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Der Deutsche Nunbslug

Hannover, 2. Juni. (TU). BiS 10.30 Uhr haben 34 Flugzeuge die erste Etappe überflogen. Davon sind 16 Ma­schinen gelandet. Nach den auS Paderborn «ingetroffenen Meldungen sind die Flug­truge bis dorthin sämtliche gut gekommen. Rach dem Verbleib deS Flugzeuges „D 636", das zwischen Berlin und Hannover »otlanden mutzte, wird noch geforscht.

Frankfurt, 2. Juni. (TU.). D 686 Wit dem Piloten Röder mutzte um 11.05 Uhr bei Friedberg (Hessen) wegen Berstop- fvna der Benzinzufuhr notlanden und brach dabei die rechte Seite des Fahrgestells. Die Maschine wird voraussichtlich morgen hier um 10.48 Uhr gestartet Mnb bis jetzt noch nicht in Darmstadt an­

fa Endergebnis der erste» Alugfchleife. i t Der Start zur zweite» Etappe.

Berlin, 2. Juni (TU). Nutzer den Kreits gemeldeten 32 zurückgekehrten Flug­lagen sind im Laufe des gestrigen Nach­mittags auf dem Zentralflughafen folgende Flugzeugführer mit ihren Maschinen gelan- jet:

Schüler auf Dreidecker „Sarotti" um 5.40 Ihr nachmittags,

Ritter auf „Kaspar Theis" um 6.01 Uhr «bends. .

Lörzer auf dem Kleinflugzeug der Darm- Kr-Motorgesellschaft um 6.42 Uhr abendS.

Übet auf seinem „Flamingo" um 7.45 Ihr abenbS.

Hauptmann Krupp auf „AbatroS L 30 tot 8.44 Uhr abends. Ferner traf um &02 Uhr abends Freiherr v. Frehberg : tof „Heinkel" ein, der erst gestern morgen nachträglich gestartet war und die erste 1 «ugschleife deshalb abkürezn mutzte.

Die erste Flugschleife hat hiermit ihren Abschluß gefunden und eS kann bereits heute gesagt werden, datz die beteiligten Ifilieger eine glänzende Leistung vollbracht haben. Besonders schnell flog Lörzer auf Ifeinem Kleinflugzeug mit zwei Motoren. Wauptmann Krupp, der bei völliger Dun- stlheit landete, gehört zu unseren ältesten Fliegern. Er war bei der ersten Etappe ständig vom Pech verfolgt, da immer wieder steine Unregelmätzigkeiten an seinem Motore zu Tage traten. Dessen ungeachtet hielt er eisern durch. Bei seiner Landung gestern eßenb hatte er beide Hände verbunden, da ei stellenweise trotz aller Anstrengungen

Maschine in der Luft nicht halten konnte.

Heut morgen rüsteten sich bereits tn aller Frühe unsere Rundflieger zu ihrer zweiten großen Reise,, die sie über Hanno­ver, Paderborn und Frankfurt a. M. nach Darmstadt führen und on dort über die «birgSreiche Gegend nach Erfurt, Weimar, Chemnitz, Dresden zurück nach dem Zen- Iralflughafen bringen soll. Als erste er­schienen am Start der unentwegte Lörzer auf seinem Kleinflugzeug der Gruppe A. In Khnellen Abständen folgten unter anderen ie Flugzeugführer v. Köppen, Bäumer, Plauth, v. Bülow, Raab, Siegel, Unge­witter, Lorenz, Übet, Basser, Carganico, Dietrich und Hackmack.

Das Wetter war nicht gerade sehr ein­ladend. Die eingelaufenen Wettermeldun­gen lassen indessen für die zweite Hälfte der Etappe eine Besserung erwarten. Billik überflog sich heute morgen 4.45 Uhr auf seinem Übet U 10 beim Start tob scheint leiber für bie weitere Veran­staltung auszufallen. Dem Flugzeugführer Heschah nichts. Soweit bisher festgs-

ellt werden konnte, trifft die Schuld das Ctartpersonal.

Die ersten hier eingetroffenen Meldungen don der Strecke geben uns die feste Zu­versicht, datz unsre Flieger im impfe mit dem Wetter auch heute und morgen wie- deruip ihren ganzen Mann stellen werden. Die zweite Schleife des Deutschen Rundflu- ges brachte die ersten Landungen in dem ersten behördlichen Ueberlandflug in Han­nover schon in den frühen Morgenstunden. 8ereit5 6.14 Uhr morgens passierte Plan­ke« als erster die Heide in schnellem Fluge tob flog in Richtung Paberborn. Als erster lanbete 6.25 Uhr Lörzer auf seinem ,MercedeS-Daimler L 21", bem in kurzen Abständen auS allen drei Gruppen weitere Flugzeuge folgten, insgesamt bis 9 Uhr morgens 40 Apparats. Die Sicht war auf bet Flugstrecke nach Angabe der Flieger sehr gut, sodaß trotz des Gegenwindes gute Flugzeiten herauSkamen.

gekommen. Das Flugzeug wird durch Autopatrouillen gesucht.

Von den Preisen der Stadt Frankfurt a. M. erhielten bisher von Klasse A noch niemand, von Klasse B D 651 Albatros, (Flieger v. Köpper), D. 660 (Flieger Kern), D. 638 Bäumer (Flieger v. Bülow). Je­der der Preise betrug Mk. 500.—.

D 631 hatte sich um 7.11 Uhr in Pader­born eingeschrieben und war bann weiterge­flogen. Seitbem ist man über das Flug­zeug ohne Nachricht.

F r a n k f u r t a. M., 2. Juni (TU). Bis 6 Uhr nachmittags waren in Frankfurt insgesamt 31 Flugzeuge gelandet. Als erste kam die Udet-Maschine U 12, D 661, ihr folgte D 662 von den Kasparwerken. Im Laufe des Nachmittags traf Obev» Präsident Dr. Schwander hier ein und unternahm mit einem Verkehrsflugzeug der JunkerS-Werke zusammen mit dem Vize­präsidenten des Regierungspräsidenten einen Rundflug über die Stadt. Der Flug­platz war um diese Zeit leidlich gut besucht.

Von den Preisen der Stadt Frankfurt er­hielten bisher entgegen irrtümlich voran­gegangenen Meldungen in der Gruppe B: 6 651 Albatros (Führer v. Richthofen), D 660 (Führer Hochmut) und D 638 Bäumer Führer v. Bülow). Gegen 6 Uhr unter­nahm der Münchner Fallschirmpilot Dusch- ner wieder einen seiner Fallschirmabspcünge aus dem Flugzeug D 492 „Frankfurter Adler", der wieder gut gelang und den er später wiederholte.

Dresden, 2. Juni. (TU.). D 679 ist um 1.38 Uhr mit enter geringfügigen Verbiegung des Fahrgestells gelandet. Der Flieger ist seit 7 Stunden 18 Minuten un­terwegs. Das Flugzeug startete um 2 25 Uhr nach Berlin. D 660 ist um.2.30 Uhr in Chemnitz gelandet und hat um 2.26 Dresden überflogen. D 670 ist 2.02 Uhr in Dresden gelandet und 2.20 Uhr rtad), Berlin weitergeflogen. D. 651 überflog' Dresden um 2.39 Uhr, D 618 landete hier um 2.43 Uhr.

Erfurt, 2. Juni. Bei herrlichstem Wetter wurde das Erfurter Flugfeld von den Flugzeugen feit 11.30 Uhr passiert. Unfälle sind bisher hier nicht bekannt ge­worden. Tie meisten teilnehmenden Flug­zeuge haben Erfurt bis 3 Uhr nachmittags bereits überflogen.

Berlin, 2. Juni (WTB.). Das Flug­zeug Nr. 656, Pilot Blume, das vorgestern bei Hamburg notlanden mußte und sehr schwere Havarien erlitten hatte, ist aus Hamburg nach Berlin zurückgekehrt. ES landete um 2.10 Uhr auf dem Flugplatz Tempelhof.

Berlin, 2. Juni (WTB.). Soweit für den ersten Rundflugtag über die Strecke Berlin — Schwerin — Hamburg — Bremen Münster — Kassel — Magdeburg — Berlin Diz jetzt ergebnisse vorliegen, kann festge­stellt werden, datz in der Klasse der schweren Maschinen von 30 gestarteten Apparaten 19 den gesamten Rundflug korrekt voll­zogen haben. Don der Mittelgewichts­klasse haben von 17 Flugzeugen 14 die Strecke vollständig zurückgelegt. Die end­gültigen Wertungen sind erst r« einigen Tagen zu erwarten. Nach Vollendung der euttgen »eiten Strecke die über Berlin - Hannover — Frankfurt a. M. — Darmstadt Gotha — Weimar — Chemnitz — Dresden nach Berlin zurückführt, sind bis 7.30 Uhr la bends 14 Flugzeuge zurückgekehrr. Die Ankunft der Rückkehrenden erfolgt jetzt in schneller Reihenfolge.

Unfälle.

Berlin, 2. Juni. (TU.). D 672, daS heute mittag unter Führung^deS Dipl^ Jng. Thomas von der ersten schleife nach Berlin rückkehrte, hat sich bei der Lan­dung überschlagen und wurde zertrümmert. Damit schied bie Maschine auS bem Wettbe­werb aus. Dem Flieger geschah nichts, während fein Begleiter leicht verletzt wurde. — D 637 hat sich t« Bredenborn bei Härter überschlagen und wurde leicht be- schädigt. Der Führer Lachmann ist unver- letzt

Berlin, 2. Juni. (TU.). Bäumer, der heute morgen als einer der ersten um 4.32 Uhr vormittags auf seinem Sausewind" gestartet war, mußte bei Brandenburg not­landen wegen erneuten Bruches der Benzin- leitung. Ein Auto der Etappenleitung mit Material ist bereits unterwegs, sodaß Bäu­mer, der ziemlich weit vorlag, seines Flug wieder fortsetzen kann. * • w> < t .

DaS Stchwhettsvrobstm

London, 2. Juni. Der Londoner Dericht- erstatter des Wolffbüros erfährt über den augenblicklichen Stand. des Meinungsaus­tausches zwischen der britischen und der fran­zösischen Regierung in der Sicherbeitsfrage folgendes: Das der französischen Regierung vor kurzem übermittelte britische Memoran­dum führt die allgemeinen Grund­sätze an, die nach Ansicht der britischen Re­gierung in Beantwortung ihres Paktvor­schlages als Grundlage für die weiteren dies­bezüglichen Verhandlungen mitgeteilt werden müßten. Was das von einem Teil der fran­zösischen öffentlichen Meinung aus „britischen Anregungen" herausgelesene Zugeständnis eines Rechts Frankreichs anbetrifft, den öst­lichen Alliierten mittels Durchmarsches durch die entmilitarisierte Rheinlandzone zu Hilfe zu kommen, so wird in hiesigen politischen Kreisen angedeutet, daß eine

derartige Auslegung den augenblickliche« Er­örterungen vorauseilt,

da sich die Frage der Auslegung der aus­gestellten allgemeinen Grundsätze automatisch ergeben wird, wenn diese der deutschen Regie­rung in einer Note mifgeteilt worden sind, die sie natürlich zu Anfragen über die Folgen ge­wißer Punkte veranlaßen wird. Nach Ansicht der britischen Regierung muß der Völker­bund beim Zustandekommen sowie bei der Durchführung des Paktes die Hauptrolle spielen. Es ist anzunehmen, daß die Tat­sache, daß von Deutschland als Mitglied des Bundes die Uebernabme aller in der Völkerbundsatzung enthaltenen V er p s l i <f) = tungen verlangt werden wird, einen Teil der französischen Preße zu Schlüssen ver­anlaßt bat, die noch verfrüht sind und von der Auslegung der in Betracht kommenden Para­graphen abhängen. Dies ist umso wahrschein­licher, als,, wie vermutet werden kann, die östlichen Bündnisse Frankreichs in dem britischen Memorandum nicht erwähnt wor­den sind.

London, S. Juni. (WTB.) Reuter«- fährt, daß sich in den letzten Tagen in der Frage des deutschen Sicher he itspakt- Vorschlages nichts geändert hat, und daß der nächste Schritt von Frankreich geschehen müsse, nachdem die französische Regierung bte britischen Anregungen, die in Patts tiorltegen, geprüft habe. Die Meldung, daß die 6 r t» triche Garantie für die deutschen West- grenze nur für 30 Jahre gültig sein soll, treffe nicht zu. ES fei keine Zeitgrenze festgesetzt und das Angebot gelte solange, wie der Vertrag bestehen bleibe. Bezüglich anderer scheinbar bestimmt begründeter Gerüchte über Einzel' beiten werde daraus bingttviesen, daß bie Note in ihrer Gesamtheit allgemeine Prinzipien aus­stelle. Es sei verfrüht, bezüglich beftimmterer ober detaillierterer Fragen irgend etwas zu sagen, was vielleicht in den verschiedenen ein» tretenden -Situationen geschehen konnte. Es könne keine Rede davon sttn, daß die britischen Anmerkungen zu der Note, die der französischen Regierung mitgeteilt wurden, verössentl-.cht mür­ben, denn sie könnten als nichts anderes als eine Etappe in den Verhandlungen bezeichnet werden.

„Amerika auf Deutschlands Seite".

TU. Newvork. 2. Juni. (Eine Meldung des „International" aus Londoner divlomati- schen Kreisen erklärt, die di v l o m a t i s ch e n Kreise Amerikas wurden auch fernerhin in ihren Berichten zum Ausdruck bringen, daß Deutschland abgerüstet sei. Amerika würde, wenn der Sicherbeitspatt an Frank­reich zerschelle, gewißermaßen sich auf die Seite Deutschlands stellen, denn ein weiterer Druck in der Abrüstungsfrage ver­mehre Deutschlands - ökonomische B e l a st u n g und seine innervolitischen Schwierigkeiten.

Benesch's Furcht vor dem westlichen Pakt.

Paris, 31. Mai. (WTB.) Die Morgen­blätter beschäftigen sich mit der unerwarteten Reise des tschechischen Außenministers Benesch nach Paris. Er ist am Samstag angekommen, gestern abend aber wieder nach Genf zurück­gereist/ Außenminister Briand konnte er nicht sprechen, .da dieser die Feiertage auf dem Lande zubringt.' Er verbandelte deshalb nur mit dem Generalsekretär im Außenministerium Philippe Bertbelot und Ministerialdirektor Laroche. Die Blätter glauben, daß Benesch über das Sickierheitsvroblem verhandelte. Das „Jour­nal" sagt, Benesch fei gekommen, um leine Be­unruhigung zum Ausdruck zu bringen. Er glaube immer noch an bie Möglichkeit, das Protokoll von Genf auf indirektem Wege.stück­weise herzustellen, indem er die einzelnen Mächtegruppen allmählich zusammenbringe. Er-glaube an - die. Notwendigkeit, Eelegen-

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Marburger Tageblatt

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öberlMfche Zeitung

Mittwoch, W z. Juni 1925

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Redaktion don 10—11 und '/,1-1 Uhr.

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beiten zu ergreifen, um England herumzu- »iehen. . .9

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Sie Sfingfltunbgtbimg ia \

Straßburg i

Auch Doumcrgue hat geredet. ,

Paris, 2. Juni. (WTB.) Gestern abteb hat bei einem Bankett, das die Turnver­eine veranstalteten, der Präsident der Re­publik "Doumergue in Straßburg noch v einmal das Wort ergriffen. Er sprach von dem deutschen Angreifer, der sich unbesiegbar geglaubt Und der geglaubt habe, Frankreich •in einigen Wochen zerschmettern zu, können, damit es eine neue und grausame Zerstückelung erdulde. > Der Hochmut 'habe den Angreifer blind gemacht und ihm Die Vernunft geraubt. Er Lcche toeber atteben noch, feeariffen. bak das Frankreich von 1914 ein anderes gewesen sei, eine andere materielle und moralische Vor- bereftung gehabt habe, als das Frankreich von 1870. i Ein Teil dieses Verdienstes der Vor­bereitung müsse den Turnvereinen zuge- schrieben werden. Müsse man deshalb aber annehmen, daß ihre Rolle ausgespielt und •ihr Werk vollendet fei?

Diese Frage beantwortete der Präsident der Republik, indem er sagte: Nein, die Turn»! Vereine sind für Frankreich, wenn es den, Frieden schaffen will, wenigstens ebenso toid)»: tig Und unerläßlich wie zur Gewinnung des Sieges. Es müssen noch Kämpfe bestanden werden gegen das, was uns schwächt, gegen das,, was uns trennt, gegen das, was sich unserer materiellen, Wittschastlichen und finanziellen Wiedererhebung entgegengestellt oder die wer­tergehende Entwicklung unserer außerordent­lichen zivilisatottschen Tätigkeit, bte so wohl­tuend aulf bie Menschheit wirkt, paralysieren könnte. 1 Endlich 'aber müssen wir immer fee* reit fein, da das Schicksal des Friedens nicht in unserer Hand liegt und zu unserem ^großen $8ebauern und trotz unseres ■ guten Willens nicht von uns abhängt. -Die Rolle der Turn­vereine ist also weit davon entfernt, .zu Ende zu sein. '

Befriedig»«« der Pariser Preße über die Straßburger Rede«.

Paris, 2. Juni. (TU.) Die Straßburger Reden Doumergues und Painleves werde« von allen Blättern sehr beifällig ausgenom­men. „Eclaire" ist der Ansicht, daß Millerand, ohne ein Wort daran zu änoern, die An­sprache Doumergues hätte halten können. Man könne ihm keinen Vorwutt daraus machen, daß jedes in Straßburg gesprochene Wort^eine Ohrfeige für Herriot und das Kartell bedeute. „Doumergue und Painleve", sagt der „Gau- lois", „haben in Straßburg ausgezeichnete Worte gesprochen. Wenn Painleve die Ver­sprechungen halten wolle, die er in Straßburg den Elsässern gegeben habe, müßte er sehr bald einen Teil des Kabinetts zu seiner Auf­fassung bekehren oder mit ihm brechen." Der „Figaro,, stellt fest, daß die Politik der Ent­spannung, die sich das gegenwärtige Kabinett zur Augabe gemacht habe, beharrlich fortge­setzt werde.

Ist Mnvfe In Marokko

ft Paris, 3. Juni. Wie offizielle Mel­dungen besagen, ist die Lage im Westen von französisch Marokko unverändert. Die m Es Sbet Ribana gestörte Ordnung ist wieder hergestellt. Der französische Posten wurde dort beschoßen. Französische Artillerie er­widerte das Feuer. Es wird weiter gemeldet, daß eine Abteilung spanischer Truppen in Taatch eingetroffen sei. j

Immer «tue Verstärkungen für Marokko.

Paris, 2. Juni. (SU.) Aus Fez wird dem „Petit Parisien" gemeldet, daß Marschall Liautbey gestern an die Front abgereist ist. Der offizielle Bericht spricht von Vorvostenge- fechten.

Wie die Verichterstater der Blätter melden, treffen ununterbrochen französische Verstär­kungen ein. Den Hafen von Casablanca ha­ben gestern auch zum ersten Male Kriegsschiffe und zwar der Kreuzer „Metz" sowie die Tor­pedoboote „Anamite" und „Bambara" ange- _ laufen. Allgemein besteht der Eindruck, daß- eine gemeinsame französisch-spanische Aktion unternommen wird.

Der Mord a« de« Sirdar.

Kairo, 2. Juni. In dem Prozeß gegen die des Mordes an dem Sirdar Beschuldigten wurden alle 9 Angeklagte für schuldig befun­den. Das Urteil wird am 7. Juni verkündet werden.