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Marbukgtr Tageblatt

Mische Lan-eAitung

hm bekannte, zur rheinische Dichter pelle die Grütze Vorspiel aus den Feier geschlossen.

irgendwelche endgültigen Verpflichtungen »u übernehmen, bevor sie die Zustimmung der Dominions erhallen habe.

Briand und Chamberlain über die Ausnahme Deutschlands in den BöAerbund einig.

Paris. 8. Juni. Der „Malin" meldet aus Genf. Briand und Chamberlain smen sich gestern schlüssig geworden, daß Deutschland im September in den Völkerbund ausgenommen wird, selbst wenn es die Abrüstungsklauseln nicht ersüllt habe, da die Alliierten den Standpunkt vertreten, daß die Beschung von Köln keine Sanktion darstelle.

fk London,«. Juni. Chamberlain erklärte gestern abend einem Vertreter des Rcuterbüros, es sei zwischen ibm und Briand zu einem vollkommenen Einver­nehmen in der Sicherheitssrage gekommen. Es sei jetzt Sache der französischen Regierung, die Rote nach Berlin abzusenden. Bezüglich Polens erklärte Chamberlain, die Rote enthalte nichts, was Polen verstimmen oder die geringste Beunruhigung verursachen könnte.

Der zumeist gut unterrichtete Pariser Ver­treter des „Hannoverschen Couriers meldet unter der Ueberschrist „Kein Optimis­mus":

Paris, 6. Juni. Die öffentliche Meinung in Deutschland, die aus Varis und London durchaus widersprechende Betrachtungen Wer die Saltung der Franzosen und Engländer in der Frage der Sicherheit erbält. wird gut da­ran tun. pessimistisch zu sein, d. h. die Berichte aus Paris für richtig zu halten, das» nämlich Frankreich von England die gewünsch­ten Zugeständnisse wegen des Durch­marsches seiner Truppen durch die Rheinland« erhalten hätte. Unser Pariser Vertreter hat heute nach einer Unterredung mit einer unter­richteten Persönlichkeit den Eindruck, dah Eng, land in dieser Angelegenheit tatsächlich den französische« Fordernnaeu nachgegeben bat, und weite» hat unser Korrelvondetn den Eindruck, dah vielleicht die Marokko- fr a g e, in der Frankreich Entgegenkommen bewiesen hat. mit dieser Ra>bgiebigke?t Cham- berla'vs in Zusammenhang steht. Man wird natürlich erst nach den Genfer Besprechungen zwischen Briand und Chamberlain in der Sache flutet sehen können. Jedenfalls witd es abet notwendig sein, sich vor jedem Optimismus zu hüten, selbst wenn det Reichs- tegietnng aus Pätis und London Berichte zu- gegangen wäten, dah England den Franmsen das Dutchmatfchtecht nicht zugestanden hätte. Wenn die Parffer Zeitungen in den letzte« Ta­gen immer wieder versichern konnten, dah Frankreich in diesem Vnnkte seine Anschauung durchgesetzt hätte, so dürfte damit durchaus nicht etwa eine Beschönigung der wirklichen Tatsachen versucht worden sein. Es bestehe« vielmehr gute Gründe für die Annahme, dah wieder einmal der französische Stand- vunkt durchgedrungen ist. Eine andere Frage bleibt alledem natürlich, ob Deutsch­land, wenn in seinen Sicherbeitsvorschläaen eilte so weitreichende, wie in ihren letzten Ab­sichten entstellende Abänderung erfolgen sollte, diese Vorschläge «och als zu Recht bestehend betrachte« tont.

Dienstag, M 9. M 19 25

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*1,1—1 Uhr.

Zeit in Breslau lebende Dr. Friedrich La • der Ostmärker. Mit dem Meistersingern wurde die

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1 Goldmark — Dollar.

Die chinesischen Minen

eine Untersuchungskommissiou für

Schanghai.

London, 8. Juni. (TU.) Eine Reuter­meldung aus Peking berichtet, daß der italieni­sche Gesandte am Samstag eine zweite Note im chinesischen Auswärtigen Amt überreicht hat, worin klargestellt wird, daß die Mitteilung der chinesischen Regierung über die Erschie­ßung verschiedener Aufständischer in Schanghai unvollständig sei, weil die Angriffe auf die Ausländer überhaupt nicht erwähnt wurden. Am 8. Juni werde sich eine Abordnung der d-plo- matischen Vertreter Englands, der Vereinigten Staaten, Italiens, Japans, Frankreichs und Belgiens nach Schanghai begeben, um die Lage zu untersuchen und später Bericht zu erstatten. Die Unruhen in Tschin Kiang scheinen nach den hier vorliegenden Meldungen ernsterer Na­tur gewesen zu sein als ursprünglich ange­nommen wurde. Ter englische Konsul in Tschin Kiang hat am Freitag nachmittag in Schanghai telegraphisch Hilfe erbeten. Die ausländische Bevölkerung begab sich an Bord der Schiffe, doch stellte der chinesische Truvpen- befehlshaber die Rübe wieder her. sodaß die Bewohner der ausländffchen Kolonie am Abend wieder zurückkehrten. Inzwischen ist ein ame- rikanffches Kanonenboot einaetroffen und ein englisches wird e rwartet. In Schanghai ist die Rübe wieder h'raestcllt. Tie Anzahl der Streik'nden wird noch immer m't 250 000 angegeben,. obwohl es nicht klar .ist, ob es.

OdeehMsche

3 tftung

Die Antwort Englands an Frankreich in der Sicherheitsfrage überreicht.

TU. Senf, 8. Juni. Von englischer Seite wird amtlich mitgeteilt: Chamberlain Wer. reicht heute nachmittag Briand die Antwort der englischen Regierung auf die letzte ftan zöfische Rote in der Sicherhettsfrage.

Wie der Vertreter der „Telegravhen-Union" aus zuverlässiger Quelle erfährt, wird Briand heute abend der Presie die Mitteilung machen, daß England und Frankreich über die Ant­wort einig seien, die an Deutschland in der Sicherheitssrage gerichtet werden soll. In politischen Kreisen wird ernstlich mit der Mög­lichkeit gerechnet, daß Briand sich noch heuteAbendn ach Paris begibt, um den Inhalt der englischen Antwort persönlich mit Painlevä zu besprechen.

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Die Aussprache zwischen Bri O und Chamberlain übet die Eatantiepaktfragc. Paris, 8. Juni. (TU.) Raa, B'-'^en der Morgenblätter aus Genf »reifte die gestrige Aussprache greifen Briand und Chamberlain hauptsächlich bas Ga- rantievertragsproblem. Da der umgearbeitete französische Antwortentwurf erst Freitag in London überreicht worden sei, hätte Chamberlain vor seiner Abreise nach Gens keine Gelegenheit mehr gehabt, den In­halt mit Baldwin zu erörtern. E- erwarte deshalb letzte Instruktionen des Premier­ministers nach einer Kabinettssitzung, die ent­weder beute oder morgen stattfinde. Briand selbst sei so sehr von der Erteilung eines vollen Einvernehmens überzeugt, daß er am Mittwoch nach Paris zurückzukebren beabsich­tigt, um sofort die Absendung bet Note nach Berlin zu -veranlassen. --

Sauerwein, her Sonberberichtersta..er bes „Mati n" in Eens gibt eine sichtlich offiziöse Darstellung des franzoi chen Stan!^ Punktes, aus ber klar hervorge^ baß noch grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zwi­schen England und Frankreich in der Earan- tievaktfrage bestehen. Frankreich könne den Rheinpakt nicht annehmen, wenn er nicht durch weitere Abmachungen ergänzt werde. Es Tönten vier Schiedsgerichtsvert äge in Be­tracht. Die beiden ersten feien for­mell von Deutschland in Vorschlag gebracht worden und zwar die Verträge zwischen Deutschland, Frankreich nnd Belgien. Die beiden anderen Verträge zwischen Deutsch­land und Polen und zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei halte die französische Re­gierung zur Ergänzung des Rhein-mlies für ebenso unerläßlich wie die beiden ersten. Sie habe die feste Absicht, diese Schiedsgerichts- veritäge zu garantieren. Die Verletzung die­ser von Frankreich garantierten Berträge rechtfertige ein bewaffnetes Ein­greifen selbst durch die neutrale Rheinlandzone.

Das englische Kabinett und Btiands Antwort.

TU. London, 8. Juni. Wie ber divlo- matische Korrespondent bes „Daily Tele­graph" berichtet, soll Chamberlain mit ber letzten Note Brianbs zufrie- b e n sein. In verschiedenen Punkten, die alle von Bedeutung seien, müsse noch eine Eini­gung berbeigeführt werben, wenn bie französi­sche Antwort mehr enthalten solle als allge­meine Erunbsätze unb eine Einlabung, in bivlomatische Verhandlungen einzutreten. Diese Gesichtspunkte verstehen sich

1. auf die Voraussetzungen, unter denen Sroßdritannien einen Durchmarsch Frankreichs gemäß den Bestimmungen des Völkerbnnd-- paktes durch die entmilitarisierte Zone zur Unterstützung seiner östlichen Alliierte« ,«- stimmen lönne,

2. auf die genaue Saftpflicht, die England für die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Schiedsgerichtsoerträge Wernehme und

3. auf den Charakter der Segenseitigkeit des Weftvaktes, der in England als bedeutungs­voller als in Paris gehalten werde.

Da bei einigen dieser Fragen England direkt oder inbiref* vor eine Entscheibung über Krieg unb Friede» gestellt würbe, fei bie Entschei­dung bes Eesamtkabinetts forderlich. Das Kabinett werde wahrscheinlich iw Laufe der nächsten Tage dazu Stellung nehmen und seine Ansichten sofort dem Außenminister übermitteln. Auf dem Festland wäre man sich kaum darüber klar, daß die gegenwärtigen Verhandlungen vorläufig durchaus im An­fangs- und Versuchs st adium wären Die .englische. Regierung sei. nicht in ber Lage,

Eröffnung der Jahrtausendfeier in Düsseldorf.

Düsseldorf, 8. Juni. (TU.) Gestern vormittag wurde die Düsseldorfer Jahrtau­sendfeier des DHeinlandes im Kaisersaal der städtischen Turnhalle eröffnet. Dach einem Präludium von Richard Strauß legte Ober­bürgermeister Dr. Lehr namens der ge­samten Bürgerschaft ein Bekenntnis zum Deutschen Reich ab, das bei den vielen Tau­senden. die der Feier beiwohnten, ein kräf­tiges Echo sand. Der Redner beschäftigte sich mit der dem Rheinland dienlichsten Kommu­nalpolitik, wobei er u. a. ausführte, dah bei allem Eifer, die Einzelzellen zu bauen, das Etaatsganze im Auge behalten werden muffe. Auf der anderen Seite müsse der Staat die gleiche Grohmütigkeit bei der Be­urteilung der vielseitigen Wirtschafts- und Lebensinteressen des Westens walten lassen. Dann würden Reich und Staat in den starken Wirtschasts- und Kulturpfeilern des Westens die stärkste Stütze zum Wiederaufbau bes Ganzen haben. Dach einem Hoch auf das deutsche Vaterland und dem Gesang des Deutschlandliedes gab Archivdirektor Dr. Wentzcke einen Aeberblick über die rhei­nische Geschichte der letzten 1000 Jahre, indem er u. a. ausführte, dah vor einer unerbitt­lichen Logik der Geschichte der Gedanke einer Trennung des DHeinlandes vom Reich doch letzten Endes immer wieder kapitulieren müsse. Dann überbrachte der als Löns-Freund weil-

sich dabei um tatsächliche Streikende ober nur um die Zahl der von dem Streik in Mitleiden­schaft gezogenen Personen handelt. Tell- weise wurde die Arbeit wieder ausgenommen. Dagegen befürchtet man die Ausdehnung der Unruhen auf das flache Land, wo die ausländerfeindliche Stimmung sehr vier stärker sein soll als in Schanghai, das unter dem Schutz der Kriegsschiffe steht. Die zur Verfügung stehende bewaffnete Macht beläuft sich einschließlich der örtlichen Freiwilligen auf insgesamt 5000 Mann.

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Ar Kämpfe in Marokko

Französisch-spanische Marokkokonferenz in Madrid.

Paris, 8. Juni. (TU.) Der „Temps" er- klärt, daß sich bie französische unb bie spanische Regierung endgültig über bie Einberufung einer Konferenz in Madrid schlüssig geworden seien. Die Bevollmächtigten beider Länder werden dort Anfang nächster Woche erwartet.

Lin Bombenflugzeug brennend abgeftürzi.

fl Paris, 9. Juni. Havas meldet Lus Fez: Ein französisches Bombenffugzeug hat gestern Feuer gefangen und ist ab gestürzt. Da die Bomben explodierten, wurde der Flugzeug­führer und der Beobachter getötet.

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Mrillusendstiom im Rhriniando

Die Jahrtausendfeier in Duisburg.

Duisburg, 8. Juni. ($11.). Am Sonn­abend wurde die Festwoche mit der Lem- bruck-Aussiellung im ©ta&tmufeum eröffnet. Der Sonntag wurde durch Festgottesdienste und eine Autonuchil-Korfofahrt eingeleitet. Am 12 Ahr fand die Wiederenthüllung des Benkel-Denkmals in A uh r o r t statt. Die Weiherede hielt nach einleitendem Gesang Oberbürgermeister Dr. Jarres. Anfchlie- fend fand ein Essen statt.

Als erster Redner sprach Oberbürgermeister Dr. Jarres, der unter anderem ausführte, er habe bei der Wiederenthüllung des Denk­mals geflissentlich das Wort Preußen des­halb betont, weil seiner Beobachtung, nach im Rheinland bewußt oder unbewußt immer wieder über das Wort hinweggegangen werde. In der Rheinprovinz dürfe man nicht ver­gehen, was man der klugen, aber nicht immer geschickten Förderung durch Preu­ßen zu verdanken habe. Weiter gab Dr. Jarres einen Aeberblick über die Geschichte Duisburgs. Er betonte zum Schluß, es könne kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß die Städte Düsseldorf, sowie Ruhrort am 16. August 1925 spätestens geräumt sein müh­ten. Dach Dr. Jarres sprachen Wvhlfahrts- minister Hirtsiefer, der holländische Kon­sul van L i t h, Oberpräsident Dr. Fuchs und Bürgermeister Rosendahl. Am Dachmit­tag fand eine große Schiffschau statt.

Die materiellen Verhandlungen, bie augen- Miilidj den Hohen Völkerbundsrat in (Genf beschäftigen, interessieren, wenigstens dweit Deutschlanb in Frage kommt, augen­blicklich recht wenig. Dafür schenkt man umso Bebr Beachtung ben privaten Besprechungen, Üe bei biejer Gelegenheit in Genf bie Herren Chamberlain, Brianb unb Benesch 56er das Sicherheitsproblem gepflogen haben. Die Sicherhettsfrage ist insofern roieber in titt akutes Stadium getreten, als die offizielle französische Stellungnahme zu den deutschen Anregungen vom Februar vorigen Jahres in liefen Tagen erfolgen soll. Noch kurz vor seiner Abreise nach Genf hat der englische Außenminffter eine zweite Antwort auf das englische Memorandum erhalten, die den Be- Brechungen in Genf zugrunde gelegen bat. lieber das Ergebnis dieser Besprechungen hört man noch wenig, lieber den

Stand bet Bethandlungen

liegen Aeußerungen zweier gewöhnlich nicht schlecht unterrichteter Stellen vor, die man aber auch nur mit allem Vorbehalt wieder­geben kann. Der „Daily Telegraph" meint, es beständen noch einige wichtige Mei-

i imngsverschiedenheiten. Es handele gch haupt­sächlich darum zu bestimmen, unter welchen kebingimgen Frankreich das Recht haben 'sollte, im Falle eines deutsch-polnischen Krieges durch das neutralisierte Rheinland zu marschieren und Deutschland anzugreifen. Das Kabinett werde diese hochmütige Frage ; anfangs dieser Woche prüfen und Chamber­lain seinen Beschluß sofort mitteilen, denn

-man lege sich Rechnung davon ab, daß ein Ve­rschluß von dieser Tragweite nicht nur vom - Außenminister allein, sondern vom ganzen Kabinett gefaßt werden müll'. Der bekannte ^diplomatische Mitarbeiter des „M a t i n",

i Sauerwein, der sich gegenwärtig in Genf be­finde» glaubt zu wißen, wie sich Briand die Lösung ber ' Sicherheitsfrage benkt. Briand j habe

4 SchiedsgerichtsvertrSge

vorgeschlagen, die der Reihe nach die Sicher­heit der Grenzen Frankreichs, Belgiens, Polens und der Tschechoslowakei betreffen. England dagegen wolle nur einen Ga­rantievertrag annehmen, der die Rheinmächte Interessieren würde. Dagegen wolle es von "einem Schiedsgerichtsvertrag im Osten nichts wissen. Wenn Deu^chland Frankreich ober Belgien angreifen würbe, so würde sich England automatisch als in Kriegs­zustand mit Deutschland betrachten unb seine ganzen Streitkräfte mobilisieren. Wenn .Deutschlanb im Osten angreife, so würbe Frankreich mit allen ihm zu Gebote stehen en Mitteln intervenieren. Englanb würde sich h diesem Falle seine Handlungsfreiyett Vor­behalten.

Was an diesen Mitteilungen Wahres ist, : wird man bereits in den nächsten Tagen sehen. Daß Frankreich auf das Durchmarsch- recht der französischen Truppen durch ein ent­militarisiertes Rheinland verzichtet b'^en ; sollte,, wie es nach den Ausführungen Sauer­weins den Anschein haben könnte, ist kaum denkbar. Wenn es aber Briand gelungen sein

-sollte, Chamberlain zu Zugeständni''en zu be­wegen, so wäre es interessant zu wißen, wel­cher Preis dafür gezahlt worden ist.

d In die Auseinandersetzungen der auslän­dischen Preße darüber, ob bei der Abfasung der Entwaffnungsnote und bei den Vorbespre­chungen über den Garantiepatt mehr die Franzosen den Engländern ober bie Eng­länder den Franzosen nachgegeben hätten, wollen wir uns nicht einmii cn. Unser Ge­fühl, daß überall faule Kompromiße auf un- -stre Kosten geschloßen werden, Leibt unver­ändert. Aber „eine Kleinigkeit" verdient her­vor gehoben zu werden. Ein Artikel Sau.r- toeins im Motin" und eine h.useinander- sfesung bes bivlomatischen Mitarbeiters bes ".Dbferoer“ enthalten, merkwürdig überein- ijtimmenb, bie Andeutung, baß Deutschlanb |bem Völkerbund auch bann werbe beitreten dürfen, wenn bis zum September noch nicht olle Forderungen der Entwaffnungsnote er­füllt fein sollten. Vettreten also, ..ach wenn bie Kölner Zone noch nicht geräumt ist? Wir finden es ja sehr rührend, daß Briand und Chamberlain so gnädig sind, uns diese Er­laubnis zu geben. Aber vielleicht wäre es >och richtiger gewesen, wenn sie gefragt bät= <len, ob wir bas auch wollen. Sie würden »bann bie Antwort erhalten haben, baß wir auf keinen Fall in den Völterbuns eintreten können, ehe nicht bie Räumung Kölns absolut" sicher geregelt ist. Darin dürften sogar ein»

> Wal alle deutschen Parteien einig sein. f "