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3m Wagen hinter Hindenburg fuhren fein tohn und seine Schwiegertochter, die nun sondere Funktionen bei dem Reichspräsi- ?nten übernehmen werden. Denn Major von Oldenburg übernimmt die Stelle eines per» Züchen Mjudanten bei dem Präsidenten. fa6 seine Frau wird die Sorgen der Wirt* 4astssührung und Repräsentation zu tragen

dem Feldmarschall noch ein Flieder mit gelber Schleife überreicht.

Die Fahrt in die Stadt.

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Wir. t)le wir mit Millionen Deutschen für 6ie Wahl gerade dieses Mannes eingetreten seid, freuen uns dessen. Aber jeder Deutsche, «ich der bisher ferner Stehende, sollte sich reuen; denn heute steht ein Mann an der spitze des Reiches, an dessen höchster Per­ba li ch e r Derehrungswürdigkeit ebenso- oenig jemand zweifelt wie an seiner strengen Rechtlichkeit und seinem hohen Pflichtgefühl, dar sich in einen Parteircchmen eben nicht chispamien läßt. Die Grundstimmung, die Hm den größten Teil der Stimmen zugeführt -t. oird sich als zuverlässig erweisen: daß in Wann von höchster Unparteilichkeit, von rotzt« Ehrenhaftigkeit und von unwandel- ater nationaler Gesinnung unsere politi* Heu Geschicke lenkt.

Der neue Reichspräsident wird sich un* veifelhaft streng an die Rechte und Pslichten alten, die chm die Reichsverfassung zuweist, lerne Rechte sind bekanntlich nicht unerheblich ad gehen zum Teil über die hinaus, die der Äser hatte: aber sie sind noch enger an ie Zustimmung des Reichskabinetts gebunden, Laß der ganz persönlichen Initiative des ^lchspräsidenten doch recht enge Grenzen «»gen sind. Man wird daher nicht sobald : der Oesfentlichkeit irgend einen Einfluß indenburgs auf die Politik des Reiches er* arten dürfen. Mancher seiner Wähler muß h vor Enttäuschung bewahrt zu bleiben. % och mit dieser Tatsache vertraut machen, Leider hat der Einzug Hindenburgs, der & Absicht einfach gehalten wurde er Ute fein Triumpfzug fein das Partei* izänk nicht ruhen lassen. Roch bis zum tzten Tage wogte auf der Linken der Streit it und her, ob die Marx-Wähler sich an der halierbildung beteiligen sollten oder nicht, in dem demokratischenMontag-Morgen" chm diese Differenz die komische Form an, ch die beiden Herausgeber hintereinander sttikel veröffentlichten, von denen der eine stRein!" der andere mitSat über- stieben war. Für das Reichsbanner galt e Absage des Oberhäuptlings Hörsing. So Uten denn nur die republikanischen ©tu­rnten zum Spalier angemeldet, sonst aber i überwältigender Zahl die Verbände, die für e Wahl Hindenburgs eingetreten waren, ie Liste mutzte geschlossen werden, da die chc 200 000 bereits überschritten war und 6on zu einer Aufstellung der fpalierbilden-

Svalier. In der Aufstellung sah man u. a. Angehörige der Forst-Akademie Eberswalde in ihrer kleidsamen grünen Uniform. Auch einzelne dem Kartell revublikanischer Studenten angehörende Korvorationen hatten sich zum Empfang Hindenburgs eingefunden. Dahinter hatten auf der Freitreppe der Tech­nischen Hochschule die Prosefforenschait aller Hochschulen mit den Rektoren und Prorektoren an der Spitze Aufstellung genommen.

Am Brandenburger Tor

lieh ein Flieger bei der Ankunft des Reichs- vrästdenten einen grohen Lorbeerkranz mit einer Schleife in den Landesfarben nieder­fallen. Um 6.15 Uhr passierte unter überwäl­tigendem Jubel der Menge der Zug das Tor, voraus eine halbe Schwadron berittener Schupo. Hinter dem Auto und auf der Seite Motorradfahrer und die zweite Hälfte der be­rittenen Schupo-Schwadron. Der Zug bog dann langsam fahrend in das Regierungs­viertel ein.

Kurz nach 6 Uhr wird die Wilhelmstrahe am Ende des Reichskanzlergebäudes abgeriegelt. Rur noch Publikum mit Ausweisen darf die Postenkette passieren. Um 6.20 Uhr Be­wegung. Lebhaftes Tücherschwenken kündet das Ankommen des Reichspräsidenten. Eine Abteilung Schupo sprengt im Ealovv heran, dahinter die Kraftwagen. Der Reichspräsident zieht grüßend den Hut, ernst und würdig. In wenigen Augenblicken biegt der Zug in den Vorgarten des Reichskanzlervalais ein. Mehrere Flugzeuge kreisen in niedriger Höbe über dem Gebäude. Ein roter Nelkenstrauß fällt in den Vorgarten. Eine Abteilung be­rittener Schupo beschließt den Zug und nimmt ' dann zusammen mit der Svitzen-Abteilung , Aufstellung vor dem Reichskanzlergebäude. Man siebt den Reichspräsidenten und den

Rr.ii«. 6O.»g, Marburg n. Lahn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 10 gespult. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- Vorschrift 50"/, Aufschlag. Sauunelan zeigen 100 % Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatl. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

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nähme des Eeneralfeldmarschalls und wurde von diesem mit freundlichen Worten verab­schiedet. Vom Jubel bet Menge begrüßt setzte sich der Kraftwagen des Reichspräsidenten in Bewegung.

Am Reichskanzler-Platz.

Punkt 6 Uhr fuhr Reichspräsident v. Hin­denburg vom Bahnhof Heerstraße kommend über den Reichskanzlervlatz, wo er von den aufgestellten Verbänden und der großen Volks­menge mit großem Jubel begrüßt wurde. An der Spitze fuhren vier Polizeibeamte auf Mo­torrädern. In einem offenen Auto folgten bann der Polizeipräsident von Berlin und der Kommandeur der Berliner Schutzpolizei. In einem zweiten offenen Auto saß neben dem Reichskanzler Dr. Luther der Reichspräsident v. Hindenburg. Während der ganzen, Zeit wurde der Reichskanzlervlatz von 12 Flug­zeugen überflogen, aus denen Blumen­kränze zur Erde nibdergeworfen wurden. So­fort nach der Vorbt'ifahrt des Reichspräfl- denten wurde der Kaiserdamm von einer Kette Schuvoleuten geschlossen und die Ver­bände formierten sich zum Abmarsch. Alles vollzog sich in vollkommend st er Ruhe und Ordnung. Bis ^6 Ubr batte das Spalier zu beiden Seiten des Kaiser­dammes über den SovhieCbarlottenvlatz bis zur Bismarckstraße eine 10- 15 fache Stärke angenommen. Fenster und Balkons der an­liegenden Häuser waren dicht gefüllt. Kurz vor 6 Uhr ertönten aus weiter Ferne die ersten Hochrufe, die das Rahen des Reichs­präsidenten v. Hindenburg kündeten. Nachdem der Reichspräsident die Strecke passiert batte sang die Menge hei gesenkten Fahnen das Deutschlandlied. In geordneten Zügen zogen dann die vaterländi-

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haben, tragen im Herzen doch Verehrung für ihn und Vertrauen zu ihm. Er i st der Mann des deutschen Volkes. Wir grüßen ihn heute mit vertrauendem und ehrfurchts­vollem

Hoch Hindenburg.

kündet, da man schwere Zusammenstöße zivi­le fton den feindlichen Organisationen befürchten faßte. Vielleicht hat man aber auch deshalb Ic5 Spielen der Musikkapellen verboten, um j$t für das Auge, sondern auch für das '5r die Kontrolle der ganzen Veranstaltung « behalten. Die mit der Verantwortung Be­teten Behörden müssen ja in solchen Fällen

Die Abreise Hindenburgs aus Hannover.

Hannover, 11. Mai. Unter großer An­teilnahme der gesamten Bevölkerung Han­novers erfolgte beute Nachmittag die Ab­reise Eeneralfeldmarschalls von Hinden­burg, des neuen Reichspräsidenten. Die Straßen zeigten reichen Flaggenschmuck. Vor dem Babnboi, beim Verlassen des Wagens, wurde der Reichspräsident stürmisch begrüßt und bejubelt. Obervräsident N o s k e hielt auf dem Bahnsteig eine kurze Abschiedsrede, auf die der Reichspräsident bewegt dankte. Nachdem der Reichspräsident mit seiner Be­gleitung, in der man u. a. seinen Sohn, den Major von Hindenburg, und Gattin be­merkte. in den Salonwagen gestiegen war. wurde dieser in den fahrplanmäßigen D-Zug eingestellt. Pünktlich um 1.38 Uhr verließ der Zug den Babnbos. Die Hurrarufe von einer großen Menschenmenge aus allen Kreisen der Bevölkerung durchbrauste die weite Halle.

Berlin in Erwartung.

Berlin, 11. Mai. Die Vorbereitungen zum Empfang des neuen Reichspräsidenten find im Laufe des heutigen Vormittags »u Ende geführt worden. Bereits in den frühen Morgenstunden erschienen in allen Stadtteilen Flaggen in den Farben des alten Reiches und bet Republik, während auf den amtlichen Ge­bäuden erst morgen die Fabnen gehißt werden. Bereits heute früh zeigten die Zugangsstraßen zum Kaiserdamm lebhaften Verkehr. Ueberall «sieht man Ordner mit der Schutzpolizei die Ab­schnitte markieren, innerhalb derer sich die ein­zelnen Verbände aufzustellen haben. Das Auf­gebot der Polizei war schon seit den frühesten Morgenstunden sehr groß, damit alle Störun­gen bei dem Anmarsch der Abordnungen ver­mieden werden können. Dem Wunsche des Eeneralfeldmarschalls entsprechend, den Emp­fang so einfach wie möglich zu gestalten, hat man sich darauf beschränkt, auf dem Bahnhof Heerstraße nut Euirlanden anzubringen und den Trevenaufgaug mit blühenden Blatt­pflanzen und Lorbeerbäumen zu dekorieren.

Ankunft in Berlin.

Berlin, 11. Mai. Kurz vor 5 Uhr be­ginnt am Bahnhof Heerstraße die Auffahrt der Persönlichkeiten, die zum Empfang des Reichs­präsidenten auf dem Bahnhof erschienen sind. Das Soalier um den Reichskanzlervalast ist sehr dicht. Der Bahnhof Heerstraße ist um biefe Zeit noch verhältnismäßig dünn besetzt. Der Bahnhof Heerstraße selbst, dessen Geleise in einem Eeländeeinschnitt liegen, ist in wei­tem Umfange abgesverrt. Der Bahnhof selbst trägt die Reichsdienstflagge. Auf dem Bahn­hof sind große Aufgebote von Sanitätskolon­nen, Schutzpolizei und Bahnpolizei zu sehen. Die Zugänge für die geladenen Gäste sind auf allen Seiten frei gemacht. Ein Heer von Photographen und Filmoverateuren hat sich am Bahnhof aufgebaut, um den Präsidenten beim Betreten des Berliner Bodens zu photo­graphieren.

Zwei Minuten vor der vorgesehenen Zeit traf der fahrplanmäßige D-Zug Hannover- Berlin auf dem festlich geschmückten Bahnhof Heerstraße in Berlin ein. Der erste Wagen nach dem Gepäckwagen war der dem Reichs­präsidenten »ur Verfügung gestellte Salon­wagen. Sofort nach Ankunft entstieg der Reichspräsident Generalfeldmarschall v. Hin­denburg dem D-Zug, zuerst begrüßt vom Reichskanzler Dr. Luther. Zu seiner Linken stand das weißgekleidete 10jährige Töchterchen des Reichskanzlers und überreichte mit einem kleinen Gedicht dem neuen Reichspräsidenten einen Blumenstrauß, v. Hindenburg begrüßte bann den Reichsinnenminister Dr. Schiele den Reichswebrminister Dr. E e ß l e r, Gene­ral v. S e e ck t und den Staatssekretär Dr. Meißner. Dann zog er Oberbürgermeister Dr. Böß in ein Gespräch und ließ sich Ad­miral o. Zenker, den Stadtkomman­danten von Berlin und den Vertre-. ter des Wehrkreis-Kommandos vorstellen. Als letzten begrüßte er den stellver­tretenden Polizeipräsidenten Dr. Fried ens- burg. Auf dem Bahnsteig waren außerdem noch anwesend der Präsident der Eisenbahn­direktion Berlin,, der stellvertretene Skadtver- ordnetenvorsteber Dr. Gasparn, eine große Anzahl von Chefredakteuren führender Blät­ter und Nachrichtenbüros, ebenso Vertreter der

faner mit irgend einem groben Unfug, wenn ITtet icht Schlimmerem, rechnen und ihre Dor* chrunqen dagegen treffen. Deswegen wurde das Auto des Reichspräsidenten durch fae Eskorde polizeilicher Motorfahrzeuge be» feitet und ein Tempo von 25 Kilometern fagehalten, das der harrenden Menge nur faen kurzen Blick auf den verehrten Mann Itoäßrte.

ausländischen Presse und der Kommandant der Berliner Schutzpolizei, Oberst Kauvisch Vom Deutschen Aerolloyd kreisten während der Ankunft des Zuges Flugzeuge, die vom

»Ser Einzug Hindenburgs, der in so schlichter svrrn. aber von der Begeisterung des Volkes fatoebt, gestern erfolgte, sollte uns gerade ss seiner alten Art ein gutes Zeichen sein t11 den Weg unseres Volkes unter Hinden- Ags Leitung. Millionen Deutscher, auch "Mionen solcher, die wegen ihrer Partei* 'faktischen Einstellung ihn nicht gewählt

Aerollond Pressevertretern zur Verfügung ge­stellt wurden. Generalfeldmarschall v. Hin- benburg trägt einen schwarzen Mantel, hoben Hut und Stock. Noch wenigen Minuten setzte sich der fahrplanmäßige Zug wieder in Be­wegung. Eeneralfeldmarschall v. Hinden­burg ging über den breiten Bahnsteig nach der Bahnsteigtrevve von den Fahrgästen des Zuges und von den zum Empfang anwesenden Herren mit Hoch und Hurrarufen begrüßt. Auf der großen breiten Fläche vor dem Bahn­hof batte sich eine grobe Zahl von Kindern eingefunden, die ebenfalls Hoch und Hurra riefen. Beim Ausgang aus dem Bahnsteig wurde straub

schen Verbände ab.

Einen imposanten Anblick boten die Char­gierten von über 200 Korporationen und das

Gestern ist Feldmarschall v. Hinden­burg in Berlin eingezogen, heute wird er i kn Eid auf die Verfassung leisten. W i r Haben einen neuen Aeichspräsi* W Sen t en!

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Mgen, die hinter dem Rücken des SpalierS rode« gttfinben sollten, verboten find. Diese

Reichskanzler das Auto verlasien. Der Reichs­präsident begibt sich grüßend und bändeschüt­telnd auf die Rampe. Sein greises ehrwürdi­ges Haupt sieht man über alle binousragen. Die gegen die Postenkette anstürmende Menge bricht in laute Hochrufe aus. Das Deutsch­landlied wird mehrfach mit entblößtem Hauvte gesungen. Hochrufe werden auf den neuen Reichspräsidenten und das Vaterland ausgebracht.

Eine Besprechung in der Reichskanzlei.

' ft. Berlin, 12. Mai. DerLokalanzei- . ger" meldet, dem gestrigen Abendessen, das der Reichskanzler zu Ehren des Reichspräsi­denten gab, sei eine Besprechung in der Reichskanzlei über die politische Gesamtlage vorausgegangen, an der Hindenburg, von Simons, Dr. Luther, Reichsminister Schiele und Reichswehrminister Dr. Geßler teil* genommen haben.

Die deutsche Presse ,u Hindenburgs Einzug.

Berlin, 11. Mai. (WTB.) Anläßlich des Einzuges Hindenburgs in Berlin bringen fast sämtliche Blätter Degrüßungsartikel, in de* neu sie Hindenburg als neuen Reichspräsi* Beuten in der Reichshauptstadt willkommen heißen.

DieDeutsche Zeitung" schreibt: Die Staatsform ist es nicht, auf die das Volk seinen Lebenswillen gründet. Staatsformen mögen wechseln nach Gunst und Schicksalen. Selbstvertrauen aber mutz den zu Ta­ten fähigen Körper beseelen.

3n derDeutschen Tageszeitung" heißt es: Wir haben die Ueberzeugung, daß der neue Reichspräsident sich weder durch Sympathien noch Antipathien beirren lassen wird in seiner großen Aufgabe, über alle Parteien hinweg Hort zu sein für alle guten .Instinkte des deutschen Volkes, tote er lebendiger Zeuge für dessen Größe und Kxaft in -«.Einig­keit ist.

DieKreuzzeitung" schlletzt ihre Ausfüh­rungen: Vergessen und begraben wollen, wir, was "uns trennt und voranstellen den Willen .zum Eigenlebens dieser:Wille, der alle die eint, die deutsch denken, die den Inhalt über, die Form, den Staat über die Partei und das Vaterland über die Klasse stellen.

DieD. A. Z." sagt: Die Fahnen'des alten und des neuen Reiches umrauschen Hinden­burg im friedlichen Verein. 3a Frieden, den soll er uns bringen, den inneren Frie­den; den Haß der Parteien untereinanöec soll er uns überwinden lehren.

DieSeit schreibt: Genau so wie wir an­läßlich der Beisetzung des Präsidenten Friede. Ebert betonten, daß in solchen den All­tag übertönenden Stunden der eine des an­deren lleberjeugung, der eine des anderen Gefühle achten und ehren möge, genau so mutz auch heute jene Harmonie gefunden werden, die nirgendwo und nirgendwie durch Mißklänge gestört zu werden braucht. Die Deutschen werden sich daran gewöhnen müssen, im Innern und nach Außen jederzeit ge­schlossen hinter dem zu stehen .den sie selbst an die oberste Stelle beriefen.

DieOermania erklärt: Die nämlichen pa­triotischen Erwägungen, die uns zur Be­kämpfung der Kandidatur Hindenburgs v«an- laht haben, vereinigen sich heute zu unserer Hoffnung, der neue durch die Würde seines Amtes den Riederungen der Tageskämpfe entzogene Hindenburg 'möge in einer glück­lichen Amtsführung Erfolge haben, die jed« gute Deutsche seinem Vaterlande wünscht. Das Ausland hat aus den Ziffern der Wahl entnommen, daß Deutschland sich in zwei große fast gleich starke politische Lager spaltet. Möge das Ausland ab« auch wissen, daß diese Spaltung nichts zu tun hat mit der Autorität, die dem neuen Reichspräsidenten willig auch von den Gegnern seiner Kandida­tur gewährt wird. Der Wahlkampf ist tot. Es lebe der neue Präsident!

DerVorwärts" betont: Die große Mehr­heit der Berliner Bevölkerung steht heute schweigend und abwartend (?) Sie demon­striert nicht, ab« sie ist da.

Tie euglische Presse zum Einzug Hiudeu- burgS.

London, 11. Mai. Der heutige Emp­fang Hindenburgs in Berlin wird schon jetzt in der tjefamten englischen Presse in langen Berichten ausführlich besprochen. Allgemeines Bedauern herrscht wegen Nicht­beteiligung der Republikanischen Verbände.

DerTrmeS"-Korrespondent in Berlin sagt, daß sich diese nicht wundern dürf­ten, wenn der ausländische Beobachter seine eigenen Schlüsse aus einer solchen Haltung zöge.Morning Post" veröffentlicht einen von Unrichtigkeiten und Feindseligkeiten strotzenden Leitartikel. Hindenburg hat die Unzufriedenheit des Blattes mit seiner Be­merkung über die Notwendigkeit der

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ifilirtl- Zustcllungsgebühr, durch 'hjeP»st2.rS GM.Für etwa infolge x,reite. Maschinendefekte oder ldefflt«ta«r Ereignisse ausfallende Ammern wird kein Ersatz ge- uffct. Verlag v. Dr. §. Hitzeroth. der Unid.-Buchdruckerei v. äob. Aug- Koch. Markt 21/23. <krns»r-<t>er: Rr. 55. u. Rr. 666. Pestßbecttonlo: Amt Frankfurt M. Rr. 5015. Sprechzeit pet Redaktion von 1011 und »1,11 Ubr-

___Eeneralfeldmarschall v. Hindenburg vor dem Bahnhof erschien und im Wagen Platz genommen hatte, sprach et einen der wach­habenden Schutzpolizei-Offiziere an und fragte ibn, ob er ibn nicht schon irgendwo kennenge- lernt habe. Der Offizier bestätigte die An­

in Vereine in zehn Gliedern nötigte. Ziem« 6 starke Verstimmung brachte in diese Kreise fe_ Verordnung des stellvertretenden Polizei« >te cäfibenten Dr. Friedensburg, wonach die und Landung von Musikkapellen verboten war.

scheint so, als ob dies hauptsächlich nur .j 61 D« Parität willen erfolgte, weil näm» g 4 auch die kommunistischen Protestversamm-