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t Die französische Antwort an Deutschland:
1 der Sicherheitspakt und
8. die Aufnahme Deutschlands in den $51» kerbund.
Es heiht dann in der offiziellen Meldung weiter:
1. Die Antwortnote wird sehr kurz sein und
den Völkerbund eintreten darf, und datz namentlich eine Befreiung von den militärischen Verpflichtungen des Art. 16 nicht in Frage kommt. Ferner wurde behauptet, heiht es in der Havasnote weiter, datz die Frage der Garantierung der deutschen Schiedsgerichtsverträge mit Polen und der Tfchecho-Slowakel durch Frankreich zu Meinungsverschiedenheiten Anlah gegeben hätte. Nach der Havas- meldung handelt es sich nur um redaktionelle Differenzen. England hat erklärt, dah es Frankreich völlig-frei« Hand in der Garantierung der Schiedsgerichtsoerträge lasse. Es besteht kein Grund, anzunehmen, datz England von seinem Standpunkt abgekommen ist. Zum Schlüsse heiht es: Man verschlietzt sich in den zuständigen englischen Kreisen nicht der Erkenntnis, datz noch gewisse Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenhenten zu beheben sind; doch erblickt man in dem Umstand, datz Briand jetzt nach London geht, einen Beweis dafür, datz sich die beiderseitigen Standpunkte
nen werden. Dementsprechend wird Deutschland eingeladen werden, zu einem bestimmten Datum Verhandlungen mit den Alliiertest aufzunehmen.
2. Sicherheitspakt: Bon französischer und englischer Seite wird jetzt ein Projekt des Sicherheitspaktes ausgearbeitet und miteinander verglichen. Der französische Entwurf befindet sich zur Zeit in London: doch besteht Grund zu der Annahme, datz Briand ein umgearbeitetes Projekt nach London mitbringen wird, das dann Gegenstand der Besprechungen neben dem englischen Gegenentwurf werden dürfte. Beide Projekte-sollen zu einem einzigen Dokument umgearbqjtet werden, das den Verhandlungen mit Deutschland zugrundegelegt wird.
3. Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund: Das Foreign Office pflichtet noch immer voll und ganz der französischen Note vom 16. Juli bei, in der festgestellt wurde, dah Deutschland nur auf dem vorgeschriebenen Wege in
Sie chineMen Wirren
Streikabbruch in Schanghai.
London, 9. Aug. (TU.) Aus Schanghai wird gemeldet, daß der Streik in den iapant» scheu Wollspinnereien kurz vor dem Abbruch steht. Zwischen den japanischen Unternehmern, dem japanischen Konsulat und dem chinesischen Fremdenkommissar in Schanghai haben Verhandlungen stattgefunden, die zu einem neuen Arbeitsabkommen geführt haben. Nur der chinesische Propinzgouverneur muh hierzu noch seine Zustimmung geben. Die seit vielen Wochen im Streik befindlichen 50 000 Arbeiter werden dann die Arbeit sofort wieder auf» nehmen. Auch der Spinnereiarbeiterverbano
Erz-
Nach
gen.
Polnische Pressestimmen jut Optanten«!* Stresemanns.
Warschau, 9. Aug. (TU.) Die „Sa- Jetta Warszawska" nimmt heut m er nem Artikel Stellung zu der lungfttn Rede Stresemanns im Reichstage. Das Blatt er* ilUrt datz Dr. Ktreseuiann Dolen nicht
ter im Streik bleiben. I
Der Sah der chinesischen Arbeiter richtet sich I jetzt nur noch gegen die englischen Arbeitgeber. I Durch diese Verständigung hat Japan erreicht, I dah sich der Fremdenhah nur noch gegen die I Engländer richtet. Der lediglich aus Europäern bestehende Stadtrat von Schanghai tjt i jetzt gezwungen, mit den streikenden Arbeitern I ein ähnliches Abkommen zu treffen, wenn er I nicht völlig ausgeschaltet werden will. Auch I die Seidenarbeiter haben nach einer Lohn» I aufbesserung von zwei Cents die Arbeit wie- I der aufgenommen. |
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Schwere Eisenbahnunfülle
Görlitz, 9. Aug. Heute früh zwischen 8 I und 4 Uhr fuhr ein von Hirschberg kommender I Güterzug auf einen in der Station Rabischau I stehenden Güter,ug von hinten aus. Dtzrch I den heftigen Anprall wurden zahlreich« Wo- I gen zertrümmert, so dah ein ganz bedeutender I Materialschaden entstand. Bisher wurden
2 Tote und 3 Schwerverwundete I festgestellt. Die Ursache ist noch nicht aufge- klärt. Der Verkehr wird teilweise durch Um» 1 steigen, teilweise durch Umleitung aufrecht- erhalten.
Schweres Eisenbahnunglück.
Weiden (Oberpfalz), 9.Ang. In der ver. gangenen Nacht gegen 11M Uhr fuhr kurz vor der Station Luhe der D-Zn« München—Berlin auf einen in Fahrt befindlichen Güterzug auf. Hierdurch wurden 8 Wagen de» Güter» i zages zertrümmert und von de« D-Zug wurde
ÄbertMsche Zeitung
St. 185 60 Mkg. Murg tu Kahn
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i Goldmark — Vt>,Dollar.
zumutcn könne, auf die Wiener Bestimmungen in verzichten. Polen werde sich ganz genau an l)ie Versailler, wie an die Wiener Bestimmungen halten. Die Zeitung stellt rnT Genugtuung est, daß die deutschen Parteien^doch ruckt so kurzsichtig seren, EAch auf bin völkischen Antrag, die diplomatischen Beziehungen zu Polen abzubrechen, einzulassen.
Polens Ansichten über die Optantenfrage.
Warschau, 9. Aug. (TU.) Der Stellvertreter des Außenministers, Poralski, empfing gestern den Warschauer Vertreter von Havas und informierte ihn über Polens Stellung zur Optantenfrage. Poralski führte die erregte öffentliche Meinung in Polen auf die Hetze der deutschen Rechtspresse zurück. Er ist der Meinung, daß die deutsche Recnerung es habe wissen müssen, daß am 1. August die Wiener Bestimmungen Tatsache würden und daß es infolgedessen Pflicht der Deutschen gewesen wäre, für menschenwürdige Unterbringung der Optanten rechtzeitig zu sorgen. Dre Katastrophe von Schneidemühl könne keinesfalls auf Polens Schuld zurückgeführt werden. Die in Schneidemühl befindlichen Optanten hätten Polen freiwillig verlassen (?)- Bis jetzt habe Polen keine Gewaltmaßnahmen ergriffen. Er hoffe, daß sich das auch toeiterbtn vermeiden lassen werde. Die deutsche Oeffent- lichkeit müsse schließlich einsehen, daß Polen nur auf feinem Recht beharre und daß es keinesfalls den Wunsch hege, Deusichland zu provozieren. Poralski versicherte, daß Polen aufrichtig wünsche, gute und freundschaftliche Beziehungen zu Deutschland zu pflegen. Wie -z zwischen Nachbarstaaten angebracht sei. Er gao seiner Hoffnung Ausdruck, daß Deutschland ebenso denke.
Die eingegangenen Spenden für die Optanten.
Berlin, 9. Aug. Die Morgenblätter melden aus Schneidemühl: An Spenden für dw Ovtanten im SchneLemühler Lager sind ein» gegangen: 30 000 Mark von der Stadt Berlin 2 000 Mark vom Deutschen Roten Kreuel, ie 1000 Mark von der Kronprinzessin Cäcilie und der Bundesleitung des Deutschen Offtzurs- bundes, je 500 Mark vom Landesbund Preußisches Rotes Kreuz und vom Hauptverband der Vaterländischen Frauenvereine. Die Spende» des Roten Kreuzes und der Vaterländischen Krauenvereine sind für die Kleinkinderpflege bestimmt.
lernen, die Loyalität gegen ihre neue Obrigkeit licken oIs eine gottgewollte Pflicht zu betrachten.
Gegen diese Auslassungen führte der Mst- Aus- schweizer Roger B o rn a nd unter großem Bet- . fall der Versammlung aus,
die Optantenausweisungen aus Polen mit beut' ihren Ungeheuerlichkeiten fei durchaus der «rson Vertreibung der kleinasiatifchen Griechen
Kne Havasmeldung über die Zufammenkunft Briands und Chamberlains.
Paris, 10. Aug. Eine Havasmeldung aus i London besagt, datz man im englischen Aus- fflättigen Amt der Zusammenkunft zwischen Priand und Chamberlain die größte Bedeutung beimesse. Es werden folgende drei Pro-
rotib zu dem neuen Abkommen feine Zustimmung geben, nachdem er von der chinesischen Regierung als Gewerkschaft und berechtigte Vertretung der Arbeiterschaft anerkannt worden ist. Rach dem Abkommen sollen die Lohne ttm 10" Prozent höher werden. Die Unternehmer wollen 100 000 Dollars an die Gewerk- Ichaft zahlen, wenn sie sich nicht zur Aufrechterhaltung des Arbeitsabkommens und zur Unterdrückung jedes wilden Streiks bereit erklärt. 20 00 Dollars dieses Betrages sollen sofort an die Familien der während des Streikes getöteten Arbeiter verteilt werden.
Durch dieses Abkommen werden nur die japanischen Spinnereien berührt, während di« Arbeiter der britischen Svinnereibetriebe wei»
Leben gekommen ist. Von den Verletzten be- finden sich noch 2 im Krankenhaus in Weiden und zwar die Eisenbahnbeamten Ant. Schuster und Otto Piel, beide aus Regensburg. Von den leichter Verletzten haben 7 aus Norddeutschland stammende Reisende ihre Reise bereits fortgesetzt. Ihre Namen sind nicht be«. könnt geworden. Allgemein hört man bi«; Behauptung, daß die Strecke auf der Station Wernberg gesperrt gewesen sei. Dagegen be-, bauptet der Lokomotivführer des D-Zuges,^ das Haltesignal infolge des Nebels nicht ge-, sehen zu haben. Der Lokomotivführer bes„ Eüterzuges hat den D-Zug herankommen sehen und Volldampf gegeben. Doch war der Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden. Ob der Lokomotivführer das gegebene Notsignal gesehen hat, steht noch nicht fest. Der Schlußbremser ist nur, wie durch ein Wunder mit dem Leben davöngekommen, da die stürzenden Wagen sämtlich nach der anderen Seite hinüberfielen. --- <4
Montag, ttn io. August 1925
^>b«rhessifche Zeitung-' ee* 7. tzt sechsmal wöchentlich. Be- monatlich 2 GM. aus- :,^l ZustellmigSgebühr, durch —■><12.25 GM.Für etwa infolge Maschinendefekte oder le-mltarer Ereignisse ausfallend« wcuunern wird kein Ersatz ge- <-tct Verlagb.Dr.§.Hitz«roth. der Univ.-Buchdruckerei b. ZT-Zug. Kock. Markt 21/23. Sprecher-Rr. 55.-.Rr. 666. ^.occheckkonto: Amt Frankfurt ' M. Nr. 5015. — Sprechzeit ! Redaktion bon 10—11 und i i/,l-l Uhr.
ketomml dom Roten «reuz in Stuttgart
Aus allen Gauen Deutschlands toaren die Vertreter deutscher Danitätskolonnen und verwandter Männer-Vereinigungen des Solen Kreuzes vom 16.—20. Juli in Stuttgart versammelt, um in den Beratungen die edlen Belange und Ziele des Boten Kreuzes, Wohlfahrts- und Derbanbsangelegenheiten zu fördern.
Staatsrat Dr. Hegelmeher, Präsident des Württembergischen Landesvereins vom Seien Kreuz, hielt die Begrüßungsansprache. 3u- stizminister Deherle begrüßte die Gäste namens des Staatspräsidenten und der Segte- rung. Sodann sprachen ftoch eine ganze Anzahl weiterer Vertreter der Behörden usw.
Am nächsten Tag begannen dann die eigentlichen Beratungen im großen Festsaal der Liederhalle. Die Tagung wurde eröffnet durch den ersten Vorsitzenden des Seichsverbandes, Facharzt Dr. Pertz, Karlsruhe.
Der Vorsitzende des Wohlfahrtsausschusses, Direktor Proffen, Mühlheim, gab eine allgemeine liebersicht über die bestehenden Wvhl- sahrtseinrichtungen, die MSnnersterbekasse, die Frauensterbekasse, die Haftpflichtversicherung und das Erholungsheim in Biedenkopf.
Branddirektor Saßtrat-Stettin, begründete eine Entschließung, wonach der Seichsarbeitsminister aufgefordert werden soll, schleunigst eine neue Gesetzesvorlage einzubringen, die enthält, dah Krankenträger in Erfüllung ihrer Pflichten von reichswegen gegen Unfälle versichert fein sollen. Diese Entschließung fand einstimmige Annahme.
Stadtvberinspektor a. D. Berner, Honnef <t Sh. legt hierauf einen Kassenbericht für das vergangene Jahr ab. Sodann erfolgte die Neuwahl der Ausschuhmftglieder. /
Sine außerordentlich lebhafte Besprechung beschwor die Wahl des nächstjährigen Tagungsortes herauf. Anträge hatten gestellt: Bremerhaven, Dortmund. Gießen, Marburg und Neustrelitz.
Ajt Sufflinnitntuiift StfonfcS mit Cbontötrlnfti I
Wird MKM m einet Konferenz eingetocn? I aus Düsseldorf melden, soll Düsseldorf und
«WHrV * e I dementsprechend wahrscheinlich auch Duis-
bürg und Ruhrort erst vom 21. bis 31. August geräumt werden.
____ sich darauf beschränken, gewisse Punkte der ---- deutschen Note vom 20. Juli zu berichtigen r und im übrigen die Reichsregierung davon in fl- Kenntnis zu fetzen, datz die Aussprache auf diplomatischem Wege durch die Kanzleien be» mnW endet fei und direkte Verhandlungen begin- olzen
Bom Vorstand des Seichsverbandes war bereits Marburg für die Tagung ausersehen, da gleichzeftig hiermit die Einweihung des neuen Erholungsheimes in Biedenkopf verbunden werden sollte. Warburg muhte aber zu Gunsten Dortmunds zurücktreten, da von verschiedenen Vertretern, besonders von Gießen daraus hingewiesen wurde, dah Marburg überhaupt nicht in der Lage sei, die Teilnehmer. die mindestens auf 4000 Personen zu schätzen sind, da Marburg im Zen- tntm liege und von allen Seiten sehr bequem zu erreichen sei, in einem Saale unter- !»-» ...... - -sch... •«» »w |
verletzt. Der D-Zug wurde mit einer Berfpa- I Ansaat höchstes 1000 Personen fasse. Es tung von 5 Minuten weitergeleitet. 1 wurde noch bemerkt, dah Marburg vielleicht
Nach einer weiteren Meldung aus Weiden I in späteren Jahren auf emen Seichskolonnen- wird die Zahl der bei dem Eisenbahnunglück tag rechnen könne, wenn Marburg m der Zeit
bei Luhe Verletzten neuerdings mit 13 ange- einen großen Saal gebaut hatte. Der Ma-
geben. Einer der beiden Toten ist der Loko- grstrat der Stadt Marburg sei ja auch dieer-
motivheizer Sperl aus Schwandorf, der erst halb in Gießen gewesen und hättesbieBortige
seit kurzer Zeit in Weiden stationiert war neu gebaute sftsthalle l^ichttgt,. und es wurde
und der sich außerdienstlich im Zuge befand.. w°hl m Marburg tn Balde ein wuw Saal Der andere Tote ist ein Versicherungsinspekfr .1 gelmu-r werden? ^lu^ biesem Grunde utd Jänicke aus Potsdam, der durch Herzschlag ums 1 wohl auch d^halb, Werl Dortmund endlich
lr, in Generalsuperintendent Blau- Posen betonte, daß bie Loyalität der Minderheiten gegen du ire In Obrigkeit ihres Staates selbstverständliche , Pflicht sei, aber es sei nicht illoyal, wenn du
1 Mitglieder ihre teuersten getfttgen Guter sich •alten erhallen wünschten. In ergreifenden Wor- ten legte er dann die Wirkungen der Optanten- ausweisungen auf das kirchliche Leben der Po- k ken Jener evangelischen Kirche dar. Die Resolu- 6 0 timten Mac Farlands wurden dem Exe- kutivausschuß des Weltbundes überwiesen. Du ganze Versammlung war von regstem Interesse und von tieffter Sympathie für die Vertru- alles, betten erfüllt. In der Frage der militärischen Macht des Völkerbundes bekannte man sich nach Ausführungen der englischen Bttchöse von Lincoln und Worchester und des Reichsgerichts- Präsidenten Dr. Simons-Leipzig zu der Ueber- heugnng, daß der Einfluß des Volkerbuni^ in dem Maße wachse, tote et sich entschließt, sich mehr auf Moral, als auf Gewalt zu stützen. Der Kongreß vertagte sich auf mor-
Sas Echilkicil »er Setonten tz di< Die Optantenfrage auf der Stockholmer Kirchenkonferenz.
f M Stockholm, 9. Ang. (TU.) Auf An- , trag von Dr. Atkinson-Newhork und Protz "Deißmann -Berlin widmete die Weltbund- eulel« bmserenz der. Flüchtlings- und Aiinoritäten- *:agc eine besondere Sitzung. Der Generat- ,vmtär des amerikanischen Kirchenbundes, Dr.
, uni Mac Farland, hatte zwei Resoluttonen — Über die Austreibung deutscher Optanten aus alle« Polen und über die Frage der religio।en unb nationalen Minderheiten — aufgestellt, du er mit großem Ernst unter Hinweis auf du stotoe- Ltzeni rat politischen Gefahren begründete. Pros- Deißmann dankte unter warmen Worten für das Mitgefühl für die Ausgenneunen, daß der amerikanische Führer diese Frage aufrollte. Die amerikanische Kirche hatte du Auf- Wbe, ein Clearing House zu sein für die Wirren der europäischen Sage. Generalsuper- „jjintenbent Bursch-Warschau leugnete nicht i si<i ine Härte der polnischen Ausweisungen und seiner die der Griechen aus Kleinasien. Der wegen 1 feiner Deutschfeindlichtett bekannte Warschauer Herr Generalsuperintendent bat Mac, Farland sich auch einmal in Warschau zu informieren.