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Berlin, 1. Mai. Wie das W. T. B. er- Ifährt, findet die Amtseinführung «nd Sidesleistuug des neue» Reichspräsidenten am 12. Mai, 12 Uhr mittags, im Reichstag statt.
Bei Eintreffen des Reichspräsidenten am Reichstage zur Eidesleistung wird vor dem Reichstagsgebäude eine Kompagnie des Neichswebr-Jnfanterie-Rgts. Nr. 9 militärische Ehrenbezeugungen erweisen. Auf besonderen Wunsch des Feldmarschalls wird hierzu die Traditionskomvagnie des 3. Garde- Regiments zu Fuß bestimmt werden, des Regiments, bei dem er seine militärische Lauf- sfbahn begann und die Feldzüge 66 und 70/71 als junger Offizier mitmachte. Nach der feierlichen Eidesablegung wird der Präsident im Reichspräsidialgebäude durch den stellvertretenden Reichspräsidenten ,, 5) r. Simons begrüßt werden und dann den Reichskanzler und die Mitglieder des Reichskabinetts empfangen. Anschließend gibt der bisherige stellvertretende Reichspräsident für den neuen Präsidenten und die Mitglieder des Rcichskabinetts ein Frühstück, womit die -Feierlichkeiten dieses Tages ihren Abschluß finden.
Am n ä ch st c n Tage finden beim Reichspräsidenten die
Empfänge in folgender Reihenfolge .statt: Reichstagspräsidium und Reichstag, Pertreter der preussischen Ministerien. Korn- inandobebörde der Reichswehr, Direktion der Neichsbabn. Rcichsbankdirektorium. Oberpräsi- dium der Provinz Brandenburg, Oücrbürger- Veistcr und Magistrat bei Stadt Berlin und Polizerprästdium Berlin und Kommandeur der Schutzpolizei.
Arn darauffolgenden Tage werden die Staatsiekretäre dem Präsidenten vorgestellt wilden. An einem der nächsten Tage darauf wird der Reichspräsident das in Berlin akkre- >tierte Dip lornatenkorps empfangen. 5'ermlt tobest die offizielle Veranstaltung der Amtsubernachme durch den neuen Reichspräsidenten. ,
Hindenburgs Dank. t,AQnn^cr.’ 30; Avril. Eeneralfeldmar- lainn v. S t n denüurg bat folgende Danksagung veröffentlicht:
, »Elllen den Dielen, die meiner gelegentlich der Reichsvräsidentenwabl freundlich ge- L ba(^t baden, kann ich nur auf diesem Wege memen herzlichen, tiefempfundenen Dank sagen, da ich anderweitig sehr bean- i svrucht Lin.
' v. Hindenburg."
Hindenburg an Marx.
f r' !• Mai. Generalfeldmar
schall v. Hindenburg hat heute auf das an 'b"^erichtete Schreiben des Reichskanzlers a. D. Marx wie folgt geantwortet:
Hannover, den 1. Mai 1925 i Sehr verehrter Herr Reichskanzler: bür Ihr freundliches Schreiben, das sie am 28. April an mich zu richten die Güte Ü>^che lch Ihnen meinen verbind- l'ch.sten Dank aus. Ich ersehe aus ihm zu meiner Freude, daß Sie auf dem glei- “>en Standpunkt stehen, den auch ich selbstverständlich im Falle Ihres Er- ss^olges bei der Wahl eingenommen haben avurde.
L Jb.re Wünsche für unser schwer darnieder liegendes Vaterland sinddiemeini- »en. Mögen sie sich erfüllen durch selbst- wfe, einigende Arbeit aller, denen ihr Deutschland höher steht als die P.a r t e l!
L Mit der Versicherung meiner besonderen Hochachtung bin ich
Ihr ergebener
[ (gez.) v. Hindenburg, Generalfeld- warschall.
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rvandau fehlen kaum 30 Proz. der Arbeiter, . Ȋhrend in den Siemenswerken alle Abteilun
Berlin, 1. Mai. Bis zur Mittagsstunde Dar 'in Berlin von der Maifeier nicht viel zu ns- . tterfen, obwohl bei Orenstein unb Koppel und ->• n den Borsigwerken der größte Teil der Arbeiter feiert. Bei den Deutschen Werken in
len in Betrieb sind. Die im Laufe des Vor
mittags abgehaltenen Gewerkschaftsversammlungen sind ruhig verlaufen. Die Kommunisten veranstalteten heute Mittag einen geschlossenen Aufmarsch nach dem Lustgarten. Die Polizei hatte die notwendigen Vorkehrungen getroffen.
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Zwischenfälle bei Berlin.
Berlin, 1. Mai. Die zahlreichen Veranstaltungen der SPD. und KPD. in Eroßbeilin und Nachbarorten waren trotz des ungünstigen Wetters ziemlich gut besucht und verliefen bis in die Nachmittagsstunden ohne wesentliche Zwischenfälle. Nur in Lichtenberg bedrohten etwa 100 Demonstranten die Arbeiter einer Möbelfabrik, von denen ein 54iäbriger Tischler zu Boden geschlagen und durch Stockhiebe schwer mißhandelt wurde, bis die Polizei die Ruhe wiederherstellte.
Berlin, 1. Mai. Die kommunistische Demonstration im Lustgarten anläßlich des 1. Mai ist ruhig und ohne Störung der öffentlichen Ordnung verlaufen.
München, 1. Mai. Die Arbeitsruhe in München wurde nur zum Teil duichgefiihrt.
den kleineren Betrieben wurde fast überall gearbeitet. Einzelne Großbetriebe ruhten ganz. Zwischenfälle wurden bisher nicht gemeldet. Die von der kommunistischen Partei heute ge- xlanten Maifeiern mit Ansprachen wurden von der Polizeidirektion München verboten.
B e u t h e n O.-S., 1. Mai. Heute mittag kam es gelegentlich eines Demonstrationszuges der Sozialdemokraten und Kommunisten auf dem Ring zu einem Zusammenstoß mit Angehörigen rechtsstehender Organisationen. Als aus den Reihen der Kommunisten der Ruf fiel „Nieder mit Hindenburg! Hoch Sowjet!" kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf zwei rote Fahnen mit dem Sowjetabzeichen ierriften wurden. Bevor die Polizei etnsreifen konnje, war der Zug bereits in Unordnung auseinandergegangen. Auch die Mitglieder der rechtsstehenden Organisationen hatten sich entfernt. Sonst verlies die Demonstration obne Zwischenfall. Auch nach diesem Vorfälle kam es zu keinen weiteren Ausschreitungen.
Frankfurt a. M., 1. Mai. Die Maifeier der Frankfurter Arbeiterschaft ist ohne jede Ruhestörung verlaufen. Die einzelnen Festzüge trafen sich auf dem Overnvlatz, wo Reichstagsabgeordneter Hüttmann als Hauptredner sprach.
Schwache Beteiligung im Ruhrgebiet.
Essen, 1. Mai. Die Maifeier hatte auf den Zechen des Ruhrgebiets nur eine geringe Beteiligung aufzuweisen. In den meisten Revieren wurde voll gearbeitet Auf die Belegschaft des ganzen Reviers bezogen, belief sich die Zahl der Feiernden auf 13,92 Prozent gegenüber 27,84 Prozent im Vorjahre.
Newyork, 1. Mai. Gestern abend löste die Polizei zehn kommunistische Versammlungen in den Stadtteilen Manhattan und Bronx auf, trieb die Teilnehmer auf die Straße und beschlagnahmte die vorgefundenen Maitagflugblätter. Die Polizei tras Vorkehrungen, um beute irgendwelche Ruhestörungen zu verhindern.
ft. London, 2. Avril. Anläßlich des 1. Mai zogen gestern nachmittag ungefähr 10 000 Männer, Frauen und Kinder mit Bannern und Fahnen unter Führung berittener Polizei nach dem Hydevark, wo die üblichen Ansprachen gehalten wurden. Auffallend groß war die Beteiligung der Frauen und Kinder.
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Line Srrnussorbeeung
Das preußische Staatsministerium bat auf Vorschlag des sozialistischen Innenministers Braun den ehemaligen Metalldrllcker und jetzigen Obeneiierungsrat Erzestnski zum Polizeipräsidenten in Berlin ernannt. Dieser Herr ist zugleich der Führer der sozialistischen Landtagsfraktion. Er besitzt zweiellos neben seiner großen Ruhe eine nicht gewöhnliche Begabung ; in der alten Zeit war er Stadtverordneter in Eassel, nach der Revolution Un- terstaatssekretär im Kriegsministerium, Leiter des Reichsabwicklungsamtes und Präsident des Landespolizeiamtes. Aber diese nachrevolutionären Gelegenheitsarbeiten können natürlich nicht aus einem Metalldrücker einen erfahrenen Verwaltungsbeamten machen, dem ein so wichtiger Posten wie das Berliner Polizeipräsidium anvertraut werden darf. Das ist eine Herausforderung, die sich Herr Severins leistet, dieses Festbalten an den Methoden der Revolution, während die Mehrheit des Volks unzweideutig mit ihnen aufzuräumen wünscht. Aber das Staatsministerium, in dem der alte Zentrumsmann Tr. am Zebnhoff wegen einer schweren Erkrankung fehlt, hat noch die zweite Herausforderung hinzugefügt; die Ernennung
gerade jetzt — unmittelbar nach der Hinden- burg-Wahl! — vorzunehmen, obwohl erst in acht Tagen der Landtag über den Fortbestanv des Kabinetts Beschluß fassen soll. Eine Regierung, die noch nicht das Vertrauensvotum des Parlaments erhalten bat, muß sich aller politisch bedeutsamen Handlungen enthalten, sofern nicht Eile dringend geboten ist. Die Ernennung des Berliner Polizeipräsidenten batte aber gewiß noch acht Tage Zeit. Es scheint, als ob die Herren Minister mit dieser Provokation zeigen wollten, daß sie sich schon ganz sicher fühlen und daß der Landtag aufgelöst wird, wenn er das Vertrauen versagt. Herr Marx ist jedoch eben erst nach Berlin zu- rückgekebrt, und das Zentrum hat noch Zelt zur Besinnung. Dem Teil der Partei, der sachlichen Erwägungen zugänglich ist, dürfte die Ernennung Erzesinskis zeigen, wohin der Pakt mit der Sozialdemokratie führt. Schon bat der Freiberr von Kerckerinck zu Borg sein Amt als Mitglied des Reichsvarteivorstandes niedergelegt mit der Begründung, daß das Zentrum den Charakter als Mittelpartei immer mehr verliere!
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Dr. Trendelenburg in Berlin.
ff. Paris, 2. Mai. Nachdem Staatssekretär Dr. Trendelenbuig mit Han- belsminister C b a u nt e t bie Richtlinien für die burd) die eingesetzten Unterkommissionen oorzunebmenden Taiifverhandlungen feicgelegt tat, ist er gestern abend nach Berlin zuiückgereist. Dr. Trendelenburg wird nach Paris surückkehren, sobald die eingesetzten Unterkommissionen ihre Arbeiten soweit ge- !vtbert haben, daß die beiden Delegationen ihre Vollsiuuugen wieder aufnehmen können.
Frankreichs Antwort auf die deutschen Bor- schläge.
fk London, 2. Mai/ Wie Reuter erfährt, wird erwartet, daß Frankreich in einigen Tagen die Ansichr der französischen Regierung über den von Deutschland borge» schlagenen Sicherheitspakt nach Berlin übermitteln wird, und zwar wird es sich nur um eine Meinungsäußer ung Frankreichs handeln und n i ch r um eine Note. Der Inhalt wird vorher den Allierten mitgeteilt werden. Besprechungen zwischen den verschiedenen Regierungen zwecks Klärung gewisser Punkte haben bereits flattgefanben.
Paris, 1. Mai. Ministerpräsident Paileve hat gestern nachmittag Marschall F o ch empfangen.
Caillaux über die französische Finanzlage.
London, 1. Mai. Der französische Finanzminister Caillaux erklärte dem Pariser Korrespondenten der „Times" in einem Interview, sein Ziel sei, zu erreichen, daß in Zukunft die regelmäßigen Berichte des französischen Schatzamtes ebenso klar, ausführlich und unzweideutig abgefaßt werden wie die des britischen Schatzamtes. Er st ehe auf seinem Posten als Politiker. Es sei nicht seine Aufgabe, alte Streitigkeiten wieder zu heleben. Er werde auch keinen Streit über die Lage, die er nicht geschaffen habe, beginnen. Er habe die Pflicht, der Kammer, dem französischen Volke unb der Welt eine klare und vollständige Darstellung der ftan» zöisschen Finanzlage zu geben. Diese halte er für sehr ernst, doch nicht für annähernd so tragisch wie es einige Leute darzustellen suchten.
Kennwortbu über die Außenpolitik der Alliierten.
London, 2. Mai. Das liberale Parlamentsmitglied Kennworthh erklärte in einer Rede, die er in Hüll hielt, die Außenpolitik der augenblicklichen Regierung sei eine Fortsetzung der ihrer Borgängerin, nämlich zu versuchen, Frankreich und Deutschland zusammen zu bringen, wenn auch durch eine andere Methode. Diese Politik sei in Stücke gegangen infolge der Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten. Während die Engländer sie gleichmütig ansähen, blieben Frankreich, Belgien und Polen sehr erregt Alle Versuche der Befriedung Europas hätten einen ernsten Rückschlag erlitten. Aber der Fehler liege wirklich nur bei den Alliierten, ' und zwar in dem lächerlichen und undurchführbaren Versailler Vertrag, in der Nadelstichpolitik der Franzosen, der Verwendung farbiger Truppen im besetzten Deutschland und in dem englischen Vertragsbruch durch die Dichträumung Kölns.
Bekublgung
Es ist Beruhigung eingetreten, seitdem Hindenburgs Wahl feststeht. Die Beunruhigung vorher war demnach, was die Drahtzieher an» betrifft, sicher nur Wahlmache. In diesen Spalten ist so oft darauf hingewiesen worden, daß die Einschüchterungsversuche des Auslandes an sich etwas Ungeheuerliches sind. Welches Land, man denke etwa an England oder Frankreich, würde es sich gefallen lassen, wenn die Presse des Nachbarlandes in so plumper Weise in seine eigenen inneren Angelegenheiten eingreifen wollte, wie das bei uns schon beinahe gang und gäbe ist. Es ist ja auch kein Geheimnis, wie die Fäden unserer pazifistisch eingestellten Linkspresse zu der chauvinistischen Presse des Auslandes laufen. Merkwürdig, daß das möglich ist, aber es ist so. Der „Matin" und der „Temps", die übelsten Hetzblätter, arbeiten ständig mit dem Material, das ihnen vom „Berl Tagebl." und der „Voss. Ztg." zu- geleitet wird, und umgekehrt. Obwohl das Mittel bei dem deutschen Michel immer weniger verfängt, wird es doch noch angewandt. Wir verstehen, wie wir bereits öfter sagten, unsere Demokraten nicht, die nicht einsehen, daß diese Methode, mit der Furcht vor dem Auslände innere Politik zu machen, letzten Endes doch nut auf das Konto ihres politischen Kredites geht. Die Herren sollten ihrer großen Presse einmal gehörig auf die Finger klopfen.
Daß das Geschrei über die schlechte Wirkung int Auslande eines Kabinetts z. B., wenn es von uns nicht beachtet wird, kurz darauf verfliegt, ist nun einmal eine Tatsache, und im Auslande hat man sich denn auch bereits daran gewöhnt, sich ein selbständiges Urteil zu bilden, und dem Geschrei der Boulevard-Blätter nicht mehr Wert beizulegen. Gott sei Dank. Es muß doch endlich einmal überraschend wirken, daß die Aufnahme Hindenburgs, abgesehen von den übelsten französischen Hetzblättern, die übrigens auch ihrer Widerspruch gegen Herrn Marx für den Fall der Wahl bereits anmeldeten, eine äußerst ruhige gewesen ist, auch in England und in Amerika. Im Gegenteil. Wie der Starke mehr Kredit hat als der Schwache, hat ein Volk, das sich auf seine Vergangenheit besinnt und in bie Zukunft schaut, mehr Kredit als ein Volk, das mit ängstlich tastenden Versuchen sich einen Weg bahnen möchte. Das „Berner Tageblatt" meint:
Die Wahl Hindenburgs beweise eirt Erwachen der ntaionalen Verantwortlichkeit in Deutschland, ein Erstarken des völkischen Wertbewußtseins und bedeute weiter, daß in Deutschland die Sozialistenherrschast abgewirtschaftet habe; und die „Berner Zeitung" schreibt: Man diktiert einem 60-Millionen- Volk nicht einen Friedensvertrag, aufgebaut auf der ungeheuerlichsten aller Geschichtsfälschungen, man raubt ihm nicht alle Kolonien und zerstümmelt seine Grenzen, besetzt fein Gebiet und behandelt seine Bewohner als Parias, ohne entsprechende Folgen zu riskieren. So ist der Sieg Hindenburgs zu einem guten Teile außenpolitisch bedingt. Die Zeit ist offenbar vorbei, da man sich jenseits des Rheins lediglich als Gegenstand der Politik der Siegermächte fühlte.
Und mit diesem Urteil haben die beiden neutralen Bläffer Recht. Was aber offen zu- gestanden wird von der ausländischen Presse, das ist, daß Hindenburgs Wort Vertrauen verdient, und daß eine Regierung unter seiner Führung größere Garantien biete als etwa eine Linksregierung, schon weil die wirtschaftliche Bedeutung der hinter ihr stehenden Kreise eben größer ist. Diesen Eindruck hat im Ausland auch die Rede des Reichskanzlers Dr. Luther verstärkt, die fast ausnahmslos eine gute Presse batte, vor allen Dingen deshalb, weil sie feststellfe, daß die Richtlinien der Politik nicht geändert werden, daß vor Unbesonnenheiten In- und Ausland sicher sein kann, zugleich aber weil sie einen festeren Ton fand in allen den Fragen, in denen wir zu fordern haben. Und ein fester Ton wird immer verstanden. Auf diesem Wege wächst die Erkenntnis des Auslandes von unserer wirklichen Lage und was wir vom Auslande zu fordern baden, um gesund zu werden. Und daran ist ja mindestens England stark interessiert. Der „Manchester Guardian" schreibt: Laßt uns klar darüber fein, daß wir es sind und nicht die Deutschen, die jetzt den Wiederaufbau aufbalien. Durch die Wahl Hindenburgs habe das deutsche Volk nicht für rasche oder für irgendwelche extremistische Dinge gestimmt, die ibm zugeschiieben wurden. Es siebe ebenso wie seine Führer auf dem Standpunkte internationaler Regelung und im wesentlichen dort, wo es vor dem Tode Eberts stand. Eine konservative Regierung fei in Deutschland an der Macht, die eher von den Industriellen als von den Chauvinisten kontrolliert werde. Sie wolle Frieden, wie ihn die Industriellen in jedem Lande wollten.