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SRntbtitOtt Tageblatt
Nr. M 60 5(te Marburg o. Wn
Mische Lanbeszettung
öbechemsche
Zeitung
’Kn»; Die Sachlieserungen.
ff. Paris, 6. Au'g. Dem Journal zufolge beschäftigt man sich im Ministerium für öffentliche Arbeiten sehr eingehend mit der Frage der Sachlieferungen. Man beabsichtigt, für 80 Millionen Pflastersteine und für 7 Millionen Asvbaltteer zu bestellen. Ferner sollen von den Sachlieferungen Kanalbauten, elektrische Eisenbahnen und Hochöfen hergestellt werden. Auch im Handelsministerium und im Ministerium für die befreiten Gebiete ist man an der Arbeit, ein Programm für Sachlieferungen aufzustellen.
Der Anzeigenpreis beträgt für den 10 gespalt. Sciknmillimttet 0.08 GM., kleine B-rar-zeigen 0.06 GW., amtlich- und aus- värtigc Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platzborschrift SO0/, Aufschlag. — Sammelanzeigen 100 °/o Aufschlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle «nd Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
1 Goldmark — V.,»Dollar.
EssenS. Aug. (TU.) Nach der Aufstellung des Landes-Arbeitsamts Westfalen (Abteilung . Bergbau in Bachum) beträgt die Zahl der ar- r. beitslosen Bergarbeiter im Ruhrbezirk gegenwärtig schätzungsweise 15 000 Mann. Dis zum 15. August sind weitere Entlassungen von 13 000 Rann angekündigt.
Sie RenlenbankstedilanIIllit
Die konstituierende Atzung der Rentenbankkreditanstalt.
B e r l i n, S. Aug. (TU.) In den Räumen des Reichswirtschaftsrates fand heute die Konstituierung der neuen Deutschen Rentenbank- Kreditanstalt statt. Präsident Lentze teilte einleitend mit, daß die Rentenbankkreditanstalt seitens der Rentenbank als Kapital ein Betrag von 170 Millionen Mark überwiesen werde und
Brianös GesenvorWäse
Ein System von Vertrügen
Koblenz, 5. Aug. (TU.) Die interalliierte Rheinlandkommisswn hat die Berliner .Zeitungen „Der Tag" auf drei Monate und die „Tägliche Rundschau" auf einen Monat für das besetzte Gebiet verboten. Ferner untersagte die Rhcinlandlommission die Voriuhrung des Lichtspielstreifens „Der junge Medardus , da er geeignet sei, die öffentliche Ordnung zu hören.
Die Arbeitslosigkeit im Ruhrbergbau.
Sie Marge für die Aiisge- wiesenm
S ch neide mü hl, 5. Aug. (TU.) Gestern Nachmittag hat unter Vorsitz des Vizepräsidenten Hack eine Besprechung der charitativen Verbände der Grenzmark mit den Vertretern der Regierung und des Wohlsahrtsministeriums kattgesunden, in der folgende Beschlüsse gefaßt wurden:
Der Verein Landaufenthalt für Stadtkinder hat sich bereit erklärt, sofort 400 Kinder im Alter von b bis 14 Jahren, /rusnahmsweise auch bis zu 16 und 1« Jahren, in Kinder- gmtn an der See oder im Gebirge je nach ahl der Eltern unterzubringen. Der Auf- enthalt der Kinder ist kostenlos. Ta der Land- burob 5 bis 6000 Stellen angeboten hat, können sämtliche Kinder untergebracht werden. Die Betreuung von kränklichen und alten Leuten haben die charitativen Verbände in Schneide- MW übernommen. Für die Betreuung werden
Räumung der SanktionsWte
Duisburg, 5. Aug. (TU.) Die mili- iarischen Umgruppierungen im Sanktionsge- shch beendet. In Duisburg traf eine belgischen und französischen GcncralstabS- ofsizicren bestehende Kommission em, du eine Inspektionsreise durch das Sanktionsgebiet unternimmt. Die Aufgaben dieser Kommission seien die technische Vorbereitung der Räumung des Sanktionsgebietes. Die Besatzungsbehör- den haben für den 15. August eine große Anzahl Waggons von der Reichsbahnbehördc an- gkfordert. Eine offizielle Mitteilung über du Räumung des Sanktionsgebietes ist den innerhalb der Brückenköpfe Duisburg-Ruhrort und Düsseldorf liegenden Gemeinden bisher noch nicht zugegangen.
Reue IeitungSverbole im besetzten Gebiet.
MRröiag, 1 Kii 6. AngUil 1925
■ ' ' lgehenden Grund-
'chülden Beträge bis zu 25 Millionen Mark, weil vorweg 60 Millionen Mark zur Tilgung der Rentenbankscheine verwendet würden. Außerdem wären noch 870 Millionen Mark zu tilgen, und zwar am 1. Dezember jedes Jahres 290 Millionen Mark seitens der Rentenbank. Auch in dieser Versammlung wurde noch einmal seitens der Landwirtschaft dem Protest ge-
Der Zweck der Reise Briands.
London, 5. Aug. (TU.) Wie der diplomatische Mitarbeiter des „Daily Telegraph" mitteilt, ist der Zweck der Reise Briands nach London der, daß der französische Außenminister einmal in vollem Einvernehmen mit England die von ihm und Berthelot redigierte Antwortnote an Deutschland abschicken und zweitens Chamberlain die französische Ansicht über den Sicherheitspakt im allgemeinen mündlich darlegen will.
fk. Paris, 6. Aug. Br land wird nunmehr feine Reise nach London am Montag Abend antreten, um mit Staatssekretär Chamberlain das Sicherheitsproblem zu besprechen. Im Bordergrund der Beratung steht, dem „Malin" zufolge, die Antwort auf die deutsche Note vom 20. Juli; ferner wird man sich mit dem Garantiepakt selbst beschäftigen. Die englische und französische Regierung hätten bereits praktisch verwendbare Schriftsätze ausarbeiten lassen. Der französische Entwurf sehe verschiedene Verträge vor und zwar
einen rheinischen Pakt durch den sich Frankreich die Mitwirkung Englands im Falle eines deutschen Angrisses am Rhein sichern will.
Als Gegenleistung soll Deutschland durch einen französisch-deutschen Schiedsgerichtsvertrag gewährleistete Garantien erhalten.
Ferner enthält der französische Entwurf noch einen deutsch-polnischen und einen deutschtschechoslowakischen Schiedsgerichtsvertrag.
ff. London, 6. Aus. Der „Time s" wird aus Paris berichtet, B r i a n d werde Chamberlain zur Erwägung unterbreiten:
1. den Entwurf einer Antwort auf die letzte deutsche Rote,
2. einen vom Framagert nach verschiedenen Erörterungen der Einzelheiten zusammen mit Cecil Kuret aufge^-llte« Entwurf des Paktes selbst.
fk London, 6. Aug. „Moinig Po st" erfährt, in Begleitung Briands würden Ver- thelot und Fromageot als juristische Sachverständige und Leger vom „Quai d'Orsey Briand werde mit Chamberlain auch die Schuldenfrage vom politischen Standpunkt aus erörtern. Es werde erwartet, daß Herriot später nach London kommen werde.
Itt dkUMfvtmischk SandklS- cctfrng
Die deutsch-spanischen Verhandlungen ins Stocken geraten.
Berlin, 5. Aug. (TU.) Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Madrid den definitiven Abbruch der deutsch-spaniichen Handelsvertragsverhandlungen, weil die telegraphischen Weisungen aus Berlin an dte deutsche Delegation nach Spanien als unannehmbar bezeichnet werden.
Der Bericht betont, daß Spanien grundsätzlich weder Deutschland noch einem anderen Land die Meistbegünstigung bewiMge. Die deutsche Delegation verläßt am Donnerstag Madrid. An Berliner amtlicher Stelle wird bestätigt, daß die Verhandlungen auf einem kritischen Punkt angelangt sind, die die Heimreise der Delegierten notwendig macht. Es wird aber bestritten ,datz diese Abreise den Abbruch der Verhandlungen bedeutet. Es handele sich nur darum, jetzt durch mündliche Rücksprachen in Berlin die Situation zu klären, um eine neue Basis zu schassen. •< '
Lb-rh-sstsche Settung" er- sechsmal wöchentlich. Be- -preis monatlich 2 GM. aiK- feiieÄl. Zustcllang-gebühr, durch iL.nefi2.25 GM.Für ettoa infolge A^iks, Maschinendefekte oder .-ifflent«et Ereignisse ausfallend« cvnrtjetn wird kein Ersatz ge- Deilasd. Dr. §. Kitzerdth, bet UnW.-Buchdruckerei d.
K-ch, Markt 21/23. frecher: Rt. 55.-.Rr. 666. dstscheckkonto: Amt Frankfurt ? W. Rr. 5015. — Sprechzeit ™ Re-aktion fron 10—11 und I ',',1-1 Uhr.
mehrere voll ausgebildete Säuglingsschwestern angenommen. Ferner wird heute ein Kinderarzt verpflichtet. Die Säuglingswäiche wird von den charitativen Verbänden unentgeltlich geliefert. Es wird eine Mutterberatungsltelle eingerichtet. Allwöchenlich findet eine Beratungsstunde statt, an der die Säuglingsschwestern und der Kircherarzt teilnehmen. Zur Betreuung der kleinen Kinder unter b Jahren werden vom Vaterländischen Frauenverein zwei Diakonissinnen und zwei Kindergärtnerinnen 1 zur Verfügung gestellt werden. Für Schulkifider wird ein Kinderheim eingerichtet. Für Mädchen von 15 bis 21 Jahren wird Unterricht im Schneidern, Nähen und Stricken eingerichtet. Zu diesem Zwecke werden Fachlehrer hinzugezogen. Als Geschäftsstelle wird im Lager eine Wohlfahrtsstelle eingerichtet. Sie untersteht dem Lagerkommandanten und setzt sich aus einem geschäftsführenden Mitglied und \i einem Vertreter der Verbände, sowie dem Büropersonal zusammen.
Ausnahme von Optantenkindern durch die Landwirtschaft.
Berlin, 5. Aug. (TU.) Der Reichsland- bund hat beschlossen, 5000 aus Polen ausge- wiesene Optantenkinder auf dem Lande un- terzubringen.
Beanstandung von Optionen.
Berlin, 5. Aug. (TU.) Wie an zuständiger Stelle verlautet, bestätigt sich die Nachricht, daß die Reichsregierung die Dotierung von tausend Personen für Deutschland beanstandet hat. Die polnisch» Regierung hat sich bereit erklärt, die Ausweisung dieser Dotanten einstweilen zurückzuhalten und die Sachlage zu prüfen.
Untersuchung der Schuldfrage des Schneide- mühler Flüchtlingseleudes.
Berlin, 5. Ang. (TU.) Zur Klärung der Schuldfrage Bei dem Schneidemühler Flüchtlingselend sind die Führer der beteiligten Reichsressorts und das preußische Innenministerium zusammengekommen, um den Tatbestand einwandfrei festzustellen. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird demnächst veröffentlicht werden.
Jien das Gesetz über die Rentenbankkreditan- talt Ausdruck gegeben und die Hoffnung ausgesprochen, daß im Interesse der Landwirtschaft später Modifizierungen vorgenommen werben , könnten. ,', ,, .
Abschluß des brutschen
Elubenlentageö
Eine Erklärung zum Fall Lessing.
In der Nachtsitzung, die den Abschluß der ^Beratungen des deutschen Studententages bildete, wurde einstimmig, also auch mit den Stimmen der sogenannten Miiiderheiten, zum Fall Lessing der folgende Antrag angenommen:
„Der Studententag bringt dem preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volks- bildung sein Schauern darüber zum Ausdruck, daß das Ministerium in der Angelegenheit bei der Einleitung eines Disziplinarverfahrens ge* gen Professor Dr. Lessing die Studentenschaft der T. H. Hannover nicht gehört hat. Er ^richtet an das Ministerium das dringende Ersuchen, die Vorwürfe, die von Seiten der ^Studentenschaft der T. H. Hannover gegen Professor Dr. Lessing erhoben werden, zu prüfen und nach Maßgabe des Ergebnisses einer Prüfung die erforderlichen disziplinarischen Schritte einzuleiten."
Heute früh 6 Uhr hatten die Verhandlungen des Studententages ihr Ende erreicht. Der nächste Studententag wird in Würzburg zur Enthüllung des Denkmals der Kriegsge- sallcnen der deutschen Studentenschaft statt- finden. Sollte bis dahin das Denkmal noch nicht fertiggestellt sein, so ist Bonn als Ta- sungsort in Aussicht genommen.
Sorstandswahl der deutschen Studentenschaft.
B e r I i n, 5. Aug. (TU.) Der deutsche Studententag wählte einstimmig bei. bisherigen ersten Vorsitzenden der deutschen Studentenschaft Bauer wieder. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Can». Big. et eit er, Technische Hochschule Berlin- Sbarlottenburg und Cand. Ins. Thon, Technische Hochschule Bruyn, der Leiter des Kreises 9 (Sudetendcutschland) der deutschen Studentenschaft. Mit ihm ist zum ersten Ma! der Vertreter einet außerdeutschen Studentenschaft in den Vorstand der deutschen Studentenschaft gewählt worden.
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Aimies taut ab
Verkauf der Schiffabrtsinteresieu des Stiuues- tonzerns.
Essen, 5. Aug. (TU.) Wie wir aus zuver- 18i;ger Suche erfahren, sind die Schiffabrts- üitereüen des StinneskonzernS mit 5 Dollar di: Tonne verkauft worden. Bei der Toxv- *'36 von etwa 250 000 Tonnen ergibt Vies •inen Betrag von etwa 35 Millionen Mark. ’M die Aktienmehrheit des Mühlheimer KkiLvereines sowie die zwischen Esten und ®MiSeim gelegenen Zechen bet Stinnes- tztssve sollen verkauft werben.
Beebcetlerung tet Regieemigstaiis
Es hat den Anschein, daß, bevor die diesjährige Parlamentssession zu Ende geht, innerhalb des Reichskabinetts noch eine wichtige politische Veränderung vorgenommen wird. In parlamentarischen Kreisen wird nämlich seit gestern wieder davon gesprochen, daß das Kabinett durch Wiederbesetzung des Ministeriums ür die besetzten Gebiete um einen Ministerfitz erweitert werden soll. Wir haben bereits vor wenigen Wochen uns mit diesem Plan beschäftigt und dargelegt, daß Reichskanzler Dr. 2 u t fj.e r tatsächlich die Absicht hat, dieses Ministerium, das augenblicklich in Personalunion mit dem Reichsiustizministerium durch den Reichsjustizminister Dr. Frenken mitverwaltet wird, neu zu besetzen. Der Haushaltsausschutz des Reichstages hat dem Reichskanzler diese Bemühungen dadurch erleichtert, daß er einen Beschluß faßte, der durchaus in der Linie der vom Kanzler verfolgten Bestrebungen lag.
In parlamentarischen Kreisen beurteilt man die sachliche Seite der Angelegenheit verschieden. Eine Zeit lang glaubte man, daß das Ministerium wieder in ein Staatssekretariat verwandelt würde, was es ja in den ersten Jahren seines Bestehens auch war. Mit ähnlichen Absichten hat sich auch die Reichsregie, rung eine Zeit lang getragen; denn in dem Haushaltsplan für das Rechnungsjahr wird das Ministerium ausdrücklich als „künftig wegfallend" bezeichnet. Wenn man sich jetzt anders entschlossen hat, so durfte hierfür unter anderem auch die Erwägung maßgebend gewesen sein, daß der Aufgabenkreis des Ministeriums trotz der inzwischen erfolgten teilweisen Räumung der besetzten Gebiete nicht kleiner geworden ist. Der tiefste Corunb sind aber rein politische Erwägungen.
Reichskanzler Luther verfolgt seit langem das Ziel, die jetzt bestehende lose Verbindung der hinter der Regierung stehenden Parteien zu einer festen parlamentarischen Regierungs- Koalition zu erweitern. Augenblicklich ist die Regierungskonstellation so, daß Deutschnatio- naie, Deutsche Volkspartei und Zentrum im Kabinett Luther nur durch je einen parlamentarischen Vertrauensmann vertreten sind. Die übrigen Sitze im Kabinett sind mit Beamten besetzt, die den genannten Parteien zwar nähe stehen, aber nicht als Parteiminister anzuspre- . chen sind. Es hat sich nun bei den verschieden- ften Gelegenheiten herausgestellt, daß in entscheidenden Momenten die hinter der Regierung stehenden Parteien sich an das Kabinett Luther nicht gebunden fühlten, ein für die Führung der Geschäfte natürlich sehr unerwünschter Zustand. Sehr zurückhaltend verhielt sich bisher insbesondere das Zentrum, das im Kabinett durch den Reichsarbeitsminister Dr. Brauns vertreten ist. Es ist noch in guter Erinnerung, daß beim ersten Auftreten des Kabinetts im Reichstag das Zentrum eine ^Erklärung abgab, die durch ihren frostigen Ton allgemein auffiel und die deutlich ein gewisses Mißtrauen gegenüber dem Kabinett Luther zum Ausdruck brachte. Seitdem hat sich der Reichskanzler nun unentwegt bemüht, das Zentrum zu veranlassen, aus seiner Geivehr bei Fuß-Stellung herauszutapten und seine neutrale Haltung aufzugeben. Es hat den Anschein, daß dieser Versuch, der in den letzten Monaten verschiedentlich gescheitert ist, -jetzt mehr Aussicht auf Erfolg hat. Die Bemühungen Luthers sind dadurch sehr erleichtert worden, daß das Zentrum in der letzten Zeit bei allen zur Erledigung stehenden großen Gesetzesaufgaben geschloffen mit den Rechtspar- teien abstimmte. Das Ziel des Reichskanzlers soll nun dadurch erreicht werden, daß das Mi- nifterium für die besetzten Gebiete mit einem Zentrumsabgeordneten besetzt werden soll. Ws Anwärter für diesen Ministerposten wird augenblicklich am meisten der aus dem rechten Flügel des Zentrums stehende rheii'ifche Abgeordnete Geheim. Regierungsrat v. Guerarb genannt. Wie man hört, hat der Dorstand der Zentrumsfraktion sich bereits mit dem Plan einverstanden erklärt. Die Fraktion des Zentrums dagegen hat entgegen allen anders lautenden Meldungen sich mit der Angekyenhett noch nicht befaßt. Man muß auch bannt regnen, baß ber linke Flügel des Zentrums heftig opponieren wird, wobei allerdings dem reckte« Flügel zustatten kommt, daß der frühere Reichskanzler Wirth augenblicklich sich uw den parlamentarischen Arbeiten zurückgezogen hat. Sollte der Plan Wirklichkeit werden, bann wird er politische Rückwirkungen haben, die noch gar nicht zu übersetzen sind.