sich mehr noch als bisher auf die Rechte stützen muß, und der Name Maginot tauchte in diesem Zusam­menhang als Schreckgespenst auf. Immerhin hat auch Renaudel sich "nicht unmittelbar für eine wettere Beteiligung an der Regierung ein­gesetzt, sondern er hat nur. davor gewarnt, sich den Weg in die Zukunft durch grundsätz­lichen und freiwilligen Verzicht zu , verbauen und damit die Vorbedingungen für em Rechts­ministerium zu schaffen. Auch Grumbach, bet I elsässische Deserteur aus der Kriegszett, wünscht die Fühlung mit den bürgerlichen Gruppen I aufrecht zu erhalten. Den Beifall der Ver­sammlung haben die Vertreter der Partei­mehrheit geerntet, der Generalsekretär Faure I und vor allem Leon Blum. Blum hat noch- I mals die Schuld am Bruch des Linkskartells I den RÄnkalen zugeschoben. Er hält die Neu- I bildung einer Herriot-Regicrung für wenig wahrscheinlich und hofft, im Herbst eine Kon- I zentration der Linkskräfte herbersühren zu ton- I neu. Er rechnet bei dieser Hoffnung mit Zu- I zug aus den Reihen der Radikalsozialiften, die I auf keinen Fall einen grundsätzlichen Rechts- I kurs mitmacken würden. Sein stärkster krumpf war die Feststellung der Tatsache, daß die Par- 1 tei in der Opposition beffere Kontrollmöglichi I ketten und Druckmöglichkeiten habe als bet I einem Wiedereintritt in die Regierung. WaS I die Partei erstrebt, ist die Uebsrnahrne der Re- I gierung durch die Sozialisten, wobei dann Teile I der bürgerlichen Linken .HiMellung teilen sollen. Man rechnet damit, daß rm Herbst tiefgehende Krisen.die sich aus der Wteichafts- I läge, aus der Weiterentwicklung des Marokko- I Abenteuers und vielleicht auch aus der Außen- polittk ergeben, die Regierung in eine fo uw- I haltbare Lage bringen, baß sie zur Auflösung I des Parlamentes und zu Neuwahlen gezwungen I wird. Die Stimmungsanzeichen im Lande und I die Nachwahlen geben den Sozialisten eine ge- I wisse Berechtigung zu solchen Hoffnungen.

I Das Ende des LinkskartellS in Frank- I reich, wie es durch die Beschlüsse der fozia« I Mischen Konferenz tatsächlich, wenn auch I nicht in betonter Form gegeben ist, be» I deutet wirtschaftspolitisch eine Stärkung I Caillaux gegenüber der Herriot-Gruppe, I BriandS. Dieser gerissene Verfechter einer I adßenpolitisch eine Festigung der Stellung I französischen Machtpolitik schlechthin, die sich I nur in den Formen und in oer Begrün-

Forderungen der Drusen

London, 17. Aug.Times'' melde« aus Jerusalem: Die letzten Nachrichten aus Sy­rien spiegeln die politische Besorgnis in Da­maskus wider. Dorthin sind 10 Panzer­wagen aus Beirut gesandt worden, um eine Kundgebung zu veranstalten. Aus Beirut wird gemeldet, datz eine Abordnung, die zur Unterhandlung mit den Drusen entsandt wurde, aus Hauran mit folgenden Dedmg- unaen der Drusen zurückkehrte: Erstens, Hauptmann Carbillet muh des Gouverneur- postens des Dschebel Drus enthoben werden, zweitens, ein französischer Gouverneur ist ge­nehm, vorausgesetzt, datz er von den Drusen aewählt wird, drittens, niemand darf wegen des Aufstandes bestraf twerden und Waffen der Drusen dürfen nicht beschlagnahmt wer­den Die Abordnung wurde von General Sarrail empfangen und hierauf wurde Befehl aeaeben, die in Damaskus, Deirezzor und Kuneitta gefangengesetzten Drusen freizu- lasse«. , , ,,

DasJournal des Debats schreibt zu den Vorgängen in Syrien: Der Verlust des Dfchiebel Drus würde in der Flanke SY- i riens eine unheilvolle Wunde schaffen. Die­ses gebirgige Gebiet decke im Süden die Ebene von Damaskus, und an dem Tage, an dem die Drusen, ein kriegerisches Volk, der französischen Äeberwachung sich entziehen könnten würde das Schicksal von Dmaaskus besiegelt fein. Frankreich würde dann diese «-«Ung, eine Perle der arabischen Welt, mit einer ständigen Bedrohung vor berat «Dren nicht mehr halten können. Die Auf­standsbewegung im Dschjebel Drus, wenn sie nicht sehr tatkräftig unterdrückt wurde, würde nicht nur Hauran und die Kornkammer Palästina, sondern auch die ganze fruchtbare I Ebene von Damaskus bis zum Hermon in

Gefahr bringen. Die llebereinkünfte vom I Jghre 1916 würden damit endgültig zerrissen

Dft Kämpft in Marokko

Englische Skepsis über die Dauer des Marokkofeldzuges.

London, 17. Aug. DieWestmistner Ga­zette" schreibt zu den Erklärungen Pamleves, baß der Marokkofeldzug noch im Oktober be­endet sein werd«, daß man in England diesen Optimismus auf keinen Fall teilen könne. Die Erfahrung habe bewiesen, datz Kolonmlkrcege von langer Dauer sein könnten. Hiwcchmch der Stabilität des französischen Kredits und der französischen Ausgaben für den Krieg, b* einen großen Einfluß auf die Regelung der französischen Schulden hätten, könne man den «ngünstigen Eindruck nicht verumchen, der durch die entgegengesetzten Erklärungen Abd tl Rrims und Paileves hervorgerufen sei. Während Abd el Krim behaupte, seine £rit* densvorschläge seien dauernd zurückgewiesen Vörden, scheine Painleve in seinen letzten Er­klärungen zuzugeben, daß Friedensbedingungen vorhanden waren, daß sie aber nicht erwogen wecken konnten, da sie die Unabhängrgtet deS Rifs vorsahen, die nicht mit den bestehenden Verträgen vereinbar sei. Zum Schluß fragt das Blatt, ob Painleve die an Marokko in­teressierten Mächte um ihre Meinung zu einer eventl. Unabhängigkeitserklärung des Riss be­fragt habe und ob der Ministerpräiident glaube, daß Verträge nicht revidiett werden könnten.

Sollte die Reichsregierung gezwungen fein, die noch verbliebenen polnischen Optanten zwangs­weise abzulchieben, so würde voraussichtlich für die Optanten mit Landbesitz, über deren Schick­sal die Reichsregierung nach wie vor verban­delt, kein Kompenfattonsobiekt in Deutschland verbleiben.

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BeftftbftiMränkunM im MM

»eitere Abschwächung des rheinische« «r- beitsmarkteS.

Düsseldorf, 1. A7ug. Nach einem Bericht des rheinischen Arbeitsamtes ist der Arbeitsmarkt in Essen der am ungünsttg- sten. Hier macht sich der Druck der Ent­lassungen in verstärktem Matze geltend. Dre Abschwächung hat jedoch bereits aus Ar- beitsmärkte übergegriffen, die im allge­meinen recht unempfindlich waren. Von dem schwerindustriellen Gebiet hat die Ab­schwächung zunächst auf die weiterverar­beitende Industrie des Düsseldorfer Be­zirks übergegriffen. Der Arbeitsmarkt deS Braunkohlenbergbaues scheint nicht Jo schwach wie der Steinkohlenbergbau zu fern. Die meisten Erwerbslosen stammen auS der Holz- und Papierindustrie. In der Tex- trlindustrie droht ein Lohnkampf. Die schlechte Lage des Arbeitsmarktes der An­gestellten ist durch die Betriebseinschrän­kungen int Bergbau und in der Eisenin­dustrie verschärft.

Arbeiterentlasiungr».

Gelsenkirchen, 17. Aug. (WTB.) Die Vergwerksgesellschaft Dablbusch hat außer den feit dem 1 Mai bereits entlassenen 400 Arbei­tern zum 15. August 650 Arbeitern und zum 30 September 31 Angestellten gekündigt. Die Ziegelei der Schachtanlage 1 ist seit dem 1. August stillgelegt.

Hamm. 17. Aug. (WTV.) Auf den Schacht­anlagen Herne 1, 2 und 3 ist weiteren 50 Mann zum 1. September gekündigt worden. Die Verwaltung der Zechen Königsborn, Grille und Erinberg hat die Zustimmung des Demo- bilmachungskommisiars zur Entlafiung von 850 Mann nachgesucht. Die Genehmigung wurde erteilt.

( LnNllUk fährt mck> London

Die französisch-englische Schuldenfrage.

London, 17. Aug. Das Londoner Blatt Financial News" veröffentlicht heute morgen eine Unterredung seines Pariser Vertreters mit dem französischen Finanzminister Caillaux. Caillaux erflärte, daß Briand während seines Aufenthaltes in London nicht über die Schul- ;fcentrage verhandelt habe, wohl aber fet er -mit Finanzsachverständigen zusammengetroffen «nd habe sich daraufhin ein Bild über die -englische Auffassung über die Schuldenfrage machen können. Was ihn, Caillaux, angehe, so wecke er in kurzer Zeit nach London reifen, eber diese Reise werde nicht den Charakter einer diplomatischen Mission tragen. Ste wecke lediglich dazu dienen, eine Fühlungnahme herzusiellen, um daraufhin in einen näheren Meinungsaustausch einzutreten, der die Gruyd- Jage der künftigen Verhandlungen bilden werde. Ebenso wecke man sich in Frankreich nicht durch das Ergebnis der amerikanisch-belgischen Schul- : d-nverbaicklungen beeinflussen lassen. Wenn behauptet wecke, die Schuldenftage beeinflusse die französische innere Politik, so ser dies ein bedauerlicher Irrtum. Die Schulden Frank­reichs an England hätten keinen vorwiegenden Einfluß auf die Entschließung der Regierung.

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