zialistifche Republikaner (Partei Briand- Painleve) 72 (Gewinn 25), Sozialisten 135 (Gewinn 50), Kommunisten 6 (Verlust 11) Unter den Gewählten befinden sich 76 Senatoren und 142 Abgeordnete, während 6 Senatoren und 31 Abgeordnete unterlegen find.
26), Republikaner (Republikanisch-demokratische Vereinigung) 216 (Verlust 36), Linksrepublikanei 236 (Verlust 81), Rechtsstehende Ra-, dikale (radikale Dissidenten) 98 (Gewinn 37),
Dienstag, wn is. Alt 1925 w ^Oberh-ffisch« Zeitung" «• sechsmal wöchentlich. Be- ^preis monatlich 2 DM. auv- yML Zustellungogebühr, durch Lü<Boft2.25 DM.Für etwa infolge gtitili, Maschinendefekt« oder ^etenlatet Ereignisse auffallend« gimmnent wird kein Ersatz ge- teffiet. «erlag b. Dr. §. -itzeroth. Druck der Untd.-Buchdruckerei d. q,h. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. u. Rr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt W. Rr. 5015. — Sprechzeit w gledaktio»- von 10—11 und ‘1,1—1 Uhr.
Anlttht - MbM
Die Anmeldung als Mtbefitzer.
TU. B e r l i n, 27. Juli. Halbamtlich wird mitgeteilt: Durch die Presse geht bte Nachricht, daß zur Durchführung des Anleiheab- lösungsgesetzes ein Reichskommissariat in Berlin gegründet sei. das seine Tätigkeit bereits ausgenommen habe. Diese Mitteilungen eilen den Tatsachen voraus. Es ist zwar die Einrichtung einer besonderen 6<ell« vorgesehen, die über die Gewährung der Altbesitzerrechte entscheiden soll; die Stelle kann aber erst ins Leben gerufen werden, wenn die Ausführungsbestimmungen zum Anleiheablöfungs- gesetz ergangen find. Dies ist noch nicht geschehen. Es ist daher vollkommen zwecklos, wenn sich Anleihegläubiger schon jetzt melden und Anträge auf Anerkennung als Altbesitzer stellen. Sobald die Vorbereitungen beendet find, wird dies öffentlich bekanntgemacht werden. Es wird dann auch bekanntgegeben werden, an welche Stellen die Anträge zu richten find und welche Nachweise im einzelnen vorgelegt werden müssen.
St. 174 60 Mts. . Marburg o. Mn
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1 Soldmark --- ‘/^»Dollar.
werden den Anweisungen 'der Streikleitung I entsprechend durchgeführt. Mit Spannung steht man den heute früh 9 Uhr in Paris begonnenen Verhandlungen über die Forderungen der Bergarbeitervertreter entgegen.. I
Damit hat die Krise im Saargebiet eine I Entwicklung angenommen, die für das gesamte I Wirtschaftsleben von schwersten Folgen sem mutz. Es handelt stch um I
etwa 74 000 Bergarbeiter,
die nunmehr vollständig der allgemeinen I Wohlfahrtsfürsorge anheimfallen, nachdem I schon in den letzten Wochen teilweise nur drei Schichten mit 45 Franken Wochenlohn verfahren worden sind. Durch Verhandlungen I haben die deutschen Behörden für die im I Trierer. Birkenfelder und Pfälzer Gebiet wohnenden Bergleute eine gewisse Vorsorge ge- I troffen. Einer groben Anzahl von Familien werden bei einem Tagesverdienst von nicht I viel mehr als einer Mark nach Abzug der I Steuern und sozialen Lasten schon längst Unterstützungen zugewiesen. Die Entsendung von Abordnungen nach Genf hat bei dem hunderttägigen Bergarbeiterstreik zu Beginn der Ruhraktion 1923 keinen Erfolg gezeitigt. Die Nichtbeantwortung verschiedener dringender Petitionen ist ebenfalls in keiner Weise geeignet, die berechtigte Erbitterung der Bergarbeiter zum sozialen Frieden ru führen.
Das im Saargebiet stationierte französische Militär hat eine größere Anzahl von Panzerwagen demonstrativ auffahren lassen. Auch die französische Regierungs-Kommission stellte dem französischen Bergsiskus ihre eigene bewaffnete Macht zum Schutze der Gruben zur Verfügung, weshalb bereits am Sonnaberü, zahlreich« Belegschaften die Einfahrt verweigert haben.
Die ftanzösischen Grubenverwaltungen haben Bereits mitgeteilt, daß die erforderlichen Spezialkohlenmengen nicht weiter geliefert werden können. Infolgedessen weiden in der Hüttenindustrie zahlreiche Betriebsernschrän- kungen notwendig, so daß für Mitte der Woche auch größere Entlassungen von io.üttenatfieiteni bevorstehen.
Berlin. 27. Juli. (Wolff.) Die von Berliner Blättern gebrachte Nachricht., der Reichspräsident habe an den Oberbürgermeister von Kassel, Scheidemann, anlasnch ■ dessen 60. Geburtstages ein Eluckwunschtele- stamm gesandt, ist unzutreffend.
Der Streik im Saarbersbau zninzöiijcht Wnmwagm zum Schützt M Mus
Saarbrücken, 27. Juli. (MTB.) Der Streik im Saarbergbau hat heute vormittag eingesetzt. Die Belegschaften find heute restlos den Parolen der Gewerkschaften gefolgt. 99 Prozent aller Saarbergarbeiter beiinden sich im Ausstand. Die Zahl der Arbeitswilligen ist äußerst gering und dürfte im ganzen kaum 100 Mann betragen. Die Notstardsarbeiten
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Essen. 27. Juli. Auch d'.e vlanmätzige
Räumung Düsseldorfs hat mit dem Abzug des pztzten Teils des Artillerie-Regimeuts be- 0^«- Seit Montag vormittag verlasse« fleinere Abteilungen von Spezial- und Genie» ttovoen die Stadt. Düsseldorf hatte eine z^chschnittliche Besatzung von 20000 Mann, zurzeit sind noch je ein Regiment Infanterie, stovallerie und Genietruvven sowie eine An- jrtl grober Stäbe und Militärverwaltungen jier stationiert. Die Truppen gehören größtenteils der 3. Kavalleriedivision an. Die Ge- röchte über die Räumung Düsseldorfs bis rum 15. August werden durch Aeutzerungen höherer Offiziere gegenüber städtische» Beamten be« tätigt
Die Ruhrtruvve« ziehen ab.
TU. Berlin, 27. Juli. Heute früh ver. lieben die in Essen stationierten Truppen in lleineren Gruppen die Stadt, nachdem das Artillerie-Regiment am gestrige» Tage zurück- ,erogen worden war. Die restlichen Bestände des in Essen stationierten Jnfanterie-Regi« acutes 171 und die Trainformation werden eilte dieser Woche die Stadt verlassen. Rach Aeutzerungen von Offizieren sollen die Truv- pen in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch abmarschiere«.
Zur Räumung Essens.
Essen, 27. Juli. (TU.) Kurz vor der völligen Räumung Essens durch- die französischen Truppen, sind den deutschen Behörden bereits teilweise die beschlagnahmten Gebäude wieder übergeben worden. Die französischen Truppen vor dem Eerichtsgefängnis sind zurückgezogen worden. Noch nicht geräumt wurde das durch die Besetzung autzerordentlich mitgenommene Polizeipräsidium,, das Eeoaude des Berghaulichen Vereins, sowie das Gebäude der Sparkasse am Bahnhof.
Bttzan t
Berlin, 27. Juli. (TU.) Nach einer Kabelmeldung bestätigt stch die Meldung mm, e dem Tode des amerikanischen Politikers Wil« > liam I. B r v a n.
Bryan wurde am 9. März 1860 im Staate Illinois geboren. 1890 wurde er fn das Repräsentantenhaus gewählt. In den Jahren 1896, 1900 und 1908 wurde er von den Demokraten als Kandidat für die Präsidentschaft aufgestellt ohne je bei den Wahlen durchge« drungen zu sein. Im J.ahre 1913 wurde et zum Staatssekretär des Innern ernannt Während des Krieges trat er von seinem Posten zurück »nb widmete sich der Journalistik. In letzter Zeit ist seiy. Name wiederholt im Zusammenhang mit dem Daytoner Affen- prozetz in lM Oeffentlichkeit genannt worden.
Das Schicksal liebt tragische Ironien. Ein Jahrzehnt lang war der Name des Mannes, der dreimal hintereinander, 1896, 1900 und 1908 für den höchsten Posten der Vereinrgten Staaten von Nordamerika erfolglos kandidiert hatte und der vor einem Jahrzehnt das Amt des Außenministers niedergelegt hatte, fast aus der größeren Oeffentlichkeit verschwunden. Nun stat ihn einige Wochenlang wieder, allerdings auf den Fittichen der Lächerlichkeit, der Draht in alle Welt getragen. Der Ruhm von Dayton hat den Sieger in der Affenschlacht veranlaßt, neue große propagandistische Pläne zu entwickeln. Der Tod hat allem ein Ende gemacht. Mit William Jennings Bryan ift, ein echter Amerikaner, der alle Licht- und Schattenseite seines Volkes in seinem Eha- rakter vereinigte, dabingegangen. Er war ein geistiger Nachkömmling jener ersten Einwanderer, die mit Flinte, Art und Bibel -ins Land kamen. Nüchterner Wirklichkeitssinn vereinigte sich in ihm wie in so vielen seiner Landsleute mit einer religiösen Orthodoxie, wie sie tn Europa nur noch in kleinen Sekten ihr Leben fristete. Seine Waffe, die ihn im Lebens- kämpfe der Politik hart an die Stufen d.-s yöchsten Ehrenamtes geführt bat, war seine volkstümliche Veredisamkeii. lsr war der Freund des Mannes von der Straße, des bei aller Fortgeschrittenhcit der Technik gerade in Amerika heimischen vinterweltlertums. Nach- dem er dreimal im Präsidentyschaftskampfe als Kandidat der Demokraten durchgefallen war, schlug er selbst den Professor Wilson zur Kandidatur vor, der im ersten Anlaufe das Rennen gewann und seinen Freund Bryan dafür zum Sekretär be« Staatsdepartements machte. Die Außenpolitik war gerade für diesen Mann Neuland. Immerhin ermöglichte ihm sein gesunder Menschenverstand ein erfreulich klares Urteil in den Wirren des Weltkrieges. Vergeblich hat er es versucht, den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg zu verhindern. Das Großkapital im Mantel der Wil» fonichen Ideologien siegte. Bryan trat zurück und verurteilte das „größte Verbrechen der. ' amerikanisch ' E^'^ichte". Seine Stellungnahme im Affenorozeß. die nur aus der amerikanischen Denkweise heraus zu verstehen ist. darf uns nicht irre machen in unserem Urteil gegenüber diesem charaktervollen Manne.
nach der sich die 4495 gewählten Eeneralräte Radikale (Serriot) 601 (Gewinn 72),. 6o< auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen!
Die Konservativen und Liberalen 131 (Verlust
Die in dem Vertrag von Versailles aufge- I stellte Behauptung (Art. 45), daß die Ueber- iragung des Eigentumsrechts an den Saargruben an Frankreich „als Ersatz für die Zerstörung der Kohlengruben in Nordfrankreich . . I erfolgt sei ,ist eine der vielen Unwahrheiten, 1 an denen der Versailler Vertrag so reich ist. 1 Richtig ist vielmehr, daß die Eigentumsübertragung an den Saargruben zur Deckung des I । Kohlenausfalles nicht notwendig war, denn I
Deutschland erbot sich in der Note vom 13. Mai 1919 an, „anstelle der ausfallenden nordfran- zösischen Kohlen deutsche Kohlen, und zwar nicht nur Saarkohlen, sondern auch Ruhrkohle zu liefern". Es steht ferner durch Veröffentlichung amerikanischer, Beteiligter an den Frie- I densverhandlungen fest, daß man bestimmt da- I mit rechnete, daß in spätestes 5 Jahren die nordfranzösischen Gruben wieder voll betriebs- I fähig seien. Diese Annahme hat sich als richtig herausgestellt. Eegenwärtigg haben diese „zerstörten" Gruben die Vorkriegsförderung
I bereits überschritten. I
Der wahre Grund der llebereignung bei I Saargruben an Frankreich war bte Absicht, mit I Hilfe bei Saaigiuben und bei biesern burch I bieselben in bte Hanb gegebenen gioßen wiii- schaftlichen Macht bie politische Erobeiung bcs Saaigebiets zu föibent. Zum Beweise da- füi kann man bte zablieimen Aeutzerungen I maßgebenber französischer Politiker übergehen, I unb braucht sich nur an Aeutzerungen bei sian- I I zösischen Kammeibeiichte zu halten. Bei bet 1 Schaffung eines „Office bes mines domaniales I I be la Sorte" int Iahte 1920 routbe laut Dtttck- I sachenbetichien bet französischen Kammer in der Einleitung eines Gesetzentwurfs bebauert, baß man ben Fehler beging, ben Ausbruck I „Saar-Becken" zu wählen, ba dieser bei Vor- I stellung Raum gäbe, „als ob bie Gruben bie I Hauptsache, unb bie Bevölkerung als die Ne- I bensache angesehen würbe. Dann sinb aus den I Kammer-Berichten folgende Stellen interessant: I „Es darf nicht aus dem Auge verloren wer- I ben, baß von bem Regime, bas ben Saargru- | heu gegeben wirb, unb bei Politik, die wii I boit befolgen werben, zum großen Teil der I Ausfall bei Volksabstimmung abhängen wird, I durch bte bie Bevölkerung sich im Jahre 1925 I über ihr Schicksal aussprechen wirb." 1
„Es besitzen btefe Gruben eine politische Be- I beutung, unb sinb sie berufen, eines bei wirk- I samsten unb legitimsten Mittel bes französi- I schon Einflusses in ben Rheinlanben zu werben."
I „Die Gruben sind berufen, eines bei gioßen Einflußmittel im Saatgebiet zu roctben.“
I „Hiei (von bet Veiwaltung bet Saaigiuben I aus) wird vorn französischen Standpunkt aus eine wirtschaftliche Sonderpolitik zu be-
I sinnen unb ju befolgen fein.“
I „Es ist für bie Betreibung bet Saaigiuben I eine Form zu finden, bie am meisten ben I Interessen Frankteichs entspricht."
I Solche Steuerungen waren vor 5 Jahren für I französische Abgeordnete etwas selbstveiständ- liches. Unb heule? In bem Kapitel 8 bes
I französischen ffieneralbubget für 1925 empfiehlt I bet Berichterstatter über die Saatgruben, Hi. I Abg. Lamoureux" „baß bie Neuatbeiten in I ben Gruben von nun an (ab 1925) stark einge- I schränkt werben, unb auf die Ausführung be- I teils begonnener Pläne beschränkt werden", I da bie Zeit bis zur Abstimmung I nicht lang genug ift, um ben etttfpie- chenben Vorteil für die Bewirtschaftung aus
I ihnen ziehen zu können."
1 Man muß also schon jetzt zugeben, daß die I Saatbevölketung sich bei der Abstimmung g e - I gen Frankreich entscheiden wird.
Paris, 27. Juli. (WTB.) Das Innenministerium veröffentlicht über das Ergebnis bet Eeneralratswablen eine amtliche Statistik,.
Abd tl Minis Ferttmmn
«n-bhii-gigl-i« Rifgebiets!
P «i i s, 27. Juli. (TU.) Heute habe« die stauzöstfche unb spanische Regierung Abd el «rims Aulwort auf ihr Friedensangebot erhalle«. Abd el Krim soll bereit sein zur Ei«, stellung der Feindfeligkeite« und zu Friedeus- verhandluuge« in Tanger, wenn ihm bie Un» «bhängigkeil des Silifgebietes garantiert wird.
Die Lage i« Marokko.
Paris, 27. Juli. Die Blätter veröffentlichen optimistische Kampfberichte über die Lage in Marokko. Die Lage hat sich nach dem „Matin" völlig zu Gunsten der Franzosen geändert. Das Kampfgebiet am südlichen Ufer der Uerga ist von dem Feinde gesäubert mit Ausnahme des 83o Meter hohen Djebel-Meßvoul, der noch don regulären Rifsoldaten gehalten wird. Oberst Nog^es wird schon in den nächsten Tagen den Versuch machen, die Stellung im Sturm zu nehmen. Die Zahl der Fahnenflüchtigen in der Armee Abd el Krims nimmt jeden Tag zu. Die Stämme, bie den überstürzten Rückzug nach Norden nicht mitmachen wollten, haben Unterhändler enffandt, die im Namen der Führer Hjre Unterwerfung anzeigten.
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31t stmtzösischkn ölichmMta
6icg der Sozialisten bei den Eemeinderats- wahlen in Frankreich.
Paris, 27. Juli. (TU.) Gestern haben die Stichwahlen für die Eemeinderatswahlen stattgefunden. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, daß die Bewegung nach links noch erhebliche Fortschritte gemacht hat. Den größten Erfolg haben die Sozialisten auf Kosten der Radikalen und der Radikalsozialisten davon getragen. Die Besiegten sind die Kommunisten, derer sämtliche Kandidaten geschlagen wurden. Die Stichwahlen bezogen sich auf 199 Eitze.
Das Gesamtergebnis
eint Kundgebung des Bundes der Saar- Vereine.
Mit dem Saar-Zollabkommen und der Stellungnahme des Auswärttgen Ausschusses zu demselben hat sich die am Sonnabend stattgehabte Sitzung des Beratungs- und Aufsichts- ausschusses und des Vorstandes des Bundes bei Saarvereine im Preußischen Abgeordnetenhaus eingehend heschästigt. Nachdem bekannt geworden war, daß in dem Auswärttgen Ausschuß gewisse Bedenken gegen das Abkommen bestehen, sandte der Saarverein folgendes Telegramm an den Vorsitzenden des Auswärttgen Ausschusses:
„Der Bund der Saarvereine Bittet den Auswärttgen Ausschuß des Reichstages dringend, die Vereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich über den Warenaustausch zwischen Deutschland und dem ©aargebiet zu genehmigen, und mit Rücksicht auf die große Bedeutung dieses Abkommens für das Wirtschaftslebens des Saargebietes und ferne Zusammengehörigkeit mit Deutschland etwaige Bedenken zurückzustellen. Der Bund der Saarvereine, gez. Andreas Vogel."
Alle Redner, vor allem die aus dem Saargebiet, wiesen auf die katastrophale Wirtschaftslage des Saargehiets und auf die zunehmenl» Verelendung der Arbeiter und auf den dadurch drohenden Bergarbeiterausstand hin- und betonten die Notwendigkeit der Annahme des Zollabkommens, dessen Ablehnung den völligen Zusammenbruch des Saar-Wirtschastsle- bens bedeute. Mit den Frakttonen des Reichstages soll sofort in dieser Sache Fühlung genommen wecken.
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