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Die Finanzen Frankreichs.

Reichspräsident und Außenpolitik.

DieZeit" veröffentlicht eine Zuschrift Dr.

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worin dieser schärfste Vertvah-

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Anzeigenpreis beträgt für 10 gespalt. Zeilenmillimeter GM., kleine Baranzeigen GM., amtliche und aus-

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Nr. 95. 60. Mrg.

Marburg a.d. Mn

dagegen, daß in einem Artikel .Berliner Tageblatts" gesagt worden ist.

bedauert, daß Herriot ihm seinerzeit nicht volle Freiheit vor dem Senat gelassen habe, denn er hätte zeigen können, daß schon seit dem Jahre 1923 ein maskierter Vorschuß von 1200 Millionen Franken vorhanden gewesen sei, und daß fünf Tage, nachdem das Kabinett Herriot ans Ruder gekommen sei, dieser maskierte Vor­schuß die Summe von 2325 Millionen Franken erreicht hätte. Davon habe die Bank von Frankreich Vorschüsse in .höhe von 1085 Milli­onen und verschiedene andere Banken Vorschüsse in höhe von 1240 Millionen Franken gewährt. Die Kommission hat dem Senator Elemente! den Auftrag erteilt, bei der Beratung der Budaetzwölfwl diese Mitteilungen im Plenum des Senats zu wiederholen, sowie sich ferner über die schweren finanziellen Verpflichtungen des Schatzamtes im Laufe dieses Jahres zu äußern.

ans Ruder kam. Clemente! erklärte, er

Keilas, tcn 24. Avril 1925

Die ,T>berhessische Zeitung" et- Heint sechsmal wöchentlich. Be- pgspreis monatlich 2 GM. aus- sthließl. Zustellungsgebühr, durch ^Post2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereigniffe ausfallende Aummern wird kein Ersah ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hitzeroth, Druck der Unib.-Buchdruckerei b.

Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt g, M. Nr. 5015. Sprechzeit Redaktion von 1011 und

1 Uhr.

Der zweite Kontrollbericht.

fk. L o n d o n, 24. Avril. Einer Information desDaily Telegraph" zufolge stellt der zweite Bericht des Versailler Ausschusses über die deutschen Rüstungen die Daten zusammen, auf die die Note, die die Alliierten an Deutschland zu senden beabsichtigen, gestützt sein wird. Das Blatt berichtet weiter, daß das Dokument, in der angeblichen Form, wie fie von den Alliier­ten vereinbart wird, mit einer Mantclnote nach Berlin gesandt wird. Im groben und ganzen werde der Bericht keinen alarmie­renden oder besonders ernsten Charakter tra­gen. Auch auf die gegen Deutschland erhobenen Beschuldigungen, den Besuch der Kontrollkom­mission durch Widerstand erschwert zu haben, geht der Bericht nicht näher ein. Zwei her­vorragende Mitarbeiter Marschall Fachs seien der Ansicht, dab Deutschland für die nächsten 10 Jahre wenigstens keine wirkliche mili­tärische Gefahr für Frankreich bedeute.

innerpolitische Frage handele, welcher die Kurie vollständig fernblciöen wolle. (Es ist ein alter Fehler deutscher Politik, derartige prinzipielle Erörterungen als aus den einzelnen Fall zu­treffend anzuichen. Diese sonst logische, Be­weisführung gilt eben für die curialistische Polifik nicht. Das Zentrum hält den Grundsatz der Feindschaft zur Sozialsemo- kratie aufrecht. Für seine besonderen Zwecke kann aber auch Rot zeitweilig Bedeutung haben, wie wir seit 5 Jahren sehen. D. Red.)

werden. Das Blatt glaubt, daß noch einige Wochen nötig sein werden, um den modus vivendi fertig zu stellen. Man nehme von französischer Seite nicht an, daß er vor Ende Mai dem Parlament zur Ratifizierung vorgelegt werden könne.

Berlin, 23. Avril. Der Wablkamvf um dieM cichsvräsidentenschaft wird beute wobl seinen Söbevunkt erreicht haben. Nicht weniger als 53 Wablversammlungen fin­den abends in Grob-Berlin statt und zwar: 3 Versammlungen des Reilbsblocks, 14 weitere der Rechtsparteien. 1 des Volksblocks, 4 demo­kratische. 16 sozialdemokratische und 15 kom­munistische.

Berlin. 23. April. Während Hinden­burg feine Rundfunkrede heute (Frei­tag) abend um 8 Uhr halten wird, wird Marx seine Rundfunkrede morgen (Sams­tag) abend nicht, wie angekündigt, um 9.15, sondern erst um 9.30 Uhr halten.

Berlin, 23. April. Botschafter Frei- hxrr v. Maltzan hat im Deutschen Verein in Rewhork am 19. April erklärt, die Amerikaner deutscher Abstammung seien der beste Beweis dafür, daß man unter der weisen Leitung der Republik erfolgreich und glücklich arbeiten könne. Dies bedeute ein gutes Beispiel für Deutschland. Ohne Rück­sicht aus Parteizugehörigkeit müsse sich heute jeder in den Dienst des Vaterlandes stc"'N. Kein Geringerer als Hindenburg habe dies bereits im Jahre 1918, als er sich Ebert zur Verfügung gestellt, das militärisch un­besiegte Heer in die Republik zurückge- führt und Ebert ibm durch den im Magde­burger Prozeß bekannt gewordenen Brief gedankt habe, erkannt. Diese Tatsache sei sei die beste Gewähr dafür, daß Hinden­burg bei seiner eventuellen Wahl loyal zur Republik stehen würde. Analoge Äeuße- rungen hat Botschafter v. Maltzan am 16. April in der amerikanisch-deutschen Han­delskammer gemacht.

politischen Freunde, sondern auch die ihrer Gegner sicherzustellen. Die Erschütterungen, die Frankreich habe erdulden müssen, die Schwierigkeiten, denen das Volk ausgesetzt gewesen sei, die finanziellen Widrigkeiten leg­ten Zeugnis von der schmerzlichen Anstreng­ung ab, die das Land machen müsse, -um wieder zum normalen Leben zurückzukehren. Das könne nur geschehen, wenn die Autorität zur Geltung gebracht werde. Der Krieg habe den Wert der moralischen Kräfte be­wiesen. Es sei der Irrtum der Gegner Frankreichs gewesen, diesen Wert zu ver­kennen. Frankreichs Sicherheit habe darin bestanden, daß es daran geglaubt habe, und je mehr Frankreich republikanisch werde, desto mehr werde es seinen Friedenswillen be­tonen, und desto mehr erscheine es den Vol­kern. die seine Ratschläge wünschen, als die Ration, die nur danach trachte, ihre Sicher­heit zu garantieren und anstelle der schäd­lichen Kriegsgewohnheiten das Regime der Schiedsgerichtsbarkeit zu sehen. Herriot er­innerte sodann an die Pflicht des Staates, eine gerechte Sozialpolitik zu betreiben, und erklärte, daß nach seiner Ansicht eine Reform der Geschäftsordnung der Kammer nötig sei, um die Arbeiten zu erleichtern und die Dis­kussionen abzukürzen. Der Arbeit der Kam­mer fehlte die Methode. Auch ber_ Parla­mentarismus müsse sich den Zeitbedürfnisfen anpassen. Die Rede wurde bis weit in die Reihen der Opposition mit Beifall aufge­nommen.

Paris, 23. April. Im Verlaufe der Dis­kussion der provisorischeen Budgetzwölstel in der Kammer ergriff der ehemalige Vorsitzende der Reparationskommission, Louis Dubors, das Wort, um in scharfer Weise gegen Lloyd George zu polemisieren, der in einem Leü- aritkel in derSunday Times" erklärte, daß der französische Steuerzahler weniger Steuern bezahle als der deutsche und selbst der engluche Steuerzahler. Der Abg. Dubois wundert sich, daß ein Staatsmann, der an der Spitze der englischen Regierung stand, derartige Irrtü­mer verbreiten könne. Die Lage Frankreichs sei nur deshalb so schlecht, weil Deutschland versagt habe und weil die Schwankungen, um nicht zu sagen mehr, gewisser Alstertevi eS verhindert habe, daß man Frankreich zu Hilfe komme, Her Redner wird vom Finanzmrmster Caillaux unterbrochen, der eine Geste macht und erklärt, die englische Regierung habe da­durch, daß sie gleich zu Beginn des Krieges hohe Einkommensteuern eingeführt habe., ihrem Londe einen großen Dienst erwiesen. Finanzmmister Caillaux antwortet auf verschiedene Anftagen, baß die Beamten die versprochene Teuerungs­zulage von 500 Franken erhalten werden, wenn nicht im Monat Mai, so doch im Monat Ium. Die beiden Budgetzwölftel werden nach dem Regierungsvorschlag dann mit 420 gegen 38 Stimmen angenommen.

Paris, 23. April. 3n der Senatskom­mission für auswärtige Angelegenheiten ist be­kannt geworden, daß Senator Hugues le Roux von der republikanischen Bereinigung sein Mandat niedergelegt hat. um dem ehemaligen Präsidenten der Republik Millerand Gelegen­heit zu geben, an den Beratungen der Kom­mission teilzunehmen.

Paris. 23. April. Der kommunistische Abg. Daillant-Euturier hat in der Kammer ein Jnterpellationsgesuch über die Wilitärpro- jekte der Regierung eingebracht.

Paris, 23. April. Der ehemalige Fi­nanzminister De Lasteyrie hat den Vorsitzen­den der Finanzkommission des Senates ge­beten, ihm Gelegenheit zu geben, sobald tow möglich vor der Finanzkvmmifsion bezüglich der gestern vom ehemaligen Finanzminister Clementel abgegebenen Erklärung üben die Fi­nanzlage Frankreichs vor dem Regierungs­antritt Herrivts seinerseits berichten zu können.

ff. London, 24. April. Der franzö­sische Berichterstatter desDaily Tele- Teleqraph", Pertinar, meldet aus Paris, der französifche Botschafter in London, der gestern in Paris eingetroffen sei, werde heute von Briand emvfangen worden und, wie man annimmt, mit ihm denG arantie- vakt erörtern. Briand neige dazu, das Abrüstungsproblem vor dem Garantiepakt zu erörtern.

Tie vr«tsch-franr"s's<sten Handelsvertrags- Verhandlungen.

ff. Paris, 24. April. DerPetitPa- "isien" kündigt an, daß Staatssekretär Treu delenburg am nächsten Montag in _ Paris eintreffen werde,um an den deutsch-franz" fischen .Handclsvertraasverhandlungen wie­der teilzunehmen. Er wird nach seiner Ankunft von dem Handelsminister Chaumot, der den Voriitz der französischen Handels­delegation übernommen hat, empfangen

wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz­borschrift 50°/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100 % Auf­schlag. Reklamen der Millim. 00,35 GM.Ieder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark V«,-Dollar.

Fauler Zauber mit Mahllüge«.

London, 23. April. Der Newyorker Be­richterstatter derWestminster Gazette" meldet, er erfahre von zuverlässiger Seite, daß der amerikanische Bankierverband dem Außen­minister Stresemann telegraphisch mitgeteilt habe, der Bankierverband sei der Anstcht, daß alle Kredite an Deutschland eingestellt würden, wenn Hindenburg gewählt würde. (Anmerkung des WTB.: Wie wir auf eine Anfrage an zuständiger Stelle erfah­ren haben, ist ein solches Telegramm hier nickt eingegangen.)

Im Gegenteil hier,« veröffentlicht der Tag" Briefe aus Bankier- und Jndustriekrei- fen Rewyorks, die alle betonen, daß Hinden­burgs Sieg Dci'fichlands Kredit stärke.

Ferner gab Staatssekretär Kellogg fol­gende Erklärung ab:

Die amerikanische Regierung steht dem Versuch fern. Deutschland finanziell zu boy­kottieren, falls Hindenburg gewählt wird. Die amerikanische Negierung habe, weder jetzt noch später die Absicht, sich in die deutschen Wahlen, die eine rein deutsche Angelegenheit sind, ein- zurnilchen!"

Ich kann natürlich nicht wissen, was die Bankiers tun, kann aber auf das Bestimmteste erklären, daß keiner von ihnen, der mit der Regierung in Verbindung steht, versucht, fick direkt oder indirekt in Deutschlands eigene Angelegenheiten einzumischcn. Wir werden das unter Umständen tun."

Newyork, 23. Avril. (Funkivruch.) Die Associated Preß meldet aus Augusta Georgia, daß William Kunr, der Präsident der Ame­rican Bankers Association bezüglich der in Berlin verbreiteten Gerüchte erklärte, daß von dem Aufsichtsrat der Bankers Afiociation kein Kabcltelegramm irgendwelcher Art nach Ber­lin autorisiert wurde.

Paris, 23. Avril. Gestern hat der Fi- uanzministcr des Kabinetts Herriot, Clementel, vor dem Finanzausschuß des Senats Aufklä- rung über den Stand der Finanzen gegeben, als die Regierung des Kartells der Linken ... - - ' habe

f He vereinbarte Räumung des Ruhrgebiets zum ' foätcftcn Termin, des 15. August, würde in Frage gestellt fein, wenn bei der ReichSpräsi- bentcuwahl Hindenburg siegte. Der Außenmi- mster nennt das mit Recht eineErmunterung zum Vertragsbruch" und stellt fest, daß Herriot die Räumung des Ruhrgebiets, die ja einTeil bet Londoner Vereinbarungen ist, für unab­hängig von den Differenzen wegen der Kölner Zone erllärt habe. Und Herr Briand habe die deutsche Regierung wissen lassen, daß er die bis­herige ftanzösische Politik gegenüber Deutsch- land fortzusetzen gedenke. Bemerkenswert ist an dieser Zurückweisung einer niedrigen und ««nationalen Kampfeswcise aber auch, daß Dr. Stresemann zu gleicher Zeit sein Bedauern darüber ausspricht, wie dieZeit" int Wahl- fanwfeifer sich gegen die Person des Herrn Marx vergangen hat. DieGermania" erhebt gleichzeitig große Beschwerde deshalb gegen die iSeif' und fragt ob der Minister diese Au- gvifse billige. Die Antwort ist nun schon im

- Voraus erschienen.

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Auch Kutisker erkrankt.

ff. Berlin, 24. Avril. Der Gesundheits­zustand Kutiskers bat sich, wie verlautet, sa verschlechtert, daß im Hinblick auf die ernste Situation der Untersuchungsrichter dem An­träge der Verteidigung zugestimmt hat. dab die Privatbehandlung Kutiskers gestattet werde.

Eine Trauerfeier für Höfle.

Berlin. 23. April. 3n Anwesenheit zahlreicher Parlamentarier fand heute nach­mittag im Hause des verstorbenen früheren Reichspostministers Dr. Höfle eine Trauer­feier statt. Dom Reichskanzler Luther und vorn früheren Reichskanzler Marx sowie von anderen Ministern des Reiches und Preußens waren Beileidskundgebungen ein geatmeten. Auch die deutschen Deamtengewerkschaften hatten den Verstorbenen durch Rieüerleguvg von Kränzen geehrt. Reichsarbeitsminister Vrauns hielt die Gedenkrede.

Das letzte Opfer vo« Veltheim geborgen.

Hannover, 23. April Wie aus Minden i. W. gemeldet wird, ist das letzte Opfer des Deltheimer Wanöverunglücks heute mittag bei Erder (gegenüber Veltheim) geborgen worden. Ter Schicdsspruck, im Ruhrbergba« ver.

biuvlich.

Berlin, 23. April. Da beide Parteien den am 22. April für den Ruhrkohlenberg­bau gefällten Schiedsspruch abgelehnt haben, hat sich der Reichsarbeitsminister entschlossen, ihn für verbindlich zu erklären.

Tentschnationalcr Protest gegen Vie Fried« rich-Ebert-Straße.

ff. Berlin, 24. April. Die deutschnatio- vale Stadtverordnetenfraktion erhebt in einem Schreiben an den Magistrat gegen die Um­benennung der Budapester Straße Einspruch, toeil die beteiligten Bezirksämter weder um ihre Zustimmung, noch wenigstens um eme gutachtliche Aeußerung angegangen worden feien. Der Magistrat wird ersucht, das Ber- fSumte unverzüglich nachzuholen und die Aus­führung des Magistratesbeschlusses b,s auf weiteres auszusetzen.

Das Ringen nm die katholische Volksseele. ! DerRing Deutscher Katholiken" verbreitet 1 einen Ausruf, worin er es scharf verurteilt, daß das Zentrumbie klare Linie vergange- tter Jahrzehnte verlassen und sich aus partei- egoistischen Motiven der Sozialdemokratie über­antwortet" habe. Der Aufruf schließt mit bat Worten:Wer Marx wählt, arbeitet für die Sozialdemokratie." Hierüber kann jawohl form em Streit entstehen: dagegen kämpft man jetzt in katholischen Kreisen heiß um die Hincin- , ziehung der Autorität des Papstes in die beut» > sche Tagespolitik. Der Aufrus desRinges" »mimt bezug auf den Artikel des vatikanischen Osservatorc Romano", worin eindringlich vor einem Zusammengehen der Katholiken mit den Äzialisten getvarnt worden war, und meint, bat Anlaß zu diesem Artikel könne nur das Bündnis gegeben haben, das die deutsche Zen­trumspartei mit der Sozialdemokriüie für Reich und Preuf^n abgeschlossen hat. Hiergegen wen­det sich aber eine öffentliche Erklärung des Klerus des Dekanats Breslau. Ebenso eine Er­klärung desOsservatorc Romano" selbst.

\ Wenn es aber in der Breslauer Erklärung heißt: Das Zentrum werde niemals den ver­werflichen Programmen kirchenfeindl-cher Par­teien zustimmen, so wird man angesichts der Verbindung Marx und Wirth mit den Scheide- mann und Braun usw. seine eigenen Gedanken machen dürfen.

Rom, 23. April. DerOsfervatore Roma­no" wendet sich in einer offiziösen Erklärung gegen gewisse deutsche Blätter, die seine Actike! gegen den Sozialismus und gegen biejova'.iir scheu Kandidaturen vollständig Willkür! ch:v; dregegcben hätten. TerOsfervatore Romg.no fügt hinzu, daß seine Artikel keinerlei B.-u auf die deutsche Reichspräscheutenwah! g:tt hätten, und daß der Vatikan sich niemals w'S für noch gegen die Kandidatur Marx i sprachen habe, weil es sich hier um eine

Znm-SWe KammerMmo

Antrittsrede Herrivts iu der Kammer.

Paris, 23. April. Herriot hat heute sein Amt als Kaminerpräsident atm-treten nb in der Aachmittagssitzung der Kammer c übliche Antrittsrede gehalten. Er führte c. aus, es sei für ihn, der mitten im l tischen Leben stand, eine vollkommen neue

-abe, als Schiedsrichter bei den Debatten - fungieren und nicht nur die Rechte seiner

Für KndeaSarg

Berlin, 24. April. Bei der großen Kundgebung der im R e i ch s b l o ck ver­einigten Parteien im Berliner Sportpalast sprach gestern abend Reichsinnenminister a. D. Dr. Jarres als Hauptredner. Er betonte eingangs, daß seine Person kein Hindernis für die Kandidatur Hindenburg bilden konnte. Das sei oft genug öffentlich erklärt worden. Er selbst habe nach dem ersten Wahlgang die Nachprüfung der Ge­samtlage verlangt und später Hindenburg gebeten, dem Ruf des Reichsblockes Folge zu leisten. Der Redner schilderte dann die Verdienste Hindenburgs im Kriege und rühmte die Pflichterfüllung des Feldmar­schalls in der Nachkriegszeit. Der Name Hindenburg bürge für eine klare und be­sonnen« Politik. Wenn Hindenburg die Verfassung beschwöre, so werde er diesen i Eid halten. Schließlich schilderte Dr. Jar­res die Haltung des Reichsblocks zur Ver­fassung von Weimar, die nur auf gesetzli­chem Wege abgeändert werden dürfe. Die Verfassung sei oberstes Staatsgesetz, und ; «8 liege den Parteien des Reichsblocks i fern, eine Revolution mit einer neuen Ne- fvolution zu vergelten.

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