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Der Rückgang der Kommunist««.

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(Nachdruck verboten.)

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Die Vorfälle ft. Berlin, 18. März. Berliner Tageblattes" aus u ch u n g der Dorfälle im

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Wie sehr das Anwachsen der kommunistischen Partei während der letzten Jahre in Deutschland nur ein Konjunkturgewinn war und wie wenig der Kommunismus dem Charakter des ruhigen deut« chen Arbeiters entspricht, das hat sich an dem dauernden Rückgang der kommunistischen Wahl­ziffern bei den letzten Reichstagswahlen gezeigt. Freilich waren diese Ziffern immer noch viel zu joch, allein die Ernüchterung schreitet weiter fort. In Berlin haben dieser Tage die Wahlen zur Kon- Umgenossenschaft einen Rückgang der kommunistt- chen Mandate um beinahe die Hälfte ergeben, und auch im roten Sachsen zeigt sich dieselbe Erscheinung. In den letzten Monaten haben dort nicht weniger als 57 kommunistisch« Kommunalpolitiker und ein Landtagsabgeordneter ihre Mandate niedergelegt

Dr. Bühner, Stuttgart, kommt «S zu sehr er­regten Auseinandersetzungen über die Frage, ob die Geständnisse von den Angeklagten durch die Art der Unterbringung und Behandlung erpreßt wer­den sollten. Der Zeuge erklärt alle derartigen Be­hauptungen für Verleumdungen. Alle seine An­ordnungen seien nicht zu dem Zweck erfolgt, um die Leute mürbe zu machen. ES wird ein Schreiben überreicht, aus dem hervorgeht, daß der Zeuge den Mangel an Bewegung in frischer Luft Kennt­nis hatte. Rechtsanwalt Wolff beantragt die Pro­tokollierung der Aussagen, da darin eine fahr­lässige Eidesverletzung, zum mindesten aber Un­genauigkeit in der Ausdrucksweise zu erblicken sei. Als der Vorsitzende die Protokollierung ablehnt, ergeht sich der Angeklagte Hallup in erregten Aus­rufen. Durch Gerichtsbeschluß wird er während der ganzen Vernehmung des Zeugen Dr. Büh­ner au» dem Saal entfernt.

Obsrsitil. Koks I. D. Riedel Steldemnn».

«llg. Elekte.S.

Berqm. Elektr. El. Licht n.Kr.

Der Hafenmaler

Roman von Kurt Küchler. vertrieb Carl Duncker. Berlin W 62.

41. Fortsetzung.

vergesse« . .. barmherziger Gott . . . es gibt dies eine.

Taten.

Da sagte Frau Karst: _ .

Vor einer halben Stund« ist er g^torben. Der Arzt war bei ihm bis lulebt.

Dmnvf dachte Age:

Warum wein« ich nicht?"

Frau Karst sprach weiter: ,

Ehe es zu Ende ging, saß er aufrecht m -.-gen stumm, die Augen wert auf, als lauscht« er aus sein eigenes Sterben. Dann sank er zurück, fern Gericht wurde starr und seine Augen schloßen sich von selbst.

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des heutigen Tages sollen im DeichsarbeitSn if. i,"-t die letzten Verhandlungen über Beilegung des Streiks iattfinden. e

Zusammenbruch des Kabtzleuausstandes.

Madrid, 17. März Nachrichten von der Marokkofront besagen, daß unter den aufständischen Kabylen Hungersnot zu herrschen beginne und das ich zahlreiche Stämme, die auf der Seite Abd ei Krims standen, sich nun freiwillig den Spaniern unterwerfen. Einige Kabylen sollen gegen Abd t Krim die Waffen ergriffen haben. Andererseits 'oll tm Riff die feindliche Stimmung gegen Frankreich im Wachsen begriffen sein, so daß man bestimmt tm Sommer mit dem Ausbruch von Kämpfen gegen Frankreich rechnet. Französische Truppen werden an den Riffgrenzen zusammengezogen. Der sran-

fiapag Rordd. Lloyd Berl.Hand.-G. Komm.« u.Prb Darm ft. u.Nat. Deutsibe Bank Disk.-Eesells». DresdnerBnnk 'oberes Eii. Dtich. Luxemb. Gelsenk. Bw. Zarpener Bb.

Hohenlohe Ilse Bergbau Kattow. Bw. Klöcknerwerke Laurahütte Mannesmann Odschl.Eis.-Bd.

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Bildnisse der Frauen. . _ c

Frau Karst wandte langsam den grauen Koni erschrak.

Er ist tot?"

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Abschluß gekommen. Heber ihr Ergebnis verlautet noch nichts. Die Kommunisten haben Aufrufe zur Massendemonstration erlassen und haben dem Polizei­präsidenten das Programm der Desetzungs» i eierlichkeiten am Donnerstag mitgeteilt, das auch genehmigt worben ist. Eine Versammlung der Halleschen kommunistischen Betriebsräte hat beschlossen, am Donnerstag in allen Betrieben die Arbeit ruhen zu lassen

Ein Aufwertungsgesetzentwurf t« Aussicht.

Verlin, 17. März. DasBerliner Tageblatt" meldet: Auf Ersuchen der Reichsregierung hat der Aufwertungsausschutz des Reichstages die für mor­gen geplante Sitzung auf Donnerstag vertagt. Das i statt will wisien, datz das Reichskabinett beab- chtigt, sich morgen über die neuen Aufwertungs- »estimmungen schlüssig zu werden. Das Blatt nimmt an, datz der Aufwertungsausschutz am Donnerstag den Gesetzentwurf bereits zur Grundlage seiner Be­ratungen machen könne.

Die Lohnbewegung im Rnhrbergbau.

ff. Berlin, 18. März. Bei den gestern in Esten abgehaltenen Verhandlungen zwischen dem Zechen­verband und den vier Bergarbeiterverbänden haben dir. Bergarbeitervertreter eine Lohnerhöhung von 15 Prozent gefordert, die jedoch vom Zechenverband ab- gekebnt wurde. Daraufhin beantragten die Berg­arbeitervertreter das Schlichtungsverfahren einzuleiten, das in der nächsten Woche beginnen wird.

Di« preuhische Grundvermögensft«uer.

Berlin. 17. März. Der Hauptausschutz des Preutzischen Landtages beschäftigt sich mit der Ver­längerung des preutzischen Erundvermögensteuer- gesetzes bis zum 31. März 1926. Finanzminister Köpker-Aschoff setzte sich für die einjährige Ver­längerung ohne Veränderung der bisherigen Be­stimmungen ein. Die Sozialdemokraten beantragten das Gesetz nur bis zum 30. Juni 1925 zu verlängern. Mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit wurde von jeder materiellen Aenderung des Gesetzes Abstand genommen.

Eine deutschnationale Entschlietzung, die die mo­natliche Zahlung der Grundvermögenssteuer bei landwirtschaftlichen Grundstücken in eine viertel­jährliche umwandeln will, wurde angenommen.

Die Tausendjahrfeier de, Rheiulandes.

D u i s b u r g, 17. März. Die Stadt Duisburg eröffnete als erste Stadt des Rheinlandes die Tausendjahrfeier mit einer Ausstellung niederrhei­nischer Kunst. Rach einer Ansprache des Museums­leiters der auf die Bedeutung der rheinischen Kunst und der Baudenkmäler am Rhein hinwies, hielt Oberbürgermeister Dr. Jarres eine längere Rede. Auf der Ausstellung wird die niederrhemische Malerei und Plastik bis zum 19. Jahrhundert gezeigt.

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Di, Frau hob schwer die Sand.

Sehen Cie ihn an.

Er trat vor das EichÄtt. in dem der tote L Sovbus Cornebllen lag. die Elfenbeinhände schwer ruhend auf der Decke. Blaue Aeterchen auf den gerun­deten Lidern der geschloßenen Augen, das Gesicht in Schlaf versunken, so stumm und feierlich, so weit ab vom Leven, als hätte «in Bildhauer mit einer Andacht cchne- glcichen dieses Menschenantlitz aus Wachs «efchnittem Aus Ages Seele wollte sich ein Schluchzen graben, doch es zerbrach in einem schwere« Atemstoß. Bon unbegreis lichem Gefühl gebannt, starrte er in ' as Antlitz de.

Seine Sehnsucht ^war übergroß. Eie »ersvrang wie iW gbi' x[ick"wurd/ bang. Durch ihre Glieder ging ein

Niemals mehr bad ich ifm sehen . . .

Eie hotte den Schritt ihre, Mannes. Eie hob den Kopf und zwang den zuckenden Mund.

Er trieb durch die Juninacht, schwankend, ohne zu wisien, wohin. Es war noch nicht elf. Menschen, die unter ruhenden Bäumen einhergingen, empfingen den ^uft der schlafenden Götten. Die Villen von Harveste­hude, bläulich umdunstet, schmiegten sich stumm ms schwarzblai e Tuch der sternreichev Rächt. Dienstmädchen an. Arm ihrer Freunde drehten verwundert den Kopf, wenn sie den Schwankenden sahen, der müde sich fmst- schlevvte, im Frack, obnr £>ut, mit dem Blitz weißer Wäsche. Ein Schutzmann folgte ihm mißtrauisch bis an die Grenze feines Reviers. , ,, .

Plötzlich stand er vor einer Gartenpforte. Dunkel sah ec das 6aus Sovbus Eornehllens, das schwer und schla­fend unter den Ulmen lag. Er vackte in die Stäbe der Pforte wie in das Gitter eines Käfigs und rüttelte sie.

Ein Mensch . . stöhnte er.Ein Mensch . . Schwarz ragten die Tuien.

Er schleppte sich mühfam vorbei wie an stummen ge­spenstern und legte die Hand schwer auf den Drucker der Tut. Sie war unverschlossen. Er trat in die Diele und erschrak vor der Dämmerung, die ein einrigrs flackerndes Licht auf dem Gesims des Kamins fahrig »erteilte.

Seine Schritte hallten dumpf auf den steinernen Fliesen, wie in einem Gewölbe. In der Mitte des Raumes blieb er steben.

Ich bin in einer Erust . . - Cornebllen ist tot.

Durch seinen Körper kroch Kälte wie Ew.

Er rief in Angst den Namen Frau Karsts. Es regte sich nichts, nur das Kerzenlicht durchschwankte dunstrg den Raum. Die grünen Scheiben des glichen Bauern­schrankes funkelten dunkel wie Sumpf wasser von Mond- licht bespült. Durch die Totenstille des Sauses ging dumpf ein Summen wie Rauschen eines Stromes tief unter der Erde.___

Mela"

17. März. Der 25. Verhandlungs- Vernehmung der NntersuchnngSrich- Bernehmung des Landgerichtsrates

zum Ergreifen von ernsten Vorsichtsmatzregeln er­teilt haben. An der Kampffront finden nach rote vor Geplänkel ohne ernste Bedeutung statt.

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Chamberlain ht London.

st. London. 18. März. Chamberlain ist, von Paris kommend, in London eingetroffen.____

Gört Waggon; Linke & Hof«.! 11 Ädterwerke 3,7 ®tI.=Railsr.?.h20*fe L. Löwe & Eo.j Orenft.öiKopv.! 19 Hirsch Kupfer I Rheinmetnll , S7st, Nord». Wolle 121*1,

ßeugbetriebSbüro tätig und hatte die Versorgung [bet Schiffe mit Betriebsmitteln zu erledigen. Er bekundete im wesentlichen da» gleich«, was er in der ersten Instanz ausgesagt hat. Der Sekretär de« Pommerschen Landbundes und Leiter de» Freien Ausschusses für den deutschen Arbeiterftieden, Wahl, der zur Zeit des Januarstreik« im Be- triebSbüro der Weser-A.-G., die damal» U-Boote kaute, arbeitete, sagte über den Streik au», daß schon am Sonntag vom Berliner Büro de» Arbei- terschutzbunde» mitgeteilt wurde, datz bereit» am Samstag «in Einverständnis zwischen der U. S. P. «nd der S. P.D. über die Beteiligung am Streik Erzielt wurde dahingehend, daß auch die Mehrheits- Sozialisten in den Streik sollten. Der Zeug« Reg.» ,W Oberländer, der 1918 Marinebaumeisler ;Bei der U-Boot- und Torpedobootswerft in Wil­helmshaven war, erklärte, der Streik hätte auf ibiefer Werft nur einen halben Tag gedauert, da der Zentrumsabgeordnete Stegerwald eine beson- 'derß scharfe Rede gegen den Streit gehalten habe.

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st Berlin, 18. März. 3n der Lage de» Streiks der Sisenbahnarbeiter ist den Blättern zufolge bis gestern abend keine Aenderung eingetreten. 3m Saufe

Rh.Etohlw.

Stinnes-Rieb. 108

ne/e Reichsanl 730

4*Z, Pr. Äonj. : 965

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Er starrte auf, die Augen brennend, als suchte et Rettung aus endloser Wirrnis.

Plötzlich stockte sein Blick. Vor der rauchbraunen Wand, von blassen Ahnengesichtern Lberhulcht wie von Schemen, stand ein Tisch, darauf eine Flasche Cham­pagner, erst vor kurzem geöffnet.

Schaum, aufgetrieben von Wärme, dog sich knisternd über den Rand.

Taumelnd ging er hin und füllte ein Glas. Er trank gierig. Iluersättlich brannte sein Durst. Besinnungslos trank er Glas um Glas, bis die Flasche den letzten ff topfen gab.

Da übetfiel ihn Bestürzung. Er starrte auf. Dock ihm die Wand, die Hobe Hallenwand, begann zu schwan­ken, zerbrach zu Blöcken, die sich vor ihm auftürmten, ^ungeheuerlich, schicksalhaft, erbarmungslos sich beugend, Fium Stutz. Et wollte schreien, doch die Kehle blieb stumm. Et duckte sich zerdrückt von furchtbarer Angst.

Dumpf hörte er Schritte. Er schrak auf und floh. Ei irrte durch Räum«, die er nicht kannte und floh zu­rück. Am Ende der schmalen Bibliothek war eine Tür, hie er l sinnungslos öffnete.

Er sab die Frau, die er liebte. Sein Körper er­starrte. Eie lag, die jungen Glieder weich umflossen jvon bet weißen Seide ihres Kleides, in den maloen« farbcnen Kissen eines Emviresessels, die Augen ge­schlossen, Mattigkeit um den Mund, als ruhte sie aus, ermüdet vom Fest. Perlen, blaßgrau, schimmerten, epalenen Tropfen gleich, auf der mattglänzenden Haut Ihres Halses. Nicht weit von ihr auf einer hoben

Möglichkeit peinliche Enthüllungen zu ersparen, die nicht unmittelbar zum Verhandlungsgegen­stand gehören. Trotzdem mutz man zugeben, datz ein grotzer Teil der Einwendungen gegen die Praxis der Untersuchungsausschüsse berechtigt ist und "datz im besonderen ein Konkurrenzverfahren zwischen Ausschüssen des Reichstags und Landtags, wie es jetzt bei der Untersuchung der Finanzskan- dale in Erscheinung tritt, ans Unwürdige streift. Auch das Durcheinander von gerichtlicher und par­lamentarischer Untersuchung ist nicht erträglich. Bis zur Klärung der ganzen Sachlage durch die Gerichtsbehörden tappt aber sowohl der parlamen­tarische Untersuchungsausschutz als auch die öffent­liche Meinung im Dunkeln. Wie sehr diese durch unbeglaubigte Quellen irre geleitet werden kann, hat sich eben wieder bei. der Haftentlassung des Geheimrats Rühle von der Staatsbank erwiesen. Auch in Bezug auf den Zentrumsabgeordneten Lange-Hegermann wird nun gemeldet, datz ihm keine kriminellen Verfehlungen nachzuweifen feien, und die <v';Ibungen über das beschlagnahmte Vermögen Dr wefles wie über feine wohldotierte Freundin werden als falsch bezeichnet. Eile mit Weile!

Es läuft sicher einiges Unbewiesene bei der Fülle mit unter. Das mindert aber nicht, datz die Hauptsache doch eben wahr ist, und darauf kommt es an. Die Ausschüsse sind das Lieblingskind der Revolution. Dian hat freilich nie geglaubt, datz die anderen sie eines Tages so geschickt benutzen würden. Und nun schreien die Linkser in Zentrum, Demokratie und Sozialis­mus Zeter und Mordio und haben plötzlich aller­hand an ihren politischenKindern" au usetzen. Wahrhaftig ein Armutszeugnis!

Der Zentrumsabgeordnete Dr. Schwering, bet dem Landtagsausschutz zur Untersuchung der Gtaatebanhaf jäten angehört, richtet in betGer­mania" ein scharfen Vorstotz gegen die ganze Ein­richtung der parlamentarischen Untersuchungsaus- llchuffe. Diese seien eine Errungenschaft des Um­sturzes, und ihre Befürworter von damals würden, ftoenn sie die gegenwärtige Praxis hätten voraus« jetten können, vermutlich entweder ganz auf die Neuerung verzichtet ober zum mindeste Andere Form bafüi gefunden hoben.M, 'trs schon heute offen aussprechen, datz nicht die Skandale das Skandalöseste sind, sondern die Art, Itoie die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse allgemeinen zu arbeiten gezwungen sind." Der «Verfasser meint, man müßte das Verfahren mehr bem der Gerichte anpassen und den Vorsitzenden der Ausschüsie die Möglichkeit geben, zu verhin­dern, datz die Debatten vom Hundertsten ins Tau-

L.iihsam zwang er die Glieder und schleppte sich drei Stufen hinauf ins Atelier. Die breite Fen. ettlache de, hohen Wand lag feierlich im Ausschnitt des -terneulnm- incls tote ein niemes (T^inälbc btt Dutch bic beul geöffnete Tür trat er bang in die Kavnner des Malert Das erste, was er undeutlichlich sah, tm blassen Licht vor Kerzen, wat Fran Karst auf einem Slubl an bet Seit» des Bettes, sehr bleich, blaue Schatten unter erstarrter Augen, bie Linien bes Gesichts und des Mundes ver schlossener denn je. Die linke Hand, von Arbeit gcgerb und gefurcht ruhte flach auf der Decke des Beltes, bii andere reglos im Schoß, wie geschnitzt aus zermürbtem Holz Im Phosphardunst der Kerzen dämmerten die

Der neue Generalstae.tsanwalt.

ff. Washington, 18. März. An Stelle Warren, hat Präsident Coolidge nunmehr Sargent zum Gknetalstaatsanwalt vorgeschlagen.

De« Aufstand in Kurdistan.

Angora, 17. März. Die Lage im Aufruhr­gebiet ist unverändert. Die Aufständischen, di« Mangel an Lebensmittel leiden, requirieren in den Dörfern, die sich in ihrer Hand befinden, um sich zu verproviantieren. Die Führer mehrerer Stämme östlich Dersim kamen »ach Kharput, um die Re« g erung ihrer Ergebenheft zu veisichern.

MIMt ?agrtnatbrtoltn

Eine Ballons^rt mit Hindernkff«,.

B e r l i n, 17. März. Nach Meldungen tschecho- slowakischer Blätter ist in Ullitz unweit von Pilsen ein deutscher Freiballon niedergegangen. Die Pu- sener Gendamnerie stellte fest, datz es sich um einen in Erfurt aufgestiegenen Ballon handelt. Da sich im Besitze der Balloninsassen photographische Ap­parate befanden, wurden sie verhaftet und tn das Pilsener Gerichtsgefängnis eingeli«fert. Roch einer Mitteilung der deutschen Gesandtschaft in Prag sind die Insassen, unter denen sich auch bei Redakteur Dr. Hesse von der .thüringischen Allge. meinen Zeitung" in Erfurt befinbet, bereits frei, gelassen und auf der Heimreise.

Diebstahl in einem Hauptzollamt.

Krefeld, 17. März. Im Hauptzollamt sinl Banderolen im Werte von 100 000 Mk. gestohlei worden. Die Zollbehörde hat für die Ermittliin« des Täters eine hohe Belohnung ausgesetzt.

Mannheim, 17. März. Gestern vormittag stürzte ein für eine Gasmaschine neu errichteter Backsteinfnndament auf bem Gelände der Zellst off- fabrik Waldhvs ein und ft-grnb drei Arbeiter unter sich, von betten ei» 60 Jahre alter u- ';ei- rateter Maurer aus Wallstatt so schw' " rtrt wurde ,daß er alsbald ftarB, während b 'den anderen Arbeiter, die ebenfall» erheblich« «erletzun- gett davontrugen, nach dem Krankenhaus überge­führt wurden. Eine Untersuchung ist eingeleitet.

Stürm« im Mittel««».

Malta-, 17. März. Seit gestern herrscht ein so stürmisches Wetter, datz mehrere Schiffe, die heute ällig waren, nicht cingetroffen sind. Der Ttank- portdatnpferNeuralia" mit zwei britischen Kom- pagnien aus Aegypten an Bord konnte nicht in der Hafen einlaufen.

Staffelet tm Winkel des Raumes, von ebenholrschwarzen Leisten umschlossen, rubte ihr Bild.

Sie schrak auf. Ihre Augen, vom Traum noch ver­worren, saben den Maler. Ei« stand vor dem Sessel, verwirrt und voll unbegreiflicher plötzlicher Angst. Fern war ein Rauschen von Stimmen und ein Lachen von Frauen Eine Welle von Blut floß über die durch­sichtige Zartheit der Schultem flog Über den bals und bleckte dunkel das angstvoll erstarrte Gesicht. Ihr Leib zitterte Seine Atme umschlang n sie wild, llngeban- digt trank sein Mund Süße und Schmerz Ihrer Lippen. Zwei Sekunden lang, erschauernd unter willenlos auf­brennendem Etrom sich hingehenden Gefühls, gehörte sie ohne Bewußtsein seinem verhungerten Mund, bis sich ihr Körper in leidenschaftlicher Abwehr seinen Armen enlbofl. . _ t ,

Todblaß stand sie vor ihm mit einem Mund, bet In Wirrnis erstarrt wat, mit weit aufgefchlossenen Augen, in benen hilfloses Entsetzen lag. Durch eine Woge von Dunkelheit sah sie Age, sein von Leibenschaft vetqualtes bcikbt und seine weißen Hände, die sich schmerzlich und flehend erhoben. Sie fühlte sich umweht von einer sckweren Welle süßlichen Dunstes unter bet sie er­schauerte. Sie schloß bie Augen. Auf bet bunfel gewor­denen Haut ruhte feucht das goldige Etttet der Wim­pern. Hilflos hob sie die Hände.Cie sind betrunken. . . . Großer Gott . . . lassen Eie mich!

Er schwankte. In schweren Wellen ging sein Blut. Er stammelte ihren Namen mit einer Stimme, bie sich emporquälte aus endloser Rot.

Lassen Sie rntch..."

6s kam schwach, ein hilfloser Laut, der tief tm Weh ihres Herzens zerbrach.

Er senkte die Stirn. Sein Gesicht wurde dunkel von Scham. Dann schlich er hinaus, durch die schmale Biblio­thek, an dem Kritiker vorbei, der mit vorgestrecktem Kovf die Titel der Bücher las, schrak vor dem Stimmen­gewirr zurück, das aus der Halle schwoll, fand eine Tür, taumelte eine Treppe hinab, ertastete den Schlüssel einer Tür und war plötzlich im Duff des Parks.

Reglos in den Kissen, die Hände tm Eckiotz, faß Britta Terstegen. Wie durch Schleier sah sie ihr Bild.

9er Sarmat^fanbal

3n der heutigen Verhandlung wurde als erster Beuge der frühere VeichswirtschaftSminister Bober t Schmidt vernommen. Der Zeuge wiederholt tm we­sentlichen die Darstellung, bie er am Samstag tm 'Detchstagsausschuh gegeben hat. Leber seine per- fdnltchen Veztehlinqen zu den Darmuks befragt, er- klärt der Zeuge, daß Darmat tm Oktober 1918 zum erstenmal an ihn herangetreten fei. Barmat habe ihn dreimal tn feinem Büro besucht, außerhalb bes Büros fei er niemals mit ihm zusammengekommen.

Auf Anfrage bes Abg. Könneck« (Dntl.) erklärt Beuge Robert Schmidt mit erhobener Stimme, daß «r von keinem der im Revisionsausschuh fitzenden Petter bet Retchsstellen jeweils aufgeforbert wurde, sich mit ber Sache Darmat zu befassen Auf weiteres ^(Befragen erwidert ber Zeuge, bah er nicht mit Be­stimmtheit fagen könne, ob Abgeordneter Heilmann spe­ziell tn Sachen Barmat bei ihm Vorgesprächen habe, 'er glaube es nicht. Wettere Fragen betreffen bie Groh- ! Handelserlaubnts für Darmat. Sine polizeiliche ®e« 'Nehmtgung dazu hatte Darmat bamals nicht. Der iBeuge hält eS für möglich, bah er damals angeorbnet ihat, bie Genehmigung fei hier nicht notwendig Ob 'Ne Anweisung bet Ausfuhrgenehmigung für <m Darmat von ihm ober von Herren ar. 'Ministerium erteilt würbe, könne er nicht mehr St glaube aber, das Letztere annehmen zu dürfen. Daß die Genehmigung an Darmat selbst gegeben wurde, erlläre sich vielleicht daraus, datz Darmat den transport tn bie Hände bekam. Don bem Auftrage fcn Darmat, 250 000 Kilogramm Dritter zu liefern. Ist bem Zeugen erst jetzt Kenntnis geworden. Der Ge- lamtabfchluh mit Darmat aber sei gegenüber der Ge­samtmenge der damals «ingefühtten Lebensmittel nicht |o bedeutend gewesen.

Die von uns gestern gebrachte Rachricht über die Haftentlassung deS Henry Barmat betrifft den Druder de» Hauptangeklagten Julius Darmat, der heute noch 1» Untersuchungshaft fitzt.

fendste geraten.

Dieser scharfen Krittk gegenüber ist nicht zu ^pergeffen, datz Dr. Schwering dem linken Flügel des Zentrums anaehört und bei seiner Tätigkeit tm Landtagsausschuß sehr eifrig mit den Sozial­demokraten zufammenarbeitet, um diesen nach

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Seite Helbrngen.

Funkmeldungen.

fi. Derli», 18. März. Unter dem Druck der unvermindert anhaltenben hochgradigen GeschäftsstiUe bleibt auf dem Aktienmarkt bie Stimmung lehr lustlos. Die Kurse bröckelten daher bis zu 1 Prozent füt Ührende Papiere am Montan- und Snbuftriemarft ab Am Anleihemarkt setzten sich Deckun-'^-' ! iodai Kriegsanleihe bis 0,730 an zogen-

Berliner AnfangstnrZe

vom 18. Wärz.

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