Einzelbild herunterladen
 

M^eigerMtdWtzühertMchMchLlMerhMw^KmüichesVerkünöigmMblcckjMdKreisKlavbwT

faßt werden, jebenfan§ nicht vor Äblanf

SitlOl. Sv Mrs. Marbmg o. ton

der verfassungsmäßigen Mehrheit des Volkes steht. Darum ist es mir ein Bedürfnis, Ew. Exzellenz meinen aufrichtigen Wunsch und die Hoffnung auszusprechen, da« unter Ihrer Prä­sidentschaft das deutsche Volk seine innere Ruhe und seinen äußeren Frieden finden möge,'wonach unser aller Streben geht. Möge .der eingeleitete wirtschaslliche Eesundungs- vrozeß zum Segen von Volk und Reich unge­stört fortschreiten, und möge die Durchdrin­gung des ganzen öffentlichen Lebens mit

parlamentarischer Abend beim Reichskanzler. Berlin, 30. Avril. In den Ecsellschafts- iumen des Reichskanzlerbaufes fand heute rt parlamentarischer Abend statt, zu dem et- a 450 Herren und Damen erschienen waren, e überaus angeregte Unterhaltung war lbstverständlich beherrscht von den jüngsten nervolitischen Ereignissen, lieh aber auch die irubigung der Gemüter erkennen, die nach n Stürmen der letzten Tage und Wochen er- mlicherweise eingetreten ist.

Em festerer Ton

Ser Widerhall »er Rede Dr. Luthers

wahrhaft demokratischem sozialem Geiste jene Krankheitserscheinungen heilen, die der Krieg und Deutschlands Zusammenbruch binterlasien haben und somit die sittliche Reinigung und Erneuerung unseres Volkes beschleunigen. Möge es unserem deutschen Volke vergönnt sein, auf dem eingeschlagenen Wege der inter­nationalen Verständigung in Frieden und Wohlfahrt recht bald wieder die Stellung in . der. Welt.einzunehmen, auf die es dank seinen Fähigkeiten und seiner Leistungen Anspruch

Eine Zentrumsanfrage.

Berlin, 1. Mai. Bon Zentrumsseite ist l Reichstag eine Interpellation eingebracht Orden, in der die Reichsregierung gefragt ird, ob sie bereit sei, dem Reichstag baldigst lufschluh zu geben über ihre Absichten nsichtlich der Weiterführung der bisherigen »ßenpolitischen Linie, unter besonderer Be- icksichtigung der Belange der besetzten Ge­rte .insbesondere der vertraglichen Räu- ung der Kölner Zone sowie der Sicherheits­age.

Die deutschen Sicherheitsvorschläge.

Paris, 30 .April. Der Londoner Bericht- statter der .havasagentur glaubt miitilen t können, daß die diplomatischen Ver- nidlungen zwischen London und Paris betref- pfc die deutschen Sicherheitsvorschläge kaum r Mitte Juni in eine entscheidende Phase tre-

$ieOberhessische Zeitung" er ^heint sechsmal wöchentlich. Be- ^igspreis monatlich 2 GM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch ht«Post2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder ^ementarer Ereignisse ausfallende Kummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hitzervth, Druck der Unib.-Buchdruckerei v. Zoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Kernsprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. Sprechzeit her Redaktion von 1011 und '/,!! Uhr.

hat. Mit der Versicherung meiner besonderen Hochachtung bin ich Ew. Exzellenz ergebener gez. Marr, Reichskanzler a. D.

Marx an seine Wähler.

Berlin, 30. Avril. Reichskanzler a. D. Marx hat an die Parteien und Wähler des Volksblocks eine Kundgebung erlassen, in der es u. a. heißt: Es ist mir ein tiesemvsundenes Bedürfnis, den über 13si/s Millionen deutscher Männer und Frauen, die am Wahltag mit mir ein aufrichtiges Bekenntnis zum repu­blikanisch-demokratischen Staat abgelegt haben, herzlichen Dank zu sagen. Wir haben im Volksblock nur dem Vaterland dienen wollen, und weil uns der Dienst am Vaterland über alles geht, werden wir uns in echt demokrati­scher Gesinnung der getroffenen Entscheidung einer Mehrheit des Volkes willig fügen. Wir als die Schützer der Verfassung haben die hei­lige Pflicht, in dem verfassungsmäßig ge­wählten Reichspräsidenten den Repräsentanten des deutschen Volkes und der deutschen Repu­blik zu achten. Wir schämen uns nicht unserer Niederlage; denn wir haben als aufrichtige Männer und Frauen ehrenvoll und nicht ohne Erfolg gekämpft. Wir vergessen auch nicht, daß noch Millionen unserer Volksgenossen unter der Last fremder Besatzung leiden. Kein Opfer darf uns zu groß sein, um ihnen und dem ganzen deutschen Vaterland die Freiheit zu bringen.

ehrerer Wochen. Briand wolle die Lage in rgehender Weise mit seinen unmittelbaren Mitarbeitern prüfen bevor er sich auf Verhand- prgen einlasse. Die erste Frage, die zwischen ffr französischen und der englischen Regierung »rtert werde, betreffe die Antwort auf n deutschen Paktvorschlag. Wenn die frän­kische. die englische, die belgische und die ita­lische Regierung sich geeinigt hätten, würden 1 teen gleichen Tage, gber individuell. t deutschen Regierung eine Antwort erteilen.

.----*-----

Der Anzeigenpreis beträgt ffil den 10 gespalt. Zeilenmillimete, 0.08. SM., kleine Baranzcigcn 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz- Vorschrift 50% Aufschlag. Eammclanzeigcn 100"/» Auf­schlag. Reklamen der Millim. 00,35 GM.Ieder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark V,,»Dollar

Freitag, Kn 1. Mai 1925

London, 30. Avril. DieTimes" ver­öffentlicht einen langen Bericht über die Rede Dr. Luthers -unter der Ueberschrift: Die deutsche AußenpolitikSin festerer Ton". In seinem Leitartikel schreibt das Blatt, die Wahl v. Hindenburgs habe eine ge­wisse Verwirrung in die europäische Stim­mung getragen. Im Hinblick auf frühere Er­klärungen und seine Laufbahn könne das nicht überraschen . Andererseits sei es auch nicht unbegreiflich, daß das deutsche Volk ihn ge­rade in diesem Augenblick gewählt habe. Wahrscheinlich sei, daß in der internationalen Politik durch Hindenburgs Wahl keine plötz­liche Aenderung eintreten werde, denn die deutsche Regierung bleibe im Amte und Reichskanzler Dr. Luther habe soeben nach einer Besprechung mit dem Rcichspra,identen eine wichtige Rede gehalten, in der er erklärt habe, daß die Hauvtrichtlinien der deutschen Außenpolitik unverändert bleiben würden. Mit anderen Worten sagt dieTimes", hieße das, daß die Paktvorschläge aufrecht- erhalten würden und daß somit für die Staatsmänner der westlichen Länder noch immer der Weg frei sei, die Verhandlungen fortzusetzen, die man vor 2 Monaden energisch begonnen batte. Später seien bedauerliche Verzögerungen eingetreten und zwar haupt­sächlich infolge des Kabinettswechsels in Frankreich und der deutschen Präsidentschafts­wahl.

Es sei als eine wichtige Tatsache zu bezeich­nen, daß in Deutschland die Wiederherstellung des Kaisertums nicht in Frage komme, und daß die französische Regierung sicherlich für eine allgemeine Aussprache mit England und Deutschland über das Hauptproblem die Tür noch nicht geschlossen habe . In Dr. Luthers Rede sei eine neue Nuance von Ungeduld zu spüren und zwar insbesondere hinsichtlich der Abrüstunassrage und der Frage der Räumung Kölns. Diese Ungeduld sei ein Anzeichen da­für. daß weitere Verzögerungen die 5 i nd e r = n i sse für eine Vereinbarung vermehren könnten. England habe selbst ernste Sorgen.

DieWestminster Gazette" sagt zu der Rede des Reichskanzlers Dr. Luther, diese wichtige und unzweideutige Erklärung zeige deutlich, daß das Kabinett int Amte bleiben und seine bisherige Politik fortsetzen werde.

DieDaily Ehrouicle" sagt, es scheine zwi­schen dem Kabinett und dem neuen Staats­oberhaupt in allen politischen Fragen vollste Harmonie zu herrschen.

DieDaily Expreß überschreibt ihre Mel­dung:Hindenburg kein Junker".

fk. London, 1. Mai. In einem Leit­artikel über die deutsche Politik sagt der Dailh Telegraph" u. a.: Wenn der Sieg Hindenburgs ein Gefühl des Miß­trauens hervorgerufen habe, so habe Dr. Luthers Rede dazu beigetragen, diese Be­sorgnisse zu beseitigen und eine ruhigere Atmosphäre zw schaffen. Zu Luthers Be­schwerde über die Verzögerung der Räu­mung Kölns bemerkt das Blatt, daß der Reichskanzler zu verstehen geben wollte, die schnelle Lösung internationaler Fragen könnte die praktische Lösung nur stören. Die britische Regierung wünsche ebenso dringend wie Luther die Lösung der Köl­ner Frage. Nach wie vor sei man der An­sicht, daß der deutsche Sicherheitsvorschlag die gesundeste Grundlage für die Regelung darstelle. Das neue französische Ministe­rium kann aber keineswegs infolge des plötzlichen Hervortretens Hindenburgs die Politik seiner Vorgänger in dieser Frage in vollkommen - gleichem Geiste wieder auf­nehmen und fortsetzen. Es müsse sehr vor­sichtig vorgehen und man habe mit einer Verschärfung der von Herriot ausgestell­ten Bedingungen hinsichtlich des deutschen Sicherheitsplanes zu rechnen.Dailh News" sagt in einem Leitartikel, die ersten Tage der Prästdentschaft- Hindenburgs hätten keinen plötzlichen Ausbruch agressiver Po­litik gebracht. Luthers Rede sei beruht-

ÄbevlMsche dtftuno

Mmr an Siadenbarg

Berlin, 30. April. Reichskanzler a. D. arx hat von Sigmaringen aus an Eenergl- . ldmarschall v. Hindenburg ein Schreiben ge- chtet, in dem es u. a. heißt: Es. entspricht m Geiste echter Demokratie, daß nunmehr fei, der sich zu ihr bekennt, zur Entscheidung

Deutsches Reich

Die Erneuerung des Ruhrkohlensyndikats.

Essen, 30. Avril. Zur Erneuerung de, Ruhrkohlensyndikats wird mitgeteilt: Um 7,3o Uhr heute abend haben die Zechen in dem Syndikatsgebäude, in dem sie seit dem Ruhr- einbrüch zum ersten Male wieder tagten," den Zusammenschluß auf der in mehrmonati­ger Arbeit vorbereiteten Basis b e s ch l o s s en. Es ist zu hosten, daß nach Lage der Sache die Unterschriften edr Zechen Wesstalen und. Friedrich der Große bis zu dem genannten Termin noch beigebracht werden und daß da­mit das schwierige Werk beendet ist, um das man monatelang heiß gerungen bat.

Deutschland gegen den Rheinkanal.

Straßburg, 30. April. Die Zentral­kommission für die Rbeinschistabrt nahm am 29. Avril zu dem Schweizer Regulierungs- Projekt und dem französischen Plan eines Rheinseitenkanals StraßburgBasel in einer einheitlichen Entschließung auf dem Kompro- mißwege Stellung^ wobei die Schweiz und die Niederlande gewisse Vorbehalte machten. Die deutsche Delegation nahm an der Abstimmung nicht teil und begründete ihre Haltung mit -folgender Erklärung: Die deutsche Delegation müsse die Resolution ablehnen, soweit sie den Rheinseitenkanal betrifft, da die Bestimmull-

Der unterlegene Präsidentschaftskandidat bat an den Sieger ein Schreiben gerichtet, worin erim Geiste echter Demokratie" die Volks­entscheidung anerkennt und allerlei gute Wünsche für das deutsche Volk hinzufügt. Herr Marx hält es für richtig, in dem kurzen Brief noch ein zweites Mal seine moderne Gesinnung zu bekunden und von derDurch­dringung des ganzen östentlichen Lebens mit wahrhaft demokratischem und sozialem Geiste" zu sprechen. Wenn nur jeder wüßte, was wahrhaft demokratisch" ist! Die Parteien, die dieses Wort in ihrem Namen führen, scheinen es manchmal sehr wenig zu sein. Aber Herr Marx wünscht auchdie sittlich« Reinigung unseres Volkes". Da sind wir ganz mit ihm einverstanden. Werden jedoch die/ Freunde Barmats diese Anspielung nicht übel' nehmen? Außerdem hat Herr Marx noch eine Kundgebung an seine Wähler veröffent-' licht. Hier kommt der Pferdefuß des Partei- volitikers noch etwas deutlicher zum Vorschein. Es ist etwas viel Eigenlob in diesem Aufruf enthalten, so wenn es beißt:Wir sind stolz darauf, daß unser Kampf sachlich geführt wurde; wir haben dem Gegner niemals die gebührende Achtung versagt." Beides scheint uns nicht richtig zu sein. Die tendenziösen Meldungen über die außenpolitischen Folgen der Hindenburg-Wahl dauern sogar immer noch an. Herr Briand bat das angebliche Jnterwiev mit demDaily Expreß" für er­funden erklärt, worin er sich über die Wahl Hindenburgs geäußert baben sollte. Auch die Verzögerung der französisch-englischen Ver­handlungen über das Abrüstungs- und Sicher- heitsvroblem, die mit den Finanzsorgen des Kabinetts Painleve zusammenhängt, wird von - der deutschen Linkspresse in tendenziöser Weise gegen den neuen Reichspräsidenten ausgenutzt. Herr Marx sollte seine Freunde weniger loben und ihnen mehr auf die Finger sehen.

gend gewesen. Der Widerstand des Kanz­lers gegen die Fortsetzung der Besetzung der Kölner Zone dürfte nicht entstellt wer­den. Entweder müßten die Vorwürfe gegen Deutschland klargestellt oder Köln müßte geräumt werden.

ff London, 1. Mai. Preß Association meldet, die geftrige Rede des Reichskanzlers Dr. Luther werde in den diplomatischen Steifen als Bestätigung der Absichr 'angesehen, daß keine Veränderung in der deutschen Außen­politik und in den Beziehungen Deutschlands zu anderen Mächten etntrete. Man fei der Ansicht, daß diese Rede viel dazu beitragen werde, um die Befürchtungen derex zu beruhi­gen, die die Wahl Hindenburgs als schlechtes Vorzeichen ansahen. Es werde gesagt, daß jedes mit dem neuen Präsidenten geschlossene Abokmmen stärkersei, als wenn es mit Marx geschlossen würde, da es die Hände der Monar­chisten und anderer Rechtsparteien binde, die sich durch ein von einem sozialistischen oder republikanischen Präsidenten abgeschlossenes Ab­kommen vielleicht nicht verpflichtet hätten.

New york, 30. Avril. (Funksvruch.) Die Morgenausgabe derWorld" schreibt über die Rede Dr. Luthers, der Kanzler habe mit großem Nachdruck gesvrochen, und seine 9'cbe habe noch eine besondere Bedeutung da­durch erhalten, daß er kurz zuvor mit Hinden­burg unterhandelt habe. Je schneller sich alle Augen auf die wichtigen Fragen richten, deren Beratung der Kanzler fordere, um so eher würde die Welt wieder gesunden. Die Zu­kunft der monarchischen Bewegung in Deutsch- ii nb liege - weniger in ber Hand Hindenburg; als in den Händen derjenigen Staatsmänner, die sich mit der Sicherbcitsfrage, mit der Frage der Entwaffnung und der Räumung b<r Kölner Zone und des Ruhrgebiets, sowie der Durchführung des Dawes-Planes zu be­fassen hätten.

Paris, 30. April. Die gestrige Rede des Rechskanzlers wird vomTemps" als eine Kundgebung bezeichnet, die angesichts der Um­stände eine tatsSchliche Bedeutung habe. So wolle auch in Deutschland die Erklärung des Verantwortlichen Leiters der deutschen Poli­tik interpretieren, offenbar in der Absicht, die öffentliche Meinung im Auslande über die mög­lichen Folgen der Wahl Hindenburgs zu be­ruhigen. Die Takttk bestehe bann,, glauben zu machen, daß das Auffteigen des ehemaligen Oberbefehlshabers der kaiserlichen Tnippen zur Reichsvräsü>entschast keine Aenderung in der Politik des derzeitigen Kabinetts bedeute. Reichskanzler Dr. Luther habe kein Recht, sich darüber zu beklagen, daß eine Entscheidung über die Räumung der Kölner Zone noch nicht getroffen fei. Die Allierten hätten nach dieser Richtung keinerlei Vervftichtungen übernom­men. Deutschland habe den Konstollgängen der Kommission Hindernisse bereitet (!?> "Was den Garantiepakt betreffe, so könne er nur im Rahmen des intakten Fstedensvertrages abge­schlossen werden. Begnügen wir uns, so fährt derTemps" fort, für den Augenblick damit, festzustellen, daß durch bie gestrige Rede die Reichsregierung ihre Absicht kundgegeben hat, die von ihr gemachten Vorfchläge austechtzuer- halten und die Aussprache hierüber zu beschleu­nigen.

Radek über Hindenburg.

Radek bespricht in derPrawda" die Prä­sidentenwahl in Deutschland. Er erblickt in der Wahl Hindenburgs keine unmittelbare Ge­fahr der Wiederherstellung der Monarchie. Ebensowenig glaubt Radek, daß Hindenburgs Wahl einen sofortigen Revanchekrieg zur Folge haben würde, hält aber den Ausgang der Wahl für ein Symptom, für ein Zeichen des zunehmenden Einflu es der Groß- Industriellen und Groß-Agrarier (!). Des­wegen ist er der Ansicht, daß Hindenburgs Wahl eine Verschärfung der Zollpolitik sowie des sozialen Kampfes zur Folge haben wird (!). Was die Außenpolitik anbetrifft, so wird sie nunmehr deutscherseits einen festeren nationalen Charakter gewinnen.

eadmg nimmt die Wahl an

Berlin, 30. April. Exzellenz v. Hinden­burg erklärte in einem heute beim Reichs- joablleiter eingegangenen Schreiben vom 29. ilpril, daß er Bereit fei, die Wahl anzunehmen.

Wie aus Berlin gemeldet wird, ist Reichs- dlgspräsident Löbe nicht bei Hindenburg gewesen. Die Frage der Vereidigung wird Nächste Woche in Berlin besprochen werden.

Berlin, 30. Avril. DerLokalanzeiger" n Hannover meldet, daß voraussichtlich noch eute Reichsinnenminister Schiele zu Befvre- lungen mit Generalfeldmarschall!v. Hinden- iirg in Hannover eintrifft.

fk. Berlin, 1. Mai. Reichsminister des itnern Dr. Schiele, der gestern in Hannover ingetroffen ist, hatte nachmittags eine mehr- iinbige Unterredung mit Hindenburg, in ber tutLokal-Anzeiger" bie Einzelheiten ber inführung bes Reichspräsidenten in sein Amt stgelegt wurden. Dem genannten Blatt zu- ssge legt Hindenburg den größten Wert da- mf, die Feierlichkeiten biet fmtseinführung »-einfach wie möglich zu gefügten und er be- mt, daß er keinerlei besondere Ehrungen für t) wünsche und den völligen überparteilichen barakter gewahrt zu wünschen wisse. Das tooramm wird etwa folgendes fein: Vor em Reichstagsgebäude wird eine Reichswehr- Mvagnie, auf Wunsch des Feldmarschalls die raditionskomvagnie des 3. Carderegiinenls I Fuß, bei dem Hindenburg feine militärische mfbahn begonnen bat, beim Eintreffen des eichsvräsidenten die militärische Ehrenbe- ugung erweisen. Nach ber Eibesleistung im leichstag wirb ber Reichspräsident im Reichs- fcäfibialgcbäube durch den Reichskanzler und len stellvertretenden Reichspräsidenten Dr. Si- wns begrüßt werben. Sodann wird Hinden- urg bie Mitglieber bes Reichskabinetts emv- «gen. Für den nächsten Tag ist eine Reibe etterer Empfänge vorgesehen. Hebet den ftrigen Besuch bes Staatssekretärs Dr. Mcitz- !t bei Sinbenburg erfährt derLokal-Anz.", 16 Hindenburg Dr. Meißner gebeten habe, in Amt beizubehalten.

können. Bis dahin würden die Regierungen , e Ansichten austauschen, jedoch vorerst nur - großen Linien behandeln. Auf alle Fälle ' itne eine direkte Unterredung zwischen Briand id Chamberlain im Augenblick nicht ins Auge