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Berlin, 18. Juni. (TU.) Die von der I französischen Regierung überreichte Rote bat folgenden Wortlaut:

Wie die französische Regierung die deutsche I Regierung durch ibre Rote vom 20. Februar I ds. 3s. wissen lieh, hat sie gemeinsam mit ibren I Alliierten die Anregungen des Memorandums I begrübt, das ihr am 9. Februar durch Seine I Exzellenz Herrn v. S o e s ch überreicht worden ist. Die französische Regierung und ihre Alli­ierten haben in dem Schritt der deutschen Re- I gierung den Ausdruck von friedlichen Bestre­bungen gesehen, die mit den ibren übereinstim- I men. In dem Wunsche, allen beteiligten Staa­ten in dem Rahmen des Vertrages von Ver­sailles ergänzende Sicherbeitsbürgschatien zu geben, haben sie die deutschen Vorschläge mit aller ihnen gebührenden Aufmerksamkeit ge- vrüft, um sich ein Urteil darüber zu bilden, in­wiefern sie zur Befestigung des Friedens bei- I tragen können. Indes bat es sich als zweck- I mäßig herausgestellt, vor Eintritt in die I sachliche Prüfung der deutschen R o t e die Fragen in volles Licht zu setzen, die diese Rote aufwirft oder aufweifen kann. Es ist wichtig, die Ansicht der deutschen Regierung über diese Fragen kennenzulernen, da ein vor­heriges Einvernehmen hierüber als Grundlage für jede weitere Verhandlung erforderlich er­scheint.

Abs. 1. Das Memorandum erwähnt bett Völkerbund nur beiläufig. Run sind aber die I alliierten Staaten Mitglieder des Völker­bundes und durch die Völkerbundssatzung ge- I Hunden, die für sie genau bestimmten Rechte | und Pflichten zum Zwecke der Erhaltung des I Weltfriedens enthalten. Die deutschen Vor­schläge sind zweifellos auf das gleiche Ideal ge- I richtet, aber ein Abkommen liehe sich nicht ver­wirklichen, ohne dab Deutschland seinerseits die I Verpflichtungen übernimmt und die Rechte ge- I uieht, die in der völkerbundssatzun« vorgesehen find. Dieses Abkommen ist also nur denkbar, I

wenn Deutschland selbst dem Völkerbund unter den im Schreiben des Dölkerbundsrates vom 13. Mär» 1925 angegebenen Bedingungen beitritt.

Abs. 2. Das Streben, die Sicherheitsbürg­schaften zu schaffen, welche die Welt verlangt, darf keine «eaderung der Friedensverträge mit sich bringen.

Die zu schliehenden Abkommen dürften also webet eine «e»isi»a dieser Verträge in sich schliehen, noch praktisch ru einet Abänderung der besonderen Bedingungen für die Anwen­dung gewisser Vertragsbcitimmungen führen. So könnten die Alliierten unter keinen Um­ständen auf das Recht verzichten, sich jeder Nichterfüllung dieler Verträge ,u widersetzen, auch wenn diese Bestimmungen sie nicht un­mittelbar angeben.

Abs. 3. Das Memorandum vom 9. Februar saht zunächst den «bschluh eines Paktes zwisben den am Rhein interessierten Mächten ins Auge, I der von folgenden Grundsätzen ausgeben könnte:

1. Ablehnung jedes Gedankens an einen Krieg zwischen den vertragschliehenden Staaten,

2. strenge Achtung des gegenwärtigen Besitz­standes in den rheinischen Gebieten,

I 3. Garantie der vertragschliehenden Staaten für I die Erfüllung der Dervflichtungen zur Ent­militarisierung der rheinischen Gebiete, die

I sich für Deutschland aus den Artikeln 42 und I ed des Vertrages von Versailles ergeben.

Die französische Regierung verkennt nicht, welchen Wert die feierliche Ablehnung jedes Gedankens an einen Krieg »wischen den ver- tragschlietzenden Staaten (eine Verpflichtung, die übrigens zeitlich nicht beschränkt sein dürfte) neben der erneuten Bestätigung der in den Vertrag aufgenommenen Grundsätze für die Sache des Friedens haben würde. Zu den »et» tragschliehenben Staaten muh offenbar Belgien I gehören, das in dem deutschen Memorandum nicht ausdrücklich erwähnt wird, das aber als unmittelbar interessiertet Staat an dem Pakt teilnehmen mühten. Ebenso versteht es sich von selbst und gebt auch aus dem Schweigen des deutschen Memorandums über diesen Punkt bervor, dah der auf dieser Grundlage zu schtie- hende Pakt webet bie Bestimmungen bes Pakte» 8bet bie Besetzung bet rheinischen Gebiete noch die Erfüllung bet in dieser Hinsicht im Rbeiu- lanbabkommen festgesetzten Bebingungen be- I rühren darf

Abs. 4. Die deutsche Regierung. erklärt sich | ferner geneigt, mit Frankreich sowie mit bett

Rr.ur. «».Mrs.

Marburg a.t. LM

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Die Antwort auf das Pattangebot

MingungWer Eintritt in btn Mkerbimd

O brutscht SichtchtitÄMMbti I Berlin, 18. Juni. (Tll.) Das mit der I französischen Antwortnote veröffentlichte deut- I He Memorandum zur Sicherbeitsirage hat I folgenden Wortlaut'

-ei Erwägung bet verschiedenen Möglich- I feiten, bie sich gegenwärtig für eine Regelung ta Sicherheitsfrage bieten, könnte man von einem ähnlichen Gedanken ausgehen, wie er I Mm im Dezember 1922 von dem damaligen kleichskanzler Cuno gemachten Vorschlag zu- zmndelag. Deutschland könnte sich z. B. mit einem Pakte einverstanden erklären, wodurch ßch die am Rhein interessierten Mächte, vor I «lern England, Frankreich, Italien und Deutschland feierlich für eine näher ,« verein­barende längere Periode zu treuen Hän- I ien bet Regierung bet Bereinig« I Men Staaten von Amerika verpflicht hn, keinen Krieg gegen eiitanber zu führen. I L Mit einem solchen Pakt könnte ein weit» I sehender Schiedsvertrag zwischen I Deutschland und Frankreich ver­bunden werben, wie et in ben letzten I Jahren zwischen verschiebenen europäischen Mächten abgeschlosien worben ksi Zum Ab- I schluh betartiger Schiedsverträge, bie eine friedliche Austragung rechtlicher uttb politi- scher Konflikte ficherstellen, ist Deutschland auch gegenüber allen anderen Staaten bereit. Für Deutschland wäre auherdem noch ein Pakt I lmebmbat, bet ausdrücklich ben gegenwärtigen Sesttzstanb am Rhein garantiert

Ein solcher Pakt könnte etwa dahin lauten, I dah die am Rhein interessierten Staaten sich Hwi?e«tie verpflichten, bie Unversehrtheit bee «tzmwärtigen Gebietsstandes am Rhein nn« I »rchrüchlich zu achten, dah sie ferner und zwar stvohl gemeinsam als auch jeder Staat für ßch (Coniointment et fovatement) bie Erfäl- bmg dieser Verpflichtungen garantiere« und dah sie endlich jede Handlung, bie der Ver­pflichtung zuwiderläuft, als eine gemeinsame Md eigene Angelegenheit anseben werden. In Äeichen Sinne könnten bie Bertragsstaate« m diesem Pakte bie Erfüllung bet vetpNich- j bmg zur Entmilitarisierung bes Rheinlanbe« aarantieren. bie Deutschland in ben Art. 42 >«d 43 des Berit, v. Vers, übenommen bat. Auch mit einem dera-i-gr., Pakte lönn'ew Schiedsabreden der obenbezeichneten Art zwi­schen Deutschland und allen denjenigen Staa­ten verbunden werden, die ihrerseits zu solchen Abreden bereit sind. Den vorstehend angefüht- ien Beispielen wirb sich noch eine anbere 23« sungsmöglichkeit anreihen lasten. Auch könn­ten die diesen Beispielen zugrundeliegenden Gedanken in bet einen ober anderen Weise rusammengcstellt werden. Im übrigen wird i ru erwägen sein, ob es nicht ratsam ist, ben Sicherheitspakt so zu gestalten, dah er eine alle Staaten umfastende Weltkonvention nach Art des vom Völkerbund aufgestelltenpro- tocole vout le teglcmeni vacifique des diffe- rents intetnationaur" vorbereitet und dah et i« Falle des Zustandekommens einer solchen Weitkonvention von ihr absorbiert ober in sie hineingearbeitet wirb.

Englische Vermutungen über Deutschlands Haltung zum Sicherheitsvakt.

London, 18. Juni. (TU.) Die Ver­öffentlichung der zwischen Deutschland und ben Alliierten aussetauschten diplomatischen Dokumente wird, wie der diplomatische Kor­respondent desDaily Telegraph" be­richtet, zeigen, wie allgemein gehalten der bisher erreichte Fortschritt ist. Die ersten An­reichen von Berlin deuten darauf bin. dah die deutsche Regierung die Vorschläge nicht sum­marisch zurückweisen wird. Auf der anderen Seite werde es aber Berlin wahrscheinlich nicht möglich sein, zu folgenden Punkten seine Zustimmung zu geben:

L dah jede Signatarmacht berechtigt sein sollte, die Friedensverträge nach eigenem Gut­dünken auszulegen und vermittels Zwangs» »ahnahme« in Ausführung zu bringen,

2. dab jede Signatarmacht nach dem sorge- schlagenen Pakt berechtigt sein sollte, ohne die Zustimmung der übrigen Signatarmächte oder l des Bölkerbuadsrates bie entmilitarisierte

Zone zu betreten, und

3. dah das Veto gegen bie österreichisch» deutsche Bereinigung, bas unter Artikel 80 V in die Hände des Bölkerbundrate» gelegt

Wirb, ein für alle Mal feststehen solle.

20. Februar auf das deutsche Memorandum wird betont, dab die Prüfung der deutschen Anregung nicht weitergeführt werden könne, ohne dah Frankreich seine Verbündeten damit befahl und sich mit ihnen ins Einvernehmen gesetzt habe, um im Rahmen bes Vertrages von Versailles zur Schaffung eines Zustandes der Sicherheit zu gelangen.

Mtftimmen

DieDeutsche Tageszeitung" fragt: Glauben die Alliierten, dah Deutschland irgendwie An- lah geben könnte, freiwillig einen Pakt zu unterzeichnen, der ihm offensichtlich richt den ge­ringsten Vorteil, wohl aber neue Feneln, neue Verpflichtungen und anstatt Sicherungen neue Gefahren bringt? . Das Blatt kann daher m der französischen Rote nicht "ine geeignete Ver­handlungsgrundlage erblicken.

DerBerliner Lokal-Anzeiger" unterstreicht die ungeheure moralische Last, die Deutschland in seinem Angebot auf sich nehme unn die die moralischen Kräfte der Nation nahezu über­steigen muffe. Das ungeheure Opfer, das wir anbieten, wäre, so sagt das Blatt, nut dann tragbar, wenn wir auf der anderen ceu~ den Abbau wesentlicher Teile des ungeheuren Un­rechts einhandeln, das uns das Versailler Diktat gebracht hat.

DasBerliner Tageblatt" sagt: Die fr.:.; zösische Note nimmt zwar die Gebaut m >es deutschen Sicherheitsvaktes auf, befoticht i m in der Form friedlich und entgegenkommend, baut aber von vornherein soviel Barrikaden gegen eine Verständigung auf, dah es unab­sehbarer langer Verhandlungen bedürfe, um zur Klärung auch nur die Voraussetzungei. tut einen Ausgleich zu schaffen.

DerVorwärts" kommt zu dem Urteil, dah die französische Antwort keine Erschwerung, sondern nur eine Verbreiterung der durch das deutsche Memorandum gesponnenen Diskussion bedeute.

fk. London, 19. Juni. Die meisten Morgenblätter äußern sich in Leitartikeln zu dem gestern veröffentlichten Noten» wechselüberdiePaktfrage.Da i» ly E ppreh" wendet sich in heftigen Aus­drücken gegen denKriegspakt", der daraus hinausziele, daß Großbritannien schließlich für die Grenze irgend eines Landes in Osteuropa zu kämpfen habe, das vielleicht nicht einmal im Stanbe gewesen ist. seinen Bürgern eine anständige Regierung zu geben. Der diplo­matische Vertreter des QlrbeiterblatteS be­fürchtet. daß Frankreich außer den un Roten- auStausch genannten noch mündliche V er - sprechungen erhalten Habe, die eine ähn­liche Lage schaffen könnten, wie sie vor 1914 bestanden hätte, wo Großbritannien bei fernen Abmachungen mit Frankreich und Rußt and sich zwar volle Handlungsfreiheit Vorbehal­ten habe, aber schließlich ehren­halber verpflichtet gewesen set, in den Krieg einzutreten. Alles tn dem Notenaustausch enthaltene verberge Möglichkeiten der gesährlichsten Art.Mor- nin g Post" spricht ihre tiefste Genugtuung darüber aus, daß der Notenwechsel eine enge Annäherung der Auffassung zwischen England I und Frankreich zeige. Chamberlain habe ein bedeutsames Zugeständnis an Frankreich gemacht, welches darauf hinaus- I komme, daß Großbritannien das Recht Frank- I reichs anerkennt, entsprechende Maßnahmen für seine östlichen Alliierten zu ergreifen, sobald sie von Deutschland bedroht werden sollten.Daily Telegraph" spricht m einem Leitartikel seine Genugtuung über den vertraulichen Ton auS, den die verschiedE I Regierungen gebraucht hätten. Zum Inhalt der französischen Antwort an Deutschland sa^ baS Blatt, es werde zwar nicht ausdrücklich darin erwähnt, dah Frankreich das Recht besitze. Polen oder der Tschechoflvwakei zur I Hilfe zu kommen, wenn Deutschland ein I Schiedsgerichtsvertrag mit einem dieser Län- I der verletzten sollte.

Berlin, 18. Juin. (TU.) In der Zwi- schenantwort der französischen Regierung vom ~ auf das deutsche Memorandum

Die Zwische«note der französischen Regierung vorn 20. Februar.

W 19. Zimt 1925

_ ^>btrhessisch« Zeitung" «- sechsmal wöchentlich. Be- ^-spreis monatlich 2 GM. aus» Ujtesl. Zustellungsgebühr, durch ^,12.25 GM.Für etwa infolge Maschinen defekte oder j^tentater Ereignisse ausfallende ^aonern wird kein Ersatz ge» pteL Verlag b. Dr. §. Htheroth, der Unib.-Buchdruckerei b.

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übrigen am Rbeinvakt beteiligten Staaten I Schiedsverträge abzuschlieden, die eine friedliche Austragung rechtlicher und politischer Konflikte I sicherstellen. Frankreich ist der Ansicht, dah ein Schiedsvertrag derart, wie ibn Deutschland vor­schlägt. die natürliche Ergänzung des Rhein- I vaktes bilden würde. Es muh dabei aber als selbstverständlich gelten, dah ein solcher Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland auf die Konflikte Anwendung finden mühte und nut bann Raum für ein zwangsweises Vorgeben lassen dürfte, wenn ein solches Vorgeben gemäß den Bestimmungen der zwischen den Parteien bestehenden Verträge ober des Rheinpaktes oder auf Grund der Garantien erfolgen würde, die von den Parteien ober einer von ihnen für einen Schiebsvertrag geleistet werben. Ein Schiebsvertrag gleicher Art zwischen Belgien unb Deutschlanb wäre nicht minber erforberlich. Um biegen beiden Verträgen volle Wirksamkeit zu geben, mühte ihre Innehaltung sichergestellt werden durch die gemeinsame und gesonderte Garantie derjenigen Mächte, die andererseits an der in dem Rbeinvakt aufgenommenen Ee- bietsgarantie teilnehmen, dergestalt, daß diese Garantie unmittelbar »ur Wirkung kommt, wenn eine der Parteien es ablebnt, einen Streitfall dem Schiedsverfahren zu unterwerfen oder einen Schiedsspruch auszuführen ober ber »u feindlichen Handlungen schreitet. Falls einer der vertragschliehenden Staaten, ohne zu feind­lichen Handlungen ,n schreiten, seinen Berv ,- jungen nicht nachkommt, soll der Bölkerbnnds- rat die Mahnabmen vorschlagen, die »n er­greifen sind, um dem Vertrage Wirksamkeit,n verleihen.

Abs. 5. Die deutsche Regierung bat ihrem Memorandum hinzugefügt, sie sei bereit, mit allen Staaten, die hierzu geneigt seien, cher- aktige Schiedsverträge abznschliehen. Die Alli­ierten nehmen mit Genugtuung von dieser Zu­sicherung Kenntnis: sie sind sogar der AnfiA, dah ohne solche Abkommen zwischen Deutsch­land und denjenigen seiner Nachbarn, die zwar nicht Parteien des geplanten Rheinpaktes sind, aber den Vertrag von Dersalles unterzeichnet haben, der europäische Friede, dessen Befesti­gung bet Rbeinvakt anstrebt unb für ben et eine wesentliche Grundlage bilden soll, nicht völlig gewährleistet werden kannte. Diese so abgefahten Schiedsverträge würden die gleiche Tragweite baben, wie die in Abschnitt 4 vor­gesehenen.

Jede Macht, die de« Vertrag von Versailles sowie den geplanten Rbeinvakt unterzeichnet hat, würde, wenn sie es wünscht, die Befugnis baben, sich za ibren Garanten »u mache«.

Abs. 6. In dem in dieser Rote ins Auge ge­fotzten Vertrag dürfen keine Rechte und Ver- vilichtungen berührt werden, bie ben Mitglie­dern bes Dölkerbunbes aus der Dölkerbunbs- fatzung erwachsen.

Abs. 7. Die für bie Erhaltung bes Friedens unerlätzliche allgemeine Garantie ber Sicherheit

I wäre nur bann vollständig, wenn alle in dieser I Rote ins Aage gefahten Abkomme« gleichzeitig I i« Kraft treten. Diese Abkommen mühten der I Satzung entsprechend vom Völkerbund einge- I tragen und unter dessen Obhut gestellt werden. I Es versteht sich endlich von selbst, datz Frank- I reich, wenn die Vereinigten Staaten dem so verwirklichten Abkommen beitreten zu können

I glauben, die Beteiligung des grohen amerikani- I schen Volkes an diesem Werke des allgemeinen I Friedens und ber Sicherheit nur .begrüben I könnte.

I Das finb bie Hauptpunkte, binsichtlich deren I es notwendig erschien, die Ansicht der deutschen I Regierung genau kennen zu lernen. Die fran= I zösische Regierung würde es begtühen, hierauf I eine Antwort zu erhalten, die es gestattet, in I eine Verhandlung einzutreten, deren, Ziel der I Abschluß von Abkommen ist, die eine neue und I wirksame Friedensgarantie bieten.

Mtpmtt btt Wrtaultnbftitr

Düsseldorf, 18. Juni (TU.). Die Jahrtausendfeiern be5 Rheinlandes sanden heute mit dem offiziellen Festakt des rhei­nischen ProvinziallandtageS ihren Höhe­punkt. Um 9 Uhr vormittags trafen hier mit dem Reichskanzler Dr. Luther auf dem Bahnhof ein: der preußische Minister­präsident Braun, Ministerpräsidenten und Minister fast aller deutschen Länder, ferner Vertreter der deutschen Univers-- ten der Industrien usw. Nachdem Ober­bürgermeister Dr. Lehr die Gäste auf dem Bahnhof begrübt hatte, begaben sich diese zu kurzem Aufenthalt in ein Hotel, von wo sie in etwa 25 AutoS zu der Kund­gebung in die festlich geschmückte Tonhalle fuhren. Nach dem Bortrage eines Wag­nerischen Stückes nahm Oberbürgermeister Dr. JarreS das Wort. Seinen Ausfüh­rungen folgten die Reden des Reichs­kanzlers und des preußischen Mi» nisterpräsidenten und der LandeS- hauptm»««- für die Rheinlande, Dr.Ho­rton. , , .