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Die Streikenden veranstalteten darauf eine grobe Kundgebung im Ausländeroiertel und vor der Handelskammer. Das rechtzeitige Ein­greifen der Polizei verhinderte weitere Aus­dehnung der Unruhe.

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Streikunruhen auch in Schanghai.

New Vork, 13. Aug. (TU.) In Schanghai drangen streikende Hafenkulis in das Ehinesen-

statr vorschriftmätzig mit 22 Kilometer in den Bahnhof eingefahren ist.

fk. Amiens, 15. Aug. Die Entgleisung des Schnellzuges AmiensBoulogne, die vor­gestern erfolgte, bat, wie nunmehr amtlich fest­gestellt wird, 11 Menschenleben gefordert. Die Zahl der Schwerverletzten beläuft sich auf 70, die der Leichtverletzten aus 78. Die angestellte Untersuchung hat, wie der Eisenbabnminister mitteilt, als Ursache des Unglücks die stark übertriebene Fahrgeschwindigkeit festgestellt, mit der der Zug in den Bahnhof Amiens ein­fuhr. Ob eine Explosion der Gasbehälter er­folgt ist, die wegen die vollkommenen Zer­trümmerung der Wagen nicht festgestellt wer­den kann, kann nicht gesagt werden. Auch sol­len in dem Schnellzug zu leichte und ausge­fahrene Wagen zur Verwendung gelangt sein. Durch den flechten Zustand der Eisenbahn­strecke innöRmlb des Bahnhofs von Amiens dürfte das Unglück zwar vielleicht nicht ver- anlagt, aber in seiner Auswirkung noch ver­stärkt worden sein. Der Lokomotivführer des Unglückszuges ist vollkommen zusammenge- gebrochen. -

ÄberlMsche Zeitung

szenieren. Beim Abmarsch von den Versamm­lungen ist es nun an zwei Stellen zu blutigen Zusammenstößen gekommen. Am Gesundbrun­nen forderte die Schutzpolizei die Demonstran­ten auf. ihren Zug zu teilen und dem Verkehr freie Bahn zu gewähren. Als Antwort er­tönte aus den Reiben der kommunistischen Frontkämpfer das Kommando:Zum Angriff vor!" Im nächsten Augenblick stürzten etwa 100 Kommunisten, die mit Schlagringen und Knüppeln bewaffnet waren und die außerdem unter den Jacken Plastersteine trugen, gegen das kleine Kommando der Schutzpolizei vor. Unter dem Steinhagel muhten die Beamten, von denen rtzehrere verletzt worden sind, zu­nächst zurückweichen, machten dann aber die Schuhwaffen bereit und forderten die Kommu­nisten nochmals auf, auseinanderzugehen. Als Antwort drang die Menge erneut auf die Be­amten ein, die nunmehr mehrere Schüsse ab­gaben. Einer der Demonstranten brach schwer getroffen zusammen und wurde später ins Krankenhaus geschafft, wo er jedoch kurz nach seiner Einlieferung verstarb. Auch ein Poli­zeibeamter ist ernsthaft verletzt morden. Mehrere Kommunisten, die in der Dunkelheit Verletzungen davongetragen batten, wurden von ihren Freunden in Rebenstraßen gebracht und dort von den Mannschaften des proletari­schen Gesundheitsdienstes notdürftig verbun­den. Auf die Schüsse der Polizeibeamten bin nahten schließlich mehrere Wagen der Schupo, die Verstärkungen beranbrachten, doch gelang es erst nach geraumer Zeit, die Menge, die noch immer eine sehr angriffslustige Haltung einnahm, abzudrängen.

Der zweite Zusammenstoh spielte sich in der Frankfurter Allee ab. Die Kommunisten um­ringten einen Wagen, rissen dem Kutscher die Zügel aus der Hand und versuchten den Lenke: vom Bock zu holen. Auf die Hilferufe bet lleberfallenen nabte ein Offizier der Schutz­polizei mit fünf Mann und forderte die De­monstranten auf, die Strahe frei zu geben. Als Antwort schlugen die Kommunisten mit Stöcken und Gummiknüppeln auf die Beamten los, die in eine äußerst bedrängte Lage ge­rieten. Die Situation wurde so ernst, daß der Offizier schließlich Befehl gab. von der Schuß­waffe Gebrauch zu machen. Es fielen mehrere Schüsse, durch die, soweit sich bisher feststellen läßt, zwei Personen schwer verletzt worden sind. Zufällig nabte in diesem Augenblick ein Lastwagen der Schutzpolizei mit zahlreichen Beamten. Bei dem Herannahen der Verstär­kungen ergriffen die Kommunisten die Flucht. An der Ecke der Frankfurter Allee trat die Schutzpolizei den Ruhestörern wiederum ent­gegen und forderte sie auf, die Strahe frei au machen. Die Antwort bestand in einem Stein­hagel und nunmehr gingen die Polizeibeamten mit den Gummiknüppeln vor. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem wiederum eine Anzahl Kommunisten Verletzungen davontru­gen. Drei Polizeibeamte sind schwer verletzt worden.

Der Polizeipräsident versicherte ausdrücklich, daß die Polizei nur in die Luft geschosien habe. Der Erschossene zeige eine Schuhver- letzung im Rücken, und es sei festgestellt wor­den. dah er zur Zeit des Schusies mit dem Ge­sicht gegen die Schupobeamten stand. Also sei er nicht etwa ein Opfer der Polizei geworden, sondern eines Schusies, der aus der Mengss fiel.

Sonnabmd, W15. August 1925

-ieSberhesflsche Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be- ^gspreis monatlich 2 GM. ans- Aießl. Zustellungsgebühr, durch rtePoft2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereignisse ausfallend« Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Derlag v. Dr. §. Hitzeroth, Druck der Unib.-Buchdruckerei b. Ze,«,. Aug- Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt £ W. Nr. 5015. Sprechzeit 6a Redaktion von 1011 und

Uhr.

Mr. 190 Sv.iMg. Marburg a. Lahn

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n« -rmzetgenpreis beträgt ft& den 10 gespalt. Zeilenmillimetrr 0.08 GM kleine Bar anzeigen 0.06 GM., amtlich« und aus­wärtige Anzeige» 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- Vorschrift 50°/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100 °/e Auf­schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als .Barrabatt. Ziel 5 Zage. Belege werde« berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark '/«.»Dollar.

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7 derBcrl. Lok.-Bnz." berichtet, fand gestern eine durch die Regierung einberufene Kon­ferenz statt, in der die Arbeiter ihre bisherige Forderung einer Lohnerhöhung von 50 Prvz. aufrechterhielten. Die Industriellen lehnten diese Forderung rundweg ab, erklärten sich aber bereit, die einzelnen Löhne um 1020 Prozent zu erhöben. Die Arbeiter waren mit

Sie Räumung

Die amtliche Mitteilung über die Räumung Düsseldorfs.

Düsseldorf, 14. Aug. Rach einer Mel­dung derDüsield. Rachr." hat heute ein fran­zösischer Offizier der Besatzung dem Regie­rungspräsidenten mitgeteilt, daß die Stadt Düsseldorf am 25. August abends geräumt sein wird.

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Die neue Verordnung des Berliner Polizei­präsidenten gegen politische Strahenkundge- buFgen hat sich nun zuerst gegen die Kom­munisten gerichtet. Bei verschiedenen Zu- fannnenstöhen der Polizei mit kommunistischen Demonstranten sind Tote und Verwundete auf dem Platze geblieben. Es klingt wie eine Ironie des Schicksals, dah die scharfen Mah- nahmen des Berliner Polizeipräsidenten zu­nächst eine politische Partei getroffen haben, welche doch Fleisch vom Fleische der Sozial­demokratischen Partei, welcher der Verliner Polizeipräsident angehört, ist. Die Kommu­nisten scheinen sich aber nicht entmutigen zu lassen. Sie kündigen bereits neue Kundge­bungen und Demonstrationen gegen das Vor­gehen der Schupo an. Wir haben bereits bei den Verhandlungen über die Zolltarif­vorlage im Reichstag darauf hingewiesen, dah das Auftreten der Kommunisten im Par­lament nur den Auftakt bilde für die Politik der Strahe. Diese unsere Voraussage hat eine allzu rasche Bestätigung gefunden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Kommunistische Partei in ganz Deutschland in der allernächsten Zeit mehr als bisher noch die Agitation auf die Strahe tragen wird: es wird also alles darauf ankommen, dah zeitig genug Sicherheitsmahnahmen ge-

Sitter ein Eisenbahnunglück m NlMkMly

ff. Paris ,15. Aug. Der D-Zug Amster­dam-Paris ist gestern abend 11 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Lindit auf den von Lille kommenden Perfonenzug aufgefahren. Der Gepäck- und die nächsten Personenwagen wur­den zertrümmert.Matin" zufolge spricht man von 3 Toten und 4050 Verletzten. Erst nach den Aufräumungsarbeiten wird es möglich fein, die Verluste genau festzuftellen. Unter de» Opfern befinden sich Leute, die nach Amiens reisten, um die bei dem dortigen Eisenbahn­unglück verunglückten Angehörigen festzuftellen.

Das Eisenbahnunglück bei Amiens.

Paris, 14. Aug. (TU.) Das Eisenbahn­unglück bei Amiens ist, wie die eingeleitete Untersuchung ergeben hat, auf das Ver­schulden des Lokomotivführers zurückzuführen, der gestern abend verhaftet wurde. Es hat sich herausgestellt, dah der Zug mit einer Stundengeschwindigkeit von 92 Kilometern

vor- igen

diesem Vorschlag nicht einverstanden und proklamierten für heute den Generalstreik, der 130 private und 12 militärische Betriebe um­fasst. Es streiken mehr als 25 000 Arbeiter.

Fälschungen im polnischen Heeresarchiv.

W a r s cha u, 14. Aug. (TU.) In der Warschauer Presse hat eine Mitteilung Pil- sudskis auf der letzten Legionärtagung großes Aufsehen erregt. Danach sind die Sitzungs­protokolle des Kriegsrates, den Pilsudskr im Jahre 1920 während des sowjetrussisch-pol­nischen Krieges im Jahre 1920 geleitet halt', im Heeresarchiv nachträglich gefälscht.

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Sie Kümpfe in Marells

Die Widersprüche in den französischen Marokko- meldungen.

Madrid, 14. Aug. (TU.) Di« fran­zösischen Meldungen über die Vorgänge in Marokko finden hier kein Vertrauen mehr, da sie sich ftänbtg widersprechen. Der fran­zösische Heeresbericht teilt mit, daß sich die vereinigten französisch-spanischen Truppen rm Vormarsch befänden und auf feinen ernstlichen Widerstand träfen. Die Erfolge sollen einen großen Eindruck auf die Eingeborenenstämme gemacht haben, sodaß zahlreiche Rifstämme ihre Unterwerfung angeboten hätten. Man weist ullgemoin darauf hin, daß ixe aus Tanger ein- gefaufenen spanischen Meldungen berichten, txii| der spanisch-französische Angriff bei Uezzan «um Stillstand gekommen sei. Abd el Krim habe dort starke Streitkräfte aus der spani­schen Zone zusammengezogen. Der Druck der Rifleute auf die französische Ostfront habe sich verstärkt und bei Taza hätten die Fran­zosen sogar mehrere Stellungen aufgeben müs­sen. Abd el Krim habe allen Rifftämmen in der spanischen Zone den Befehl gegeben, nach Uezzan zu marschieren, um dort in den Kampf etniugteifen. -------- - -

Die blutigen Krawalle im Norden und Osten von Berlin.

Berlin, 14. Ang. Die gestrigen Zu­sammenstöße. die sich zwischen j Kommunisten und Schutzpolizei im Norden und Osten Ber­lins nach Schluß der kommunistischen Protest- Versammlungen in den späten Abendstunden ereigneten, haben ein Todesopfer gefordert. Der Arbeiter Straßberg, der einen Lungen­schuß erhalten hatte, ist im- jüdischen Kranken­haus seinen Verletzungen erlegen. Es sind ferner etwa 15 Polizeibeamte durch Stein­würfe ober Schläge mit Knüppeln verwundet worden. Festgeuornrnen sind etwa 20 De­monstranten, von denen neun in Gewahrsam der Polizei behalten wurden. Diese Fcstge- nommenen sind heute einem längeren Pcrhör unterzogen worden. Nach Meldungen der kommunistischen Presse hat eine ganze Reihe von Demonstranten Verletzungen erlitten. Zwölf Leicht- und Schwerverletzte sind nach dieser Quelle vom Proletarischen Gesundheits­dienst behandelt worden.

In Schöneberg hat gestern abend ein Zu­sammenstoß zwischen Hakenkreuzlcrn und Reichsbannerleuten zu der vorläufigen Fest­nahme von fünf Personen geführt.

Kommunistische Angriffe auf Polizeibeamte.

TU. Berlin, 14. Aug. Die kommunistische Partei batte am Donnerstag abend ihre An­hänger auf sechs großen Plätzen Berlins zu- fammenberusen, wo nach den Ankündigungen derRoten Fahne" gegen die Annahme des Zollgesetzes Protest erhoben werden sollte. Als Redner waren Abgeordnete genannt, von denen jedoch nur ein kleiner Teil erschien, mä6renb zumeist unbekannte Referenten auf­traten. Die Stimmung unter den Versammel­ten war besonders im Norden und Osten der Stadt außerordentlich erregt, zumal auch die Redner in schärfster Form die Massen auf- peitschten. Es wurde überall aufgefordert, gegen die Zollpolitik Massenstreiks su in-

Sie London« Bminbnmngm

Die Fülle der Einzelheiten, die gelegentlich der Erörterung der verschiedenen Garantie- Verträge in den Vordergrund geschoben wer­den, sowie die Richtung, die diese Erörte­rungen nahmen, sind geeignet, die wesent­lichen Grundgedanken des deutschen Pakt­angebotes immer Mehr zu verschleiern. Aufs neue gewinnt man den Eindruck, als ob in der englisch-französischen Besprechung die Grundlage gewonnen sei zu einem Diktat, das in feinen bedenklichsten Punkten zu än­dern auch auf einer Konferenz kaum noch Gelegenheit fein wird. Man muh sich ein- mar klar'machen, was es heißt: Ein 60 Milli­onen Volt unterbreitet den alliierten Mächten einen Vorschlag zur Sicherung der bestehen­den Grenzen, es verzichtet also für abseh­bare Zeit durch schriftlichen Vertrag auf den Versuch, uraltes deutsches Land, das nur im Wechsel des Kriegsglückes uns entrissen wurde, wiederzugewinnen, und die Alliier­ten erklären ,dah sie diesen Vorschlag zwar im Prinzip gutheißen, daß sie sogarm höflichem Tone" zu ihm Stellung nehmen wol­len, während sie in Wirklichkeit die Sicherung der deutschen Grenzen völlig hinanstellen und an die Gewährung selbstverständlicher An­sprüche Forderungen knüpfen, die den deut­schen Vorschlag inS Gegenteil verdrehen.

Es muß immer wieder gefragt werden: Welchen Sinn hat das deutsche Angebot? Ihm liegt die Absicht zugrunde, die vielerlei Spannungen, die auch nach dem Eingeständnis unserer Gegner die politischen und wirtschaft­lichen Beziehungen der Völker in zunehmen­dem Maße vergiften müssen, dadurch zu lösen, daß es die Ursachen dieser Spannungen be. fertigt oder doch mildert. Unter Wahrung oder Wiederherstellung völliger Gleichberech­tigung unt Gegenseitigkeit soll ein Abkommen ü§er die Anerkennung der gegenwärtigen deutschen Westgrenzen geschlossen werden. Dieser Punkt steht durchaus im Vordergründe des deutschen Vorschlages. Dieser freiwillige Verzicht Deutschlands, über dessen Zweck­mäßigkeit wir uns unter uns auseinanderzu­setzen haben, bedeutet für die Welt angesichts der bestehenden Rechtsgrundlagen und ange­sichts der Mißhandlungen und Leiden, denen das deutsche Volk seit Jahren ausgesetzt ist, ein außergrdentliches Opfer Deutschlands.

Frankreich geht nun darauf aus, diese Ga­rantie so zu gestalten, daß sie ganz einseitig gegen Deutschland gerichtet ist. Angenommen wird die deutsche Garantie des jetzigen Zustandes, eine französische aber wird von Bedingungen abhängig gemacht, die das deutsche Bolk unter keinen Umständen anneh­men darf. Brianb hat mit feinem zielbewuh- ten Vorgehen wieder wie bisher England gegenüber, das bekanntlich nicht unbeteiligt ist an den deutschen Vorschlägen, beträchtlich an Boden gewonnen. Es ist bezeichnend, daß er nach London den fertigen Antwortentwurf mitbringt, und dah England durch Chamber­lain nur daran ändert. Es ist kein Zweifel, dah auch diesmal die Einigung keine völlige gewesen ist, die redaktionelle Durcharbeitung hätte eine Konferenz garnicht erfordert. Deut­lich aber läht sich feststellen, dah Briand seine grundsätzlichen Forderungen, indem er den englischen Bedenken wegen der östlichen Schiedsverträge ausweicht, erfolgreich vertre­ten hat.

Gewisse Bedingungen, tote die Voraussetz­ungen zu Deutschlands Eintritt in den Völker­bund und die Formen etwaiger Sanktionen scheinen festgelegt zu sein. Offen gelassen find einige Fragen, von denen Briand mit rühren­der Selbstverständlichkeit annahm, daß Slrese- mann sie nurzur Beruhigung der öffent­lichen Meinung" berührt habe, z. D. die ge­samten Besatzungsmahnahmen.

Entscheidenden Wert legt Frankreich offen­bar darauf, dah die englische Garantie in wich­tigen Fällen sofort und automatisch in Kraft tritt, daß also der alte Gedanke des Garantie, bündnisses der Alliierten, wie er einst in­folge der Nichtratifizierung des Friedensver­trages durch die Vereinigten Staaten fallen gelassen worden ist, noch verwirklicht wird. Das schiedsrichterliche Eingreifen des Völker­bundes, die Errungenschaft des 20. Jahrhun­derts, soll nur in minder wichtigen Fragen in Anwendung gebracht werben. Dement­sprechend sieht der französische Paktentwurf möglichst viele Fälle für das automatische Ein­greifen im Sinne der Garantie vor.

Ob versucht worden ist, auch die deutsch- polnischen und die deutsch-tschechischen Schiedsverträge in dieses französisch-englische Garantiesystem einzubeziehen, läßt sich nicht ersehen. Es ist aber auch unwesentlich, wenn England, das anscheinend lediglich in dieser Frage der deutschen Regierung von Anfang an festere Zusagen und dadurch seltsamer Weise auch Mut zu dem Angebot gemacht hat, auf seinem Standpunkt beharrt. Denp es

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Diegrobe Armee" in den polnischen Ma- nöorrn geschlagen.

Berlin, 14. Aug. Wie demBerl. Lok.- Anz." berichtet wird, ist gestern der erste, Teil der groben polnischen Sommermanöver, die kriegsmäßige llebung der Kavallerie bei Brody (Ostgalizien), nach dreitägiger Dauer mit einem Mißerfolg der von Osten angrci- fendengroben Armee" (!) zu Ende gegangen. Anschließend fand ein Vorbeimarsch sämtlicher Truppen vor der Generalität und den Vertre­tern der fremden Armeen statt. Abends kehr­ten die Gäste und die Manöverleitung nach Warschau zurück.

Generalstreik in der polnischen Metallindu'trie.

Berlin, 14. Aug. Seit Mittwoch streiken in Warschau etwa 10 000 Metallarbeiter. Wie

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