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^eiaerLr(dasM>er KMessWe)GberMer^-> Amtliches VerkündigungstM jvr dkreisttlarbmg
Marburger Tageblatt
MW Lanbeszettung
fest, daß der Mangel an Fesselballons sich in den letzten Kämpfen stark fühlbar gemacht habe. »Paris Soir" begründet den Rückzug der französischen Truppen mit der Anmöglichkeit, den Krieg gegen einen unbeugsamen Gegner mit Aussicht auf Erfolg zu führen, wo besonders die schwere Artillerie überhaupt nicht zur Geltung kommen könne. r
Der offizielle Kampfbericht aus Rabat meidet u. a.: Im Westen ist die Situation bei den Rouen- und Chezaeuasstämmen unverändert. Der Posten von Ouled Allah wird vom Gegner behelligt, der einen Handstreich gegen die Stellung von Rhiana auszuführen versuchte. Er wurde unter . Verlusten zurückgeschlagen. Bei Taunat haben sich unsere Posten zurückgezogen. Die Bewegung wurde trotz scharfer Angriffe des Gegners mit gutem Erfolg durchgeführt. Feindliche Abteilungen, die uns nachsetzten, wurden von der Kavallerie angegriffen und unter Zurücklassung von Toten in überstürzte Flucht getrieben.
Die Folgen von Setzmeldunsen über Marokko.
Metz. 9. Juni. (TU.) Die Setzmeldungen, daß die Marokkaner von Deutschland gegen die Franzosen aufgehetzt oder bewaffnet wo Jen seien, haben hier und in verschiedenen Orten zu Zusammenstößen mit deutschsvrechenden Lothringern und Reichsdeutschen geführt, die als ..Boches" beschimpft oder besudelt wurden. Die Blätter bringen beute eine neue Savas- Meldung aus Fez, in der behauvtet wird, dah Abd el Krim von gewissen Deutschen beraten werde.
Rr.W. 60.MTO Marburg o.t.Labn
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1 Goldmark — V.,-Dollar. '
rheinischen Zone vorzugeben, falls ferne östlichen Verbündeten einem deutlich charakterisierten Angriff Deutschlands ausgesetzt sind. Im übrigen darf man nicht vergessen, dah Deutschland durch die allgemeinen Bestimmungen des Bölkerbundcs gebunden fein wird und der Pakt unter allen Umständen erst nach dem Ein Irrt t des Reiches in Kraft treten kann."
fk. London, 10. Juni. Der Parlamentsberichterstatter des „Dailv Expreß" schreibt, das Kabinett werde brüte zusammentreten, um weitere im Zusammenhang mit dem Ei ch e r- b e i t s v a k t stehenden Fragen zu erörtern. Der gevlante Pakt werde vom Parlament eingebend geprüft werden, um die genaue Natur der britischen Verpflichtungen festzustellen. Dem Korresoonden» zu- solgr batten die sozialdemokratischen Führer eine Besprechung, in der beschlossen wurde, sich dem Abkommen zu widersetzen.
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Für das Reich unannehmbar.
Tie Veröffentlichung von Savas über den angeblichen Inhalt der Vereinbarungen zwischen Briand und Chamberlain in der Frage des sogen. Sicherheitspaktes bat in politischen nnd parlamentarischen Kreisen das gröhte Aussehen erregt und stellenweise auch wohl Bestürzung hervorgerufen.
Es besteht in diplomatischer Kreisen vorläufig das Bestreben, den Wortla'-t d-r fran- -»sischen und englischen Antwortnote auf den deutschen Vorschlag abzuwarten. Auch scheint die dentsche Regierung vorläufig geneigt zu lein, bis zum Eintreffen einer offiziellen Antwort an ihrem Vorschläge fest zuhalten. Dagegen lädt man weder in diplomatischen noch in parlamentarischen .^re ■*, und »war obne Unterschied der Partei, irgendeinen Zweifel darüber, dab alle Verhandlungen über einen Sicherheitsrakt endgültig gescheitert seien, falls in der franzö- "schen nnd englischen Antwort die Anerkennung einer Vereinbarung gefordert werden sollte, die Frankreich
die entmilitarisierte Rheinlandzone als Operationsbafis natürlich mit der Absicht des eventu-llen Durchmarsches durch Deutschland überläht. Ebenso wird in allen diplomatischen und -arlamentarischrn Kreisen darauf hingewiesen, dah die Anerkennung der Gegenseitigkeit in den Vereinbarungen, wie sie Savas wiedergibt, nur formal, aber nicht raktisch enthalten ist. Es behebt also, falls sich der Inhalt der Saoasnote bestätigen sollte, die Möglichkeit, dah schon binnen ganz kurzer Frist alle Verhandlungen über den Silber- heitspakt erledigt sind und Deutschland auf . Noten Frankreichs und Englands
mit einem glatten Nein aniwor- t e n muh.
MW der ftenMemiOn
Berlin, 9. Juni. (SLTB.) Zu dem Bericht der interalliierten Milrtaty kontroll-Kommission bemerken die Blätter, dab dieser Bericht schon im Januar verfaßt wurde und daß seitdem eine ganze Reibe von Anständen abgestellt wurden, dre daber auch nicht mehr in der Note der Bot- schafterkonferenz stünden. Die Beschuldigung der Obstruktion, die in dem Bericht gegen deutsche Behörde nerhoben wird, sei, wie die Blätter betonen, schon dadurch widerlegt, dab 2000 Kontrollbesuche vorgenommen werden konnten. Das Auftreten der Kontrolle kommisston sei von Woche zu Woche schroffer geworden, so daß man den Eindruck gewinnen mußte, es werde ein Vorwand gesucht, die Generalinlvektion abbrechen zu können. Wenn sie trotzdem zu Ende geführt werden konnte, sei das der beste Beweis gegen die bebauplete Obstruktion. Was die angebliche Wiederaufnahme der Waffen- und Munitionsherstellung anlangt. so wurde diese in gewisiem Umfange notwendig, da im Jahre 1923 die Reichswebrbestönde aus 50 Prozent herabgesunken waren. Don der.Wiederaufnahme der Fabrikation sei der interalliierten Militärkontrollkommilsion vor- fchriltsmäßig Mitteilung gemacht worden. Bezüglich der Einrichtung der Tra- ditionskomvagnien wird in den Blattern erklärt, daß nicht einzuseben sei, was dies mit den verbotenen Rüstungen zu tun habe. Der Behauptung, daß eine alte Landwebr- organisation bestehe, sei entgegenzuhalten, dah sich irgendwo auf dem Lande noch die alten Schilder ..Landwebrbezirk" und „Landw-.,r- komvagnie" an Eemeindegebäuden befinden. Zu dem Vorwurf, daß gewiße E-setze noch nicht in Kraft seien, sei darauf binzuweisen, daß durch Reichsgeletz vom 26. Juni 1921 die Fabrikation und Ein- und Ausfuhr von Waffen und Kriegsmaterial genau geregelt sei. Der Vorwurf des Kontrollberichts, die deut' Regierung zeige einen schlechten Willen, sei zumindest eine sehr starke Uebertreibung.
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Preußischer Landtag
43. Sitzung vom 9. Ium.
AlS erster Punkt wird verhandelt die zweite Beratung des Note»a»s von 192»
Aushebung des Republik - Echuß- geießeS
Berlin, 9. Juni. (WTD.) Der Saus- Haltsausschuß des Reichstages setzte heute vormittag die Beratung des »aus« haltsvlancs des Reichsministeriums des Innern fort. Reichsinnenminister Schiele verlas einen Bericht des vieutzischen^ Innenministers über die Vorfälle in Teltow am letzten Sonntag. Hiernach ist die Imitative zu dem Zusammenstoß von den roten Frontkämpfern ausgegangen. Diese baden einen unbeteiligten Arzt vom Rade gerisien und mißhandelt und sind gegen die ..olizei- Mannschaften, die ibn in Schutz nehmen wollten, tätlich geworden. Schiele erklärte dann weiter, die Reichsregierung habe sich für einen Verfassungsausschuh nicht aus eigener, sondern auf die Initiative aus dem Sause heraus erklärt; sie habe auch nicht selbst Anträge auf Verfassungsänderungen vorbereitetz Der Aus- schuß nahm dann eine Reibe von Entschließungen an, darunter einen Antrag, die Reichsregierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Verleihung von Titeln von Reichswegen neu regelt. Abgelebnt wurde mit 14 gegen 12 Stimmen eine deutschnationale Entschliebung. die Reichsreaierung zu er- suchen, einen verfassungsändernden Gesetzentwurf vorzulegen, wonach die Reichsfarben Schwarz-Weih-Rot sind. Angenommen wurden deutickmationale Anträge, die wirksame Schutzmaßnahmen zugunsten der gefährdeten und mißhandelten deutschen Minder- beiten in den fremden Staaten, ferner eine bis zum 1. Avril d. I. sortgeführte Statistik über den Umfang der ost jüdisch en Einwanderung seit dem 1. August 1914 verlangen. die für die Beseitigung der bei der Schutzpolizei bestehenden Zivilkommissare, in Preußen und Sachsen eintreten, und die einen Gesetzentwurf beantragen, durch den zum Gedächtnis der im Weltkrieg Gefallenen ein allgemeiner Volkstrauertag auf den Sonntag Jnvokavit festgelegt wird. Ferner gelangte zur Annahme ein deutschnationaler Antrag auf Aufhebung des Re- vublikschutzgesetzes und ein. weiterer Antrag, wonach der 18. Januar 8uttt Nationalfeiertag erklärt wird.
Die EimsMS m Genf zsr NruWIand im» ?Wat
DaS Durchmarschrecht von England zuge» standen.
Berlin ,9. Juni (TU.). In dem Ha- vaSbericht über die Grundlage der Eini- aung zwischen Briand und Chamberlain Cheißt es nach den Morgenblättern über die Grenzen Polens und der Tschechoslowakei: Die durch England für die Rheingrenze gegebene Garantie erstreckt sich nicht auf die Grenzen von Polen und der Tschechoslowakei. Diese Grenzen ständen unter dem Schutz des Völkerbundes. Außerdem lasse England Frankreich alle Freiheiten, Verpflichtungen allgemeiner Art die Form zu geben, die am besten den Interessen seiner Alliierten entspreche, vorausgesetzt, daß jedes Abkommen dem Geiste und dem Buchstaben der DölkerbundSsatzungen entspreche. Endlich werde im französisch- britischen Abkommen formest erklärt ,datz Frankreich in dem Falle, daß einer seiner Alliier- ten daS Opfer eines nicht provozierten Angriffes würde, berechtigt f e<, sich der entmilitar isier - ten Rhenlndzone 15 OpertonS- f e 11> z u bedienen, um seinen angegriffenen Alliierten zu Hilfe zu eilen. Was die Zulagnug Deutschlands zum Völkerbund anbelangt, so seien die Regierungen von Pari? und London dahin übereingekommen, zu erklären, daß diese erst in dem Augenblick erfolgen könne, in dem der SicherheitSPakt voll, kommeii den zwischen den beiden Regierungen festgelegten Bedingungen entspreche.
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Dir Auffassung in Eng'and.
London, 9. Juni. Die offiziöse Par-ser nach Loudon gedrahtete Auffassung vom fran- zöfiich-engliscken Partabkommen lautet:
England stellt seine gaine Land-, See» und Lustmacht Frankreich und Belgien zur Garantierung der Rbeingrenre zur Verfügung.
Die englische halboffiziöse Auffassung lautet:
Großbritannien verpflichtet sich, zur Silke- leistung sowohl für Frankreich wie für Deutschland zwecks Garantierung der beiderleitige» Grenzen, aber nur innerhalb des Rahmens der Völkerbundssatzungen.
Der „Temps" jubelt: »SBenn der Pakt geschloßen ist, wird man die Gewißheit haben, dah England sich im Falle eines neuen deutschen Angriffs mit allen seinen Kräften auf die Seite Frankreichs stellt, und man weih, dah, wenn diese Gewihbeit 1914 bestanden hätte, Deutschland wahrscheinlich nicht den Weltkrieg „cntfcnelt“ haben würde. Alle Verpflichtungen, die sich aus dem Versailler »Vertrags für die Lstgrenzen des Deutschen Reiches ergeben, werden voll aufrecht erhalten. Frankreich wird das absolute »Recht- haben, in der
Rill»»», Itn io. Sunt 1925 me ^vberhessisch« Zeitung" er- «Lt sechsmal wöchentlich. Be- !»aÄ-reis monatlich 2 GM. aus- ’Xfjl Zustellungsgebühr, durch '.$,(12.25 GM.Für etwa infolge
Maschinendefekte oder »onentattt Ereignisse ausfallend« Kammern wird kein Ersatz ge- leistet. Verlag v. Dr. §. Hiheroth, Druck der Univ.-Dnchdruckerei v. -dh. Aug- Koch, Markt 21/23. ^spreche-: Rr. 55. u. Rr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt 4. <$. Rr. 5015. — Sprechzeit iei Redaktion von 10—11 und
-,,1—1 Uhr.
Auf den Eingang der französischen Antwort zum Paktangebot Deutschlands werden wir Mch einige Tage warten können: und es ist daher noch nicht die Zeit gekommen, endgültig zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen, die uns Frankreich im Einverständnis mit England machen wird Bisher liegen nur offiziöse französische Stimmen über den Inhalt des Kompromisses zwischen Paris und London uor, aber sie lauten schon so bestimmt, daß man sie für ungefähr richtig halten muß. Dafür spricht auch die fröhliche Laune, in der sich nach Genfer Meldungen die Herren Briand md Tbamberlain nach dem Abschluß der Einigung befunden haben Denn Chamberlain ist ja als Franzosenfreund bekannt, und wenn er in solchem Augenblick lacht, dann dürfen wir davon überzeugt sein, baß die Lage für Deutschland äußerst ernst ist. Dus ungeheuerliche Zugeständnis, das England den Franzosen gemacht haben soll, besteht darin, daß im Falle eines „unprovozienen Angriffes" auf die östlichen Bundesgenossen Frankr.ichs die entmilitarisierte Rüeinlandzone dem Ein- und Durchmarsch der Franzosen offen stehen soll. Lor kurzer Zeit noch bat man das in Londoi bestritten, aber jetzt scheint in der Tai das englische Kabinett in diesem entscheidenden Punkt umgefallen zu jein.
Das Versailler Diktat verbietet in den Artikeln 42—44 den Deutschen, auf dem linken Rheinufer sowie in einer Zone von 50 Kilometer Breite östlich des Rheines Befestigungen zu unterhalten, eine bemannet. Macht zusammen zurieben, militärische Hebungen vorzunehmen oder irgendwelche Vorkehrungen für eine Mobilmachung zu treffen. Eine Heber» iretung dieser Bestimmungen würde, so heißt es wörtlich, „als feindliche Handlung gegenüber den Signalarmächten dieses Vertrages mid als Versuch der Störung des Weltfriedens betrachtet werden. „Diese Bestimmung tz — im Gegensatz zu den Besetzungen, für die bestimmte Termine geseul sind — als Dauerbestimmung gedacht, infolgedessen mußte es als selbstverständlich gelten, daß deutsches Gebiet, auf dem nicht einmal Deutschland einen Soldaten halten darf, auch jedem anderen mi- litärischen Einmarsch verschlossen bleiben muß, solange sich Deutschland nicht im Kriege mit einem Lande befindet, das in der Lage ist. in diese Rheinlandzone einzurücken. Von diesem Gesichtspunkt aus haben denn auch die internationalen Besprechungen über die Kontrolle der entmilitarisierten Zone bisher stattgefunden. Wenn jetzt Frankreich das Recht beansprucht, in diese Zone einzurücken und hindurchzumarschieren, so würde das eine ganz einseitige Bevorzugung der Franzosen bedeuten, die in vollem Widerspruch stände zu dem Grundsatz der Gleichberechtigung, den die Reichsregierung bei ihrem Paktvorschlag als selbstverständlich vorausgesetzt hat. Die Einzelheiten. die den neuen Bruch des Versailler Vertrages regeln sollen, sind uns noch nicht bekannt. Vorläufig aber muß man es als unerhört bezeichnen, daß die Entente immer wieder von Deutschland die strikte Innehaltung jenes Schmachvertrages fordert, selbst aber alle Bestimmungen umzustoßen bereit ist, die Noch irgendwelche Rechte Deutschlands enthalten.
Man fragt sich unwillkürlich, ob diese ganze Forderung überhaupt noch ernst gemeint sein kann. Der „Temvs" hat ja vor kurzer Zeit etwas unvorsichtig die Welt hinter die Kulissen der französischen Politik blicken lassen. Er erklärte schon im Voraus, daß es sehr fraglich sei, ob Deutschland mit der neuen Form des Earantievaktes einverstanden sein werde Er warf die Frage auf, ob Strefemann durch ein Nein die Verantwortung für das Scheitern des Paktgedankens vor England und Amerika übernehmen würde. Wörtlich sagte der „Temvs": „Wenn der Versuch nicht gelingt, bann könnte man 'Frankreich für den Mißerfolg nicht verantwortlich mache n." Das scheint des Pudels Kern zu sein. Die Franzosen hoffen, daß Deutschland eine solche Bedingung ablehnen werde und daß dann England sich doch noch z» einem intimeren Militärbündnis bereit finden könnte. Dies werden sie freilich schwerlich erreichen, aber das Echeitern der Paktverhandlungen können sie natürlich leicht durchsetzen, wenn sie auf diesem Wege weitergeben und dabei so wohlwollende Unterstützung Englands finden. In bezug auf die öffentliche Meinung der Welt aber, nicht Nur in Amerika sondern auch in England, dürften die Herren Briand und Chamberlain sich doch verrechnen. Bleibt cs wirklich bei der dreisten Zumutung, daß die entmilitari- Rerte Rheinlandzone dem Zugriff Frankreichs bei jeder europäischen Komplikation offen stehen soll, die es selbst mit einigem Geschmack arrangieren könnte, dann wird niemand auf der Erde bas entschiedene Rei» bei Reichs
regierung mißverstehen ober gar mißbilligen. Dann ist bie Verantwortung für bas Scheitern eines so frivolen Spiels mit Leichtigkeit zu tragen
Von pazifistischer Seite wird schon wieder versucht Deutschland mit der Lockspeise zu ködern. Wenn wir erst in den Bund eingetreten wären, dann könnten wir, so sagt man, durch unseren Einspruch im Völkerbundsrat einen Durchmarsch französischer Truppen durch Deutschland verhindern: und es sei schon ein großes Entgegenkommen Briands, daß er die 'Verschönerung des Völkerbundes durch Deutschland für den Herbst ongefunbigt habe, obwohl bis dahin die Forderungen der Entwaffnungsnote noch nicht vollständig durchge- fübrt sein könnten. Hierzu ist zu bemerken, daß erstens dieses „Entgegenkommen" soeben aus Genf dementiert worden ist und daß zweitens Deutschland es garnicht in Anspruch zu nehmen gedenkt, weil wir vorher der Räumung der Kölner Zone sicher sein wollen. Der Völkerbund ist eben für uns lein Schutz!
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Die Kämpfe fo Marokko
Paris, 9. Juni. (TU.) Die Berichte der Kriegsberichterstatter in Marokko zeigen mehr als die offziellen Eommuniaue«. daß der Rückzug der französischen Truppen unter dem Druck der Riftruppen vor sich geht. Einige Blätter üben bereits scharfe Kritik an der Kampfiaktik des Marschalls Stautet). .Journal des Debats" stellt