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Grüß Gott mit Hellem Klang
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Heil deutschem Wort und Sang!
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Willkommen!
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nicht nachstehen wollte. Fast sämtliche bis
Mr. 151. 60.3nhtg.
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Seid herzlich uns willkommen, Ihr Sänger, reicht die Sand. Ihr Freunde schöner Lieder, Uns eint ein starkes Band. Aus Hessen und aus Waldeck Kommt ihr in grober Zahl. Wir grüben euch in Marburg Als Brüder tausendmal.
Lied hoch! O grüne fort und blühe lang du edler deutscher Männersang!
Marburger raaesamemer
SeMche LMöeHritung
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Der Anzeigenpreis beträgt fite • de« 10 gespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM., amtlich« und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- borschrift 50°/e Aufschlag. — Sammelanzeign, 100 °/e Aufschlag. Reklamen der Millim. 0,36 GM. Jeder Rabatt gilt alt Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. 6» füllungsort Marburg.
1 Goldmark — V-,,Dollar.
Wir haben euch geladen In unsre schöne Stadt, Die schon in alten Zeiten Der Kunst schienet bat. Es weben tausend Fahnen So stolz in irischem Wind, Sie wollen grübend zeigen, Dab man euch woblgesinnt.
Auch grübt von hoher Wart« Alt-Marburgs Schlob ins Land, Die Lahn umschlingt uns alle Mit silberweißem Band. Wohin auch blickt das Auge, Grübt alles voller Freud', Es regt die Luit zum Singen In stiller Fröhlichkeit.
Laßt eure Lieder klingen Von Freiheit, Lieb' und Treu', Das Vaterland vor allem Stets unsre Losung sei. Ihr Jungen und ihr Alten, • Schwört beut' mit Herz und Mund: „Laßt uns zusammenhalten Im Deutschen Sängerbund!' W. Gassen.
Kummern wird kein Ersah ge- jeistet. Verlag d. Dr. §. Hitzeroth, -ruck der Unib.-Buchdruckerei d. Iuh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fttnsprecher: Rr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt t M. Nr. 5015. — C vrechzeit ttt Redaktion von 10—11 und *1,1—1 Uhr.
schon nach wenigen Jahren aus, der Ersatz erwies sich als nicht zuverlässig. Widerwärtigkeiten hinsichtlich des Ue gslokals entstanden, im Vorstand erfolgte ein Wechsel nach dem andern, kurz: es ging abwärts. Die Zahl der llebungsstunden wurde sehr bald auf eine in jender Woche herabgesetzt, die Regsamkeit lieb mehr und mehr nach, Niederschriften von Versammlungen erfolgten überhaupt nicht mehr, und in den Sechziger Jahren hörte jede Tätigkeit auf. Nach mündlichen Ueber- lieferungen soll der Verein eine Zeit lang als gemischter Ehor bestanden haben.
Da trat im Jahre 1879 ein neuer „Liederkranz" auf den Plan. Im August dieses Jahres traten die Herren Sebastian Raabe, Reinhard Hoof, Leonhard Dietrich, Jakob Schwaige, Jakob Dittmar, Ehristian Eckhardt, Heinrich Vogel, Johannes Baum und Heinrich Pfau zusammen und gründeten von neuem einen Verein mit obigem Namen. Die Seele des Vereins war lange Jahre hindurch Herr Sebastian Raabe, der noch heute neben den Herren Eckhardt und Vogel dem Verein als . Ehrenmitglied angehört. Sehr bald nach der erfolgten Neugründung wurden die noch lebenden Mitglieder des alten „Liederkranz", nämlich die Herren Eans, Cchleining, Lauff, Wick, Ritter und Brechnitz zu Ehrenmitgliedern ernannt,' auch gingen Fahne, Protokolle, Noten und sonstige Besitztümer des alten Vereins an den neuen über. Trotz dieser Tatsachen feierte der Liederkranz lange Jahre hindurch das Jahr 1879 als Eründungsjahr, und erst im Jahre 1912 wurde auf vielseitige Anregung bin beschlossen, fortan das Jahr 1845 als Geburtsjahr anzusehen. Dieser einstimmig gefaßte Beschluß gründet sich auf die Tatsache, daß der alte Verein „sich nicht formell aufgelöst, sondern nur suspendiert bähe" und daß durch die schon oben erwähnte. Uel ergäbe alles Inventars der alte Verein
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gut um unser Volk stehen. Und Ihr, liebe San^esbrüder, laßt es Euch gut bei uns gefallen, und wenn Ihr von unserem schönen Marburg scheidet, nehmt ein freundlich denken mit. Wir aber rufen Euch zu:
zestlage in Marburg
Wieder sieht unsere SBeiix"triht in schmuckem Festtagskleid. Fahnen, viel bunte Fahnen sehen in den Straßen, die geschmückt sind, von den Häusern grüßt sommerlicher Schmuck und Festsvrüche in frischem Grün bieten den Sängern des Mitteldeutschen Sänger, Lundes und ihren Gästen ei" herzliches Willkommen. Die Bürgerschaft bat wieder ihre weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus bekannte Gastfreundlichkeit bewiesen And dazu sendet die Sonne ihre Strahlen herrlich hernieder und schafft Heiterkeit und Frohsinn. Alles ist vorbereitet, um den Gästen einen würdigen Empfang zu bereiten.
Am heutigen Nachrni ag werden die ersten Gäste eintreffen. Im „Waldecker Hof" ist das offizielle Emvfangsbllro eingeria-ket. ,
Mit einem Parolekonzert der Reichswehr- I ktpelle auf dem Marktplatz am heutigen Svät- MMchmittag nehmen die offiziellen Festtage Mren Anfang. Im Anschluß daran werden die UNarburger Männergesangvereine auf dem Marktplatz den Gästen ihren Willkommens- tzruß im Lied darbieten. Herr Oberbürgermeister Dr. Voigt hat namens der Stadt die Begrüßung übernommen. Am Abend begeht der M. E. V. „L i e d e r k r a n z" mit einer besonderen Feier seinen 80. G-bvrts- tag. T ierte der einzelnen Vereine und der Iubeloerein marschieren in geschlossenem Zuge Nach den Stadtsälen, während die üb i gen F^st- te, 'ehr. . zum Festvlatz ziehen.
Und dort ist gleichfalls alles festlich ber- gerichtet. Und was wird da alles geboten! Die Turnvereine, Radfahrvereine und sonstige Sportvereine haben in dankenswerter Weise für die Festtage sich zu Aufführungen zur Verfügung gestellt, um dadurch das Fest zu verschönen. Einzelheiten über das Programm an dieser Stelle jetzt schon zu bringen, würde zu weit führen, auch soll die Erwartung aller noch gesteigert werden. Die F e st s ch r i f t enthält oos ausführliche Programm und besonders auch die Liedertexte der zu singenden Chöre.
Ein imposantes Bild wird Sonntag der Fe st zu g geben, an dem einige tausend Personen teilnebmen werden. Auf dem Festvlatz ‘ gibt das große Konzert der Masienchöre einen Beweis von dem Können deutsche-. Männergesairgoereine. Dies Konzert dürfte der Glanzpunkt des Festes fein. Auf zwei Tanzböden wird an allen drei Tagen ein fröhliches Treiben herrschen. Auch für andere Belustigungen ist f - 'chend gesorgt.
So steht denn zu erwarten, daß das Fest ein echtes Volksfest wird, wie es geplant ist. Jedenfalls ist von den vorbereitenden Stellen alles getan, um das Fest zu einem solchen zu gestalten, wie es jeder Auswärtige erwartet und wie wir es in Marburg nicht anders gewöhnt sind.
Geschichte des M. G. B. Liederkran: ~*-’’>ntg.
Bekanntlich begebt der hiesige M. E. D. „Liederkranz" im Rahmen des Mitteldeutschen Sängerbundesfestes das Fest seines 80jährigen Veilchens. Aus diesen Gründen veröffentlichen wir gern eine Geschichte des 3u6elc— ' .=>.
(Die Schriftleitung.)
Nachdem in den Zeiten der Befreiungskriege Und des nationalen Aufschwungs vor mehr als 100 Jahren der erste deutsche Männergesa"g- verein, die Zeltersche Liedertafel in Berlin, ins Leben gerufen war, faßte die neue Idee langsam, aber bestimmt in den größeren Städten unseres Vaterlandes Boden. Zuerst in Norddeutschland, sodann aber auch in tert Übrigen Gauen unseres Vaterlandes, entstanden Liedertafeln, die dem Vorbilde der Berliner folgten. Auch in unserer engeren Heimat regte es sich. Die Tatsache, daß die Gudensberger Liedertafel in diesen Tagen ihr 100- tähriges Bestehen feiern konnte, beweist, daß
in dem neuen „Liederkranz" tatsächlich weiter» bestehe.
Seit dem Jahre der Neugründung hat sich nun der Verein in erfreulichem Ma^e ent» wickelt. Die musikalische Leitung lag zunächst (von 1879 ab) in den Händen des an der katholischen Schule tätigen Lehrers (späteren Hauvtlebrers) Born, der aber schon im nach, sten Jahre zugunsten des an der höheren Mädchenschule angestellten Lehrers Dörbecker 8iu rücktrat. Beide Herren gehören gleichfalls noch heute dem Verein an und zwar als Ehrenmitglieder. Herr Dörbecker, der „nicht nur als tüchtiger Leiter, sondern auch als wahrer und uneigennütziger Freund des Vereins" gerühmt wird, führte den Verein mit größter Hingabe bis Ende 1898, um dann einer jüngeren Kraft, dem Eesanglehrer an der Realschule I. Schneider, Platz zu machen.
Dieser trat mit größtem Eifer an seine Ausgabe heran und führte den Verein mit Ees^ick und gutem Erfolg, mußte aber leider schon nach kurzer Tätigkeit wegen schwerer Krankheit, von der er nicht mehr genesen sollte, den Stab in andere Hände legen. Im Jahre 190! übernahm sodann der Lehrer an der hiesigen Knabenbürgerschule H. Eblich die 2 iiung, die sich auch heute noch in seinen fänden befindet, nachdem in der Zwischenzeit K. Kra^g, Lehrer an der kath. Schule, mehrere Jahre hin^rch ihn abgelöst hatte. _
Stetig hat sich nun der Verein aufwärts bewegt, bald in langsamerem, bald in rascherem Tempo. Nachdem durst’ den Weltkrieg einige z. T. recht fühlbare Lücken entstanden waren — der Verein verlor in dieser Zeit 13 Mitglieder, darunter seinen langjährigen, äußerst verdienstvollen Vorsitzenden £>. Gc./.antin —, setzte in der Nachkriegszeit ein reger Zustrom ein, sodaß der „Liederkranz" beute rund 100 aktive, im ganzen etwa 200 Mitg'i-^or Einschließlich Ehrenmitglieder) aufzuweisen hat.
keine Hauptaufgabe bat er in den letzten Jahren besonders darin gesehen, Schulter an Schulter mit gleichgesinnten Vereinen dem Volk und Vaterland Über die schweren Zeiten nach dem verlorenen Kriege hinwegzubelfen, indem der Verein die Güter gehegt und e- pslegt, die uns kein Feind rauben kann: de:t- sches Wort und deutscher Sang. Sc.. 3ahre:t ist der Verein ein reges Mitglied des Mitteldeutschen (früher Kurhessischen) und damit des Deutschen Sängerbv"'"°'S, nachdem er zwischendurch längere Zeit dem Lahntalsängerbunde angehört hat. . „
Auch mit den Bruderverernen am htestgen Orte pflegt der Verein freundschaftliche Beziehungen. Der Marburger Sängervercini- gung, zu der die bedeutendsten hiesigen Man- mrchöre zählen, gehört er seit deren Bestehen an. Sämtliche bedeutungsvollen Veranstaltungen unserer Stadt, bei denen 1 > Mitwirkung der Gesangvereine gewünscht wird, werden von unserm Verein mit Freuden unterstützt und gefördert. Trotz schöner Erfolge bei größeren Gesangswettstreiten, die dem Liederkranz im Jabre 1911 sogar die höchste A - zeichnung, nämlich den Kaiserpreis, ein- brachten, ist der Verein auf diesem Wege nicht weitergegangen, weil er Sonderinteresien allgemein wichtigen Aufgaben gegenüber z^mck- stcuen wollte. Innerhalb des f teldeutlch-n und allgemeinen Deutzen Sängerbundes gibt es ein so reiches Feld der Betätigung, bat- neben den sonstigen Aufgaben, wie Veranstaltung kleiner Festlichkeiten bezw. Konzerte, Ehrungen von Mitgliedern u. a. kaum ntd) Zeit zur Verfügung steht. Mögen die Vereinsmitglieder stets die hohen Ziele vor Augen sehen und sich allezeit treu um ihr neues Banner scharen, das seit 1895 neben der alten Fahne von 1845 unser Wahrzeichen ist und die Aufschrift trägt:: „Im Sange rern, im Worte wahr, deutsch int Herzen immerdar!" Möge er weiter die idealen Güter hegen und pflegen, die uns notwendig sind und uns aus der Not der Gegenwart einer schöneren, herrlicheren Zeit zuführen! Sann wird auch in Zukunft der Licderkranz-Mar- burg eine Ansehen gebietend: Stellung ein- nehmen und eine reiche, segenbrinsc.de Tätigkeit entfalten.
etwa 1830 entstandenen Männergesangvereine trugen den Namen „Liedertafel". Erst nach dieser Zeit tauchte, vornehmlich in Süddeutschland, der Nam» Lisdeivran," auf. Von dort aus breitete er sich allmählich weiter nach dem mittleren und nördlichen Deutschland aus. Auch hier in Marburg soll ein Verein dieses Namens schon vor dem Jahre 1840 bestanden haben, dessen Lebensdauer aber anscheinend sehr kurz gewesen ist. Inzwischen wurden hier an.vie Gesangvereine begründet und zwar die „Akademische Liedertafel", der „Orpheus" und der ,Liederverein", zu denen , dann im Jahre 1845 ein neuer „Liederkranz" gesellte. Ins Leben gerufen von 29 Marburger Bürgern, die durchweg auch heute noch hier wohlbekannte Namen trugen, machte es sich der junge Verein zum „Sauvivrinziv, gesellige Unterhaltung mittelst veredelnden ^..anges im Kreise trautet Freunde" zu pflegen. Erster Vorsitzender wurde G. Bodenstein, musikali- 8er Leiter der Lebrer und Organi-' Brechnitz.
it großem Efer wurde nun an die Aufgaben herangetreten, die der Verein sich gestellt hatte. ■ Wöchentlich fanden zwei llebungsstunden statt und schon im Januar 1846 konnte der Verein mit einem Konzert „zum Besten der Saus« armen“ an die Oeffentlichkeit treten und in demselben Jahre eine Vereinsfahne begaffen, die die Aufschrift trägt: „Gesang erir^t das Herz" und deren Weibe am 20. Juli genannten Jahres auf Sviegelslust erfolg.c. An di'-' ser Feier beieligten sich auch die übrigen hiesigen Männergesangvereine, mit denen der Lie- kranz freundschaftlichste Beziehungen geknüpft, hatte. Die Vereinsniederschriften berichten des öfteren von geselligen Zusammenkünften und gemeinsamen öffentlichen Veranstaltungen mit den drei obengenannten Vereinen. Doch scheinen unserm jungen Verein schon bald lischt unerhebliche Schwierigkeiten entstanden ä’i !>,in. Eine Reihe der Mitbegründer trat
So grüßen wir Euch, liebe Sangesbrüder aus Hessenland und Waldeck, die Ihr heute in unsre liebe Musenstadt am Bergeshange an der Lahn herbeigeerlt seid, um trotz der tiefen Schmach unseres geliebten Vaterlandes, trotz wirtschaftlicher Not und trotz innerer Zerrissenheit in weiten Kreisen unserer Volksgenossen im deutschen Liede ein Bild innerer und äußerer Geschlosienheit zu bieten. Gemeinsam wollt Ihr alle durch Euer Lied ein Bekenntnis unverbrüchlicher Treue zu Volk und Vaterland ablegen. Geloben wollt Ihr, einig zu sein, um dadurch unser Vaterland zu neuem Lichte und alter Herrlichkeit emvorzu- führen. Des Rheines, des deutschen Stromes, wollt Ihr gedenken und seine Schönheiten besingen. Aber auch in ernstem Gefühl wollt Ihr die Erinnerung an die wachrufen, die aus Eurem trauten Sänger- und Freundeskreis herausgerijsen sind, für ihr Volk gekämpft und auf dem Altar des Vaterlandes sich selbst geopfert haben. Daneben wollt Ihr im deutschen Volksliede Eure Liebe zur Heimat beweisen und untereinander das alte Band der Treue und Freundschaft noch fester knüpfen. In allen diesen hohen Idealen liegt ja Eure große Kulturarbeit, die Kulturarbe.. der Männer- gesangvereine.
Ein deutsches Lied, Em freies Wort Und deutsche Treu' Sei Euer Hort!
So möge es immer bleiben, dann wird es