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Mittwoch.

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^vberhessische Zeitung- er- sechsmal wöchentlich. Be- monatlich 2 GM. aus» ^ßl. Zustellungsgebühr, durch *$0(12.25 GM.Für etwa infolge gfftiti, Maschinen defekte oder dementater Ereignisse ausfallende »ttmtetn wird kein Ersatz ge- UW. Verlag d. Dr. §. Hihervth, ««ck der Unib.-Buchdruckerei b. geh. Aug. Koch, Markt 21/23. ^ensprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. ^tscheckkonto: Amt Frankfurt ^W. Nr. 5015. Sprechzeit Mf Redaktion von 1011 und

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Ein Doppelspiel?

Berlin,?. Juli. Nach einer Meldung aus deris erklärt derT e m p s". daß die lgrund- lliiien der Deutschen Bolkspartei zum Sicher- heltspakt nicht die geringsten Aussichten hät­te«, angenommen zu werden. Dr. Stresemann mfiffe zu der Ansicht kommen, daß ein solches M>ppelspiel nicht länger fortgesetzt werden Minne.

Dazu schreibt dieTägl. Rundschau": Das Pariser Blatt gefällt sich hier in einer wütgen Verdrehung der Lage. Von Seiten s bet deutschen Regierung ist niemals etwas anderes in Aussicht genommen gewesen und vorgelegt worden als die Anregungen, wie sie in dem deutschen Memorandum enthalten sind. Die deutsche Regierung ist nicht verantwortlich für die BriandNote. Sie hält an den Grund­linien des Memorandums fest und es gehört eine ganz eigenartige Geistesverfassung dazu, darin ein Doppelspiel sehen zu wollen. Die Richtlinien, die die Deutsche Volkspartei ver- Lffentlicht hat, gehen nicht auf den Reichs- «ißenminister zurück. Sie sind ein Nieder­schlag der Auffassung, die wohl im wesent­lichen von allen deutschen Parteien geteilt wirb. Wenn die französische Presse durch diese Grundlinien erregt wird, so ist das ver­ständlich. Denn die Grundlinien durchkreuzen dm französischen Versuch, die Briandnote als Lechandlungsbasis vorzuschieben. Sie stellen b« deutschen Anstrengungen wieder in den fctbergtunb und lehnen die Verzerrung ab, 8e das deutsche MemoräNdum durch die fran- Msche Note erfahren hat.

.Berlin, 7. Sult (TU.) Obwohl der Reichskanzler und der Reichsaußenminister estern in Berlin wieder eingetroffen sind, 2LemeAratBlnettgfiöun9 entgegen anderslau. Wißen Bachrichten bisher noch nicht angesetzt vvrden. In der am Mittwoch um 1 Uhr tot dem Reichstagsplenum stattfindenden Huirg des Aeltestenrates wird der Aeichs- Mizler voraussichtlich wichtige Erklärungen von denen man annimmt, daß sie Afichtlich der deutschen Antwort auf die TJ^Oe'^note Driands sowie hinsichtlich des Mtpunktes einer außenpolitischen Debatte im Aeichstag Klarheit schaffen wird. In der »tzung des Aeltestenrates wird auch der vertere Arbeitsplan des Reichstages festgesetzt d°-den Ebenfalls am Mittwoch vormittag w 10 Uhr tritt der Auswärtige Ausschuß des «nchstages zusammen.

Die deutsche Antwort auf die französische erwartet man für Mitte dieses Monats, f«em Zeitpunkt, an dem der Reichstag noch Mimmen sein wird, um gegebenenfalls noch tieutreten tm ÖC ^ßenpolitische Debatte

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Sie Wverlage

w Zolltarifvorlage im handelspolitische« Ausschuß des Reichstages.

Berlin, 7. Juli. Der handelspoli- usche Ausschuß des Reichstages setzte die /Beratung der Zolltarifvorlage fort und wandte sich insbesondere zu den Tex- ulzöllen. Die einzelnen Zollpositionen wurden im wesentlichen nach den Sätzen °et Regierungsvorlage genehmigt.

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Vertagung der Verhandlungen mit der Tschechoslowakei bis November.

c Stettin, 7. Juli. DerStettiner Ge- Keral-Anzeiger" schreibt: Bereits seit eini­gen Tagen laufen zwischen Deutschland und

Tschechoslowakei Verhandlungen über ^>ne Freihafen-Zone im Hamburger und Stettiner Hafen, wobei die tschechoslowa-' We Regierung das erforderliche Ge­rade von den beiden Städten auf lange Zeit hinaus pachten sollte. Diese Verhand- «ngen sind nunmehr auf einem toten Kunkt angelangt, da die tschechischen Unter­händler derart weitgehende über den Frie- hensvertrag hinausgehende Ansprüche stell­en, daß die Vertreter von Hamburg und Stettin erklärten, ihnen auf keinen Fall Wjgeben zu können. Die offiziellen Be- »rechungen werden, wie wir von unter« tlchteter Seite hören, erst im November wieder ausgenommen werden. Für den Lall, daß die tschechische Regierung bis da- htn keine neuen Instruktionen erteilt hat, würde das im Versailler Friedensvertrag ^gesehene Schiedsgericht unter englischem "orsitz eine Entscheidung zu treffen haben.

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Einiges über das Ergebnis bet MWWng

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Nun gilt es, die Lehren zeitig bereits aus diesen ersten Ziffern zu ziehen. Zunächst wird alles darauf ankommen, daß alle jene Kräfte angespannt werden, welche das deutsche Volk emporgeführt haben. Diese Kräfte müssen ver­doppelt werden, angesichts der eben geschilder­ten Verhältnisse. Das nächste wird fein müs­sen, die Erweiterung der Ernährungsbasis und die Steigerung der Produktion. Damit allein wird es nicht fein Bewenden haben können: Hand in Hand damit mutz eine Intensivierung oer landwirtschaftlichen Betriebe gehen. Rechtzeitige Vorbeugung wird hier notwen­dig sein. Die industrielle Produktion zu för­dern, muh das Ziel auch der in Fesseln liegen­den Wirtschaft sein. Besonders lehrreich sind die Zahlen der Volkszählung für den Woh­nungspolitiker. Man kann sich dem Eindrücke nicht --erschließen, daß die Wohnungsämter

Frankreich 52,2 o/? der Eisenerzerzeugungei in seiner Hand: nicht minder fallen die Der lüfte an Zink- und Bleierzen in die Wagschale. So ist das Ergebnis: Ein starkes Volk mit un­geschwächter Bevölkerungszunahme hat nicht nur wertvolle Teile des Ernährungsbodens, Sondern auch erhebliche Hilfsquellen 'seiner

Volkswirtschaft verloren. Beide Verluste ha­ben es in die Abhängigkeit vöm Auslande ge­bracht, und das in einer Zeit schwerster in­nerpolitischer Zerrüttung und engster wirt­schaftlicher und politischer Fesseln.

Das vorläufige Ergebnis der Volks­zählung liegt vor: es ist die Statistik des ver­lorenen Krieges und die Statistik zukunfts­froher wenn auch ernster Hoffnung zugleich. Wir find nicht mehr das 70 Millionen Volk, das wir waren. 6,5 Millionen Deutsche hat das Versailler Diktat der Heimat entrissen: Millionen sind auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges geblieben. Trotzdem haben wir die Bevölkerungszahl des Jahres 1908 wieder erreicht. Die Bevölkerungszunahme gegen 1919 beträgt 5,6 Prozent, das besagt, daß bei in gleichem Matze anhaltender Bevölkerungs­zunahme Deutschland in rund 10 Jahren den 76 Millionen Standard wieder erreicht hätte, daß also in rund 17 Jahren die Verluste des Krieges hinsichtlich der Bevölkerungszahl aus­geglichen wären. Allerdings nur zahlenmäßig. Denn nicht ausgeglichen wären bei Fortdauer der jetzigen Zustände der Gebietverlust, und darin liegt wohl die eindringlichste Lehre die­ser Zahlung: Die Bevölkerungsdichte hat sich bei abnehmender Bevölkerung erheblich ver­stärkt. Während vor dem Kriege 124,9 Men­schen auf dem Quadratkilometer deutscher Erde lebten, sind heute 132 auf dem Quadrat­kilometer zusammengedrängt, während diese Bevölkerungsdichte nur 115 betragen würde, wenn Deutschland noch den Landbesitz hätte, der ihm in Versailles genommen wurde. Da­mit ist die Hauptwurzel der gegenwärtigen Röte aufgedeckt. Bei zunehmender Dichte der Bevölkerung hat sich der Nahrungsmittelspiel­raum verengt. Es wäre aber irrig, anzu­nehmen, daß dadurch eine Steigerung der Produktion eingetreten wäre. Diese Erschei­nung mag weniger ihren Grund haben in der Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse. Tausende schaffender Hände hat der Krieg zur Ruhe gezwungen, dessen Opfer vor allem den schaffenden Altersklassen angehörten. Die Zahl der Konsumenten hat sich nicht im glei­chen Matze verringert. Wird eine Aenderung der wirtschaftlichen Lage eintreten? Wird Deutschland die Millionen beschäftigen und er­nähren können? Das ist das Problem der Volkswirtschaft von heute und morgen.

Leider liegen die Ergebnisse der Berufs­gliederung noch nicht vor. Aber heute schon läßt sich sagen, daß die Zahl der Erwerbs­tätigen zugenommen hasi datz sich die soziale Umschichtung auch in diesen Zahlen wieder- 9ein wird. Vor dem Kriege betrug die der Erwerbstätigen 29,5 Millionen. Heute dürfte sie auf mindestens 33 Millionen angestiegen fein, von denen 16 Millionen Ar­beiter sind. Während die Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten im wesentlichen gleichaeblieben sein dürfte, ist diese in der Industrie, in Handel und Verkehr um min­destens 21 Proz. gestiegen. Die Industrieali- fierung hat also angehalten, ohne daß es ge­lungen ist, den Ausgleich sowohl in wirtschaft­licher Beziehung wie nach der Ernährung hin zu finden oder zu schaffen. Dazu kommt, datz Deutschland einen erheblichen Teil der Quel­len seiner Volkswirtschaft verloren hat. Zwar ist Deutschland noch eines der kohlenreichsten Länder der Erde, dagegen ist der Verlust an Eisenerzen infolge der Bestimmung von Ver­sailles ein beträchtlicher: während Deutschland heute nut noch über 7,26 Prozent des Gesamt­aufkommens an Eisenerzen verfügt, hat

nicht in der Lage waren, ihre Aufgabe zu er­füllen. Die vollzogene soziale Umschichtung wird besondere Aufmerksamkeit und Beach­tung erfordern. Das ganze Trachten und Streben wird darauf eingestellt sein müssen, die noch ungebeugte Volkskraft zu erhalten.

So rollt das Ergebnis der Volkszählung ethische, wirtschaftliche und politische Pro­bleme von ungeheuren Ausmaßen auf, die ein klares, zielsicheres Programm für die Zu­kunft jetzt schon erfordern. Diese Probleme erheben den Blick über die engen politischen Streitigkeiten des Tages zu den Existenz-Fra­gen der Nation. Von deren Lösung allein wird es abhängen, ob die großen Zukunfts­hoffnungen sich erfüllen können, ober ob ein starkes, lebenswilliges Volk aiif engem Ba­den unter den ungünstigsten wirtschaftlichen Verhältnissen langsam verkümmern soll.

Zu dem bereits veröffentlichten Ergebnis der Volkszählung werden uns von unterrich­teter Seite noch folgende ergänzende Mit­teilungen gemacht:

Heute zählt das Deutsche Reich bereits wie­her 62,5 Millionen Einwohner, nachdem der Krieg und die Gebietsabtretungen auf Grund des Versailler Vertrages die Zahl der Ein­wohner von 67,9 Millionen im Jahre 1915 auf 59,2 Millionen (ausschließlich der rund 400 000 damals noch nicht zurückgekehrten Kriegsteilnehmer) im Jahre 1919 herabge- drückt hatte. Diese Zunahme von etwa 2,9 Millionen Menschen ist auf die verschiedensten Ursachen zurückzusühren.

Den Hauptanteil an dieser Zunahme hat wohl der Geburtenüberschuß, der in den letzten Jahren durchschnittlich etwa 0,85 Pro­zent betragen hat, und der an sich eine Zu­nahme von etwa 2,5 Millionen Menschen aus­machen würde. Die restliche Zunahme von etwa 0,4 Millionen ist wohl aus der Rück­wanderung aus denKolonien undden ab­getretenen Gebieten zu erklären. Entsprechend dieser Zunahme der Bevölkerung hat auch bie Einwohneckichte erheblich zugenommen, und heute wohnen auf dem Quadratkilometer 132,9 Personen, während die entsprechende Zahl von 1910 nur 122,9 betrug. Hinsichtlich der Glie­derung der Bevölkerung nach dem Geschlecht ist das bisher wachsende Uebergewicht des weiblichen Bevölkerungsanteils nicht nur zum Stillstand gekommen, vielmehr ist ein kleiner Rückgang des Anteils der Frauen an der Gesamtbevölkerung emge- treten. Denn während 1910 auf 1000 männ­liche 1029 weibliche Einwohner kamen, 1919 aber infolge des Krieges sich dieses Verhältnis so zu ungunsten des männlichen Teils ver­schoben hatte, daß auf 1000 Männer bereits 1101 weibliche Einwohner kamen, ist dieses Verhältnis jetzt auf 1000 zu 1074 .zurückge­gangen. Diese Zunahme des männlichen Be­völkerungsanteils beruht wohl in der Haupt­sache auf dem Ueberwiegen der männlichen Geburten in den letzten Jahren, aber es wird doch wohl noch eine geraume Zeit vergehen müssen, bis die Lücken, die durch den Tod von rund 2 Millionen im besten Mannesalter ste- hercker Männer gerisien wurden, wieder ge­schlossen sind.

Hinsichtlich der geographischen Glie- derung ist zunächst einmal bemerkenswert, daß die Zahl der Großstädte zugenommen hat, nämlich um drei. Zwei davon sind Industrie­städte (Oberhausen und Ludwigshafen), und bei ihnen ist durch das Anwachsen der In­dustrie in den letzten 15 Jahren die Zunahme ohne weiteres erklärt. Die dritte neue Groß­stadt ist Wiesbaden, die infolge des Krieges und der Besetzung bei der Zählung von 1919 aus der Reihe der Großstädte ausgeschieden war, jetzt aber die 100 000 wieder überschritten hat, wenn auch die Einwohnerzahl von 1910 noch nicht ganz erreicht werden konnte. Im üb­rigen hat die Bevölkerung der Großstädte durchweg zugenommen bis auf sieben, die die Einwohnerzahl von 1910 noch nicht erreicht haben, aber seit der Zählung von 1919 doch schon wieder eine mehr oder weniger beträcht­liche Zunahme zeigen. Lediglich Kiel macht eine Ausnahme, da es den Vorkriegsstand um etwa 9 Prozent unterschreitet und als einzige Großstadt seit 1919 einen Rückgang zu ver­zeichnen hat.. ....

9te Räiummsfrage

(6. Berlin, 8. Juli. Nach Slättetmelbun« gen aus E ssen soll die militärische Räumung des besetzten Ruhrgebietes voraussichtlich in der Zeit vom 15.18. Juli erfolgen. Bis Mitt« August fei aber mit dem Verbleiben der pov. tischen Polizei und der Gendarmerie z« rechnen. *

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Erklärungen von Rufus Dawes.

Berlin, 7. Juli. DemBerliner Tag» blatt wird aus Washington geschrieben: Rufus Dawes, der Bruder des Vizepräsi­denten Dawes, der bei der Ausarbeitung und später auch bei der Inkraftsetzung des Sach­verständigenplanes eine hervorragende Rolle gespielt hat, verösientlicht soeben ein tage­buchartig angelegtes Werk unter dem Titel Wie der Dawesvlan zustande kam. Es ist vom deutschen Standpunkt aus besonders wertvoll herauszuheben, was Rufus Dawes über die Bedeutung des Planes zu sagen hat. Er betont ausdrücklich, datz der Dawes­plan nicht etwa eine neue Verabredung nutzer- halb des Versailler Vertrages darstellt, son­dern eine Revision seiner einzelnen Teile. Damit bestätigt eine gewisse Autorität, datz die Einsetzung des Dawesplanes der Banke­rotterklärung der Revarationsbestimmungen des Friedensvertrages gleichkommt und daß mit der Annahme des Planes durch die alli­ierten Mächte ebenso wie durch Deutschland der unaufhaltbare Revisionsvrozetz praktisch begonnen hat.

Rufus Dawes gibt im übrigen ganz offen zu. datz bei der geringen Zeit, die den Sach­verständigen zur Verfügung stand, und dem politischen Druck Europas, dem sie sich nicht haben entziehen können,gewisse Fehler und Unterlassungen unvermeidlich waren. Das Wesentlichste sei aber gewesen, die politischen Bestimmungen des Versailler Vertrages von den wirtschaftlichen loszulösen und die wirt­schaftlichen Angelegenheiten einer geschäfts­mäßigen Kontrolle zu unterstellen. Er sieh! auch voraus, datz der Plan in den nächsten Jahren noch für viele Uebel verantwortlich gemacht werden wird, zuerst wohl von Deutschland, später auch von den Alliierten und selbst von amerikanischer Seite. Dennoch bedeute der Plan zweifellos einen ent­scheidenden Fortschritt auf dem Wege zum Frieden und zum Gedeihen der Welt.

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Sie Kümpfe in Rorell»

Tanger in Gefahr.

Paris, 7. Juli. (TU.)Chicago Tri­büne" meldet ans Tanger, der Kommandant der internationalen Polizei habe einen Bericht über die Gefahr plötzlicher Angriffe der Rist falte auf die Stadt und ine internationale Zone an die Mächte gesandt und zu wirksamen Verteidigungsmaßnahmen 7000 Mann Ver­stärkung angeforbert

Hindoftanische Soldaten für Marokko.

Paris, 7. Juli. (TU.) Aus Madrid wird gemeldet, daß in Pondichery hindostanische Soldaten in Freiwilligenformationen einge­reiht werden, die am 27. Juli zur Verstär­kung der französischen Truppen nach Ma­rokko abgehen.

Der oberelfäfsische Sozialistenkongretz gegen den Marokko-Krieg.

Mülhausen, 7. Juli. Der oberelsäs­sische Sozialistenkongreß nahm eine Reso­lution an, die die weitere UnterstützunbZ- politik gegenüber dem Kabinett Pam- levs ablehnt und u. a. den Wunsch aus­spricht, die blutigen Kämpfe in Marokko sobald wie möglich beendet zu sehen. Die Straßburger u nt a n 116" veröffentlicht Soldatenbriefe aus Marokko, wonach die französischen Verluste groß, sein sollen und die europäischen Kämpfer stark unter dem Klima litten. Die Kriegführung sei grau­sam.

Die Londoner Presse und die französische Niederlage in Marokko.

London, 7. Juli. Die englischen Abend­blätter befleißigen sich, die Nachricht m von der schweren Aiederlage der französischen Truppen in Marokko möglichst geringfügig er­scheinen zu lassen.