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plosion wurden zahlreiche weiter« Verhaftungen verdächtiger Agrarkornmuniften vvrgenommen. 3U einer amtlichen Bekanntmachung des Innenministerium« heißt es. daß die Behörden ihr Möglichstes tun werben, um die Aufrechterhaltung der Ordnung ficherzustellen und jeden neuen verbrecherisch« Anschlag fiu ftrfrtar
Äetw« politische, Abzeichen per «bstimmungsvor. ftthcr »«» Beisitzer.
Berlin, 18. April. Wie der Amtlich« Preuß. Pressedienst erfährt, wurde an den amtlichen stellen bekannt, daß in verschiedenen Abstimmungtbezirken die Abstimmung-Vorsteher oder Beisitzer Abzeichen trugen, auS denen ihre politische Einstellung zu ersehen war. Da der Abstimmung-Vorstand bei seiner amtlichen Tätigkeit da- Vertrauen der gesamten Bevölkerung genießen soll, bezeichnet der Minister eS alt überaus unerwünscht, wenn zum Abstimmung-Vorstand gehörige Personen bei Ausübung ihrer amtlichen Tätigkeit derartige Abzeichen tragen. Der Minister ersucht daher die Nachgeordneten Behörden, darauf hinzuwtrken, daß die- unterbleibt.
Berlin für bte Kandidatur Hindenburg da» Wort ergreifen.
Luther und StMseman« z«r «eich-präsivenleuwah».
Vom „Sozialdemokratischen Pressedienst" war demchtrichskanzkrr Dr. Luther seine Zurückhaltung bi dem Wahlkampf vorgeworfen worden. Mit Recht weist dieser jetzt in einer durch die Press« verbreiteten Erklärung den Borwurf zurück und betont, daß e» btt verfassung-mäßigen Stellung de» Reichskanzlers nicht entsprechen würde, in einer solchen Angelegenheit der politischen Btündigkeit de» deutschen Volke» vorzugreifen. Bei der Sozialdemokratie denkt man offenbar ander». Dr. Luther verweist auch — und damit deutet er die unsichere, heikle Lage de» gegenwärtigen Reich»kabin«tt» an — auf die Tatsache, daß die Koalitton«part«iee de» Reichs sich zur Zett ja im Wahlkampf schroff gegenüber» stehen. Sein Versuch, die» noch im letzten Augenblick zu verhindern, ist bekanntlich gescheitert. Der Kanzler wiederholt ferner seine Erklärung, daß er keiner politischen Partei angehvre und auch zu keiner in näherer Beziehung stehe. Da» Ansinnen der Linken an die leibenden Männer der Reichsregierung ging doch dahin, daß diese au- außenpolitischen Gründen gegen die Kandidatur Hindenburg auftreten sollten. Daher —! Im Hauptau-schuh de» Reichstages hat man am Freitag und Sonnabend diese Frage, behender» im Hinblick auf die Anleihe- kredite, näher erirtert, und die Minister Dr. Neuhaus und Dr. Stresemann haben sich dazu geäußert. Da di« telegraphisch etngeforderte Auskunft unsere» Botschafter» nicht rechtzeitig eingetroffen war, konnte eine amtliche Erklärung über die Stimmung in Amerika nicht abgegeben werden. Der Außenminister Dr. Strelemann hat sich im Au,schuß mit Vorsicht au-gedrückt, dann aber am Sonntag früh in seiner „Zeit" einen sehr bemerkenswerten Artikel über da« Thema „Deutsch« BolkSpactei und Reichspräsidentenwahl" veröffentlicht. Hier wiederholt er die Feststellung, daß seine Partei bi» zuletzt an der Kandidatur Jarre» festgehalten und gegen die Kandidatur Hindenburg vor allem da» Bedenken geltend gemacht hat, daß die verehrung-würdige Person de? Generalfeldmarschalls au» den Parteikämv- fen herausbleiben sollte. Nachdem die Entscheidung auf Hindenburg gefallen, habe die Deutsch« VolkS- partei sich selbstverständlich hinter diese Kandidatur gestellt, lehne e» aber entschieden ab, daß in diesem Wahlkampf die Gegensätze zwischen Monarchie und Republik auSgrtragen werden sollten. Auch um eine Aenderung de» außenpolitischen Kurse» könne «» sich keinesfalls handeln. ES gebe in Deutschland keine persönliche Außenpolitik, sondern nur bi« ReichttegSmehrheit? unb diese lauf« unzweifelhaft darauf hinaus, eine Klärung unseres Verhältnisse« zu unsere,» westlichen Nachbarn her- beizuführen, die das Rheinland «in für alle mal vor den Angriffen französischer Gewaltpolitik schützen müsse. Zum Schluß betont Dr. Stresemann noch mit besonderem Nachdruck, daß Hindenburg, der sich dem neuen Deutschland nicht versagt und bisher in vorbildlicher Zurückgezogenheit von allem jarteiwesen gelebt habe, sich im Falle seiner Wahl keinesfalls auf einen anderen Standpunkt stellen werde.
Kundgebung Pe4 Berliner Reich4blockes am Donnerstag.
Berlin, ,19. April. Den Blättern zufolge wird Oberbürgermeister Jarres in einer großen Kundgebung de» Reichsblocke» am Donnerstag in
Gestern Begann die Attentat». Sie erfolgte tat Zahl bet Toten ohne jede« Zusammenhang mit der Sp»
gemeinsamem Wirken zusam m engefunden
«sen. zu
auf der Wähltest«.
st. Berlin, 20. April. Am gestrigen Sonntag und vorgestern hielt der Kandidat de» Linksblockes, Reichskanzler a. D. Marx, in verschiedenen Städten, u. a. in Dresden, Magdeburg, Zerbst und in Destau Wahlreden. Unter anderem wie» er besonder« darauf hin, daß der Reichepräsident unter allen Umständen Politik treiben müst«. Eine Verständigung mit dem Ausland« müsse erstrebt werden. Unter feiner Sera als Reichskanzler seinen Erfolge zu verzeichnen gewesen, di« Räumung sei versprochen worden, auch sei Deutschland zu den Verhandlungen In London al» gleichberechtigt zugezogen worden.
Taten müsten Erfolge haben, wo sind sie? Noch sind Rhein und Ruhr besetzt und waS die Londoner Verhandlungen un» gebracht haben, wissen wir ja seht genau. Ein alte« Sprichwort lautet: Eigenlob .....!
Hindenburg über die politische Lage.
Hannover, 19. April. Vor zahlreichen Vertretern psiili '•eher und wirtschaftlicher Verbände und der deut- bthen und ausländischen Zeitungen hielt Präsidentschaftskandidat Generalfeldmarsch all von Binden- barg heute abend eine Rede über die politische Lage •ed die politischen Ziele des Reichsblocks. Er führte dabei u. a. aus: Persönliche Angriffe, auch der gehässig- <en Art, lassen mich ganz kalt, denn ich baue auf das Gerechtigkeitsgefühl meiner Landsleute. Die Tatsache, da» sich Parteien und Verbände, die glicht K-cr alle Ziele der täglichen Kleinarbeit übereinstim-
selbst Frauen und Kinder zu töten, um den Sieg bei Proletariat» zu gewährleisten. Gegenwärtig befände«! sich alle Führer der kommunistischen Bewegung 6hrt«': Schloß unb
M Bombeuattcutats entdeckt.
April. Der »Matin" meldet
pur ein Gefühl der Dankbarkeit, ja fast etwa» wie Deborgenheft in väterlicher Hut empfinden, wenn Wir seinen Entschluß werten und würdigen, der «ns der Ueberzeugung der Pflicht geboren ist. Wie dne plötzliche Erkenntnis nach langem Umherirren hi den Nebelschwaden der Tagespolitik überkommt es uns, sttbald wir den Blick auf diesen großen Alten, diesen. Starken und Stolzen richten, der wirklich ist, wa» so viele vorzutäuschen lieben: ein Vertreter d«8 deutschen Volkes schlechthin, ein« Ver- Vrperun» unserer Art, unserer Volkheit, der beste deutsche Monn!
Und weiter: dieser Mann ist nicht nur Bergang- Denhelt, große Ueberlieferung, er ist — über die Gegenwart unb ihre Unerfreulichkeit hinweg —■ Fttkunf: unseres Volkes, an bie er mit heißem Her- zcn glaubt. Am Schluß feinem ErinNernngSbucheS, in diesen Tagen wieder in allen Händen und »it seinen sittlichen Forderungen in allen Herzen hüt sollte, gibt Feldmarschall Hindenburg der festen «Übersicht Ausdruck, daß die Gegenwartsflut „wil- kr politischer Leidenschaften und tifttender Redensarten sich wieder verlaufen werde und daß au» dem »ewig bewegten Meere völkischen Lebens" wieder bie allen stolzen Daseinsgrundlagen unserer float« Ach-sittlichen Kräfte auftaucheu werden. Und er schließt mit den Worten: „In dieser Zuversicht l bge ich die. Feder au* der Hand und baue auf dich du deutsche Jugend". Der eigensinnigen Greisenheftigkeit des Parteientum», wie sie im Kandidaten |s de» Linksblocks, Int Krisenmacher Marr, ihre er- kßrperunH findet, steht die väterliche Würde eine» Hindenburg .> aenüber, der, selbst im hohen Alter, DegetsterungSbitd deutscher Jugend ist. So ist es tzenn keine Willkür, sondern ein schönes Bekenntnis «ksunden Empfindens, wenn an diesem letzten Sonntag vor der Entscheidung rings in deutschen Landen die volkSbewntzte Jugend hiuauszteht, um für ihren Jkitcr Hindenburg" zu werben. Um ihm für sein Opfer der Treue zu danken und zu bekunden, daß hie Zeit der Zerrissenheit und der Korruptton vor- 6ei sein soll. Denn „Jugetta will Ehrfurcht und Liebe empfinden $um Führer de» deutschen Volkes."
Sie Sagt in Bulgarien
Sofia, 19. April. Das wirtschaftliche unb politische Leben in Sofia nimmt wieder normal«» Gang. Dt« Blockade einiger StadtteUe ist nach bar Verhaftung von insgesamt 27 verdächtigen Personen aufgehoben worden. Einige Personen leisteten bas ihrer Festnahme Widerstand, sodaß die Polizei dt« Waffe gebraucht«. Aus der Vernehmung der De» hafteten wirb segstestellt. daß den verbrecherischen Elementen große materielle Hilfe von außerhalb geleistet wurde.
Der Kriegsminister General Walkost hatte mit de» Vertretern der Oppositionsparteien eine Aüctsptacha worin diese ihm versicherten, ihm ihre Unterstützung zu: Aufrechterhaltung der inneren Ordnung zu genta[tes Angesichts der schweren Opfer ist in Bulgarien füi drei Monate Trauer angesetzt worden. Die Veranstaltungen der Sportorganisationen, Theater ut6 Konzerte wurden vorläufig untersagt.
Sofia, 19. April. Einer Abteilung Soldaten ge* lang es, bei der Verfolgung der an dem Uebersall auf das Auto des König» beteiligten Banditen, die Hehler der Bande festzunehmen. All« Partei«» richteten an ihre Anhänger Aufrufe, in denen ft« die Bewegung der Extremisten verdammen und auf* ordern, gegen die staatszerstörenden Elemente de» Kamps aufzunehmen.
Lu einem Interview, in dem sich der Kriegsminister über die Zusammenhänge zwischen dem Ueberfall auf da» Auto des König» und da» Attentat in der Kirch« äußerte, erklärte er u. a., daß Bulgarien bie Ermächtigung erhielt, weitere 3000 Freiwillige aufzustellen Di« Ereignisse der vergangenen Tage hätten bei öet Militärkommission und der Pariser Botschafteckvufe- renz die Gründe nur noch bestätigt, daß Bulgarien in feiner Gesamtheit bedroht fei und daß bie Truppen» tärke zur Aufrechterhaltung der Auhe des Lande» erhöht werben müßte. Bulgarien werde neue Schritt« unternehmen, um bie Einberufung einer weitere»
Wahlversammlung des BolksblockS.
Wir weisen auf die heute abend 8 Uhr ... drn Stadtsälen stattfindende Wahlversammlung de» Volksblocke» hin. Frau Reichstagsabgeordnete T e u s ch (Zentrumspartei) wird zur Präsidentenwahl sprechen. Außerdem wird Herr Prof. D. Hermelink für die demokratische Partei, sowie ein sozialdemokratischer Redner das Wort ergreifen.
kommende» Monate Bringen werden, würden sei» Lleußerungen einen Mverlässigen Anl-att-yimki gebe»
8«r Regi«rn«g»erNLrnng be» Kabinett» Painlevs.
Part«, 18. April. Nach Schluß des Kablnettte rateS hat sich der politische Ausschuß der sozial!« stischen Partei zum Ministerpräsidenten Painlev» begeben, mn ihm die Wünsche der parlamentarische» Gruppe hinsichtlich des Inhalte» der ministerielle» Erklärung bekannt zu geben. Der Unterredung wohnte auch Ackerbauminister Durand bei. Si« hat, wie die Delegierten der sozialistischen Frak* tton mttteilen, einen befriedigenden Verlauf genommen. Wir haben, so erklärten sie, eine »er« ständigungsbasiS gesucht und gefunden. Wir sind einig darüber, daß die ministerielle Erklärung von den gleichen Ideen beherrscht sein soll, bie scho: ba» frühere Ministerium geleitet haben, unb zw« derart, baß wir genau wie bei bent Kabinett Herrin« bie Unterstützung-Politik fortsetzen können.
Herrlol nimmt die Kammerpräsiventschafts- kandidatnr •».
Pari», 18. April. Die Delegierten bet Parteien, die das Kar'-'l- h- bilden, habe - den zurückgetretenen Ministerpräsidenten Herriot heute vormittag gebeten, sich als Kandidat der Linke» Mr die Kammerp-äsldentschaft aufstellen zu lasse» Vertreter der radikalen Bartel haben dieses Ansuchen bereits schon gestern an Herriot gerichtet, der sich bi» heut« Bedenkzeit ausgebeten hatte« Herriot hat den Delegierten heute erklärt, daß er die Kandidatur an nehm«. Er wird Pariheute abend verlassen und sich nach Lyon begeben, jedoch am Dienstag wieder in Pari» eintreffen. Di« Wahl de» neuen Kammerpräsidenten wird am nächsten Mittwoch ftattfinbeu.
Briand bei Herri.ol.
Paris» 18. April. Außenminister Briand haß gestern nachmittag dem zurückgetretenen Ministervräs«- denten Herriot einen Besuch abgestattet. Bttarchi w:rd bte Leitung des Quai d'Orsay erst am Montag Übernehmen.
Au« dem HauShalt-auSschntz.
Berlin, 18. April. Im Haushaltsausschuß de» Reichstage» äußerte sich Reichsminister Stresemann über bte angebliche Stockung amerikanischer Krebite. Er ersuchte sofort den beuttchen Botschafter in Washington telegraphisch nm Bericht, konnte bislang aber keine Antwort erhalten. Nach den sonst borHegenben amtlichen Mitteilungen sei über Künbigungen von Auslandskrediten nicht» gemeldet worden. Nur eine Meldung besage, daß infolge der Präsidentenwahl voraussichtlich mit längeren Verhandlungen über Wirtschaftskredite zu rechnen sei, weil man int Auslande den Ausfall der Präsidentenwahl abwarten wolle, aber auch vor der amerikanischen Präsidentenwahl trete stets eine gewisse Zeit der Spannung ein.
wird sich hierauf gegenseitige« Vertrauen aufbauen. Nur so kann man «um sozialen Frieden gelangen. Erwarten Sie von mir nicht das Programm eine« Parteimannes, der sich mit politischen Streitfragen ans' einandersetzt. Weit wichtiger ist es, dem deutschen Volke wieder die Grundlage wirtschaftlicher und politischer Lebensfähigkeit zu verschaffen. Ohne die Wiederherstellung des deutschen Ansehens in der Welt ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Vertrauen wird nur der gewinnen, der sich selbst vertraut. Es wird noch langer und schwerer Arbeit bedürfen, ehe unser ganzes Volk wieder zum Bewußtsein der höchsten Werte einer Nation erwacht. Die beklagenswerten Erscheinungen der letzten Monate waren in hohem Maße geeignet, den Glauben an Deutschlands Ehrlichkeit und Treue zu erschüttern. Wir haben heute die Pflicht, unser gesamtes öffentliches Leben und unsere politischen Ziele so einzustellen, daß unser aufrichtiges Streben nach friedlicher Erneuerung unseres Vaterlandes und friedlicher Mitarbeit am Fortschritt der Welt sich durchsetzen kann. Hierin liegt eine wichtige Grundlage deutscher Außenpolitik. Nichts kann diesen friedlichen Zielen mehr schaden, als das verlogene Geschrei von einer drohenden militärischen Reaktion in Deutschland, die sich in meiner Kandidatur angeblich ausprägen soll. Ich betone hier mit aller Deutlichkeit, daß ich nichts anderes erstrebe, als was die Gegner meiner Kandidatur für sieh allein in Anspruch nehmen, nämlich dem deutschen Volke in voller Souveränität und in voller Freiheit seinen Platz unter den anderen Völkern zu sichern. Um dieses zu erreichen, muß aber baldigst die schwere Anschuldigung unserer Verantwortung für den Weltkrieg fallen. Das sind die Gedanken, die mich leiten, und darum werden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen versichere, daß all das Geschwätz von verfassungswidrigem Vorgehen, das ich beabsichtigen soll, von sogenannten reaktionären und sonstigen gefährlichen Bestrebungen Unsinn ist. Unbeirrt durch Tagesmeinungen und persönliche Angriffe würde ich im Falle meiner Wahl mit Sachlichkeit dahin wirken, daß unserem Vaterlande, das wir in seinem Unglück umso heißer lieben müssen, eine glückliche Zukunft beschleden sein möge. Wird dieses Ziel erreicht, so wäre das der schönste Dank an all die Helden, die einst im festen Glauben an Deutschlands Größe ihr Leben hingeben oder ihre Gesundheit opferten.
Laben, ist mir ein Beweis dafür, daß es in Deutschland | Wieder vorwärts geht. Deutschland hat in schwerer
Stunde bewiesen, was es durch Einigkeit zu erreichen vermag. Mir ist das Glück beschieden gewesen, mit f «inein einigen Volke den Feind von unseren Grenzen teri. i halten. Der schönste Abschluß meines Lebens wäre cs gewesen, wenn ich noch sehen dürfte, daß wir tes wieder mit der gleichen Einigkeit in friedlicher "Ai bei l am Wiederaufbau zusammenfinden, die uns einst beseelt hat. Ich bitte die zahlreichen Vertreter Her (isländischen Presse, die Bedeutung des Willens tu r Einigkeit, der nichts mit Parteipolitik zu tun
i! sondern dem gesunden Nationalgefühl unse- ! las Volkes entspricht, nicht gering zu achten. Ich habe
►nächst schwere persönliche Bedenken gegen die An Kime der Kandidatur gehabt. Der Appell an mein
ichtgefttl hat diese Bedenken überwunden. Nachitem ich einmal die Kandidatur angenommen habe, ist i •» mein Wille, für den Fall meiner Wahl meine ganze Kraft für *s Wohl Deutschlands einzusetzen. Ich Irürde auch als Reichspräsident nur die Pflicht kennen, auf der einmal gegebenen G r u n d läge der rerfassang und der heutigen Stellung Deutsch- hnds In der Welt das Beste für mein Vaterland zu er- ! Mreben. Rick sichten auf irgendwelche Parteien oder Ungesetzliche Sonderinteressen würde ich nicht kennen. Inders darf auch der Staat nicht denken. Seine vor- I Behinzte Aufgabe muß es immer bleiben, das Wohl der- Nnigen Volkskreise im Auge zu behalten, die am tehwersten msier der Mbl der Zeit leiden. Jeder Arbeit Muß ihr gesetzlicher Lohn werden. Wenn alle Sorgen tad Laste» gerecht auf alle Schultern verteilt sind,
Sos snmMKe Kabinett
Englische Stimme» zu« feanzösischc» Kabinett.
London, 18. April. Der diplomatische Bericht- rrstattrr deS „Dailp Telegraph" schreibt, mit Rücksicht auf die Anwesenheit Caillaux' im Kabinett werd« Briand sich gegen alle Krit°k seiner Zusammenarbeit mit Eaitlaux dadurch zu schützen wissen, daß er arr französischen Außenpolittk eine leicht nationale L:strsche Färbung geben werde. Was Eailleaux tactrrfft, so werde er die schwierig« Aufgabe haben, die Kapitalisten und Sozialisten durch seine Finanzpolitik zu versöhnen.
„Daily News" schreibt zur Ernennung Caillaux sicher gebe es feinen Mann in Frankreich, der «iser geeignet sei, den Frankenkurs zu retten, aber das Heilmittel, das er Vorschlägen müsie, werde natur« yimtB scharf und bitter sein. Aus diesem Grunde sei es denkbar, daß der zu optimistische Zauberer wieder wie trüber unter den Verwünschungen der wütenden Menge verschwinden werde.
"Westminster Galette" schreibt in einem Aettarttkel. Caillaux sehe sich einer Aufgabe gegenüber, a seine Vorgänger gescheitert seien, eine Finanz- ■ Uy U finben, welche die Unterstützung der Sozialisten in der Kammer finde und dennoch für den Senat nicht unannehmbar sei. Das Hauptproblem sei, die Einwände zu brechen, welche die meisten Liner Handsleute gegen die direkten Steuern erheben. „^ie deutschen Reparationszahlungen bildeten eine ioeuntliche Hilfe bei der uiiÄcHttninii des iran-.nfischen Budgets, vorausgesetzt, dan .Deutschland, in wirtschaftlicher und voltticher Be- nenuno Derständio behandelt werde und daß man auf neue Versuche, fabelhafte Summen von Deutschland zu erlangen, mit denen vier bis fünf kostbare Jahre verschwendet worden feien, verzichte.
Sond o n, 18. April. Die „Time»" führt in einem Leitartikel über das neue französische Kabi net t auS: „Dar Vorhandensein einer starken, weitblickenden »egrerung dort sei im jetzigen kritischen Stadium größter •ceticutung für Europa. Die Unruhe in Frankreich wavrend der letzten Wochen fei ein äußerst störender
vS gewesen, vielleicht in höherem Maße als die polittichen Konflikte in Deutschland, in denen man in England bisher ein noch nicht unüberwinoliches Hindern, s auf d m Wege zu einer allgemeinen europäischen Reglung erblickte. Caillaux scheine sehr bestimmte elnsicqteu über die heikle uns schwierige Frag? der inter- auerten schulden haben. Gleichzeitig erkenne er offenbar die Notwendigkeit eines ernsten Opfers seitens v-5 französischen Volkes im allgemeinen an, um die Angelegenheit der schwebenden Schuld in Ordnung zu bringen. Es sei ein glückstcher Umstand- daß in diesem Augenblick Briand, der glänzende Taktiker, Außenminister werde. Bei den »ettoidelten Situationen, bie die
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„NienWM kann der Mensch mit Gewißheit den UuSga»g eine» begonnenen Unternehmens vorher- Irheu, aber der, der «ach höherer Ueberzeugung nur feinen Pfkichten lebt, trägt einen Schild um sich, »er in jeder Sage be« Lebens, es komme auch tote es wolle, ihm Beruhigung gibt und auch oft selbst zu einem gfttaMchen Aukgang führt." Kein Zufall ist «S, sonder» eine Tatsache von innerer WesenSbedeufi ding, daß Paul von Hindenburg, der sich an der Altersschmelle seine» Lebens noch einmal seinem Wolke zur Verfügung steNt, im Schlutzabschnitt seines LrinneruMSbandes diese Worte des Generalfeld« .Marschall» von Bohen an seinen König anführt, »lus diesen Worten spricht der Geist, in welchem der Große, ernst«, von der Geschichte zweier Menschenalter umwitterte Mann noch einmal mitten in das flutende Leben der Gegenwart htneintritt, dem er bisher nicht gleichgültig, aber doch im Abstand ver- tzienten AuSruhen» von größt-r Lebensleistung ijegeitnber stand. Für diesen großen, in LebenSge- jMiftheit und tief menschlicher Güte über den TageS- Defchehnlffen stehenden Mann, dem das Alter eine »Shreiide Würde gab, ohne ihm von der ruhigen Prafc sein«» Wesen« »nd seine» klar vor aller Augen frgeitben Wollen» etwa» zu nehmen, können wir
2*85 m“’-Sfir ^.‘faaZnÄmmw* infolge St'etk! ob« > O,OiR ?°lbm«k. Klein. «ar-Anz-Ig.n 0.06 «^Amtliche«»
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Attentat» auf die Kathedrale entdeckt, und zwar in der Person des Vorsitzenden und des stellvettrw tenden Vorsitzenden des kommunistischen Z«n» tralkomltees In Sofia Jankvfs und Minkosf. Letzterer, ein ehemaliger Pionier-Offizier, soll di« Höflenmafchme am Tage de« Verbrechen» auf de» Dach der Kirche angebracht haben. Di« Entdeckung vo» Dokumenten beweise, baß da» Attentat auf die Kommunisten zurückzuführen sei. 3n einem dieser ttzchrtft» iücke heißt eS, diejenigen, dt« von Menschlichkeit nutz Mitleid sprächen, seien Toren. VS sei unerläßlich^