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Zeitung

Mzeigerjürtdasftuhev kurhessMe)Gberhessen/-> Amtliches VevkünÄgungsblattsürd-krejsNlMW

Marburger Tageblatt

SefMe LanreSzeitung

AonnMag, bett 11. Ml 1925

Di«ObetbefiW Settung et- fc&cint sechsmal wöchentlich. St» .«gspreis monatlich 2 SM. auS- rchließl. Zustellungsgebühr, durch He^ofl2.25 GM.Für etwa Infolge Maschinen defekte »der rlementarer Ereignisse ausfallende Stummem wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag b.Dr. §. Hitzeroth, Druck der Univ.-Buchdruckerei v. Aob- Aug. «och. Markt 21/23. Aernsvrecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt u M. Rr. 5015. Sprechzeit »ei Redaktion von 1011 und Uhr.

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füllungsvrt Marburg.

1 Goldmark V.,,Dollar.

Der Genfer

(TU.)

Darts, 16. Juni.

1-Masvertreter gibt den Inhalt der französi- toen Antwortnote, die am Frertas nach Der-

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lin abgehen soll, wie folgt wieder:

die Ergänzung des DheinpakteS durch einen besonderen SchiedSgerichtsvertrag zwischen Deutschland, Polen und der Tschechoslowakei, den Frankreich garantieren würde, zur Durch­führung der' allgemeinen Entspannung für un­erläßlich.

den Nachbarstaaten des Ostens Verträge die­ser Art abschließen würde, so kann ein jeder Signatarstaat des Versailler Vertrages ge­gebenenfalls als Bürge auftreten. Diese, all­gemeine Sicherungssystem würbe selbstver, stündlich erst dann seine volle Wirkung bassen, wenn sämtliche in Aussicht genommenen Der. träge Rbeinpakt, Sicherugnsverträge usm. gleichzeitig in Kraft tret en würden. Wenn diese Abmachungen dem Geist des Völ­kerbundes entsprechen, müssen ft? vom Völker­bundsrat einregistriert und ausgelegt werden, damit ein jeder stch daran beteiligen kann. Wenn die Vereinigten Staaten es eines Ta­ges für richtig halten, dem Sicherungsver- trage beizutreten, so würde Frankreich die grünte Genugtuung darüber empfinden, daß die grobe Amerikanische Nation stch entschlos­sen bat, an der allgemeinen Befriedung mit­zuwirken.

ff. London, 11. Juin. Dem Genfer Be­richterstatter derDaily News" zufolge, wird die Note Frankreichs an Deutschland etwa folgendes enthalten:

Als Bedingung des Sicherheitsvaktes müsse Deutschland dem Völkerbund beitreten. All­gemein gesprochen werde Grobbritannien Frankreich und Deutschland gegen die Angriffe der einen gegen die andere Ma-Kl verteidigen. Es werde gehofft, daß eine Reibe »en Schieds­verträgen abgeschlossen werden, wel e die An­wendung des Paktes im Westen sehr verein­fachen und im Osten .ordern werden. In a'.en Fragen sollen die Bölkerbundssatzungen unbe­schränkt wirken.

Uebersendung der franzöfischen Antwortnote

. , am T.nr .estag.

Paris, 9. Juni (TU.) Rnch Genfer Mel­dungen wird die französtlche Antwortnote auf das deutsche Sicherbeitsangebot Donners­tag nach Berlin abgesandr werden. Briand kehrt, wie bereits gemeldet, am Mitt­woch abend nach Paris zurück. Chamber­lain bletot dagegen noch bis 11. Juni in Genf, da bis dahin die Arbeiten des Völker- b'-ndsrates wabrscheinl.s beendet sein werden. Es wird bestätigt, dab die Note an Deutsch­land, deren Wortlaut soeben erst endgültig fcstgelegt wurde, eine knappe Darstellung der Grundsätze enthält, die für den Sicherheitsvakt mit Deutschland maßgebend sein werden. Die deutsche 2egierung wird an Hand des Schrift­stückes die Bedingungen, unter denen der Sicherhetsvakt zustandekommen kann, auf das Genaueste kennenlernen.

Di« französische Presse über die außenpoli­tische rage Frankreichs.

Paris, 10. Juni. (Sil.) Die Blätter halten daS französisch-englische Einvernehmen in her Sicherungsfrage für daS größte Ereignis seitdem Friedensschluß. Der .TempS" feiert daS persönliche Verdienst DriandS um daS Zustandekommen des Hebet- einkvmmenS mit Großbritannien und meint, daß sich eine bedeutende Verbesserung der Situation zugunsten Frank­reichs vollzogen habe. MS wichtigsten Punkt deS geschlossenen HebereinkommenS stellt derTempS" die Tatsache fest, daß Großbritannien sich im Falle eines deutschen Angriffs mit allen Streitkräften auf die Seite Frankreichs stellt. Was die Sichel der Ost­grenze anbelange, so verstehe sich von selbst, daß die Beschlüsse eilte» Schiedsgerichts sich nicht auf territoriale Fragen beziehen könnten. Der Jntransigeant" stellt fest, Chamberlain und Driand hätten eine Großtat vollbracht. Die Bestimmungen deS Versailler Vertrages feien nicht nur ausdrücklich beglaubigt worden, jonbern auch die Rückkehr Slsaß-LothringenS zu Frankreich habe durch daS Hebereinkommen aufs neue eine Bestätigung erhalten. DaS

Journal. deS Debats" meint, der Hmschwung der Situation zugunsten Frankreich« sei offen- kundig. Man könne sagen, daß die Zeit günstiger.sei al» 1914. Damals stand Frankreich zwei verbündeten Kaiserreichen mit insgesamt 120 Millionen Einwohnern gegen­über. Heute sei nur noch Deutschland mit 65 Millionen übrig geblieben. Als Ersatz für Rußland zählten für Frankreich die ver­bündeten Staaten im Osten von 70 Millionen Einwohnern ohne die baltischen Staaten, die auch an der Aufrechterhaltung de« Frie­den» interessiert seien. Die früheren Ver­bündeten Deutschlands, Bulgarien und die Türkei, könnten keinen ernsthaften Schaden antichten. Es bestehe also aller »rund zum OchtimiS-müSr Die .Liberte" hält

AankttW Antw»! auf Mt EWMMoie «nWerW in England - «ein einseitiger Vertrag? ,

Im Eingang weist die Note darauf hin, daß der Sicherungsvorschlag von Deutschland aus- sebe und die Note der französischen Negierung daher lediglich auf Einholung ergänzender Auskünfte abziele. Das deutsche Memoran­dum weise beunruhigende Lucken auf Es lässt beispielsweise den Völkerbund völlig unerwähnt, dem Kraft seiner Verpflichtungen Frankreich und sämtliche Alliierten angebor- ien. Vor Eintritt in weitere Verhandlungen fci daher die Feststellung von Wichtigkeit, ob Deutschland bereit sei. die in dem Lölkerbundspakl festgesetzten Verpflichtungen anzuerkennen,

sobald es unter den int Briefe des Volker- bundsrates vom letzten März aufgezahlten Voraussetzuanen in den Völkerbund eingetre­ten sei. Besonderes Gewicht wäre anderer Jetts auf die Feststellung zu legen, dab dte Unterzeichnung eines Sicherbeitsvaktes mit Deutschland keine Neuerung der Rechte und der Verpflichtungen des Versailler Vertrages bedeute und die Bestimmungen des Vertrages vollauf bestehen bleiben. Dies gelte sowohl für Frankreich, als auch für Belgiern Belgien müsse selbstverständlich an dem Vertrage beteiligt werden, wenn er zum Abschluß gelange. Der Sicherheitsvakt könne den Bestimmungen über die Besetzung der Rheinlande sowohl für Belgien uls auch für Frankreich keinerlei Abbruch tun. Die deut­sche Regierung erkläre stch bereit, mit den Mächten westlich des Rheins Schtedsgertchts- verträge einzugehen. Frankreich erkenne gerne an, dab diese Verträge eine natürliche Ein­schränkung des Rbeinpaktes bilden, aber es verlange ausdrücklich, dab diese Vertrage auf alle Konflikte Anwendung finden und den Gebrauch der Gewalt unr für den Fall vor­sehen, dab auf Grund einer Verletzung des Vertrages zu ihr Zuflucht, genommen wird. Die Signatarmächte mühten, um diesen Cchiedsgerichtsverträgen ihre volle Wirkung zu verleihen, ste sowohl gemeinsam, als auch einzeln garantieren Für den Fall, dab em Cignatarstaat, ohne eine feindselige Handlung tu begehen, gegen seine Verpflichtungen ver­fehlt, ist es Aufgabe des Völkerbundes, Mah- nahmen zur wirksamen Ausführung des Ver­trages zu bestimmen Die deutsche Regierung batte sich in ihrem Memorandum bereit er­klärt, auch Schiedsgerichtsverträge mit sämtlichen dazu geeigneten Staa­ten, insbesondere mit Polen und mit der Tschecho-Slowakei. abzuschlieheu.

Frankreich nimmt diese Erklärung zur Kennt- nis. Sie stellt aber stets im Einver­ständnis mit Großbritannien fest, dah die Alliierten keine ihnen aus dem Ver­trag her zuftebenden Rechte oder Vervllich- tangen aufgeben könnten. Keiner der in Aus­sicht genommenen Echiedsgerichtsverträge darf dagegen verstossen. Wenn Deutschland mit

Skk Kutsche Vorschlag

I London, 10. Juni. (TU.) DieTimes" veröffentlichen heute den Wortlaut der deut­schen Note vom 9. Februar über den Sicher- heitsvakt, die kurz roiebergegeben folgende Punkte entuali: Die deutsche Regierung er- ftnut es als notwendig an, dah eine befrie­digende Lösung der Sicherbeits- frige gefunden wird. Sie m^-tzt daher einen Vorschlag, dessen Grundlage die Ideen des Vorschlages von 1924 ist. Die deutsche Ne­gierung erklärt stch bereit, einen Vakt mit an­deren Mächten abzuschlieben, die lebens-- Notwendige Interessen am Rhein desitzen, insbesondere mit Frank- E »eich, England und Italien und zwar in der Absicht, einen Krieg iroijinen den Unter« jeiujnetn auf beträchtliche Zeit hinaus mög­lichst zu unterbinden. Der Pakt soll die Form einer Verpflichtung der Unter­zeichner gegenüber den Vereinigten Staaten enthalten. Gleichzeitig solle ein allgemeiner Shiedsgerrchts ver­trag mit Frankreich, Deut.chland und Seligen, abgeschlossen werden und zwar nach dem Vor­bild der Schiedsgerichtsverträge, ^reutschla'd »erde einem lokal bedingten Pakt für eine Garantie des territorialen Status guo zu­stimmen.

s« Wt der stanzöMm Antwortnote

Englische Stimmen znm englisch-französi­schen Abkommen über den Sicherheitspakt.

London, 10. Juni (TU.).Daily Te­legraph" schreibt über daS Abkommen mit Frankreich, der Pakt werde unzweifelhaft, von Anfang an beabsichtigt, durchaus zwei­seitig und gegenseitig sein. Der englische Beitrag zu einer friedlichen Losung der europäischen Frage bestände in einer Ga­rantie der deutsch-französischen und deutsch- belgischen Grenzen und deS entmilltart- sierten RheinaebietS gegen leben Angriff, ob von deutscher oder anderer Seite. Da­mit wäre der wesentliche Inhalt der eng­lischen Bürgschaft erschöpft.. Alle übrigen Garantien wären durch die rm Völler- bundSpakt enthaltenen Bestimmungen hin­reichend ausgedrückt.

DieTimes" schreiben: was nunmehr notwendig wäre, ist eine formale und freundliche Erklärung Deutsch­lands über fein Verhältnis zum Völkerbund. ES ist eine Ueberein- stimmung englischer und französischer amt­licher Meinung, daß der Eintritt Deutsch­lands in den Völkerbund eine wese n » liebe Vorbedingung nicht nur für den LicherheitSpakt, sondern für dre ge­samte Neuordnung Europas fei. Eine ge­naue Prüfung der deutschen Note vom 9. Februar, die den Paktvorschlag enthalt, vermittelt den Eindruck eines aufrichttgen Wunsches nach Verständigung. DaS Blatt gibt dann den vollen Inhalt der deutschen Note vom 9. Februar wieder. Die Ausführungen derTi­mes" entsprechen dem Wunsch, die B > e r - antwortung für das mögliche Scheitern der Sicherheitspaktverhandlungen auf alle Fälle Deutschland aufzubürden.

Baldwin und der Sicherheitspakt.

London, 10. Juni. Baldwin erklärte heute im Unterhaus, ein Sicherheitsvakt fei noch nickt unterzeichnet und es werde keiner abgeschlossen, ohne bah bem Parlament Ge­legenheit zu voller Aussprache gegeben werbe. Gegenüber gewissen Mihverstanb- nissen die in der össentlichen Meinung entftonben seien, stelle sich die Laae bis heut­ig daß die enaltssbe und ftaitwf»e Re­gierung nach sorgfältiger Erwannng aller am g Februar der fr»n,<Gfck>en Regierung ge­machten deutschen Vorschläge ,u einem vollen Einverständnis Über gewisse «««« legende Prinzipien gelangt seien, nut benen jedes derartige Abkommen übereinstim- men müsse, wobei aller Anlass zu der Erwar­tung bestehe, dass Belgien und Italien ihre 3nftimmnng geben werden. Das ins Auge ge­fasste Abkommen hohe einen streng zwei­seitigen Charakter und nicht einen einseitigen, wie es möglicherweise in einigen öffentlichen Berichten dargestellt würde. Sowohl die französische wie die eng­lische Regierung fei bet Ansicht, bah bas Ab­kommen allen S^nat arm ächten, solange sie bei den Vertragsvervssichtungen blieben, die grösstmöglichste Sicherheit geben müsse. An- bererseits könne der Pakt nicht von irgend­einer schuldigen Macht ins Feld geführt wer­den, um sich vor den Folgen eines absichtlichen Bruches ihrer Bettragsvervflichtungen iu schützen.

««Zufriedenheit der Dominion» mit dem Sicherheitspakt.

Pari», 10. Juni (TU.). Nach einer Meldung derChikago Tribüne" aus London haben Kreise der britischen Do­minions, besonders die Australler, ernsthafte "Einwände gegen die Verpflichtungen er­hoben, die für die Gruppen deS grotz- britannischen Reiches die Teilnahme an einem kontinentalen Konflikt vorsehen, vor allem mit Rücksicht darauf, daß plötzlich eine Krise im Stillen Ozean auS- b rechen könnte. In London anwesende Vertreter der Dominions sollen erllärt Haben, daß das Problem des Stillen zeanS da» wichtigste Problem des britischen Welt­reiche» sei und daß die Streitkräfte im Stillen Ozean durch kein politische? und militärische» Abkommen in ihrer Wirk­samkeit gehemmt werden dürften.- .

Römische Kritik.

Rom, 10. Ium. (TU.) Die Aeußerung Briands, das Garantieabkommen basiere auf bem Versailler Vertrag, sowie die Tatsache, daß Italien zu den entscheidenden Verhand­lungen zwischen London und Paris nicht her­angezogen wurde, hat hier einen peinlichen Eindruck hervorgerufen, besonders, da die englische Regierung erklärt hatte, Italien dürfe einem neuen internationalen Garantieabkom- men nicht fern bleiben . Nach Prcssestimme« sollen die alarmierenden Nachrichten über Jta- lians Stellung zur österreichischen Anschlnß- srage aus französischer Quelle stammen. Wie Corriere d'Jtalia" untbGiornale b'Jtalia^ schreiben, sehe man dann ein Manöver, um für einen Anschluß Oesterreichs an die unter Frankreichs Einfluß stehende kleine Entente Propaganda zu machen.

Italien und der GichekheitSpakt.

Genf, 9. Juni. (TH.) Der Vertreter Italiens im Böllerbundsrat, Scialoja, em­pfing heute nachmittag die Bertreter der Presse, um ihnen die italienifche Stellung zum Sicherheitspakt darzulegen. Er erklärte u. a., Italien lege dem Pakt zwischen den Westmächten und Deutschland, wie Überhaupt jedem Versuch, zum Dölkerfrieden zu ge­langen. große Bedeutung bet Die Erklärung Mussolinis im Parlament hätte die Richtlinien der italienischen Politik fest­gelegt. Italien habe an einem Sicherheits- Pakt, der die Rheingrenze berühre, kein un­mittelbares Interesse, wohl aber an einem Pakt, der alle Grenz frag en im Sinne der Friedensverträge regelt Deutschlands Teilnahme an einem solchen Pakt wäre von höchster Bedeutung und eS müsse mit der ihm von Frankreich erteilten Ant­wort zufrieden sein, da sie alleS enthalte, was Deutschland erhossen könne. Deutschland stände bisher außerhalb des Völkerbundes und neunte deshalb an seinen Destrebungen über die Friedensficherungen nicht teil. Sein Eintritt in den Völkerbund hänge allein von ihm ab. Alle Mitglieder des Dates wären Deutsch­lands Eintritt m den Völkerbund günstig gesinnt, wenn Deutschland keine be- sonderenDedingungen stell.

Rußland und die Dutchmarschftage.

Berlin, 1L Juni. (WTB.) Wie nett unterrichteter Seite verlautet, wird sich die russische Soroietregiernttg voraus­sichtlich veraulasst sehen, im Hinblick auf die französische Havasnote über die Genfer Bespre­chungen der deutschen Regierung -insichtlich der Frage des Durch- marschrechtes ernste Mitteilnngen $ u machen. Russland steht nämlich, wie aus bett früheren Mitteilungen des Moskauer Aussenkommissariats an Deutschland hervor­geht, auf dem Standpunkt, dass im Falle eines ruffifch-volnifchen Kriege» die deutsche Neutralität nicht re­spektiert werden könne, wenn Deutschland einer dritten Macht freiwillig oder unfreiwillig den militärischen Aufmarsch über deutsches Gebiet gestatten müfte. Dieser russische Standpunkt lässt nnzweifelbaft erlernten, welch ernste Gefahr für Deutschland entstehen, wenn die Frage des Durchmarsches im Sinne der fran­zösischen Tbese geregelt werden soll '.

Amerika und die Sarantiepaktfrage.

Paris, 10. Juni (TU). Nach einer Washingtoner Meldung derUnited Preß" denkt man in politischen Kreisen nicht sehr optimistisch über die Verwirklichung deS SicherheitSpakteS. Man meint, Deutschland werde, falls das Abkommen wirllich Frank­reich ein DurchzugSrecht durch das Rhein­land einräume, nicht gleich einen so ein­seitigen Pakt annehmen. Washington erwartet auch in Großbritan­nien eine starke Opposition ge­gen die Verpfl ichtung Cham­berlains. Die Vereinigten Staaten, so wird erklärt, seien im einzelnen nicht in- teressiert, solange der Pakt die Befriedung Europa- fördere. Als Ansicht deS Bot­schafters Hougthon wird in Genf zu ber- ttegtrt gegeben, die Bereinigten Staaten würden sich an der Ausarbeitung deS ur­sprünglichen Planes, der ein politisches Gegenstück zum DaweSplan fein sollte, beteiligen.

ft. Newyork, 11. Juni. Der arnerika- Nische Botschaster ist nach Berlin abgereift Er sprach bei seiner Abreise die Hoffnung aus, daß er im Stande fein werde an den Vorbe­reitungen der Bestrebungen für den Wie­deraufbau Europas rnttzuarbetteu. Ihm liege nichts so sehr am Herzen als die Wiederherstellung bet Freundschaft zwischen !ber beutjtgen unb bet amerikanischen Regie-